Amanda Hodgkinson 22 Britannia Road

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Inhaltsangabe zu „22 Britannia Road“ von Amanda Hodgkinson

Liebe und Lüge in Zeiten des Friedens »Haushälterin oder Ehefrau?«, fragt der Soldat Silvana, als sie und der siebenjährige Aurek am Ende des Zweiten Weltkrieges an Bord des Schiffes gehen, das sie von Polen nach England bringen wird. Was soll Silvana erwidern? Sie weiß nicht mehr, ob die Worte ›Haus‹ und ›Ehe‹ noch irgendetwas mit ihr zu tun haben. Und Janusz, der sie nach Jahren der Trennung erwartet? Janusz versucht zu vergessen, was war, und träumt von einer englischen Art von Glück.Drei Menschen, bestimmt von emotionaler Entfremdung, von Sehnsucht und Verrat, mit dem unbedingten Wunsch, zusammenzugehören. Hodgkinsons Sprache ist von großer Eindringlichkeit und Ruhe. Atmosphärisch dicht und in filmischen Bildern bringt sie einen sanft-melancholischen Ton zum Klingen, der einen eigenen Zauber entfaltet.

Interessantes Thema, die Geschichte hat mich aber nicht berührt.

— milasun

Sehr berührender Roman, der die Schrecken des Krieges und das Schicksal der entwurzelten Überlebenden still und eindringlich darlegt

— RosaEmma

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  • Das tragische Schicksal der entwurzelten Überlebenden des Krieges

    22 Britannia Road

    RosaEmma

    16. May 2015 um 14:37

    Kein anderes Buch hat mich in letzter Zeit so berührt wie dieses Erstlingswerk der britischen Schriftstellerin Amanda Hodgkinson, denn sie erzählt diese tragische Geschichte mit einer solchen Ausdrucksstärke, dass die Bilder und Szenarien des Romans mir noch lange präsent geblieben sind. Die Schrecken des Krieges 22 Britannia Road spielt im England der Nachkriegszeit 1946 und erzählt die bewegende Geschichte der polnischen Familie Nowak. Silvana, Janusz und ihr achtjähriger Sohn Aurek leben in Warschau, bis 1939 der Krieg ausbricht und die Familie getrennt wird. Als polnischer Soldat kämpft Janusz gegen die Deutschen, während Silvana mit Aurek in Warschau zurückbleibt. Entsetzt und völlig verstört von den grausamen Kriegserlebnissen, flieht Janusz in einem günstigen Moment von der Truppe und kämpft sich schließlich bis Großbritannien durch. Auch Silvana und Aurek müssen aus Warschau fliehen und leben jahrelang untergetaucht in den Wäldern unter menschenunwürdigen Bedingungen. Janusz fasst schließlich Fuß in Großbritannien und baut sich ein neues Zuhause in Ipswich auf. Nach intensiver Suche findet er schließlich Frau und Kind wieder und lässt sie per Schiff nach England kommen. Entwurzelte Überlebende Doch das Zusammenleben gestaltet sich für beide Seiten nach sechsjähriger Trennung viel schwieriger als erwartet. Während sich Janusz an seine neue Heimat fast bis zur Selbstverleugnung angepasst hat, verharren Silvana und der völlig verängstigte Aurek in einer Art Schockstarre und sind viel zu traumatisiert, um sich auf ihre neue Umgebung einzulassen. Das Unaussprechliche Auch Silvana und Janusz haben sich entfremdet und finden keinen Zugang mehr zueinander. Ihre Sprachlosigkeit bzw. ihre Unfähigkeit, das Erlebte einander mitzuteilen, bringt ihre Beziehung an ihre Grenzen. Doch letztendlich müssen sich Silvana und Janusz den Traumata ihrer Vergangenheit stellen, wenn sie wieder eine Familie werden wollen... Einzigartiger Debutroman Amanda Hodgkinson ist mit 22 Britannia Road ein außergewöhnlicher Debutroman gelungen. Dieser stille und berührende Roman bringt abschließend noch eine erstaunliche Wendung zutage, die der Leser in keiner Weise voraussehen kann. Amanda Hodgkinson: Eine Britin in Südfrankreich Die Autorin wurde in Somerset/Großbritannien geboren und wuchs in Suffolk und Essex auf. Sie studierte Creative Writing an der University of East Anglia. Schließlich zog sie dann mit ihrer Familie nach Südfrankreich. Ihr zweiter Roman Spilt Milk ist 2014 erschienen. Sie arbeitet derzeit an einem neuen Buch. Weitere Informationen über Amanda Hodgkinson findet ihr auf ihrer Website www.amandahodgkinson.com.

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  • 22 Britannia Road

    22 Britannia Road

    HeikeM

    22. April 2013 um 10:59

    Janusz und Silvana lernen sich Ende der 1930er Jahre in Warschau kennen und lieben. Sie heiraten und bekommen ihren Sohn Aurek. Dann überfällt 1939 Deutschland Polen und nichts ist für die kleine Familie mehr wie es war. Janusz kämpft gegen die Deutschen. Er wird von seiner Truppe getrennt und nutzt die Gelegenheit zur Flucht. Gemeinsam mit seinen zwei Begleitern schlägt er sich über Frankreich bis nach Großbritannien durch. Silvana muss mit ihrem Sohn aus Warschau fliehen, sie ist ganz auf sich gestellt und muss eine lange Zeit mit dem Kind im Wald verbringen. Sie durchlebt eine Zeit unvorstellbarer Schrecken und Ängste. 6 Jahre nachdem sich Janusz und Silvana zum letzten Mal sahen, stehen sie sich nun in England wieder gegenüber. Janusz hat alles daran gesetzt, seine Frau und seinen Sohn zu finden. In Ipswich hat er in der 22 Britannia Road ein Nest für sie vorbereitet. Er hat schon gut Fuß gefasst in der neuen Heimat und will britischer als die Briten selbst sein. Aber die Jahre der Trennung haben beide entfremdet. Aurek ist schwer traumatisiert. Alle haben eine eigene, schwierige Vergangenheit, von der sie sich nur schwer lösen und über die noch schlechter miteinander reden können. Das Gestern liegt wie ein dunkler Schatten über ihnen und auch das Heute legt ihnen große Hürden in den Weg. Der Neustart der Familie gestaltet sich äußerst schwierig. Aber die Probleme liegen nicht nur im Vergangenen, die Folgen der langen Trennung reichen bis in die Gegenwart und bereiten Silvana und Janusz Probleme. Das größte ist wohl die Sprachlosigkeit. Sie hat Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung, er will ein perfektes britisches Leben führen. Die Situation beginn zu eskalieren, als Silvana an Janusz gerichtete Briefe einer Frau findet und auch sie von einem anderen Mann umworben wird. Mit ihrem Erstling legt Amanda Hodgkinson ein starkes, beachtenswertes Buch vor. Sie erzählt die Geschichte einer kleinen polnischen Familie, die nach 6 Jahren Trennung 1946 in Ipswich wieder zusammen findet. Auf eine sehr eindringliche Weise beschreibt sie nachvollziehbar die Entfremdung, die es zwischen den Eheleuten gibt. Sie lässt die Leser in eine kranke Kinderseele schauen und macht damit das Leiden des kleinen Aurek greifbar, der sich an seine Mutter wie ein Ertrinkender klammert und zu dem Janusz nur ganz langsam Zugang bekommt. Für das Verständnis der Protagonisten lässt sie den Leser immer wieder zurück blicken, damit erschließt sich einem ganz langsam die harte Vergangenheit der drei und ihre Gedanken und Reaktionen werden (größtenteils) verständlich, wodurch der Roman eine ganz besondere Tiefe und Kraft erfährt. "22 Britannia Road" lässt sich trotz der schweren Thematik wunderbar leicht lesen. Diese Familiengeschichte wird von der Autorin ruhig und stetig in der Handlung fortschreitend erzählt. Sie ist emotional, aber keineswegs rührselig geschrieben. Besonders beeindruckt hat mich die Beschreibung der Nachkriegszeit in Ipswich. Amanda Hodgkinson hat mit ihrem Roman ein wirklich gelungenes Sittenbild dieser Zeit gezeichnet. Ein Glücksgriff gelang dem Verlag bei der Auswahl des Coverbildes. Das äußere Erscheinungsbild und der Inhalt des Buches sind vollkommen harmonisch. "22 Britannia Road" ist ein Buch, dass sich wie im Flug lesen ließ und dessen Thematik den Leser zwar emotional beansprucht, aber nicht zu gefühlsbetont ist. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen und damit wieder eine Autorin gefunden, deren weitere Werke ich gespannt erwarte.

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  • Rezension zu "22 Britannia Road" von Amanda Hodgkinson

    22 Britannia Road

    annikki

    18. May 2012 um 18:17

    Inhalt Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sucht der Familienvater Janusz in Ipswich, England sein Glück, er findet ein Haus in der Britannia Road und will dort mit seiner Frau Silvana und seinem Sohn Aurek ein neues Leben beginnen. Denn seit nun mehr 6 Jahren hat er die beiden nicht mehr gesehen, er hat Warschau verlassen als Aurek noch ein Baby war um für sein Land in den Krieg zu ziehen. Und nun will er ein neues Leben beginnen und die Vergangenheit ruhen lassen. Doch der Krieg hat viele Narben hinterlassen, körperliche die mit der Zeit vergehen und seelische die ein Leben lang nicht verblassen werden. Während Janusz über die Grenze nach Ungarn flüchtet um nach Frankreich zu kommen und diese Strapazen eigentlich recht unbeschadet übersteht muss Silvana um ihr Leben kämpfen. Sie flieht aus Warschau mit nichts als ihren Kleidern am Leib und dem Baby auf dem Arm. Sie kämpft nun ums nackte überleben für sich und ihr Kind. Sie schließt sich immer wieder fremden Menschen an, arbeitet hart für ihr Essen und überlebt nur knapp den Winter. Janusz hingegen lebt und arbeitet auf einem Hof in Frankreich und verliebt sich in die Bauerstochter. Doch irgendwann holt auch ihn der Krieg ein und er muss Frankreich verlassen um in England in den Krieg zu ziehen. Während dieser Zeit leben Aurek und Silvana bereits im Wald, ernähren sich von dem was sie finden und klammern sich verzweifelnd aneinander. Aber all das soll vergessen werden, nun beginnt ein neues Leben zusammen als Familie vereint. Doch das Leben der Eheleute hätte in den letzten 6 Jahren nicht verschiedener sein können und somit fällt es beiden nicht leicht sich wieder aneinander zu gewöhnen. Silvana und Aurek müssen erst wieder lernen ein normales Leben ohne Hunger und Angst zu leben. Und die Geheimnisse der Vergangenheit umgeben die beiden wie ein Mauer, die man nur langsam einreißen kann. Meine Meinung: Das erste was mich bei diesem Buch gefesselt hatte war das Cover, es ist einfach wunderschön und sehr passend zu der Geschichte. Als nächstes hat mich dann einfach nur die Geschichte gefesselt. Die Autorin hat ein wunderschönes, ergreifendes Familiendrama geschrieben, dass mich sehr bewegt hat. Die Geschichte wird aus verschieden Blickpunkten erzählt, jeweils aus der Sicht von Janusz, Silvana und Aurek. Zudem gibt es auch Rückblenden die mal von Silvana oder Janusz erzählt werden. Hier verfolgt der Leser der beiden vom ersten Treffen bis hin zu Janusz Abschied. Danach schildern beide ihre Erlebnisse während des Zweiten Weltkrieges. Diesen Aufbau fand ich sehr passend, somit konnte man Stück für Stück das Leben der Drei nachvollziehen ohne das es Längen in der Geschichte gibt. Allgemein ist die Geschichte sehr eingängig und nachvollziehbar ohne eine Neigung zum Kitsch. Das Buch ist eine großartige Geschichte über Liebe, Verlust und den Glauben an ein besseres Leben. In einem Land, dass versucht den Schrecken des Krieges hinter sich zu lassen und hierbei hilft meist schon eine Tasse Tee oder das Anlegen eines Rosengartens um ein kleines bisschen Glück in dieser Welt zu finden.

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  • Rezension zu "22 Britannia Road" von Amanda Hodgkinson

    22 Britannia Road

    Monika58097

    01. April 2012 um 11:02

    England nach Kriegsende. Janusz hat Frau und Kind wieder gefunden und holt beide nach England, seiner neuen Heimat. Doch Silvana und Aurek finden sich nicht zurecht. Sie sind traumatisiert von den Kriegserlebnissen. Sie mussten Warschau verlassen, haben mehr recht als schlecht in den Wäldern Polens überlebt. Janusz möchte aus ihnen eine perfekte englische Familie machen, doch immer wieder muss er an Héléne denken, mit der er in Frankreich zusammen war. Silvana wird von Tony umworben, einem Schwarzmarkthändler, doch die Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Janusz und Silvana, beide haben ihre Geheimnisse, ihre Erlebnisse und können sich nicht mitteilen. Ein wunderbarer Roman. Lebendig geschrieben, sehr eindrucksvoll. Trotz des Themas, trotz der düsteren Rückblicke in die Vergangenheit, ist dieser Roman leicht und fließend zu lesen. Ein Roman, den ich nicht mehr weglegen konnte und den ich auch nicht so schnell vergessen werde. Ein Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Unbedingt empfehlendwert!

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  • Rezension zu "22 Britannia Road" von Amanda Hodgkinson

    22 Britannia Road

    michael_lehmann-pape

    08. November 2011 um 14:14

    Gehaltvolles Debüt In ihrem ersten Roman wendet sich Amanda Hodgkinson dem Thema einer inneren (wie äußern) Reise ins Ungewissen zu. Einer Geschichte von Neuanfang und der Suche nach einem Platz in der Welt in den ungewissen Zeiten kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges. Zieten, in denen die junge Frau Silvana sich mit ihrem kleinen Sohn Aurek aus Polen aufmacht nach England, wo ihr Mann Janusz seit Jahren sich ein neues Leben aufzubauen versucht. Jahre auch der Trennung der Eheleute durch die Wirren des Krieges. Jahre, in denen die Geschichte der beiden jeweils für sich gelebt wurde. Und nicht alles, was Sylvana und Janusz in diesen Jahren erlebt und gelebt haben, ist dazu geeignet, es dem jeweils anderen mitzuteilen. Auch wenn Janusz in England sich auch innerlich bereits ein stückweit niedergelassen hat, in Ipswich, an der 22 Britannia Road, in einem typisch englischen Backsteinhaus, auch wenn er sich mit Begeisterung „anglisiert“, auch für ihn wie für Silvana und Aurek beginnt mit der Ankunft der beiden in England durchaus ein Leben „in fremder Umgebung“. Für Silvana, weil England in seiner Lebensform ungeheuer weit entfernt von dem Leben ist, welches sie in Polen gelebt (und erlitten) hatte und weil in Polen Dinge geschehen sind, die ihre Spuren hinterlassen haben, die sie aber Janusz nicht mitteilen will (und kann, zunächst). Janusz, weil sein Leben nicht in all den Jahren der Trennung alleine verlaufen war, sondern eine Beziehung in ihm noch nachwirkt. Eine Geschichte der kleinen Familie, die natürlich auch ihre Wurzeln hat. Die Vorgeschichte streut Amanda Hodgkinson immer wieder mit in ihre Erzählung ein. Vom Kennenlernen über die Desertation des Januz bis zur äußeren Trennung beider reicht der Bogen der Erinnerungen, innerhalb derer es Hodgkinson gelingt, ihre Protagonisten differenziert und in der Tiefe darzustellen und somit dem Leser nahe zu bringen. Personen, die in sich bereits verschieden sind, deren Verschiedenheit durch das zeitweise getrennte Leben in verschiedenen Welten noch deutlicher zum Vorschein gekommen ist. Eine Verschiedenheit, eine Orientierungslosigkeit auch aneinander, deren bindendes Glied das Kind Aurek sein kann und sein wird. Die große Stärke des Buches (und der Autorin) ist es, dieser inneren Entwicklung unter schwierigen äußeren und inneren Umständen eine fassbare emotionale Tiefe zu verleihen. Mit großem Sprachschatz und immer wieder den Kampf zwischen Nähe und Distanz der beiden Erwachsenen im Buch zum Dreh- und Angelpunkt werden zu lassen, gelingt es Hodgkinson, den Leser immer wieder auf die „Kraft des Verbindenden“ zu verweisen. Auf diese kleine Flamme der Hoffnung, noch nicht einmal unbedingt in der konkreten Situation zueinander, sondern zum gemeinsamen Kind, die in aller „Zugluft“ der Ereignisse und der trennenden, verschwiegenen Geheimnisse, den auseinanderstrebenden Kräften in der Geschichte stand hält. Auf jene emotionale Spannung zwischen „eigentlich fremd sein“ und andererseits „zusammengehören wollen in der Sehnsucht nach einer Familie“, allein schon ob des Jungen willen. Mi kraftvoller Bildsprache und ruhiger Stetigkeit entfaltet Hodgkinson so einen gemeinsamen Weg, der trotz des Willens, beieinander zu sein, vielfache Stolpersteine und Hindernisse kennt und dennoch gangbar sein kann. Wenn man nicht aufgibt. Ein Weg der Geschichte, der bereits auf den ersten Seiten angelegt ist, wenn deutlich wird: „Der Junge war der Grund für diese Reise. Ein Junge braucht seinen Vater“. Das Kind ist es, das als bindende Kraft der Liebe letztendlich den Eltern noch einmal und noch einmal neu die Chance eröffnen kann, zueinander zu finden. In der Gegenwart. Wenn beide beginnen, diese zu nutzen. Aber das braucht Kraft, keine Frage. So, wie Silvan es sich dachte bei der Ankunft „dort würden bestimmt Tage ohne Gestern und ohne bedrohliche Erinnerungen“ auf sie warten, so einfach wird es nicht sein. Ein kraftvolles, emotional dichtes Buch, in dem Amanda Hodgkinson mittels einer erstaunlichen Sprachkraft die Kräfte von Abstoßung und Anziehung hervorragend in ihren Protagonisten zu schildern weiß und ob ihrer sprachlich-bildhaften Möglichkeiten den Leser unmittelbar an dieser kleinen, tiefen und exemplarisch wichtigen Lebens- und Liebesgeschichte teilhaben lässt.

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