Amélie Nothomb So etwas wie ein Leben

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Inhaltsangabe zu „So etwas wie ein Leben“ von Amélie Nothomb

Melvin Mapple ist ein übergewichtiger Soldat und kämpft um »so etwas wie ein Leben«. Im Briefwechsel mit Amélie Nothomb fühlt er sich wieder als Mensch. Doch auf einmal lässt er nichts mehr von sich hören – ist er verletzt oder gar gefallen? Amélie macht sich auf die Suche nach ihm und stellt erstaunt fest, dass sie in einen Hinterhalt geraten ist.

grandios!!!

— rainybooks
rainybooks

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  • Amelie Nothomb begibt sich auf eine für sie lebensgefährliche Suche

    So etwas wie ein Leben
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    19. February 2014 um 14:54

      Man weiß aus vielen ihren früheren Büchern, dass für die französische Schriftstellerin Amelie Nothomb die Magersucht mit ihren Begleiterscheinungen Hunger und Sucht ein immer wieder anziehendes Thema ist.  In ihrem 2010 erschienen Buch „Biographie des Hungers berichtet sie beispielsweise, ihr Leben als belgische Diplomatentochter beschreibend dass ihr ganzes Leben bestand und besteht aus Hunger. Doch es ist nicht nur der Hunger nach Nahrungsmitteln. Sie ist auch in der Lage, literweise Wasser in sich hineinzuschütten, und sehr früh schon Unmengen an Alkohol. Doch der Hunger, der sie ganz besonders heftig quält und sich für mich als die Quelle ihres ganzen Lebens und ihrer erstaunlichen Produktivität als Schriftstellerin herausstellte, ist der Hunger im übertragenen Sinn: der Hunger nach Liebe, nach Zuwendung, der Hunger nach Glück , Schönheit und Bewunderung. Amelie Nothomb erzählt mit einer lockeren, dennoch aber immer wieder sehr von sich selbst eingenommen Sprache über ihr Leben als kleines Kind, das sie in Japan, dann in New York , später dann in Bangladesh verbracht hat. Ihr Bericht umfasst die Zeit von ihrem vierten bis etwa zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr. Schüttet sie zunächst Unmengen an Alkohol in sich hinein, und leidet lange an Anorexie, entdeckt sie irgendwann das Lesen, und kann davon nicht mehr lassen. Sie liest wie süchtig und so schreibt sie auch: jedes Jahr ein Buch, oder auch mehr. In Frankreich landen alle ihre Bücher sofort auf der Bestsellerliste. Für mich drücken sie etwas aus von der zeitgenössischen Existenz vieler Menschen zwischen dem Vorsatz, das Leben genießen zu wollen, wobei sie dennoch immer "hungrig" bleiben, weil ihnen in einer entzauberten Welt kein wirklicher Sinn mehr zu Verfügung steht und einem tiefen Ekel und einer großen Abscheu vor genau diesem Leben, das so schwer ist zu leben in einer Welt voller Gewalt und Ungerechtigkeit.   Auch ihr neues Buch variiert dieses Thema.  Im November 2008 erreicht sie ein Brief eines amerikanischen Lesers von ihr, der als Soldat im Irak ist. Er leidet wegen des Stresses unter einer Fresssucht. Immer dicker werdend, ist ihm die Fettleibigkeit wie ein Protest gegen den Krieg.   Zunächst zögernd lässt sich Nothomb auf einen Briefwechsel ein und korrespondiert mit dem Soldat Melvin Mapple bis hin zur eigenen Selbstaufgabe, so wie man das von ihr kennt. Sie, die die Faszination von Essen kennt (vgl. oben), ist von dieser Sichtweise des Soldaten begeistert. Doch dann bricht der Briefwechsel ab, Melvin Mapple schreibt nicht mehr. Ist er gefallen?   Amelie Nothomb begibt sich auf eine für sie lebensgefährliche Suche, in der sie die Kontrolle, die sie in ihren bisherigen Büchern als Schriftstellerin immer behielt, fast vollständig aufgibt.   Das größte Problem, nämlich sich selbst loszuwerden, dieser Rat, den sie am Ende gibt, ist das Thema ihres eigenen Lebens. Ob sie es jemals lösen wird? Ob sie jemals zu einem normalen, nicht manisch-süchtigen Leben und Schreiben zurückfinden kann?                                

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  • Definitiv nicht mein Fall

    So etwas wie ein Leben
    LEXI

    LEXI

    25. May 2013 um 18:08

    Nach der großen Enttäuschung betreffend die Lektüre von „Der Professor“ war ich anhand des Klappentextes, der dieses Buch als „Nothombs besten Roman seit ihrem Debüt“ bezeichnet, sehr zuversichtlich. Um erneut zutiefst ernüchtert und ratlos zurückzubleiben. Das gesamte Buch basiert im Endeffekt auf einen Briefwechsel zwischen der Autorin als Ich-Erzählerin mit ihrem Protagonisten Melvin Mapple. Wie auch in meiner vorangegangenen Lektüre „Der Professor“ wirkt die Autorin auch diesmal verbal zutiefst abschreckend auf mich. Der übergewichtige Soldat, der Amélie Nothomb von seiner Zeit im Irak und seiner überdimensionalen Gewichtszunahme erzählt, wird permanent als „Pudding, Tonne, fette Amöbe, monströse Masse, Wucherung oder wuchernde Schwellung“ bezeichnet. Das ist für meinen Geschmack nicht mehr eigenartig oder befremdend, sondern ließ in mir den Entschluss reifen, zukünftig kein weiteres Buch dieser Autorin zu lesen. Der karge Inhalt wird zudem durch einige Briefe „aufgelockert“, die scheinbar seitenfüllend sein sollen. Tatsächlich schafft Amélie Nothomb es trotz der großen Lettern, der überaus großzügigen Seitenränder oben, unten, links und rechts sowie der noch großzügigeren Darstellung der Briefe nicht, mehr als 143 Seiten zu füllen. Weder Inhalt, noch Schreibstil bescherten mir auch nur das geringste Lesevergnügen. Für mich persönlich war diese Lektüre vergeudete Zeit, und vergeudetes Geld.

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