Happy End

von Amélie Nothomb 
4,6 Sterne bei5 Bewertungen
Happy End
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Klein, aber fein!!!!

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Große Amélie Nothomb Liebe!!!

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Inhaltsangabe zu "Happy End"

Der kluge Sonderling Déodat liebt das einsame Studium der Vögel, die Beobachtung ihres Flugs am Himmel über Paris. Auch Trémière wächst isoliert auf, im verwunschenen Haus ihrer exzentrischen Großmutter. Und wie Déodat lernt sie früh, die Dinge genau zu betrachten und in ihrem Wesen zu erfassen. Eines Tages trifft der altkluge Junge auf das bildhübsche Mädchen, und eine wundersame Geschichte nimmt ihren Lauf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257070422
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:26.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    otegamivor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Klein, aber fein!!!!
    Schönheit oder Intelligenz - was spricht mehr an?

    Das Märchen 'Riquet mit der Locke' von Charles Perrault, nach dessen Vorbild dies Buch von Amélie Norhomb handelt, ist bekannt, genauso das Ende – der Titel 'Happy End' spricht ja für sich!

    Die Handlung dürfte also nichts Neues bieten, vielleicht schreckt das auch manche Leser ab – denken, es könnte langweilig oder sogar kitschig sein?!

    Das kann ich mit großer Vehemenz verneinen! Ein ganz wichtiger Aspekt ist dabei die Sprache!

    So liebevoll wie die Hauptdarsteller Déodat und Trémiére geschildert werden, angefangen bei ihren Familien, ihrem Aufwachsen und als krönender Abschluss ihr Kennenlernen, ist das kleine Büchlein mit nur 186 Seiten auf jeder Seite ein Genuss zum Lesen!

    Diese pointierten Beschreibungen, diese Lebensweisheiten, die dazu geboten werden, diese teilweisen bissigen Ansichten - ich fand sie allesamt genial!

    5 Sterne gebe ich deshalb und spreche eine volle Leseempfehlung aus und wünsche diesem Büchlein eine riesengroße Leseschar!




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    buchstabensammlerins avatar
    buchstabensammlerinvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Große Amélie Nothomb Liebe!!!
    Große Amélie Nothomb Liebe!!!

    Rund ums Buch:
    Titel: Happy End
    Autorin: Amélie Nothomb
    Übersetzung: Brigitte Große
    Verlag: Diogenes
    Buch: Gebundene Ausgabe
    Seiten: 192
    Erschienen: 26. September 2018
    ISBN: 978-3-257-07042-2
    Preis: 20,00 €

    Cover:
    Wie immer, klassisch Diogenes, doch diesmal ist die Autorin selbst rausgeputzt und lächelnd auf dem Cover. Große Coverliebe!

    Inhalt:
    Déodat, spätes Wunschkind seiner Eltern Énide und Honorat, ist hochintelligent, doch wird er in der Schule gemobbt und vor allem von seiner Umwelt verachtet, da er hässlich im Sinne der allgemeinen Vorstellung ist.
    Trémière, Tochter des jungen und erfolgreichen Paares Lierre und Rose, wird schnell nach ihrer Geburt in das abgelegene Landhaus der Großmutter gegeben und wächst dort behütet aber isoliert auf. Ihre Schönheit wächst mit ihr, doch sie ist still und in sich gekehrt.

    Meine Meinung:
    Amélie Nothomb übertrifft sich wieder mal selbst in ihrem neuen Buch. Wir lesen ein modernes Märchen, in dem sie sich mit der Schönheit, den Vorgaben der Gesellschaft und vor allem den Vorurteilen der Menschen befasst.
    Die beiden Geschichten von Déodat und Trémière laufen parallel und der Leser taucht in die Zerrissenheit, die emotionalen Achterbahnfahrten, Mobbing, Erfolg und Mißerfolg der beiden Protagonisten ein, ohne immer im Hinterkopf zu haben, dass sie sich sicherlich noch begegnen werden. Oder doch? Déodat wird erfolgreicher Ornithologe und plötzlich geliebt und geschätzt, denn Intelligenz scheint anziehender als Schönheit. Trémière findet den Weg, ihr außergewöhnliches Aussehen zum beruflichen Erfolg zu machen, lernt von ihrer Großmutter mit „Schätzen“ umzugehen und setzt dieses Kunst erfolgreich für sich ein. Ein geplantes Aufeinandertreffen der beiden, auch, wenn das vorhersehbar ist, soll der Gesellschaft große Unterhaltung bieten, doch es kommt anders, als man erwartet.
    Als großer Fan der Autorin habe ich diesem Buch entgegen gefiebert und bin wahrlich nicht enttäuscht worden. Sämtliche Werkzeuge ihres enorm einzigartigen Stils setzt Amélie Nothomb in HAPPY END ein. Maliziös beschreibt sie den Spießroutenlauf von Déodat durch die vorbelastete Gesellschaft. Klischeehaft wird das Mädchen Trémièr in ihrem Leben begleitet. Bissig sind die Dialoge, man möchte eingreifen und Hilfestellung den beiden geben. Und skuril ist die gesamte Geschichte, weil wie so oft überzogen und manchmal nicht ganz ernst zu nehmen ist. Und genau das macht Amélie Nothomb und ihre Bücher aus.

    Fazit:
    Und am Ende wird alles gut? Ja, man kann es vorwegnehmen, denn es gibt ein Happy End, mit dem man nicht rechnet, aber der Titel hat es bereits verraten. Ein modernes Märchen, was uns zeigt, dass der Schein oft trügt und „never choose a book by it’s cover“.
    Große Amélie Nothomb Liebe!!!

    Kommentare: 1
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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor einem Monat
    Déodat und Trémière

    Mit Amélie Nothomb verbinde ich intelligente, hinter- und abgründige, schwarzhumorige Bücher, die gerne mit der Lesererwartung spielen. Ich mag das, sehr sogar. Daher habe ich mich schon auf den Tag gefreut, an dem ich endlich "Happy End" in den Händen halten würde, Nothombs Adaption von Charles Perraults Märchen "Riquet mit der Locke". Und schon der erste Satz nahm mich gefangen:

    Als Énide mit achtundvierzig Jahren ihr erstes Kind erwartete, fieberte sie der Entbindung entgegen wie andere einer Partie Russisch Roulette.

    Und recht hatte sie, in der Sache etwas mißtrauisch zu sein, denn sie bringt ein so abgrundtief hässliches Kind zur Welt, dass sie und ihr Mann den Jungen zunächst mehr oder weniger verstecken, um ihn vor Gehässigkeiten und Verletzungen zu schützen. Was Déodat, so nennen sie den Knaben, aber eigentlich auszeichnet, ist eine außergewöhnliche Klugheit und Auffassungsgabe, die ihn dann auch die Mechanismen des Spotts, der über ihn hereinbricht, verstehen läßt. Und so wird aus Déodat ein äußerst erfolgreicher Wissenschaftler, durch seine Redegewandheit und seinen Humor beliebt.
    Trémière dagegen ist schon als Baby wunderschön, so außergewöhnlich schön, dass ihre Umgebung das Bedürfnis verspürt, sie zu quälen, um einen Ausgleich zu schaffen. Zudem gilt sie als unbeschreiblich dumm, weil sie selten spricht und lieber beobachtet.
    Wie diese beiden, der hässliche Déodat und die schöne Trémière oder auch der wortgewandte Déodat und die schweigsame Trémière, sich entwickeln, aufeinander zu leben und sich schlußendlich dann auch begegnen, das ist das Thema dieses Romans.
    Stimmung und Schreibstil liessen in meinem Hinterkopf immer wieder ein Glocke klingen, der Tonfall kam mir bekannt vor. Und irgendwann kam ich auf des Rätsels Lösung: an Süskinds "Das Parfum" erinnerte mich der Text, nicht so sehr inhaltlich als mehr in der Wortwahl, in der Satzmelodie. Eine Lektüre dieses Buches lohnt tatsächlich schon allein wegen dieses grandiosen Stils.
    Aber. Ja, es kommt leider ein Aber. Der Text ist eine Neuinterpretation eines Märchens von Perrault, erschienen 1697. Dort wird der hässliche Riquet mit der Gabe geboren, jemandem von seiner Klugheit einen Teil zu schenken, während die schöne, aber dumme Prinzessin einen Teil ihrer Schönheit abgeben kann, Happy End inbegriffen.
    Wenn ein Schriftsteller sich die Mühe macht, einen solchen Text in die heutige Zeit zu versetzen, dann steht dahinter zumeist ein Anliegen, etwas, das dem Autor am Herzen liegt. Denn warum sich sonst die Mühe machen, wenn man nicht versuchen würde, dem heutigen Leser damit einen Fingerzeig zu geben? Aber genau den verstehe ich scheinbar nicht. Achte weniger auf das Aussehen, auf die inneren Werte kommt es an? Oder teile Deine Talente mit Deinen Mitmenschen und Dir wird mehr gegeben als genommen? Oder wer bestimmt überhaupt, was Werte sind und wie sie auszusehen haben? Eine im Grunde so simple Botschaft kann ich mir bei der tiefgründigen Nothomb eigentlich nicht vorstellen. Eine andere erkenne ich jedoch leider nicht. Und so blieb mir am Schluss des Romans, trotz aller sprachlichen Schönheit, ein leichter Anflug von Beliebigkeit gemischt mit dem Verdacht, ich sei doch dümmer als gedacht...

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    nordfraus avatar
    nordfrauvor 15 Tagen
    Famis avatar
    Famivor 18 Tagen

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    Von zwei Außenseitern, die sich finden – ein Märchen aus dem heutigen Paris

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    stravaganzas avatar
    stravaganzavor 4 Monaten
    Freue mich auf einen neuen Nothomb ...
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    elane_eodains avatar
    elane_eodainvor 4 Monaten
    Nothombs Bücher sind immer wieder ein Gaumenschmaus!
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