Amélie Nothomb Töte mich

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Inhaltsangabe zu „Töte mich“ von Amélie Nothomb

Die 17-jährige Tochter des Grafen Neville gibt Anlass zur Sorge. Eines Nachts läuft sie von zu Hause davon und wird im Wald halberfroren von einer Wahrsagerin aufgefunden. Als der Vater das Mädchen abholt, prophezeit ihm die Hellseherin, er werde demnächst einen Menschen töten. Die Tochter macht sich diese Weissagung zunutze. Sie versucht den Vater davon zu überzeugen, dass sie das perfekte Opfer ist. Ein Märchen voller böser Vorzeichen und doch mit einem Happy End.

Brilliant!

— buchstabensammlerin

Sehr klug geschrieben, empfehlenswert!

— Isaopera

Sehr kurz, aber auf den Punkt!

— TanyBee

Außergewöhnliches Lesevergnügen.

— Sidny

Ein brillanter Roman mit Esprit, Humor und einer Prise Tragik

— RosaEmma

TÖTE MICH ist eine originelle Geschichte um Schicksal, Konventionen und Emotionen.

— Fascination

Ein kurzer aber sehr interessanter Roman, der mich vor allem dadurch überzeugt hat, dass er so ungewöhnlich ist.

— Lealein1906

Modernes Drama mit Biss und viel Fabulierkunst. Lohnenswerte 111 Buchseiten.

— seschat

Die überspitzten Dialoge und Charaktere machen dieses kleine Buch zu einem Kleinod, bei dem kein interessierte Leser etwas falsch machen kan

— Flaventus

großártig wieder eine echte nothomb

— mirin

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  • Sehr klug geschrieben

    Töte mich

    Isaopera

    03. January 2018 um 11:23

    "Töte mich" ist mein erstes Buch von Amélie Nothomb, aber es wird sicher nicht das Letzte sein! Kurz und knapp, in wenigen Stunden ausgelesen, kommt es als kleines Schurkenstück daher und hat mich gut unterhalten: der sympathische Graf Neville, der sich in seinen Gedankenkonstrukten aufgrund einer ungebetenen Weissagung verliert und auch seine schwermütige Tochter Sérieuse (der Name scheint Programm) sind mir ans Herz gewachsen. Immer wieder scheint die Geschichte etwas aus der Zeit gefallen, daher tut die Autorin gut daran, die Jahreszahl 2014 häufiger zu erwähnen ;) Letztendlich wirkt es dadurch aber noch märchenhafter und besonderer - wirklich eine kluge Geschichte, die mit und ohne Kenntnis der griechischen Mythologie Freude macht!

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  • Exzentrische Figuren tummeln sich in skurriler Geschichte

    Töte mich

    Sidny

    01. January 2018 um 16:30

    Die Nevilles sind bankrott, und der geliebte Familiensitz muss nun endgültig veräußert werden. Die jüngste Tochter, die 17-jährige Sérieuse, reißt eines nachts von zuhause aus, wird aber von einer Wahrsagerin wieder eingefangen. Eigentlich wollte sie auch nur die Nacht im Freien verbringen und am Morgen wieder nach Hause gehen, wie sie ihrem Vater Henri mitteilt. Als wäre das alles nicht schlimm genug, sagt die Wahrsagerin dem Grafen auch noch voraus, dass er beim letzten großen Fest, das auf dem Schlösschen gefeiert werden soll, einen seiner Gäste töten wird. Für Henri ein Sakrileg, ist ihm der Gast doch heilig.Ich fange mal mit dem Wermutstropfen an: für einen durchschnittlichen deutschen Geldbeutel ist dieses Buch haarsträubend teuer. Für stolze 20 Euro erhält man 111 Seiten in kleinem Format (etwas kleiner als DIN A5), also in etwa eine Stunde Leservergnügen. Sogar ein 3D-Blockbuster im Kino wäre demnach günstiger zu haben, und unterhält einen auch länger. Andererseits kann ich mich aber auch nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal ein neues, leinengebundenes Buch in den Händen hielt. Man bekommt für den stolzen Preis also ein hochwertiges Hardcover, in einer Machart, die ansonsten fast schon vom Aussterben bedroht ist - zumindest, was Belletristik anbelangt.Nun aber zum Wichtigsten, dem Inhalt: Lohnt es sich, dieses Buch zu lesen? Das würde ich ganz entschieden mit einem lauten "Ja!" beantworten, denn dieser kurze Roman hat mich großartig unterhalten.Hier tummeln sich eine Menge undurchsichtige Exzentriker, die ironisch-humorvolle Gespräche führen, die Dialoge wirken nie platt, sondern oft hintersinnig und manchmal geradezu philosophisch - aber ohne den Leser mit übertriebener Bedeutungsschwere zu überfordern oder zu erschlagen. Nothombs Stil hat mich begeistert, das ganze Buch wirkt wie eine Komposition, jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle, und jeder Satz wird knackig auf den Punkt gebracht. Obwohl stilistisch anspruchsvoll (ich hab sogar ein neues Wort gelernt ;)), gerät der Lesefluss nie ins Stocken, und man kann diesen Roman tatsächlich "in einem Rutsch" (oder wie im Rausch) durchlesen.Die Geschichte selbst ist ziemlich abgedreht, man kann hier sicher nicht behaupten, man hätte sowas schon diverse Mal in ähnlicher Form gelesen. Wirklich frisch und skurril - ich mag solche Bücher sehr. Für mich war es das erste Buch von Amélie Nothomb, aber es wird nicht das einzige bleiben.

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  • Fast wie im Märchen

    Töte mich

    RosaEmma

    10. December 2017 um 11:15

    Es ist kaum zu glauben, aber der neue Roman von Amélie Nothomb Töte mich ist tatsächlich erst das zweite Buch, das ich von der renommierten belgischen Schriftstellerin gelesen habe. Es wird jedoch ganz bestimmt nicht das letzte sein, denn ihre Geschichten sind wirklich außergewöhnlich, und ihr Schreibstil hat eine ganz besondere Sogwirkung. Hinzu kommen ihr feiner Sinn für Ironie, eine wohl dosierte Portion Humor, aber auch ein spezielles Penchant für Tragik. Ihre ausgefeilten Dialoge, die für mich das Herzstück ihrer Werke darstellen, sind schlicht brillant. Dies alles trifft auch wieder auf ihre neueste Story zu, unter deren Titel ich mir etwas völlig anderes vorgestellt hatte. Ich erwartete ein Psychodrama, war aber bei Lektüre mehr als erstaunt, als ich eine fast märchenhaft anmutende Erzählung vorfand. Die Betonung liegt jedoch hier auf fast, denn Nothomb versteht es meisterhaft, ihre Leser in jeder Hinsicht zu überraschen. Der glücklichste Mensch auf Erden? Graf Henri Neville könnte eigentlich der glücklichste Mensch auf Erden sein. Er führt eine wunderbare Ehe mit seiner schönen Frau Alexandra und hat ebenso schöne und talentierte Kinder, Oreste und Électre, die er – zu mancherlei Verwunderung – nach den Protagonisten klassischer griechischer Dramen benannt hat. Er lebt mit seiner Familie in einem Schloss in den Ardennen und zählt zu den besten Gastgebern seines Standes. Jedes seiner Feste ist ein Ereignis, eine Einladung von ihm gleicht einem Ritterschlag für die Haute Volée. Doch sein Lebensmärchen bröckelt: Sein Schloss, das er in der Familientradition von seinem Vater erbte, ist baufällig und steht zum Verkauf, da Nevilles zusammengeschrumpftes Vermögen für eine Komplettrenovierung nicht ausreicht. Ihm ist bewusst, dass er nie ein abgezockter Geschäftsmann werden wird und sich somit auch seine stetigen Geldsorgen nicht in Luft auflösen, aber er kann nun mal nicht über seinen Schatten springen. Dies alles könnte Neville noch verkraften, wäre da nicht sein drittes Kind, Tochter Sérieuse (schon ihr Name fällt aus dem Tragödienrahmen), die ihm große Sorgen bereitet. Sie kapselt sich von der Familie ab, redet kaum und hängt dunklen Gedanken nach. Eine düstere Prophezeiung Als Sérieuse eines Tages von zuhause ausreißt und von der Wahrsagerin Madame Portenduère halb erfroren im Wald aufgefunden wird, ist Neville alarmiert. Zu seinem Verdruss liest ihm die resolute Seherin auch noch die Leviten: Seine Tochter brauche mehr Zuwendung, er müsse des Öfteren auch mal das Gespräch mit ihr suchen. Der Graf schmettert die Vorwürfe verärgert ab, denn für ihn ist klar, dass seine Tochter in der vollen Blüte der Pubertät steht und ein solches Verhalten nicht unüblich ist. Doch ein schlechtes Gewissen hat er trotzdem, was ihn nur noch wütender macht. Aber es kommt noch schlimmer: Die Wahrsagerin prophezeit ihm, dass er auf seinem opulenten Gartenfest, das demnächst wieder anstehende Highlight des Adelsstandes, einen Gast töten wird. Das Dilemma des Grafen Obwohl Neville eigentlich nicht abergläubisch ist, kann er an nichts anderes mehr denken. Er, der keiner Fliege etwas zuleide tun kann, weiß nicht mehr ein noch aus, doch schließlich überwiegt seine pragmatische Seite: Wenn es schon so kommen muss, wie es prophezeit wurde, dann will er wenigstens den Richtigen „aus dem Verkehr ziehen“. Doch wer könnte das sein? Er sucht händeringend nach einer Person, dessen Tod für alle ein Segen wäre, bis ihm seine Tochter Sérieuse mit einem abstrusen Vorschlag zuvorkommt: Er soll sie töten, weil sie keinen Sinn mehr im Leben sieht und unfähig ist, etwas zu fühlen. Der Graf traut seinen Ohren nicht und tut diese in seinen Augen völlig absurde Offerte seiner Tochter als pubertäre Dramatik ab. Während seine Tochter nicht locker lässt, läuft ihm die Zeit davon, denn das Gartenfest, zu dem die Crème de la Crème eingeladen ist, rückt immer näher. Verzweifelt versucht Neville, einen Ausweg aus seinem tragischen Dilemma zu finden, das unweigerlich jemanden das Leben kosten wird… Ein brillanter Roman mit Esprit, Humor und einer Prise Tragik Mit Töte mich ist Amélie Nothomb ein unterhaltsamer, geistreicher Roman gelungen, der vor allem durch seine spitzfindigen Dialoge begeistert. Wohl dosierte Ironie gepaart mit teilweise bissigem Humor stehen in keinem Gegensatz zur tragischen Komponente, die die Autorin ihrer einzigartigen Geschichte hinzufügt. Schnell lässt Nothomb ihre Leser die anheimelnde Märchenfassade als zu schön um wahr zu sein entlarven. Gleiches gilt für ihre Figuren: Der gute Graf Neville hat zwar unser volles Mitgefühl, wirkt aber ebenso wie seine attraktive Frau und seine beiden Bilderbuchkinder seltsam blutleer. Einzig Serieuse, die stets ein wenig bizarr daherkommt, erweckt Interesse. Schließlich ist sie es ja auch, die ihren Vater durch ihr rebellisches Verhalten in eine ausweglose, unweigerlich tragische Situation bugsiert, ihn aber gleichzeitig auch aus seiner Adelslethargie reißt. Und der Ausweg, den ihr Vater schließlich aus diesem Labyrinth findet, überrascht niemanden mehr als Sérieuse… Mein Fazit: Ein – leider viel zu kurzes – Romanjuwel voller Esprit und ein Lesegenuss sondergleichen. Unbedingt lesenswert!

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  • TÖTE MICH. AMÉLIE NOTHOMB.

    Töte mich

    buecherkompass

    05. December 2017 um 12:42

    INHALTNicht ohne Grund ist Graf Neville völlig außer sich, als er von einer Wahrsagerin prophezeit bekommt, er würde zu seinem Gartenfest – noch dazu zu seinem letzten – einen Gast töten. Verzweifelt sucht er nach dem rettenden Ausweg aus seiner schier ausweglosen Lage. Doch dann eilt ihm seine Tochter zu Hilfe. Sérieuse hat einen Plan und damit ist es ihr todernst.MEINUNGNach zahlreichen autobiographischen Romanen der Autorin haucht Amélie Nothomb hier einem, von ihrer Lebensgeschichte losgelöstem Werk, Leben ein.In einem kurzweiligen Roman erzählt sie die Geschichte eines Grafen und seiner Tochter, die (zwischen den Zeilen) doch soviel mehr birgt als das Schicksal zweier Protagonisten. Zwei Schicksale, untrennbar miteinander verbunden, machen im Verlauf von 100 Seiten eine unglaubliche Entwicklung durch, während das Gartenfest immer näher rückt und der Gedanke an den bevorstehenden Mord die Spannung ins schier unermessliche wachsen lässt.Neben den skurrilen Dialogen überzeugt das Buch auch durch die Einblicke in die Gedankengänge des Grafen, der sich angesichts seiner verzwickten Lage zu stets absurderen Ideen hinreißen lässt. Mit viel Humor illustriert Amélie Nothomb die Tücken des schönen Scheins und die Abgründe des menschlichen Daseins.Dank der Unentschlossenheit der Protagonisten bleibt das Ende bis zu guter Letzt tatsächlich unvorhersehbar.Von mir gibt es an dieser Stelle definitiv eine Kauf- und Leseempfehlung.

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  • Unterhaltsam

    Töte mich

    winddoors

    23. November 2017 um 12:49

    Ich habe mir dieses  kleine Diogenes Buch gekauft, da ich Diogenes Bücher sehr liebe und mir die Leseprobe recht gut gefiel. Das Cover hat mich gleich optisch und magisch angezogen. Aber auch inhaltlich hat dieses Buch  von der bekannten Schriftstellerin Amelie Nothomb einiges zu bieten. Es ist das erste , was ich von ihr lese.Graf Henry Neville wird von einer Wahrsagerin vorrausgesagt, das er auf seiner Gartenparty einen Gast umbringen wird. Dies hört seine 17-jährige Tochter Serieuse, welche ihren Vater bittet sie zu töten.Es handelt sich um ein zwei Personen Stück mit anspruchsvollen Dialogen.Das Ende ist unerwartet und voller Witz. Es hat mir gut gefallenDas Buch bekommt von mir 4 Sterne. 

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  • Verarmter Adel

    Töte mich

    Daphne1962

    22. November 2017 um 17:01

    Das im August erschienene Buch von Amélie Nothomb hat nur 110 Seiten, die man locker an einem Abend weg lesen kann. Graf Henri Neville kann sich eigentlich glücklich schätzen. Er ist mit einer tollen Frau verheiratet und hat 2 Töchter und einen Sohn. Während allerdings die älteren Kinder ihm nur Freude bereiten, wird die 17-jährige Serieuse immer verschlossener und unberechenbarer. Sie behauptet sogar keine Gefühle empfinden zu können. Eine Wahrsagerin, die Serieuse mitten in der Nacht im Wald aufliest, prophezeit dem Grafen auch noch, er würde bei seinem in Kürze stattfindenden Gartenfest einen Gast umbringen. Dabei freut er sich auf dieses Fest, obwohl er sozusagen Bankrott ist und sein Anwesen zum Verkauf steht. Durch dieses Buch "Töte mich" bin ich auf die Autorin aufmerksam geworden. Sehr zur Freude muss ich sagen. Vater und Tochter führen wahnwitzige Gespräche und es macht den Leser schon neugierig, wer am Ende gewinnt. Gibt der Vater nach, geht ihm die Hutschnur über? Oder knickt die Tochter am Ende doch ein? Aber die Wahrsagerin hat doch einen Toten aus der Zukunft gelesen, da steigt die Spannung stark an. Der Leser darf gespannt sein. Ein gelungener Wurf. Auch meiner Meinung nach ein Stück, welches gut für die Bühne geeignet wäre, denn die Autorin spielt hier mit einigen Klassikern der Literatur und ein etwas abgedrehter Humor fehlt ebenfalls nicht. Das nächste Werk von Amélie Nothomb liegt schon bereit. Man darf gespannt sein.

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    • 2
  • Verrückte Geschichte

    Töte mich

    Spreeling

    28. October 2017 um 11:38

    Töte mich ist ein Literatur Erlebnis mit einem Hauch von Krimi! Wir begleiten die Familie Neville ein paar Tage bis zum letzten Sommerfest in ihrem Schloss. Die Familie kann das Schloss nicht mehr unterhalten, deshalb soll es verkauft werden. Vorher gibt es noch eins der legendären Feste. Aber dieses Mal liegt ein Schatten über den Vorbereitungen. Eine Wahrsagerin prophezeit ihm, dass er auf dem Fest einen Gast tötet. Seine jüngste Tochter hat ein Problem mit ihren Empfindungen und macht ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag. Hauptsächlich drehen sich die wenigen Seiten um Vater und Tochter. Erst jetzt kommt der Vater seiner Tochter näher und sie haben längere Gespräche. Viel passiert nicht im Buch. Wir folgen den Gesprächen, es gibt skurrile Momente, aber auch witzige Situationen. Warum hat sich die Tochter mit 12 zurück gezogen? Es gab eine Andeutung, aber es folgte keine Erklärung. Das Ende war überraschend, aber es passte zum Inhalt.

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  • Adel verpflichtet!

    Töte mich

    Fascination

    07. October 2017 um 12:25

    Jedes Jahr laden Henri und Alexandra Neville zum großen Empfang ins Château du Pluvier. Die Garden Party ist das bedeutendste gesellschaftliche Ereignis in den belgischen Ardennen. Doch dieses Mal wird es leider das letzte Fest seiner Art sein. Die Nevilles sind aus finanziellen Gründen gezwungen, das Schloss aus dem Jahre 1799 aufzugeben. Schlimmer noch, mahnt die Wahrsagerin Rosalba Portenduère, der Graf würde bei diesem Anlass einen seiner Gäste ermorden. Neville ist in heller Aufruhr! Nicht zuletzt, da sich seine Tochter, Sérieuse, freiwillig als Opfer darbietet. Die Siebzehnjährige fühlt sich seit nunmehr längerer Zeit nicht wohl in ihrer Haut. Ganz im Gegensatz zu den älteren Geschwistern Oreste und Électre, die ihren Platz im Leben bereits gefunden haben, ist der jüngste Spross eine herbe Enttäuschung für die Familie. Einst voller Lebenslust und Elan, wurde sie mit zwölfeinhalb Jahren zu einer tristen Randfigur, schweigsam und teilnahmslos. Henri Neville, der inzwischen diverse Optionen des Tötungsdelikts durchdacht hat, befindet sich in einer Zwickmühle. Die Vorbestimmung aber fordert unabwendbar ihren Tribut … TÖTE MICH, mein erstes Werk der Bestsellerautorin AMÉLIE NOTHOMB, hat mich auf herrlich abstruse Weise entzückt! Die in Kobe, Japan, geborene Autorin ist nicht ohne Grund für ihre etwas anderen Erzählungen berühmt. Und ich habe bekanntermaßen ein Faible für originelle Schreibweisen und Kreativität fernab des Mainstreams. Die Geschichte von Henri Neville und seiner jüngsten Tochter Sérieuse konzentriert sich in dritter Person Singular auf des Grafen Perspektive der Ereignisse. NOTHOMB verknüpft Erinnerungen an Vergangenes mit gegenwärtigem Geschehen. Haupt- und Nebenfiguren erhalten ein Gesicht. Der Spagat zwischen gehobener Ausdrucksweise des Adels und Umgangssprache des 21. Jahrhunderts prallen hier und da befremdlich aufeinander. Darüber hinaus gibt es immer wieder Parallelen zur klassischen Literatur, die die Ausgefallenheit und Dramaturgie von TÖTE MICH unterstreichen. Aber auch mit Humor, vor allem der trockenen und tiefschwarzen Art, wird nicht gegeizt. Die Lösung des Problems, will heißen der Abschluss des Romans, entspricht einer überraschenden Kehrtwende des Schicksals. Fast schon möchte man perplex auflachen. TÖTE MICH erscheint als Hardcover in Leinen mit Schutzumschlag im Diogenes Verlag. Das Motiv ist ungewöhnlich und doch passend, wird auch Sérieuse nach dem Verlust ihrer Lebensfreude ohne Glanz und Anmut nahezu unsichtbar für ihre Umgebung. Fazit: Adel verpflichtet! TÖTE MICH ist eine originelle Geschichte um Schicksal, Konventionen und Emotionen. AMÉLIE NOTHOMB macht ihrem internationalen Leumund alle Ehre und verzaubert auch mich mit einer einfallsreichen, eigensinnigen und überraschenden Lektüre. Ihr besonderer Humor sowie schlagfertige Dialoge sind allemal eine Empfehlung wert.

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  • Ungewöhnlich

    Töte mich

    Lealein1906

    04. October 2017 um 21:39

    „Töte mich“ ist ein kurzer aber sehr interessanter Roman, der mich vor allem dadurch überzeugt hat, dass er so ungewöhnlich ist. Es geht hauptsächlich um Graf Neville und seine Tochter Serieuse. Der Graf ist pleite und muss sein geliebtes Anwesen verkaufen, seine Tochter macht schon seit mehreren Jahren eine sehr schwierige Phase durch. Als eine Wahrsagerin Neville voraussagt, dass er auf seiner letzten Gartenparty einen Gast töten wird, setzen sich eigenartige Dinge in Gang. Die Figuren haben interessante Persönlichkeiten. Neville ist zwar Graf, aber nur in manchen Dingen so, wie man sich einen typischen Grafen vorstellt. Serieuse finde ich eine tolle Figur, von der ich gerne noch mehr lesen würde. Ein Kritikpunkt ist für mich das Cover: Ich weiß wirklich nicht, was mir damit gesagt werden soll, das hat doch mit dem Roman überhaupt nichts zu tun (Oder mir bleibt der verborgene Sinn dahinter verborgen). Den Titel finde ich ganz gut, allerdings verspricht er mehr Thrillerstimmung, als es im Buch gibt. Der Originaltitel „Das Verbrechen des Grafen Neville“ gefällt mir besser. Ich möchte nicht sagen, dass die Geschichte witzig ist, aber trotzdem muss man zwischendurch laut auflachen. Das Buch hat wirklich einen interessanten, ja fast eigenartigen Humor. Es ist gut geschrieben, sodass man schnell durch die 110 Seiten kommt. Die Autorin hat wirklich die Gabe mit wenigen Worten gute Dialoge zu kreieren und eine Geschichte zu skizzieren, für die andere bestimmt 500 Seiten gebraucht hätten. Amelie Nothomb bringt dagegen einfach die wichtigen Sachen auf den Punkt. Dieses Buch ist wirklich mal etwas anderes und besonderes, auch wenn es nur kurz ist. Aber für zwischendurch und zum Entspannen hat die Geschichte durchaus seinen Reiz und regt auch ein bisschen zum Nachdenken an.

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  • Kurzweiliges, modernes Drama

    Töte mich

    seschat

    03. October 2017 um 09:14

    Das Erste, das mich bei diesem Buch magisch angezogen hat, ist das optisch spannend arrangierte Cover gewesen. Darauf sieht man eine Frau, die fast vollständig mit der Wandtapete im Hintergrund verschmilzt. Aber auch inhaltlich bietet das Buch der französischen Senkrechtstarterin Amélie Nothomb allerhand Ungewöhnliches. Denn Nothombs Erzählung handelt von einer lebenssatten, weil empfindungslosen 17-Jährigen, die ihren Vater bittet, sie umzubringen. Harte Kost, denkt man. Doch der erste Eindruck trügt, Nothombs Zweipersonenstück lebt von spritzigen wie literarisch anspruchsvollen Dialogen. Graf Henri Neville und seine stumme bis apathische Tochter Sérieuse eint mehr als sie trennt. Beide sind emotionale Legastheniker und lassen andere nicht gern in ihr Inneres schauen. Doch der unmoralisch-mörderische Pakt lässt Sérieuse wieder sprechen...Der klimaktische Aufbau dieser modernen Tragödie, die nur allzu gern auf antike Vorbilder (Orestie von Aischylos) Bezug nimmt, ist grandios. Hierbei überrascht vor allem das Ende, das anders als erwartet, im Stile der griechischen Katharsis, ausfällt.FAZITModernes Drama mit Biss und viel Fabulierkunst. Lohnenswerte 111 Buchseiten. 

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  • Überrraschende Wendung

    Töte mich

    Kam_Kam

    01. October 2017 um 22:50

    Das Buch füllt zwar nicht viele Seiten, diese sind aber vollkommen ausreichend. Es handelt sich meist um Dialoge und man kann durch die Gespräche ein sehr gutes Gefühl entwickeln, welche Charaktere man da vor sich hat. Eigentlich ist Graf Henri Neville glücklich verheiratet und hat 3 gesunde Kinder. Die jüngste, Serieuse, ist aber sehr abenteuerlich und läuft vor keiner Gefahr davon, deshalb bereitet sie ihm schlaflose Nächte. Durch Zufall kommt der Graf zu einer Wahrsagerinmacht, die ihm eine ungeheuerliche Prophezeiung, nämlich dass er jemanden töten wird. Den Grafen belastet diese Aussage natürlich und er hat nun noch mehr schlaflose Nächte und dann macht die jüngste Tochter auch noch einen Vorschlag mit dem  niemand rechnet.                                                                                                                              Das Ende hat mir gut gefallen, es war überraschend und dennoch gut: Eine tolle Wendung der Geschichte!

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  • grotesk, humorvoll, abgedreht

    Töte mich

    Flaventus

    30. September 2017 um 09:37

    Spielt das Buch heutzutage oder irgendwann anno Dazumal? Das ist für die Geschichte überhaupt nicht von Belang, auch wenn es später geklärt wird. Dadurch gewinnt sie einen zeitlosen Charakter mit abstrusen Protagonisten und skurrilen Gedanken. humorvoll, abgedreht … Nothomb bedient sich klassischen Stilmitteln, um den Leser in die Welt des Adels zu entführen. Der verarmte Schlossherr, der kurz davor steht, sein Schloss veräußern zu müssen, der zudem eine „klassische“ Erziehung mit viel Schein und ohne Sein „genossen“ hat. Das ist natürlich noch nicht komisch. Das, was komisch ist, sind die Dialoge und die Handlungen. Und zwar in einem Stil, der ebenso altbacken wirkt, wie die Protagonisten. Dafür muss man durchaus empfänglich sein, denn die „Schenkelklopfer“ sucht man in dieser Geschichte vergebens.   … und grotesk Aber allein der Gedanke, dass es ein Vater nur in Erwägung zieht, seine Tochter zu töten, ist schon sehr grotesk. Was in seinem Kopf vorgeht, noch viel mehr. Die Namensgebung der Protagonisten ist tiefgründig und verschachtelt und ich rate jedem, der sie nicht einzuordnen weiß, nach ihnen zu googlen – aber erst, wenn die Geschichte ihr Ende gefunden hat. Vielleicht erfährt er dann (weitere) Überraschungen.   Fazit Diese kleine Geschichte findet schnell ihr Ende. Für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell. Aber wie heißt es so schön auf dem Klappentext: „Ein Märchen voller böser Vorzeichen und mit einem Happyend“. Ich persönlich mag nicht nur Kurzgeschichten, sondern auch einen leicht abgedrehten Humor, der nicht albern wirkt. Die überspitzten Dialoge und Charaktere machen dieses kleine Buch zu einem Kleinod, bei dem kein interessierte Leser etwas falsch machen kann.Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

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  • la vie en...

    Töte mich

    mirin

    23. September 2017 um 20:01

    als nothomb-junkie gebe ich zu, da waren ein paar in letzter zeit, die konnten an die ersten übersetzungen nicht heran, aber dieser kurze roman ist fast so spannend und erstaunlich wie
    quecksilber 
    die metaphysik  der röhren 
    im namen des lexikons 
    der professor 
    etc


    LESEN!!!!!!!!

  • Donjuanismus der Aristrokratie

    Töte mich

    claudi-1963

    23. September 2017 um 16:15

    "Es ist in der Tat notwendig, entweder in aller Öffentlichkeit zu töten oder zuzugeben, daß man sich nicht berechtigt fühlt zu töten." (Albert Camus)Als die 17-jährige Sérieuse sich eines Nachts aus dem Hause schleicht und davon läuft, wird sie halb erfroren von der Wahrsagerin Madame Portenduére gefunden. Diese ruft umgehend bei Sérieuses Eltern an und der Graf holt seine Tochter ab. Das Gespräch mit Madame Portenduére endet in dem sie dem Grafen voraussagt, dass er bei seinem nächsten großen Empfang einen Gast töten wird, aber alles gut ausgehen wird. Der Graf weist diese Prophezeiung erst weit von sich, da er der Frau nicht glaubt, aber die Worte lassen ihn nicht mehr los. Er überlegt, wen er töten könnte und welche Konsequenzen dies für ihn und seine Familie hätte. Doch da unterbreitet seine Tochter Sérieuse die merkt, wie ihr Vater leidet, das es das beste wäre, sie zu töten.Meine Meinung:Für mich war es das erste Buch von der Autorin Amélie Nothomb gewesen. Ich war erstaunt was für ein kurzes aber literarisches Meisterwerk sie hier dem Leser präsentiert. Durch Rückblenden macht der Leser erst noch eine Reise in die Vergangenheit des Grafen Neville. Man erlebt wie es dem Adel erging und was für Nöte die Familie damals erleiden musste. Unter anderem das die Garden Party auf Le Pluvier schon von jeher immer ein großes Ereignis war. Wir erleben aber auch den wunderbaren Dialog zwischen Vater und Tochter, der mich entsetzt und sehr erstaunt hat. Vor allem der Vorschlag der Tochter, die mit ihrem Leben unzufrieden ist und keinen besseren Ausweg findet, als das der Vater sie töten soll. Doch Amélie Nothomb hat für den Leser in dieser Art Märchen eine wunderbare Wendung mit eingeflochten, die mich sogar schmunzeln hat lassen. Wer in 110 Seiten so eine Geschichte schreibt, der ist eine wahre Meisterin der Wörter, Chapeau. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, wer gerne ironische, makabere und spitzfindige Geschichten liebt, der sollte es lesen. Das Cover ist dagegen wieder sehr speziell, wie oft beim Diogenes Verlag. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne für dieses grandiose Werk.

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    • 3
  • Ein morbides Esprit-Stück mit Klasse

    Töte mich

    Trishen77

    19. September 2017 um 13:58

    Es ist, und dies sei vorweg festgehalten, nahezu immer ein Vergnügen für mich, Amélie Nothomb zu lesen. All diese Novellen und kleinen Romane, die sie über die Jahre herausgebracht hat, reihen sich in meinem Bücherschrank. Für ihre stärksten Werke halte ich noch immer die autobiographischen wie z.B. “Der japanische Verlobte” oder die großartige “Biographie des Hungers” oder das bekannte “Mit Staunen und Zittern”. Sie haben etwas Lebendiges an sich, das mich immer wieder heiter stimmt und es gibt nur wenige Bücher, die das wahrlich vermögen; das meiste, was an Literatur fröhlich und heiter stimmen soll, deprimiert mich eher maßlos. Was nun die anderen Bücher angeht, die erwähnten Novellen und Romane, so haben sie eins gemeinsam, und das ist ein Zug zum Ungeheuerlichen, in verschiedenen Dimensionen und Varianten. Bei “Töte mich” beginnt diese Ungeheuerlichkeit schon mit dem ersten Satz: “Wäre ihm prophezeit, dass er einmal zu einer Wahrsagerin gehen würde, Graf Neville hätte es nicht geglaubt.” Ein gekonnter Start, verheißungsvoll, außerdem mit einem inhärenten Witz garniert und schon der Anfang eines Persönlichkeitsbildes, famos. Die wirkliche Ungeheuerlichkeit kommt aber noch: die Wahrsagerin prophezeit dem Grafen, dass er bei dem alljährlichen Fest auf seinem Schloss einen Gast töten wird. Dabei wollte der Adelige doch nur seine entlaufende 17-jährige Tochter bei ihr abholen, die nachts davongelaufen war und von der Wahrsagerin aufgelesen wurde. Und nun, völlig aus dem Nichts, ruiniert sie sein großes Fest! “Nicht umsonst war die Garden Party auf Le Pluvier seit so langer Zeit das bedeutendste gesellschaftliche Ereignis in den belgischen Ardennen. Hier durfte man sich für einen Sonntagnachmittag als Mitglied eines phantastischen Zirkels fühlen, den man zurecht als nobel bezeichnete, hier ergab der erhabene Vers “O Zeiten, o Schlösser!” und das Leben wurde zu einem graziösen Tanz mit geheimnisvollen schönen Damen, deren winzige Füße kaum den Rasen der Gärten berührten.” Dem Grafen liegt sehr viel an diesem Ereignis, er ist sehr stolz darauf es in der Gastgeberschaft zur Meisterschaft gebracht zu haben. Nach und nach breitet Nothomb seine Erinnerungen und seinen Seelenzustand vor uns aus, seine Vergangenheit, die Familie, die Geschichte der Partys im Garten des Schlosses von Le Pluvier. Es ist schließlich die Tochter des Grafen, die dem Vater mit einem unorthodoxen Vorschlag einen Ausweg weisen will: Töte (doch) mich. Das ist nun die vollendete Ungeheuerlichkeit und das in einer Welt, in der doch alles voller schöner Oberflächen ist … Es ist eine der ungeschriebenen Regeln der Prosaliteratur, dass es irgendeine Form von Konflikt geben muss, weil ansonsten das Erzählen auf nichts hinauslaufen kann als auf Beschreibungen. Es ist das Bezeichnende bei Nothomb, dass sie rund um den Kern ihrer Bücher oft Landschaften der Harmonie, Eleganz und Schönheit entwirft, nicht selten Prunk und Pracht und eine wahre Freude an kleinen und ausufernden Beschreibungen jeglicher Art hat, und doch die größten Ungeheuerlichkeiten zum Kernkonflikt macht. Mord in allen Varianten, exzessive psychologische Gewalt, Verderbtheit, Deformationen, ungewollte Übergriffe, das alles hat in ihren Büchern schon mal im Mittelpunkt gestanden. „Wenn schon Krise und Konflikt, dann richtig und mitten aus der heilen Welt heraus“, scheinen ihre Werke zu sagen. Es muss immer um große Fallhöhen gehen, die leichthändig von ihr auf dem Finger balanciert werden und in langen Dialogen auf ihre Ungeheuerlichkeit hin abgeklopft werden (lange Dialoge, in denen die Gesprächspartner*innen um die Hoheit ringen, ein weiteres Steckenpferd von Nothomb). Und fast immer gibt es eine Figur mit Manien und Anwandlungen, mit einer krummen Psyche. Immer wieder: Menschliche Abgründe, anzutreffen in zauberhaften, auf ihre Weise idyllischen Arrangements. Dieses Spiel mit Schein und Sein, mit Perfektion und Perfidie, mit Oberfläche und Abgrund, ist ein Markenzeichen ihrer Bücher – aber selbstverständlich deshalb noch kein Gütesiegel. Und so gekonnt diese Werke auch daherkommen, so rund und genau, so glatt sind sie auch auf den ersten Blick und es bedarf wohl oft der Lektüre mehrerer Werke, um das Spiel dieser Motive vollends zu begreifen; ihre Bücher können sich daher oft nur in Nuancen und durch ihre sprachliche Wohlgefeiltheit von belangloser oder oberflächlicher Literatur abheben. Dennoch bin ich ein starker Verfechter dieser Nuancen und sehr dafür, dass man Nothomb als Schriftstellerin mit feinem Witz und eigenem Stil begreifen kann und sie als solche würdigt. “Töte mich” stellt diese Qualitäten wieder unter Beweis: Eine Art morbides Märchen, so salopp und fein zugleich, unwillkürlich wie folgenlos. Und doch ein Buch, das inmitten seines unverfänglichen, fließenden Narratives am Abgrund segelt, Fragen nach Glück, Vertrauen und Konventionen aufwirft, und die Lesenden dabei auch noch bittersüß und spritzig unterhält.

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