Amanda Cross

 3,6 Sterne bei 113 Bewertungen
Autor*in von Gefährliche Praxis, Die letzte Analyse und weiteren Büchern.

Lebenslauf

AMANDA CROSS, eigentlich Carolyn Gold Heilbrun, geboren 1926 in New Jersey, war eine feministische Literaturwissenschaftlerin und lehrte an der Columbia University. Sie veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Schriften; die Kriminalromane mit der Literaturprofessorin und Amateurdetektivin Kate Fansler schrieb sie unter Pseudonym. Sie starb am 3. Oktober 2003 in New York. Im Dörlemann Verlag erschienen: Die letzte Analyse. Ein Fall für Kate Fansler. Deutsch von Monika Blaich und Klaus Kamberger.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Amanda Cross

Cover des Buches Die letzte Analyse (ISBN: 9783038200888)

Die letzte Analyse

 (11)
Erschienen am 10.02.2021
Cover des Buches Tödliches Erbe (ISBN: 9783038201243)

Tödliches Erbe

 (10)
Erschienen am 25.01.2023
Cover des Buches Der James Joyce-Mord (ISBN: 9783038200963)

Der James Joyce-Mord

 (4)
Erschienen am 16.06.2021
Cover des Buches Der Sturz aus dem Fenster (ISBN: 9783821802107)

Der Sturz aus dem Fenster

 (4)
Erschienen am 01.05.1998
Cover des Buches Schule für höhere Töchter (ISBN: 9783423116329)

Schule für höhere Töchter

 (4)
Erschienen am 01.02.1998

Neue Rezensionen zu Amanda Cross

Cover des Buches Die Tote von Harvard (ISBN: 9783038201397)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Die Tote von Harvard" von Amanda Cross

Ist der Ruf erst ruiniert...
aus-erlesenvor 5 Monaten

Eine Frau soll den neuen Lehrstuhl für Anglistik der (man achte auf den Artikel, denn darauf wird dieser Krimi aufgebaut sein … abgesehen davon wäre DIE Harvard-University in diesem Kontext grammatikalisch falsch, aber um Grammatik geht es nicht in diesem Krimi) Harvard University bekommen. Die Wogen der Entrüstung, eigentlich der Angst, schlagen auf postalischem Kurzweg sehr hoch. Die alteingesessenen Herren der Anglistikgarde zittern wie Espenlaub. Eine Frau! Womöglich noch im Alter vor der Menopause, oh je!

Ein anonymer Gönner spendet eine Million für diesen Lehrstuhl. Verknüpft mit der Bedingung, dass eine Frau die Stelle bekommt. Geld regiert die Welt, und da können Altherrenwitze bestenfalls als Füllmaterial in privater Runde maximal zur Erheiterung eben dieser beitragen – mehr aber auch nicht.

Janet Mandelbaum ist die Auserwählte. Die absolut richtige Wahl. Sie kann was. Selbst die Kritiker müssen das zugeben. Emotional ist sie erstmal nicht einzuordnen. Sehr zum Leidwesen aller Spötter und derer, die das Zweifelhorn nur allzu gern blasen, sieht sie darüber hinaus auch noch verdammt gut aus. Oh Mann, nichts zu meckern! Außer, dass Janet Mandelbaum eine Frau ist – aber das reicht heutzutage halt nicht mehr, um jemanden den beruflich Garaus zu machen. Da müssen schon härtere Geschütze aufgefahren werden. Und sie werden es. Denn nach einer Party landet die Neue in der Badewanne. Betrunken, was ja noch halbwegs entschuldbar wäre. Doch darüber hinaus ist auch noch nicht allein! Denn im Zimmer befindet sich eine weitere Frau. Eine Schwester. Ein Skandal in den Achtzigern. Und jetzt kommt der Hammer für alle, die sich niemals eine Frau an irgendeiner Spitze vorstellen können: Es ermittelt Kate Fansler, eine Frau! Und Freundin von Janet. Jemand will Janet Mandelbaum auf Teufel-komm-raus in Misskredit bringen. Die will sich das nicht bieten lassen. Also braucht sie Hilfe, Kate Fanslers Hilfe.

Nun könnte man meinen, dass hier bald weitaus Schlimmeres passiert, denn das Buch heißt ja schließlich „Die Tote von Harvard“. So weit so gut. Doch was Amanda Cross an literarischen Geschützen hier auffährt, ist eine Armada an Wortschöpfungen und Gedankenbildern, die jeden Bücherwühltisch in die Knie zwingen. Auf Spatzen wird sie damit sicher nicht zielen, und schon gar nicht schießen. Vielmehr hat sie es auf Vorurteile und „altbewährte“ Strukturen abgesehen. Und die werden gnadenlos gejagt. Die Jägerin Kate Fansler ist die Idealbesetzung, wenn es darum geht mit der Kraft des Wissens und den Stilmitteln der Sprache dem Gegner auf den Boden der Wahrheit zu zwingen. Brillant, wie es eben nur eine Frau sein kann. Ohne dabei die Fahne des Feminismus wie einen Bauchladen der Trotzigkeit vor sich her zu tragen.

Cover des Buches Tödliches Erbe (ISBN: 9783038201243)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Tödliches Erbe" von Amanda Cross

Dieses Erbe schlägt man nicht aus
aus-erlesenvor einem Jahr

Die ländliche Idylle, in die sich Kate Fansler gern immer wieder zurückzieht, wird durch den plötzlichen Besuch von Max Reston unterbrochen. Er stakst wie ein Storch durch das wilde Gestrüpp, das Kates kleine Gartenoase umgibt. Wie immer adrett, besser gesagt, nicht der Umgebung angepasst, gekleidet. Seine versnobte Art ist Kate mehr eloquente Herausforderung als Herzensangelegenheit. Und Max kommt auch gleich zum Punkt. Ein Ausflug mit ihm wäre doch eine willkommene Abwechslung. Nach Maine. Ins Haus von Cecily Hutchins, der berühmten – vor Kurzem verstorbenen – Schriftstellerin. Max ist ihr Nachlassverwalter, kümmert sich um ihr literarisches Erbe. Ihr Haus jedoch will er nicht allein betreten. Kate kommt das Angebot nicht ungelegen. Die Neugier ist größer als die Sehnsucht nach Ruhe in der Abgeschiedenheit ihres ländlichen Idylls.

Wie ein Kind im Süßwarenladen nimmt sie auch prompt das Haus von Cecily Hutchins in Augenschein. Als Literaturprofessorin ist es ihr ein Fest herumzustöbern. Und wenn wir schon mal hier sind, denkt sich Kate, dann können wir doch auch einen Strandspaziergang machen. Die Küsten Maines sind ja eigens dafür gemacht worden, weiß jeder, der sich dafür interessiert. Doch so schön wird es dann doch nicht. Kate – sie ist schließlich „nebenberuflich“ Hobbydetektivin – entdeckt die Leiche einer jungen Frau. Eine Studentin, wie sich herausstellt. Und die wiederum forschte zu Dorothy Whitmore. Nicht minder Schriftstellerin wie Cecily Hutchins. Über Freunde, den Bloomsbury-Zirkel, sogar miteinander verbunden. Da schlägt das Herz der Ermittlerin – und nicht zu vergessen das des Lesers – Purzelbäume.

Kate Fansler hat sich wieder einmal in einen Fall hineinziehen lassen. Noch fragt sie sich nicht wieso das immer ihr passieren muss. Als Professorin für Literatur kennt sie schließlich genug Beispiele, um zu wissen, dass ihre Leidenschaft einige berühmte Vorbilder hat. Was sich Kate Fansler allerdings wirklich fragt, ob Max wirklich „einfach nur mal so“ bei ihr vorbeigekommen ist. So eigenartig Max ist, so snobistisch er wirkt. Umso seltsamer kommt ihr Max vor. Was steckt wirklich hinter dem „Zufallsbesuch“? Und vor allem: Wer hat die Studentin ermordet? Die Lösung scheint irgendwo zwischen den altehrwürdigen Mauern im ehrwürdigen Oxford zu liegen. Hier fühlt sich Kate Fansler wohl. Denn analytisches Arbeiten inmitten unzähliger Schriften fühlt sie sich genauso zu Hause wie im urbanen New York oder in ihrem Gartenhaus.

Amanda Cross hat mit Kate Fansler eine Ermittlerin in die Kriminalliteratur katapultiert, die ihresgleichen sucht. Eloquent, unbeirrbar in all ihrem Tun und mit einer umwerfenden Brillanz ausgestattet, meistert sie jede Herausforderung. Der pointierte Feinschliff ihrer Worte machen jedes Kapitel, jede Seite zu einem Erlebnis.

Cover des Buches Die letzte Analyse (ISBN: 9783038200888)
I

Rezension zu "Die letzte Analyse" von Amanda Cross

Kate Fansler ermittelt
Ingeborg2vor 2 Jahren

Vor ca. 30 Jahren las ich die Kriminalromane von Amanda Cross mit grosser Begeisterung als junge Buchhändlerin. Damals wurden sie im Eichborn Verlag veröffentlicht. Mit grosser Freude entdeckte ich jetzt, dass der Dörlemann Verlag die Reihe in neuer Übersetzung verlegt. Ich war gespannt, ob mir das heute noch so gut wie damals gefallen würde und tatsächlich hat mich der erste Teil ganz wunderbar unterhalten. Wer einen sogenannten Pageturner erwartet wird vielleicht enttäuscht sein, aber dafür kommen literaturinteressierte Leserinnen sicher auf ihre Kosten. Das Buch ist voller kluger Dialoge, hat eine charismatische Heldin und wartet mit einem überraschenden Ende auf.



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