Amélie Nothomb Mit Staunen und Zittern

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Inhaltsangabe zu „Mit Staunen und Zittern“ von Amélie Nothomb

Sie hat es sich selbst eingebrockt: Aus Übermut und Neugier hat Amélie eine Stelle beim japanischen Unternehmen Yumimoto angenommen. Dort lernt sie zwar nichts in Sachen Buchhaltung, dafür wird ihr ein Crash-Kurs in Sachen Hierarchie erteilt. Eines ist von Anfang an klar: Eine Frau, zumal eine aus Europa, kann nur ganz unten einsteigen. Und noch tiefer fallen.

Ein weiteres Kapitel im Leben Nothombs, wieder einmal fulminant erzählt!

— killmonotony

Der Sinn und Unsinn des japanischen Büroalltags. Leider nicht ganz so gut wie andere Nothomb-Romane

— Das_Leseleben

Witzig und im unverwechselbaren Stil von Nothomb, kommt für mich aber nicht an "Der japanische Verlobte" heran.

— Camder

Dramatische Ironie...

— Canem

Psychogramm der japanischen Macho-Gesellschaft - unglaublich!!!

— Salzechse

Amélie Nothomb überzeichnet die Situation am Arbeitsplatz ihrer Hauptfigur ironisch. Die gezeigten Hierarchien und das Verhalten gegenüber berufstätigen Frauen in der Welt der "Salarymen" haben jedoch einen wahren Kern.

— Buecherstapel

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  • Rezension: Mit Staunen und Zittern

    Mit Staunen und Zittern

    killmonotony

    13. May 2017 um 15:03

    Ein weiteres Amélie Nothomb Buch! Und was für eins!  Amélie erzählt von ihrer Rückkehr nach Japan, wo sie nach dem Studium (gibt es über diese Zeit auch einen Roman?) ihren ersten Job bekommt – als Dolmetscherin in einem riesigen Unternehmen. Doch was sie letztendlich für Arbeiten erledigen muss, grenzt an Quälerei – so nötigt sie einer Ihrer Vorgesetzten doch, immer wieder einen Stapel Papiere neu zu kopieren, weil diese nicht ordentlich zentriert seien. Sie verrückt die Kalendermarker im gesamten Büro, sorgt dafür, dass jeder seinen bevorzugten Kaffee zur bevorzugten Uhrzeit bekommt, und am Ende landet sie sogar beim Toilettenputzen. Doch so sei das nun mal in Japan, wie sie nicht müde wird zu erzählen. Alle werden von den Gepflogenheiten der japanischen Kultur dazu genötigt, sich klein zu machen, bloß nicht selbständig zu handeln, Ehre und Ordnung sind alles. Die Tage verstrichen, und noch immer war ich zu nichts nütze. […] An meinem Schreibtisch sitzend, las und las ich immer von neuem die Schriftstücke, die Fubuki mir [am ersten Tag] zur Verfügung gestellt hatte. […] An und für sich hatten diese [Schriftstücke] nichts wirklich Faszinierendes. Aber für den Ausgehungerten wird schon eine Brotrinde zur Delikatesse: In dem Zustand untätiger Entkräftung, in dem mein Gehirn sich befand, schien mir diese Liste vor Spannung zu knistern wie ein Skandalmagazin. Mit ihrem typischen Erzählstil berichtet Nothomb in „Mit Staunen und Zittern“, wie sie sich mit ihren jungen Jahren in ihre Heimat zurückgezogen hat und dort mit den Umgangsformen, Gebräuchlichkeiten und kulturellen Eigenheiten in ihrem Berufsumfeld klarkommen muss. Amélie, frech wie immer, versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen, indem sie sich immer neue Tätigkeiten auf der Arbeit sucht, damit niemandem auffällt, dass sie eigentlich fürs Nichtstun bezahlt wird. Da ihr, eingestellt als Dolmetscherin, verboten wurde, Japanisch zu reden, ja sogar zu verstehen, bleibt ihr nichts anderes übrig, als kleine Tätigkeiten zu machen, um sich aber doch noch als würdig zu erweisen. Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Dramatisch, ironisch und traurig zugleich...

    Mit Staunen und Zittern

    Canem

    26. September 2015 um 16:49

    "In Japan weiß man, was 'durchdrehen' heißt." Amélie Nothomb beschreibt in diesem kurzen Buch ihre Zeit als Angestellte in einer großen Japanischen Firma. Sie ist anfang zwanzig und kommt mit ihren kindlichen Erinnerungen, Nostalgien und Wünschen zurück in das Land ihrer Kindheit, das Land in dem sie ihre ersten fünf Lebensjahre verbracht hatte. Schnell stellt sich heraus, dass es etwas anderes ist, in einen Japanischen Kindergarten zu gehen, als in einer Firma dort zu arbeiten. Frau Nothomb schafft es wieder einmal ihre teils traurigen und schlechten Erfahrungen hochironisch und dramatisch zu beschreiben. Beim Lesen weiß man nicht so recht ob man nun lachen oder weinen soll. Ihr literarisches Handwerk beherrscht sie grandios; hier ein kleines Zitat: "Weil eine Schönheit, die in so viele körperliche und seelische Korsetts eingeschnürt gewesen ist, so viele Zwänge ertragen hat, so vielen Niederlagen, absurden Verboten, Dogmen, der Erstickung, der Trostlosigkeit, dem Sadismus, der Verschwörung des Stillschweigens, so vielen Demütigungen widerstanden hat - weil eine solche Schönheit jedenfalls ein Wunder an Heroismus ist." Amélie Nothombs Werke sind meiner Meinung nach alle literarische Kunstwerke und für jeden zu empfehlen.

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  • Zusammenprall der Kulturen...

    Mit Staunen und Zittern

    Creed

    14. September 2015 um 05:29

    Eines der preisgekrönten und verfilmten Werke der belgisch-französischen Autorin, und wieder ein Volltreffer! "Mit Staunen und Zittern" ist eines von mehreren Büchern von Amélie Nothomb, die stark autobiografisch geprägt sind. Zwar enthält jeder Roman von ihr versteckte Anspielungen auf ihr Leben, einige Bücher jedoch gehen speziell auf Selbsterlebtes ein. Im Alter von 23 kehrte Amélie Nothomb, die als Tochter eines belgischen Diplomaten in Japan geboren wurde und ihre Kindheit dort verbrachte, in ihr Geburtsland zurück, um für ein Jahr im kaufmännischen Bereich des Yumimoto Unternehmens zu arbeiten. Was dann folgt, ist ein urkomischer Bericht über den Zusammenprall der europäischen mit der japanischen Kultur, wie immer mit Ironie und unheimlich bissig und grotesk erzählt, wie man es von Nothomb kennt und liebt. Sie beschreibt ausführlich die Hierarchie in derartigen Unternehmen, die Rolle der Frau in Japan und die Arbeitsmentalität in diesem Teil der Welt. Überspitzt, politisch absolut unkorrekt und gewiß mit ein paar erfundenen Details aufgewertet, wirkt das Buch trotz allem sehr realistisch. Amélie Nothomb beschreibt selbstironisch, wie sie im Ansehen der Japaner durch selbst fabrizierte Fehler und Unkenntnis immer tiefer sinkt, bis sie schließlich die Arbeit als Toilettenfrau im vierundvierzigsten Stockwerk des Unternehmens zugeteilt bekommt. Auch in diesem Roman sind (wie in allen Werken dieser Schrifstellerin) die rasanten, ausgedehnten Dialoge hervorzuheben, die gleichermaßen sarkastisch wie intelligent sind. Überhaupt ist auch dieses Buch der Nothomb wieder (bei aller Absurdität) durchaus nachdenkenswert und tiefgründig. Fazit: Der Roman zeigt den witzigen Kulturkampf zwischen Ländern und Geschlechtern...satirisch, bissig und interessant. Und mit Recht mit dem 'Grand Prix de l'Académie francaise' ausgezeichnet.

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  • Leserunde zu "Hallo Japan" von Lucinde Hutzenlaub

    Hallo Japan

    Lucinde

    Hallo Japan-Fans, Reiselustige und Abenteurer!  Habt ihr Lust, eine sechsköpfige Familie zu einen Neuanfang in einem total fremden Land zu begleiten? Wollt ihr dabei sein, wenn ich das erste Mal versuche, in Tokio Auto zu fahren  - auf der falschen Strassenseite? Wenn mein Mann Seeigel isst und wir baden gehen? Die Kinder Einblicke in die Kultur bekommen und, nun ja, großzügig gesagt, nur die Hälfte verstehen? Endlich sind unsere Japan-Abenteuer als Buch mit dem Titel "Hallo Japan" bei Eden Books erschienen und ich möchte euch sehr gerne zu einer Leserunde einladen! 10 Exemplare warten hier auf euch! Aber zuerst ein kleiner Einblick:  Japan. Drei Jahre. Zwei Erwachsene, vier Kinder zwischen zwei und dreizehn. Mein Mann Holger, ich, William, Lilli, Maria und Paulina.  Das hat man jetzt davon, wenn man sagt, man möchte mal eine Weile im Ausland leben. Ich meine, wer denkt bei Ausland nicht vor allem und eigentlich ausschließlich an DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA?  Als meinem Mann in Tokio eine Stelle angeboten wird, schwanke ich zwischen Skepsis und Abenteuerlust. Mein Bezug zu Asien im Allgemeinen und zu Japan im Besonderen ist gering – um genau zu sein, habe ich gar keinen – immerhin aber auch keine Vorurteile.  Viel Zeit zum Nachdenken bleibt uns ohnehin nicht, denn es ist Dezember und Holger soll im Januar seinen neuen Job anfangen.  Recht schnell überwiegt bei uns die Lust aufs Abenteuer und so entscheiden wir uns für den Umzug, die kulturelle Vor-Eingewöhnung erfolgt mit Hilfe von Filmen wie Lost in Translation und Kirschblüten-Hanami, in denen Tokio als eine Stadt gezeigt wird, in der man niemals dort ankommt, wo man hinwollte, aber dabei wenigstens unglaubliche Dinge erlebt. Selbstverständlich sind die Darsteller kinderlos, haben viel Zeit und müssen nie kochen. Die innerfamiliäre Stimmung ist zweigespalten. Keiner von uns kann japanisch, war jemals in Asien, oder hat, abgesehen vom Kellner im Sushi-Restaurant, je mit einem Japaner zu tun gehabt. Und der war aus China. Wir sind selbst für Europäer riesengroß. Unser Sohn ist sehr blond und erst zwei, dafür sind meine Töchter alle in der Pubertät und vermutlich gibt es in Japan keine anständige Schokolade. Ich habe zuviel Gepäck dabei und keine Ahnung, was auf mich zukommt - nur eines weiß ich genau: Wenn die Durchführung dieses Abenteuers auch nur halb so aufregend wird, wie die Vorbereitung, dann bin ich dabei.  Wir erwarten Alles und erleben in den drei Jahren in Tokio noch viel mehr. Leider auch das Erdbeben im März 2011, eine Flucht, die uns alle verändert und nach vielen Monaten eine Rückkehr nach Tokio und in ein Land, von dem wir gar nicht bemerkt haben, dass es zu einer zweiten Heimat geworden war.  Ich freue mich auf eure Bewerbung, Anregung, Austausch, Meinung und Fragen - einfach auf Alles! Bis bald,  Lucinde

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  • Rezension zu "Mit Staunen und Zittern" von Amélie Nothomb

    Mit Staunen und Zittern

    yvonne_pioch

    17. February 2011 um 14:50

    Sie ist eine meiner Lieblingsautorinnen und überzeugt mit sehr eigenwilligen Geschichten und toller Sprache: Amélie Nothomb. Die Belgierin verbrachte als Tochter eines Diplomaten ihre ersten Lebensjahre in Japan und in diesem Land spielt auch das Buch "Mit Staunen und Zittern". Bei diesem Roman handelt es sich um die etwas autobiografisch (denn die Heldin in dem Buch heißt Amélie) anmutende Geschichte einer Europäerin, die eine befristete Stelle in Japan antritt, ohne mit den Gepflogenheiten dieses Landes vertraut zu sein. Dort gerät sie sehr schnell ins Fadenkreuz ihrer Vorgesetzten und auf den absteigenden Ast. Denn zwar spricht sie fließend Japanisch, erregt aber gerade damit bei einem Meeting den Unwillen der Geschäftsleute: Wie soll man sich wohlfühlen, wenn man von einer Frau und noch dazu einer Europäerin perfekt angesprochen wird? Am Ende landet sie auf einer Position, in der sie sich halbwegs wohlfühlt: der einer Klofrau. Dieser Wandel ist verblüffend interessant und mit sehr viel Ironie erzählt. Ein absolut lesenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Mit Staunen und Zittern" von Amélie Nothomb

    Mit Staunen und Zittern

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2010 um 16:00

    Japan. Schlimme Zustände und eine Ausbildung, die furchtbar einschüchtert.

  • Rezension zu "Mit Staunen und Zittern" von Amélie Nothomb

    Mit Staunen und Zittern

    LEXI

    07. May 2010 um 18:43

    Obgleich ich den Klappentext und einige Rezensionen betreffend diesen Roman gelesen hatte war ich dennoch schockiert über die fremde Welt, die sich mir auftat. Die Welt des Unternehmens Yumimoto, in der die Protagonistin Amélie einen rasanten Abstieg von einer Dolmetscherin zur „Hüterin der Aborte“, wie es im Buch umschrieben wird, erleben muss. Die Apathie von Amélie, das Fehlen jeglichen Kampfgeistes und das Fehlen jeglicher Anzeichen des Aufbegehrens gegen diese schier unerträgliche Situation erschreckten mich. Amélie erduldet alle Demütigungen, erlebt die öffentliche Erniedrigung ihrer unmittelbaren Vorgesetzten wie in Trance mit und muss dann noch feststellen, dass ihr Mitgefühl und der angebotene Trost als Anlass genommen werden, ihr die Tätigkeit als Toilettenfrau zuzuweisen. „Schikane“ umschreibt wohl hier mit einem Wort, was in dieser Firma abläuft – allein der Einsatz in der Buchhaltungsabteilung ist reiner Hohn, wo Amelie wiederholte Male monotone Tätigkeiten wie das sinnlose Kopieren von tausenden Seiten der Golfclubstatuten ihres Vorgesetzten ausüben muß. Die Autorin beschreibt die verächtliche Abscheulichkeit eines hierarchischen Systems, das nichts mit den idealistischen Sinneseindrücken aus der Kindheit von Amélie mehr zu tun hat, nein, es ist eine andere Welt. Sie kommt zur Erkenntnis, dass in Japan der Mittelpunkt der Existenz das Unternehmen ist und dass das Leben von Etiketten, Regeln und Zwängen geprägt ist. Keine Spontaneität, kein Lachen, keine Initiative sind hier erwünscht sondern bewirken als Resultat mitunter schlimme Bestrafungen und Demütigungen. Amélie Nothomb schreibt gegen Ende des Buches: „Wie allgemein bekannt ist, ist Japan das Land mit der höchsten Suizidquote. Mich wundert daran nur, dass die Selbsttötung nicht noch häufiger ist.“ Nach Lektüre dieses Buches wundert mich das ebenfalls.

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  • Rezension zu "Mit Staunen und Zittern" von Amélie Nothomb

    Mit Staunen und Zittern

    MonaMayfair

    08. June 2008 um 22:32

    mich würde sehr interessieren, was bei diesem roman dichtung und was wahrheit ist, nachdem es ja teilweise autobiographisch gefärbt sein soll.. amélie nothomb beschreibt sehr unterhaltsam, was sie da in japan erlebt bei der japanischen firma.. ich weiss nicht, ob die beschriebenen japanischen verhaltensformen den tatsächlich vorkommenden gebräuchen entsprechen.. wenn man davon ausgeht, dann bin ich doch ganz froh, hier mitten in europa zu arbeiten..

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