Ami McKay Der verbotene Garten

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Inhaltsangabe zu „Der verbotene Garten“ von Ami McKay

Es war mein Vater, der mir meinen Namen gab … 'Es war mein Vater, der mir meinen Namen gab. Mama sagte, ein Baum, so alt, dass er alle Geheimnisse von New York kannte, hätte ihn ihm zugeflüstert.' 1871: Das Mädchen Moth wächst in Manhattans Lower East Side auf. Die ersten Wörter, die sie lernt, sind jene, die die handgemalten Schilder ihrer Mutter, der Wahrsagerin, zieren: 'Der Ring des Salomon', 'Der Gürtel der Venus', 'Herz', 'Schicksal', 'Glück' und 'Leben'. Sehnsüchtig blickt sie oft in die verbotenen Gärten der großen herrschaftlichen Gebäude, bevor sie sich abends mit der Mutter auf ihr Lager legt. Als sie zwölf wird, erhält sie als Hausmädchen Zutritt in diese Welt. Doch bald erkennt Moth, dass sie selbst ein Gut besitzt, das manch einer höher erachtet als allen Schmuck und Besitz …

insgesamt lesenswert, die Erläuterungen u Infos am Rand irritieren u nerven, etwas zu distanziert

— CorneliaP
CorneliaP

eine 12jährige Waise im New Yorker Slum, Armut, Dreck und Gewalt. atmosphärisch dicht, sehr berührend

— Schokolatina
Schokolatina

Historischer Roman, der mit seiner tollen Aufmachung und ungeschönten Darstellung der Armut überzeugt.

— Schlehenfee
Schlehenfee

Beklemmend und unbarmherzig zieht die Autorin den Leser in das traurige Leben eines jungen Mädchens im New York des 19. Jahrhunderts.

— ColourfulMind
ColourfulMind

Sehr bewegende Geschichte eines Mädchens dessen Weg aus dem Slums von New York von großen Träumen & schlimmen Erfahrungen begleitet wird...

— mienebaja-74
mienebaja-74

Ein kleines Buchjuwel und perfekt für jemanden der schnöde und voraussehbare Romane mit prächtigem Happy End überdrüssig ist...

— Candice
Candice

Eine spannende Reise in die Vergangenheit und die Geschichte des Lebens eines jungen Mädchens, das das Glück sucht...

— Lesefee86
Lesefee86

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    Der verbotene Garten
    AlineWirths

    AlineWirths

    21. July 2013 um 11:05

     Wohlfühlroman? Nein bestimmt nicht. Eine ernste Geschichte eines Mädchens, das noch Träume hat. Für ihre 12 Jahre ist Moth eine wirklich starke Person.  Ihr Traum immer vor Augen versucht sie ihr Leben zu meistern. Teilweise schon sehr zielorientiert, stur und abgebrüht. Hier erwartet euch eine tolle Geschichte, aus der Sicht der Protagonistin geschrieben, mit zahlreichen Randbemerkungen der Ärztin Dr. Sadie und einigen Artikeln. Das alles belebt das Buch und ist nicht mal annähernd störend. Moth lebt in ärmlichen Verhältnissen auf, wird von ihrer Mutter verkauft, dort gequält und landet schliesslich in der Prostitution. Es ist erstäunlich wie stoisch Moth das ein oder andere Mal die Situationen meistert. Vielleicht gelingt ihr das alles nur, weil sie ein Ziel hat. Einen Traum, den sie erreichen will. Die Hilfe der Ärztin will sie eigentlich und doch wieder nicht, und so entstehen hier immer wieder tolle Konflikte, die sie mit sich selbst ausmachen muss. Sie muss, wie in dieser Zeit üblich, schnell erwachsen werden und hat im ganzen doch viel Glück auf ihrer Seite. Sie landet nicht, so wie am Anfang, auf der Strasse, und lernt so Personen kennen, die sie fasziniert. Ich muss schon sagen, das die Autorin hier eine wirkliche realität geschaffen aht, wie es in den Straßen des 19. Jahrhunderts ausgesehen haben muss. Moth gelingt es, nicht so zu sein, wie andere Mädchen in ihrem Alter. Sie ist noch frisch und nicht schon mit zwölf verlebt und abgestumpft. Ob man die Protagonistin mag oder nicht, scheint hier nicht relevant zu sein. Man kommt aber nicht drum rum, eine gewisse Sympatie zu entwickeln. Teilweise erwartet und Grausamkeit, an die uns die Autorin sanft heran begleitet. Es ist nicht einfach, dann nicht selbst grausam zu werden und sich beim Schreiben dann nicht gehen zu lassen. Mitzuleiden, dramatischer zu werden. Da Moth aber ein wirklich toller Charakter ist, würde es die ganze Geschichte verformen. Sie würde nicht das sein, was sie doch schlußendlich nun ist. Mit hat sie gefallen. Ernst, grausam, bedrückend und bewegend. Eine Story, in der man sich doch ein kleines bisschen wohlfühlt. Ein Mädchen, das kämpft und Menschen trifft, die sie an sich ran lässt. Hilfe, die sie annehmen kann und es schafft, nicht da zu landen, wo sie ohne diese Menschen nicht hingekommen wäre. Das Cover ist wunderschön. Nur hätte ich das Buch gekauft? Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob es wirklich zu der Geschichte passt. Mit der letzten Seite allerdings: Ja es passt. Also zögert nicht, das Buch ist die Lesestunden wert. Ich hab jetzt lange gebraucht, um mich an diese rezension zu setzen. Das Buch, die geschichte ging mir nicht mehr aus den Kopf und ich brauchte dazu etwas Abstand. manchmal hat man das, dass es einem nicht gelingt, sofort seine Gedanken in Worte zu fassen. manches mal spielt auch das private Leben nicht so richtig mit. Alles zusammen, habe ich nun doch einige Worte gefunden. Das Buch hat mich überrascht und bewegt. Wir selbst können uns nicht vorstellen, wie schwer es damlas für Mädchen war. Mit 12 erwachsen sein? Nein das würde man nicht verlangen. In unserer Gesellschaft sollte man da noch Kind sein dürfen. Mich hat das Mädchen fasziniert. Manches mal dachte ich, sie schreibt von oben herab. es klang dann distanzierter. Aber viele Passagen waren bewegend und bedrückend. Das Buch ist nichts zum Herunter lesen. Lasst euch dafür ruhig etwas mehr Zeit. Die Geschichte verdient es, gelesen zu werden und vielleicht auch den ein oder anderen Gedanken.

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  • Der verbotene Garten

    Der verbotene Garten
    Themistokeles

    Themistokeles

    12. July 2013 um 07:34

    An diesem Roman gab es doch relativ schnell eine Sache, die ich doch mächtig unpassend fand, auch wenn der restliche Roman nicht schlecht war, aber auch ganz anders, als ich es erwartet hätte. Allein vom Titel und Klappentext her, bekommt man irgendwie die Vermutung, dass die Geschichte irgendetwas mit einem Garten zu tun haben könnte, aber eins kann ich vorweg sagen: Der deutsche Titel führt einen vollkommen in die Irre und passt eigentlich so gar nicht zum Romaninhalt. Nach dem Lesen wollte ich dann unbedingt den englischen Titel wissen, da ich neugierig war, ob dieser wohl den Kern der Sache besser trifft und ich muss gestehen, dass es in meinen Augen sehr dumm war diesen Titel nicht einfach direkt zu übersetzen, sondern sich etwas anderes, deutlich unpassendes auszudenken, denn der englische Titel passt einfach super. Davon abgesehen, war der Roman aber sehr interessant gemacht, da er ab und an im Text durch kleinere, aber gut gekennzeichnete Anmerkungen ergänzt wurde und zudem immer mal wieder durch Zeitungsartikel, Poster, Verkaufsanzeigen etc. unterbrochen wurde, was einem einfach die Zeit damals noch näher bringt und zudem auch die Geschichte irgendwie auflockert und unterstützt. Und die Geschichte schafft es auch einfach sehr gut, einem das Leben in dieser Zeit in einer großen Stadt, wie New York näher zu bringen und vor allen Dingen auch aufzuzeigen, mit welchen Problemen man als Mädchen oder auch Frau damals zu kämpfen hatte.  Besonders halt auch, wenn man aus ärmlichen Verhältnissen stammte und irgendwie versuchen musste, einen Platz für sich in dieser Welt zu finden und dabei natürlich, wie jeder Mensch es wohl versuchen würde, einen besseren. Aber genau diese Punkte trifft der Roman einfach ganz toll. Dabei ist Moth eine extrem interessante Person, da sie einfach für ihr Alter, ihre Herkunft und alles andere, sehr kämpferisch ist, aber dabei auch relativ ruhig und zurückhaltend, manchmal vielleicht sogar ein bisschen naiv bleibt. Es ist auch einfach interessant zu beobachten, wie Moth nach und nach durch ihre Erfahrungen wächst, sich verändert und manches Mal doch hart getroffen wird von der Realität, die ihr immer wieder vor Augen führt, was für ein junges Mädchen sie doch eigentlich noch ist, denn man merkt eindeutig, dass man damals oft dazu gezwungen wurde, durch die Umstände, zu früh erwachsen werden zu müssen. Eine schöne, aber auch manchmal traurige und brutale Geschichte, von der man manches noch lernen kann und bei der man merkt, wie wichtig Zusammenhalt sein kann, vor allem auch, um stark genug zu werden, um so einiges überstehen zu können.

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  • Tolles Buch mit falschem Cover

    Der verbotene Garten
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    08. July 2013 um 21:22

    Moth, ein Mädchen aus den New Yorker Slums, 1870, kämpft sich tapfer durch das Leben. Sie hat vieles zu erleiden, ist ständig der Willkür reicherer und damit mächtigerer Menschen ausgesetzt und versucht immer das Beste aus ihrer Situation zu machen, so prekär sie auch erscheint. Ihr Kampf um einen Platz in dieser gefährlichen Welt wird hier sehr anschaulich geschildert. Man leidet mit ihr und wird schnell von diesem Buch gefesselt. Unterbrochen wird die Geschichte durch authentische Zeitungsannoncen, Berichte, historische Anmerkungen, die die Handlung ergänzen oder sogar ironisieren. Als sie beispielsweise mit schrecklichen Blutergüssen im Gesicht eine Arbeit sucht, bekommen wir als Randnotiz ein Rezept für Arnikasalbe.  Mir hat diese eigentlich erschütternde Geschichte gerade durch diese Randnotizen sehr großen Spaß gemacht. Viele Details über Medizin, Mode und das Leben der vornehmen Gesellschaft damals waren mir neu.  Trotzdem ist dies eine erschütternde Geschichte. Deswegen ist es mir ein Rätsel, wie dieses Buch zu dem netten Blümchencover kommt und noch dazu "Wohlfühlroman" auf der Rückseite steht. Ja, es hat mir gefallen, aber ein nettes Blümchenbuch ist es ganz und gar nicht.  Fazit: Ein tolles Buch. Absolut lesenswert,  ABER DAS COVER IST IRREFÜHREND !

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  • Leserunde zu "Der verbotene Garten" von Ami McKay

    Der verbotene Garten
    Ami_McKay

    Ami_McKay

    Der btb Verlag verlost 20 Testlesexemplare des Romans "Der verbotene Garten" von Ami McKay! -- A few notes on time travel, moths, and digging up the roots of my family tree. Have you ever wished you had a time machine so you could travel to the past and have a conversation with someone you’ve never met? Ever gazed at a faded photograph of a distant family member and had it transport you, just for a moment, to another place and time? I’ve always loved digging into my family history to uncover stories from the past–searching through libraries and archives, making rubbings from tombstones so I could bring home angels and willow trees and names like Grace, Augusta, and Peninah. While researching my mother’s side of the family tree, I discovered that my great-great grandmother, Sarah Fonda Mackintosh, had been a female physician in New York City at the end of the 19th century. It was her work as a doctor caring for the children who lived on the streets of the Lower East Side that inspired me to write The Virgin Cure. My first draft of the novel was from a doctor’s perspective, but the more I wrote about a group of girls who were living in a brothel just off the Bowery, the more one of them pushed her way to the front of my writing, her voice nagging in my head saying, “get out of the way and let me tell the tale.” And so Moth, a twelve-year-old girl from the slums of the Lower East Side of Manhattan, became the voice of The Virgin Cure. We usually think of butterflies as the beauties of the insect world and never give moths their due. They linger in the shadows and we never notice their elegance until they are drawn to the light. My Moth was tough and vulnerable all at once, with a sly sense of humour and a relentless desire to defy the odds. I’d dream about her at night and then race to my desk the next morning to begin writing so I could see where she would take me that day. Chasing after her to write her story took me on a tremendous journey from the slums of the Lower East Side to a bawdy Victorian sideshow and beyond. Not only did she make me grateful for the strength of the girls and women of the past, but she also reminded me that even in this age of technological wonders, it is our caring for each other, one kindness at a time that matters most. Wishing you all that comes along with a comfortable spot and a good book, Ami McKay -- (Übersetzt von litschi)   Ein paar Worte über Zeitreisen, Motten und das Freilegen der Wurzeln meines Familienstammbaums Hast du dir jemals gewünscht du hättest eine Zeitmaschine, sodass du in die Vergangenheit reisen und dich mit jemandem unterhalten könntest, den du niemals getroffen hast? Hast du schon einmal nicht den Blick von einem verblassten Foto eines entfernten Familienmitglieds abwenden können und hat es dich – nur einen Moment lang – an einen anderen Ort und in eine andere Zeit gebracht? Ich habe es immer geliebt meine Familiengeschichte zu erforschen und Geschichten aus der Vergangenheit aufzudecken – durch Bibliotheken und Archive zu stöbern, Abreibungen von Grabsteinen anzufertigen, sodass ich Engel und Weidenbäume und Namen wie Grace, Augusta und Peninah mit nach Hause bringen konnte. Während ich die mütterliche Seite meines Familienstammbaums untersuchte, entdeckte ich, dass meine Ururgroßmutter, Sarah Fonda Mackintosh, Ende des 19.Jahrhunderts Ärztin in New York City war. Es war ihre Arbeit als Ärztin, bei der sie sich um jene Kinder kümmerte, welche auf den Straßen der Lower East Side lebten, die mich inspirierte „Der verbotene Garten“ zu schreiben. Meinen erster Entwurf des Romans habe ich aus der Sicht eines Arztes geschrieben, aber je mehr ich über eine Gruppe von Mädchen schrieb, die in einem Bordell lebten, desto mehr rückte sich eine von ihnen in den Vordergrund und ihre Stimme bohrte sich in meinen Kopf und sagte: „Weg da, lass mich die Geschichte erzählen.“ Und so wurde Moth (dt.=Motte), ein 12-jähriges Mädchen aus den Slums der Lower East Side von Manhattan, die Erzählerin von „Der verbotene Garten“. Normalerweise halten wir Schmetterlinge für die Schönheiten der Insektenwelt und vergessen dabei die Motten. Sie halten sich im Schatten auf und wir bemerken ihre Eleganz solange nicht bis sie ins Licht treten. Moth aus dem Buch war taff und gleichzeitig verletzlich, hatte einen gerissenen Sinn für Humor und den unermüdlichen Drang allen Erwartungen zu trotzen. Ich träumte nachts von ihr und rannte am nächsten Morgen zu meinem Schreibtisch, um zu schreiben zu beginnen, damit ich sah wohin sie mich an diesem Tag bringen würde. Ihr hinterherjagend, um ihre Geschichte zu schreiben, wurde ich auf eine gigantische Reise von den Slums der Lower East Side bis zu unzüchtigen Vorstellungen und noch weiter mitgenommen. Sie ließ mich nicht nur dankbar für die Stärke der Mädchen und Frauen der Vergangenheit sein, sondern erinnerte mich auch daran, dass es selbst in diesem technikversierten Zeitalter, das Wichtigste ist, dass wir uns umeinander kümmern und von Zeit zu Zeit eine gute Tat vollbringen.  Ich wünsche euch all das, was mit einem gemütlichen Platz und einem guten Buch einhergeht, Ami McKay  -- Allgemeines zur Bewerbung und zur Leserunde: Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit der amerikanischen Autorin Ami McKay mitzumachen. Ami spricht kein Deutsch, deshalb stellt eure Fragen an die Autorin bitte auf Englisch (es ist auch gar nicht schlimm, wenn sich ein paar Fehler einschleichen, sie wird euch verstehen). Ihr könnt aber auch gern trotzdem auf Deutsch diskutieren. Wenn ihr dabei dann gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, freut sich die Autorin bestimmt sehr! Unter allen Bewerbern vergibt der btb Verlag 20 Testleseexemplare. Bewerben könnt ihr euch dafür bis zum 14.März.  Verratet uns dafür einfach wie euch das Cover gefällt und was ihr euch vom Buch erwartet. (Gerne könnt ihr auch hier auf Englisch antworten, wenn ihr wollt und könnt.) Wenn ihr gewinnen solltet, ist eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in der Leserunde und eine abschließende Rezension des Buches selbstverständlich. Um euch die Wartezeit etwas zu verkürzen, könnt ihr hier mit einem Klick auf die interaktive Karte "Moths Manhattan" einen Einblick bekommen wo in diesem Roman Realität und Fiktion aufeinander treffen. Hier findet ihr den Buchtrailer zum Roman:

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    • 219
  • Das bewegende Leben der Moth

    Der verbotene Garten
    Muffin02

    Muffin02

    21. May 2013 um 16:19

    Inhalt: Protagonistin dieses Romans ist Moth. Sie wächst auf im New York des 19. Jahrhunderts, in den Händen ihrer Mutter, der Wahrsagerin. Mit 12 Jahren wird Moth von dieser als Hausmädchen verkauft. Zum ersten Mal lernt Moth ein anderes Leben als das in Armut kennen. Doch auch das Leben bei ihrer neuen Herrin erweist sich als  und so beschließt Moth die Flucht. Für sie beginnt nun erneut ein Leben in Armut, aus dem die Entscheidung zwischen Kriminalität und Prostitution der einzige Ausweg zu sein scheint.   Meine Meinung: Bei diesem Buch würde ich meine Meinung gerne mit dem Cover einleiten. Bei diesem bin ich mir nämlich immer noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Einerseits finde ich das Cover wirklich wunderschön. Es trifft genau meinen Geschmack, die Rosen, die warmen Farben und die fliegenden Motten, welche den Bezug zur Protagonistin Moth schaffen. Und doch habe ich mich bis zum Schluss gefragt, was das Cover eigentlich mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Aufgrund des Covers hätte ich niemals erwartet, es mit so einer eindrücklichen und ernsten Geschichte zu tun zu bekommen. Auch der Beschreibung auf dem Buchrücken, er handele sich bei diesem Buch um einen "Wohlfühlroman" kann ich  absolut nicht zustimmen. Moths Geschichte ist eindrücklich, bewegend und oft grausam. Der Blick auf ihren Lebenslauf ist ungeschönt und realistisch. Zu lesen, wie sich das Mädchen ganz alleine auf der Straße durchschlägt war bedrückend und schockierend. Eine Steigerung dieser Gefühle kam bei mir bei den Szenen auf, in denen Moth in Kontakt mit der Prostitution trat. Doch durch diese authentische Erzählweise kam es mit auch so vor, als wäre die Geschichte des Mädchens nicht erfunden, sondern wäre wirklich genauso passiert. Moth als Protagonistin ist toll. Ihr Leben war oft wirklich nicht einfach für und trotzdem hat sie nie ihren Lebensmut verloren. Für ihr Alter wirkt sie unglaublich erwachsen, was für mich bei den Erlebnissen, welche sie hinter sich hat, jedoch nur natürlich war. Trotzdem ist es für den Leser bedrückend, über diese Abgeklärtheit bei einem erst 12 Jahre alten Mädchen zu lesen. Gespickt ist das Buch mit vielen kleinen Anmerkungen am Rande, welche das Buch für mich wunderbar ergänzt haben. Diese kleinen Informationskästchen haben das Buch für mich noch ein Stückchen "echter" gemacht. Auch Zeitungsartikel und Werbeplakate sind immer wieder in dem Buch zu finden, was ich sehr interessant und passend fand.   Fazit: "Der verbotene Garten" war für mich eine echte Überraschung, da ich nicht mit einer so düsteren Geschichte gerechnet habe. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, denn es hat mich einfach gefesselt. Wer sich für das ungeschönte Leben in 19. Jahrhundert interessiert und kein Problem mit teilweise  sehr nahegehenden Szenen hat, der sollte zu diesem Buch greifen! :)

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  • Sehr bewegende Geschichte

    Der verbotene Garten
    mienebaja-74

    mienebaja-74

    17. April 2013 um 10:11

    Der verbotene Garten - Amy Mc Kay Inhaltsangabe: Es war mein Vater, der mir meinen Namen gab … »Es war mein Vater, der mir meinen Namen gab. Mama sagte, ein Baum, so alt, dass er alle Geheimnisse von New York kannte, hätte ihn ihm zugeflüstert.« 1871: Das Mädchen Motte wächst in Manhattans Lower East Side auf. Die ersten Wörter die sie lernt, sind jene, die die handgemalten Schilder ihrer Mutter, der Wahrsagerin, zieren: »Der Ring des Salomon«, »Der Gürtel der Venus«, »Herz«, »Schicksal«, »Glück« und »Leben«. Sehnsüchtig blickt sie oft in die verbotenen Gärten der großen herrschaftlichen Gebäude, bevor sie sich abends mit der Mutter auf ihr Lager legt. Als sie zwölf wird, erhält sie als Hausmädchen Zutritt in diese Welt. Doch ihre Hausherrin pflegt seltsame Gewohnheiten, und bald erkennt Motte, dass sie selbst ein Gut besitzt, dass manch einer höher erachtet als allen Schmuck und Besitz … Zur Autorin: Ami McKay ist im amerikanischen Bundesstaat Indiana zwischen Weizenfeldern und der Autobahn aufgewachsen. Früh hat sie gelernt Geschichten zu erzählen und Piano zu spielen. Nach einem Musikstudium hat sie in Chicago an einer High School Musik unterrichtet. Im Jahr 2000 ist sie nach Kanada gezogen und hat sich dem Schreiben gewidmet. Ihr Romandebüt "In Mondnächten" war mehrere Wochen an der Spitze der kanadischen Bestsellerlisten. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern an der Nova Scotia. Ihr neuer Roman "Der verbotene Garten" erscheint im März 2013. Meine Rezension: " Der verbotene Garten " ist die sehr bewegende Geschichte der 12jährigen Moth deren Weg aus den Slums von New York im 19. Jahrhundert von großen Träumen und grausamen Erfahrungen begleitet wird. Man bekommt einen Einblick in eine grausame Zeit mit allen Facetten der Armut. Mich hat es sehr bewegt, wie Moth von ihrer Mutter als Dienstmädchen verkauft wurde, und über Umwege ihr Weg in ein Bordell führt. Und immer wieder lebt sie in völliger Angst, aber auch in großer Hoffnung dass alles besser wird. Allein die Ärztin Dr. Sadie versucht sie aus den Alpträumen zu befreien. Was ihr nach Moth´s erster schrecklicher Intimer Begegnung mit Mr. Wentworth gelingt. Was mir sehr gut gefallen hat, ist das Ami McKay das Buch aus der Sicht von Moth geschrieben hat. Die manchmal sehr erwachsen, oft sehr naiv und dann wieder ganz kindlich rüberkommt. Zwischendurch gibt es immer wieder die Randbemerkungen der Ärztin. Durch verschiedene Einblendungen aus Zeitungen etc. finde ich die Geschichte sehr lebendig geschrieben. Das Buch liest sich sehr gut ist aber meiner Meinung nach kein „Wohlfühlroman“. Dafür ist die Geschichte zum Teil zu grausam. Ein herzliches Dankeschön an Ami McKay für dieses tolle Buch und an den btb Verlag. Summary: It was my father who gave me my name ... "It was my father who gave me my name. Mom said, a tree, so old that he knew all the secrets of New York, would have whispered to him, "1871:. Grows The girl moth on in Manhattan's Lower East Side. The first words they learn, those that adorn the hand-painted signs of her mother, the fortuneteller, are: "The Ring of Solomon," "The Belt of Venus", "heart", "fate", "happiness" and "life ". It often looks longingly into the forbidden gardens of the great stately building before the evening with his mother laying on her bed. When she is twelve, she receives as a housemaid entry into this world. But her mistress maintains strange habits, and soon recognizes moth that it has itself a good thing that some people later considered all jewelery and possession ... About the author: Ami McKay grew up in the American state of Indiana between wheat fields and the highway. Early she has to tell stories and learned to play piano. After studying music in Chicago, she taught at a high school musical. In 2000 she moved to Canada and has devoted himself to writing. Her first novel, "In moonlit nights" spent several weeks at the top of the Canadian bestseller lists. Today she lives with her husband and their two children at the Nova Scotia. Her new novel, "The Forbidden Garden" published in March 2013. My review: "The Forbidden Garden" is the very moving story of 12 year old Moth their way from the slums of New York in the 19th Century is accompanied by big dreams and cruel experiences. You get an insight into a cruel time with all facets of poverty. I was very moved by it, as Moth was sold by her mother as a maid, and in a roundabout way leads her to a brothel. Again and again she lives in complete fear, but also of great hope that everything will get better. But the doctor, Dr. Sadie she tried to escape from the nightmares. What are you after Moth's first terrible Intimate Encounter succeed with Mr. Wentworth. What I really liked is that Ami McKay has written the book from the perspective of Moth. The sometimes very adult, very often naive and then very childlike comes across. In between, there are always the marginal notes of the doctor. Various shots from newspapers, etc. I find the story written very much alive. The book reads very well but in my opinion not a "feel-good novel" is. Therefore the story is partly too cruel. A big thank you to Ami McKay for this great book, and the btb Verlag.

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  • Ein kleines Mädchen im New York des 19. Jahrhunderts...

    Der verbotene Garten
    Franzi293

    Franzi293

    16. April 2013 um 23:20

    Ami McKays Roman "Der verbotene Garten" erzählt die Geschichte der kleinen Moth. Das Mädchen stammt aus einem armen Viertel New Yorks, sucht vergeblich nach der Liebe ihrer Mutter und träumt davon, eines Tages ein besseres Leben führen zu können. Mit zwölf Jahren verkauft Moths Mutter die Kleine als Zofe und für Moth beginnt eine Reise voller schicksalshafter Ereignisse und Rückschläge. Doch obgleich Moth schwere Zeiten bevorstehen, die sie auf die Straße und zur Prostitution führen, lässt sie sich nicht unterkriegen, macht weiter und wird am Ende belohnt. Ich selbst habe hinter dem wunderschönen Cover eine Geschichte zum Träumen erwartet, doch von der Leichtigkeit, die das Cover verspricht, durfte die kleine Moth in ihrem Leben nicht viel kosten. Viel mehr erwartete mich eine ernste Geschichte, die ergreift und aufwühlt.

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  • Der verbotene Garten

    Der verbotene Garten
    scarlett59

    scarlett59

    16. April 2013 um 22:19

    Die Schilderung der Lebensumstände von Moth und ihrer Mutter ist sehr realistisch und teilweise drastisch beschrieben. Moth scheint mir für ihr Alter schon sehr erwachsen zu sein, aber wahrscheinlich kann man 12jährige Mädchen von damals nicht mit heute vergleichen. Ein wenig gestört haben mich die Randanmerkungen, die dem Leser Erläuterungen zu damaligen Gepflogenheiten geben sollen – irgendwann habe ich diese einfach ignoriert. Die ebenfalls „eingeschobenen“ Zeitungsartikel jedoch haben meinen Lesefluß immer wieder ausgebremst. Das Ende der Story war für mich ein wenig zu harmonisch und glatt sowie zu überstürzt. Trotzdem hat mir das Buch im Großen und Ganzen eigentlich gefallen, da es mal etwas anderes war, als ich sonst lese.

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  • Ein Mädchen sucht seinen Weg aus der Armut

    Der verbotene Garten
    irismaria

    irismaria

    08. April 2013 um 14:24

    In „Der verbotene Garten“ von Ami McKay lässt die Autorin durch die Darstellung des Lebens von Moth einen Blick in die Welt der Armenviertel im New York City des 19. Jahrhunderts werfen. Die Geschichte beginnt 1871:  Die 12 Jahre alte Moth lebt mit ihrer Mutter Lower East Side von Manhattan. Die beiden können sich mit der Wahrsagerei der Mutter kaum über Wasser halten, der Vater hat seine Familie schon lange verlassen. Moth streift umher und gelangt durch ein Loch im Zaun in den Garten einer reichen Frau. Dieses Leben zu führen ist ihr Traum, der sie nie loslässt. Eine Hoffnung auf Besserung ergibt sich als Moth von ihrer Mutter an eine reiche Dame verkauft wird, der sie als Zofe dienen soll. Doch dort ergeht es ihr nicht gut und sie flieht. Doch ihre Mutter ist nicht mehr zu finden und Moth landet auf der Straße. Es scheint für sie nur die Wahl zwischen Kriminalität und Prostituion zu geben – doch Moth trifft auch immer wieder auf Menschen, die es gut mit ihr meinen. Ein „Wohlfühlroman“, wie das Cover es nahelegt, ist „Der verbotene Garten“ nicht, dafür aber die gut erzählte Geschichte eines Mädchens auf der Schattenseite des Lebens aus einer Zeit, die noch gar nicht lange her ist.

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  • Ein bewegendes Buch

    Der verbotene Garten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. April 2013 um 00:09

    New York 1871: In Manhattans Lower East Side wächst das Mädchen Moth in schlimmer Armut auf. Der Vater hat die Familie verlassen und die Mutter ist für das Mädchen nicht wirklich eine Mutter. Moth träumt von einem besseren Leben und möchte von ihrer Mutter fortgehen. Doch diese kommt ihr zuvor und verkauft Moth an Mrs. Wentworth, bei der sie als Hausmädchen arbeiten soll. Hier wird sie sehr schlecht behandelt und so flieht Moth. Nun muss sie sehen, wie sie in der Welt überleben kann. Das schöne Cover täuscht gewaltig und die Geschichte ist absolut kein unterhaltsamer Wohlfühlroman, sondern beschreibt die brutale und düstere Realität in den Armenvierteln von Manhattan zur damaligen Zeit. Der Schreibstil ist flüssig, sehr angenehm und lässt sich schnell lesen. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und die Geschichte von Moth hat mich sehr bewegt. Ein Buch über das Themen wie Armut, Vergewaltigung, Prostitution und Geschlechtskrankheiten behandelt werden. Die Geschichte hat mich gefesselt, ist spannend und authentisch geschrieben. Ein Roman für jeden, der sich für ein bewegendes Schicksal zu Ende des 19 Jahrhunderts interessiert. Für mich ein gelungenes und lesenswertes Buch.

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  • Ein ungeschönter Blick auf das Leben der Ärmsten New Yorks im 19. Jahrhundert

    Der verbotene Garten
    Schlehenfee

    Schlehenfee

    07. April 2013 um 21:35

    „Der verbotene Garten“ ist ein historischer Roman, der realistisch und detailreich das Leben eines Mädchens aus den Armenvierteln von New York City im 19. Jahrhundert darstellt. New York, 1871: Moth ist 12 Jahre alt und lebt allein mit ihrer Mutter, die sich als Wahrsagerin durchschlägt, in armen Verhältnissen. Der Vater hat die Familie vor langer Zeit wegen einer anderen Frau verlassen und die Mutter verbittert und lieblos gegenüber der Tochter zurückgelassen. Moth ist für ihr Alter sehr reif und pragmatisch. Sie möchte der Armut entkommen und etwas aus ihrem Leben machen. Abends schleicht sie sich oft in den Garten eines wohlhabenden Hauses, sieht einem Paar Unzertrennlichen zu und träumt von einem besseren Leben. Eines Nachts weckt ihre Mutter sie unvermittelt auf und schickt sie mit einer reichen Dame mit, deren Zofe Moth von nun an werden soll. Das Mädchen erkennt schnell, dass ihre Mutter sie gegen eine Geldprämie der Dame regelrecht „verkauft“ hat, dennoch ist sie bereit, dazu beizutragen, dass ihre Mutter ein Auskommen hat. Doch es kommt alles anders, als Moth denkt…. Der Roman von Ami McKay lässt sich sehr gut lesen, er ist sehr realistisch geschrieben und beschönigt auch nicht das Leben der „gefallenen Mädchen“, die keinen anderen Ausweg sehen, als sich zu prostituieren. Die Protagonistin Moth war mir sehr sympathisch. Das Buch enthält außerdem viele authentische Illustrationen, Anzeigen oder Artikel aus der Zeit, sowie Randnotizen einer Ärztin, die Moths Bericht kommentiert. Diese Erläuterungen unterbrechen zwar immer wieder etwas den Lesefluss, stellten aber für mich oft viele Hintergrundinformationen dar, die das Buch einzigartig machen. Auch viele New Yorker Anekdoten, wie die von Stuyvesants Birnbaum, sind in die Geschichte eingeflochten. Mir gefiel auch, dass Elemente, die heute in Vergessenheit geraten sind, einen Platz im Roman fanden, wie ein Kuriositätenmuseum oder eine „Freak Show“, in der missgebildete oder ungewöhnliche Menschen zur Schau auftraten. Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist, dass die Handlung am Ende etwas stark gerafft wurde, so dass man den weiteren Werdegang von Moth nur wie im Zeitraffer erlebt. Überhaupt umfasst die eigentliche Handlung lediglich etwas mehr als ein Jahr aus Moths Leben und gibt dem Leser nur einen Ausschnitt in die damalige Zeit. Ein Buch, dass ich jedem empfehlen kann, der authentische historische Romane mag und sich für das Leben in New York City interessiert.

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  • "Die Heilung der Jungfräulichkeit" ist ein unmoralisches Angebot!

    Der verbotene Garten
    Candice

    Candice

    04. April 2013 um 21:19

    Der Titel des Buches ist etwas unglücklich gewählt, gibt es hier keine Verbindung zu „die Heilung der Jungfräulichkeit“ wie der englische Titel übersetzt lautet und damit auch viel treffender passt.  Moth, ein ungewöhnlicher und geheimnisvoll klingender Namen, passt hervorragend zum begabten armen zwölfjährigen Mädchen, das wie Phoenix aus der Asche immer wieder aufersteht und sich ihr Leben lang niemals unterkriegen lässt. Sie ist etwas ganz Besonderes, eine Kämpfernatur. Der historische Roman erzählt eine authentisch wirkende Geschichte, bedient sich dabei auch zusätzlicher Mittel wie Zeitungsartikel der damaligen Zeit und Bildern von Schauplätzen. Amy McKay bringt so die empfindsame und verletzende Geschichte eines jungen verkauften Mädchens zum Sexsklaven, geboren und aufgewachsen in den dreckigen Straßen von New York im späten 19. Jahrhunderts, bildhaft rüber.  Berührende Momente, große Verluste und illegale Handlungen haben die Kraft mitzunehmen, leiden zu lassen und auch aufzuschreien und zu protestieren über diese Menschenrechte verachtenden Zustände der damaligen Zeit. Diese Geschichte ist daher nichts für schwache Nerven und schon gar nicht für die laxe Unterhaltung vorm Zu Bett gehen!  Auf der anderen Seite ist es aber ein kleines Buchjuwel und perfekt für jemanden der schnöde und voraussehbare Romane mit prächtigem Happy End überdrüssig ist.  Mit der verbotenen Garten tritt man eine Reise an, auf der Suche nach der Identität, nach dem Grund für das Leben an sich und einem Arrangement mit dem Schicksal. Dieser Roman hat das Potential zu überraschen, zu schockieren und auch, um ehrliche Tränen hervorlocken zu können. 

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  • New York ist unbarmherzig.

    Der verbotene Garten
    ColourfulMind

    ColourfulMind

    03. April 2013 um 16:08

    "Es würde mich immer daran erinnern, dass ich ein Mädchen voller Sehnsüchte war, ein Mädchen, das über das hinausgehen wollte, was man in ihm sah." -S.275 Inhalt: Moth ist 12-Jahre alt, als ihre Mutter sie als Hausmädchen an eine reiche Dame verkauft. Schon immer hat Moth sich gewünscht, einmal in einem so edlen Haus zu wohnen, denn sie wuchs in den Slums von New York auf. Doch nie hätte Moth einmal gedacht, dass es so schmerzhaft sein könnte, seinem Traum zu folgen. Für das junge Mädchen beginnt eine Suche nach einem Ausweg und eine Flucht vor ihrem bisherigen Leben in New York. Doch die Stadt ist unbarmherzig. Meine Meinung: Was das Cover und der Klappentext von "Der verbotene Garten" nicht preisgibt, ist wie düster und verstörend die Geschichte um die junge Moth tatsächlich ist. Hätte ich das Buch im Buchhandel gesehen, hätte ich es wohl gekauft, da ich mir eine schöne Geschichte versprechen würde. Einen Wohlfühlroman, wie ein Zitat auf dem Buchrücken es so untreffend ausdrückt. Doch vorsicht. Wenn "Der verbotene Garten" eines ist, dann auf jeden Fall kein Wohlfühlroman! Da fragt man sich mal wieder, wer wohl alles an so einer Buchgestaltung beteiligt ist.. Der Zustand in New York im Jahre 1971 ist schonungslos und ehrlich beschrieben. Die Situationen, in denen die Menschen und auch Moth damals leben mussten, sind sehr schockierend und lösten bei mir eigentlich durchgehend ein betretened und unbehagliches Gefühl aus. Das junge Mädchen Moth lebt mittendrin in dieser Trostlosigkeit und beschreibt alls dies mit einer solchen Gleichgültigkeit, dass dem Leser schnell deutlich wird, dass all dieser Schrecken damals Alltag und völlig normal waren. Die Autorin schreckt nicht davor zurück, den Leser zu schockieren und sogar abzustoßen. Die Sachen werden so beschrieben, wie sie sind. Die Sprache ist dabei hart und schonungslos, aber sehr passend zum Geschehen. Sogar ein 12-jähriges Mädchen musste damals Angst haben, auf offener Straße vergewaltigt zu werden, was immer wieder neben noch anderen schockierenden Details, in die Handlung eingestreut wird. Das Buch ist also nichts für Menschen, mit einem zarten Gemüt, oder die es nicht ertragen können, Kinder leiden zu sehen. Denn das alles wird vor allem sehr bildlich beschrieben, dass man sich das Mädchen Moth auf ihrem Weg wie in einem Film vorstellt. Die kleine Moth ist ein außergewöhnlicher und unglaublich starker Charakter. Sie wirkt so abgeklärt und akzeptiert die Dinge so, wie sie um sie herum geschehen. Ich habe des Öfteren vergessen, dass sie wirklich erst 12 ist, weil sie so erwachsen gewirkt hat. Das lag aber denke ich vor allem daran, dass man damals als Mädchen schon sehr früh erwachsen werden musste und es ist wirklich tragisch, was Moth in ihrem so jungen Leben schon hat ertragen müssen, um so zu werden. Neben der Geschichte finden sich immer wieder kleine Schmankerl wieder, die das Buch besonders machen. Am Anfang zum Beispiel ist eine kleine Karte von dem Stadtteil, in dem Moth sich am meisten aufhält. Zwischen den einzelnen Kapiteln sind immer wieder Plakate oder Zeitungsartikel eingefügt, die den Lesefluss aber nicht stören, sondern viel mehr eine schöne Abwechslung zwischendurch sind. Auch kleine Randnotizen am Text sind vorhanden, die mich aber leider meistens gestört haben, da ich die Informationen meistens nicht wirklich interessant fand und diese wirklich den Lesefluss gestört haben, weil man mitten im Text aufhört zu lesen, um sich ihnen zu widmen. Fazit: "Der verbotene Garten" ist nicht das, was die äußere Erscheinung verspricht. Es ist aber trotzdem eine wirklich gut Geschichte, die nicht wirklich unterhält (weil ich das Wort nicht angebracht finde) aber fesselt. Schockierend, verstörend und düster ist die Geschichte um Moth und mit Sicherheit nichts für Jemanden, der nicht von verstörenden Geschehnissen auch rund um Kinder lesen möchte. 4 Punkte vergebe ich, weil das Buch gut war, es mich aber nicht wirklich begeistert hat. Dazu hat irgendetwas gefehlt.

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  • Eine Reise ins 19. Jahrhundert und ein Mädchen das ihren Lebensweg sucht...

    Der verbotene Garten
    Lesefee86

    Lesefee86

    03. April 2013 um 14:30

    Persönliche Zusammenfassung: Moth wächst in einem der ärmsten Viertel New York's auf und findet doch lange ihrer Erfüllung in diesem Leben. Dennoch träumt sie davon igrendwann dort weg zukommen. Eines Tages aber verkauft ihre Mutter sie an eine reiche Frau, die ihre Wut auf das junge Mädchen projeziert. Moths einziger Weg ist Flucht. Eine Flucht, die gleichzeitig ein harter Kampf ums Überleben wird... Rezension/Meinung: Dadurch das ich zwei verschiedene Rezis zu diesem Buch vorweg gelesen habe, hatte ich zwei total verschiedene Meinungen im Kopf, als ich zu der Lektüre griff. Eine sehr negative und eine gute. Ich selbst habe mich aber schnell davon lösen können und einfach auf die Geschichte der jungen Moth eingelassen. Das Mädchen wächst im  19. Jahrhundert in einem Armenviertel der Stadt New York auf. Zusammen mit ihrer Mutter, einer Wahrsagerin, muss sie sich jeden Tag durch das Leben kämpfen. Doch auch wenn es das Leben nicht gut mit ihr meint, findet sie doch ihre Freuden. Gerne betrachtet sie den Garten einer Nachbarin und wünscht sich selbst einmal dorthin. Doch ihr Lebensweg spielt ihr alles andere als gut mit. Erst verkauft ihre Mutter sie an eine reiche Frau, die nicht selten brutal die Hand an sie legt und ihr Angst einjagt. Dann als Moth einen Weg findet aus diesem schrecklichen Haus zu kommen, muss sie feststellen, dass ihre Mutter und somit ihr großer Halt, verschwunden ist. Alleine verbringt sie die Nächte auf dem Dach des alten Wohnhauses und die Tage als Bettlerin auf der Straße. Ob es Glück ist, als sie von Alice von der Straße geholt wird und in einem sogenannten "Mädchenpensionat" untergebracht wird? Denn obwohl sie dort schönes erwartet, sie essen kann wann sie will, schöne Kleider tragen kann und einfach nur leben, bringt es doch eine harte Verpflichtung mit sich. Denn dieses Mädchenpensionat ist alles andere als harmlos. Die Leiterin lässt die Mädchen dort wohnen, diese aber müssen im Gegenzug Dienste an ihnen fremden Männern erweisen und werden zu Huren herangezogen. Moth sieht keinen anderen Weg als eben diesen zu gehen. Nach grausigen Erlebnissen merkt sie schnell dass sie für diese Welt nicht geschaffen ist und sucht nach einem Ausweg... Die Geschichte wirkt in großen Teilen sehr bedrückend, spiegelt aber dennoch nur wieder, wie es in der Zeit wirklich zuging. Denn oftmals gab es für armen Leute keinen anderen Weg als ihre Kinder zu verkaufen. Was man heute natürlich alles andere als gut heißt. Moth beschreibt in "Der verbotene Garten", wie es ihr ergangen ist. Ihre Erlebnisse schildert sie klar, wobei ihre Erfahrungen oft noch recht harmlos wirken, im Gegensatz zu denen die andere erleben.  Aber es ist erstaunlich, wie reif dieses Mädchen klingt, das noch nicht einmal Tennager ist, sondern einfach nur ein Kind. Daher geht es auch nah zu erleben, wie sie sich durch das ihr gegebene Leben schlägt und am Ende doch noch ihre Träume in Erfüllung gehen. Sicherlich ist das Thema des Buches sehr heftig, insbesondere wenn man das Alter der Hauptprotagonistin bedenkt. Dabei sollte man sich vor Augen halten, dass das Leben nicht immer so war wie heute und das auch augenscheinlich verruchte Darstellungen damals an der Tagesordnung waren und einigen Menschen das Überleben gesichert haben. Dennoch gibt es ein paar Situationen, die wirklich detailreich beschrieben werden und bei einigen Lesern auf Ablehnung treffen werden. Die Autorin hat aber trotz aller Anzüglichkeiten und bedrückenden Worte eine Geschichte geschaffen, der man Wort um Wort gerne folgt. Zudem hat sie immer wieder erklärenden Einfügungen gemacht, die mir sehr gut gefallen haben. Auch einige Illustrationen haben in diesem Buch einen Platz gefunden.  Doch ist dies kein Familienroman und auch eher fraglich ob es für jeden ein "Wohlfühlroman" sein wird, wie es auf der Rückseite des Covers beschrieben wird. Ein Roman um Mädchen, das am Ende erwachsen wird und den Leser zum nachenken animiert.

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  • Moths Traum

    Der verbotene Garten
    tweedledee

    tweedledee

    02. April 2013 um 15:34

    Ami McKay führt ihre Leser nach New York, zurück ins Jahr 1871. In einem Armenviertel lebt die 12-jährige Moth zusammen mit ihrer Mutter, die Wahrsagerin ist. Moth und ihre Mutter haben Zigeunerblut in ihren Adern, was sie exotisch aussehen lässt. Die bittere Armut treibt Moths Mutter dazu, ihre Tochter als Zofe zu verkaufen. Mitten in der Nacht wird Moth von der wohlhabenden Mrs. Wentworth abgeholt um ihr künftig jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Im Haus von Mrs. Wentworth erwarten Moth Schläge, die Mrs. Wentworth nach Belieben austeilt, sie ist zudem eifersüchtig auf Moth gutes Aussehen. Nach Wochen gelingt Moth die Flucht, sie möchte unbedingt zu ihrer Mutter zurück, doch diese ist inzwischen ausgezogen, die Wohnung wird von neuen Mietern bewohnt. Moth muss sich alleine auf den Straßen New Yorks herumschlagen, sie wird zur Bettlerin. Als sie die junge hübsche Mae kennenlernt ändert sich alles für sie, sie folgt Mae in das Mädchenpensionat von Miss Everett. Die Autorin hat mit "der verbotene Garten" eine sehr realistische Geschichte geschrieben, die sich so ähnlich abgespielt haben könnte. Die junge Moth träumt von einem Leben in Wohlstand, von der großen Liebe. Träume, wie sie viele junge Mädchen haben. Doch der Weg zu ihrem Glück ist steinig. Auf den Straßen New Yorks geht es ums nackte Überleben und Moth ist oft in großer Gefahr. Ihr Aufenthalt in Miss Everetts Mädchenpensionat führt sie in das Milieu der gehobenen Prostitution, hier werden Mädchen zu vorzeigbaren Geliebten für reiche Herren ausgebildet. In ihrer Naivität und Not ist Moth fest entschlossen diesen Weg einzuschlagen und sich einen reichen Liebhaber zu angeln, der sie mit Geschenken überhäuft. Bei Miss Everett lernt sie die junge Ärztin Dr. Sadie kennen, die die Mädchen medizinisch betreut und die immer wieder versucht, Moth auf einen anderen Weg zu bringen. Moths Geschichte ist bewegend, zugleich faszinierend. Man fiebert mit ihr mit und hofft, dass sie letztlich ihr Glück finden wird. Die Protagonisten, vor allem Moth und die Mädchen im Pensionat lernt man sehr gut kennen, kann sich gut in sie hineinversetzen. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, die Randbemerkungen machen das Buch zu etwas Besonderem. Bemerkungen über Lebensgewohnheiten der damaligen Zeit, Zeitungsannoncen und medizinische Bemerkungen lassen die Handlung authentisch wirken. Mir hat die Geschichte über Moth wirklich gut gefallen, auch wenn sie stellenweise sehr bedrückend ist.

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