Amélie Nothomb

 3.9 Sterne bei 1,518 Bewertungen
Autorin von Böses Mädchen, Reality-Show und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Amélie Nothomb

Ein bewegtes Leben, das Inspiration für zahlreiche Geschichten bietet: Amélie Nothomb wurde 1967 in Japan geboren und verbrachte dort die ersten fünf Jahre ihres Lebens. Da ihr Vater Diplomat war, reiste die Familie viel und lebte u.a. in Japan, China, den USA und Burma. Erst als Nothomb 17 war, reiste sie das erste Mal nach Europa, wo sie einen drastischen Kulturschock erlebte und sich, obwohl sie europäischer Abstammung war, als Fremde fühlte. An der Universität in Brüssel studierte sie Romanistik. 1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Die Reinheit des Mörders“ und setzte damit ihre Karriere als Schriftstellerin in Gang. Mit 21 Jahren kehrte sie nach Japan zurück und arbeitete für einige Zeit in einem Konzern. Jedoch scheiterte ihr Berufsleben im Land der aufgehenden Sonne, was sie in ihrem Roman "Mit Staunen und Zittern" verarbeitet. In Japan lernte sie auch ihren späteren Verlobten kennen. Von dieser Beziehung berichtet sie in ihrem Buch "Der japanische Verlobte." Aber ebenso wie in Europa fühlte sie sich hier fremd und hatte kulturelle Schwierigkeiten. Nach einigen Jahren in Japan kehrt sie wieder nach Brüssel zurück, wo sie bis heute lebt.

Neue Bücher

Happy End

 (7)
Neu erschienen am 26.09.2018 als Hardcover bei Diogenes.

Alle Bücher von Amélie Nothomb

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Böses Mädchen

Böses Mädchen

 (141)
Erschienen am 25.07.2006
Mit Staunen und Zittern

Mit Staunen und Zittern

 (121)
Erschienen am 28.06.2002
Kosmetik des Bösen

Kosmetik des Bösen

 (113)
Erschienen am 26.07.2005
Reality-Show

Reality-Show

 (131)
Erschienen am 21.07.2009
Quecksilber

Quecksilber

 (104)
Erschienen am 27.02.2004
Der Professor

Der Professor

 (98)
Erschienen am 01.10.1998
Töte mich

Töte mich

 (76)
Erschienen am 23.08.2017

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Neue Rezensionen zu Amélie Nothomb

Neu
Lia48s avatar

Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

Ein etw. ruhiger aber interessanter literarischer Ausflug nach Japan
Lia48vor 8 Tagen

INHALT:
Seit 16 Jahren ist Amélie nicht mehr in Japan gewesen. Das Land, in dem sie geboren wurde und in dem sie ihre ersten Lebensjahre verbracht hat. Nun, mit 21 Jahren, studiert sie in Tokio Japanisch.
Eines Tages gibt sie eine Anzeige auf. Sie möchte Französisch-Nachhilfe geben und gleichzeitig dabei ihre Japanisch-Kenntnisse verbessern.
So trifft Amélie auf den 20-jährigen Rinri, einen anfangs sehr zurückhaltenden Französisch-Studenten. Da sie beide sprachliche Schwierigkeiten haben, fallen nach kurzer Zeit die Hemmungen und sie lernen sich besser kennen.
Immer wieder treffen sie auf kulturelle Unterschiede. Amélie erkundet Japan und findet schließlich ihre erste Liebe...

MEINUNG:
Dies war mein erstes Buch von Amélie Nothomb. Aber ich habe schon mehrmals gelesen, dass dieses einer ihrer weniger "verrückten" Werke sein soll, weshalb ich damit begonnen habe.
Doch auch in diesem Buch zeigt sich eine spezielle Art zu schreiben. Ihre Gedanken und Erlebnisse schildert sie mal tiefgründig, was zum Nachdenken anregt und Platz für die eigene Interpretationen lässt, dann wieder humorvoll oder mit einer Prise (Selbst-)Ironie. Ich mochte ihre Ausdrucksweise und ihre Art von Humor sehr gerne. Ebenso, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt.
Als Protagonistin hat sie mich fasziniert und immer wieder zum Lächeln gebracht.
Thematisch befasst sich das Buch viel mit mit der Kultur Japans: Es greift dabei z.B. Verhaltensregeln und Sitten des Landes auf und macht Unterschiede deutlich. Besonders die möglichen Verständigungsschwierigkeiten, empfand ich als interessant und authentisch dargestellt. Auch die unbekannten Speisen, japanische Begrifflichkeiten sowie Sehenswürdigkeiten, bringen einem das Land näher und ich habe mich ein bisschen gefühlt, als wäre ich selbst dort.
Besonders die Mitte des Buches war mir persönlich etwas zu ruhig gestaltet. Das letzte Drittel hingegen, habe ich dann wieder  aufmerksam und mit großem Interesse verfolgt.

FAZIT:
Für mich persönlich etwas zu ruhig, aber sonst ein schöner literarischer Ausflug nach Japan, der einem das Land und die Kultur ein Stück näher bringt! 3,5 Sterne!

Kommentare: 2
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marpijes avatar

Rezension zu "Die Kunst, Champagner zu trinken" von Amélie Nothomb

Prickelnd
marpijevor 19 Tagen

Zwei Frauen, zwei Schriftstellerinnen und eine Leidenschaft - Champagner zu trinken. Amelie ist schon eine bekannte Autorin wenn sie Petronille trifft, die von Jahr zu Jahr wird auch immer berümther, doch wenn Amelie fast ganz normale Person ist kommt Petronille mit ihren Leben nicht klar, sie ist ernst , nervös  und sucht ständig nach irgendetwas nur bei Champagner trinken findet die innere Ruhe   und  sie ist  manchmal lustig....


Der Schreibstil ist anders, sehr direkt mit kurzen und konkreten Sätzen und entweder man mag so oder ist enttäuscht. Mir hat gut gefallen, die Realität welche aus den Seiten kommt überzeugt mich sehr noch dazu die große Prise Ironie über unsere Gesellschaft und die Paar Tropfen Wahrheit über Beziehungen machen aus diese kleinen Büchlein sehr lesenswertes Buch.

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Happy End" von Amélie Nothomb

Amélie Nothomb - Happy End
miss_mesmerizedvor 21 Tagen

Déodat ist das Wunschkind seiner Eltern, nur leider furchtbar hässlich, weshalb sie ihn kaum anzusehen wagen. Doch seine Intelligenz lässt ihn sein Äußeres richtig einordnen und schnell einen Modus Vivendi finden, der ihn auch die Schulzeit überleben lässt. Mit Menschen kann er wenig anfangen, Vögel hingegen faszinieren ihn unheimlich. Auch Trémière wächst zurückgezogen und ohne Freunde auf, bei ihr ist es jedoch die Schönheit, die man ihr neidet und aufgrund derer sie abgelehnt wird. Als Jugendliche haben sie beide erste amouröse Begegnungen, die jedoch letztlich eine Enttäuschung bleiben. Und da ein Buch mit dem Titel „Happy End“ kaum ohne ein solches auskommt, erzwingt das Schicksal eine Begegnung der beiden einsamen Seelen und schafft eine dieser seltenen zauberhaften Verbindungen, die die Welt außerhalb nur bewundern und bestaunen kann.

Einmal mehr sich hat sich Amélie Nothomb eines Märchens angenommen und daraus eine für sie ganz typische Geschichte geschrieben. „Töte mich“ und „Blaubart“ waren schon Exkurse in diese fantastische Welt, die sich jedoch, wie sie selbst in „Happy End“ schreibt, eigentlich weniger an Kinder denn an Erwachsene richtet. Den größten Unterschied zwischen Märchen und Erwachsenenliteratur sieht sie in der Akzeptanz eines glücklichen Endes, bei Geschichten für Kinder ein Muss, in der hohen Literatur eher verachtet.

Auch ohne die Handlung von Charles Perraults „Riquet mit der Locke“ zu kennen – das Märchen findet sich jedoch im Anhang abgedruckt - weiß man doch von Beginn an, welchen Verlauf die Geschichte nehmen wird. Aber darum geht es gar nicht, man schließt die beiden Sonderlinge sofort ins Herzen, auch wenn man erkennen muss, dass man vermutlich in der Realität eher bei den bösartigen Kindern gewesen wäre, die in der Schule die Außenseiter hänseln und wegen ihrer Andersartigkeit ausgrenzen. Nothomb versetzt die Handlung vorsichtig in die Gegenwart, ohne jedoch die märchenhafte Struktur anzugreifen und so verwundert es einem doch, wie die Geschichte einen packen kann, trotz oder gerade wegen der typischen Elemente des Märchens.

Die Autorin trifft auch den perfekten Ton für ihre Geschichte: eine gewisse naive Einfalt, die sich jedoch immer wieder als feine Ironie outet, kennzeichnet den Erzählton. Déodats und Trémières Liebe beschreibt sie:

Zur hypnotischen Ekstase des Anfangs gesellte sich die ruhige Gewissheit ihrer ewigen Liebe, die ohne Treuegelübde auskam, diesem verbalen Vorhängeschloss der Kleingläubigen.

Bisweilen klingt der Text etwas zu gekünstelt und manieriert, aber das ist nun einmal Amélie Nothomb und was könnte mehr zu einem Märchen passen als eine charmante Überzeichnung? Ein kurzer Text, der die märchenhafte Welt im Alltag erscheinen lässt und schlichtweg bezaubert. 

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Zusätzliche Informationen

Amélie Nothomb wurde am 10. August 1967 in Kōbe (Japan) geboren.

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