Amin Maalouf Der Heilige Krieg der Barbaren

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Inhaltsangabe zu „Der Heilige Krieg der Barbaren“ von Amin Maalouf

Die Erklärung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush nach dem 11. September 2001, die USA müssten zusammen mit ihren Verbündeten einen »Kreuzzug« gegen den Terrorismus führen, löste, insbesondere in der arabischen Welt, Irritationen aus. Dies lässt offenbar werden, welch nachhaltiges Trauma die Kreuzzüge im kollektiven Gedächtnis der muslimischen Welt hinterlassen haben. Die Fassungslosigkeit und das Entsetzen der hochzivilisierten arabischen Welt angesichts der »barbarischen Invasoren« aus dem Abendland spiegelt sich in nahezu allen arabischen Chroniken und Berichten aus der Zeit zwischen 1096 und 1291 wider. Sehr anschaulich, ausgewogen und kritisch schildert Amin Maalouf auf der Grundlage dieser Quellen die Geschichte der Kreuzzüge aus der Perspektive der »anderen Seite« und ermöglicht so einen neuen Blick auf den ersten entscheidenden Bruch in den Beziehungen zwischen der westlichen Welt und dem Orient, dessen Auswirkungen am 11. September 2001 so erschreckend deutlich wurden.

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  • Rezension zu "Der Heilige Krieg der Barbaren" von Amin Maalouf

    Der Heilige Krieg der Barbaren
    Tunzi

    Tunzi

    19. August 2010 um 18:50

    Der aus Beiruth stammende Journalist und Romancier Amin Maalouf schildert nach Auswertung zeitgenössischer arabischer Chroniken die Kreuzzugsbewegung aus der Sicht der Araber. Er macht die Fassungslosigkeit und das Entsetzen einer hochzivilisierten Gesellschaft angesichts der "barbarischen Invasion" aus dem Abendland deutlich. Damit ermöglicht er dem "westlichen" Leser eine neue Sicht der entscheidenden Phase in der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam.

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  • Rezension zu "Der Heilige Krieg der Barbaren" von Amin Maalouf

    Der Heilige Krieg der Barbaren
    beowulf

    beowulf

    29. April 2009 um 07:08

    Wer sich noch nie mit der Geschichte der Kreuzzüge beschäftigt hat sollte dieses Buch liegen lassen, wer sich für die Geschichte der Kreuzzüge interessiert und schon ein wenig darüber weis, für den ist dieses Buch ein muß. Aber auch wer sich politisch für den Nah- Ostkonflikt interessiert sollte dieses Buch lesen. Der Autor schreibt für den interessierten Laien und er schreibt flüssig, lesbar, trotz der überwiegend arabischen Personenbezeichnungen. (wobei Ortsbezeichnungen und bedeutende historische Persönlichkeiten einmal auch "übersetzt" werden). Wir vergessen gerne,dass solche 800 Jahre zurückliegenden Ereignisse auch unser heutiges Dasein prägen. In der arabischen Welt gehört aber dieses dunkle Kapitel, als die fränkischen Barbaren die eigentlich weit überlegene, tolerante und friedliche Kultur der Muslims brutalst zerstört haben heute noch zum Schulunterricht und ist Bestandteil des allgemeinen Bewußtseins. Mordende Banden unzivilisierter, technisch hochgerüsteter, aber kulturell rückständiger, religiös intoleranter Fanatiker- solch ein Satz würde heute vile Menschen an islamistische Terroristen denken lassen, aber hier ist die Rede von Kreuzrittern, die im Namen Jesu Christi wahllos Menschen auf grausamste Art und Weise abschlachten. Wahllos deswegen, weil nicht nur Muslime, sondern auch Juden und arabische Christen getötet werden, auch die Schwierigkeiten bei der Versöhnung zwischen der greichisch-orthodoxen und der römisch- katholischen Kirche haben ihre Wurzeln im Verhalten der Kreuzfahrer. Ich meine, dieses Buch setzt schon ein Mindestmaß an Wisen über Ort und Zeit vorraus, ist dann aber vorallem wegen seines gut lesbaren Stils unbedingt empfehlenswert.

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