Amélie Nothomb Pétronille

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Inhaltsangabe zu „Pétronille“ von Amélie Nothomb

Einmal aufgeschlagen, legt man es nicht mehr aus der Hand. Lust auf ein Glas Champagner unter Freunden stellt sich von alleine ein.

— anna_m
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  • Eine Homage auf die Freundschaft und Champagner

    Pétronille

    anna_m

    08. September 2017 um 17:26

    In „Pétronille“ begleiten wir Amélie Nothomb über mehrere Jahre und sie berichtet von ihrer Beziehung zu Pétronille, einer jüngeren Schriftstellerin, sowie von ihren gemeinsamen Abenteuern in und außerhalb der Pariser Verlagswelt. Es geht um Freundschaft, das Schriftstellerleben und um Champagner. Dabei darf man den oft ironischen Unterton nicht missachten, denn sonst läuft man Gefahr, in dem Buch nicht mehr als eine plumpe Beschreibung des extravaganten Lebensstils einer erfolgreichen Schriftstellerin zu sehen. Es ist wohl eher eine Kritik des französischen Verlagswesens, das Schriftsteller aus gehobenen Verhältnissen zu bevorzugen scheint.   Das Buch handelt von der Freundschaft zwischen der belgischen Autorin Amélie Nothomb und Pétronille Fanto. Pétronille kennt Amélie über einen schon länger andauernden Briefwechsel und trifft sie dann bei einer Signierstunde in einer Pariser Buchhandlung, wo sie die Schriftstellerin vor einem lästigen Fotografen rettet. Die beiden treffen sich am danach zufällig auf der Straße wieder und lernen sich dann bei einem Glas Champagner näher kennen. Amélie, die sowieso auf der Suche nach einer Trinkkumpanin ist, ist von Pétronilles Charakter sowohl fasziniert als auch empört. Doch die Diplomatentochter und die Tochter eines überzeugten Kommunisten aus einem Pariser Vorort genießen es, ihre Ansichten über die Gesellschaft, Buchverleger und Champagner miteinander zu teilen. Vor allem beim Champagner sind sie sich einig, und der Leser kommt nicht umhin, bei den Huldigungen des edlen Getränks selber ein kleines Verlangen danach zu verspüren.   Der Roman ist in mehrere kurze Kapitel unterteilt, die meistens eine eigenständige Passage aus der Freundschaftsbeziehung der zwei Frauen wiedergibt: der Besuch eines Champagnerempfangs im Ritz, ein spontaner Skiurlaub, Amelies Suche nach einem Verleger für Pétronilles neuestes Manuskript, ein Silvesterabend…   Das Buch liest sich locker an einem Nachmittag und lädt zum Schmunzeln ein – zumindest in der Originalversion, und hoffentlich auch in der Übersetzung. Wie viel (oder wenig) ernste Gesellschaftskritik, wie viel Humor und wie viel Unterhaltungspotenzial man dem kurzen Roman zuschreiben will, hängt wohl auch von der persönlichen Sichtweise ab. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, war lediglich vom Ende etwas überrascht, wenn nicht enttäuscht (wobei es uns eigentlich nur mit der Nase darauf stoßen will, das Gelesene nicht zu ernst oder gar für bare Münze zu nehmen), und habe das Buch auch gerne ein zweites Mal gelesen. Es eignet sich hervorragend als kurze Ablenkung und zur Entspannung.

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