2,5⭐/5⭐
Ich habe als ich jünger war viele Werwolf Geschichten gelesen (primär auf Wattpad), dieses ist aber mit den Jahren eingeschlafen und ich hatte Hoffnung das diese Buch mich dem Genre wieder naher bringt, und das hat es auch glaube ich gemacht?
Ich habe das Buch zwar genossen, aber gut geschrieben war es leider nicht. Viele Dinge haben einfach keinen Sinn gemacht, wurden zu wenig erklärt oder zu oft wiederholt.
Ein Beispiel ist das die Werwölfe in dieser Geschichte (wie auch in meist anderen) ein übernatürlich gutes gehört haben was nicht auszuschalten ist, aber unsere Protagonistin kann sich ausversehen (sie hat es überhaupt nicht versucht oder überhaupt gewusst das dort eine andere Person ist) an einen viel besser trainieren Charakter der auch noch in einer verletzlichen Situation war ran schleichen? Ein anderes Beispiel ist das eine gewisse Konversation zwischen denn gleichen Charakteren bestimmt drei mal (es hat sich nach noch mehr angefühlt, aber ich möchte nicht nachzählen) stattgefunden hat ohne wirklich neue Informationen dazulegen, was ziemlich frustrierend war.
Leider kann auch der Punkt gemacht werden das unsere Protagonistin Asena in die "I'm not like other girls" Trope fallen könnte, ich mochte sie aber trotzdem sehr gerne. Sie ist eine starke Protagonistin, wenn auch an manchen Stellen sehr dumm. Die Sache die mich am meisten über ihren Charakter stört ist das sie vielleicht in dem ganzem Buch einmal an ihre Freunde/Band gedacht hat, es hat sich ein bisschen so angefühlt als wäre ihr vorheriges leben einfach vergessen worden.
Ich finde es aber sehr lobenswert das offen kommuniziert wird/wurde das dieses ein Dark-Romance Buch ist, ich finde das so etwas nicht als Überraschung kommen sollte.
Es haben mir drei Dinge im Buch sauer aufgestoßen, ich bin definitiv nicht die qualifizierteste Person um über sie zu sprechen, aber ich finde es wichtig das es angesprochen wird.
1. Die Rudelmitglieder die eigentlich die 'guten' sein sollten machen zwischendurch fast schon frauenfeindliche Witze, oder es wird gesagt das sie alle darüber gelacht hätten hätte sich der Alpha nicht dagegen ausgesprochen.
2. Der einzige meines Wissens nach schwarze Charakter wird in jeder seiner Scenen als unheimlich, gruselig und/oder bedrohlich betitelt, was ok wäre wenn er nicht der einzige wäre der so behandelt wird oder der einzige dunkelhäutig Charakter wäre. Außerdem wird fast jedesmal wenn er auftaucht erwähnt das er schwarz ist, es wird auch bei keinem anderen Charakter solch ein Fokus auf die Hautfarbe gelegt.
3. Unsere Protagonistin beschreibt "Indianer" fast eins zu eins so wie wie sie Wölfe beschreibt, es ist zwar in einem sehr positiven Licht, es ist mir aber trotzdem sauer aufgestoßen. (Ich habe "Indianer" mit Anführungszeichen geschrieben da das das Wort ist was im Buch benutzt wird, ich mich aber nicht wohl fühle das Wort selbst zu benutzen da ich es respektlos finde.)
Jetzt ist die Frage warum ich dem Buch 2,5 Sterne gegeben habe obwohl ich so viele Kritikpunkte habe. Um ehrlich zu sein kann ich ihnen diese Frage nicht beantwortet da ich es selbst nicht weiß. Ich glaube ein großer Punkt ist das das Buch sich für mich nostalgisch angefühlt hat. Ein großer Grund ist aber glaube ich auch das ich echt investiert in die Geschichte bin und zumindest in denn nächsten Teil reingucken möchte, falls er auf Kindle Unlimited sein wird, und ich eigentlich keine Buchserien weiterverfolge wenn ich weniger als 2,5 Sterne gegeben habe.
Ich würde das Buch niemandem perse empfehlen, vorallem nicht wenn sie ihr Gehirn beim lesen nicht abstellen können.
Alles in allem hat das Buch mich aber trotz seiner Mängel abgeholt.








