Amélie Wen Zhao

 4 Sterne bei 158 Bewertungen

Lebenslauf

Amélie Wen Zhao wurde in Paris geboren und wuchs in Peking in einer internationalen Gemeinschaft auf. Ihre multikulturelle Erziehung hat ihr eine tiefe Liebe zu globalen Angelegenheiten und interkulturellen Perspektiven eingepflanzt. Diese Leidenschaft möchte sie in ihre Geschichten einfließen lassen, und sie entwirft Charaktere aus Königreichen, die in verschiedenen Ecken der Welt liegen. Sie besuchte die Universität in New York City, wo sie heute lebt. Amélie ist die Autorin von Song of Silver - Das verbotene Siegel und Dark Star Burning - Das letzte Kaiserreich. 

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches The Dragon and the Sun Lotus – Schwert und Jade (The Three Realms 2) (ISBN: 9783845866864)

The Dragon and the Sun Lotus – Schwert und Jade (The Three Realms 2)

(1)
Erscheint am 30.09.2026 als Taschenbuch bei arsEdition.

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Neue Rezensionen zu Amélie Wen Zhao

Licht und Schatten

"The Scorpion and the Night Blossom" hat mich positiv überrascht, denn selten habe ich in letzter Zeit ein Buch so schnell durchgelesen, wie dieses. In diesem Roman sind vor geraumer Zeit die Dämonen in das Reich der Flüsse - oder der Menschen - eingedrungen und haben die Welt, wie wir sie kennen, zerstört.

Àn’yīngs hat in diesem Zuge ihren Vater verloren und ihre Mutter ist nahe am Rand des Todes, seitdem eine Dämonin ihre halbe Seele gefressen hat. Um ihre Mutter zu retten, verlässt Àn’yīngs diese und ihre Schwester, um im göttlichen Reich an Spielen teilzunehmen, die eine Pille versprechen, mit der Àn’yīngs  ihre Mutter retten kann. Auf dem Weg dorthin begegnet sie Yù’chén, der ihr immer wieder hilft, aber auch von sie stößt. Bis sie nicht nur auf sein dunkles Geheimnis stößt, sondern auch auf viele weitere, die die Welt, die sie kennt, in ein völlig neues Licht taucht.

Sehr gefallen hat mir an diesem Roman, dass er eine stetige Spannung aufrecht erhielt. Es gab immer wieder Wendungen und neue Einblicke, die im Gesamten absolut sinnhaft waren und bis zur letzten Enhüllung ein großes Ganzes ergeben haben. Die Welt, in der die Spiele stattfinden und in der Àn’yīng lebt, ist absolut grausam. Sie als Protagonisten hat das Herz auf jeden Fall am rechten Fleck und viele ihrer inneren Konflikte konnte ich auch sehr gut nachvollziehen. Mir gefiel es, dass sie manchmal unkomfortabel handelt, dass ihre Vorurteile ihr Urteil blenden, denn in ihrer Welt und mit ihren Hintergründen hat es Sinn gemacht. Dennoch wandelt sie sich Stück für Stück. Manchmal hätte ich mir mehr Momente gewünscht, in denen sie von sich aus erstrahlt und nicht immer wieder gerettet werden muss. Zu häufig sind die beiden Männer ihr zu Hilfe geeilt.

Auch der Schreibstil war teilweise herausragend, weil die Autorin immer wieder wunderschöne Vergleiche gezogen hat, insbesondere im Vergleich zu den Dämonen und Göttern, der Dunkelheit und dem Licht. Manchmal hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Es passt hier zwar sehr gut in die Sparte Jugendroman, aber insbesondere zu den Nebencharakteren konnte ich so nie wirklich eine Verbindung aufbauen.

In dem Sinne von der Gegenüberstellung von Dunkelheit und Licht ist auch das Love-Triangle aufgebaut und diesmal hat mich dieses absolut verrückt werden lassen. Ich habe zwar eine Ahnung (und Hoffnung), wie sich Àn’yīng entscheidet, aber sicher bin ich mir nicht. Ich bin auf jeden Fall Team Yù’chén, auch wenn Ho’yáng ein absoluter Catch zu sein scheint. Die Tension zwischen  Àn’yīng und Yù’chén war einfach so viel stärker und Yù’chén war einfach allgemein so liebevoll zu ihr und das trotz all der Hintergründe, die ihn umgaben... 

Alles in allem freue ich mich sehr auf den zweiten Band und würde am liebsten direkt weiterlesen - vor allem, weil ich unbedingt wissen will, es Yù’chén ergeht.

Magisch, atmosphärisch, düster und poetisch

"Ich will, dass du mich ansiehst und 𝘮𝘪𝘤𝘩 siehst." 


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Ich bin schlichtweg sprachlos. Wegen des Endes dieses Buches. Wegen seines Anfangs. Wegen allem, was dazwischen liegt.


Dieses Buch zu lesen fühlt sich an, als würde man einen wunderschönen, verwunschenen Traum träumen - bestehend aus Magie, Licht und einer düsteren Atmosphäre. Ein Traum von der Sorte, in dem man sich verlieren und aus dem man am liebsten niemals wieder erwachen möchte. Und dann kommt der Moment, in dem besagter Traum seine Zähne zeigt und dir jemand mit voller Absicht ein Messer in den Rücken rammt... besonders nach all den Enthüllungen gegen Ende.


Der Schreibstil von Amélie Wen Zhao ist wunderschön - genauso poetisch und atmosphärisch, wie ich es bereits aus "Song of Silver" kenne. Ihre Worte haben etwas, das mich von der ersten Seite an in die Geschichte hineingezogen hat. Gleichzeitig haben mich die zahlreichen Wesen aus chinesischen Mythen und Geschichten unglaublich fasziniert. 


Àn’yīng habe ich als Protagonistin geliebt - auch wenn ich sie manchmal am liebsten an den Schultern geschüttelt hätte, damit sie endlich ihren Verstand benutzt. Dennoch ist sie ein sehr nachvollziehbarer Charakter, denn sie würde alles tun, um ihre Familie zu schützen.


Die kleine Freundesgruppe, in der Àn’yīng mit der Zeit ihren Platz findet, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Und dann ist da Yù’chén - mysteriös, charismatisch und mit einem Humor, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Und wer Yearning mag: hier gibt es dank Yù’chén eine ganze Menge davon. Und ich liebe es.

Denn die beiden zusammen? Einfach atemberaubend. Das Knistern, die kleinen Momente, diese unausgesprochenen Gefühle zwischen ihnen... jedes Aufeinandertreffen lässt die Funken nur so sprühen.


Und nach dieser katastrophalen Endpassage brauche ich den zweiten Teil mehr denn je. 

Ein Highlight.

komplexe Figuren, eine atmosphärisch dichte Welt und eine Geschichte voller Emotionen

Der zweite Band "dark star burning" von Amelie Wen Zhao war ebenso wie der Erste ein epischer Lesegenuss und hat mich, inhatlich und sprachlich, auch wieder einfach nur verzaubert.

Im zweiten Teil der Dilogie vertieft Amélie Wen die faszinierende Welt voller Magie, politischer Intrigen noch einmal. Auch die Atmosphäre wird schlicht herausragend eingefangen und ist düster, geheimnisvoll und oftmals von einer unterschwelligen Spannung durchzogen, die sich langsam steigert und schließlich in kraftvollen, emotionalen Momenten entlädt. Zhao versteht es meisterhaft, poetische Sprache mit actiongeladenen Szenen zu verbinden, ohne dass eines das andere überlagert.
Besonders beeindruckend ist, wie lebendig die Charaktere gezeichnet sind. Ihre inneren Konflikte, ihre Loyalitäten und Zweifel fühlen sich greifbar echt an, sodass man jede Entscheidung miterlebt und mitfühlt. Besonders berührt hat mich der innere Konflikt der Hauptfigur. Sie steht ständig zwischen Pflicht und moralischen Vorstellungen. Diese Zerrissenheit zieht sich durch die ganze Geschichte und hat noch lange nachgehallt. Es gibt mehrere Momente, in denen sie Entscheidungen treffen muss, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. Tragisch daran ist, dass es eben unlösbare Dilemmasituationen sind.
 Figuren, die zunächst eindeutig wirken, zeigen im Verlauf der Handlung plötzlich ganz andere Seiten. Motive werden hinterfragt, Allianzen bröckeln oder entstehen neu. Dieses ständige Durchbrechen von scheinbar festen Strukturen steigert die Intensität der Einzelentscheidungen und die Spannung beim Lesen.

Thematisch überzeugt das Buch ebenfalls auf ganzer Linie. Fragen nach Macht, Identität und Opferbereitschaft werden klug und nuanciert verarbeitet, ohne belehrend zu wirken. Stattdessen regen sie zum Nachdenken an und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.
 Kurz gesagt: „Dark Star Burning“ ist ein fesselnder Fantasy-Roman, der Herz und Verstand gleichermaßen anspricht. Wer komplexe Figuren, eine atmosphärisch dichte Welt und eine Geschichte voller Emotionen liebt, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.

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