Amélie Nothomb Biographie des Hungers

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Inhaltsangabe zu „Biographie des Hungers“ von Amélie Nothomb

Kindheit und Jugend einer ewig hungrigen Diplomatentochter. Die äußeren Stationen: Japan, China, USA, Bangladesch, Burma und Belgien. Die inneren Stationen: Hunger nach Liebe, Hunger nach Leere und endlich Hunger nach Leben.

Die „Röhre“ ist zurück! Frech, intelligent und immer hungrig: nach Büchern, Anerkennung, Liebe – und Schokolade!

— killmonotony
killmonotony

Toll geschrieben, aber auch ein wenig überdreht und anstrengend wie die Dame selber

— ichundelaine
ichundelaine

Dieser kurze Text zeigt wieder einmal Nothombs Stärke, eindrückliche Bilder zu schaffen, Tiefe herzustellen und das mit ganz wenigen Worten.

— Jari
Jari

Unglaublich witzig und theatralisch traurig zugleich.

— Canem
Canem

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  • Rezension: Biographie des Hungers

    Biographie des Hungers
    killmonotony

    killmonotony

    06. May 2017 um 14:10

    Juhu! Nach dem zweiten autobiographischen Buch (chronologisch nach ihrem Alter), „Liebessabotage“, kehrt Amélie Nothomb wieder zu dem herrlich egozentrischen, lockeren und zum Teil auch poetischen Schreibstil, den ich in „Metaphysik der Röhren“ lieben gelernt habe, zurück – mit einem Thema, mit dem ich mich auch viel besser identifizieren kann als „Krieg“: nämlich dem Hunger. Sie erzählt über ihre Kindheit, die Länder, die sie und ihre Familie bewohnt haben, und den permanenten Hunger: nicht nach Essen (außer Süßigkeiten!), sondern nach Erfahrungen und Liebe. Nothomb stürzt sich im Kindesalter schon in leichten Alkoholismus, findet die Liebe zur Literatur und verschlingt Bücher ohne Ende, und sehnt sich gleichzeitig nach Erfüllung – von was, ist sie sich selbst noch nicht ganz sicher. Nothombs „Hunger“ beschreibt nämlich nicht nur den ständigen Antrieb, Süßigkeiten zu verspeisen, sondern auch die Sehnsucht nach so vielem, vor allem aber nach dem Leben. Vor ihrem ersten Selbstmordversuch mit drei Jahren glaubte sie, bereits alles erlebt zu haben, und fand die Vorstellung scheußlich, noch mindestens doppelt so viele Jahre zu leben, und mit sechs hat sie denselben Gedanken erneut: Was soll denn noch auf mich warten? Bis sie realisiert, dass sie noch nicht die Liebe in allen ihren Facetten erlebt hat – und jetzt kann sie natürlich auf keinen Fall sterben, bevor dies abgehakt ist. Die Physiker träumen davon, das Universum aus einem einzigen Gesetz zu erklären. Das ist wohl ziemlich schwierig. Wäre ich ein Universum, ich ließe nur eine Macht gelten: den Hunger. Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Amélie Nothomb - Biographie des Hungers

    Biographie des Hungers
    Jari

    Jari

    27. April 2016 um 13:37

    Es gibt diese Bücher, die einen direkt in die Seele treffen, die genau das ausdrücken, was in einem selbst vor sich geht. Zuletzt war Hesse's Steppenwolf so ein Buch für mich. Und nun auch Amélie Nothombs "Biographie des Hungers". Das Buch beginnt unschuldig mit einer Insel, auf der man den Hunger nicht kennt. Und dann beginnt die Erzählerin/die Autorin von sich zu berichten. Wer bereits Bücher von Nothomb gelesen hat, erkennt viele Stationen und Figuren wieder, auch dieses Buch ist stark autobiographisch. Wenn es das nicht sogar ganz und gar ist. Dieser kurze Text zeigt wieder einmal Nothombs Stärke, eindrückliche Bilder zu schaffen, Tiefe herzustellen und das mit ganz wenigen Worten. Es knistert auf den Seiten, während wir immer weiter in die Psyche dieses Mädchens herabsteigen. Was die Autorin hier von sich preisgibt erzählt man normalerweise höchstens einer Vertrauensperson. Das hier ist eine Offenbarung, wir halten ein Herz und eine Seele in der Hand. Und so lässt uns das Buch nicht mehr aus seinen Fängen. Apokalypse ist das Gegenteil von Langeweile. Seite 63 Bei mir fuhr "Biographie des Hungers" ein wie ein Blitz. Hart, deftig, teilweise schmerzhaft, aber gleichzeitig fühlt man sich so lebendig wie nie. Jeder hungert nach etwas. Manche nach Geld oder Ruhm, viele (wie Nothomb auch) nach Liebe. Wonach hungere ich? Wie kann ich meinen Hunger stillen? Alles, was mir im letzten Werk Nothombs gefehlt hat (Eine heitere Wehmut), kommt hier wieder zum Zug. "Biographie des Hungers" ist intensiver, extatischer als obig erwähntes Werk, aber beide gehören ausnahmslos zusammen. Wobei ich empfehlen würde, zuerst dieses Buch zu lesen und danach die Wehmut. Man könnte es als Fortsetzung betrachten und vielleicht hätte ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen sollen. Aber das ist jetzt belanglos, denn meine Liebe zu Amélie Nothomb ist ein weiteres Mal entfacht, ebenso mein Hunger nach ihren Büchern. Jedoch weiss ich auch, dass man sich mit zu viel Nothomb aufs Mal den Bauch verdirbt. Deshalb geniesse ich ihre Bücher immer in gewissen Abständen, erst dann entwickelt sich ihr einzigartiges Aroma.

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  • Unglaublich viel Witz und theatralische Traurigkeit zugleich...

    Biographie des Hungers
    Canem

    Canem

    01. October 2015 um 21:12

    "Literarische Schönheit existiert zweifellos. Aber sie ist eine ebenso unkommunizierbare Erfahrung wie der Zauber der Geliebten, wenn jemand dafür nicht empfänglich ist. Da muss er sich schon selbst verlieben oder sich damit abfinden, dass er es nie verstehen wird." Mit "Biographie des Hungers" schreibt Amélie Nothomb endlich ihre erste Biographie. Viele ihrer Werke sind autobiographisch, daher könnte dem ein oder anderen Nothomb-Leser auffallen, dass sie einige Anekdoten schon in anderen Werken "vorweggenommen" hat. Nothomb hat einen einzigartigen literarischen Stil; sie schafft es eine Szene mit viel Witz und Traurigkeit in einem zu beschreiben. Man weiß oft nicht, sollte man jetzt eher lachen oder weinen? Zwischen den wunderschön verfassten Zeilen und der spannenden Geschichte dieser faszinierenden Frau schwingt aber auch immer eine, typisch für Amélie Nothomb, Nostalgie mit. Sie schafft es mit so einer Wortgewalt die einfachsten und alltäglichsten Dinge zu beschreiben, dass man als Leser Gänsehaut bekommt. Wie macht sie das nur? Jede Seite, jede Zeile und jeden Wort habe ich gefühlt. Das schafft so kaum ein anderer Autor. Sie ist meine literarische Göttin. Ich kann es jedem Leser empfehlen, der einmal Lust auf etwas Anderes, etwas Frisches hat.

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  • Nicht der übliche Hunger

    Biographie des Hungers
    Duffy

    Duffy

    03. August 2015 um 08:08

    Amélie Nothomb hat ein Buch über ihre Kindheit geschrieben. Nun machen das ja Autoren ja öfter, wenn sie schon etwas älter sind. Aber das ist ja nicht zwingend, denn Frau Nothomb verbindet mit ihrer Kindheit auch etwas ganz besonderes und das nennt sie Hunger. Hunger nach Liebe, nach Leere und nach Leben. Das ist an sich ja nichts Besonderes, es dürfte vielen Heranswachsenden so gehen, denn der Hunger, oder auch die Lust an neuen Eindrücken und Inspriationen gehen mit einer normalen Entwicklung Hand in Hand. Doch Frau Nothomb wächst nicht "normal" auf, sondern als Kind von Diplomaten und lernt in dieser wichtigen Kindheitsphase der Orientierung die Gegensätze von Orten wie Japan, China, USA, Bangladesh und Burma kennen. MIthin ein Luxus, denn so viele Orte sieht Otto Normalo im Leben nicht. Aus diesem Vagabundenleben entwickelt die Autorin ihren "Hunger" und der unterscheidet sich (bis auf ihren Hunger nach Süßigkeiten) ganz gewaltig von denen anderer KInder. Und hier fängt es an, zwiespältig zu werden, denn die Nothomb lässt uns teilhaben an ihrem Leben, das von Luxus geprägt und von unbeschwerten Ausschweifungen, die eine ziemliche Dekadenznähe haben, begleitet ist. Ganz das verwöhnte Diplomatentöchterchen, das man per Klischee im Kopf hat, bestätigt sie dieses und schafft so eine unüberbrückbare Distanz zum Leser, der sich zwar sehr für die Attitüde eines kindlichen Hungers interessieren mag, aber dann mit Plattitüden bombardiert wird, die weniger interessant sind. Zudem war wohl Frau Nothomb mit 10 Jahren schon schwere Alkoholikerin. Und bei allem, was sie sonst noch so berichtet, verschwindet Anspruch und vor allem die Chance, die Kindheit so aufzuarbeiten, dass es auch den Leser wirklich interessiert. Hier aber verspielt sie ihre Kredite, es ist nicht interessant, wenn man mit 10 Whisky säuft (zusammen auf Parties mit den Eltern) und dann mal auf 32 Kilo abmagert, um dann so leer zu sein, dass man sich selbst findet. Das alles interessiert nicht wirklich, weil es mit dem richtigen Leben und der möglichen Entwicklung einer "normalen" Kindheit nichts zu tun hat. Im Gegenteil, im Laufe der Lektüre des Buches schlägt die Grundstimmung des Rezensenten um und verwandelt sich in Unmut, das gelesen zu haben. Angesichts von wirklich notleidenden und sozial gefährdeten Kindern in unseren Gesellschaften, denen wahrscheinlich nicht die Idee kommt, sich "suchend" zum Skelett abmagern zu wollen und wie ein Loch zu saufen, könnte man nun die kleine Bewusstseinsorgie von Frau Nothomb einfach abhaken. Doch natürlich ärgert man sich. Bleibt die Bemerkung, dass nicht jeder Schriftsteller Biografisches schreiben muss. Wenn er das tut, muss er wissen, dass es einen Effekt auf den Leser hat. Und er muss wissen, wie sehr er sich mit seinen intimsten Enthüllungen präsentiert. Der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Frau Nothomb hat sich für mich aus meinem Interesse geschrieben, ich mag nun einfach nichts mehr von ihr lesen.

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  • Rezension zu "Biographie des Hungers" von Amélie Nothomb

    Biographie des Hungers
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. April 2009 um 16:47

    Die japanische Berghexe Yamamba ist eine ungewöhnlich hässliche Frau. Ihr langes, goldweißes Haar umspielt wirr ein fratzenhaftes Gesicht, das sich in seiner Länge in einem zerschlissenen dreckverschmutzten Kimono verliert. Yamamba lebt in den Bergen und Wäldern. Dort wartet sie auf sich verirrende Reisende. Lauert ihnen auf. Sie kann ihr Äußeres verwandeln, wird bei der Begegnung mit dem auserwählten Fremden zu einer wunderschönen Frau, einer geliebten Person des Verirrten oder behält ihre ursprüngliche Form und spielt die hilfebedürftige Alte. Dabei ist sie der bösen Hexe aus Hänsel und Gretel nicht unähnlich. Sie nimmt ihre Opfer mit zu sich nach Hause, mästet und verspeist diese oder führt sie auf einen hohen Berg, stürzt jene dann zu Tode und frisst sie auf. Die Sagen um die hässliche Alte jedoch sind so mannigfaltig wie die Märchen der Gebrüder Grimm. Die Yamamba ist eine sogenannte Yōkai der Japanischen Mythologie. Sie ist ein Monster. Ihre Haare gar soll sie zu Schlangen beleben können. „Es waren Märchen, nach denen ich hungerte und dürstete. In Japan hatte mir Nishio-san Yamamba, die Berghexe erzählt […].“ Nishio-san ist das Kindermädchen von Amélie Nothomb in Japan, wo die Autorin die ersten fünf Jahre ihres Lebens verbrachte. Japan ist das Land ihrer Liebe, ist Heimat und ihr persönlicher Ursprung. Dabei beginnt dieser autobiographische Roman ganz anders. Der Autor eines Kataloges mit ozeanischer Kunst aus Vanuatu schickt Amélie Nothomb sein Werk mit folgender Widmung: „Für Amélie Nothomb / Auch wenn ich weiß, dass Ihnen das ganz egal ist. / Unterschrift / 11.7.2003“. Dass er damit nicht Unrecht hat, gesteht die Autorin ein, aber etwas daran fasziniert sie: In dem ganzen Katalog gibt es keine einzige Darstellung von vanuatuischen Lebensmitteln. Dabei schlussfolgert nun Frau Nothomb ganz kühl: „Kein Zweifel, diese Leute träumten nicht von Essen. Warum? Weil sie keinen Hunger hatten. Nie.“ Durch Zufall lernt sie auch einmal drei Abkömmlinge dieser ehemals auf „Neue Hebriden“ getauften Inselgruppe kennen. Und tatsächlich, sie haben keinen Hunger. „In Vanuatu gibt es überall Nahrung. Wir mussten nie etwas produzieren. […] Man geht im Wald spazieren, wo viel Geflügel haust, und ist quasi gezwungen, aus Freundlichkeit ein paar überzählige Eier aus den Nestern zu nehmen […]. Die Warzenschweinweibchen haben viel zu viel Milch […] und betteln geradezu darum, dass wir sie melken, um den Überschuss loszuwerden; sie stoßen schrille Schreie aus und hören erst damit auf, wenn man der Forderung nachkommt.“ Über fehlenden Hunger kann Frau Nothomb ihrerseits nicht klagen. Sie spürt ihn in allen Lebensbereichen und sieht ihn als den grundlegendsten Antrieb ihres Daseins an. Amélie Nothomb verspürt dabei Hunger in seiner vielgestaltigsten Weise; Hunger nach Süßigkeiten, Alkohol, Liebe, Büchern, Japan. Ein Hunger, der sowohl Sehnsucht, Unerfülltheit, Abneigung und Hass in sich birgt. Und dennoch ist es dieser allumgreifende Hunger, nach dem sie giert. „Hunger ist das Beste, was es gibt“, sagt die Autorin. Dieses Buch ist in der Tat eine autobiographische Revue der Jahre ihrer Kindheit und Jugend. Dabei kann man wohl nicht verschweigen, dass alle ihre bisherigen Veröffentlichungen durch biographische Ereignisse und Momente geprägt sind. Doch hier verfolgt man die Autorin durch die geographischen Stationen ihres jungen Lebens: Japan, China, USA, Bangladesch, Burma und Belgien. Und dabei schildert sie das Leben in den verschiedenen Städten und Ländern in einem unaufhörlichen Selbstbezug. Als DIE Selbsterfahrung per se. Die Biographie des Hungers erscheint in Deutschland erst 5 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in Frankreich bei Albin Michel. Die Frage nach dem Warum auf verlegerischer Seite bleibt diesbezüglich offen. Lesenswert ist das Buch allemal. Und ganz typisch. Wenn auch etwa nach der Hälfte der insgesamt 207 flotten Seiten der Ton der Autorin ein wenig besserwisserisch und überheblich daherkommt. Die trockenen Wendungen, ironischen Betrachtungen und wunderbar metaphorischen Äußerungen lassen den wohlwollenden Rezipienten jedoch über solche Sätze hinweglesen. Der Kulturredakteur Martin Ebel bezeichnete die Welt von Amélie Nothomb einmal als „eine merkwürdige, makabre, manchmal morbide Welt, in der Liebe nicht ohne Hass vorkommt, Verehrung nicht ohne Demütigung, Sehnsucht nicht erträglich ist ohne ihre Abtötung.“ Damit trifft er den Nagel genau auf den Kopf, auch in der jetzigen deutschen Neuerscheinung findet sich dieses Besondere wieder. Am 17. September 2007 bestätigte Amélie Nothomb in einem Interview mit France 2 der Jounalistin, dass sie - ihre bis dato 16 Veröffentlichungen in Frankreich eingeschlossen - noch 62 Manuskripte in der Schublade hat. Amélie Nothomb schreibt etwa ein Jahr lang ohne Pause, im Winter liest sie sich die entstandenen Texte nochmalig durch, entscheidet sich für eines dieser Manuskripte bzw. eine daraus entspringende Form der Veröffentlichung. All ihre Manuskripte bewahrt sie in Schuhkartons auf. Auch im vorliegenden Buch erwähnt sie, dass sie mit 21 Jahren begann, jeden Tag mindestens vier Stunden intensiv zu schreiben. So sei es natürlich normal, dass man eine derartige Fülle an Material besitze, betont die Autorin. Dies alles zu veröffentlich sei jedoch ‚hors de question‘. Man darf gespannt sein, was die Leserschaft dennoch in Zukunft zu lesen bekommen können wird. Fazit: Manchmal wirkt die Story dahin gerotzt, vor allem rotzfrech, ja überheblich. Dennoch lässt einen die Schreibe und das, was die Autorin zu sagen hat, nicht mehr los. Sie hat viel zu erzählen, Amélie Nothomb, und bricht dabei gut und gerne die Grenzen des guten Geschmacks. Man erquickt sich an ihrer ambivalenten Welt, diesen schlauen Gedanken und einigen Metaphern und Wendungen für die man sich höchstpersönlich bei der Übersetzerin Brigitte Große bedanken möchte. Gut, dass auch dieses Buch nach so langer Zeit den Weg auf den deutschen Markt gefunden hat.

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