Amanda Brooke Wo ich dich finde

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Inhaltsangabe zu „Wo ich dich finde“ von Amanda Brooke

Maggie ist blind – und wann immer ihr die Welt zu laut und chaotisch wird, zieht sie sich auf ihre Lieblingsbank im Londoner Victoria Park zurück. Doch in letzter Zeit hängt sie dort vor allem ihren eigenen widersprüchlichen Gedanken nach. Denn sie erwartet ein Kind, und nun nagen Zweifel an der eigentlich so selbstbewussten Frau. Eines Tages lernt sie Elsa kennen, die behauptet, ebenfalls schwanger zu sein. Aber Elsa ist eine alte Frau! Maggie beschließt herauszufinden, welches Geheimnis hinter Elsas Geschichte steckt. Und tritt damit eine Reise in die Vergangenheit an, an deren Ende ein kleines Wunder steht. Ein Wunder, das nicht nur Elsa ihren Frieden geben, sondern auch Maggie den Glauben an eine glückliche Zukunft schenken wird.

tolles, emotionales Leseerlebnis

— Kenda
Kenda

wunderschönes buch, und auch sehr traurig. also taschentücher bereithalten :-) sehr empfehlenswert

— romanasylvia
romanasylvia

Zum Weinen und zum Lachen schön! Ein Buch, welches man nicht im Regal missen möchte, da es schmerzlich fehlen würde.

— Jasmin88
Jasmin88

Eine gefühlvolle und oft auch traurige Geschichte um eine blinde junge Frau, die das Geheimnis um ihre demente Freundin lüften will.

— Ruffian
Ruffian

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  • tolles, emotionales Leseerlebnis

    Wo ich dich finde
    Kenda

    Kenda

    25. September 2016 um 19:23

    Erster Satz:„In seiner über hundertjährigen Geschichte hatte sich der Victoria Park erstaunlich wenig verändert.“„Wo ich dich finde“ ist sehr flüssig und emotional geschrieben und lässt sich auch sehr flüssig lesen. Sehr interessant finde ich das aus der Sicht der blinden Maggie geschrieben wurde was sicherlich eine großer Herausforderung für die Autorin was. Meiner Ansicht nach ist ihr das aber sehr gut gelungen. Auch das dem Leser gelegentlich ein Einblick in Elsa erlaubt war ist sehr gut gelöst. Mich konnte die Geschichte sehr schnell einfangen und hat mich angenehm durch getragen. Zwischenzeitlich hatte ich kurz das Gefühl das die Geschichte hier zu Ende sein könnte aber da kam noch einiges dazu. Die Emotionen wurden sehr gut dargestellt und kamen auch bei mir an. Das Buch selber konnte ich nur schwerlich zur Seite legen und habe es recht schnell gelesen.Die Charaktere fand ich sehr spannend gestaltet. Maggie gefiel mir sehr gut. Ich fand ihre Stärke sehr beeindruckend und konnte Ihr Gefühl „nicht gut genug fürs Kind zu sorgen“ sehr gut nachvollziehen. Sehr gut fand ich das sie die Welt mit Düften verbindet und als Aromatherapeutin arbeitet. Auch die Beziehung zu Maggies Schwiegermutter Judith fand ich etwas problematisch aber die beiden haben sich dann ja doch ganz gut arrangiert. Für mich ein sehr starker und sympathischer Hauptcharakter.Auch Elsa fand ich mit Ihrer Geschichte sehr spannend und authentisch gestaltet. Sehr gut gefiel mir der Einblick der mir gewährt wurde. Eine sehr starke Frau mit einer bewegenden Vergangenheit. Auch die anderen Charaktere haben mir durchweg sehr gut gefallen.Die Szenen sind hier etwas anders beschrieben als ich es von anderen Büchern gewohnt bin. Da es hier um einen blinden Hauptcharakter geht hält sich die Beschreibung der Umgebung sehr in Grenzen. Ich finde die Szenen sind sehr gut beschrieben und ich konnte mich auch sehr gut hineindenken und mir die Gegebenheiten vorstellen.Meine Lieblingsszene, oder eher die Szene die mir am ehesten im Gedächtnis blieb ist das Telefonat das James mit seiner Mutter geführt hat und für Maggie einsteht. Hier bekommt Judith endlich mal Contra von ihrem Sohn.Das Cover ist sehr idyllisch und ansprechend. Mir gefällt es sehr gut und es passt sehr gut zu der Geschichte von Maggie und Elsa. Sehr passend gewählt. Und die zarten Farben laden zum Träumen ein.MEIN FAZIT:„Wo ich dich finde“ ist sehr flüssig geschrieben und lässt sich auch genau so lesen. Mich hat die Geschichte schnell gepackt und gut durch getragen. Die Charaktere und die Szenen waren authentisch und gefielen mir sehr gut. Die Emotionen kommen gut rüber und ich durfte an mehreren Stellen schmunzeln oder auch ein paar Tränen wegdrücken. Für mich ist es ein sehr gelungener Roman der durch das zauberhafte Cover abgerundet wird. Ein tolles emotionales Leseerlebnis das ich sehr empfehlen kann.

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  • taschentücher bereithalten

    Wo ich dich finde
    romanasylvia

    romanasylvia

    15. July 2016 um 10:13

    wunderschönes buch, und auch sehr traurig. also taschentücher bereithalten :-) sehr empfehlenswert

  • Wo ich dich finde

    Wo ich dich finde
    Kleine8310

    Kleine8310

    01. May 2016 um 02:00

    "Wo ich dich finde" ist ein Roman der Autorin Amanda Brooke. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Maggie. Maggie ist blind und trotz ihrer Einschränkungen meistert sie ihren Alltag auf bewundernswerte Art und Weise. Sie arbeitet als Aromatherapeutin und sie ist verheiratet. Mit ihrem Ehemann James erwartet sie nun auch ihr erstes Kind. Wenn Maggie die Welt und ihr Alltag einmal zu chaotisch wird zieht sie sich auf ihre Lieblingsparkbank zurück und hängt ihren Gedanken nach.  Seit einer Weile hegt Maggie Zweifel, ob sie einem Kind gewachsen ist, und das macht der, sonst so selbstbewußten Protagonistin, ziemlich zu schaffen. Eines Tages lernt sie auf ihrer Lieblingsparkbank eine ältere Dame namens Elsa kennen und das wundersame ist, dass sie behauptet ebenfalls schwanger zu sein. Als Maggie's Neugierde immer größer wird beschließt sie mehr über Elsa's Geschichte herauszufinden, ohne zu ahnen, dass die Spurensuche auch sie selbst verändern wird ... Der Einstieg in die Geschichte von der Autorin Amanda Brooke ist mir sehr gut gelungen. Ich fand den Klappentext schon toll, denn er hat mir richtig Lust gemacht das Buch schnell zu lesen! Der Schreibstil von Frau Brooke hat mir ziemlich gut gefallen! Die Autorin schreibt bildhaft und schafft während ihrer Erzählung eine schöne, warme Atmosphäre, in der sie auch die nötigen Emotionen rüberbringt! Leider gab es nach einer Weile einen leichten Hänger in der Geschichte, bei dem mir die Ausführungen zu detailliert und dadurch zu ausschweifend und langatmig gewesen sind! Das fand ich ziemlich schade.    Die Charaktere waren sehr schön ausgearbeitet und ich fand es sehr interessant und spannend mehr über Maggie's Alltag mit ihrer Erblindung mitzuerleben. Die Schilderungen wirkten sehr authentisch und glaubwürdig auf mich, was mir auch sehr wichtig war. Aber nicht nur in Maggie's Leben gab es interessantes, daneben konnte mich auch Elsa's Geschichte in großen Teilen überzeugen. Hier fehlte mir nur manchmal ein bisschen mehr Spannung und etwas mehr Unvorhersehbares in den Geschehnissen!    Die Themen in der Geschichte sind weit gefächert und reichen von einer besonderen Freundschaft, über Selbstzweifel bis hin zu schweren Erkrankungen wie Elsa's Demenz und Maggie's Alltag als blinde Frau. Die Vielseitigkeit hat mir gut gefallen und es wirkte auch nicht überladen, nur hatte ich mir etwas mehr gewünscht, etwas herausragendes, was dieses Buch über solide hinaushebt und zu etwas ganz besonderem macht! Das habe ich leider für mich nicht entdeckt.    "Wo ich dich finde" ist eine schöne und interessante Geschichte, die mich mit spannenden Inhalten gut unterhalten, aber leider nicht komplett überzeugt hat!

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  • Herzzerreißend schön!

    Wo ich dich finde
    Jasmin88

    Jasmin88

    25. April 2016 um 17:50

    Covergestaltung: Ich liebe dieses zarte Cover, welches wunderbar zur Geschichte passt und eine gewisse Ruhe und Harmonie ausstrahlt. Meine Meinung: "Wo ich dich finde" von Amanda Brooke habe ich vom Goldmann Verlag zur Rezension erhalten. Der Roman ist ist mir vor Monaten in der Verlagsvorschau ins Auge gestochen und nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Umso größer war meine Freude, als ich das Buch endlich in den Händen hielt, denn ich habe diesem Titel wirklich regelrecht engegen gefiebert. Die Kurzbeschreibung klang bereits sehr bewegend, aber was mich zwischen diesen zwei Buchdeckeln erwartet hat, ist ein Juwel von einem Buch! Es handelt sich um einen jener Ausnahme-Titel, nach denen man als Buchblogger ständig auf der Suche ist. Amanda Brooke hat mich nicht nur begeistert, sondern fasziniert. Sie hat mich zum Weinen und zum Lachen gebracht. Diese Geschichte ist mir unheimlich unter die Haut gegangen. Der Schreibstil ist sehr berührend und gefühlvoll, aber auch intelligent und mitreißend. Man merkt in jedem einzelnen Kapitel, welch begnadete Autorin Amanda Brooke ist. Es war für mich unheimlich interessant und etwas Besonderes Maggie, eine blinde Protagonistin, durch diese wunderschöne Geschichte zu begleiten. Dies war wirklich mal etwas anderes und sehr inspirierend. Sie ist eine bemerkenswerte Frau, die man sofort ins Herz schließt. Und dann haben wir noch Elsa, eine demenzkranke alte Dame, die man ebenfalls einfach gern haben muss. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft, von der beide in vielerlei Hinsicht profitieren. Über den Inhalt möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, außer dass man sich Taschentücher bereithalten sollte, denn diese Geschichte geht unter die Haut. Neben diesen beiden Protagonistinnen gibt es noch viele weitere tolle Nebencharaktere, die dem Buch das gewisse Etwas geben und diesen Roman zu einer runden Sache machen. Ein Buch über Trauer, Verlust, Krankheit, aber auch Liebe, Hoffnung und Zuversicht! Ein Appell an die Freundschaft und die Kraft der Familie und Liebe! Herzzerreißend schön! Obwohl diese Geschichte zu Ende erzählt ist, handelt es sich doch um eines jener Bücher, von denen man sich eine Fortsetzung wünschen würde, da es einem so schwer fällt, das Buch zu schließen und die liebgewonnenen Charaktere gehen zu lassen. Ich hatte großartige Lesestunden und vergebe von Herzen gern 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung! Fazit: Zum Weinen und zum Lachen schön! Ein Buch, welches man nicht im Regal missen möchte, da es schmerzlich fehlen würde.

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  • Keine leichte Lektüre

    Wo ich dich finde
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    16. April 2016 um 21:43

    Maggie ist glücklich verheiratet, fühlt sich wohl in ihrem Beruf als Aromatherapeutin, und sie ist seit ihrer frühen Kindheit blind. Mit ihrer Sehbehinderung kommt sie gut zurecht und sie vermisst eigentlich nichts, aber dann stellt sie eines Tages fest, dass sie schwanger ist. Nun kommen doch Zweifel auf: kann sie dem Kind eine gute Mutter sein? Kann sie für ihr Baby angemessen sorgen? Zum Nachdenken zieht sich Maggie oft auf eine ganz bestimmte Parkbank am See zurück, wo sie eines Tages auf Elsa trifft. Die beiden sehr unterschiedlichen Frauen freunden sich miteinander an, und dann versucht Maggie, hinter Elsas Geheimnis zu kommen. Sie möchte ihr helfen, aber ist das überhaupt möglich...? Mein Leseeindruck: Das Buch erzählt eine eher ruhige Geschichte ohne große Höhen und Tiefen, obwohl wirklich eine Menge passiert im Buch. Es wird aber sehr unaufgeregt erzählt und für meinen Geschmack auch ein wenig zu emotionslos. Eigentlich müsste die Geschichte sehr gefühlvoll daherkommen, denn Maggies Zweifel an sich selbst, die Sorgen und auch das Glück über die Schwangerschaft und dazu Elsas sehr tragische Geschichte bieten viel Potenzial für jede Menge Gefühlschaos. Obwohl mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat, habe ich doch dieses Gefühlschaos vermisst. Ich konnte leider nicht so wirklich mitfühlen mit den Protagonisten. Auch hatte das Buch bis etwa zur Hälfte hin und wieder kleine Längen für mich. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte so unaufgeregt erzählt wird. Die Handlung selbst bzw. die Themen, die im Buch angesprochen werden (Schwangerschaft einer blinden Frau, Akzeptanz, Alzheimer, usw.) sind keine leichte Kost, haben mir aber sehr gut gefallen. Es ist ein eher anspruchsvoller Roman mit leisen Tönen, für den man sich Zeit nehmen sollte.

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  • Gefühlvolle Geschichte mit kleinen Schwächen

    Wo ich dich finde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. April 2016 um 20:26

    Ein sehr schönes Cover, passt sehr gut zur Geschichte, die heißgeliebte Parkbank ist mit abgebildet das finde ich schön. Das Buch habe ich durch Zufall entdeckt, bisher habe ich von der Autorin noch nichts gelesen. Nachdem ich den Klappentext dann gelesen hatte wollte ich das Buch unbedingt lesen!Der Schreibstil ist sehr flüssig, Charaktere und Handlung sind recht detailreich beschrieben und dadurch kommt man sehr gut in die Geschichte rein. Zudem habe ich besonders die Protagonistin Maggie sofort ins Herz geschlossen und habe mich gefreut sie zu begleiten. Besonders bemerkenswert ist natürlich die Art und Weise wie Maggie ihr Leben meistert, sie kann so viel, was ich niemals erwartet hätte, durch ihre Sehbehinderung ist sie zwar eingeschränkt aber dadurch das sie schon seit jungen Jahren damit umgehen muss, ist sie erfindungsreich. Aber auch die ganzen anderen Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und detailreich beschrieben, sie wirken lebendig und interessant.Maggies Ehemann James, war mir auch auf Anhieb sympathisch, auch wenn er sich nicht gegen seine Mutter durchsetzen kann, die offensichtlich ein Problem mit der Ehe von Maggie und James zu haben scheint. Ich hätte mir gewünscht das James, Maggie auch mal in Schutz nimmt, denn Maggie ist durch die Kommentare ihrer Schwiegermutter nur noch unsicherer, was ihr Leben angeht.Besonders interessant wird es als Maggie eines Tages Elsa kennen lernt und dann vollkommen in Elsas Lebensgeschichte versinkt. Mir war es ein bisschen zu viel "rumschnüffeln", Maggie hat sich schon ziemlich eingemischt und hier und da, habe ich auch gedacht, warum tut sie das nur. In dieser Geschichte gibt es viel zu entdecken aber besonders in der Mitte des Buches, hatte ich das Gefühl, die Geschichte endet nie. Es kam mir wie eine Endlosschleife vor, da hätte die Autorin sicherlich 40 bis 50 Seiten einsparen können oder anderweitig füllen können. Fazit:Eine interessante, rührende und durchaus lesenswerte Geschichte, mit ein paar kleinen Schwächen über die ich doch ganz gut hinweg sehen konnte. Wer auf gefühlvolle und detailreiche Geschichten steht, ist bei diesem Buch genau richtig.

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  • Rührende Geschichte

    Wo ich dich finde
    Readi

    Readi

    12. April 2016 um 20:02

    Maggie, seit zwei Jahren mit James verheiratet, ist endlich schwanger. Das wäre an und für sich nichts besonderes. Allerdings ist Maggie blind und deswegen ist die Schwangerschaft für sie eine neue Herausforderung. Maggies Mutter ist noch nicht lange tot und sie war es bisher immer, die ihrer Tochter auf beeindruckende Weise klargemacht hat, dass sie, trotz ihrer Einschränkung, alles machen kann, was sie möchte. Durch den Verlust dieser Stütze in ihrem Leben, ist Maggie etwas verunsichert, wie sie als Mutter sein wird und ob sie eine „gute“ Mutter sein wird. Auf einer Bank im Victoria Park sitzt Maggie besonders gerne, weil es sie an die gemeinsame Zeit mit ihrer Mutter erinnert und sie dadurch Kraft schöpfen kann. An einem dieser Nachmittage lernt sie dort eine Frau kennen. Durch die Unterhaltung kommen die beiden sich näher und treffen sich auch noch öfter. Maggie hat den Eindruck, dass Elsa eine ebenfalls schwangere, junge Frau ist. Trotzdem ist da etwas in ihren Erzählungen, was Maggie nicht richtig greifen kann, was sich  merkwürdig anhört. Bis sich dann herausstellt, dass Elsa eine über 80jährige Dame ist, die an Alzheimer leidet und sich zeitweise selbst in der Vergangenheit verliert und sich an früher erinnert. So kommen die beiden sich ein wenig näher, denn auch Elsa hat Verletzungen zu verarbeiten und fühlt sich schuldig, denn auch sie war einmal schwanger, konnte jedoch ihre Tochter nicht bei sich behalten. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Ich fand es auf der einen Seite sehr schön herausgearbeitet, dass Maggie als Sehbehinderte so viel Acht gibt auf ihre anderen Sinne und sogar eine Berufung als Aromatherapeutin gefunden hat. Das alles war sehr achtsam und schön beschrieben. Ebenfalls gut beschrieben war die Skepsis von nicht-behinderten Menschen und auch die Vorurteile, die hier leider des öfteren vorherrschen, sowie die Taktlosigkeit, mit denen wir manchmal anderen Menschen begegnen. Auf der anderen Seite die Schilderung der Erkrankung von Elsa und inwieweit hier auch die Familie mitleiden muss und hilflos ist. Dass durch eine solche Erkrankung auch die pflegenden Angehörigen oftmals an Grenzen stoßen. Elsas „Geheimnis“ und die dahinterliegende Geschichte konnte man zuerst nicht richtig zuordnen. Aber dann kristallisierten sich nach und nach ein paar Vermutungen heraus, so dass die Auflösung des Rätsels nicht mehr ganz so überraschend kam. Trotzdem war die Geschichte gut gemacht. Zu guter Letzt gibt es in diesem Roman nicht nur ein Happy End, sondern gleich mehrere. Dazu passen auch das schön gestaltete Cover und die Innenseiten sehr gut. Alles in allem ein Roman, der gut zur frühlingshaften Jahreszeit passt und einige vergnügliche Lesestunden verspricht.  

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  • Eine gefühlvolle und oft auch traurige Geschichte

    Wo ich dich finde
    Ruffian

    Ruffian

    09. April 2016 um 21:58

    Anfangs hatte ich das Gefühl, dass vorhersehbar ist, wie die Handlung verläuft. Doch da hatte ich mich getäuscht. Immer wieder hat mich die Autorin mit Wendungen überrascht. Maggie ist eine bewundernswerte, hilfsbereite junge Frau. Trotz ihrer Sehbehinderung meistert sie ihren Alltag und ist als Aromatherapeutin tätig. Ihr ganzes Leben lang war ihre Mutter ihre Stütze, die ihr immer Mut gemacht hat und für sie da war. Doch seit sie nicht mehr lebt verlässt Maggie manchmal der Mut und sie fragt sich, wie sie es schaffen soll ihr Kind großzuziehen. An ihrer Seite ist ihr Ehemann James. Er liebt sie über alles und ist ein gutmütiger Kerl. Leider zu gutmütig, denn er überhört gerne die spitzen Bemerkungen seiner Mutter Judith, die Maggies Zweifel schürt und richtig gemein und manipulativ ist. Gerade wenn es um Judith ging, wurde ich beim Lesen oft richtig wütend. Neben Maggie ist Elsie eine weitere Hauptperson. Sie ist eine ältere Dame, die Maggie im Park kennenlernt. Immer wieder gleiten Elsies Gedanken zurück in die Vergangenheit, als sie noch Elsa genannt wurde und dramatische Ereignisse ihre Spuren in ihrem Leben hinterlassen haben. Maggie ist fasziniert von Elsie und ihrer Vergangenheit und sie macht es sich zur Aufgabe den Geheimnissen, die ihre Freundin umgeben auf den Grund zu gehen. Hierbei ist Maggie mehr als eifrig und ich hätte mir oft etwas mehr Zurückhaltung von ihr gewünscht. Es ist eine Sache jemandem helfen zu wollen, aber eine ganz andere sich ungewollt einzumischen, egal wie gut man es meint.Die Autorin setzt sich damit auseinander, wie blinde bzw. sehbehinderte Menschen ihren Alltag meistern. Immer wieder hat es mich erstaunt, was Maggie alles kann und wie durchdacht sie alles organisiert hat.Ein weiteres Thema ist Elsies Demenz. Es ist nicht leicht mitzuerleben, wie sie sich mehr und mehr verliert und wie schmerzlich ihr das in ihren klaren Momenten bewusst ist. Der Schrecken dieser Krankheit wird spürbar, wodurch die Lektüre für mich stellenweise sehr bedrückend war.Die Lichtblicke waren für mich die männlichen Protagonisten wie Maggies Blindenhund Harvey, ihr warmherziger Ehemann James oder auch Ted, der sich liebevoll um seine Frau Elsie kümmert. Das Buch ist sehr schön geschrieben mit viel Liebe zum Detail, doch genau dadurch zieht es sich in die Länge. 

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  • Hätte man mehr draus machen können

    Wo ich dich finde
    kitty_montamer

    kitty_montamer

    25. March 2016 um 22:27

    Obwohl Maggie und Elsa aus zwei völlig unterschiedlichen Generationen kommen, sind sie sich in einer Hinsicht doch ziemlich ähnlich, denn beides sind unglaublich starke Frauen. Wo die Eine mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat,  trauert die Andere einer längst vergangenen Zeit nach. Man bekommt als Leser in beide Seiten einen tiefen Einblick. Zum Einen geht es in Wo ich dich finde natürlich um die blinde Maggie und darum, wie sie mit ihrer Schwangerschaft, und alles andere drumherum umgeht. Auf der anderen Seite lernen wir Elsa kennen und zwar in der Gegenwart, wie auch in der Vergangenheit. Amanda Brooke springt immer mal wieder in der Zeit, um Elsas Geschichte so richtig aufzudecken und dem Leser bewusst zu machen, wie schwer ihr einige Dinge einst gefallen sind und wie es ihr heute (damit) geht.Warum sie denkt, sie sei auch schwanger, wird sehr schnell aufgeklärt, ich muss allerdings sagen, dass mir diese Auflösung schon ziemlich schnell klar wurde.Amanda Brooke hat sich für ihr neuestes Werk wahrlich kein leichtes Thema ausgesucht. Bei diesem Kern ist ohne Frage Fingerspitzengefühl gefragt, was ihr gelungen ist. Die Autorin ist brutal ehrlich und schildert ohne einen Puffer einzubringen, wie es Elsa gerade ergeht. Wie sie mit ihrem "Geheimnis" umgeht, welche Menschen ihr zur Seite stehen und auch, in wie weit Maggie in diese Situation, in ihre Geschichte hineinpasst. Es ist ein großes Puzzle, welches der Leser erst einmal mühsam, Schritt für Schritt zusammensetzen muss, um endlich das große Ganze zu erblicken. Diesen Weg gehen wir zusammen mit Maggie, denn auch die schwangere, junge Frau möchte hinter das Geheimnis Elsas kommen, um ihr zu helfen.»"Sie müssen anfangen, an sich selbst zu glauben, Maggie. Hören Sie auf mich, enttäuschen Sie dieses kleine Wesen nicht schon, bevor es überhaupt auf der Welt ist."«Zitat aus: "Wo ich dich finde"Der Plot ist sehr gut durchdacht. Daraus hätte man eine wirklich herzerwärmende Geschichte machen können, nur leider mangelte es mir an einigen Stellen an der passenden Umsetzung. Mir wurden zu viele Baustellen eingebaut. Sei es die Probleme, die Maggies Schwiegermutter mit sich bringt, oder auch einen Zwist im Freundeskreis der Protagonistin: Das war mir bedauerlicherweise zuviel und schadete dem eigentlichen Plot, der durch die vielen Nebenschauplätze arg in den Hintergrund gerückt wurde. Hinzu kam, dass diese vielen kleinen Strohfeuer die Geschichte an sich sehr ausbremste, die Spannung zusehends niederbrannte und schließlich in Langeweile umschlug. Als absolutes Manko empfand ich, dass keinerlei Emotionen so richtig bei mir ankamen, dabei sind es gerade diese, die "solche Art" von Romanen grundsätzlich immer das Lebendige, das gewisse Etwas geben. In Wo ich dich finde blieben sie für mich jedoch leider stets in weiter Ferne, was ich als wirklich schade empfinde, denn im Grunde genommen mochte ich den Plot sehr. Auch über den Schreibstil kann ich erneut nur Gutes sagen, denn dieser ist, wie ich schon von den andere Romanen der Autorin gewohnt bin, sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Auch die Figuren wachsen einen sehr ans Herz und dies, obwohl die gesamte Geschichte auktorial erzählt wird. Besonders zu Elsa hatte ich eine tiefe Empathie. Ich habe ihr alles abgenommen, ganz egal, was sie sagte oder tat. Sie wirkte auf mich stets authentisch. Außerdem mochte ich das Miteinander der beiden Frauen sehr gerne. Wie sie miteinander umgehen und sich gegenseitig, ohne es überhaupt zu erahnen, helfen, hat mich ziemlich sprachlos gemacht.Das Ende rundete für mich zwar alles sehr gut ab, doch dies hat mich genau so wenig über die viel zu vielen Baustellen, als auch über die mangelnden Emotionen hinwegtrösten können.Fazit:Wo ich dich finde hatte großes Potenzial, welches jedoch nicht komplett genutzt wurde. Die Figuren waren zwar allesamt sehr gut gezeichnet, jedoch mangelte es über die gesamte Geschichte hinweg an dem Transport der Emotionen, was für mich bei einer solchen Art von Lektüre allerdings zu einem absoluten Muss gehört. Hinzu empfand ich einige Nebengeschichten als überflüssig. Nichtsdestotrotz hat mir Wo ich dich finde dennoch gefallen und deswegen vergebe ich gute drei Blümchen.© www.mybooksparadise.de

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