Die Kunst, Champagner zu trinken

von Amélie Nothomb 
4,2 Sterne bei32 Bewertungen
Die Kunst, Champagner zu trinken
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buchstabensammlerins avatar

Ich liebe die Stories von Amelie Nothomb

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Typisch Nothomb! Herrlich schräg und völlig neben der Spur. Enden tut es auch wieder mal mit einem unerwarteten BUMS

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Inhaltsangabe zu "Die Kunst, Champagner zu trinken"

Zwei Schriftstellerinnen, eine Leidenschaft: Amélie und Pétronille suchen den Rausch – in der Literatur und im Champagner. In Paris besuchen sie eine Degustation im Ritz, sie feiern in London und in den Alpen. Doch es gibt Dämonen, die sich auch im besten Schaumwein nicht ertränken lassen. Ein spritziger Roman über die Trunkenheit – und eine Ode an die Freundschaft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257244168
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:23.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    AngiFs avatar
    AngiFvor 8 Monaten
    Berauscht

    Was tut eine Autorin, die Champagner liebt und ihn als ihre Leidenschaft bezeichnet? - Richtig, sie schreibt ein Buch und schildert uns Lesern darin, wie Champagner wirkt, wie wir ihn richtig und am besten trinken. Dazu nimmt sie uns Leser literarisch mit an besondere Orte und exquisite Partys.


    In wunderschöner Sprache, beschwingt und amüsant hat die Autorin Amélie Nothomb ihr Buch „Die Kunst, Champagner zu trinken“ verfasst. Ihr Schreibstil ist einzigartig und bemerkenswert, ganz nebenbei lässt sie fast schon philosophisch anmutende Nebensätze und Weisheiten einfließen. Sie hat es geschafft, mich, die noch nie einen Tropfen Champagner getrunken hat, neugierig auf dieses besondere Getränk zu machen. Doch werde ich sicher ihre Methoden nicht kopieren, sondern langsam, nach gutem Essen, an ihn nippen – so gar nicht der Stil einer Amélie Nothomb.


    Sehr gerne vergebe ich dieser kurzweiligen Literatur fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle sie natürlich weiter, an Leser, die schon immer gerne mehr erfahren wollten, über diesen speziellen Schaumwein von Trauben aus dem französischen Weinbaugebiet Champagne, dessen Geschichte zurückgeht bis zu den Römern.

    https://angisbuecherkiste.blogspot.se/2018/02/die-kunst-champagner-zu-trinken-von.html

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor einem Jahr
    Champagner ist nicht nur prickelnd


    Amèli Nothomb ist für mich eine neue Entdeckung. Sie ist 1967 in
    Japan geboren und dort als Tochter eines Diplomaten aufgewachsen.
    Dem Schreiben ist sie schon früh verfallen und in Frankreich schreibt
    sie einen Bestseller nach dem Anderen. Ihren Lebensmittelpunkt hat
    sie teilweise in den Metropolen Paris und Brüssel.

    Ihre Bücher sind keine Schmöker mit vielen Seiten, nein. Eher so die
    dünnen Varianten mit weniger als 200 Seiten. Aber die haben es in
    sich.

    Champagner ist eine Leidenschaft. Allerdings behauptet die Autorin
    es sei eine Kunst so ein edles Tröpfchen zu trinken. Aber alleine macht es weniger Spaß. Folglich macht sie sich auf die Suche nach einer Saufkumpanin. Sie findet sie in Pétronille, mit der sie als Autorin Briefkontakt pflegt und die eines Tages auf einer 
    Buchlesung auftaucht. Auch sie hat sich dem Schreiben gewidmet. 

    Gemeinsam gehen sie auf "Tour" sozusagen und finden sich in London wieder, wo die Autorin sich von dem Trauma mit Vivienne Westwood, die mit den orangefarbenen Kartoffelpüree-Haaren erholen muss. Köstlich auch die Ski-Tour in den Alpen oder die vornehme Degustation im sogenannten berühmten Rizz. 

    Die Geschichte nimmt einen gleich gefangen und die Ausdrucksweise
    der Autorin ist zwar gespickt mit Fremdwörtern, aber auch mit einem
    derart bissigen Humor versehen. Köstlich würde ich sagen. Für mich
    war es das erste Buch der Autorin und sie hat mich so überzeugt, dass ich mir unbedingt noch weitere Bücher von ihr vornehmen werde. Geschrieben hat sie ja reichlich.

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    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Authentisch, charmant und voller bissigem Humor bekommt der Leser Einblick in ein weiteres Kapitel aus Amélie Nothombs Leben.
    Rezension: Die Kunst, Champagner zu trinken

    Schon wieder ein neuer Nothomb! Meinem Gefühl nach schreibt diese Wahnsinnsfrau schneller, als ich lesen kann! In “Die Kunst, Champagner zu trinken” widmet sich Amélie Nothomb erneut einem Abschnitt ihres Lebens. Ich bin immer wieder überrascht, wie viel diese Frau erlebt hat und freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich einen autobiographisch angehauchten Roman von ihr in den Händen halte. In diesem kleinen Werk erzählt sie davon, wie sie sich mit dreißig Jahren nach nichts weiter sehnt als einer Saufkumpanin, die genauso gern Champagner auf leerem Magen genießt wie sie selbst. Klingt zunächst nicht allzu spannend, aber spätestens nach ein paar Seiten ist man wieder gefangen vom unverwechselbaren Nothomb-Stil. Zum Inhalt:

    Amélie genießt gern den Rausch, den ein guter Champagner ihr auf leerem Magen bereitet. Doch leider fehlt es ihr an jemandem, mit dem sie dieses überragende Gefühl teilen kann; jemand, der den Rausch mit ihr teilt. Nachdem sie ihre Freundinnen und Bekannten im Kopf alle durchgegangen ist und verworfen hat, hält sie von nun an auf Lesungen und bei Signierstunden Ausschau nach der perfekten “Kumvine”, der perfekten Saufkumpanin. Bei einer Signierstunde begegnet sie Pétronille, mit der sie bereits schriftlich korrespondiert hat; die beiden verstehen sich auf Anhieb, auch wenn Amélie das Zusammentreffen von Brieffreunden immer als schwierig empfunden hat. Doch leider endet der Abend nicht wie erhofft: die beiden trennen sich und treffen erst Jahre später wieder aufeinander, nachdem Pétronille ihren ersten Roman veröffentlicht hat.

    Einen Rausch sollte man nicht improvisieren. Sich zu betrinken ist eine Kunst, die Talent und Sorgfalt erfordert. Die Sache dem Zufall zu überlassen führt zu nichts.

    Amélie Nothomb hat mit ihrem neuen Roman wieder voll ins Schwarze getroffen. Mit ihrer leicht verkorksten und charmanten Art hat sie vor nicht allzu langer Zeit mit der „Metaphysik der Röhren“ mein Herz erobert und thront jetzt oben auf der Liste meiner Lieblingsautoren. „Die Kunst, Champagner zu trinken“ erzählt nicht nur vom Genuss ebendiesem, sondern auch die Geschichte einer Freundschaft: die von Amélie und Pétronille. In den Bergen oder mitten in London: Pétronille ist doch fast so oft mit Amélie unterwegs wie ihr geliebter Champagner. Obwohl oder gerade weil Pétronille kein einfach gestrickter Mensch ist, schätzt Amélie sie sehr und verfolgt nach den anfänglichen Startschwierigkeiten ihrer Beziehung ihr literarisches Aufstreben, sie kauft und verschlingt jedes ihrer Bücher. Und als Pétronille ausreißt, um ein Jahr in der Wüste zu leben, kümmert sich Amélie wie selbstverständlich darum, dass Pétronilles jüngster Roman ein Verlags-Dach über den Kopf bekommt. Doch als Pétronille schließlich heimkehrt, verschiebt sich der sehr autobiographisch anmutende Roman doch ins herrlich Absurde und der Leser wird mit einem Knall aus dem Buch entlassen.

    Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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    Literaturchaoss avatar
    Literaturchaosvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Man mag Amélie Nothomb oder man kann nichts mit ihr anfangen. Ich mag sie. Sehr sogar.
    Von einer Freundschaft, die keine ist...

    Die Romane von Amélie Nothomb sind sicherlich nicht jedermans Sache - entweder man liebt sie oder man kann so gar nichts damit anfangen. Ich selber habe lange gezögert bis ich ein Buch der Autorin gelesen habe. Reality-Show hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen, mich schockiert ...und mich zum Fan von Frau Nothomb werden lassen. Denn sie redet nicht lange um den heißen Brei herum sondern klatscht dem Leser ohne Rücksicht auf Verluste die Wahrheit um die Ohren und hält ihm den Spiegel vor.

     

    Kurz, klar, schnörkellos. Das ist ihr Stil und mit Sicherheit auch der Grund, warum ihre Bücher kaum die Anzahl von 200 Seiten erreichen. Sie beschränkt sich, bisweilen schwarzhumorig und sehr bissig, aufs Wesentliche - und doch ist am Ende alles gesagt. So auch in "Die Kunst, Champagner zu trinken".

     

    Dieser Roman weist biographische Züge auf, denn die Autorin schreibt ganz offensichtlich über sich selber in der Ich-Form. Über ihre immer größer werdende Bekanntheit und den Ruhm, der zwangsläufig darauf folgt. Und über ihre Einsamkeit. Darüber, keine Freundin zu haben, mit der sie - so befremdlich es zunächst klingt - Alkohol konsumieren kann. Denn Amélie Nothomb ist sowohl im Buch als auch im wahren Leben eine begeisterte Champagner-Geniesserin. Wobei der Champagner hier tatsächlich als Genuß- und nicht als Suchtmittel zu verstehen ist.

     

    ...und so macht sie sich in dieser Geschichte nun also auf, eine Saufkumpanin (O-Ton Frau Nothomb) zu suchen, die ein gutes Tröpfchen genauso zu schätzen weiss wie sie. In der angehenden Schriftstellerin Pétronille Fanto (...ja, ich habe sie gegoogelt - aber nicht gefunden) wird sie schließlich fündig.

     

    Obwohl die Autorin nun also hat, was sie wollte, macht sie auf mich die ganze Zeit einen irgendwie "unrunden" Eindruck. Sie wollte jemanden, mit dem sie Champagner trinken und darüber reden kann. So weit, so gut. Pétronille hingegen geht ein wenig extrovertierter an die Sache heran, will vertraulicher werden und sich "auskotzen" können, was Amélie sich immer mehr zurückziehen lässt, bis Pétronille es schließlich auch aufgibt.

     

    Beide Charaktere sind auf ihre Art sehr überzogen und exzentrisch dargestellt, was für mich den Reiz des Romans ausmacht. Die Autorin liebt es, zu übertreiben....und vermittelt uns mit dieser Geschichte doch auch die bittere Wahrheit: Freundschaft lässt sich nicht erzwingen und  beinhaltet Ehrlichkeit zueinander und kein permanentes sich-verstellen. Neid und Arroganz haben in einer Freundschaft nichts zu suchen. Und vor allem: Wenn man sich nicht auf Augenhöhe begegnen kann, dann sollte man es besser gleich sein lassen.

     

    Das ziemlich krasse Ende dieser Geschichte regt - typisch Amélie Nothomb - zum Nachdenken an und lässt das Buch einige Zeit nachhallen.

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    Nils avatar
    Nilvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Welch wunderbare Lektüre für Freunde des guten Geschmacks!
    ‚Große Gefühle brauchen Brennstoff‘

    Dieses Zitat von Seite 108: ‚Große Gefühle brauchen Brennstoff‘ sowie ‚ Glück erfüllte meinen Mund.‘ (s. 24) zeugen davon, dass Amélie Nothombs Roman ‚Die Kunst, Champagner zu trinken‘ wirklich als zentralen Mittelpunkt der Handlung das Champagner-Trinken hat! Wobei keine Sorge, es ist ein sehr kultivierter Umgang mit dem prickelnden Getränk. In diesem schmalen Bändchen ist die Schriftstellerin die Protagonistin und welche Überraschung, es ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. Amélie Nothomb ist auf der Suche nach einem Champagner-Saufkumpan bzw. einer Saufkumpanin und findet sie letztendlich in Pétronille. Dies ist eine erdachte Figur, die sich auch zu einer Schriftstellerin entwickelt in diesem Roman. Interessant zu wissen ist, dass es eine frühchristlich heilige Figur gab, die den gleichen Namen trug, die als jungfräuliche Märtyrerin in die Geschichte einging. Und genau hier liegt auch die stärke in dem banal wirkenden, etwas pubertär wirkenden Romans ums Trinken: Die Autorin schafft Bezüge, Zusammenhänge (zitiert beispielsweise Pessoa) und baut wunderbare Gedanken in den Text ein. Die Geschichte bleibt leicht, aber sehr gekonnt durch die eingebauten Tiefen. Dieser Abschnitt von Seite 53 zeigt ihren Unterhaltungswert: ‚Schlimmer konnte es nicht mehr kommen, dachte ich, auch wenn es Unglück bringt, so zu denken. Denn die Wirklichkeit hat eine Vorliebe dafür, den Menschen ihren Mangel an Phantasie vor Augen zu führen.‘

    Mir hat die kurzweilige Lektüre sehr viel Freude bereitet. Wirklich sehr zu empfehlen. Für mich war es der erste Roman von Amélie Nothomb und ich muss nach diesem Werk nun auch ihre älteren Werke erkunden. So viel Bissigkeit mit ihrer französischen (sie ist wohlgemerkt Belgierin in Japan geboren) nonchalant, muss ich weiter erkunden!

    PS: Wer die Lektüre beginnt, sollte eine Flasche Champagner in den Kühlschrank stellen. Unweigerlich steigt der Champagnerdurst während der Lektüre!

    Kommentare: 1
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    buchstabensammlerins avatar
    buchstabensammlerinvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ich liebe die Stories von Amelie Nothomb
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    ichundelaines avatar
    ichundelainevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Typisch Nothomb! Herrlich schräg und völlig neben der Spur. Enden tut es auch wieder mal mit einem unerwarteten BUMS
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    jewis avatar
    jewivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Man weiß manchmal nicht, ob es sich um Fiktion oder Erlebnisbericht handelt. Teilw. witzige Anekdoten, jedoch auch etwas langatmig
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    miro76s avatar
    miro76vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Amüsant und prickelnd wie guter Champanger.
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    BrittaRoeders avatar
    BrittaRoedervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch von der Kunst Selbstironie zu üben, sprachlich brilliant wie erstklassiger Champagner, nur im Abgang leider zu kurz
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