Amanda Geard

 3,7 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf

Die gebürtige Australierin Amanda Geard hat überall auf der Welt gelebt, von einem Hausboot in London bis zu einer winzigen Insel in Norwegen, bevor sie sich in der irischen Grafschaft Kerry niederließ. Ihr Debütroman »Das Mitternachtshaus« ist ein Bestseller, und ihre Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Amanda Geard

Neue Rezensionen zu Amanda Geard

Cover des Buches Das Geheimnis der Inselfrauen (ISBN: 9783453444133)
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Rezension zu "Das Geheimnis der Inselfrauen" von Amanda Geard

vorlesetante_sarah
Geheimnisse über Geheimnisse

Schon seit Maggie weiss, bestehen Geheimnisse in der Familie. Fakten, über die einfach niemand spricht. Ihre Grossmutter ist eines Tages spurlos verschwunden, was ihre Mutter sehr mitgenommen hat. Nachdem nun ihr Grossvater verstorben ist, hält es Maeggie einfach nicht mehr länger aus und fängt an, die Geschichte ihrer Familie aufzudecken. Endlich möchte sie wissen, was im Jahre 1940 in Nordnorwegen wirklich passiert ist und wie dies alles mit ihrer Familiengeschichte zusammenhängt.

 

Ich fand zwar nur langsam in die Geschichte aber dann hat es mich doch noch gepackt. Geheimnisse über Geheimnisse reihen sich aneinander und werden von der Hauptprotagonistin aufgedeckt. Immer mit der Verknüpfung der beiden Zeitebenen war dies teils sehr spannend!

Spannende Fakten über den zweiten Weltkrieg aus Sicht von Norwegen und total starke Frauen, die Widerstand geleistet haben und damit viel erreichen konnten.


Cover des Buches Das Geheimnis der Inselfrauen (ISBN: 9783453444133)
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Rezension zu "Das Geheimnis der Inselfrauen" von Amanda Geard

Tanjas Bücherstübchen
Toller Plot, allerdings mit Luft nach oben

Der Klappentext entsprach genau meinem Beuteschema, dunkle Familiengeheimnisse, verschiedene Zeitebenen und interessante Schauplätze. Allerdings konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. 

Irland 2005

Nach einer gescheiterten Ehe ist Maggie in ihre Heimat Kerry zurückgekehrt. Kurz zuvor ist ihr Großvater Atticus Swan verstorben. In seinen Unterlagen findet sie einen alten Brief aus Norwegen, darin wurde gebeten eine Frau und ein Kind aufzunehmen. Das Kind scheint ihre Mutter Freja zu sein. Deren Mutter Anna verschwand vor über 40 Jahren in einer stürmischen Nacht. Ein Verlust, denn Freja nie wirklich überwunden hat. Dieser Brief und ein Gemälde von einer Inselgruppe in Nordnorwegen veranlassen Maggie nachzuforschen. Ihre Reise führt sie nach Hamburg und ins nördlichste Norwegen. Doch schafft sie es das Familiengeheimnis zu lüften? Und wie hängt das Märchen vom Glasschlüssel damit zusammen?

Einevaer 1940-1943

Die junge Astrid Amundsen ist aus dem besetzten Oslo geflohen. Der Vater ihres bestens Freundes hat ihr eine Stelle aus Aushilfslehrerin auf der Hauptinsel Hundholmen besorgt. Das Leben dort ist hart und entbehrungsreich, nur wenige Menschen leben dort. Astrid freundet sich mit den Schwestern Nina und Liv an. Ein junger britischer Soldat wird angespült, der eine dringende Nachricht überbringen muss. Kurz darauf macht die Wehrmacht auch in Einevaer Station, ganz Norwegen ist in deutscher Hand. Die drei jungen Frauen Astrid, Nina und Liv sind nicht bereit, ihre Freiheit aufzugeben und bringen sich in höchste Gefahr. 

Der Erzählstrang in der Gegenwart wies für meinen Geschmack sehr viele Längen auf. Grob betrachtet ging es immer nur darum, dass Maggie damit beschäftigt war, den Hausstand ihres Großvaters durchzusehen und dabei Spuren aus der Vergangenheit suchte und den Verbleib ihrer Großmutter aufzuklären wollte. Ziemlich oft wurde thematisiert, wie ihr handwerklich völlig unbegabter Vater wieder etwas kaputt gemacht hat. Das Wiedersehen mit einer Jugendliebe verlief für mich sehr konstruiert. Im Gesamten hätte man hier einiges einkürzen können. 

Der Teil in der Vergangenheit dagegen war für mich absolut spannend und sehr emotional. Hier konnten mich sowohl die Charaktere als auch das Wortbuildung absolut überzeugen. Die drei jungen Frauen Astrid, Nina und Liv haben wahren Mut bewiesen und sich im 2. Weltkrieg von der deutschen Besatzung nicht unterkriegen lassen und mit allen Mitteln gegen den Feind gearbeitet. Auch von Rückschlägen haben sie sich nicht unterkriegen lassen, bis nur die Flucht als Option blieb. 

Der Schreibstil der Autorin ist vom Grunde her flüssig und bildhaft, was im älteren Erzählstrang auch perfekt umgesetzt wurde. Ich hatte das Gefühl, dass sie versuchte, der Gegenwart genau so viel Text zu widmen, was es jedoch nicht gebraucht hätte. So sind leider die bereits beschriebenen Längen entstanden. 

Auch wenn das Buch sehr spannend und berührend endet, kann ich das Gesamtwerk leider nur als guten Durchschnitt bewerten. Dies ist jedoch meine persönliche Empfindung, andere LeserInnen werden es vielleicht anders sehen. 

  

Mein Fazit:

Leider konnte der gegenwärtige Erzählstrang nicht mit der fesselnden Geschichte der Vergangenheit und ihren starken Charakteren mithalten. Gleiches gilt auch für das Setting. Irland blieb ziemlich blass, während mich das Archipel Einevaer mit seinen Naturgewalten absolut überzeugt hat. 

Cover des Buches Das Geheimnis der Inselfrauen (ISBN: 9783453444133)
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Rezension zu "Das Geheimnis der Inselfrauen" von Amanda Geard

KleinerVampir
Ein Familiengeheimnis in Norwegen

Buchinhalt:

Als Maggie im Nachlass ihres Vaters einen alten Brief aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges findet, begibt sie sich auf die Suche nach einem alten Familiengeheimnis. Ein Gemälde weist Maggie schließlich den Weg nach Norwegen und Maggie erkennt, dass ihre einst verschwundene Großmutter zusammen mit anderen Frauen in der Jugend im Widerstand tätig waren, was Maggies eigenes Schicksal bis in die Gegenwart verändern soll....


Persönlicher Eindruck:

Vorab: ich lese sehr gerne Geschichten mit Familiengeheimnissen, die irgendwie mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu tun haben. So auch hier – dachte ich zumindest. Man kommt sehr wohl in den Genuss von mehreren Zeitlinien, die auch die ehrlich gesagt recht verworrene Familienkonstellation abbilden, jedoch zieht sich das Buch auf weiten Strecken und ein mitreißender Lesefluss wollte bei mir leider nicht aufkommen. 

Maggie als Hauptfigur ist vielschichtig und gut angelegt, keine Frage – dennoch tauchen im weiteren Verlauf der beiden Zeitlinien des Romans so viele Figuren und Namen auf, dass es sehr mühselig ist, dem Ganzen mit voller Aufmerksamkeit zu folgen.

Karte und Glossar hat das Werk, aber leider kein Namensregister – da frage ich mich, warum. Bei so viel Plot auf mehr als 600 Seiten hätte ich wirklich gerne ab und zu nachgeschlagen. Gerade der Mittelteil der Geschichte ist ziemlich langatmig, so dass auch der spannende Schlussteil das Ganze nicht mehr vollständig ausbügeln kann.

Die Geschichte der Großmutter ist ein interessanter Aufhänger für einen Roman mit starken Frauen, allerdings wollte in meinen Augen die Autorin hier einfach zu viel und das fiel ihr auf die Füße. Irgendwann war ich tatsächlich versucht, quer zu lesen – das ist für jeden Roman ein k.o.-Kriterium. 

Letztendlich konnte mich die Geschichte als Ganzes nicht überzeugen, wobei Teile von ihr und gewisse Ideen durchaus potentialträchtig und vielversprechend waren. Freunde nordischer Settings und von Norwegen als solchem kommen hier ganz sicher auf ihre Kosten, für mich überwog jedoch die Langeweile, leider. Daher kann ich nur 2,5 Sterne von 5 vergeben.

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