Alyson Richman

 4.7 Sterne bei 105 Bewertungen
Autorin von Abschied in Prag, Der italienische Garten und weiteren Büchern.
Autorenbild von Alyson Richman (©Stephen Gordon)

Lebenslauf von Alyson Richman

Alyson Richman wuchs in Long Island und Japan auf. Sie studierte am Wellesley College und machte ihren Abschluss in Kunstgeschichte und Japanologie. Während ihres Studiums verbrachte sie ein Jahr in Kyoto und arbeitete dort als Maskenschnitzerin in einem Nō-Theater. Sie schnitzte in neun Monaten eine Maske aus einem Zypressenholzblock, indem sie ausschließlich die jahrzehntealte Techniken anwandte. Die Erlebnisse in Japan inspirierten sie zu ihrem Debütroman "Der Sohn des Maskenschnitzers". Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Long Island in New York.

Neue Bücher

Das Zimmer aus Samt

Erscheint am 13.07.2020 als Taschenbuch bei Diana.

Alle Bücher von Alyson Richman

Cover des Buches Abschied in Prag (ISBN: 9783453359598)

Abschied in Prag

 (76)
Erschienen am 11.12.2017
Cover des Buches Der italienische Garten (ISBN: 9783453358584)

Der italienische Garten

 (29)
Erschienen am 08.02.2016
Cover des Buches Das Zimmer aus Samt (ISBN: 9783453360679)

Das Zimmer aus Samt

 (0)
Erscheint am 13.07.2020
Cover des Buches The Lost Wife (ISBN: B0068HDR0O)

The Lost Wife

 (0)
Erschienen am 06.09.2011
Cover des Buches The Velvet Hours (ISBN: 9780425266267)

The Velvet Hours

 (0)
Erschienen am 08.09.2016
Cover des Buches The Last Van Gogh (ISBN: B00A9Z5UWE)

The Last Van Gogh

 (0)
Erschienen am 03.10.2006
Cover des Buches The Mask Carver's Son (ISBN: 158234129X)

The Mask Carver's Son

 (0)
Erschienen am 01.02.2001

Neue Rezensionen zu Alyson Richman

Neu

Rezension zu "Abschied in Prag" von Alyson Richman

Berührendes Schicksal aus dunklen Zeiten
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Monaten

Prag in den 1930-er Jahren. Zwischen dem Medizinstudenten Josef und Lenka, einer Freundin seiner Schwester, bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an. Als die Zeiten für die jüdische Bevölkerung zunehmend unsicherer werden, heiratet das junge Paar, und bereitet mit den Eltern die Auswanderung nach Amerika vor.

Durch unglückliche Umstände wird Josef von seiner Frau getrennt, und Lenka nach Theresienstadt deportiert. Ein ganzes Leben lang glaubt jeder der beiden Ehepartner, dass der andere den Krieg nicht überlebt hätte, bis sie sich 60 Jahre später in New York zufällig wiedersehen.


Mit diesem Roman hat die Autorin ein wunderbares Buch über eine große Liebe in einer schrecklichen Zeit vorgelegt. Josef und Lenka sind von Anfang an die Sympathieträger, deren Schicksal sicher niemanden unberührt lässt, doch auch Eltern und Freunde werden sehr authentisch dargestellt. Als Leser nimmt man regen Anteil an den Repressalien, die das Leben der Juden in Prag immer unerträglicher macht. Berührend schreibt Alyson Richman von großen Zukunftsplänen, enttäuschten Hoffnungen, unfassbaren Grausamkeiten, aber auch von Hilfsbereitschaft, Loyalität, Durchhaltevermögen und der Macht der Liebe.

Der Aufbau des Romans mit wechselnder Erzählperspektive hat mir sehr gut gefallen. Gefühlvoll, und doch in einer sehr eindringlichen Sprache lässt die Autorin ihre Leser am Unvorstellbaren teilhaben. Viele Details künden von intensiver Recherche, interessant auch die Rolle, die die Kunst in Theresienstadt als Zeichen des Widerstandes spielte.

Die Handlung erschien mir von Anfang bis Ende sehr durchdacht und war logisch zu jedem Zeitpunkt gut nachvollziehbar. Packend erzählt, habe ich mich vom Strom der Ereignisse mitreißen lassen, und war vom Schicksal der hervorragend dargestellten Figuren sehr bewegt. Gerne gebe ich für diesen berührenden Roman die volle Punktezahl.

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Rezension zu "Abschied in Prag" von Alyson Richman

Judenvernichtung im Dritten Reich: Wir dürfen nie vergessen!
Aischavor einem Jahr

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Liebesromanen. Doch die Geschichte von Josef und Lenka, zweier Juden aus Prag, die durch die Wirren der Judenverfolgung durch die deutschen Nationalsozialisten unter Hitler kurz nach ihrer Hochzeit getrennt werden, hat mich zu Tränen gerührt.

Bestsellerautorin Alyson Richman versteht ihr Handwerk. Sie hat umfangreiche Originalquellen recherchiert, sie schreibt fesselnd und die Charaktere der Protagonisten werden gut herausgearbeitet. Besonders beeindruckt hat mich die Schilderung, wie sich die Traumatisierung durch den Holocaust im Alltag der Hauptfiguren zeigt: Josef, der in die USA emigriert ist und dort als Gynäkologe praktiziert, notiert akribisch die Geburtsdaten jedes Kindes, dessen Geburtshelfer er ist. Mit der Anzahl der kleinen Erdenbürger, denen er geholfen hat, das Licht der Welt zu erblicken, setzt er ein - relativ kleines und dennoch für ihn bedeutendes - Gegengewicht zu der horrenden Anzahl von Juden, die die Nazis umgebracht haben.
Seine Frau Lenka wird zeitlebens frische Wäsche sofort in die Schränke verräumen, da sie den Anblick von Kleiderbergen nicht mehr ertragen kann, seit sie in Ausschwitz die Hinterlassenschaften der vergasten Juden sortieren musste.
Die Geschichte zeigt den Alltag der Juden im Dritten Reich, die anfangs schleichenden Veränderungen, den plötzlichen massiven Einschnitt in die gewohnten Rechte, als auch in Prag die Nürnberger Gesetze Anwendung finden. Und schließlich das unfassbare Grauen in den Lagern, als Lenkas Familie erst nach Theresienstadt, später nach Ausschwitz deportiert wird. Wir erfahren von der Bedeutung der Kunst selbst im Angesicht des Todes, von mutigen Menschen im Widerstand.
Es ist ein Roman der ganz großen Gefühle. In einer anderen Story hätte ich dies vermutlich als Kitsch empfunden. Aber wenn es so sehr um Leben oder Tod geht wie hier, wenn die realen Schicksale von Tausenden und Abertausenden in einer Geschichte verdichtet werden, dann haben große Gefühle ihre Berechtigung.
Spannung erhält der Roman durch mehrere Zeitebenen und den Wechsel der Erzählperspektive aus Lenkas bzw. Josefs Sicht.
Einziger Kritikpunkt: Für die verwendeten Begriffe aus der jüdischen Religion bzw. Tradition hätte ich mir erläuternde Fußnoten oder ein entsprechendes Register gewünscht.
Fazit: Ein großartiger Roman gegen das Vergessen. Ich wünsche dem Buch unzählige Leser, damit die Gräuel der Nazis in unseren Köpfen bleiben und sich nie wiederholen.

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Rezension zu "Abschied in Prag" von Alyson Richman

Ein Roman gegen das Vergessen
sollhabenvor 2 Jahren

Prag in den 1930igern:

Lenka lebt ein sorgenfreies Leben mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester. Sie strebt ein Studium an der Kunstakademie an. Ihr Talent und ihr Wille bringen sie an ihr Ziel und dort lernt sie Veruska kennen. Bei einem ihrer zahlreichen Besuchen trifft sie auch Josef Veruskas Bruder. Für sie ist es Liebe auf den ersten Blick, aber sie ist sich seiner Reaktion überhaupt nicht sicher.


Zu dieser bedeutenden Frage kommen noch die großen Probleme, die der Einmarsch der Deutschen Truppen, mit sich bringen. Jeden Tag werden neue Verbote erlassen. Es treten Gesetze in Kraft, die die Freiheit der tschechischen Juden immer mehr einschränken.
In diesen verstörenden Tagen leben Lenka und Josef ihre Liebe. Als Josef die Ausweglosigkeit ihres Schicksals erkennt, macht er Lenka einen Heiratsantrag, den sie gerne annimmt, um eine Woche nach der Hochzeit von ihrem Mann getrennt zu werden. 

Erst knappe sechs Jahrzehnte später treffen sie sich wieder, obwohl jeder angenommen hat, der andere wäre während des Zweiten Weltkriegs gestorben.

Wie hat es mir gefallen?

Dieses Buch war auf meiner Wunschliste zu meinem Geburtstag und meine liebe Freundin Lisa überraschte mich mit einem Buchpaket, in dem auch „Abschied aus Prag“ zu finden war.

Die dunkelste Zeit in der Geschichte Deutschlands und Österreich begleiten unzählig herzzerreißende Stories, die den Opfern Namen und Gesichter geben. Da es immer weniger Zeitzeugen gibt, sind diese Bücher so unglaublich wichtig. Auch wenn die Geschichte nicht zu 100 % wahr ist, sind die Grundlagen historisch untermauert.
So auch die Liebesgeschichte von Lenka und Josef. Eine wundervolle Liebe entstand, wurde durch das Eheversprechen besiegelt und eine Woche später mussten sie sich trennen. 

Das Schicksal der beiden könnte nicht unterschiedlicher sein. Josef kann über den großen Teich nach New York fliehen. Lenka jedoch wird mit ihrer Familie nach Theresienstadt deportiert. Ihr Leben, das von schleichend immer schlechter wurde, hat mir wieder vor Augen geführt, wie grausam Menschen sind. Ein normales Leben, mit Kunst, Kultur, Familie, Geborgenheit und Freiheit wurde zu einem täglichen Kampf gegen Hunger, Durst, Insektenbefall und dem allgegenwärtigen Tod. 

Dass die Überlebenden der Shoa wieder ins „normale“ Leben gefunden haben, bewundere ich und stehe sprachlos vor solchen Erinnerungen an Elend, Trauer und Leid. Wie konnten sie geistig fit bleiben, obwohl ihre Erlebnisse sie bis in ihre Träume folgten?

Die Autorin beschreibt aus wechselnder Sichtweise als Erzählerin die Geschehnisse. Mit viel Feingefühl lässt sie den Leser an Lenkas und Josefs Leben teilnehmen. Es gelingt ihr die Beschreibungen in den KZs nicht zu sehr ins Zentrum zu rücken. Sie geht davon aus, dass der Leser schon einiges von dieser Zeit weiß. 

Ich habe mich anschließend noch mit Theresienstadt beschäftigt. Die „Kunstszene“ lebte hier im Verborgenen und brachte unglaubliche Leistungen zu Tage. Egal ob Theaterstücke für Kinder, Opern und Vernissagen in dem Lager gab es heimlichen Widerstand, der niemals gebrochen werden konnte. Er forderte viele Tote, aber von dort existieren heute noch Zeichnungen vom Alltag. Kinderzeichnungen, die sowohl von Hoffnung und Träumen zeugen als auch erschreckend traurige Einblicke in verwundete Kinderseelen.

Dieses Buch ist ein weiterer wichtiger Roman, der gegen das Vergessen arbeitet.

www.mariessalondulivre.at

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Abschied in Prag
Liebe LB-Leserinnen & LB-Leser,
mit großen Schritten geht es auf den 24.12. zu - wenn Ihr in all der Hektik noch Zeit zum Lesen findet und Lust auf einen mitreißenden, berührenden und einfach außergewöhnlichen historischen Liebesroman habt (?), dann bewerbt Euch jetzt! "Abschied in Prag" wird am 11. Dezember erscheinen - und wir haben extra einige druckfrische Buchexemplare für Euch reserviert!
Und darum geht's: Eine große Liebe. Für Jahrzehnte getrennt. Doch die Geschichte von Lenka und Josef ist noch nicht zu EndeLenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinander gerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen… Eine Liebe, die von den Ereignissen des 20. Jahrhunderts bestimmt ist - fesselnd und einfühlsam erzählt
Die amerikanische NY-Times-Bestsellerautorin Alyson Richman hat bereits mehrere Romane verfasst, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt ist im Diana Verlag "Ein italienischer Garten" erschienen.

Hier geht's zur Leseprobe.
Seid Ihr neugierig geworden? Auf Lenka und Josef? Dann bewerbt Euch gerne - wir drücken Euch die Daumen!
Herzliche Grüße, mit den besten Wünschen für einen heiteren und unbeschwerten Dezember,Euer Diana Verlags-Team.
157 BeiträgeVerlosung beendet

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