Ambrose Bierce

 4.2 Sterne bei 83 Bewertungen

Lebenslauf von Ambrose Bierce

1842 als zehntes von 13 Kindern einer Farmerfamilie in Ohio geboren, trat Andrew Gwinett Bierce bei Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs 1861 einem Regiment aus Indiana bei, wurde zweimal verwundet und mehrmals wegen Tapferkeit befördert. Später wurde er Journalist. 1913 ging Bierce nach Mexiko, wo er unter mysteriösen Umständen verschwand. Der Begründer des Genres der Short Story gehört neben Edgar Allan Poe und Mark Twain zu den bedeutensten amerikanischen Autoren des 19. Jahrhunderts.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ambrose Bierce

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Cover des Buches Aus dem Wörterbuch des Teufels9783865392626

Aus dem Wörterbuch des Teufels

 (7)
Erschienen am 21.03.2011
Cover des Buches Das Spukhaus und andere Erzählungen9783458348047

Das Spukhaus und andere Erzählungen

 (4)
Erschienen am 22.09.2004
Cover des Buches Meistererzählungen9783257225242

Meistererzählungen

 (3)
Erschienen am 01.12.2002
Cover des Buches Horrorgeschichten9783458359852

Horrorgeschichten

 (4)
Erschienen am 20.01.2014
Cover des Buches Geschichten aus dem Bürgerkrieg9783907668740

Geschichten aus dem Bürgerkrieg

 (2)
Erschienen am 01.10.2011

Neue Rezensionen zu Ambrose Bierce

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Rezension zu "Ein Vorfall an der Owl-Creek-Brücke" von Ambrose Bierce

Die Brücke der Mehrdeutigkeit!
Angelsammyvor 5 Monaten

Diese Geschichte habe ich bereits letztes Jahr gelesen. Sie hat mich aber derart stark beeindruckt, dass ich auch jetzt noch eine ausdrucksstarke Rezension schreiben kann. Ich habe allerdings nicht dieses Hörbuch, sondern das Ebook gelesen. Ich habe nur deswegen dieses Hörbuch in meine Bibliothek aufgenommen ( ist ja auch ein gar nicht so anderes Medium vom Ebook ) , damit ich über diese mir eben wichtige Short Story eine Kritik schreiben kann. In jeder Ambrose Bierce - Anthologie dürfte dieser Meilenstein enthalten sein.

Diese Geschichte hat nachhaltigen Eindruck auf die literarische Welt gemacht. Sogar solche Größen wie Stephen King, Clive Barker und Neil Gaiman nehmen Bezug auf sie. Sie ist für das 19. Jahrhundert sehr modern geschrieben mit unglaublich surrealen Elementen. Um was geht es?

Im amerikanischen Bürgerkrieg verbieten die immer erfolgreicheren Nordstaatler, dass sich Südstaatler keiner sensiblen Infrastruktur, wie zum Beispiel Brücken nähern dürfen unter Androhung der Todesstrafe. Sie haben eben vor Sabotage und Anschlägen Angst. 

Die Geschichte beginnt damit, dass Peyton Farquhar, Pflanzer aus Alabama, mit einem Strick um den Hals auf einer über den Fluss ragenden losen Holzbohlen steht, deren anderes Ende von dem Gewicht eines Yankees gehalten wird. Der Strick ist an einer der Streben der Owl Creek Bridge befestigt. Wenn also der feindliche Offizier urplötzlich sein Gewicht wegnimmt, wäre jenes das Ende Peytons.

Es ist nicht ganz klar, ob Peyton einen Anschlag verüben wollte und ob es dabei Tote gab. Das spielt jedoch keine Rolle, weil er eine Vorschrift der Beinahesieger mißachtet hat. Oder hat er gar spioniert? Jemand, dem er vertraute hatte ihn wohl hereingelegt.

Er ist in einer offenbar ausweglosen Situation. Doch er hat Glück im Unglück! Der Strick reißt, er stürzt in den Fluss, kann seine Hände befreien und sich über 24 Stunden mühsam, am Rande des Zusammenbruchs ausgehungert in die Arme seiner Frau retten. Oder? 

Hier beginnt das Unheimliche. Was ist ( Alp ) Traum oder Wirklichkeit? Ist die drohende Hinrichtung überhaupt real? Wird er sich tatsächlich retten können? Oder ist alles doch ganz ganz anders? 

Diese unerhörte Modernität hebt diese Short Story aus dem Kontext der Zeit hervor. Die Themen, die hier behandelt werden sind auch zeitlos. Krieg, die Brutalität und der Sadismus des Menschen, Hoffnung, Träume, Wünsche...

Die Geschichte ist authentisch geschildert und Peyton ist äußerst sympathisch. Man hat nach dem Lesen, nach den letzten Worten den definitiven Wow-Effekt. Nach dem Motto: DAS hätte ich jetzt nicht gedacht!

Diese Geschichte ist zwar relativ kurz, ist aber im 20. Jahrhundert wie eine Bombe eingeschlagen! Als Kind seiner Zeit wurde dieses literarische Meisterwerk sträflichst unterschätzt! 

Diese Geschichte wurde bereits mehrfach verfilmt und hatte immensen Einfluss nicht nur auf Autoren, sondern ebenso auf die Filmwelt.

Herausragendes Beispiel einer inspirierten Adaption, die auf wichtigen Motiven der Short Story beruht: CARNIVAL OF SOULS von Herk Harvey aus dem Jahre 1962 mit Candace Hilligoss in der Hauptrolle. Ein ebenso unterschätztes Juwel, seiner Zeit voraus und zu Unrecht nicht ausreichend gewürdigt worden! Ein richtig schöner Gothicgruselfilm, Geheim - und Insidertipp von mir!

Ambrose Bierces Geschichte ( n, ja, alle anderen lohnen sich genauso ) lesen und den Film ansehen! Sonst verpasst Ihr etwas!!!

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Rezension zu "Mein Lieblingsmord" von Ambrose Bierce

Mein erster Ambrose Bierce - überraschend gut!
SuesseSusivor 3 Jahren

Ich bin auf dieses Buch bei einem Bücherflohmarkt gestoßen - eine alte, unscheinbare Ausgabe - aber den Namen Ambrose Bierce habe ich jetzt schon öfter gehört und dachte mir, das ist die Gelegenheit, mich literarisch ein wenig weiterzubilden.

Das Buch ist eine Sammlung an Kurzgeschichten und jede von ihnen ist einzigartig. Die Phantasie von Bierce ist unglaublich! Ich musste mich zwar erst so richtig drauf einlassen, aber das Buch hat mich positiv überrascht. Mal schauen, vielleicht lese ich in Zukunft wieder mehr "Klassiker".

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Rezension zu "The Devil's Dictionary" von Ambrose Bierce

ein sarkastisches Wörterbuch der englischen Sprache
annluvor 3 Jahren

Idiot, n. A memeber of a large and powerful tribe whose influence in human affairs has always been dominant and controlling.

Zwischen 1881 und 1906 veröffentlichte Ambrose Bierce zynische, gesellschaftskritische und witzige Definitionen unterschiedlicher Begriffe. 1906 wurde die Sammlung dieser Begriffserklärungen in einem Buch herausgegeben. Eine Neuauflage davon ist The Devil´s dictionary – ein ungewöhnliches Wörterbuch.


Gekauft habe ich das Buch nur auf Grund seines Titels unter der irrigen Meinung, ein Lexikon dämonischer Wesen, Legenden und Begriffen zu bekommen. Dass sich der Teufel hier nur auf den Autor bezieht, habe ich nicht geahnt. Dementsprechend enttäuscht, landete das Buch jahrelang in meinem Regal. Ihm eine neue Chance gebend, habe ich es nun zur Hand genommen und bin auf einige witzige Definitionen gestoßen. Dabei haben mir diejenigen besser gefallen, die vom Autor selbst stammen – im Gegensatz zu denen, die er durch Zitate verdeutlicht. Besonders die politisch und gesellschaftskritischen fand ich ansprechend. Da der Autor selbst ein Kriegsveteran des amerikanischen Bürgerkriegs war, stammten einige der Begriffe aus dem Bereich des Militärs. Auch diese hat er auf seine besondere Art beleuchtet, sodass ich nicht den Eindruck hatte, als wäre er einer jener ehemaligen Soldaten, die den Krieg verherrlichen. Andere hingegen zeigten ein Bild von Frauen, Schwarzen und Ausländern, das nicht mit dem modernen übereinstimmt, sodass ich einige der Aussagen sehr hart fand.

Alles in allem zwar ganz interessant zum mal durchblättern – aber nicht viel mehr.

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Ambrose Bierce wurde am 24. Juni 1842 in Meigs County, Ohio (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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