Alyssa Clark

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Cover des Buches Wiedersehen (Nadias Jungen 1) (ISBN: B0CZN48P2P)

Wiedersehen (Nadias Jungen 1)

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Erschienen am 31.03.2024

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Erotische Friends-to-Lovers-Geschichte mit einem besonderen ... Dreh

My Boys von der amerikanischen Schriftstellerin Alyssa Clark ist eine sogenannte Reverse-Harem-Geschichte – eine Geschichte, in der eine Frau im Mittelpunkt einer ungewöhnlichen Beziehung zu mehreren (in diesem Fall drei) Männern steht. Im Rahmen dieses Beziehungskonzepts hat sie eine sexuelle Beziehung zu jedem von ihnen, (ohne dass die jungen Männer gleichzeitig eine sexuelle Beziehung miteinander haben). Ein durchaus ungewöhnliches Konzept, das sicher für viele Fans von Liebesgeschichten eine gewisse Hürde darstellt.

Allerdings gehört diese RH-Geschichte zu den besseren Liebesgeschichten in diesem Bereich – zumindest zu denen, die mir persönlich besser gefallen haben, da es hier darüber hinaus um eine Friends-to-Lovers-Story geht. Die vier beteiligten Personen treffen sich eben nicht „zufällig“ und fühlen sich sofort magisch zueinander hingezogen.  Alyssa Clark erzählt die Geschichte der vier sehr anschaulich – eingestreute Kapitel liefern immer wieder einen Blick in die gemeinsame Vergangenheit und deuten schon an, was Frankie noch nicht erkannt hat: dass Bryce, Lucas und Noah sie schon lange lieben. Der Leser ist emotional dabei, als sie endlich diese Erkenntnis hat, und fühlt regelrecht mit. Ja, es gibt auch viele explizite Szenen, aber einen größeren Teil nimmt tatsächlich eine gut erzählte Geschichte ein. 

Frankie, Bryce, Lucas und Noah kennen sich seit ihrer Kindheit – seit Frankie mit ihren Eltern in dieselbe Straße gezogen ist, in der auch die drei Jungs lebten. Als die Beziehung von Frankies Eltern dann zerbrach, der Vater zu seiner jungen Geliebten zog und die Mutter sich in die Religion und in die Verbitterung flüchtete, flüchtete gewissermaßen auch Frankie – in die Familien ihrer Freunde, die für sie zu einem neuen Zuhause wurden.
Die Beziehung zu ihrer Mutter ist auch viele Jahre später nicht geheilt, aber die Mutter hat weiterhin ein strenges Auge darauf, dass Frank ja kein „unmoralisches“ Leben führt! Da ihr Vater für ihre Ausbildung vorgesorgt hat bzw. diese bezuschusst, führt sie – abgesehen von dem üblichen Ausbildungsstress – ein wohlbehütetes Leben. Für ihre Studiengebühren, die Miete und den Lebensunterhalt ist so gesorgt. Was allerdings dazu führt, dass sie nicht wirklich auf eigenen Beinen steht – allerdings ist sie sich dessen nicht einmal bewusst!

Lucas geht es ähnlich wie ihr: Sein Vater war auch abwesend, seine Mutter ebenfalls emotional distanziert. Da sie schon relativ früh verstarb, war er auch früh gezwungen, auf einen Beinen zu stehen. Er hat das Haus seiner Mutter geerbt und renoviert es bereits seit vielen Jahren – was nicht nur ein Zeichen dafür ist, dass er auf diese Weise die negativen Erinnerungen an früher loswerden will. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass sein Lebens- bzw. Beziehungshaus ein „Work in Progress“ ist. Erst als die vier ihre Beziehung zueinander klären, ist ein Ende der „Bauarbeiten“ in Sicht.

Im Gegensatz zu den beiden haben Bryce und Noah großartige Mütter (die Väter sind irgendwie auch nicht vorhanden, zumindest spielen sie keine Rolle). Bryce hat eine sehr herzliche Mutter, die alle vier mit offenen Armen in ihr Haus aufgenommen hat. Er war ein eher pummeliges Kind, hat sich aber zu einem echten Playboy entwickelt. Allerdings zerbrechen seine Beziehungen meist daran, dass die Frauen mit der engen Beziehung der vier – und vor allem mit Frankie – nicht klarkommen. Ganz abgesehen davon, dass Bryce die Frauen auch nicht wirklich respektiert und ernst nimmt.

Lucas‘ Mutter hingegen besitzt sehr viel Durchsetzungskraft und lässt sich von nichts und niemandem einschüchtern. Das zeigt sich auch in seinem eigenen Leben: Er ist Anwalt und kämpft für das Recht, aber er hat auch seine Freunde nicht vergessen und verbringt viel Zeit mit ihnen.

Doch eines haben alle vier gemein: Keinem gelingt es, eine feste Beziehung aufzubauen – außer zueinander. Und vor diesem Hintergrund ist die Entstehung einer RH-Beziehung eine logische Entwicklung, was von der Autorin gut beschrieben wird.

Mein Fazit: My Boys schildert eine schöne Friends-to-Lovers-Geschichte, die mit einer MFMM-Konzellation etwas ungewöhnlicher ausfällt. Aber sie bietet eben nicht nur die eine oder andere Sexszene, sondern auch eine gut erzählte Story mit relativ facettenreichen Charakteren.

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