Amartya Sen Die Idee der Gerechtigkeit

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Inhaltsangabe zu „Die Idee der Gerechtigkeit“ von Amartya Sen

Perspektiven für eine gerechtere Welt Ein Rundgang durch die Geschichte der Gerechtigkeitslehren von der östlichen und westlichen Antike über die Aufklärung bis in die Gegenwart. Dabei geht es Amartya Sen um die Frage, was die verschiedenen Denkmodelle zur Bekämpfung real existierender Ungerechtigkeit beitragen können. Indem er buddhistische, hinduistische und islamische Vorstellungen mit den westlichen Ideen verbindet, eröffnet Sen überraschende Perspektiven für eine gerechtere Welt.

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  • Rezension zu "Die Idee der Gerechtigkeit" von Amartya Sen

    Die Idee der Gerechtigkeit
    Sokrates

    Sokrates

    06. March 2013 um 07:27

    Gerechtigkeit - was ist das? Und vor allem wie kann sie in einer globalen, von unterschiedlichen Lebensanschauungen und voneinander zum Teil grob abweichenden Lebensstandards weltweit gewährleistet werden? - Der Nobelpreisträger Amartya Sen arbeitet sich in seinem Buch von John Rawls "Theorie der Gerechtigkeit" ausgehend quer durch die Möglichkeiten dessen, wie man Gerechtigkeit oder Fairness definieren könnte. Dabei schaut er insbesondere auch über den "Tellerrand", denn seiner Meinung nach sind insbesondere die indische / östliche Philosophie ein Besuch wert, wenn man mögliche Antworten auf diese Frage erhalten möchte. Während er die Ergebnisse der europäischen Aufklärung grundsätzlich begrüßt, im Detail jedoch als zu unzureichend ansieht, plädiert er für eine stärkere Einbeziehung der bislang weitgehend unbeachteten indischen Rechtstradition. -- Das Buch besticht trotz seines anspruchsvollen Themas durch eine eindringliche und dynamische Sprache. Vorkenntnisse in Rawls Theorie sind unbedingt notwendig, da Sen nicht grundsätzlich eine Werkeinführung bringt, sondern von Vorwissen beim Leser ausgeht. Insoweit ist das Buch leider keine Lektüre für Zwischendurch, aber für interessierte Soziologen, Philosophen oder kritische Mitmenschen absolut lesenswert.

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  • Rezension zu "Die Idee der Gerechtigkeit" von Amartya Sen

    Die Idee der Gerechtigkeit
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    17. October 2012 um 14:15

    Ideal oder reale Handlungsmaxime? Die Gerechtigkeitsdebatte ist öffentlich allenthalben im Gange. Gerade in Zeiten offenkundiger Krisen und damit einhergehender „Umverteilungen“, die nicht unbedingt der großen Masse der Bevölkerungen dienen. Aber hinter diesen aktuellen Diskussionen findet sich die Frage nach der Gerechtigkeit seit Jahrzehnten eigentlich bereits im Fokus des Interesses informierter Kreise. Vom Nord-Süd Gefälle bis zu Ressourcenverteilung, vom Großgrundbesitzer bis zum Kaffeebauern, von der Frage des Hungers in der Welt zur Welt der Börsen und Spekulationen, mithin oft und oft im Kern zu Fragen der „Verteilung“. Ist nun diese Idee der Gerechtigkeit ein Ideal oder kann Gerechtigkeit tatsächlich eine der Maximen praktischen wirtschaftlichen und politischen Handelns werden und sein? Der Nobelpreisträger der Ökonomie, Amartya Sen, geht diese Frage aus einer anderen als der gewohnten Richtung an. Nicht vom Ideal her betrachtet er letztlich die Frage der Gerechtigkeit hauptsächlich (auch wenn die klassischen Theorien und Ideen der Gerechtigkeit im Buch bearbeitet werden), sondern direkt, zupackend und pragmatisch wirkt das, was er vor den Augen des Leser anhand vieler praktischer Beispiele und klarer Gedanken entfaltet. Nicht die „Idee der Gerechtigkeit“ auf abstrakter Ebene ist für Sen der Schlüssel zu „mehr Gerechtigkeit“, sondern die ganz konkrete, praktische Arbeit an der „Beseitigung herrschender Missstände“. Dies setzt Sen dann auch als Maßstab zur Beurteilung eines „Denkens“ über Gerechtigkeit. Inwieweit aus einem solchen Denken Handeln folgt und inwieweit ein solches daraus folgendes Handeln dann auch konkret ein Teil, ein Ort der Ungerechtigkeit überwunden werden kann. Wobei hier eine der großen Stärken Sens mit in seine Überlegungen hineinspielt. Sen ist „Kultur-bewandert“ und kann so seine Sicht der Dinge unterlegen mit einem Respekt, aber auch einem vielfältigen Wissen über verschiedene kulturelle Lebens- und Sichtweisen weltweit. Auf vielfältige Weise gelingt es ihm so auch, seine Überlegungen mit lebensnahen Beispielen, Anekdoten, anderen Herangehensweisen in anderen Kulturen zu unterlegen, was nicht nur die Lektüre des umfassenden Buches einfacher und praxisnäher gestaltet, sondern auch andere Denkweisen in die Diskussion mit einbringt. Immer wieder findet Sen so auch eingängige Analogien, wie die des australischen Kricket Teams, um seine Grundanliegen plastisch darzustellen (in diesem Zusammenhang des Kricket plädiert Sen überzeugend dafür, in Fragen der „Befähigung“ nicht nur individuelle, sondern auch Gruppenchancen zu bedenken und einfließen zu lassen, auch wenn am Ende des Tages eine individuelle Wertung vorrangig im Raume stehen wird). Auf der einen Seite geht Sen zwar überaus strukturiert vor, durchaus aber verliert sich seine Darstellung an einigen Punkten zu sehr im einzelnen Beispiel und macht es dem Leser nicht einfach, den übergeordneten Zusammenhang ständig präsent zu halten. In der Klarstellung aber, dass Gerechtigkeit konkret mit einem Handeln zu tun hat, welches messbar Ungerechtigkeiten überwindet, in der Grundlegung, dass zu einem solchen Handelnd die kritische Vernunft das wichtigste Instrument ist und in den vielen Beispielen, wie das pragmatisch und kulturell differenziert angegangen werden könnte, überzeugt Sen mit klarer Argumentation und praxisorientiertem Denken. Das Buch bildet einen wichtigen Baustein in der aktuellen und drängenden Diskussion um und über eine „Machbarkeit“ von Gerechtigkeit in der Welt.

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  • Rezension zu "Die Idee der Gerechtigkeit" von Amartya Sen

    Die Idee der Gerechtigkeit
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    09. July 2012 um 17:02

    Das vorliegende große philosophische Werk des in Harvard lehrenden Amartya Sen ist dem großen Philosophen der Gerechtigkeit, John Rawls, gewidmet, bezieht sich auf ihn und geht doch über ihn hinaus. Denn Sen geht es weniger um die Gerechtigkeit als einem abstrakten Ideal, sondern für ihn dient die "Idee der Gerechtigkeit" dazu, aktuelle Missstände auf der Welt zu beseitigen. Der mit dem Nobelpreis für Ökonomie ausgezeichnete Autor nimmt in seiner philosophischen Betrachtung eine Unzahl von drängenden aktuellen Fragen auf und diskutiert sie. Immer wieder zeigt er mit vielen Beispielen auf, dass die bisherigen abstrakten philosophischen Ausformulierungen einer gerechten und perfekten Gesellschaft nicht weiter geführt haben. Ihm geht es dagegen um ergebnisorientierte Argumente. Ihr Maßstab, an dem sie gemessen und valuiert werden müssen, kann einzig und allein die konkrete Überwindung von Ungerechtigkeit sein. Das sein Buch einleitende Gleichnis mag dafür einen Hinweis gegen. Da streiten sich drei Kinder um eine Flöte. Jedes will sie haben. Das eine Kind sagt, ihm stehe die Flöte zu, weil es Musikunterricht gehabt hat, und als einziges von den drei darauf spielen könne. Das zweite Kind ist bettelarm, die Flöte wäre sein einziges Spielzeug, das es besitzt. Und das dritte Kind bringt als Argument vor, ihm stehe die Flöte zu, denn schließlich habe es das Instrument mit viel Ausdauer selbst gebaut. Immer wieder geht es darum, wie wir Menschen in der globalisierten Welt verfahren, wenn etwas strittig ist in Bezug auf Gerechtigkeit.

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