Amélie Nothomb Metaphysik der Röhren

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Inhaltsangabe zu „Metaphysik der Röhren“ von Amélie Nothomb

Am Anfang war das Nichts. Ein Lebewesen, das sich nicht rührte, nicht schrie. Bis die Großmutter weiße Schokolade aus Belgien brachte. Da wurde das Wesen zum Menschen. Zum Kleinkind im japanischen Garten Eden. Doch mit drei Jahren wird es aus dem Paradies vertrieben - von drei Karpfen.

Die egozentrische Wahrnehmung einer 0-bis-3-Jährigen: Witzig und lesenswert!

— killmonotony

Biografie der ersten drei Lebensjahre eines Mädchens, das aus einer pathologischen Starrheit aufwächst, als es zum 1. Mal Schokolade isst.

— andrea_hessler

Seit diesem Buch graut es mir vor Karpfenteichen...

— drfummel

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  • Rezension: Metaphysik der Röhren

    Metaphysik der Röhren

    killmonotony

    06. May 2017 um 14:08

    Dieses kleine Buch war mein erstes von Amélie Nothomb, und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht! Bisher hatte ich nur Gutes über die Autorin und ihre (vielen!) Bücher gehört und dachte, dass es womöglich nichts für mich sein könnte, aber ich wurde positiv überrascht. Die ersten drei Jahre ihres Lebens beschreibt Nothomb in einer wunderbaren, leichten Art und Weise, voller Witz und Erstaunlichkeiten. Ihre ersten zwei Jahre verbringt sie als göttliche Röhre, einzig und allein den Nahrungsaufnahme- und Verdauungstätigkeiten gewidmet, verschwendet keine Bewegung, keinen Laut an die Außenwelt, bis sie von einer Köstlichkeit namens Schokolade ins Leben gerufen wird. Plötzlich ist sie da, richtig da, ihr Bewusstsein kommt zu Tage, das Leben nimmt Gestalt an und es gibt plötzlich einen Sinn: „Ohne mich ist diese Schokolade gar nichts. Aber in meinen Mund gesteckt, wird sie Freude. Sie braucht mich.“ Mit dieser Erkenntnis beginnt sie, sich zu regen und aus ihrer Starre herauszukommen. Sie beginnt ihre kleine Welt, ihr Zuhause, zu erkunden, und legt eine Gedankenfülle an den Tag, die mich teilweise an die „Hallo Mister Gott, hier spricht Anna“-Romane erinnert hat. Sie beginnt Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, wenn auch zunächst nicht so, wie sie eigentlich sind; Bei ihrem ersten Strandausflug hat sie Angst vor dem Wasser, aber das Wasser natürlich auch, es wagt sich immer ein paar Stücke vor, nur um sich dann wieder ängstlich zurückzuziehen.  Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Rezension zu "Metaphysik der Röhren" von Amélie Nothomb

    Metaphysik der Röhren

    WildRose

    15. October 2011 um 11:21

    Früher hat dieses Buch mich wirklich begeistert. Ich finde es immer noch sehr gut geschrieben. Amelie Nothomb verfügt wirklich über einen außergewöhnlichen Schreibstil und das Buch ist sehr kurzweilig und steckt voller Weisheit. Ein Muss für Nothomb-Fans!

  • Rezension zu "Metaphysik der Röhren" von Amélie Nothomb

    Metaphysik der Röhren

    broul

    09. June 2011 um 21:21

    Ui, kaum angefangen, da war es auch schon fertig. Amélie Nothomb beschreibt ihre Kindheit im Alter von 3 Jahren in Japan. Oder vielleicht beschreibt sie auch etwas ähnliches. Auf jeden Fall sehr gelungen und kurzweilig. Allerdings ist mir das Buch mal wieder zu kurz. Unter 300 Seiten ist halt kein ordentlicher Roman :) Ansonsten: schöne Sprache, schöne Ideen, sehr kurzweilig und das nicht nur wegen der Kürze...

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  • Rezension zu "Metaphysik der Röhren" von Amélie Nothomb

    Metaphysik der Röhren

    Piezke

    16. May 2010 um 10:22

    Eine sehr außergewöhnliche Autobiografie:
    Amélie Nothomb erzählt hier aus ihren ersten 3 Lebensjahren und zeigt die zutiefst philosophischen Gedanken eines Kleinkinds.
    Wahrheit? Fiktion? Ganz egal, es lässt sich wunderbar lesen und beinhaltet viele sehr bemerkenswerte Stellen. Ein Buch, das Freude bereitet.

  • Rezension zu "Metaphysik der Röhren" von Amélie Nothomb

    Metaphysik der Röhren

    Die Buchprüferin

    30. November 2009 um 08:53

    „Sie kann sprechen! Sie kann ja sprechen wie eine Kaiserin!“, jubelt Amélies Vater über die Zweieinhalbjährige, die soeben fast vor der japanischen Küste ertrunken wäre. Sie hat Hugo dafür gedankt, dass er ihre Mutter auf Amélies Notlage aufmerksam gemacht hat – und hat damit ihr Schweigen gebrochen und ihr größtes Geheimnis preisgegeben. „Danke, Hugo, du bist nett.“ Schon an dieser kleinen Szene ist zu erkennen, dass wir es mit einer sehr ausgesuchten Persönlichkeit zu tun haben. Ihre Worte, auch die allerersten ihres Lebens, wählt sie mit peinlicher Sorgfalt. „Ma-ma“, „Pa-pa“ und dann, nach Wochen reiflichster Überlegung: „Staubsauger!“ Muss, wer so beginnt, nicht irgendwann als Schriftstellerin enden? Vermutlich. Amélie Nothomb, die in diesem Buch ihren ersten drei Lebensjahren ein Denkmal setzt, spricht immer noch wie eine Kaiserin. In Japan und anderswo als Tochter eines belgischen Diplomaten aufgewachsen, entfaltet die 1967 geborene Autorin ihre frühe Kindheit vor unseren ungläubigen Augen – und fordert uns zum Glauben heraus. „Die Röhre hatte keinerlei Bewußtsein von Dauer. Sie wurde zwei Jahre alt, aber ebensogut hätten es zwei Tage oder zwei Jahrhunderte sein können. Noch immer hatte sie die Lage nicht gewechselt oder es auch nur versucht: Sie lag auf dem Rücken, die Arme am Körper entlang ausgestreckt, wie ein kleiner Holzkloben.“ Das ist der Zustand, in dem sich Amélie ihren Eltern darbietet, zwei volle Jahre lang. Sie selbst ruht in sich – als Röhre, die befüllt wird und ausscheidet, in gottgleicher Zufriedenheit. Eines Tages jedoch ist es so weit: Gott erwacht. Und: „Ganz plötzlich hallte das Haus von Gebrüll wider.“ Die Eltern sind zunächst beglückt, dann entnervt. Die Ärzte erklären, dass aus der „pathologischen Apathie“ nun eine „pathologische Reizbarkeit“ geworden sei, und haben damit natürlich gar nichts erklärt. Erst der Großmutter, aus Belgien angereist, wird dank eines magischen Hilfmittels gelingen, was bisher keinem gelang: Ein weißes Schokoladenstäbchen stillt Gottes Zorn. Frieden senkt sich über das Haus. Das Wiwawunderkind Amélie, das Karpfen hasst und das Wasser trotz ihres Fast-Ertrinkens liebt, erlebt nicht nur eine Geburt, sondern gleich mehrere. Aber vielleicht ist das ja irgendwie normal, wenn das sechste Wort, das man von sich gibt, „Tod“ lautet. In jedem Fall hat Amélie Nothomb es verstanden, existentielle Themen auf einzigartige Weise miteinander zu verflechten und sie im Tableau ihrer ersten Lebensjahre zu bündeln. Mit heiterer Distanz und gleichzeitig intensiver Einfühlung lockt sie hinein in ihre Biografie, erzählt mit ironisch gespitzten Lippen von der Nō-Sänger-Karriere ihres Vaters, der guten und der bösen Kinderfrau, von Unfällen, von ihrer geliebten Schwester Juliette und vom japanischen Wetter. Als ich das Buch geschlossen habe, sitze ich zunächst eine Weile kopfschüttelnd da. Dann blättere ich noch einmal verwundert hinein. Und lese: „Ich fing also an, mir Geschichten zu erzählen. Ich wenigstens glaubte, was ich mir sagte.“ Wer bin ich, es nicht zu versuchen?

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  • Rezension zu "Metaphysik der Röhren" von Amélie Nothomb

    Metaphysik der Röhren

    milasun

    05. April 2009 um 14:40

    Eine Autobiografie eines Kindes - von 0 bis 3. Das kann nur Amélie Nothomb einfallen! Ein Neugeborenes, das nicht schreit, keinen "Blick" hat und sich nicht rührt. Ein Wesen, das nur schluckt, verdaut und ausscheidet. Eine "Membran der Existenz um ein Bündel Inexistenz", eben nur eine "Röhre". Bis die Großmutter aus Belgien weiße Schokolade mitbringt und aus der Röhre ein "Ich" wird. Eine 2-jährige exzentrische kleine Persönlichkeit, die sich für Gott hält und im "Garten Eden" in Japan herumwandelt und versucht, die Welt um sich herum durch "analytisches" Denken zu verstehen. Doch dann kommt die Vertreibung aus dem Paradies - ausgerechnet durch einen Karpfen! Eine verrückte Geschichte, typisch Amélie Nothomb. Mir hats gefallen.

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  • Rezension zu "Metaphysique des tubes" von Amélie Nothomb

    Metaphysik der Röhren

    Kathchen

    25. January 2009 um 14:50

    Die namenlose Ich-Erzählerin durchlebt in diesem dünnen Büchlein die Zeit vom Säugling bis zur Dreijährigen. Sie war schon immer ein merkwürdiges Kind, schrie nicht, bewegte sich nicht, aß nicht viel, etc. bis zu einem besonderen Tag. Der Tag, an dem zum ersten Mal ihre belgischen Großeltern nach Japan kamen und ihr Schokolade gaben. Dann wachte sie mit ihren 2 1/2 Jahren plötzlich auf. Ein besonderes Verhältnis hatte sie zu ihrem Kindermädchen Nishio-san. Die Japanerin kümmerte sich nicht nur gut um sie, sondern verehrte und betete sie regelrecht an wie eine Göttin. Und daher ist es kein Wunder, dass sie sich auch für den Mittelpunkt hält. Und daher beschloss sie als 2 1/2-Jährige ebenfalls Japanerin zu werden. Das war das erste Buch, das ich von Amélie Nothomb gelesen habe und es hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich sehr mit dem Buch amüsiert und die kleine, selbstverliebte Protagonistin ist mir ans Herz gewachsen. Ich habe das Buch im französischen Original gelesen und die Sprache Nothombs hat mir sehr gut gefallen. Es lässt sich sehr flüssig lesen und ich hatte keinerlei Verständnisprobleme. Ich bin schon sehr auf weitere Romane der Autorin gespannt, denn dies war sicherlich nicht mein Letzter von ihr.

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  • Rezension zu "Metaphysik der Röhren" von Amélie Nothomb

    Metaphysik der Röhren

    Fubuki

    10. January 2009 um 11:38

    Einmal unbeschwert und ohne Scham die eigene Egozentrik ausleben: das gelingt Amélie Nothomb hier meisterhaft und mehr als unterhaltsam. Geschickt deckt sie die kleinen Widersprüche des erwachsenen, "normalen" Verhaltens auf und lässt dabei ihre scharfe Zunge und ihren bitter-süßen Humor spielen. Leicht und doch nicht profan.

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