Amandara M. Schulzke

 4,3 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Amandara M. Schulzke

Amandara M. Schulzke ist als Berlinerin selbsternannte „Netzwerkfee“, die Kleinkünstler, Musiker und Literaten verbindet. Sie studierte Wissenschaftsjournalistik, arbeitete jedoch parallel auf Mittelalterfesten, großen Liverollenspielen und Musikfestivals. Dortige Literaturzelte organisiert sie jetzt seit 2017. In Berlin betreibt sie zwei Lesebühnen. Mit dem Schreiben begann sie 2019 und hat seitdem vier Geschichten veröffentlicht. Als Journalistin schreibt sie für das „Hanfjournal“. Auf den Met kam sie, als ihr Ältester eine Flasche Tannenmet von der Metwabe anschleppte und sagte: „Mama, das musst du kosten.“ Mittlerweile bietet Schulzke selbst über fünfzig verschiedene Sorten Met an.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Amandara M. Schulzke

Eine Frage, die sich natürlich stellt, bevor man das Buch liest: Muss man das Festival Mediaval kennen? 

Ich habe die Frage für mich beantwortet und obwohl ich das Festival nicht kenne, habe ich diese Anthologie gelesen. Nun ja, vielleicht ist der Lesespaß größer, wenn man das Festival kennt, aber ich kann nicht sagen, dass ich die Geschichten nicht verstanden habe.

Wir sind die Bunten mag sich vorrangig an Festivalbesucher richten, aber jeder der sich für Fantasy, (Pseudo)Mittelalter, (Live)Rollenspiel und Ähnliches begeistert, wird seine Freude an der Anthologie haben. 

Das Festival spielt eine Rolle, aber die Geschichten sind so vielseitig, da ist für jeden etwas dabei: Magie, Außerirdische, zeitreisen, Hexen und Dämonen ... und eine Menge bekannter Autoren wie Ju Honisch, Tommy Krappweis oder Bernhard Hennen. 

Und so vielseitig wie ein Mittelalterfestival sein kann so vielfältig sind auch die Geschichten. 

Natürlich kann man auch über diese Anthologie das sagen, was für die meisten Kurzgeschichtensammlungen zutrifft: Nicht jede Geschichte gefällt, aber die Geschmäcker sind unterschiedlich und so dürfte für jeden etwas dabei sein.


Wir sind die Bunten ist wirklich bunt, mal unterhaltsam, mal langweilig. Manchmal wünschte man das Festival zu kennen, manchmal ist der Bezug zum Mediaval eher gering. 

Aber ... es ist ein kurzweiliges Lesevergnügen für alle die Kurzgeschichten mögen und sich gerne in eine andere Zeit (und das kann auch die Erinnerung an vergangene Festivaltage sein) versetzen lassen. 

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Cover des Buches Wir sind die Bunten. Erlebnisse auf dem Festival-Mediaval (ISBN: 9783862827633)vanessaliests avatar

Rezension zu "Wir sind die Bunten. Erlebnisse auf dem Festival-Mediaval" von Amandara M. Schulzke

Erlebnisse auf dem Festival Mediaval
vanessaliestvor einem Jahr

So. Bevor ich zu meiner Meinung komme, muss ich für die Rezension ein bisschen weiter ausholen. „Wir sind die Bunten“ ist eine Anthalogie das vom Festival Mediaval inspiriert ist. Das Festival Mediaval nun, ist ein Musikfestival, das einmal im Jahr im September in Selb in Bayern stattfindet. Es ist bis dato das größte Musikfestival für Mittelaltermusik in ganz Europa.
Ich muss dazu sagen – Ich bin nie auf diesem Festival gewesen, ich kenne mich nicht besonders gut mit Mittelaltermusik aus und finde die Idee, sich für ein Wochenende zu verkleiden und einfach mal ein Gaukler, Schmied, Burgfräulein oder Ritter zu sein, zwar spannend, so richtig nah war mir das ganze Thema aber nie.

Man mag sich fragen, wieso ich diese Anthalogie trotzdem unbedingt lesen wollte. Nun, ich fürchte meine Cousine Teresa war schuld, die hat nämlich, genauso wie 25 andere begabte Menschen eine der Kurzgeschichten für diese Anthalogie beigesteuert. Voller Familienstolz war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Und obwohl ich vor Stolz natürlich platze, möchte ich doch anmerken, dass meine Meinung nicht durch die rosarote Brille verklärt wurde. Oder vielleicht höchstens ein ganz kleines bisschen.

Der erste Blick geht natürlich auf die Autoren und tatsächlich findet sich hier, ganz wie der Titel es verspricht ein bunter Haufen ganz verschiedener Leute wieder: Da sind einmal etablierte Schriftsteller, Journalisten, Künstler, Musiker, Musikinstrumentebauer, Comedians, Schauspieler… ganz verschiedene Leute eigentlich, bei denen man aber allen die Leidenschaft die sie für dieses Festival haben, herauslesen kann.
Genauso unterschiedlich wie die Autoren sind auch die Geschichten, da sind einfache Erinnerungen an besondere Ereignisse des Festivals (darunter auch zwei absolute Lieblingskurzgeschichten: „Schwurbel I. – König aller Reptiloiden“ und „Tanz auf dem Balkon“ ist da besonders hervorzuheben), genauso aber auch Geschichten die weit in die Fantasie abtauchen, dystopische oder science fiction-mäßige Züge annehmen, Geschichten die lustig sind, die wehmütig stimmen und die alle diesen Grundton von Dudelsack und Lagerfeuer vermitteln. Schön fand ich auch, dass vor jeder Geschichte ein kleines Kurzportrait des Autors, oder der Autorin zu finden war. Es war spannend die Menschen so nochmal besser kennenzulernen.
Ich habe nicht erwartet, dass mir die Kurzgeschichten so gut gefallen würden, wie sie es getan haben. Besonders erwähnen muss ich natürlich nochmal die Kurzgeschichte „Die andere Seite der Idylle“. Wenn ihr das Buch lest, lest diese Geschichte zu erst und am besten am Schluss auch gleich nochmal.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, wären das vielleicht zwei kleine Dinge. Ich hatte das Gefühl, dass sich das Buch an eine sehr spezielle Zielgruppe richtet – Menschen die das Festival Mediaval kennen und lieben. Jetzt hab ich als jemand, der sich erst noch verlieben muss ein bisschen Kontext vermisst. Es gab zwar sowohl Vor- als auch Nachwort, aber trotzdem hat mir ein bisschen das „Was ist das überhaupt?“ gefehlt um vielleicht auch Menschen, die sich noch nicht so sehr mit dem Festival auskennen abzuholen. Natürlich vermitteln die Kurzgeschichten einen Eindruck und ich bin in der Lage zu googeln, trotzdem hat mir das am Anfang ein bisschen gefehlt.
Das zweite ist vielleicht weniger Kritik, als eine Anmerkung – in der Mitte des Buches befindet sich ein farbiges Bild, das wohl ein bisschen illustrieren und einen Einblick in das Festival geben möchte. Vermutlich hätte man ein aussagekräftigeres Bild wählen können (oder eine Collage!). Alle Menschen auf dem Bild sieht man nur von hinten und die Bühne, die ich irgendwo vermute ist recht dunkel. Verschenktes Potenzial.

Insgesamt eine sehr kurzweilige Anthalogie, die mir als Mittelalter-Noob trotzdem sehr viel Spaß gemacht hat und mir Lust gemacht hat gleich ein bisschen Musik aus der Ecke zu hören. 

4,5 von 5 Sterne

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