Amélie Nothomb Die Kunst, Champagner zu trinken

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst, Champagner zu trinken“ von Amélie Nothomb

Zwei Schriftstellerinnen, eine Leidenschaft: Amélie und Pétronille suchen den Rausch – in der Literatur und im Champagner. In Paris besuchen sie eine Degustation im Ritz, sie feiern in London und in den Alpen. Doch es gibt Dämonen, die sich auch im besten Schaumwein nicht ertränken lassen. Ein spritziger Roman über die Trunkenheit – und eine Ode an die Freundschaft.

Amüsant und prickelnd wie guter Champanger.

— miro76

Ein Buch von der Kunst Selbstironie zu üben, sprachlich brilliant wie erstklassiger Champagner, nur im Abgang leider zu kurz

— BrittaRoeder

Man mag Amélie Nothomb oder man kann nichts mit ihr anfangen. Ich mag sie. Sehr sogar.

— Literaturchaos

wie immer grandios.

— rainybooks

In seiner Gesamtheit ein guter Roman, sehr spannendes Ende, doch an Witz hat es mir manchmal gefehlt.

— BookBroker

Mein zweites Buch von Nothomb und ich verliebe mich langsam in sie :)

— schlaura

Welch wunderbare Lektüre für Freunde des guten Geschmacks!

— Nil

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  • Von einer Freundschaft, die keine ist...

    Die Kunst, Champagner zu trinken

    Literaturchaos

    11. November 2016 um 16:48

    Die Romane von Amélie Nothomb sind sicherlich nicht jedermans Sache - entweder man liebt sie oder man kann so gar nichts damit anfangen. Ich selber habe lange gezögert bis ich ein Buch der Autorin gelesen habe. Reality-Show hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen, mich schockiert ...und mich zum Fan von Frau Nothomb werden lassen. Denn sie redet nicht lange um den heißen Brei herum sondern klatscht dem Leser ohne Rücksicht auf Verluste die Wahrheit um die Ohren und hält ihm den Spiegel vor.   Kurz, klar, schnörkellos. Das ist ihr Stil und mit Sicherheit auch der Grund, warum ihre Bücher kaum die Anzahl von 200 Seiten erreichen. Sie beschränkt sich, bisweilen schwarzhumorig und sehr bissig, aufs Wesentliche - und doch ist am Ende alles gesagt. So auch in "Die Kunst, Champagner zu trinken".   Dieser Roman weist biographische Züge auf, denn die Autorin schreibt ganz offensichtlich über sich selber in der Ich-Form. Über ihre immer größer werdende Bekanntheit und den Ruhm, der zwangsläufig darauf folgt. Und über ihre Einsamkeit. Darüber, keine Freundin zu haben, mit der sie - so befremdlich es zunächst klingt - Alkohol konsumieren kann. Denn Amélie Nothomb ist sowohl im Buch als auch im wahren Leben eine begeisterte Champagner-Geniesserin. Wobei der Champagner hier tatsächlich als Genuß- und nicht als Suchtmittel zu verstehen ist.   ...und so macht sie sich in dieser Geschichte nun also auf, eine Saufkumpanin (O-Ton Frau Nothomb) zu suchen, die ein gutes Tröpfchen genauso zu schätzen weiss wie sie. In der angehenden Schriftstellerin Pétronille Fanto (...ja, ich habe sie gegoogelt - aber nicht gefunden) wird sie schließlich fündig.   Obwohl die Autorin nun also hat, was sie wollte, macht sie auf mich die ganze Zeit einen irgendwie "unrunden" Eindruck. Sie wollte jemanden, mit dem sie Champagner trinken und darüber reden kann. So weit, so gut. Pétronille hingegen geht ein wenig extrovertierter an die Sache heran, will vertraulicher werden und sich "auskotzen" können, was Amélie sich immer mehr zurückziehen lässt, bis Pétronille es schließlich auch aufgibt.   Beide Charaktere sind auf ihre Art sehr überzogen und exzentrisch dargestellt, was für mich den Reiz des Romans ausmacht. Die Autorin liebt es, zu übertreiben....und vermittelt uns mit dieser Geschichte doch auch die bittere Wahrheit: Freundschaft lässt sich nicht erzwingen und  beinhaltet Ehrlichkeit zueinander und kein permanentes sich-verstellen. Neid und Arroganz haben in einer Freundschaft nichts zu suchen. Und vor allem: Wenn man sich nicht auf Augenhöhe begegnen kann, dann sollte man es besser gleich sein lassen.   Das ziemlich krasse Ende dieser Geschichte regt - typisch Amélie Nothomb - zum Nachdenken an und lässt das Buch einige Zeit nachhallen.

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  • ‚Große Gefühle brauchen Brennstoff‘

    Die Kunst, Champagner zu trinken

    Nil

    Dieses Zitat von Seite 108: ‚Große Gefühle brauchen Brennstoff‘ sowie ‚ Glück erfüllte meinen Mund.‘ (s. 24) zeugen davon, dass Amélie Nothombs Roman ‚Die Kunst, Champagner zu trinken‘ wirklich als zentralen Mittelpunkt der Handlung das Champagner-Trinken hat! Wobei keine Sorge, es ist ein sehr kultivierter Umgang mit dem prickelnden Getränk. In diesem schmalen Bändchen ist die Schriftstellerin die Protagonistin und welche Überraschung, es ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. Amélie Nothomb ist auf der Suche nach einem Champagner-Saufkumpan bzw. einer Saufkumpanin und findet sie letztendlich in Pétronille. Dies ist eine erdachte Figur, die sich auch zu einer Schriftstellerin entwickelt in diesem Roman. Interessant zu wissen ist, dass es eine frühchristlich heilige Figur gab, die den gleichen Namen trug, die als jungfräuliche Märtyrerin in die Geschichte einging. Und genau hier liegt auch die stärke in dem banal wirkenden, etwas pubertär wirkenden Romans ums Trinken: Die Autorin schafft Bezüge, Zusammenhänge (zitiert beispielsweise Pessoa) und baut wunderbare Gedanken in den Text ein. Die Geschichte bleibt leicht, aber sehr gekonnt durch die eingebauten Tiefen. Dieser Abschnitt von Seite 53 zeigt ihren Unterhaltungswert: ‚Schlimmer konnte es nicht mehr kommen, dachte ich, auch wenn es Unglück bringt, so zu denken. Denn die Wirklichkeit hat eine Vorliebe dafür, den Menschen ihren Mangel an Phantasie vor Augen zu führen.‘ Mir hat die kurzweilige Lektüre sehr viel Freude bereitet. Wirklich sehr zu empfehlen. Für mich war es der erste Roman von Amélie Nothomb und ich muss nach diesem Werk nun auch ihre älteren Werke erkunden. So viel Bissigkeit mit ihrer französischen (sie ist wohlgemerkt Belgierin in Japan geboren) nonchalant, muss ich weiter erkunden! PS: Wer die Lektüre beginnt, sollte eine Flasche Champagner in den Kühlschrank stellen. Unweigerlich steigt der Champagnerdurst während der Lektüre!

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