Amanda Svensson

 3,5 Sterne bei 10 Bewertungen

Lebenslauf von Amanda Svensson

Eine der bekanntesten Journalistinnen Schwedens: Amanda Svensson, geboren in Malmö, ist eine schwedische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem deutschen Debüt „Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt“, sicherte sich die Schriftstellerin internationalen Erfolg. 

Heute zählt zu den bekanntesten Journalistinnen Schwedens und ihre Romane wurden schon vielfach preisgekrönt.

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Cover des Buches Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt (ISBN: 9783442718122)sassthxtics avatar

Rezension zu "Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt" von Amanda Svensson

Brutal und Psychospiele
sassthxticvor 8 Monaten

Klappentext:

Meistens nennt er sie Lilja, wie die Frau des sowjetischen Dichters Wladimir Majakowski. Manchmal auch Sylvia Plath oder Vivienne Haigh-Wood Eliot. Das ist es, worauf ihre Beziehung aufbaut: das Leben in einer Fiktion, in der die Realität keine Rolle spielt. Er kontrolliert sie, und sie kann sich nicht entziehen. Erst spät erkennt sie den Missbrauch in dem Spiel, das sie für die wahre Liebe hält. Aber wie der unerträglichen Situation entkommen? Eine Freundin gibt ihr schließlich die Kraft sich loszusagen und ganz neue Wege einzuschlagen.


Meinung:

Für mich war es äußerst schwer zu bewerten. Ich bin mir hier ziemlich unsicher, ob ich die Richtige Anzahl an Sternen vergeben habe.

Das Buch war am Anfang richtig komisch und ich war total von der Erzählweise verwirrt. Ich wusste am Anfang nicht was wahr und was erfunden wurde. Später hatte man den Dreh natürlich raus, das Buch sprach aber weiter in Rätseln in fast poetischer Art und Weise.

Der "Poet" erfand Geschichten und schuf sich sozusagen seine eigene Frau. Er nannte Mary Lilja, Silvia oder Vivienne, unterdrückte somit Ihre Persönlichkeit, vergewaltigte, missbrauchte Sie und brachte Sie fast um.

Aber auch Mary war nicht "echt". Mary war eine Piratin und lernte eine beste Freundin Ilse (in der Fiktion Anne) kennen, mit der Sie endlich aus den Fängen des üblen Typen kam.

Ich fand es so merkwürdig, dass selbst die beste Freundin in der Fiktion lebt und sich das so weiter zieht. Offenbar waren alle nicht so normal im Kopf. Auch die Schreibweise war nicht so meins, aber trotzdem sehr interessant, weil sie so ungewöhnlich ist. Das Buch war SEHR gewalttätig und ich musste an einigen Stellen schlucken. Es macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam und man erfährt wie solche Kerle ticken und weshalb es für manche Frauen so schwierig ist sich dem zu entziehen. 

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Cover des Buches Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt (ISBN: 9783442718122)thepowerofpagess avatar

Rezension zu "Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt" von Amanda Svensson

Ein Buch voller Kontroversen
thepowerofpagesvor einem Jahr

Lilja, Sylvia, Vivienne...sie ist alle und doch keine. Er bestimmt wer sie ist, jeden Tag aufs Neue. Wenn etwas kaputt geht ist es ihre Schuld, wenn er sie schlägt ebenfalls. Sie ist so abhängig von ihm, dass sie es nicht wagt zu gehen. Erst die Bekanntschaft mit dem Freigeist Ilse lässt sie zu der Person werden, die sie sein will: Mary Read, gefürchtete Piratin. Gemeinsam setzen sie seiner Schreckensherrschaft ein Ende, zu einem hohen Preis. 

Ich gebe zu, ich habe das Cover zunächst nicht verstanden. Ich fand es schön, aber ich konnte keinen Zusammenhang zum Inhalt des Buches herstellen. Das hat sich allerdings schnell geändert und nun finde ich es mehr als passend. 

Die Meinungen zu diesem Buch sind ja gespalten. Manche halten es für ein fantastisches Buch, andere einfach nur für krank. Ich bin irgendwo in der Mitte zwischen diesen Meinungen. 

Am Anfang konnte ich ehrlich gesagt gar nichts damit anfangen. Es ist sehr verwirrend, die Zusammenhänge waren mir oft nicht klar und ich hatte ab und zu auch Schwierigkeiten mitzuhalten wen sie heute verkörpert. 

Ich wahr auch kurz davor das Buch nicht zu beenden und es wieder wegzulegen, aber da ich kein großer Fan von unbeendeten Büchern bin, habe ich dem ganzen doch noch eine Chance gegeben. Und wie sich herausstellt war das gar keine so schlechte Entscheidung. 

Wenn man sich ein bisschen in die ganze Story hineingelesen hat, fällt es einem auch viel leichter sich zurechtzufinden und mitzufühlen. 

Die Charaktere mochte ich nicht besonders. Irgendwie hatten alle einen Knacks weg, alle leben in einer Fantasiewelt und haben mit der Realität wenig zutun. Klar, ich verstehe, wenn man eine psychische Krankheit hat, wie er, dann verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fiktion sicher häufiger, aber dass alle Charaktere auf diesen Zug aufspringen fand ich dann doch ein wenig übertrieben. 

Die Story an sich hatte Höhen und Tiefen. Es gab Stellen, da konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen und Stellen, bei denen habe ich das Buch erstmal wieder weggelegt, weil sie mich gar nicht angesprochen haben. 

Der Schreibstil ist auch eine Sache für sich. Mal abgehackt und anstrengend, dann wieder flüssig und leicht zu lesen. Im Großen und Ganzen hat er mir gut gefallen, aber für ein längeres Buch wäre das sicher nichts. 

Dieses Buch ist für mich eine Sammlung an Kontroversen. Und wenn ich ehrlich bin habe ich auch selten so lange überlegt, ob es mir denn nun gefällt oder nicht und wie viele Sterne ich dafür gebe. Ich habe mich letztendlich für die goldene Mitte entschieden, weil das, meiner Meinung nach, ein Buch ist, das man weder lieben noch hassen kann. Man kann es lesen und dann mit seinen Gedanken vereinbaren, auf welche Seite man sich stellt. 

Fazit:

Ein Buch mit Höhen und Tiefen, einer düsteren Geschichte und schwierigen Charakteren. Wer allerdings eine Herausforderung sucht, der ist hier genau richtig.

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Cover des Buches Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt (ISBN: 9783442718122)lolalamettas avatar

Rezension zu "Ich habe dir immer über alles die Wahrheit gesagt" von Amanda Svensson

Nowhere better than this place. Somewhere better than this place.
lolalamettavor einem Jahr

Die Protagonisten ist eine Schreibstudentin die auf einen anderen Studenten trifft, der sie wie magisch anzieht. Anfangs scheint es die große die Liebe zu sein, doch die Beziehung entwickelt sich immer mehr zu einer Abhängigkeit, in der sich die Frau sichtlich unwohl fühlt, sich aber nicht von ihrem Partner lösen kann. Durch eine neu entstandene Freundschaft ergibt sich für sie die Möglichkeit, sich endlich von ihm zu lösen.


Auf den ersten Seiten dachte ich noch, es handelt sich um eine humorvolle Story, doch weit gefehlt.
Schon auf den nächsten Seiten wurde die Geschichte allerdings sehr ernst, auch wenn der Schreibstil ganz im Gegenteil sorglos und naiv bleibt. Beschrieben wird eine Beziehung aus der Sicht einer jungen Frau, die denkt, die Liebe gefunden zu haben. Allerdings wird sie von ihrem Freund sehr schlecht behandelt, grob angefasst und benutzt wann immer er es möchte. Der Roman spricht das Thema Gewalt in Beziehungen an und lässt den Leser einen Einblick in das Denken der Frau geben, die sich trotz der schlechten Behandlung nicht von ihrem Freund losreißen kann. Man denkt immer wieder, nun hat sie verstanden, dass sie sich von ihm fernhalten muss, dass er ihr nicht gut tut und sie durch ihn zu Grunde geht. Doch jedes Mal wieder bleibt sie bei ihm. Das hat mich verrückt gemacht, weil es für mich ja so offensichtlich zerstörerisch ist und ich ihr immer wieder zurufen wollte sie solle sich von ihm trennen. Dann trifft sie allerdings eine wunderbare Freundin, die ihr hilft, ihr Leben wieder zu lieben.
Die vielen Gedankensprünge machen das Lesen teilweise etwas verwirrend, doch der Roman ist grandios geschrieben. Mal etwas ganz anderes.
Dank des trockenen Humors wird der Text immer wieder aufgelockert und die Spannung des Geschehens gemildert. Außerdem wird eine Art Distanz des Lesers zu den Protagonisten hergestellt, da deren richtige Namen nie genannt werden. Es entsteht eine gewisse Komplexität, da in der Geschichte wiederum Geschichten erzählt werden und die Wirklichkeit mit der Erzählung verschwimmt.
Alles in allem kann ich das Buch für jeden empfehlen, der mal in einen anderen Schreibstil eintauchen will und sich nicht vor relevanten Thematiken scheut.


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