Amber Chen

 4 Sterne bei 40 Bewertungen

Lebenslauf

Amber Chen ist eine singapurisch-chinesische Autorin zeitgenössischer Belletristik und Phantastik. Sie hat Abschlüsse der Universität Cambridge und außerdem ein Diplom in Drehbuchschreiben. Amber verbringt einen Großteil ihrer Freizeit mit chinesischen Fantasy-Romanen und -Dramen und trinkt außerdem viel zu viel Bubble Tea. Einer ihrer Webromane, The Cutting Edge, wurde für das Fernsehen adaptiert.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Amber Chen

Cover des Buches Von Jade und Drachen (ISBN: B0DN7LD8N2)

Von Jade und Drachen

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Erschienen am 12.12.2024
Cover des Buches Der blutrote Phönix (ISBN: B0FGG154KM)

Der blutrote Phönix

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Erschienen am 31.07.2025

Neue Rezensionen zu Amber Chen

Cover des Buches Von Jade und Drachen (Der Sturz des Drachen 1) (ISBN: 9783986666620)
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Rezension zu "Von Jade und Drachen (Der Sturz des Drachen 1)" von Amber Chen

Primrose24
Originelle Fantasy mit starker Protagonistin

Yings Vater wird vor ihren Augen von einem maskierten Attentäter ermordet. Ying schwört Rache zu üben, doch ihre einzigen Anhaltspunkte sind ein Jadeanhänger des Angreifers und das Notizbuch ihres Vaters, von dem sie geschworen hat, es zu vernichten. Ihre Suche führt sie in die legendäre Ingenieursgilde. Als Junge verkleidet, findet sie einen Weg an den Aufnahmeprüfungen teilzunehmen. Doch in einer Welt aus Intrigen und Verrat, ist nichts so wie es scheint. 

Zunächst einmal muss ich die wunderschöne Buchgestaltung erwähnen. Das Cover ist wirklich ein Hingucker und gibt die Atmosphäre des Buches absolut wieder. Ich mochte den Mix aus asiatischer Fantasy mit einem Hauch Steampunk. Ein originelles Setting, welches ich so aus anderen Geschichten noch nicht kannte. Ying ist eine starke und durchsetzungsfähige Protagonistin, die an ihrem Traum Ingenieurin zu werden festhält, obwohl die Gesellschaft gegen sie ist. So verkleidet sie sich als Junge, um der Gilde beitreten zu können, was ein wenig an die Grundstory von Mulan erinnert, auch wenn das Buch sonst nicht viel mit dieser Geschichte gemein hat. Auf ihrem Weg zur Gilde trifft sie auf Ye-yang, einen der Söhne des Kommandanten und den männlichen Protagonisten. Für mich war Ye-yang stets schwer zu durchschauen und ziemlich unnahbar auch gegenüber Ying, sodass ich die Liebesgeschichte zwischen den Beiden einfach nicht fühlen konnte. Ihre Freundschaft zu Ye-kan hat mich deutlich mehr begeistern können. Die Abläufe in der Ingenieursgilde und die Prüfungen empfand ich als sehr interessant. Das Ende war nichts Besonderes, aber dennoch gut gelöst. Die Geschichte scheint in sich ziemlich abgeschlossen, auch wenn ich weiß, dass es noch einen zweiten Teil gibt. Ich bin gespannt, welche Herausforderungen auf Ying im nächsten Band warten werden.  

„Das Meer kann niemanden festhalten, der zum Fliegen bestimmt ist.“

Aihui Ying träumt davon, Ingenieurin zu werden, genau wie ihr Vater, der geniale Erfinder Aihui Shan-jin. Doch als Frau steht ihr kein Weg in die Ingenieursgilde offen. Als ihr Vater von einem Attentäter ermordet wird, geht sie dennoch das Risiko ein und heftet sich an seine Fersen. Verkleidet als Junge verschafft sie sich die Gunst eines Prinzen und nimmt am Lehrlingswettstreit der Ingenieursgilde teil, um mehr über die Arbeit ihres Vaters zu lernen, für die er sein Leben ließ. Doch was sie aufdeckt, als sie sich immer tiefer in höfische Intrigen verstrickt, übersteigt ihre schlimmsten Albträume und ein ausbrechender Krieg ist gerade erst der Anfang…

 

Amber Chen hat mit dem „Sturz des Drachen“ eine ungewöhnliche, überraschende Geschichte begonnen. Inspiriert von asiatischer Mythologie und Kultur entspinnt sich hier eine leise feministische Steampunk-Erzählung, genannt Silkpunk.

 

Echte Drachen gibt es zwar leider nicht, aber um die geht es auch gar nicht. Viel eher um Yings spannende Reise, um Intrigen, Krieg, Innovation, Wissbegier und Rache. Wir begleiten Ying über mehrere Monate, doch so lang fühlt sich das Buch gar nicht an. Viel zu fasziniert ist man von unglaublichen Erfindungen, mechanischen Wesen und majestätischen Luftschiffen (á la The Hurricane Wars).

Hintergrundgeschichte zur Welt und ihrem Aufbau gibt es, allerdings vermisst das Reich der neun Inseln, das ja nun mal der Handlungsort ist, einige Details, wie zum Beispiel eine Karte, die alles noch mal lebendiger gemacht hätte.

 

Stattdessen liegt der Fokus auf dem Wettstreit der Ingenieure, in dem sich Ying behaupten muss. Auch wenn nicht auf jeder Seite die nächste Enthüllung gewartet hat, war die Reise mit Ying und ihren Freunden ein fesselndes Erlebnis, eine Fantasy, die mit all ihren Intrigen am Hofe auch politisch und kritisch ist und Machhaber wie Machtgier hinterfragt, die eine Liebesgeschichte schreibt, ohne sie in den Vordergrund zu stellen, die dem Leser keine Erkenntnis vorwegnimmt und sich dadurch auf der Ebene der Protagonisten absolut real anfühlt.

 

Ein Happy End sucht man hier vergebens, aber es war ja auch erst der Anfang einer vielversprechenden Reise, ich freue mich darauf, schon bald wieder mit Ying in luftige Höhen zu reisen.


Cover des Buches Der blutrote Phönix (Der Sturz des Drachen) (ISBN: 9783986667252)
faanies avatar

Rezension zu "Der blutrote Phönix (Der Sturz des Drachen)" von Amber Chen

faanie
Spannende Fortsetzung einer tollen YA-Dilogie mit Silkpunk-Setting

Zweite Bände haben es ja immer ein bisschen schwer. Werden die Erwartungen erfüllt, wenn der erste Band begeistert hat? Wird die Geschichte spannend weitererzählt? Entwickeln sich die Figuren so, dass ich mit ihnen gehen kann? ‚Der Blutrote Phönix‘ von Amber Chen, übersetzt von Katrin Aust, kann all diese Fragen mit einem klaren ‚Jein!‘ beantworten. Das Dilogiefinale braucht sich keineswegs verstecken, ich hatte wieder viel Spaß beim Lesen, wenn auch einige Kritikpunkte.

Chen hat sich auf jeden Fall damit einen Gefallen getan, zwischen dem ersten und den zweiten Band zwei Jahre verstreichen zu lassen. Dadurch konnten die Figuren Abstand gewinnen, vor allem nach den nervenaufreibenden Ereignissen gegen Ende von ‚Von Jade und Drachen‘. Ying hat sich in einem kleinen Dorf am Meer nett eingerichtet, ist verheiratet (wenn auch eher aus praktischen Gründen) und mit ihrem einfachen Leben mehr oder weniger zufrieden. Klar, dass sie versucht, das Leben ihrer Mitmenschen mit allerlei technischer Spielereien einfacher zu machen. Sie bekommt die Ingenieurin halt nicht raus aus ihr. Doch als politische Unruhen sie in die Hauptstadt der Neun Inseln zurückzwingen, ist sie auf einmal mit den Menschen konfrontiert, die sie vor zwei Jahren zurückgelassen hat. Da wären zum einen ihre Schwester Nian, die nun mit dem Obersten Kommandanten verheiratet ist. Und zum anderen natürlich der Oberste Kommandant Ye-yang selbst, jener, dem Ying ihr Herz geschenkt, das er aber nicht gerade vorsichtig behandelt hat. Spannungen sind garantiert, zumal Nian nichts von Yings und Ye-yangs gemeinsamer Vergangenheit weiß. Mit dem Blutroten Phönix ist noch dazu ein interessanter Gegenspieler auf das Spielfeld getreten, der die Figuren in der Geschichte hin- und herzuschieben vermag.
Der Fokus liegt bei diesem zweiten Teil auch auf der Bedrohung durch die Pirat*innen des Blutroten Phönix und deren Verbündete, weniger auf der Technologie, selbst wenn diese weiterhin eine große Rolle spielt. Das habe ich tatsächlich ein bisschen vermisst, denn das Silkpunk-Setting des ersten Bandes hat mich sowas von angesprochen. Natürlich blitzt es immer wieder durch, sind wir ja immer noch in der gleichen Welt.
Was mir leider nicht so gut gefallen hat, ist die Episodenhaftigkeit, mit der erzählt wird. Es fühlt sich so an, als ob verschiedene Bausteine abgearbeitet hätten werden müssen, um Seiten zu füllen. Vor allem die Szenen bei der Flotte des Blutroten Phönix hatten für mich eine gewisse Losgelöstheit von der übrigen Geschichte, selbst wenn die Pirat*innen auch später noch eine wichtige Rolle spielen. So sind die Figuren zeitweise Gefangene des Blutroten Phönix und müssen dabei allerlei Aufgaben erledigen, um sich ihre Freiheit zu verdienen. Ein Schiffsrennen gewinnen zum Beispiel. Macht Spaß, aber hatte für mich insoweit keinen großen Mehrwert.
Nichtsdestotrotz habe ich es geliebt, wieder in die Welt zurückzukehren. Der erste Teil war auch noch gar nicht so lang her, darum konnte ich mich gleich wieder zurechtfinden. Alte Bekannte treffen ist bei Fortsetzungen eh mitunter das schönste für mich. Ich mochte auch, dass mit Nian eine zweite Erzählperspektive hinzukommt, die von den Vorgängen in der Hauptstadt erzählt und eine weitere starke Persönlichkeit hervorbringt. Ying selbst bleibt nämlich ein bisschen hinter ihren Möglichkeiten zurück, was aber meiner Meinung nach ihrem Erzählstrang geschuldet ist. Nian hatte einfach mehr Entwicklungspotential.
‚Der Blutrote Phönix‘ hat mir wieder viel Spaß bereitet, auch wenn er mich nicht so begeistern konnte wie der Dilogieauftakt. Jedoch möchte ich die Reihe allen empfehlen, die Silkpunk- und Young-Adult-Fantasy genauso lieben wie ich und Lust auf eine von der Qing-Dynastie inspirierten Geschichte haben. 

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Von Jade und Drachen (Der Sturz des Drachen 1)
Cross-Cult_Verlags avatar
Cross-Cult_Verlag

Ein Silkpunk-Fantasy-Roman über ein Mädchen, das sich als Junge verkleiden und an den berühmten und gefährlichen Prüfungen der Ingenieursgilde teilnehmen muss, um den Mord an ihrem Vater aufzuklären: „Mulan“ trifft auf „Iron Widow – Rache im Herzen“.

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