Amélie Nothomb

 3,9 Sterne bei 1.905 Bewertungen
Autorin von Böses Mädchen, Reality-Show und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Amélie Nothomb

Ein bewegtes Leben, das Inspiration für zahlreiche Geschichten bietet: Amélie Nothomb wurde 1967 in Japan geboren und verbrachte dort die ersten fünf Jahre ihres Lebens. 

Da ihr Vater Diplomat war, reiste die Familie viel und lebte u.a. in Japan, China, den USA und Burma. Erst als Nothomb 17 war, reiste sie das erste Mal nach Europa, wo sie einen drastischen Kulturschock erlebte und sich, obwohl sie europäischer Abstammung war, als Fremde fühlte. 

An der Universität in Brüssel studierte sie Romanistik. 1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Die Reinheit des Mörders“ und setzte damit ihre Karriere als Schriftstellerin in Gang. 

Mit 21 Jahren kehrte sie nach Japan zurück und arbeitete für einige Zeit in einem Konzern. Jedoch scheiterte ihr Berufsleben im Land der aufgehenden Sonne, was sie in ihrem Roman "Mit Staunen und Zittern" verarbeitet. In Japan lernte sie auch ihren späteren Verlobten kennen. Von dieser Beziehung berichtet sie in ihrem Buch "Der japanische Verlobte." 

Aber ebenso wie in Europa fühlte sie sich hier fremd und hatte kulturelle Schwierigkeiten. Nach einigen Jahren in Japan kehrt sie wieder nach Brüssel zurück, wo sie bis heute lebt.

Alle Bücher von Amélie Nothomb

Cover des Buches Kosmetik des Bösen (ISBN: 9783257234756)

Kosmetik des Bösen

 (143)
Erschienen am 26.07.2005
Cover des Buches Böses Mädchen (ISBN: 9783257235524)

Böses Mädchen

 (160)
Erschienen am 25.07.2006
Cover des Buches Mit Staunen und Zittern (ISBN: 9783257233254)

Mit Staunen und Zittern

 (140)
Erschienen am 28.06.2002
Cover des Buches Reality-Show (ISBN: 9783257239430)

Reality-Show

 (147)
Erschienen am 21.07.2009
Cover des Buches Metaphysik der Röhren (ISBN: 9783257233995)

Metaphysik der Röhren

 (118)
Erschienen am 30.04.2004
Cover des Buches Der Professor (ISBN: 9783257061079)

Der Professor

 (113)
Erschienen am 01.10.1998
Cover des Buches Quecksilber (ISBN: 9783257233827)

Quecksilber

 (116)
Erschienen am 27.02.2004
Cover des Buches Töte mich (ISBN: 9783257069891)

Töte mich

 (98)
Erschienen am 23.08.2017

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Neue Rezensionen zu Amélie Nothomb

Cover des Buches Böses Mädchen (ISBN: 9783257235524)
Lese_Freiheits avatar

Rezension zu "Böses Mädchen" von Amélie Nothomb

Der Feind im eigenen Bett
Lese_Freiheitvor 5 Tagen

Ein bösartiges Mädchen würde hier noch treffender beschreiben, was sich hinter diesem Kurzroman verbirgt.

Die introvertierte Blanche erhält unerwartet ein wenig Aufmerksamkeit von der beliebten Mitkommilitonin Christa und einsam wie sie ist, versucht sie diese als Freundin zu gewinnen.

Doch deren Ziel ist ein ganz anderes.

Blanche begreift mit der Zeit, dass Christa sich wie ein bösartiger Parasit in ihr Leben gedrängt, um sie von Grund auf zu zerstören. Sie entdeckt die “Anti-Christa”, der es durch gezielte Manipulation sogar spielend leicht gelingt, selbst ihre eigenen Eltern auf ihre Seite zu ziehen.


Ähnlich wie der Charakter Christa, besitzt auch dieses Buch eine sogartige Wirkung.

Ich konnte es nicht einen Moment aus der Hand legen, während ich fassungslos und wütend mitansehen musste, wie leichtgläubig und später machtlos, Blanche ihrer intriganten “Freundin” ausgesetzt ist.

Die Bedeutung von “Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr” erreicht hier eine ganz neue Dimension.


Ingesamt eine spannende, interessante Geschichte für Zwischendurch, die schnörkellos und größtenteils vorhersehbar daherkommt.

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Cover des Buches Böses Mädchen (ISBN: 9783257235524)
birdies_buecherwelts avatar

Rezension zu "Böses Mädchen" von Amélie Nothomb

Antichrista
birdies_buecherweltvor 6 Tagen

Der Titel macht diesem Buch alle Ehre! Eigentlich braucht es gar nicht mehr als diesen Satz, denn dieses Buch ist abgrundtief böse. Von einer toxischen Beziehung hat jeder schon einmal gehört oder sogar leider selbst erleben müssen. Eine toxische Beziehung wird meist mit einer Partnerschaft zwischen Mann und Frau oder einfach zwei Liebenden assoziiert. Eine toxische Beziehung kann es aber ebenso gut unter gleichaltrigen Mädchen geben. 

Die 16-jährige Blanche traut ihrem Glück kaum, als die an der Universität beliebte und geachtete Christa sie als Freundin haben möchte. Das scheinbar perfekte Mädchen entpuppt sich jedoch relativ schnell als "Antichrista". Blanche ist eine so introvertierte junge Frau, dass sie es nicht schafft sich gegen die Rivalin, die sogar Blanches Eltern für sich vereinnahmt, zur Wehr zu setzen. In einigen Textpassagen blieb mir förmlich die Spucke weg vor Fassungslosigkeit und Entsetzen. Psychische Manipulation und Missbrauch können so versteckt und für Außenstehende völlig harmlos stattfinden, für Betroffene ist es hingegen die reine Folter. Abgesehen von diesen gezielt gesetzten Spitzen, war der Handlungsverlauf vorhersehbar. Dennoch: Eine kurze Geschichte, die nachhallt und auf jeden Fall lesenswert ist.

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Cover des Buches Ambivalenz (ISBN: 9783257071948)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Ambivalenz" von Amélie Nothomb

In Zeitraffern und Extrakten teilt der Leser das Leben der Familie
Gwhynwhyfarvor einem Monat

Der Anfang: «Er entzürnt sich nicht.

Das Wort ‹entzürnen›, das es nicht gibt, aber geben könnte, ist nur in seiner Verneinung vorstellbar. ‹Er entzürnt sich› wird man nie irgendwo lesen. Warum? Zorn ist kostbar, weil er vor Verzweiflung schützt.

Drei Stunden zuvor gab es keinen glücklicheren Mann als ihn.»


Eben noch war Claude mit Reine im Bett. Beim Anziehen erklärt sie, sie würde ihn für den erfolgreicheren Jean-Louis verlassen; eiskalt sie offeriert ihm, der habe mehr zu bieten. Claude schwört, sich an Reine zu rächen.


«‹Wo willst du hin?›

‹Heiraten.›

‹Sehr komisch.›

‹Das ist kein Witz. In zwei Tagen heirate ich Jean-Louis.›

‹Was sagst du da?›

‹Ich heirate Jean-Louis. Du kennst ihn.›

‹Aber mich liebst du doch, mich! Und mich wirst du auch heiraten›»


Kurz darauf wird die schüchterne Dominique von Claude in einem Café angesprochen. Er sei von ihr fasziniert, lädt sie zum Champagner ein. Er werde demnächst Geschäftsführer einer Firma in Paris. Zunächst will Dominique mit dem übergriffigen Typ nichts zu tun haben, doch sie kann seinem Charme und Chanel N° 5 nicht widerstehen; und kaum haben sie sich kennengelernt, sind sie verheiratet, ziehen nach Paris. Tochter Épicène ist ein aufgewecktes Mädchen, der ganze Stolz von Dominique. Denn Claude hat schnell das Interesse an beiden verloren. In Zeitraffern und Extrakten teilt der Leser das Leben der Familie – hier geht es um Liebe, Rache und Vergeltung auf mehreren Ebenen, die radikale Bloßstellung menschlicher Ruchlosigkeit. 


«Er hasst mich seit meiner Geburt. Er ermordet mich nicht, weil es gesetzlich verboten ist. Aber er erfindet andere Methoden, mich zu töten.»


Claude hatte sich so sehr auf dieses Kind gefreut. Doch seit das Mädchen auf der Welt ist, ignoriert er sie. Mutter und Tochter bilden in ihrer Einsamkeit eine Symbiose. Der geschäftliche und gesellschaftliche Aufstieg ist Clauds größtes Ziel. Klar, die Ohrfeige, die ihm Reine gab: Der andere hat mehr zu bieten. Ein humorvoller, tiefsinniger Roman mit einer klaren Sprache. Was zunächst sprachlich schlicht konstruiert scheint, entpuppt sich als ausgefeiltes Konstrukt. Ebenso der Plot. Man fragt sich, welcher Dämon Claude geritten hatte, als er sich sofort auf Dominique stürzt  – und warum verlässt sie ihn nicht? Und warum ignoriert Claude stoisch seine Tochter? Das alles wird sich auflösen. Amélie Nothomb schreibt szenisch. Kleine bedeutende Szenen erfassen alles. Dann geht es in riesigen Schritten nach vorn, teilweise werden Jahre übergangen. Das Ende war mir etwas zu einfach gelöst, hier hätte ich mehr Grill erwartet, anstatt den Cut. Insgesamt ein guter Gesellschaftsroman, das kleine Buch mit 128 Seiten ist schnell durchgelesen. Eine Reduktion auf das Wesentliche. Gute Unterhaltung!



Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für «Mit Staunen und Zittern» erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für «Premier Sang» den Prix Renaudot 2021. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel. 


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Amélie Nothomb wurde am 10. August 1967 in Kōbe (Japan) geboren.

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