Amélie Nothomb Der japanische Verlobte

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Inhaltsangabe zu „Der japanische Verlobte“ von Amélie Nothomb

Zwei Jahre verbringt Amélie in Tokio. Zwei intensive und literarisch ergiebige Jahre. Einerseits war es die Hölle – in ›Mit Staunen und Zittern‹ berichtete die Autorin von ihrer demütigenden Abwärtskarriere bei einem japanischen Großunternehmen. Mit dem japanischen Verlobten jedoch erlebt Amélie Stunden von paradiesischer Heiterkeit. Das ist die andere Seite des Lands der aufgehenden Sonne – das ist das Japan, das sie liebt.

Ich mochte den Schreibstil ganz gerne, konnte die Handlungen der Protagonistin aber irgendwie nicht nachvollziehen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

ein sehr witziges und unterhaltsames Buch. Die Liebe zum Schreiben und zu Japan wurden hier wieder grandios beschrieben.

— rainybooks

Witziges, spannendes Buch, das mir mit Beschreibungen des Fuji eine Gänsehaut auf den Rücken zaubert. Ein "Muss" für Japaninteressierte.

— Camder

Durch und durch schöne Worte!

— Canem

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  • 2 Jahre in Japan

    Der japanische Verlobte

    Daphne1962

    14. December 2017 um 14:12

    Amelie Nothomb hat sich mal von ihrer geliebten Schwester lossagen müssen. Diese wollte nicht mit nach Japan. Nur sie ist ein Fan dieser Kultur und dieses Landes geblieben, wo sie die ersten 5 Jahre ihrer Kindheit verbracht hat. Sie nimmt sich eine kleine Wohnung und bietet Französischunterricht als Privatstunden an. Auf diese Anzeige meldet sich Rinri, ein junger Japaner im gleichen Alter wie Amelie.Rinri und Amelie verbringen von nun an sehr viel Zeit miteinander und da Rinri aus reichem Hause stammt, kann er ihr so einiges bieten. Rinri zeigt ihr Plätze in Japan, die hätte sie sicherlich alleine nicht entdeckt. Der Umgang mit den Menschen muss sie allerdings noch lernen und Rinri hat Amelie so manches Mal ins Fettnäppchen rennen lassen. Die Japaner sind schon anders als andere Erdenbewohner. Warum rotten sich die Japaner im Ausland immer zusammen? Diese Frage stand hier im Raum. "Sie sehen gern Menschen, die anders sind als sie, wollen sich gleichzeitig ihrer selbst versichern, indem sie mit ihresgleichen zusammen sind". (Seite 57)Amelie entdeckt ganz neue Seiten an sich und entwickelt Kräfte, die sie nicht für möglich gehalten hat. Sie besteigt den Fudji (Fudjijama) in einem Tempo, welches schon Rekordverdächtig schien. Als die Beziehung immer enger zu werden schien und Rinri auf Hochzeit pocht, da bekommt Amelie es mit der Angst zu tun. Nach 2 Jahren Japan muss sie eine Entscheidung treffen, wie ihr weiteres Leben aussehen soll. Mit hat dieses Buch wieder wahnsinnig gut gefallen. Nur leider hab ich es an einem Abend durchgelesen, weil es fast schon eine Kurzgeschichte war. Ich möchte auch weiterhin noch tolle Bücher der Autorin lesen und bin gespannt, was noch erscheinen wird in Zukunft. 

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  Punkteeilatan123                                 ---   96 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   343 Punkte Frenx51                                     ---  127 Punkte glanzente                                  ---   104 Punkte GrOtEsQuE                               ---   94 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   207,5 Punkte Hortensia13                             ---   199 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  222 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    109 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   153 Punkte 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Yolande                                       --   233 Punkte

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    • 2656
  • Wunderbar lustig und intensiv zugleich

    Der japanische Verlobte

    Camder

    14. October 2015 um 18:26

    Ich liebe, liebe, liebe das Buch. Amélie Nothomb schreibt witzig und intensiv zugleich. Ich habe das Buch eigentlich nur "aus Versehen" gekauft, aber der Fehlgriff hat sich gelohnt. :-D Nothomb schafft es, Einblicke in die japanische Kultur zu geben und diese kritisch auf witzige Weise zu hinterfragen. Dabei ist sie aber nicht eine Zeile lang abwertend oder intolerant. Ihre Beschreibungen des Berges Fuji hat mich umgehauen und mir nur noch mehr Lust gemacht, Japan - wenn möglich- eines Tages selbst zu erleben.

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  • Der japanische Verlobte

    Der japanische Verlobte

    Bibliomania

    09. October 2015 um 13:47

    Das erste Buch von Amélie Nothomb hat mich allein schon wegen des Umstandes, dass eine Belgierin nach Japan geht, in den Bann gezogen. Amélie ist jung und seit ihrer frühen Kindheit mit dem exotischen Japan verbunden. Als junge Frau kehrt sie zurück und möchte ihr Leben nur wieder in Japan führen. Als sie Rinri kennenlernt, der zunächst ihr Schüler wird, verändert sich jedoch alles für sie. Ein tolles Buch und eine tolle Neuentdeckung für mich! Es hat mich sofort gefangen genommen. Schön zu lesen, mit dem Hintergrund der japanischen Kultur, es muss auch ein aufregendes Leben als Diplomatenkind sein.

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  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    Canem

    24. November 2012 um 22:01

    Ein teils lustiger, teils tiefsinniger Einblick in das japanische Beziehungsleben Dieses Buch wurde mir geschenkt und dafür bin ich sehr dankbar. Obwohl Amélie Nothomb eine Welt-Bestsellerin ist, waren sie und ihre Bücher mir bisher unbekannt. Sie beschreibt in diesem Buch ihren 2-jährigen Aufenthalt in Tokyo mit ihrem Freund/Verlobten Rinri. Ihre Sprache ist gleichzeitig luftig, leicht und lustig, und gleichzeitig aussagekräftig, schön, tiefsinnig und nachdenklich. Viele ihrer Sätze lassen einen Nachdenken oder Schmunzeln. Nach diesem Buch habe ich noch mehr Lust auf Japan bekommen, und darauf mehr Bücher von dieser wunderbar, talentierten Schriftstellerin zu lesen!

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  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. May 2012 um 16:40

    Ich habe dieses Buch mal reingelesen und festgestellt, das Leben in Japan interessiert mich sehr wenig, weil ich darunter keine Vorstellungen habe und das japanische Leben nicht kenne. Ich weiß nur, dass es dort sehr schöne Kirschblüten Landschaften zu bewundern gibt und Tokio 32Mio. Einwohner hat. Es ist wiedereinmal sprachlich hervorragend geschrieben.

  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    WinfriedStanzick

    21. February 2012 um 12:09

    Die Schriftstellerin Amelie Nothomb ist Jahrgang 1967 und wuchs als Tochter eines belgischen Diplomaten auf. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Japan und in China zusammen mit ihrer Schwester, mit der sie seither ein inniges Verhältnis verbindet, das in vielen ihrer Bücher, so auch in den vorliegenden neuen Roman "Der japanische Verlobte" immer wieder beschrieben wird. Vor etwa 20 Jahren fing sie mit dem Schreiben an mit dem Buch "Die Reinheit des Mörders", dessen Entstehungsbedingungen im neuen Roman ebenfalls beschrieben werden. Seit diesem Debüt kommt es selten vor, dass ihr jeweiliges neues Buch nicht sofort an die Spitze der Bestsellerlisten in Frankreich klettert. Heute lebt sie in Paris und legt mit großer Regelmäßigkeit fast jedes Jahr ein neues Buch vor in einer Art, wie nur sie es zu schreiben in der Lage ist. Immer wieder verbindet sie die Geschichten und Lebensgeschichten ihrer Protagonisten mit ihrer Kindheits- und Jugendzeit Japan. Der neue Roman "Der japanische Verlobte" ist wieder einmal von ausschließlich autobiographischer Natur. Amelie Nothomb erzählt darin, wie sie Mitte Januar 1989 nach langen Jahren nach Japan zurückkehrt, dem Land, das sie anzieht wie kaum etwas anderes in ihrem Leben. Ein Land, das ihr fremd ist und nahe, mit dem sie eine in der Kindheit wurzelnde Hassliebe verbindet. Sie möchte in Japan arbeiten und findet auch einen Job bei der Firma Yumimoto. Viele Jahre später hat sie in ihrem Buch "Mit Staunen und Zittern" über ihre damalige demütigende Abwärtskarriere in dieser Firma geschrieben. Im vorliegenden Buch erwähnt sie ihre Tätigkeit bei Yumimoto nur am Rande. Sie möchte Japanisch lernen, denn das in der Kindheit Erlernte ist völlig vergessen. "Französisch zu unterrichten schien mir der beste Weg, um Japanisch zu lernen. Ich hinterließ eine Kleinanzeige im Supermarkt: Französisch - Einzelunterricht, attraktiver Preis." Ziemlich bald meldet sich ein junger Mann bei ihr. Er heißt Rinri, ist ein Sohn einer reichen Tokioter Familie, und so wie es sich Amelie erhofft hat, führt Rinri sie schon bald in die Sitten und Gebräuche seines Landes ein. Doch ihre Hoffnung, durch ihn auch Japanisch zu lernen wird enttäuscht. Rinri spricht ein Französisch, das Amelie vorkommt wie schlechtes Chinesisch. Doch er ist eifrig bei der Sache, umso mehr, als ihm schon nach den ersten gemeinsamem Kontakten seine Lehrein immer besser gefällt. Amelie lässt sich diese Schwärmerei gefallen, beginnt mit ihm auch eine für sie angenehme Beziehung, die sie in der Freizeit, von der sie immer mehr mit Rinri verbringt, die schrecklichen Erlebnisse bei Yumimoto vergessen lässt. Die Stunden, die sie mit Rinri teilt, sind geprägt von gelassener Heiterkeit, Freude und auch sexueller Erfüllung. Durch ihn und mit ihm erlebt sie eine Seite von Japan, die sie liebt, und um die kennen zu lernen sie eigentlich nach Japan zurückgekehrt ist. Anfang 1991, zwei Jahre nach ihre Ankunft in Japan kehrt sie in die Niederlande zu ihrer Schwester zurück. Die Trennung von Rinri, ihrem japanischen Verlobten, war leicht und freundschaftlich. Jahre später wird sie von ihm erfahren, dass er eine Französin geheiratet hat und sie ist glücklich darüber. Ein amüsanter Roman mit einer für Nothomb typischen wahrhaft verrückten Geschichte.

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  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    ShayaMcKenna

    21. May 2011 um 14:58

    Ein sehr schönes Buch, dass deutlich zeigt das nicht einmal verliebt, verlobt in allen Ländern die gleiche Sprache spricht.

  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    GräfinDracula

    01. January 2011 um 23:33

    Rezension – Amélie Nothomb: »Der japanische Verlobte« Die großen Zeiten der Schriftstellerin Amélie Nothomb sind vorbei. Vorerst zumindest. Ich bin zwar eigentlich ein großer Fan seit frühester Stunde, doch eher von ihren fiktionalen und eher weniger von ihren autobiografischen Werken. Leider gehörten ihre letzten Veröffentlichungen zur zweiten Kategorie. Leider bestätigten sie meine Meinung. Mal wieder, und das macht mich sehr unglücklich. In »Der japanische Verlobte« erzählt die Autorin, wie sie in Japan Französisch unterrichtet, um besser japanisch zu lernen. Dabei lernt sie Rinri kennen. Nicht ihr Zusammenkommen ist interessant, sondern die kulturellen Unterschiede, die die Belgierin und der Japaner in ihrer Beziehung gemeinsam meistern müssen. Dabei rutscht die Autorin ein wenig ins Esoterische ab, beschreibt eine gruslige, jedoch gelungene Nahtoderfahrung und ihre etwas merkwürdige Liebe zu japanischen Gebirgen und zum Bergsteigen im Allgemeinen. Ob sie und Rinri gemeinsam glücklich werden können? Wer Nothomb kennt, wird auch die Antwort erahnen. Amüsant und kurzweilig, mehr aber leider nicht, denn irgendwie bleibt die Geschichte zu oberflächlich, um mir einen genauen Einblick in die verschiedenen Kulturen zu liefern. Astronautenfutter und Sprachverwirrungen alleine genügen mir nicht. Ich habe mehr erwartet. Liebe Amélie Nothomb, ich hoffe, dass Dein nächstes Buch wieder genauso spannend, böse, fiktional, skurril wird, wie beispielsweise »Der Professor« – meiner Meinung nach Dein bestes Werk. Von mir gibt es dafür leider nur die Note 3-4.

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  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    sumsidie

    29. October 2010 um 10:53

    Diese Buch hat Charme, Humor, Wortwitz, Wärme, Leichtigkeit. Gleichzeitig gibt es Einblicke in die uns so ferne Gesellschaft Japans und schafft es speziell die Natur in wunderbaren Szenen einzufangen. Das macht Lust auf mehr Amelie Nothomb Bücher, Japan und Lesen. Selten schafft es ein Buch so viele Dinge auf einmal in sich zu vereinigen, die meiner Meinung nach ein gutes Buch ausmachen.

  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    Shiku

    09. August 2010 um 10:33

    Amélie ist wieder in Japan, das erste Mal seit etlichen Jahren. Um die Sprache wieder besser kennenzulernen, beschließt sie, Französisch zu unterrichten und findet bald in Rinri, einem Französischstudenten, einen Schüler. Zunächste sind es Treffen zwischen Lehrer und Schüler, sie unterhalten sich, sie korrigiert ihn (und ist schockiert über die nichtvorhandene Qualität des Sprachunterrichts), doch irgendwann ist da ein bisschen mehr. Aber wer kann schon wiederstehen, wenn ein junger Mann vor der Dame kniet und sie von nichtabwaschbaren Käse an den Händen befreit, indem er diesen abknabbert? Rinri und Amélie werden ein paar – und damit nimmt die Sache ihren Lauf. Das erste, was mir auffiel, war der wirklich bewundernswerte Stil der Autorin. Federleicht schweben die Worte geradezu umher, um ergriffen zu werden und anschließend wieder davon zu schweben. Dennoch entbehrt der Text nicht eines gewissen Humors; viele Sätzen lächeln den Leser verschmitzt an, zwinken, heben die Augenbraue und sorgen oft für herzliches Lachen. Und trotzdem sind sie auch ernst, wenn es sein muss, wenn man nichts mehr überspielen kann und sollte. Das ist auch das Schöne an der Geschichte an sich. Teilweise ist so so leicht und herzliche, dass das Herz beim Lesen zu flattern scheint, andererseits ist sie schwer und dumpf – im Grunde will man gar nicht weiter, aber es muss sein. Letztlich zeigt sich ein verliebtes Bild von Japan; ja, Amélie hat ihren Verlobten, doch ihre Liebe gehört allein dem Land. An einer Stelle am Buch wird angesprochen, dass Liebe auch ihre negative Seite hat – wen man nicht auch manchmal umbringen will, den liebt man nicht. Liebe ist mit Schmerzen verbunden, nicht nur mit Behaglichkeit. Und genau das trifft auf Japan zu – es ist ein schönes Bild, das sich immer deutlicher zeigt. Zwar überwiegt in „Der japanische Verlobte“ die schöne Seite, denn über die Schattenseiten Japans zu sprechen, ist die Aufgabe von „Mit Staunen und Zittern“. Wie gesagt – sie hat ihren Verlobten und ihre Liebe, doch letztendlich muss sie beides zurücklassen, um die Freiheit des jungen Menschens zu genießen, der sie ist. Bis dahin ist ein kurzer, verzaubernder Weg; man kann der Autorin für ihre Offenheit nur danken. Amélie Nothomb ist ein Name, der hinter die Ohren geschrieben gehört. Wenn ihre weiteren Bücher ebenso wunderbar geschrieben sind, ist der Inhalt beinahe egal – für dieses Buch gibt alle dicken Daumen nach oben; und bei den anderen zweifle ich nicht daran, dass es genauso sein wird.

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  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    yoko

    25. April 2010 um 10:12

    Eine Liebe ist nur liebenswert, wenn sie auch böse ist. Jedenfalls ein bisschen. Sonst schmeckt sie nach einer Suppe, die salzlos ist. Wenn immer alles nett und schön ist, einer von beiden stets nachgibt, nicht mal brüllt, mit den Krallen wetzt, fehlt etwas. Wer das nicht glaubt, wird sich in Amélie Nothombs neuestem Werk Der japanische Verlobte überzeugen lassen. Nun aber von vorn und langsam. Die Autorin schreibt in ihrem sehr persönlichen Werk über ihre zwei Jahre, die sie in Japan gelebt hat. Dort lernt sie Rinri kennen, ihren Privatschüler, dem sie Französisch beibringt und mit dem sie selbst ihr Japanisch verbessern möchte. Relativ schnell entwickelt sich mehr zwischen dem Schüler und der Meisterin, wie Rinri sie eines Tages nennt, als er sie seinen Freunden vorstellt. Es passiert etwas Feines, nichts Großes und irgendwie denkt man die ganze Zeit an eine Ouvertüre, so zart und zurückhaltend ist sie. Das Hauptwerk tritt aber nicht ein. Die Beziehung plätschert vor sich hin, hat ein sehr schönes Level an Respekt und Liebeswürdigkeit, doch es fehlt eine Sache, eine Kleinigkeit, die sehr wichtig ist. Erst eine große Frage bringt Amélie schließlich dazu, sich der Wahrheit zu stellen. Dieses Buch ist ein kleines, feines Meisterwerk! Amélie Nothomb schreibt wie gewohnt einzigartig. Sie ist dabei amüsant, manchmal leicht melancholisch, nachdenklich, an einigen Stellen unbeschwert, hier und da etwas überheblich. Kurz: Sie ist die perfekte Suppe, die alle Sterne verdient hat, die man als Gourmetkoch bekommen kann. Jetzt noch möchte ich in ihrer Suppe baden bis ich satt bin, obwohl ich weiß, dass ich von ihr nicht genug bekommen kann. Amélie schildert ihre Liebesgeschichte auf eine zauberhaft-leichte und sensible Art, ist überhaupt nicht kitschig. Außerdem erfährt man einiges über die Japaner, ihre Sitten und Bräuche. Das sind viel mehr die Zutaten am Rande, die perfekt passen und die einem nach einem Seufzen ein frisches, munteres Lächeln auf das Gesicht legen, nur kurze Zeit bis bald ein Kopfschütteln folgt. Ja, es regt sich vieles, wenn man Madame Nothomb liest und genau das macht sie zu einer wahren Meisterin vor der man sich würdevoll verbeugt.

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  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    Kathchen

    24. April 2010 um 23:19

    In “Der japanische Verlobte” erzählt Amélie Nothomb über ihre Zeit in Japan. Nothomb wurde 1967 in Kobe, Japan, als Tochter eines belgischen Diplomaten geboren. Ihre ersten fünf Lebensjahre verbrachte sie daher auch in Japan, bevor sie mit ihrer Familie weiterzog. Doch diese “Heimat” hat sie nie richtig losgelassen, also beschloss sie nach ihrem Studium eine Zeit lang in Japan zu leben. Ein Jahr lang um das Land und die Kultur richtig kennen zu lernen und dann um in einer großen Firma zu arbeiten (darüber schreibt sie wohl in “Mit Staunen und Zittern“, bzw. franz. “Stupeur et tremblements“). Nachdem sie in Japan ist überlegt sie, dass der einfachste Weg um ihr Japanisch zu verbessern ist, selbst Französischunterricht zu geben. Und so lernt sie den Japaner Rinri kennen. Rinri studiert Französisch an der Uni und stammt aus einer reichen Familie. Als Amélie ihn zum ersten Mal Französisch sprechen hört, ist sie entsetzt darüber. Zusammen mit Rinri erkundet und entdeckt sie ihr Heimatland und bringt dem sehr motivierten jungen Mann ihre Sprache bei. Nach und nach werden sie ein Paar. Doch eine “normale”, romantische Liebe hätte zu Nothomb nicht gepasst und daher wird man “Romantik” oder Kitsch hier vergeblich suchen. Nothomb zeigt sich hier von einer sehr privaten Seite und gewährt dem Leser einen kleinen und kurzen Einblick in ihre Gefühlswelt. Das Spannende an dem Roman war vorallem der Vergleich zwischen der europäischen und der japanischen Kultur, den das Buch indirekt mit sich bringt. Zusammen mit einem schönen, einfachen, aber auch humorvollen Schreibstil musste ich oft über manche Begebenheiten sehr schmunzeln. Da ich das Land Japan schon lange überaus faszinierend finde, hat es mich vorallem gefreut, einen Einblick von einer “Ausländerin” zu lesen, obwohl Nothomb da geboren ist. “Der japanische Verlobte” ist das erste Buch von Nothomb, das ich auf Deutsch gelesen habe. Sonst lese ich ihre Romane, zwei bisher, nur auf französisch und ich glaube, dass “Der japanische Verlobte” auf französisch noch besser wirken würde, da es vorallem am Anfang sehr um die beiden Sprachen, japanisch und französisch, geht und ich schätze, dass davon sicherlich auch etwas durch die Übersetzung verloren gegangen ist. Nichtsdestotrotz ist “Der japanische Verlobte” ein herrlich amüsantes, aber auch gefühlvolles Buch, das Amélie Nothomb von einer sehr privaten Seite zeigt, aber leider viel zu schnell zu Ende ist.

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  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    papalagi

    09. April 2010 um 09:45

    Wunderbar, ein Genuss, ein so dünnes Buch mit so vielen Eindrücken, Bildern und witzigen Momentaufnahmen. Amélie hat nur gute Erinnerungen an ihre Kindheit in Japan, das ist mit ein Grund warum sie mit 21 Jahren wieder zurückkehrt in das Land, das sie so liebt und das sie mit 5 Jahren zusammen mit ihrer Familie verlassen musste. Ihr Vater war Diplomat und hatte in verschiedenen Ländern Anstellungen inne. Um Japanisch zu lernen will sie Französisch unterrichten und findet bald ihren einzigen Schüler Rinri, Sohn aus reichem Haus mit wunderbarem Aussehen und Manieren. Aber mit einer fürchterlichen Aussprache. Die beiden erleben wunderbare Momente und finden zu einander. Einfach köstlich wie sie diese Erlebnisse schildert: Z.B. verabreden die beiden sich zum Essen, Rinri wird alles mitnehmen und er kommt mit einer Ausrüstung an in der alles enthalten ist für ein Schweizer Käsefondu: eine Schaumstoffmasse die als Käse dient, Brot das unverderblich ist. Und das Ganze schmeckt nach nichts. Das ganze Essen wird zu einem witzigen Abenteuer. Und so folgen noch mehr solcher Momente, in denen Amélie in die Gepflogenheiten Japans eingeführt wird. Dank Rinri übersteht sie auch ihr schlimmstes Jahr, als sie die Anstellung bei dem Handelskonzern annimmt und sich Tag um Tag demütigen lassen muss. Diese Zeit schildert sie in ihrem vorgängigen Roman "Mit Zittern und Staunen" auf sehr eindrückliche Weise. Aus "Versehen" nimmt sie Rinris wiederholten Heiratsantrag an und bereut es auf der Stelle, aber wie aus der Misere raus ohne Rinri zu verletzen? Nach dem ihr Jahr beim Konzern fertig ist, fährt sie heim zu ihrer Schwester. Rinri lässt sie im Glauben, dass sie wieder zurückkommt. In Belgien beginnt sie dann mit dem Schreiben an ihrem ersten Buch, das bald zum grossen Erfolg führt. Dieses Buch führt sie dann Jahre später wieder zurück nach Japan und dort trifft sie dann auch wieder auf Rinri. Amélie Nothomb schildert ein wunderbares Jahr in Japan, ein Jahr voller Eindrücke und gibt uns so einen sehr guten Einblick in das Land und die Leute. Es ist ein sehr persönliches autobiografisches Buch.

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  • Rezension zu "Der japanische Verlobte" von Amélie Nothomb

    Der japanische Verlobte

    Dunkelkuss

    01. April 2010 um 19:03

    Inhalt: Mit 21 Jahren kehrt Amélie nach Japan zurück; in das Land, in dem sie einen Teil ihrer Kindheit verbrachte. Dort fängt sie an, Japanisch zu studieren und um dieser Sprache wieder mächtig zu werden, gibt sie privaten Nachhilfeunterricht in Französisch. Ihr erster (und einziger?) Schüler heißt Rinri und kommt aus einer wohlsituierten Familie. Die beiden beginnen eine Affäre, die sich zumindest für Rinri zu einer Romanze weiterentwickelt. Amélie verbringt zwei schöne Jahre mit ihm, weigert sich aber letztendlich, den Heiratsantrag Rinris anzunehmen und flüchtet zurück nach Belgien zu ihrer Schwester. Erst Jahre später, als ihr erster Roman auch in Japan veröffentlicht wird, trifft sie wieder auf Rinri... Meinung: Für mich ist Amélie Nothomb eine Neuentdeckung. Sie schreibt einfühlsam, ein wenig melancholisch und sehr intelligent. "Der japanische Verlobte" entpuppte sich für mich als witziger, aber kurzweiliger Roman mit sehr viel autobiografischem Inhalt. Man wird als Leser einerseits locker unterhalten und auf der anderen Seite gibt uns die Autorin Einblicke in die japanische Kultur, die man von 'einheimischen' Autoren niemals so geschildert bekommen würde - welcher Japaner würde schon zugeben, dass das Töten und Rohessen von Babytintenfischen barbarisch ist und die schon etwas betagteren Japaner völlig abdrehen, wenn sie nicht mehr an diese zwanghaft höflichen Umgangsformen gebunden sind? Insgesamt habe ich für das Lesen des Buches keinen Tag gebraucht und war am Ende ein bisschen von mir selbst enttäuscht, das Lesevergnügen so schnell an mir vorbeiziehen zu lassen. Man sollte "Der japanische Verlobte" genießen und vielleicht abends vor dem Schlafengehen zwei oder drei Kapitel lesen. Da hat man sicher mehr von, als es wie ich in einem Tag durchzupflügen (aber es war eben so toll!). Ein bisschen feige fand ich das Verhalten der Protagonistin/Autorin schon am Ende, aber gut. Wenn es so passiert ist, ist es eben so passiert. Insgesamt ist "Der japanische Verlobte" ein zwar dünnes, aber unterhaltsames und doch irgendwie berührendes und erheiterndes Buch. Ich würde es jedem Japan-Freund und Biographien-Fan weiterempfehlen. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von Frau Nothomb zur Hand nehmen, zum Beispiel "Mit Staunen und Zittern" (als Ergänzung zum japanischen Verlobten) und "Liebessabotage".

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