Amber L. Johnson

 3 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Puddle Jumping.

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Puddle Jumping

Puddle Jumping

 (1)
Erschienen am 29.06.2014

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Rezension zu "Puddle Jumping" von Amber L. Johnson

Sehr interessante Grundidee mit viel Potenzial, kitschige und enttäuschende Umsetzung
Deenglavor 4 Jahren

Kurzmeinung

Schade. Wirklich schade. Gerne würde ich dem Buch mehr Sterne geben, aber die Umsetzung macht für mich alles zunichte. Wegen der Grundidee ein großer Bonus, daher 2 1/2 Sterne.

Inhalt

Lilly und Colton waren mal miteinander befreundet als sie jünger waren. Doch dann haben sie sich aus den Augen verloren. Bis zum letzten Jahr an der High School, als Colton, der bislang zuhause unterrichtet wurde, an der Schule auftaucht. Lilly erkennt nun, was sie damals nicht verstanden hat: Colton hat Asperger. Doch sie verliebt sich in ihn und dies ist hauptsächlich die Geschichte davon, wie die beiden mit ihren Gefühlen umzugehen versuchen.

Meine ausführlichere Meinung

Ja, der Prolog war schon recht kitschig als es hieß: "It begins with a boy. It begins with a boy and it ends with a boy, but what story doesn't?" Daher hatte ich bereits ganz zu Beginn leider ein recht ungutes Gefühl. Dieses wurde zeitweise außer Kraft gesetzt, da in der Zeit, als Lilly und Colton noch klein waren (10 und 9 Jahre alt), die Geschichte wirklich viel Potenzial zeigte. Schon allein der Blitzschlag, ohne zuviel verraten zu wollen, lag ganz auf meiner Wellenlänge.

Auch die Grundidee fand ich sehr spannend und vielversprechend: "normales" Mädchen verliebt sich in einen autistischen Jungen. Ich meine, wie viele Jugendbücher beschäftigen sich schon mit diesem Thema? Ich kenne zumindest keines. Und dann ist das Mädchen auch noch ein Jahr älter als er - bei Teenies ja fast schon ein Ding der Unmöglichkeit!

Doch die Umsetzung hat es für mich dann leider wirklich kaputt gemacht. Die Art und Weise, wie Asperger hier beschrieben bzw. romantisiert wird, halte ich für bedenklich. Gut, ich bin absolut keine Expertin, aber dennoch hinterlässt es leider einen bitteren Nachgeschmack bei mir. Zwar fand ich es ganz süß, wie sich Lilly am Anfang für Colton einsetzt und zu ihm steht, aber so wirklich mit seiner Krankheit befasst hat sie sich bis auf eine Google-Suche nicht. Sie hat auch nicht wirklich mal mit seinen Eltern darüber geredet. Darum verstehe ich es auch nicht ganz, wie sie lange Zeit einfach alles mitmacht und dann eines Tages wegen eines für ihn typischen Verhaltens dann so austickt. Gut, das Austicken verstehe ich schon, aber warum sie danach nicht wieder einsieht, dass sie überreagiert hat und einen Schritt auf ihn zugeht, nee, passt so gar nicht. 

Auch konnte ich das Verhalten von Coltons Mutter nicht nachvollziehen. Lilly hat einen derart bleibenden Eindruck bei Colton hinterlassen, dennoch hat sie nicht in all den Jahren mal Lilly oder deren Eltern kontaktiert? Warum? Im Buch gibt es dafür keine Antwort.

Insgesamt rutscht das Buch also für meinen Geschmack auf eine recht kitschige Schiene ab und abgesehen vom körperlichen Aspekt entwickelt sich Lillys und Coltons Beziehung eigentlich auch nicht wirklich. Lilly ist fasziniert von ihm und seinem künstlerischen Talent und himmelt ihn an, aber mehr konnte ich da auch nicht spüren, obwohl natürlich innige Liebesschwüre stattfinden.


Fazit

Selten habe ich eine Grundidee so gemocht, bei der mich die Umsetzung dermaßen enttäuscht hat. Leider ist es einfach eine kitschige Liebesschmonzette ohne Tiefgang, bei welcher der Asperger-Aspekt für meinen Geschmack nicht wirklich ausgearbeitet wurde und die Anziehung auf rein äußerlichen Aspekten und heftiger Teenie-Schwärmerei zu beruhen scheint. Ich zumindest konnte die Liebesstory nicht abkaufen und auch der Geschichte nichts abgewinnen.

Ich bleibe dabei: schade.

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