Cover des Buches Unter dem Vampirmond - Versuchung (ISBN: 9783570161357)F
Rezension zu Unter dem Vampirmond - Versuchung von Amanda Hocking

Rezension zu "Unter dem Vampirmond - Versuchung" von Amanda Hocking

von flyingelle vor 10 Jahren

Review

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flyingellevor 10 Jahren
Aufmachung: Das Cover fand ich echt schön! Ein Mädchengesicht ist in letzter Zeit so 0-8-15 geworden, da greif ich nicht mehr sofort zu und bin interessiert. Dieses Cover war allerdings stimmig zum Titel und allgemein etwas dunkel und mysteriös. Genau etwas, wobei man zugreift! Obwohl ich den Titel nicht ganz verstanden habe. Natürlich ist er schön und hat mich neugierig gemacht, aber wieso das jetzt so heißt, weiß ich nicht. Vielleicht wird das ja noch in den nächsten Bänden aufgeklärt - oder es sollte einfach nur gut klingen... Bei jedem Kapitel sind die ersten 3 Wörter in verschnörkelter Schrift geschrieben. Ist jetzt natürlich nichts wirklich tolles, aber als kleines Detail fand ich es wirklich schön. Idee & Umsetzung: Vampire sind natürlich weit verbreitet. Trotzdem fühlte ich mich, zur Abwechslung, mal gar nicht an diese ganzen anderen Vampir Romane erinnert. Interessanterweise fühlte ich mich bei dieser Blut-Verbindungs Geschichte stark an Bis(s)´ Werwolfs-Prägungs Geschichte erinnert. (Irgendwie vergleiche ich total viel mit Bis(s) ... . ist halt der erste große Vampir Roman gewesen.) Auf jeden Fall hatte ich nicht das Gefühl, etwas schon mal gelesen zu haben, die Vampire wurden ganz nach Amanda Hockings Vorstellungen gestaltet und damit ganz eigen, obwohl es natürlich kleine Überschneidungen gab. Und auch die Dreiecksbeziehung von Alice, Jack und Peter hat mich nicht so angeödet wie es inzwischen häufig der Fall ist. Irgendwie hat Amanda Hocking es geschafft, nicht darauf herumzureiten und Alice hat sich, Gott sei dank!, nicht immer in den selben Gedanken verhangen. So wurde die Dreiecksbeziehung wieder spannend und ich kann mich mit Freuden fragen: Wen wird sie wohl wählen?? Das einzige, was mich hier ein wenig gestört hat, war Alice´ Gleichgültigkeit. Das die anderen sich dabei nicht denken ist ja okay, denn durch den "Zauber" der Vampire sind sie eben in ihrem Bann. Aber obwohl Alice sich die ganze Zeit gefragt hat, wieso Jack denn so merkwürdig ist, hat sie nicht wirklich alles daran gesetzt, um es zu erfahren. Ich hätte mich da echt anders verhalten. Allgemein war Alice ein wenig... entspannt mit der ganzen Vampirsituation. Sie war weder wirklich erschüttert, und nach einer kurzen Schockphase hat sie sich erstaunlich schnell gefasst. Aber seis drum, sonst habe ich nichts an der Umsetzung auszusetzen, alles war gut durchdacht und stimmig. Schreibstil: Amanda Hockings Schreibstil ist frisch und jugendlich, genau passend zum Buch. Sie hat ihre Charaktere, obwohl sie aus einer anderen Zeit stammen, genauso wie ganz normale 20 jährige reden lassen, und genau so auch ihre Taten beschrieben. Sie hat gleich richtig los gelegt, ich war sofort in der Geschichte drinnen und kam durch den flüssigen Stil auch immer gut mit. Eigentlich kann ich gar nichts negatives über den Schreibstil sagen, wären da nicht so kleine Mäkel, die mir manchmal aufgefallen sind. Manchmal waren die Sätze total merkwürdig aufgebaut, was zwar nicht oft vorkam, aber selbst einmal hätte es mich schon genervt. Ich finde sowas sollte einfach nicht mehr passieren. Allerdings bin ich mir nicht woher das kam, kann natürlich gut sein, dass es an der Übersetzung lag, nicht an Amanda Hocking. Aber abgesehen von diesem kleinen Manko kann ich kein schlechtes Wort über den natürlichen Stil des Buches sagen! Charaktere: Zu Alice, der Protagonistin, fühlte ich mich so nah wie zu lange keinem Charakter mehr. Das lag wohl hauptsächlich daran, dass sie einfach genauso wie ich war. Selten habe ich eine so gut ausgearbeitete Jugendliche gesehen, mit der ich in so vielen Sachen übereinstimmte. Wir hören die selbe Musik, sind der selbe Typ Mädchen, haben ähnliche Charakterzüge und Ansichten. Ich war total begeistert, Alice Weg zu begeistert und konnte mich total gut in die Geschichte einfühlen. Mit Alice konnte ich weinen und lachen, habe mitgefiebert und sie verstanden. Das ist mit einer der Gründe, warum ich dieses Buch so empfehlen konnte! Jack, den man gleich auf den ersten Seiten kennen lernt, ist geheimnisvoll. Auf der einen Seite total offen, und trotzdem schafft er es, über lange Zeit nichts von sich preis zu geben. Er ist ein wenig schräg und noch sehr kindlich, doch mit Alice zusammen hat er mir gut gefallen. Die beiden ergänzen sich einfach gut. Peter hingegen ist, obwohl er vom menschlichen Alter jünger als Jack ist, viel reifer. Er ist meistens schlecht gelaunt, jedenfalls wenn Alice in der Nähe ist, und trägt eine große Wut, einen großen Hass in sich. Auf der anderen Seite sah man als Leser aber auch sehr verletzliche Seiten von ihm. Trotz der großen Unterschiede kann ich mich gar nicht entscheiden, wen ich lieber mochte. Beide haben etwas, sind zwei von diesen Traumtypen, die man liebend gern selber daten würde! Ich muss mir allerdings die Meinung über die beiden zu ende bilden. Eine emotionale Situation, in der beide (jetzt nicht zusammen, einzeln im Gespräch mit Alice, meine ich) ihre Gefühle offenbaren und etwas mehr von sich erzählen wäre toll! Die restlichen Charaktere blieben alle ein wenig im Schatten, aber trotzdem konnte ich schon meine Lieblings raus picken. Alice Bruder Milo ist mir total sympathisch, genauso wie Jack und Peters Bruder Ezra und seine Frau Mae. Mir ist allerdings aufgefallen, dass sich Mae sehr gut mit Esme aus den Bis(s)-Büchern zu vergleichen ist. Die beiden waren sich echt ähnlich, obwohl ich Mae noch lieber als Esme mag. Sie hatte einfach eine fast schon zu mütterliche Art, war aber auch mehr. Die anderen Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und völlig verschieden. Es gibt Sympathieträger, aber auch welche, die man kein bisschen ausstehen kann. Insgesamt wurden alle Charaktere gut gemischt und echt gestaltet. Ende: Das Ende ist zwar (Gott sei dank!) kein Cliffhanger, aber man hat eindeutig Lust auf mehr. Und zwar bald. Man fragt sich, was passieren wird und, vor allem, wie Alice sich entscheiden wird. Ich persönlich kann es kaum bis Weihnachten warten, wo ich mir den zweiten Teil dann sofort holen werde. Fazit: Mit Alice als Protagonistin und der schönen Ausführung der Idee wurde das Buch zu einem echten Lesevergnügen! Ich hatte viel Spaß beim lesen von Unter dem Vampirmond und bin schon ganz gespannt wie es weiter geht. Für das Buch vergebe ich gute 4,5 fliegenden Büchern! Zu 5 Büchern fehlte mir allerdings noch diese völlige Begeisterung, dieses gefangen sein. (Die fliegenden Bücher füge ich später ein, ich muss nur einen Technik Profi finden, der mir erklärt, wie es geht...) Zitate: Nach einem kurzen Verhör durch Milo lag ich stundenlang wach im Bett und überlegte mir tausenderlei Hypothesen, die Jacks Verhalten erklären könnten. Ein seltsames Geheimexperiment der Regierung? CIA? Werwolf? Nichts schien wirklich zu passen. Meine vielversprechendste Theorie war, dass er eine Berühmtheit à la Hannah Montana war. - Seite 31 "... Meine Lieblingsfarbe ist Chartreuse. ... Meinen ersten Kuss habe ich mit vierzehn bekommen, während wir Rock Lobster hörten, weil sie ein echter Fan von B-52´s war. Daran hätte ich sehen müssen, dass es zwischen uns nicht funktionieren konnte, aber ich war jung und dumm." "Chartreuse? Ich weiß nicht einmal, was für eine Farbe das ist." "Das ist ein helles Olivgrün", erklärte Jack. "Es ist die Farbe, die das menschliche Auge am besten wahrnimmt, wegen ihrem Platz im Farbspektrum." - Seite 42 (Genau sowas liebe ich! Diese Kleinigkeiten, die total cool sind! Herrlich!) Skurriles Händchenhalten und Geheimnistuerei hin oder her, ich war gerne mit Jack zusammen und hatte auch nicht die Absicht, das zu ändern. Niemals! - Seite 46 "Ich bin ein echter Glückspilz", schwärmte er beim Gedanken an seine Frau, und ich wünschte, ich hätte auch jemanden, der mich so innig liebte und verehrte. - Seite 151 "Nichts kann ständig sexy und cool sein, schon gar nicht etwas Unsterbliches." - Seite 241 "Meine Erfahrungen mit Jungs beschränkten sich auf ein bisschen Geknutsche, ich hatte noch nie ein Auto gefahren und war über die Gegend um Minneapolis noch nicht hinausgekommen. Mein Vater hatte uns verlassen, als ich noch keine zwei Jahre alt war, und meine Mutter arbeitete, so lange ich denken konnte, von früh bis spät, um unseren beschiedenen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich wusste nichts vom Leben, und trotzdem war ich drauf und dran, alles aufzugeben für etwas, von dem ich nicht einmal genau wusste, was es war. - Seite 265
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