Amelie Fried Ich fühle was, was du nicht fühlst

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Inhaltsangabe zu „Ich fühle was, was du nicht fühlst“ von Amelie Fried

Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen.

ein Buch, das zum Nachdenken anregt und die Frage nach der Zugehörigkeit in allen Formen und Generationen aufwirft. Emotional und mitreißend

— SeideundSchwert

Beginnt sehr stark mit viel Stoff zum Nachdenken. Dann lässt es allerdings nach und wird langatmig. Die eigentliche Handlung kommt zu kurz.

— -Leselust-

Sehr langatmig, hätte irgendwie "mehr" erwartet! Tragisches Drama!

— Caro2929

super gut zum lesen, ein somer in orange ist so ähnlich bisschen mehr drama

— carlinda

Ich bin etwas hin und her gerissen, einerseits sehr gut und mit viel Stoff zum Nachdenken, aber auch manchmal etwas langatmig

— eulenmatz

Eine bewegende Geschichte, sehr lesenswert

— monikaburmeister

Ein bewegendes und mitreißendes Buch!

— katha_strophe

Bewegend, berührend, nachdenklich machend

— SillyT

Bin hin und her gerissen. Ein absoluter Lesegenuss! Streckenweise sogar genial, spannend. Dann wieder banal, irritierend, völlig überzogen.

— kalligraphin

Ein toller tiefgründiger Roman mit Herz und Roman! Mein erstes Buch 2017 und gleich ein Highlight!

— Suma2

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  • Themen
  • Lässt mich zwiegespalten zurück

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    -Leselust-

    07. June 2017 um 22:11

    Kurzmeinung:Bei diesem Buch bin ich zwiegespalten. Einerseits gibt es sehr interessante und komplexe Charaktere und es werden viele spannende Themen behandelt. Das alles verpackt in einem wunderschönen Schreibstil.Allerdings wird das zentrale Thema viel zu schnell abgehandelt und zu unreflektiert dargestellt.Zum Buch:Die Geschichte wird aus Sicht der 13-jährigen India erzählt. Als Leser merkt man schnell, das India anders ist, als andere Kinder in ihrem Alter. Mit ihren Klassenkameraden kann sie nicht so viel anfangen und zur Beruhigung zählt sie Primzahlen. Ihr Blick auf die Welt ist herrlich klar und schonungslos ehrlich. Sie sieht Sachen, die andere übersehen würden. Auf der einen Seite besitzt sie eine große Empathie und emotionale Intelligenz. Auf der anderen Seite ist sie aber sozial so ungeschickt."Ich nahm mein Ausgeschlossenen hin wie eine unheilbare Krankheit und versuchte nichts, um mich bei den anderen beliebter zu machen." (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 69)Dabei sehnt sie sich eigentlich danach, einfach dazuzugehören.Zur Familie gehören außerdem der Künstler Vater, der eigentlich hauptsächlich für seine Kunst lebt und kein echtes Interesse an den anderen zeigt und seine Rolle als Vater nur spielt."Er war recht gut, als Vaterdarsteller, und andere ließen sich von ihm täuschen. Aber mir konnte er nichts vormachen, ich spürte sein Inneres Unbeteiligten, die Unsicherheit, das fehlende Interesse." (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 10)Die Mutter ist eine "Suchende" und verbringt ihre Zeit mit Meditation und der Frage nach dem Sinne es Lebens. Sie ist auch viel zu sehr mit sich beschäftigt, um auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen."Weil die Momente, in denen sie sich mit mir beschäftigte so selten und deshalb kostbar waren, ließ ich alles mit mir geschehen." (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 35)Indias 16-jühriger Bruder Che leidet unter diesen Umständen am meisten. Ihm fehlen Grenzen und Regeln. Er weiß nicht so richtig, wer er ist und wo er hingehört. Er sucht verzweifelt nach Orientierung und versucht, seinen Platz zu finden. Dabei gerät er auf die schiefe Bahn und rutscht vom einen ins andere Extrem."Ich spürte schon damals, dass Che um ihre Liebe bettelte die, er -hätte er sie bekommen- wahrscheinlich gar nicht hätte annehmen können." (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 39)Alles in allem also ein eher unkonventionelles Elternhaus, wenn man es nett ausdrücken möchte. Nicht so nett, sprechen manche Nachbarn auch von emotionaler Verwahrlosung.Neben der Hippie- Familie, wird auch noch die typisch bürgerliche Familie von nebenan portraitiert. Doch die oberflächliche Idylle trügt und auch hier schlummern hinter der heilen Fassade einige Probleme und Konflikte.Meine Meinung:In diesem Buch steckt so viel drin und größtenteils hat es mir wirklich unglaublich gut gefallen.Die Sprache ist wunderschön und es gibt so viele tolle Zitate in dem Buch, dass ich beim Lesen kaum vorangekommen bin, weil ich mir gefühlt jeden zweiten Satz rausschreiben musste."Deshalb haben wir euch immer große Freiheit gelassen. Aber Freiheit beinhaltet nicht die Freiheit, andere zu verletzen." (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 145)Die Themenvielfalt in dem Buch ist bemerkenswert. Es geht um Familie, Erziehung, Freundschaft und erste Liebe. Aber auch um Kunst, Musik, um Religion und Glauben. Um Emanzipation. Um Synästesie. Aber auch die Aufarbeitung bzw der Umgang mit der Nazi- Vergangenheit wird thematisiert."Die Welt war so viel komplizierter, als sie erschien. Wie konnte man auf den Gedanken kommen, sie in handliche Kästchen zu füllen und Etikette mit der Aufschrift richtig und falsch daraufzulegen?" (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 88)Zwischendurch hat die Geschichte aber leider auch einige Längen. Es gibt ausführliche Schilderungen von Dingen, die für den Verlauf der Handlung nicht unbedingt nötig gewesen wären. Dennoch habe ich auch diese Stellen meist gern gelesen, weil sie eben trotzdem schön geschrieben waren. -- Achtung, die folgenden Abschnitte könnte kleine Spoiler enthalten-- Der "Spoiler" ist aber ein wichtiger Punkt, der mir an dem Buch nicht gefallen hat, deswegen war es für mich wichtig, das hier aufzugreifen und zu besprechen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der Klappentext schon viel zu viel von der Handlung verrät. Der Klappentext lässt vermuten, dass der Missbrauch das Hauptthema des Buches sein wird. So ist es aber nicht. Der Missbrauch geschieht erst im letzten Viertel des Buches. Und so kommt es, das man als Leser quasi die ganze Zeit darauf wartet und immer eine dunkle Vorahnung hat. Ich hatte Thema die ganze Zeit im Hinterkopf und habe das Buch nach Hinweisen abgesucht, wann dieser Teil der Handlung wohl geschehen wird.Wenig Raum für das HauptthemaNegativ aufgefallen ist mir außerdem, dass der Missbrauch so kurz abgehandelt wurde.Die buddhistischen Rituale der Mutter werden über mehrere Seiten ausführlich beschrieben, aber der Missbrauch wird in einem Absatz abgehandelt? Bitte was? Ein weiteren Absatz lang hadert India mit sich, in einem weiteren Absatz vertraut sie sich ihren Eltern an. Und das war es dann auch fast schon. Ein so sensibles Thema hätte findet ich eine ausführlichere und komplexere Darstellung verdient. Obwohl die Vorbereitung des Übergriffes schon sehr gelungen war. Man kann den typischen Verlauf erkennen: Das Auserwähltsein, dann einen Pakt schließen, ein Geheimnis haben. Das wird gut dargestellt. Eine ähnlich ausführliche Entwicklung hätte ich mir für den Verlauf nach dem Übergriff gewünscht.Ich verstehe allerdings nicht, warum man diese Handlung schon im Klappentext andeuten muss, wenn es erstens nicht so relevant für die Handlung ist und zweitens erst so spät im Buch passiert.Eine fragwürdige MessageAber am meisten gestört hat mich die Message des Buches. India wird missbraucht, vertraut sich schließlich ihren Eltern an, und die glauben ihr nicht. Niemand glaubt ihr. Schon allein das ist ungeheuerlich. Dann missbraucht der Lehrer auch noch zwei weitere Mädchen, und auch denen wird nicht geglaubt. Sie werden von der Schule geschmissen, während der Lehrer sich bejubeln lässt. Was ist das denn für eine Aussage?Ich als erwachsene Leserin kann das reflektieren und weiß, dass es in solchen Fällen leider manchmal wirklich so läuft.Aber was ist, wenn das Buch junge Mädchen lesen, die eine ähnliche Situation erlebt haben? Sollen die sich dann denken, dass es eh nichts bringt, sich jemandem anzuvertrauen, weil ihnen eh niemand glauben wird und es nur negative Konsequenzen für sie haben wird? Also lieber runterschlucken und so tun, als wäre nichts passiert? Das ist nämlich der Eindruck, der in dem Buch vermittelt wird. Und das finde ich wirklich problematisch.Deswegen kann ich dieses Buch leider nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.Fazit:Eigentlich ein großartiges Buch, das durch seine schöne Sprache, seine Themenvielfalt und die komplexen Charaktere besticht.Leider kann ich das Buch dennoch nicht uneingeschränkt weiterempfehlen, da mit dem Thema Missbrauch in meinen Augen nicht sorgfältig genug umgegangen wurde.

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  • Einfühlsame Familiengeschichte

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    eulenmatz

    25. January 2017 um 15:06

    INHALT: Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen. COVER: Das Cover ist mir sofort ins Auge gefallen. Vor allem auch deswegen, weil es von typischen Cover von Amelie Frieds Romanen abweicht. Die bunten Farbspritzer erinnern mich an die diversen Holi Colour Festivals, welches sehr gut zu den 1970ern passt, in denen der Roman spielt. Ich bin großer Freund von diesen matten Broschur-Ausgaben, aber es ist fast unmöglich, dass der Rücken des Buches nach dem ersten Lesen nicht schief ist. Für mich als Buchliebhaber immer ein kleiner Wehmutstropfen.   MEINUNG: Ich habe bisher noch nie einen Roman von Amelie Fried gelesen, auch mir ihr Name schon lange geläufig ist. Die von Amelies Fried bisher geschriebenen Romane werden ja eher dem Bereich der Frauenliteratur (auch wenn ich den Begriff überhaupt nicht mag) zugeordnet und das ist nicht so mein Genre. Umso mehr wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, welches ich als Coming-of-Age-Roman bezeichnen und auf Grund des Alters der Protagonistin auch als Jugendbuch einordnen würde. Weil es aus dem Klappentest nicht hervor geht, war ich überrascht, dass es in den 1970er Jahren spielt. Damit ist es nicht ein Jugendbuch, sondern auch ein gesellschaftlicher Roman, denn er gibt Einblick in die Generation der 68er, zu denen Indias und Ches Eltern zweifelllos gehören. Sie sind eine Nachkriegsgeneration, die auf der einen Seite immer noch mit nationalsozialistischen Vergangenheit ihrer Eltern zu kämpfen haben und die auf der anderen Seite bei ihren eigenen Kindern völlig mit dem damaligen Erziehungsstil brechen und diese völlig anti-autoritär erziehen. Was für viele Jugendliche der heutigen Generation ein erstrebenswertes Ziel wäre, ist etwas, woran Che und India sehr zu leiden haben. Bei beiden ist sehr deutlich spürbar, dass sie unter dem Anders sein ihrer Eltern, aber auch mit deren Vernachlässigung, jeder auf seine Art zu kämpfen habe. Beide wünschen sich feste Regeln oder auch mal Bestraffungen für ihr Handeln. Ches und India Eltern ecken auch häufig mit ihrer Lebensweise in der klein-bürgerlichen, christlich geprägten, schwäbischen Kleinstadt an und sorgen damit auch nicht selten bei den beiden für peinliche und unangenehme Momente (India) und Ausrastern (Che). Dennoch gehen beide ganz unterschiedlich mit der familiären Situation um. Es ist deutlich spürbar, dass bei Che der Leidendruck sehr groß ist und er flüchtet sich während des Verlaufs in zwei völlig konträre Richtungen mit dem deutlich Wunsch irgendwo dazu zu gehören und auch endlich die gewünschten Regeln zu haben, die er bei seinen Eltern so schmerzlich vermisst. Beiden gemeinsam ist, dass nirgendwo wirklich dazu gehören. India ist weitaus klüger und intelligenter als es für ihr Alter üblich ist und wird von ihren Mitschülern nur als Streberin betrachtet. Ich mochte an ihr, dass sie bereits ihr eigenes Verhalten und das der Erwachsenen sehr klug reflektiert. Auch wenn sie lieber normal und durchschnittlich sein würde, hat die Erziehung ihrer Eltern bzw. eher das Fehler auch einen positiven Einfluss auf sie. In meinen Augen ist sie deutlich offener für alternative Lebensweisen. Selbst als die Ehe der Eltern anfängt zu zerbrechen, geht sie damit bewundernswert um. Obwohl ihre Eltern sich eigentlich nur um sich selbst kümmern und nicht mal für das Essen sorgen, spürt man bei India keine Verbitterung gegenüber ihnen (auch wenn ich das gut verstanden hätte). Der Roman zeigt auch auf, wie Vorwürfe gegenüber einer Person, die einen guten Ruf hat, in einer Kleinstadt gehandhabt werden. Man glaube der anschuldigenden Person einfach nicht und da unterscheiden sich auch Hippies von Nicht-Hippies nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass das in einigen ländlichen Regionen auch noch immer so ist. Es wurde aufgezeigt, dass es dann besser ist zu schweigen bevor sich die Anschuldigungen noch gegen einen richten könnten. Das hat mich wirklich wütend gemacht. FAZIT: Mir hat es manchmal etwas an Spannung gefehlt, aber es ist in diesem Genre einer der besten Romane, die ich je gelesen habe. Trotz vieler schwieriger Themen, die Amelie Fried sehr einfühlsam aufgegriffen hat, verliert der Roman niemals an Leichtigkeit und Humor, was vor allem an Ich-Erzählerin India liegt, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Sie trägt diesen Roman als Schlüsselfigur. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Gefühlvoll und berührend

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    SillyT

    08. January 2017 um 16:47

    Im Jahr 1975 wächst die damals dreizehnjährige India gemeinsam mit ihrem Bruder bei ihrer recht unkonventionellen Familie auf. Nicht nur ihr Name ist ihr unangenehm, denn damit allein fällt sie schon auf wie ein bunter Hund. Nein, sie ist hochbegabt, ihr Bruder benimmt sich häufig merkwürdig und ihre Eltern lassen sie einfach mal machen. Dabei sind sie in der kleinen Gemeinde, in der sie leben, aber auch eher ungewöhnlich und fallen natürlich auf. India versucht auf ihre Art und Weise Anschluss zu finden und doch ist sie ein typischer Aussenseiter. Doch zum Glück gibt es Bettina, die Tochter der Nachbarn, in der sie eine Freundin findet. Bettinas Vater ist unter anderem Klavierlehrer und bisher löste Musik immer sehr merkwürdige Gefühle in India aus, doch als sie selbst beginnt, Klavier zu spielen, scheint es, als hätte sie ihre Berufung neben der Mathematik endlich gefunden.Meine Meinung:Amelie Fried kannte ich zuvor schon als Autorin, hauptsächlich durch ihr Buch "Traumfrau mit Nebenwirkungen". Zwar ist dies schon eine ganze Weile her, aber ich hatte dieses Buch eher als leichte Kost in Erinnerung. Umso überraschter war ich von ihrem Roman Ich fühle was, was du nicht fühlst, denn dieses Buch ist mit sehr viel Gefühl und Tiefgang von der ersten Seite an ausgestattet. Der Schreibstil ist hier zwar sehr flüssig, aber da hier die Dialoge deutlich im Hintergrund stehen und das Hauptaugenmerk auf die komplette Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin India gelegt ist, doch ein wenig anspruchsvoller.Somit ist dieses Buch eher eine ruhige Geschichte, in der es nicht seitenweise Action hagelt, aber trotzdem mitreißt. Man möchte einfach viel mehr über dieses ganz besondere Mädchen erfahren, das schon in allen Bereichen so viel erwachsener wirkt, als sie es eigentlich sein sollte. So ist es nicht unbedingt mit Spannung gespickt, bleibt aber durch viel Gefühl und Einfühlungsvermögen etwas besonderes.Erzählt wird diese Geschichte von India in der Ich-Form, die gerade einmal dreizehn Jahre alt ist. Sie wächst in einer kleinen Gemeinde auf und ihre Eltern sind schon sehr gewöhnungsbedürftig. Sie scheinen kein richtiges Interesse an ihren Kindern zu haben und lassen sowohl India als auch ihren Bruder Che einfach machen, ohne sich um sie und ihre Bedürfnisse zu kümmern. Aber nicht nur dieses Thema kommt hier zur Sprache, denn Amelie Fried packt hier noch so einige Themen mit hinein, die Grund zum Grübeln denken. Mitte der 70er Jahre ist man doch mitten im Wandel, die einen haben noch das typische Frauen hinter den Herd Denken, die anderen plädieren für die freie Liebe, dabei kommt noch das Thema Rechtsradikalismus, Bhagwan und Pädophilie zur Sprache und alles prasselt nicht nur auf die Protagonistin ein, sondern auch auf mich als Leser.Man fühlt hier sehr gut mit diesem jungen Mädchen mit, das es hier sehr gut schafft, ihre Gefühle glaubhaft darzustellen. Dabei ist sie auch noch etwas ganz besonderes, denn sie scheint nicht nur eine Hochbegabung für Mathemathik und Musik zu haben, sondern hat auch eine ganz andere Wahrnehmung als andere. Denn India ist Synäthesistin, sie nimmt bestimmte Dinge, wie z. B. die Musik nicht nur mit dem Gehör war, sondern spürt sie regelrecht an ihrem Körper. Diese Wahrnehmung ist sehr ungewöhnlich und wirkt zunächst äußerst verstörend auf India. Aber auch sonst wird das Mädchen förmlich mit Eindrücken überhäuft und ich muss sagen, dass ich sie sehr bewundert habe, mir kam sie auf jeden Fall sehr viel erwachsener vor, als z. B. ihre eigenen Eltern.In diesem Buch gibt es auch so einige Nebencharaktere, die wir durch Indias Augen erleben, dabei spüren wir, wie sie sich nach Freunden sehnt, wobei sie meist die Ablehnung der anderen spürt, wie sie sich von ihren Eltern entfremdet, weil diese sie ja eh nicht richtig wahrnehmen und noch vieles mehr.Mein Fazit:Eine aussergewöhnliche Geschichte mit ganz viel Gefühl und sehr viel Tiefgang, das einen auch nach dem Lesen nicht sofort losläßt und zum Nachdenken anregt. Eine Protagonistin, die durch ihre Besonderheiten interessant und einfach besonders wirkt, durch deren Augen man sehr viele Eindrücke gewinnt und mit der man einfach mitfühlt. Wer eher ernstere Geschichten mit Tiefgang mag, der sollte hier zugreifen.

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  • Toller Roman!

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    Leseeule96

    17. November 2016 um 22:58

    Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür.India ist dreizehn Jahre alt und anders als ihre Mitschülerinnen. Denn sie ist hochbegabt. Außerdem kann sie Zahlen in Farben sehen und Musik auf ihrer Haut spüren. Dies und ihr Einser-Schnitt machen sie zu einer Außenseiterin in der Schule. Wäre das nicht schon schlimm genug, sind ihre Eltern total durchgeknallt und verrückt und ziehen damit das Gespött der Leute auf sich und ihre Familie. Dann geschieht für India etwas wundervolles. Ihr Nachbar Christian, ihr Musiklehrer und Vater ihrer einzigen Freundin bietet ihr privaten und kostenlosen Klavierunterricht an, weil er ihr unerkanntes Talent entdeckt. Endlich hat sie etwas gefunden, was ihr Spaß macht und Sie begeistern kann. Doch dann passiert etwas tragisches und Christian verliert ihr Vertrauen. Auch in ihrer Familie läuft es alles andere als Rund. Ihre Eltern stehen kurz vor der Trennung, ihr Bruder gerät in schlechte Kreise und das Geld ist auch knapp. Was wird aus India und Ihrer Familie werden?Dies ist ein ziemlich anspruchsvoller Roman. Nicht weil er schwer geschrieben ist, sondern weil die Geschichte einfach ziemlich komplex und breitgefächert ist. Es kommen viele verschiedene Themen zur Sprache und es geht um so vieles gleichzeitig. Trotzdem wird man nicht von den ganzen Dingen erschlagen, sondern kann sich prima in die Erzählung fallen lassen. Dieses Buch spielt in den 70er Jahren und es kommen auch immer wieder Dingen wie die Nazizeit und das Judentum vor. Das fand ich sehr interessant und ich habe - speziell was das Judentum angeht - ein paar neue Dinge gelernt. Indias Familienverhältnisse sind sehr kompliziert und die Erziehung ihrer Eltern für mich nicht begreiflich. Aber da sollte man das Buch lieber selber lesen, deshalb gehe ich nicht näher darauf ein. In dieser Geschichte gibt es keine direkte Liebesgeschichte, welche ich normalerweise ja immer brauche, aber in diesem Fall hat sie eigentlich gar nicht gefehlt, denn es gab genug anderes. Obwohl sich das Buch an manchen Stellen zwischendurch sehr gezogen hat, hat mir die Geschichte gut gefallen, auch weil sie so ausführlich war. Lediglich mit dem Ende bin ich nicht einverstanden und es hat mich total unzufrieden zurück gelassen. Es kommt viel zu schnell und abrupt und ohne viel Geplänkel. Es bleiben, für meinen Geschmack, viel zu viele Fragen ungeklärt und eine Sache lässt mich einfach nicht los. Die hätte einfach nicht so enden dürfen. Wer das Buch schon gelesen hat, wird mich verstehen.Nichts desto trotz ein toller Roman, der sehr in die Tiefe geht und einen zum nachdenken anregt. India ist ein toller Charakter und hat mir sehr gut gefallen. 

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  • mal etwas ganz anderes - überraschend - ungewöhnlich - erfrischend - spannend - neuartig großartig

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    PattyKK

    12. November 2016 um 23:43

    mal etwas ganz anderes - überraschend - ungewöhnlich - erfrischend - spannend - neuartig  großartig - love it! 

  • Ein Buch mit Herz

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    Enaria

    15. October 2016 um 13:27

    Aufgefallen ist mir dieses Buch das erste mal in einem Onlineshop wegen diesem wunderbaren Cover. Die bunte Wasserfarben-Wolke gefällt mir sehr gut, in Kombination mit der eher schlichten Schrift, kommt die Farbexplosion besonders schön zur Geltung. Wirklich begeistert war ich dann, als ich das Werk in den Händen hatte. Das Material des Covers fühlt sich wie eine Leinwand an, die Farben leuchten richtig. Und nachdem ich das Buch nun gelesen habe, finde ich es auch sehr passend zu Indias Persönlichkeit. Wirklich toll!Dieses Buch beginnt mit dem Satz "Dass mit meiner Familie etwas nicht stimmte, hatte ich schon länger vermutet." und liefert direkt schon das Fundament dieser Geschichte. India und ihre Familie leben im Jahr 1975 in einer schwäbischen Kleinstadt. Diese Zeit selbst habe ich nicht miterlebt, konnte mich aber durch die Beschreibungen sehr gut hinein denken. So erleben wir als Leser auch die Probleme dieser Zeit, denn Indias Eltern sind Hippies und geben ihren Kindern im Sinne einer anti-autoritären Erziehung alle Freiheiten. Während ihr Bruder Che in die Kriminalität abzudriften droht, ist India eine sehr kluge 13-jährige, betrachtet ihr Umfeld kritisch, fühlt sich aber auch allein. Ich mochte das Mädchen sofort, denn die Autorin gestaltet sie greifbar und absolut liebenswürdig. Und manchmal hatte ich auch das Bedürfnis sie zu umarmen und sie aus ihrer Zeit/Welt heraus zu holen.Die Autorin thematisiert in ihrem Buch sehr sensible und ernste Themen. Sie führt uns Leser sehr gefühlvoll heran und verfällt keinesfalls in eine klischeehafte Erzählung. Zudem sind Indias Erlebnisse und die (inneren) Konflikte in ihrem Kern auch auf die heutige Zeit übertragbar: Schwierige Familienverhältnisse, das Gegen-den-Strom-schwimmen, Verletzung von Vertrauen, Geheimnisse - all das ist zeitlos und regt zum Nachdenken an. Amelie Fried schafft dabei genug Tiefgang und berührte mich so emotional durch ihren sehr bildhaften, lockeren Schreibstil. Nur ein paar Punkte gefielen mir nicht so gut. Insbesondere der Spannungsbogen erscheint mir verbesserungswürdig, denn ein richtiger Höhepunkt fehlte mir. Genauso brauchte die Geschichte für meinen Geschmack zu lang, um richtig fesselnd zu werden. Das Ende hingegen wirkte dann wieder fast überstürzt. Das ist insgesamt sehr schade, denn dieses Buch liest sich sonst sehr schön. Fazit:"Ich fühle was, was du nicht fühlst" ist ein gutes Buch für einen gemütlichen Herbsttag auf dem Sofa. Es ist ein Buch für jede Altersgruppe: Für Jugendliche, aber auch genauso für Erwachsene, die in das Lebensgefühl der 70er Jahre eintauchen wollen. Die Autorin entführt den Leser in die Gedankenwelt einer klugen und hochbegabten Schülerin und schenkt uns Lesern damit eine Geschichte mit Herz und einer wohldosierten Portion Witz. Empfehlenswert!

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  • [Rezension] Ich fühle was, was du nicht fühlst von Amelie Fried

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    buchliebe_by_kerstin

    04. October 2016 um 22:06

    Klappentext:Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen.Meine Meinung:Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Buches als Rezensionsexemplar.Als ich das Buch das erste mal in der Buchhandlung neben mir legen sah, ist es mir sofort wegen seinem unbeschreiblich schönem Cover in die Augen gesprungen. Es strahlt mit der Vielfalt der Farben solch eine Fröhlichkeit aus, dass man sich den Klappentext einfach durchlesen muss! Auch die schlichte Schrift für den Titel und den Autorennamen finde ich perfekt, da man sich dadurch mehr auf die in sich übergehenden Farbkleckse fokussieren kann.Ich vermute, dass die Farbe auf den Job von Indias Vater hinweisen soll - Künstler. Die Verschiedenheit deren jedoch vielleicht auf die Verschiedenheit der Menschen und das jeder Einzigartig ist.Auch der Buchrücken und die Hinterseite des Buches sind noch in dem selben Stil gestaltet. Absolut Top, trotz des schlichten Designs!Dafür dass dies das erste Buch von Amelie Fried ist, ist ihr Schreibstil gut.Sie schreibt aus der Ich-Perspektive der Protagonistin India. Man kann flüssig lesen, jedoch fehlte mir etwas die Spannung, die einen dazu treibt, weiterlesen zu wollen. Aber da es ihr Debütroman ist, sehe ich es nicht ganz so streng. :D"Dass mit meiner Familie etwas nicht stimmte, hatte ich schon länger vermutet."Mit diesem Satz leitet uns die Autorin in die Story der Geschichte ein und liefert sofort eine Information an den Leser, die man weiter erforschen will - bei der man wissen möchte, was dahinter steckt.India hat eine nicht so "normale" Familie, wie sich die Gesellschaft eine Familie vorstellt: Ihre Eltern sind Hippies und künstlerisch interessiert, geben ihren Kindern keinen Regeln vor und Mutter und Vater kümmern sich nicht richtig um die Probleme ihres Nachwuchs. Also das genaue Gegenteil das man sich unter dieser "ganz normalen/idealen" Famile vorstellt: Mutter und Vater haben einen festen Job, ein festes Einkommen, sie setzten ihren Kindern klare Regeln und interessieren sich für das Leben ihrer Kinder.Bei Familie Kaufmann im Jahre 1975 - in dem Jahr, in welchem das Buch spielt - gibt es so etwas nicht, wie vorher schon beschrieben.India ist ein sehr schlaues und begabtes Mädchen, doch wegen ihren verrückten Eltern ist sie eine Außenseiterin.Ich finde, dass die Geschichte einen langen Anlauf brauchte, um zur richtigen Geschichte zu kommen. Anfangs wird nur von schon vergangenen Ereignissen erzählt.Bis sie ihre Klavierstunden bekommt, vergehen ein paar Seiten, die meiner Meinung etwas zu viel waren. Doch ab da an, finde ich, wurde das Buch erst interessant.In ihrer Familie werden Geheimnisse verschwiegen und viele andere Sachen passieren, die mit India, ihrem Umfeld und ihrer Familie zu tun haben.Persönlich, fehlte mir etwas die Spannung der ganzen Story - der Spannungsbogen; der Höhepunkt der Geschichte. Vielleicht war ich auch einfach nur so unaufmerksam, dass ich den Höhepunkt einfach nicht bemerkt habe. Die Ereignisse die geschehen sind, befanden sich größtenteils auf gleicher Ebene.Zu Ende des Buches, ging mir dann auf einmal alles etwas zu schnell. Davor noch alles so auseinander gezogen und dann auf einmal so schnell wie nur möglich alles auflisten, was noch passiert ist. Doch das Ende an sich gefällt mir, da es realistisch ist und nicht einfach irgendein komisches Ende hingeklatscht wurde.Fazit:Der Roman Ich fühle was, was du nicht fühlst von Amelie Fried ist ein Roman über ein junges Mädchen und ihre Familie. Und auch das steht im Vordergrund. Durch den Klappentext zeigte ich eigentlich nur wegen des musikalischen Aspekts Interesse an dem Buch, da ich Familiengeschichten nicht so gerne lese und es ca. 3/4 des Buches einnimmt.Doch das Buch ist meiner Meinung nach nicht nur unterhaltend, sondern auch etwas bildend. Man erfährt über eine kleine Auswahl von Themen etwas mehr, oder kann sein Wissen dadurch etwas auffrischen.Alles in allem war es nicht das beste Buch, das ich je gelesen habe, aber es war gut und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. (Außer ihr seit wegen des musikalischen Aspekts da!:D) Von mir gibt es deswegen 3,5 Sterne.

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  • Ein außergewöhnliches Buch!

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    Booksarehome

    28. September 2016 um 16:33

    Inhalt: Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen.(Quelle: Bloggerportal) Zum Autor: Amelie Fried wurde 1958 geboren und wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre bisherigen Romane waren Bestseller. Für ihre Kinderbücher, bekam sie viele Auszeichnungen, darunter den "Deutschen Jugendliteraturpreis".  Zusammen mit ihrem Mann schrieb sie den Sachbuch-BestsellerVerliebt, verlobt - verrückt?. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München. Zum Buch: Die 13-jährige India hat es nicht ganz leicht in ihrem Leben. In der Schule ist sie wegen ihrer besonderen Begabung ein Außenseiter und wird von manchen "die Verrückte" genannt und zu Hause hat sie auch nicht wirklich jemandem zum reden. Ihren Eltern ist alles eigentlich egal, denn beide geben India und ihrem Bruder Che, so viel Freiheit, dass sie nicht mal Regeln haben zum brechen. Nichts wird den beiden verboten und auch wenn das gut klingt ist es das nicht. Denn vorallem Che will die Aufmerksamkeit der Eltern und vorallem will er auch irgendwo dazugehören und so droht er in die Kriminalität abzudriften.Als India bei ihrem Musiklehrer, welcher der Vater ihrer besten Freundin Bettina ist, Klavierunterricht bekommt. Christian merkt sofort, das sie begabt ist und fordert sie. Auch India fing an es zu lieben, auch wenn sie anfangs sehr skeptisch war. Doch was ganz normal begann, endete sehr merkwürdig, denn ihr Musiklehrer schien auch andere Gefühle für sie zu haben.  Meine Meinung: Zuerst einmal möchte ich mich beim Heyne Verlag und beim Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar bedanken.Das Buch war so gut! Es hat mich von Anfang an gefesselt. Der Schreibstil war auch flüssig und gut zum lese. Ich konnte nie einschätzen, was als nächstes passiert, alles war einfach so unerwartet, meiner Meinung nach. Die Protagonistin India, fand ich einfach nur total sympathisch und ich hab sie sofort ins Herz geschlossen.Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen! Mein Lieblingszitat aus diesem Buch: "Vielleicht gab es ja keine normalen Familien. Vielleicht war nur jede Familie auf ihre eigene Art gestört."Ein absolutes 5 Sterne Buch!

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  • [Rezension] Ich fühle was, was du nicht fühlst von Amelie Fried

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    HappySteffi

    19. September 2016 um 13:37

    Broschiert: 400 SeitenVerlag: Heyne VerlagErscheinungstermin: 22. August 2016ISBN-10: 3453265904KlappentextDie 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen. AutorAmelie Fried, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. Traumfrau mit Nebenwirkungen, Am Anfang war der Seitensprung, Der Mann von nebenan, Liebes Leid und Lust und Rosannas Tochter wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den »Deutschen Jugendliteraturpreis«. Zusammen mit ihrem Mann Peter Probst schrieb sie den Sachbuch-Bestseller Verliebt, verlobt – verrückt?. Bei Heyne erschien zuletzt der Roman Traumfrau mit Lackschäden. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München. CoverDer Einband ist eine regelrechte Farbexplosion. Auf dem leicht strukturierten, weißen Hintergrund sieht man Wasserfarben, die in einer großen Farbwolke zu verschmelzen scheinen. Von Blau über Grün, Rot und Pink bis hin zum leuchtenden Gelb ist alles vertreten und bildet sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite tolle Farbverläufe. In großen Lettern ist der Autorenname in Schwarz, der Titel des Buches in Weiß direkt auf dem Farbfeld gedruckt. Mich erinnerte es im ersten Moment daran, wie es sein muss ein Holi-Festival von oben zu sehen, wenn all die Farbpulver zusammenkommen und sich etwas neues, einzigartiges bildet. MeinungTief in den 70er Jahren taucht der Leser in die Welt der 13-Jähriegen India ein, ein Mädchen, das ihre Umwelt sehr detailliert wahr nimmt und den Leser stark daran teilhaben lässt.Zunächst einmal kann ich sagen, das ich dieses Jahrzehnt selber nicht miterlebt habe, mich aber durch die authentische Darstellung im Buch gut darin hineinversetzen konnte und das wiedergefunden habe, was ich aus Filmen und Erzählungen dieser Zeit schon kannte. Das 70´s-Feeling auf diese Weise mitzuerleben hat mir wirklich Freude bereitetIndia ist eine wunderbare Protagonistin. Sie ist nahbar, authentisch und man hat von Anfang an das Gefühl sie schon ewig zu kennen. Sie ist klug, witzig und hinterfragt ihre Umgebung und vor allem die Menschen darin sehr kritisch und ironisch. Sie macht eine realistische Entwicklung mit und wirkt alleine oder auch im Zusammenhang mit anderen Charakteren wie ihrer Familie, ihrer Freundin und so weiter nicht inszeniert. Verpackt in einer guten Geschichte mit einem Augenzwinkern hier und da erlebt man die Problematik der 70er mit, wie es ist wenn die Eltern sich auf Sinn-suchenden Pfaden befinden und man als Kind andere Bedürfnisse hat. Der Erzählstil ist locker und der Zielgruppe angemessen. Obwohl man hier eine junge Protagonistin vorfindet, ist das Buch nicht jugendlich geschrieben. Ehr so, als würde die heutige, ältere India sich zurückerinnern und den Leser auf eine Reise in ihre Vergangenheit mitnehmen. Amelie Fried schreibt einfühlsam und detailverliebt, ohne dabei kitschig oder übertrieben zu wirken. Das gefällt mir besonders an diesem Buch. Fazit„Ich fühle was, was du nicht fühlst“ ist das richtige für einen verregneten Sonntag auf dem Sofa, ein Buch, das man einfach genießen kann, weil ungeschönt und ehrlich daher kommt und ohne Kitsch eine Geschichte erzählt, die ans Herz geht. 

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  • Rezension "Ich fühle was, was du nicht fühlst"

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    Traumkatze

    16. September 2016 um 22:39

    Rezension "Ich fühle was, was du nicht fühlst" Klappentext: Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen. Cover: Der Hintergrund des Covers ist weiß und darauf sieht man das einen tollen Farbverlauf von rot, gelb, orange und blau, als wäre es mit Tusche bemalt worden. Ich finde, dass das Cover ungwöhnlich uns einfach mal was anderes ist. Da ich selber gerne male und solche Farbverläufe auch immer sehr schön finde, gefällt mir auch dieses Cover sehr gut. In dem Buch liegt der Mittelpunkt auf Gefühlen und genau diese vermittelt auch das Cover, sodass es so scheint, als wolle das Cover dem Betrachter eine Botschaft überbringen und das finde wirklich sehr gut gelungen, da es zudem auch sehr gut zum Buch passt. 5/5 Sterne Titel: Die Aussage, die der Titel macht, trifft auf mehrere Situationen und Beziehungen in dem Buch zu, da unsere Protagonistin oft ganz anders fühlt, als die Leute um sie herum. Und ich finde, dass der Titel somit die Handlung gut beschreibt, aber trotzdem nicht zu viel verrät. Der Titel harmoniert außerdem sehr gut mit dem Cover, da die bunten Farben die verschiedenen Gefühle, die in dem Titel angesprochen werden, gut zum Ausdruck bringen. 5/5 Sterne Umsetzung: Angesprochen hat mich vor allem das Cover, da es mir sofort in Auge gesprungen ist, denn es sieht einfach anders gestaltet aus als die meisten anderen Bücher. Aber auch der Inhalt des Buches klang interessant. Erwartet habe ich eine außergewöhnliche Geschichte, die viele verschiedene Gefühle in mir weckt und ich wurde nicht enttäuscht. Im Grunde kann man sagen, dass das ganze Buch von der Handlung her sehr ruhig ist und auch nicht so viel passiert, jedoch treten dadurch die Gefühle, die vermittelt werden, sehr in den Vordergrund und diese haben mich sowohl zum lachen als auch zum weinen gebracht. Und ich denke, dass es bei dem Buch auch wirklich nicht um die Handlung an sich geht, sondern die Gefühle, die Beziehungen der Charaktere und vor allem die Protagonistin geben dem Buch erst die Handlung. Wir erleben die Geschichte aus der Sicht der 13-Jährigen Protagonistin India, die ich wirklich gerne mochte. Ich konnte sie gut verstehen und mich teilweise sogar mit ihr identifizieren. Ich fand sie einfach toll, weil sie so unglaublich anders ist als die meisten anderen Protagonistinnen. Die Autorin hat es geschafft, dass ich mich so sehr mit India verbunden gefühlt habe, dass ich dasselbe gefühlt habe wie sie. Wenn sie sauer war oder verzweifelt war ich es auch. Und ich finde, dass ist schon eine echt tolle Leistung. Auch die anderen Charaktere haben gut in das Bild der Geschichte gepasst und obwohl es wirklich teilweise so „typische“ Charaktere waren, die in vielen Büchern auftauchen, waren sie alle sehr realistisch dargestellt. Das Buch behandelt sehr einfühlsam viele verschiedene Themen und Konflikte und nicht nur den, der schon auf dem Klappentext angesprochen wird, wie beispielsweise die Rechte Szene, Erwachsenwerden, selbstfindung, Identität und auch Gewalt in verschiedener Art und Weise. All diese Themen wurden in der Geschichte gut miteinander verknüpft und gut in die Geschichte eingebracht. Im Prinzip handelt es sich um eine Geschichte, die einfach so aus der Realität gegriffen wird, da all die Dinge und Themen des Buches auch in der Realität passieren. Es geht auch viel einfach um das Leben an sich und auch wenn das Buch in den 70ern spielt, kann man die Handlung auch auf die Gegenwart übertragen, woran man nochmal gut sieht, dass manche Dinge gar nicht so anders waren. Das Buch hat mich insgesamt wirklich mitgenommen und ich ich konnte es einfach nicht mehr aus Hand legen. Der Schreibstil def Autorin war sehr flüssig zu lesen und hatte auch teilweise so einen Hauch von Poesie, was mir sehr gut gefallen hat. Zusammenfassend habe ich wirklich keine Kritik an dem Buch zu äußern, außer vielleicht, dass sich der erste Teil des Buch vielleicht etwas zu sehr gezogen hat, was man bei so einem Buch aber wirklich auch verkraften kann. Fazit: Es handelt sich um eine Geschichte, die die Gefühle, die sie vermitteln will, in den Vordergrund stellt, sondass die gesamte Handlung von Gefühlen geprägt und auch besonders durch unsere einzigartige und sehr außergewöhnliche Protagonistin geprägt ist. Das Buch spricht viele verschiedene wichtige Themen an, wie z.B. Erwachsenwerden, Zugehörigkeit und Liebe. Dies ist ein Buch, das so realistisch ist und mich nicht kalt gelassen hat, auch wenn im Grunde gar nicht so viel passiert ist, aber ich konnte es bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen und vermisse India, unsere Protagonistin, jetzt schon. Ich empfehle das Buch Jugendlichen, weil ich glaube, dass viele der Themem in dem Buch, vor allem auch diese Altersgruppe betrifft, doch meiner Meinung nach sollte es jeder gelesen haben, da es einfach etwas besonderes ist, wie ich finde. 5/5 Sterne *An dieser Stelle bedanke ich mich beim Verlag, der mir das Buch freundlicherweise zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

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  • "Ich fühle was, was du nicht fühlst" - ein großartiges Buch!

    Ich fühle was, was du nicht fühlst

    CarasBuecherwahn

    11. September 2016 um 11:55

    Titel: Ich fühle was, was du nicht fühlst Autorin: Amelie FriedVerlag: HeyneGenre: RomanSeiten: 400Inhalt: India ist dreizehn, ihre Vater ist freischaffender Künstler, ihre Mutter organisiert Selbstfindungs Kurse und ihr Bruder fällt von einem Extrem ins nächste. Sie selber ist hochbegabt und hat kaum Freunde, weil ihre Eltern keinen guten Ruf haben. Sie hält sich für abnormal. In diesem ganzen Chaos mit ihren Gefühlen und Empfindungen klar zu kommen ist nicht leicht. Erste Annäherungen mit einem Jungen werfen sie aus der Bahn, dann betrügtihre Mutter auch noch ihren Vater und ist ihr Lehrer vielleicht mehr als nur ein guter Freund?  Immer mehr Wahrheiten kommen ans Licht und sie fragt sich .Was ist in ihrem Leben keine Lüge?Meine Meinung: Das Cover hat mich einfach angesprungen. Diese Farben haben mir geradezu zugerufen "Los ließ mich!". Nach dem Lesen des Buches finde ich das Cover noch viel schöner, als vorher, da ich es sehr passend finde. Es spiegelt einfach die Empfindungen der Protagonistin wieder.Auf ca 400 Seiten hat mich das Buch kein einziges Mal gelangweilt und ich wollte immer weiter und weiter lesen! India ist eine interessante Person und ich konnte mit ihr fühlen. Sie hält ich für abnormal oder verrückt, dabei ist sie für mich die einzige einigermaßen normale Person in dieser Familie. Was mir besonders gefallen hat war, dass sie sich trotz ihrer eigenen Probleme immer versucht um ihren Bruder zu kümmern, der meiner Meinung nach ihre Hilfe auch dringend nötig hat. Ihr größtes Problem ist aus meiner Sicht eigentlich, dass sie immer Fehler bei sich sucht wo sie keine hat oder wo der Fehler eigentlich bei anderen Personen liegt. Das macht sie sehr menschlich und natürlich, wodurch sie mir extrem sympatisch wurde. Das Buch ist sehr gut geschrieben und die Geschichte ist fesselnd. Man wird sehr anschaulich und realistisch in das Jahr 1975 versetzt und hat trotzdem in fast allen Punkten der Geschichte eine gewisse Aktualität. Auch nach beenden des Buches muss man noch darüber nachdenken. TOP!Bewertung: ♥♥♥♥♥Ein riesen Dank geht an Heyne und randomhouse.

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