Amélie Nothomb

 3.9 Sterne bei 1.699 Bewertungen
Autorin von Böses Mädchen, Reality-Show und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Amélie Nothomb

Ein bewegtes Leben, das Inspiration für zahlreiche Geschichten bietet: Amélie Nothomb wurde 1967 in Japan geboren und verbrachte dort die ersten fünf Jahre ihres Lebens. 

Da ihr Vater Diplomat war, reiste die Familie viel und lebte u.a. in Japan, China, den USA und Burma. Erst als Nothomb 17 war, reiste sie das erste Mal nach Europa, wo sie einen drastischen Kulturschock erlebte und sich, obwohl sie europäischer Abstammung war, als Fremde fühlte. 

An der Universität in Brüssel studierte sie Romanistik. 1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Die Reinheit des Mörders“ und setzte damit ihre Karriere als Schriftstellerin in Gang. 

Mit 21 Jahren kehrte sie nach Japan zurück und arbeitete für einige Zeit in einem Konzern. Jedoch scheiterte ihr Berufsleben im Land der aufgehenden Sonne, was sie in ihrem Roman "Mit Staunen und Zittern" verarbeitet. In Japan lernte sie auch ihren späteren Verlobten kennen. Von dieser Beziehung berichtet sie in ihrem Buch "Der japanische Verlobte." 

Aber ebenso wie in Europa fühlte sie sich hier fremd und hatte kulturelle Schwierigkeiten. Nach einigen Jahren in Japan kehrt sie wieder nach Brüssel zurück, wo sie bis heute lebt.

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Happy End

Erscheint am 24.06.2020 als Taschenbuch bei Diogenes.

Alle Bücher von Amélie Nothomb

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Cover des Buches Böses Mädchen9783257235524

Böses Mädchen

 (148)
Erschienen am 25.07.2006
Cover des Buches Kosmetik des Bösen9783257234756

Kosmetik des Bösen

 (126)
Erschienen am 26.07.2005
Cover des Buches Mit Staunen und Zittern9783257233254

Mit Staunen und Zittern

 (128)
Erschienen am 28.06.2002
Cover des Buches Reality-Show9783257239430

Reality-Show

 (140)
Erschienen am 21.07.2009
Cover des Buches Der Professor9783257061079

Der Professor

 (105)
Erschienen am 01.10.1998
Cover des Buches Quecksilber9783257233827

Quecksilber

 (109)
Erschienen am 27.02.2004
Cover des Buches Der japanische Verlobte9783257241518

Der japanische Verlobte

 (85)
Erschienen am 21.02.2012
Cover des Buches Töte mich9783257069891

Töte mich

 (86)
Erschienen am 23.08.2017

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Neue Rezensionen zu Amélie Nothomb

Neu

Rezension zu "Die Kunst, Champagner zu trinken" von Amélie Nothomb

Kurzweiliger aber sehr guter Roman
Ronjabeckmannvor einem Monat

Tolle Geschichte die definitiv Lust auf das golden prickelnde Getränk macht. Unsere Protagonistin Amelié ist eine sehr höfliche, ziemlich wohlerzogene Dame. Pétronille dagegen ist sehr impulsiv und Ihre Meinung steht. Ob es anderen passt oder nicht. Die beiden befreunden sich und teilen ganz besonders ihre Liebe für eines, Champagner. Allerdings schreiben auch beide und so finden sich immer mehr Gemeinsamkeiten welche eine stabile Freundschaft schaffen. Allerdings haben auch beide mit ihren privaten Problemen zu kämpfen. Ein Roman mit dem leichtgang des Getränks um den er handelt und die Freundschaft zweier unterschiedlicher Frauen, allerdings mit unerwartetem Ende. Ein tolles Buch von der begabten Autorin Amélie Nothomb.

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Rezension zu "Klopf an dein Herz" von Amélie Nothomb

Einfach toll!
Elenchen_hvor einem Monat

'“Nur die Dummheit verlangt nach einem Abschluss“, schrieb Flaubert. Das lässt sich am besten daran erkennen, dass der Dumme im Streit stets das letzte Wort haben will.' - Amélie Nothomb in "Klopf an dein Herz"

Diane hat es seit dem Tag ihrer Geburt nicht leicht: ihre Mutter lehnt sie ab, schlimmer noch, sie ist eifersüchtig auf das Baby. Jeden Tag muss Diane mit der Gefühlskälte der Mutter ihr gegenüber umgehen und dabei zusehen, wie sie ihre Geschwister herzt, liebt und ihr vorzieht. Doch trotz dieser Widrigkeiten entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit und studiert Medizin mit Schwerpunkt auf Kardiologie - doch auch hier bekommt sie es wieder mit Menschlichen Abgründen zu tun...

Ich bin einfach überwältigt, wie viel Story, wie viele Gefühle, wie viele Facetten in diesem nur etwa 150 Seiten umfassenden Buch stecken. Amélie Nothomb schafft es, in die Kürze auch wirklich Würze zu legen und ergründet in "Klopf an dein Herz" die verschiedensten Arten von Liebe: die (unerwiderte) Liebe eines Kindes zu seiner Mutter, die von Nothomb so bezeichnete "Affenliebe", die das Kind erdrückt, die vergötternde Liebe zum Ehepartner, die die Augen vor der Realität verschließt, die Liebe in Freundschaften, die Liebe zu vermeintlichen Vorbildern.

Jeder Satz der Autorin war perfekt gesetzt, jedes Wort hatte Gewicht, es gab keine unnötigen Füllsätze, alles hatte seinen Sinn. Mich hat sie damit sehr begeistert. Die Protagonistin Diane ist eine wirklich tolle Persönlichkeit, die viel Rückgrat beweist und trotz vieler Enttäuschungen nie den Glauben in die Menschheit verliert. Ich bezweifle zwar, dass es in der Realität tatsächlich Menschen gibt, die sich trotz solch widriger Umständer so gut entwickeln, in Romanen finde ich eine solch überspitzte Darstellung aber super.

Zudem war das Buch auch sehr spannend. Die ganze Zeit über hatte ich als Leserin ein ungutes Gefühl, es lief mir oft eiskalt den Rücken runter und man rechnete auf jeder Seite mit der großen Katastrophe. So muss das sein!

Zum Schluss fasst dieses Buch ein Zitat von Franz Grillparzer gut zusammen: "Eifersucht ist die Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft."

Von mir gibt es volle 5 Sterne.

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Rezension zu "Kosmetik des Bösen" von Amélie Nothomb

In einem Rutsch durchgelesen!
letusreadsomebooksvor einem Monat

Jérôme Angust sitzt am Flughafen und wartet, denn sein Flieger hat Verspätung. Der Geschäftsreisende möchte einfach nur in Ruhe lesen, bis es endlich weiter geht, doch ein Mann, der sich als Holländer namens Textor Texel vorstellt, setzt sich zu ihm und bedrängt ihn. Da Angust ihn nicht abschütteln kann, bleibt ihm nichts anderes übrig, als dem eloquenten und in der Philosophie bewanderten Herrn zuzuhören – auch, als die Themen düsterer und die Geständnisse heftiger werden.

„Was wissen Sie denn?“
„Sie sind Geschäftsmann. Ihre Ziele lassen sich in Geld beziffern. Das ist billig.“
„Jedenfalls behellige ich andere nicht damit.“
„Sicher fügen Sie irgend jemand Schaden zu.“
„Selbst wenn das stimmen sollte – wer sind Sie, mir das vorzuwerfen?“
„Texel. Textor Texel.“
„Das sagten Sie bereits.“
„Ich bin Holländer.“

Auf den ersten dreißig Seiten dachte ich noch, dass dieses Buch ganz okay ist, aber zu Nothombs schwächeren gehören könnte – wie hätte ich da ahnen können, wie sehr ich mich irre?
Es beginnt scheinbar harmlos mit einem Mann, der von einem Quälgeist belagert und geplagt wird – Texel ist unangenehm, aufdringlich und nervtötend, doch anfangs ahnt man sein Potenzial noch nicht. Die Dialoge sind zunächst einseitig, als Angust versucht, auszuweichen und weiter in seinem Buch zu lesen, doch Texel lässt nicht so leicht locker. Schnell entspinnt sich ein Roman, der ein einziger langer Dialog ist – und wie wahnsinnig gut Nothomb diese Form beherrscht, durfte ich bisher in verschiedenen ihrer Bücher bewundern.

Texel mag den Geschäftsmann vielleicht mit Anekdoten aus der Kindheit langweilen, doch das, was ihm eigentlich auf der Zunge und auf dem Herzen liegt, ist deutlich härterer Tobak. (Achtung, explizite Gewaltszenen!) Aber Nothomb wäre nicht Nothomb, wenn sie die ersten Eindrücke auf sich beruhen lassen würde. Dieses Buch wird vor allem durch zwei große Twists so grandios, die einen – obwohl die Autorin vorher schon dezente Hinweise streut – ganz schön überraschen dürften.

„Sie sind ja wahnsinnig!“
„Finde ich nicht. Wahnsinnige sind für mich Menschen, die sich unbegreiflich verhalten. Mein Verhalten kann ich Ihnen in allen Einzelheiten erklären.“
„Da sind Sie aber der einzige.“
„Das genügt mir vollkommen.“

Kosmetik des Bösen ist ein Roman über Moral und Gerechtigkeit, über Vergeltung, Gewissen, Trauma, Verdrängung und die inneren Dämonen. Es ist höchst erstaunlich, wie viele gesellschaftliche, psychologische aber auch mythologische, religiöse oder philosophische Themen die belgische Autorin in ihren schmalen Büchern unterbringen kann, ohne je ihre Leser zu langweilen. Die meisten ihrer Werke umfassen gerade einmal 100 bis 150 Seiten, doch sie nehmen so schnell an Fahrt auf, dass man es gar nicht wagt, sie aus der Hand zu legen, bis der letzte – meist völlig unerwartete Absatz – kommt.

Es ist wirklich schwierig, über dieses Buch zu schreiben, ohne zu viel Preis zu geben, was bei Nothombs kurzer Prosa zwar oft der Fall ist, bei diesem Werk hier aber besonders zutrifft. Was sich aber ganz klar sagen lässt, ist, dass es ein böses, ein abgründiges Buch ist, ein verrücktes, ein durch und durch amüsantes, trotz der harten Thematik.

Amélie Nothombs Roman Kosmetik des Bösen beweist wieder einmal, dass ein gutes Buch nicht unbedingt lang sein muss. Zwei skurrile Protagonisten liefern den Lesern ein absolutes Dialog-Feuerwerk, das die menschlichen Abgründe offenbart. Vor allem das Ende ist Nothomb wieder einmal ausgezeichnet gelungen – bei solchen Wendungen kann man das Buch eigentlich nur in einem Rutsch durchlesen!

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Amélie Nothomb wurde am 10. August 1967 in Kōbe (Japan) geboren.

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von 21 Lesern aktuell gelesen

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