Yings Vater wird vor ihren Augen von einem maskierten Attentäter ermordet. Ying schwört Rache zu üben, doch ihre einzigen Anhaltspunkte sind ein Jadeanhänger des Angreifers und das Notizbuch ihres Vaters, von dem sie geschworen hat, es zu vernichten. Ihre Suche führt sie in die legendäre Ingenieursgilde. Als Junge verkleidet, findet sie einen Weg an den Aufnahmeprüfungen teilzunehmen. Doch in einer Welt aus Intrigen und Verrat, ist nichts so wie es scheint.
Zunächst einmal muss ich die wunderschöne Buchgestaltung erwähnen. Das Cover ist wirklich ein Hingucker und gibt die Atmosphäre des Buches absolut wieder. Ich mochte den Mix aus asiatischer Fantasy mit einem Hauch Steampunk. Ein originelles Setting, welches ich so aus anderen Geschichten noch nicht kannte. Ying ist eine starke und durchsetzungsfähige Protagonistin, die an ihrem Traum Ingenieurin zu werden festhält, obwohl die Gesellschaft gegen sie ist. So verkleidet sie sich als Junge, um der Gilde beitreten zu können, was ein wenig an die Grundstory von Mulan erinnert, auch wenn das Buch sonst nicht viel mit dieser Geschichte gemein hat. Auf ihrem Weg zur Gilde trifft sie auf Ye-yang, einen der Söhne des Kommandanten und den männlichen Protagonisten. Für mich war Ye-yang stets schwer zu durchschauen und ziemlich unnahbar auch gegenüber Ying, sodass ich die Liebesgeschichte zwischen den Beiden einfach nicht fühlen konnte. Ihre Freundschaft zu Ye-kan hat mich deutlich mehr begeistern können. Die Abläufe in der Ingenieursgilde und die Prüfungen empfand ich als sehr interessant. Das Ende war nichts Besonderes, aber dennoch gut gelöst. Die Geschichte scheint in sich ziemlich abgeschlossen, auch wenn ich weiß, dass es noch einen zweiten Teil gibt. Ich bin gespannt, welche Herausforderungen auf Ying im nächsten Band warten werden.
















