Aminatta Forna Ein Lied aus der Vergangenheit

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Inhaltsangabe zu „Ein Lied aus der Vergangenheit“ von Aminatta Forna

Ein mitreißender Roman über die Macht der Liebe.Der Psychologe Adrian Lockheart, soeben aus England in Westafrika eingetroffen, kämpft mit dem Staub und der Hitze Sierra Leones – und mit dem Schweigen eines Volkes, dem er helfen will, die Schrecken der Vergangenheit zu überwinden. Im Krankenhaus in Freetown findet er unerwartete Freundschaft bei Kai und Elias. Als Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verschmelzen beginnen, kristallisiert sich heraus, dass die drei Männer durch mehr verbunden sind, als sie ahnen: durch die Liebe zu ein und derselben Frau.

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  • Ein Lied aus der Vergangenheit

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    Themistokeles

    Themistokeles

    14. October 2013 um 11:01

    Für dieses Buch habe ich auch irgendwie wieder einmal, zumindest so mein Gefühl, extrem lange benötigt. Vielleicht hatte ich es einfach zum falschen Zeitpunkt begonnen, da mein größtes Problem nämlich wirklich am Einstieg in das Buch lag. Ich fand ihn einfach irre seltsam und habe ihn einfach nicht verstehen können. Es machte einfach erstmal alles keinen wirklichen Sinn für mich auf den ersten Seiten, so dass ich einfach nicht in die Geschichte finden konnte. Danach lag das Buch einige Zeit bei mir und jetzt habe ich es mal wieder zur Hand genommen und den Einstieg ein weiteres Mal gelesen. Es war immer noch so, dass ich ihn durchaus sehr seltsam fand, ich habe mich aber dann doch schnell entschieden, dass ich darüber versuche einfach hinwegzusehen und dem Buch eine Chance gebe, besser zu werden, vor allem, da es mich diesmal nicht ganz so schnell, so sehr verwirrt hat. Und es war eine sehr gute Entscheidung, denn nach dem ersten Kapitel wurde es wirklich besser. Mir fiel es danach so viel leichter, mich in die Geschichte einzufinden, dass es wirklich auch irgendwann anfing Spaß zu machen, das Buch zu lesen, auch wenn ich sehr lange vor der Frage stand, was mir die Geschichte wohl erzählen wird und vor allen Dingen, wer die im Klappentext erwähnte Frau wohl sein wird. Es ist auf jeden Fall sehr spannend, von einem Land zu lesen, von dem Mann eigentlich gar nichts weiß, wie es bei mir und Sierra Leone der Fall ist. Mir ist einfach beim Lesen so stark aufgefallen, wie wenig ich von diesem Land, seiner Kultur und vor allen Dingen auch seiner Geschichte weiß und auch das, was man in dem Buch darüber erfährt, ist nicht ausreichend, dass ich sagen könnte, dass ich wirklich viel schlauer bin, auch wenn es mir schon einiges auch in diese Richtung aufzeigen konnte. Mein größtes Problem lag aber darin, dass es mir schwer viel, mir die aus Sierra Leone gebürtigen männlichen Charaktere vorzustellen. Irgendwie waren sie für mich alle gleich, Adrian aus England, als auch Elias Cole und Kai aus Sierra Leone. Dass einer von ihnen weiß oder schwarz von seiner Hautfarbe sein könnte, kam mir so nie wirklich in den Kopf. Ob ich dieses Verschwimmen der Charaktere wirklich gut finden soll, weiß ich nicht, jedoch war es irgendwie so ganz anders. Allgemein war es so, dass wohl die Charaktere mit die wichtigste Rolle in dem Roman hatten, denn die Handlung spielte viel in der Vergangenheit und war in der Gegenwart durchaus verwirrend. Es war sogar so, dass ich mich an vielen Stellen auch ein wenig fragen musste, warum gewisse Charaktere eingeführt wurden, denn sie hatten zwar über einen Zeitraum eine gewisse Relevanz und es blieb selten etwas über sie ungeklärt, jedoch verschwanden sie manchmal, obwohl nicht alle Charaktere auf dem Stand des Lesers waren, was für mich doch in einigen Fällen seltsam war, dass sie so einfach vergessen wurden. Ansonsten ist es eine Geschichte, die man wirklich einfach gelesen haben muss, die für mich ab einem gewissen Punkt endlich durchschaubar wurde, bei der ich mich zwar immer noch gefragt habe, wie sie wohl Enden würde, was ihre Endaussage sein könnte und bei der ich vom Ende dann doch, auch wenn es irgendwie passte, verwirrt war. In ihr schwingt auf jeden Fall durchweg eine sehr eigene Atmosphäre mit, die auch immer eine Nuance Trauer in sich trägt, aber was will man in einem solchen Land, mit der Geschichte, die es zu der Zeit, in der das Buch spielt hatte, auch anderes erwarten. Im Nachhinein war ich ehrlich doch positiv von dem Buch überrascht, aber ich gebe auch zu, dass ich es nicht in jeder Stimmung hätte lesen können, weil es mir einfach nicht wie ein Buch vorkommt, dass man einfach mal so fix nebenbei liest. Für jemanden, der sich aber für fremde Länder und auch etwas dramatischere Geschichten interessiert, kann ich dieses Buch nur empfehlen!

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  • Leserunde zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    DVA_Verlag

    DVA_Verlag

    Liebe LovelyBooker, wir haben mal wieder eine Leserunde für euch. Worum geht s? Westafrika, Anfang der Nullerjahre: Der Psychologe Adrian Lockheart, soeben aus England eingetroffen, kämpft mit dem Staub und der Hitze Sierra Leones – und mit dem Schweigen eines Volkes, dem er helfen will, die Schrecken der Vergangenheit zu überwinden. Im Krankenhaus in Freetown findet er unerwartete Freundschaft bei Kai, einem jungen Kollegen, und Elias, einem Patienten, der auf dem Sterbebett damit hadert, während des Krieges den Weg des geringsten Widerstandes gegangen zu sein. Als Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verschmelzen beginnen, kristallisiert sich heraus, dass die drei Männer durch mehr verbunden sind, als sie ahnen: durch die Liebe ein und derselben Frau. Zur Leseprobe geht es hier: http://www.randomhouse.de/Buch/Ein-Lied-aus-der-Vergangenheit-Roman/Aminatta-Forna/e375642.rhd?edi=375642 Ihr wollt mitmachen? Wenn ihr Lust habt, euch mit uns und anderen über das Buch auszutauschen und abschließend eine Rezension zu schreiben, dann antwortert uns bitte bis zum nächsten Freitag (20.4.) mit einem Kommentar: "Richtig oder falsch - in der Liebe und im Krieg ist aller erlaubt?" Wir stellen euch wieder 25 Exemplare des Buches zum Testlesen zur Verfügung und wünschen euch viel Lesespaß! Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gerne jederzeit bei uns. Viele Grüße Claudia vom DVA_Verlagsteam

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    Blaustern

    Blaustern

    04. August 2012 um 14:21

    Adrian ist Psychologe und Engländer. Er kommt nach Afrika, nach Sierra Leone, um den Menschen nach dem Bürgerkrieg zu helfen und auch sich selbst. Dort angekommen, erlebt er das Trauma des ganzen Volkes und ist erschüttert. Dennoch versucht er, so gut er kann, wenigstens einzelnen Personen zu helfen. Er lernt Kai kennen, ein junger Chirurg aus dem Krankenhaus, an dem er arbeitet. Mit ihm verbringt er viel Zeit. Auch wenn Kai nicht besonders gesprächig ist, erfährt er von ihm doch wichtige Dinge über sein Land und die Leute und den grausamen Krieg. In dem Krankenhaus liegt auch Elias Cole, der inzwischen steinalt ist und im Sterben liegt. Er benutzt Adrian als Beichtvater und erzählt ihm seine gesamte Lebensgeschichte. Alle drei Männer verbindet eines zusammen. Eine junge Frau. Am Anfang hatte ich richtige Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Ich war schon weit über hundert Seiten hinaus. Da abbrechen aber nicht in Frage kam, las ich weiter und … es hat sich wirklich gelohnt. Es wurde zu einem richtig guten und bewegenden Buch, worüber man noch lange danach nachdenkt. Dieser Roman ist definitiv keine leichte Lektüre für zwischendurch, und man sollte sich die Zeit dafür nehmen. Es wird das Leiden der Menschen nach dem Krieg in Sierra Leone glaubhaft beschrieben und all die Gräueltaten während des Krieges, die einen sehr berühren. Die authentischen Charaktere und auch der Schreibstil haben mir, nach den anfänglichen Schwierigkeiten, gut gefallen.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    Rainbow

    Rainbow

    31. July 2012 um 00:01

    Kurz nach Ende des Bürgerkriegs kommt der englische Psychologe Adrian Lockheart nach Freetown, Sierra Leone, um zu helfen, muss jedoch schon bald feststellen, dass die Menschen nicht reden wollen und schon gar nicht mit einem Fremden. Elias Cole bildet eine Ausnahme – er liegt im Sterben und so sitzt Adrian bald jede Woche an seinem Bett und hört zu, wie der alte Mann seine Lebensgeschichte erzählt. Er erzählt von einer Frau, die eine ungeahnte Verbindung zwischen Cole, Adrian und seinem Freund Kai schafft, ein Arzt, der selbst traumatisiert ist, aber bis zur Erschöpfung im Krankenhaus arbeitet. Genau wie es mir nicht ganz leicht fiel, das Buch zu lesen, fällt es mir nun schwer, etwas darüber zu schreiben – angefangen bei einer Inhaltsangabe, die korrekt ist, aber nicht zu viel verrät. Und auch wenn sie etwas langweilig klingen mag: “Ein Lied aus der Vergangenheit” ist definitiv ein Buch, das sich lohnt. Erzählt wird die Geschichte wechselnd aus den Perspektiven der drei Männer, wobei nur Elias Cole als Ich-Erzähler auftritt. Dadurch wird es einfacher, die Passagen, die in der Vergangenheit liegen (und sich besonders am Anfang sehr häufen) zu erkennen und einzuordnen. So erfährt man von Anfang an viel über Elias, jedoch wenig über Adrian und noch weniger über Kai. Das baut einiges an Spannung auf, die über weite Strecken über das Buch tragen muss. Obwohl sich das Buch flüssig liest und durch seine ausführlichen Beschreibungen und die schöne Sprache durchaus auch zum Weiterlesen anregt, ist es anfangs hart, am Ball zu bleiben. Das liegt hauptsächlich daran, dass Elias' Abschnitte überwiegen, es so also kaum Handlung in der Gegenwart gibt und auch, dass die Verbindung zwischen den Männern noch nicht deutlich geworden ist. Die mysteriöse im Klappentext erwähnte Frau spielt erst recht spät eine Rolle, sodass ich mich lange fragte, wohin die Geschichte führen sollte. Für diese Längen wird man am Ende aber mehr als entschädigt – ich bin sehr froh, dass ich nicht aufgegeben habe. Mit den drei Männern hat Aminatta Forna drei sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen, mit denen der Leser fühlen und an denen man sich reiben kann – besonders an Elias' habe ich das oft getan. Die Autorin beschreibt eigentlich recht ausführlich, trotzdem hatte ich Schwierigkeiten, mir Elias als 'schwarz' vorzustellen, was unter anderem daran liegen mag, dass ich bisher kaum Romane mit dem Schauplatz Afrika gelesen habe, teilweise aber sicher auch an Elias' Verhalten. Jede einzelne Figur ist aber in ihrer Individualität nachvollziehbar und lebendig – man möchte mehr über sie erfahren, was sie denkt und was sie erlebt hat. Vermutlich findet jeder Leser schnell einen Favouriten. Interessant ist es aber, dass die Geschichte bei der Länge mit wenig anderen wichtigen Figuren auskommt. Trotzdem ist es Aminatta Forna gelungen, oft anhand kleiner Momente den Schrecken des Bürgerkriegs sehr deutlich zu machen. Durch Kais Arbeit im Krankenhaus und Adrians Arbeit in einer psychiatrischen Anstalt, liest man viel von seelisch und körperlich zutiefst verletzten Menschen – die manchmal Opfer, aber auch oft genug Täter waren. Diese Passagen sind erschreckend und teilweise verstörend, manchmal tut es weh zu lesen, aber sie sind unglaublich wichtig. Ich selbst wusste vor Fornas Roman so gut wie nichts über den Bürgerkrieg oder Sierra Leone allgemein, „Ein Lied aus der Vergangenheit“ macht es aber möglich, Menschen, an denen diese Berichte in den Weltnachrichten vorbeigegangen sein mögen, anzusprechen und betroffen zu machen, auf eine Art und Weise, wie es wohl kaum ein Sachbuch schaffen würde. Anhand einzelner Schicksale wie z.B. Agnes' wird der Schrecken greifbar, weil es eben keine Statistiken und nicht mehr namenlose Menschen in einem kleinen Land irgendwo auf einem riesigen Kontinent sind. Zudem wird man dazu angeregt, über die Präsenz und das Handeln von Europäern und Amerikanern in Afrika nachzudenken und kann kaum umhin, die Menschen Sierra Leones für ihre Kraft zu bewundern. Trotzdem macht es Spaß, Fornas Roman zu lesen, wegen all der Momente, an denen die Hauptfiguren glücklich sind und wegen all der Schönheit der Natur und der Lebensweise, die die Autorin schildert. „Ein Lied aus der Vergangenheit“ ist sicher kein einfacher Roman, sondern einer, für den es Überwindung braucht, um weiter zu lesen – teilweise, weil er erzählerische Längen aufweist, teilweise, weil die Thematik schwer verdaulich ist. Und obwohl ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte, möchte ich es trotzdem empfehlen; an Leser, die interessante Schauplätze schätzen und Familiengeschichten suchen, für Leser, die mehr über Sierra Leone erfahren wollen und für solche, die sich für das Leben nach der Katastrophe interessieren. Es lohnt sich.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    27. June 2012 um 12:00

    3 Schicksale - miteinander verbunden durch die Liebe zu einer Frau. Dieses Buch spielt im afrikanischen Sierra Leone. Es ist sehr umfangreich und hat viele eher längere Kapitel. Adrian lebt in England, reist aber nach Sierra Leone um den Menschen nach den Traumata des Bürgerkriegs zu helfen. Zuerst von seinen neuen Kollegen ein bisschen belächelt, stößt er schon bald an seine Grenzen. Denn das ganze Land trägt so tiefe Wunden, die er alleine nicht heilen kann. Im Krankenhaus lernt er Elias Cole kennen, einem alten Mann, dem es immer schlechter geht und der seine Geschichte erzählt. Dann gibt es noch Kai, einen Arbeitskollegen, der hier auch eine wichtige Rolle spiel. Meine Meinung: Ich trau mich ja fast nicht, diese hier zu veröffentlichen, aber ich will nun mal ehrlich sein. Noch NIE war ich so froh, mit einem Buch fertig zu sein. Hätte ich es nicht gewonnen und bei dieser Leserunde mitgemacht, hätte es schon so viele Gelegenheiten gegeben, das Buch zuzuschlagen und es sein zu lassen. Dies fand ich aber unfair, da ich es, wie gesagt, gewonnen habe, und es auch nicht gerade billig ist. Die Charaktere fand ich in Ordnung. Elias fand ich weniger sympatisch, was hier aber auch gewollt war und einen gewissen Kontrast bildete. Der erste Teil ist unendlich langatmig und sehr anstrengend zu lesen. Man verliert so sehr die Lust darauf, das man sich nur mit größter Mühe weiterkämpfen kann. Dies liegt vor allem daran, dass die Zusammenhänge noch nicht ersichtlich sind. Auch sind die Kapitel zum Teil recht lang, sodass man einige Zeit am Stück lesen muss, wenn man ein Kapitel beenden will. Ich habe leider auch bemerkt, das ich oft ein bisschen mit den Gedanken abgeschweift bin, weil mich das Buch in dem Moment nicht interessiert hat. Die Beiden nachfolgenden Teile waren besser. Hier bekam das Lesen einen Sinn und so langsam wurde der Zusammenhang klarer. Allgemein fand ich die Zeitsprünge oft verwirrend und brauche einen Moment, um mich zu orientieren. Fazit: Generell eine gute Idee, für die (für mich persönlich) auch weitaus weniger Seiten gereicht hätten. Durch die vielen hundert Seiten plätschert die Geschichte lange Zeit vor sich hin ohne wirklich interessant oder gar spannend zu werden. Obwohl die beiden folgenden Teile besser waren, kann ich aufgrund dem wirklich langweiligen Teil ( der ja auch so einige Seiten umfasst) und dem stetigen und immer höheren Verlangen, aufzugeben, nur 2 Sterne verteilen. 3 wären ein Mittelmaß, das gegenüber denen, die es verdient haben, unfair wäre. Ich glaube, es war einfach nicht so sehr mein Buch. Danke für die Leserunde und den restlichen Lesern noch viel Spaß.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    LaDragonia

    LaDragonia

    24. June 2012 um 12:30

    Was die Menschen hier brauchen, ist nicht so sehr eine Therapie als vielmehr Hoffnung. Aber es muss eine realistische Hoffnung sein – so Attilas Warnung. Ich fall hin, ich steh wieder auf. Die Weißen, die Adrian getroffen hat, verachten solchen Fatalismus. Aber vielleicht ist er die Überlebensstrategie, die die Menschen hier entdeckt haben. . Zum Inhalt: Ein englischer Psychologe, der in Afrika Vergessen sucht – Ein junger Chirurg, der Kriegswunden heilt und doch selbst traumatisiert ist – Ein todkranker Patient, der sein Gewissen erleichtern will, aber die Wahrheit scheut – und eine Frau, die ihrer aller Schicksal ist. . Meine Meinung: Ich habe mehrfach angefangen dieses Buch zu lesen, da es am Anfang sehr schwer und verworren geschrieben ist. Und ich muss sagen, mittlerweile bin ich so froh, dass ich auf den Rat einiger Mitleserinnen gehört habe, und weiter gelesen habe, denn man wird für den schwierigeren Einstieg, wirklich doppelt und dreifach entschädigt. Dieses Buch ist einfach wunderschön und sehr bewegend, wenn auch etwas schwierig zu lesen. Aber es lohnt sich auf jedenfall durchzuhalten. . Wie heißt es im Klappentext: Ein bildkräftiges Epos voller Sprachmagie über gewöhnliche Menschen, die mit außergewöhnlichen Umständen kämpfen müssen; ein Roman über Freundschaft, Verständnis, Absolution und die Unauslöschbarkeit der Vergangenheit; über Reisen, Träume und Verluste und über die Macht der Liebe. Was soll ich dazu noch mehr sagen, es trifft es wirklich auf den Punkt. Dieses Buch gehört eindeutig zu der Sorte, bei denen man am Ende sehnsüchtig über den Einband streicht und denkt, schade das es schon vorbei ist, weil man immer weiter hätte lesen können. Definitiv ein Buch das man so schnell nicht vergisst und noch lange darüber nachdenkt. Fazit: Ein wundervolles Buch, in dem man die Liebe zu Land und Leuten regelrecht fühlen kann. Absolut empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    katja78

    katja78

    29. May 2012 um 17:49

    Zum Buch: Dieses Buch spielt in Afrika, genauer gesagt in Westafrika in Sierra Leone, Psychologe Adrian kommt aus England um zu helfen, stösst aber schon bald auf das generelle Trauma einer Nation, was sein Unterfangen natürlich nicht einfacher macht. Er freundet sich mit dem Kollegen Kai an und es entsteht auch eine Verbindung mit dem Patienten Elias Cole, der in dem Krankenhaus, auf dem Sterbebett liegt.Während dieser gemeinsamen Zeit wird klar, das sie alle noch etwas anderes Verbindet, wo keiner mit rechnet. Was mag das sein? Mein Fazit: Dies Buch ist definitiv keines was man eben mal so lesen kann. Es ist sehr Umfangreich und man kann gleich noch etwas für die Allgemeinbildung tun. Ich empfehle wegen der Zeitsprünge, dieses Buch am Stück zu lesen, damit man auch voll darauf eingehen kann. Ansonsten hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen, auch wenn ich am Anfang sehr schwer reingekommen bin. Bitte nicht aufgeben, es lohnt sich :-) Es gibt noch ein weiteres Buch der Autorin, welches ich mir noch zulegen werde, und zwar ist das : Abies Steine ISBN: 9783827007353 Zur Autorin: Ditte Bandini, geb. 1956, studierte Völkerkunde, Religionsgeschichte und Indologie. Sie arbeitet an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    Lilasan

    Lilasan

    24. May 2012 um 21:05

    Ein Lied aus der Vergangenheit - Aminatta Forna . Ganz einfach - ich mag es. . Der Einstieg plätschert etwas vor sich hin, man lernt die Charakter nur langsam kennen, es springt immer wieder von der Vergangenheit in die Gegenwart und zurück. Aber wenn man sich darauf einlässt ist es ein schöner, flüssig geschriebener Roman, der einen in eine Welt entführt, die die meisten nicht kennen. Auch mir war das meiste Fremd, nicht das es mir jetzt alles ganz klar erscheint, es ist jetzt einfach anders. Aminatta Fornas Schreibtstil ist locker und sie baut für mich ohne Mühe eine Welt auf die man sich vorstellen kann, die Charakter sind alle, glaubhaft wenn auch nicht immer sympatisch, das müssen sie ja aber auch nicht sein. Die Hauptcharaktere sind Kai, Elias und Adrian, sowie eine Frau die alle Geschichten auf unterschiedliche Weisen in sich vereint. Elias ist von allen der den ich am wenigsten leiden kann, aber ich denke so ist es auch gewollt, er macht Fehler und geht damit einfach nicht richtig um, eben nicht klischeehaft, alles geht gut aus, nein, Fehler haben nun mal Konsequenzen. Kai ist der Strebsame, mit schauderhafter Vergangenheit, eine die man selber hoffentlich nie erleben muss, wie viele andere Geschehnisse im Buch auch. Adrian ist für ich auch so etwas wie ein Bindeglied, er ist der jenige dem Elias seine Geschichte erzählt und mit dem Kai befreundet ist. Durch Adrian lernt man die Umgebung kennen für ihn ist alles neu, sowie es wohl auch für die meisten Leser ist. Er will helfen, stößt dabei zwar nicht unbedingt auf Ablehnung, aber auf andere Sitten mit denen er lernen muss umzugehen und diese auch wen es schwerfällt zu akzeptieren. Was anfangs noch wie ein wilder Haufen von Handlungssträngen und Zeitsprüngen wirkt, wird zum Ende hin immer plausibler und spannender so das man dann doch wissen möchte wie es ausgeht. Auch wenn die etwas gefühlvolleren unter uns vielleicht Taschentücher brauchen werden, das ist etwas, dessen man sich klar sein muss, hier werden Dinge geschildert die vielleicht nicht jeder hören bzw. lesen möchte. Aber dazu gehören. . Mein Fazit ist das Ein Lied aus der Vergangenheit ein Buch ist, das nicht jedem schnell genug vorangeht, aber wenn man nicht aufgibt, einen Roman vor sich hat, der Glaubhaft die Traumata des Krieges und den umgang der Menschen damit zeigt. . Ein sehr schöner, gefühlvoller Roman.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    Henriette

    Henriette

    20. May 2012 um 13:12

    Der Brite Adrian ist Psychologe und möchte den Menschen in Sierra Leone nach dem Bürgerkrieg helfen. Das Leben in Afrika ist für ihn zu Anfang nicht einfach. Eines Tages lernt er Kai kennen. Kai ist ein junger Chirurg im Krankenhaus. Und er hilft Adrian im täglichen Leben. Wichtig für Adrian ist dann noch der Patient Elias Cole. Elias liegt im Sterben und möchte mit jemanden über sein Leben sprechen. Im Laufe der Zeit wird klar, was die drei Männer verbindet. Eine junge Frau hat bei allen dreien einen festen Platz in deren Leben. Und für jeden hat sie einen anderen Wert. Ich habe sehr große Schwierigkeiten gehabt, um in diese Geschichte hinein zu kommen. Bei den ersten 150 Seiten habe ich mit dem Gedanken gespielt, das Buch beiseite zu legen. Und ich bin nun froh, dass ich es zu Ende gelesen habe. Aminatta Forna hat sicherlich nicht einen Liebesroman geschrieben, die die Leute fesseln sollte. Sie hat viel Gefühl hineingelegt. Gefühl für die Menschen, aber auch für das Land. Sierra Leone und seinen Bürgerkrieg habe ich für mich nie so wahr genommen. Durch diesen Roman hat sich das geändert. Das Land und die Menschen sind bei mir positiv angekommen. Leider hat der Bürgerkrieg sehr viel kaputt gemacht. Wie natürlich jeder Krieg. Doch Aminatta Forna hat in ihrem Roman einen schönen und kreativen Weg gefunden alles zu vermitteln. Diese Kombination hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Es wirkte manchmal ein wenig knapp und gefühllos. Doch die gesamte Darstellung und Erzählung war sehr eingehend. Ich kann diesen Zwiespalt schlecht beschrieben, wie ich es empfunden habe. Im Großen und Ganzen hat mir der Roman gut gefallen. [B]Fazit:[/B] Ich vergebe vier von fünf Sterne, da ich mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Manchmal war die Geschichte etwas langatmig, aber ansonsten sehr gute Unterhaltung. Es war bewusst der erste Afrika-Roman, den ich gelesen habe.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    Charlousie

    Charlousie

    18. May 2012 um 01:47

    Der Inhalt: Sierra Leone, Adrian Lockheart lässt ein komfortables Leben und eine Familie in England zurück, als er für eine zeitlich begrenzte Periode nach Afrika reist, um dort seiner Arbeit als Psychiater nachzugehen. Sein Ziel ist es, den Menschen zu helfen und eine bessere Welt zu kreieren. Doch in Afrika prallen verschiedene Kulturen aufeinander und Adrian spürt, dass dieses Volk viele Schrecken hinter sich gelassen hat und noch immer in einem tiefen Sumpf lebt, den ein einzelner Mann nicht überbrücken kann. Während er sich mit dem jungen afrikanischen Kai anfreundet, der bis an sein Limit kranke Menschen operiert, erzählt Elias Cole, ein im Sterben liegender Mann, Adrian seine Geschichte und es entsteht eine Verbindung zwischen den dreien, derer sie sich vielleicht zu spät bewusst werden… Der Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart „Ein Lied aus der Vergangenheit“ ist ein Roman, der tief unter die Haut geht und sowohl durch poetische Beschreibungen eines Landes zu überzeugen weiß, als auch durch realistische und dunkle Betrachtungen desselben. Sicherlich erwartete ich keinen rosaroten Unterhaltungsroman, doch der Inhalt war ein härterer Tobak als ich es mir je vorstellte. So behandelt dieser Roman zwei gegensätzliche Seiten eines Landes und stellt verschiedene Positionen anhand unterschiedlicher Figuren gegenüber. Hässliches und Schönes beschreibt die afrikanische Autorin Aminatta Forna in ihrem Roman und nimmt ihre LeserInnen mit in eine Geschichte, auf der man die schwüle, dörrende Hitze Afrikas beim Lesen zu spüren glaubt und wunderschöne Momente genießen kann, während das Land gleichzeitig von vergangenen, militärischen Schrecken heimgesucht wird und in Grausamkeit versinkt. Ein gigantisches „Puzzle-Bild“ Dieser Roman hat mich unglaublich beeindruckt. Drei Hauptfiguren erzählen ihre Geschichte und repräsentieren dabei sowohl jeweils eine andere Gesellschaftsschicht als auch ein anderes Alterssemester. Die Beziehungen der Figuren untereinander sind lange Zeit nicht klar, ebenso wenig der Zusammenhang, indem man als LeserIn etwas über ihre Erzählungen und Berichte erfährt. Nach und nach bastelt Aminatta Forna ein Bild, das sich aus unzähligen Puzzle-Teilchen zusammensetzt, die sich im Laufe der Handlung anfügen und immer neue Anknüpfungspunkte bieten. Aminatta Forna hat drei Individuen geschaffen, deren Leben sich um einen gemeinsamen Mittelpunkt dreht, von dem sie gegenseitig nicht wissen, dass dieser überhaupt existiert. Als LeserIn wusste ich, dass es ihn gibt, ansonsten war ich mit den Charakteren dieser Geschichte auf derselben Wissensstufe. Durch diese Methodik entstand ein enormes Spannungsgefälle, das für sich genommen eine gewaltige Leseerfahrung bedeutet hätte. Doch diese Autorin schuf mehr interessante, lesenswerte und reichlich spannende Nebenhandlungen, große Schauplätze und vergangene Momente, die auf die Auflösung in der Gegenwart hinarbeiteten und jedes Mal aufs Neue in ihrem eigenem Höhepunkt gipfelten. Realistische Schilderungen von Härte und Realität Mir fehlen die Worte, denn die Härte, die diese Autorin ihren Personen andichtet, ist dermaßen schrecklich und überraschend, dass es seine Zeit braucht, um die beim Lesen heraufbeschworenen Gefühle und Bilder zu verdauen. Noch schrecklicher ist allerdings die Tatsache, dass die Inhalte dieses Romans nicht ausschließlich auf der Erfindungsgabe einer Schriftstellerin fußen, sondern durchaus der Realität entsprechen könnten und somit tiefe Betroffenheit auslösen. Mein endgültiges Urteil: Ich bin genauso zerrissen, wie es die Figuren in dieser Handlung sind. Es sind zu viele Eindrücke, die so eng miteinander verwoben wurden, dass sie nicht mehr auseinanderzuhalten sind. Etwas Dichteres und Komplexeres aufeinander aufbauendes habe ich selten gelesen. Die Schönheit, die diese Autorin in poetischem Stil mit den realen Grausamkeiten eines Landes vereint, sind gleichermaßen niveau- und stimmungsvoll, sowie abstoßend und schwer verdaulich. Die Figuren erleben enorme Weiterentwicklungen, die sich wiederum nachvollziehbar gestalteten und den Eckpunkten des Romans Halt bieten. Einige Stellen waren mir etwas zu langatmig und der letzte Teil der Handlung behandelte beinahe ohne Vorwarnung alle Gräueltaten, die diese Erzählung zu bieten hatte, so dass diese den Ausgang sehr dominierten und ich beim Gedanken an dieses Buch einen bitteren Geschmack auf der Zunge habe. Jedoch nicht, weil er so schlecht gewesen wäre, sondern weil er zu gut, zu traurig und zu “abgefahren” war.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    josi2011

    josi2011

    17. May 2012 um 16:27

    Als ich anfing "Ein Lied aus der Vergangenheit" zu lesen, war ich zunächst enttäuscht. Zu lange und zu detailliert benötigte Aminatta Forna, um ein Bild der drei Protagonisten Elias, Adrian und Kai zu schaffen. Elias, der todkrank ist und sich Adrian, einem Psychologen, der durch eine Hilfsorganisation in der Sierra Leone tätig ist, anvertraute und ihm seine Lebensgeschichte erzählte. Zunächst gab es nur ein Verbindung zwischen diesen beiden Männern und lange war unklar, worin diese mit dem dritten Mann Kai bestehen solllte. Doch nach und nach bekommt man ein immer besseres Bild von dem Leben inmitten des Krieges, des Traumas danach und den einzelnen Geschichten hinter jedem einzelnen der drei Männer. Und dann wird das Buch groß und einzigartig und der Zauber entfaltet sich. Ich habe gut ein Drittel des Romans lesen müssen, um an den Punkt zu gelangen ihn nicht mehr aus der Hand legen zu können. Und dann schafft Aminatta Forna wirklich etwas, das ich zunächst für unmöglich gehalten hätte. Sie fesselt den Leser mit der außergewöhnlichen Geschichte. Auch wenn das erzählte dann teilweise harter Tobak ist und man stark ergriffen ist, finde ich gut, dass das Thema des Bürgerkriegs in der Sierra Leone, in Romanform verpackt, Bestandteil der Geschichte ist. Einer Geschichte, die man in Deutschland nicht oder nur am Rand kannte, was geradezu unfassbar ist, wenn man bedenkt, dass die Medien voll mit Banalitäten sind und ein Bürgerkrieg so völlig unter den Tisch gekehrt worden ist. Jede einzelne Geschichte jedes einzelnen Protagonisten ist einzigartig und ergreifend geschildert. Ich hoffe, dass jeder, der im ersten Moment denkt, dass ihm das Buch zu langweilig und zäh ist, durchhält und weiter liest. Es wäre zu schade, zu früh "aufzugeben", weil man dadurch eine grandios erzählte Geschichte, die fesselt und Mitten ins Herz geht, verpassen würde. Ich würde das Buch uneingeschränkt weiter empfehlen und hoffe, dass es eine große Leserschaft findet.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    silver111

    silver111

    15. May 2012 um 15:12

    "Ein Lied aus der Vergangenheit" ist ein eindringliches Afrika-Epos, welches in Sierra Leone, Freetown, spielt. Elias, ein todkranker Patient, erzählt seinem englischen Psychologen Adrian seine Lebensgeschichte, weil er ruhigen Gewissens sterben möchte. Kai, ein Chirurg, der am selben Krankenhaus wie Adrian arbeitet, freundet sich mit ihm an. Die drei unterschiedlichen Männer verbindet die Liebe zur selben Frau. Die Geschichte um die drei Männer spielt in der Gegenwart, die Teile die Elias Lebensgeschichte betreffen führen zurück in die Vergangenheit als Elias ein junger Mann war und sich unsterblich in die Frau eines anderen verliebte. Die Geschichte entwickelt sich langsam und stetig, nach und nach erfährt man immer mehr Einzelheiten über die drei Männer. Die Autorin beschreibt bildgewaltig die Landschaft Sierra Leones, die Pflanzen, das Meer, die Wetterlagen, so dass man das Gefühl hat, sich direkt in Sierra Leone zu befinden. Sehr deutlich wird beschrieben, wie die Menschen nach dem Bürgerkrieg immer noch leiden, ein Großteil der Menschen ist ein Leben lang traumatisiert und kann die schrecklichen Ereignisse nicht vergessen. Ich fand das Buch bewegend und sehr gut aufgebaut. Mir hat gefallen, wie sich nach und nach die Geschichte entfaltet, wie immer mehr Details dazu kommen und das Gesamtbild abrunden. Das Buch ist keine leichte Lektüre, durch die Sprünge von Gegenwart zu Vergangenheit muss man sich konzentrieren. Realistisch, tragisch, bewegend, zugleich aber auch wunderschön zu lesen.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    buecherbiene72

    buecherbiene72

    13. May 2012 um 17:45

    "Ein englischer Psychologe, der in Afrika Vergessen sucht, ein junger Chirurg, der Kriegswunden heilt und doch selbst traumatisiert ist, ein todkranker Patient, der sein Gewissen erleichtern will, aber die Wahrheit scheut - und eine Frau, die ihrer aller Schicksal ist." In dieser Kurzbeschreibung auf der Rückseite des Buches ist eigentlich in kurzen Worten alles gesagt, was es zu der Geschichte des Romans zu sagen ist, ohne zu viel über die drei Protagonisten Elias, Adrian und Kai zu verraten. Doch das Buch ist noch viel mehr. Aminatta Forna gelingt es Farben, Bilder und Gerüche durch ihre Erzählweise näher zu bringen, sodass man einen guten Eindruck von der Sierra Leone erhält. Z. B. auf Seite 45 schreibt sie: In diesem Land gibt es keine Dämmerung. Keinen Frühling oder Herbst. Die Natur schlägt einen abgehackten Takt. Am Tagesanbruch ist nichts auch nur entfernt Zweideutiges, es ist dunkel, oder es ist hell, dazwischen kaum etwas. Auf Seite 183 steht: "Der Krieg war, wie man es im Ausland auch sehen mochte, weder ideologisch noch taktisch mittelalterlich gewesen, lediglich waffentechnisch". Dieser Satz hat mich in Bezug auf den Krieg zum Nachdenken gebracht, denn was haben wir denn schon davon mitbekommen? Mir war der Krieg nicht wirklich ein Begriff, was ich erschreckend finde, weil man in der heutigen Zeit durch die Medien so viel mitbekommt und der Krieg in der Sierra Leone in diesen so wenig präsent war. Ich finde, dass Aminatta Forna ein wunderbares Buch mit einer bewegenden Geschichte geschrieben hat. Es ist keine leichte Kost und kein Roman, den man so einfach runter lesen kann. Man muss sich schon ein wenig Zeit nehmen und an manchen Stellen des Gelesene auch erst verdauen, da besonders die Schilderungen des Kriegstraumas und der Personen, die damit leben müssen, ganz besonders berühren. Ich hoffe, dass die Autorin viele Leser für ihren Roman gewinnen kann.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    bookgirl

    bookgirl

    10. May 2012 um 14:12

    Ein Lied aus der Vergangenheit ist ein Buch, dem man eine gewisse Zeit geben muss, um sich so richtig zu entfalten. Ich habe gute 150 Seiten gebraucht, um tiefer in die Geschichte einzudringen und würde jedem empfehlen, der es früher schon weglegen möchte durchzuhalten, weil es die Geschichte wert ist gelesen zu werden. Das Afrika-Epos spielt in der Sierra Leona und erzählt die Geschichte von Elias, Adrian und Kai. Elias erzählt Adrian auf dem Sterbebett seine Lebensgeschichte, um sein Gewissen zu erleichtern. Adrian, ist aus London durch eine Hilfsorganisation für ein paar Monate ins Land gekommen und möchte in seiner Funktion als Psychologe den Menschen, die vom Krieg traumatisiert sind, helfen. Im Krankenhaus trifft er auf den Arzt Kai, der so nach und nach sein Freund wird, aber auch durch den Krieg und die damaligen Erlebnisse gezeichnet ist. Alle drei verbindet die Liebe zu derselben Frau. Die Geschichte wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was zunächst irritierend ist, weil dieser Perspektivenwechsel teilweise vorher nicht zu erkennen ist. Man muss sich schon ein wenig an den Stil von Aminatta Forna gewöhnen, da sie anders schreibt. Anders, aber mit eindrücklichen, klaren Worten. Hervorzuheben ist auch die bildliche Sprache, die sie verwendet. Man konnte sich Staub, Hitze, Regen, Natur wie in einem Film vorstellen. Besonders gut hat mir die Herangehensweise ihre Geschichte zu erzählen gefallen. Wie in einem Puzzle wird Stück für Stück ein Gesamtbild sichtbar, das man zunächst nicht erkennen kann, welches aber immer klarer wird, je mehr Puzzleteile eingefügt werden. Ich hatte nicht viel über den Bürgerkrieg in der Sierra Leone mitbekommen und bin froh, dass ich durch diesen Roman mehr darüber erfahren habe, da er für mich sehr authentisch die Nachwirkungen des Krieges für die Menschen aufzeigt.

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  • Rezension zu "Ein Lied aus der Vergangenheit" von Aminatta Forna

    Ein Lied aus der Vergangenheit
    tweedledee

    tweedledee

    09. May 2012 um 15:01

    Teil des Klappentextes: "Ein bildkräftiges Epos voller Sprachmagie über gewöhnliche Menschen, die mit ungewöhnlichen Umständen kämpfen müssen; ein Roman über Freundschaft, Verständnis, Absolution und die Unauslöschbarkeit der Vergangenheit; über Reisen, Träume und Verluste und über die Macht der Liebe." Inhalt: Schauplatz Freetown, Sierra Leone: Adrian Lockheart, ein englischer Psychologe reist für ein Jahr nach Sierra Leone um dort an einem Krankenhaus zu helfen. Sein einziger Patient ist der todkranke Elias Cole, der nur noch wenige Wochen zu leben hat, da die Mittel für eine notwendige Transplantation fehlen. Elias erzählt Adrian in den Sitzungen über seine Vergangenheit, als er noch jung war und vor allem über die Liebe zu einer Frau. Adrian freundet sich mit dem jungen Chirurgen Kai an, der unter Alpträumen leidet. Er scheint vom Krieg traumatisiert zu sein. Drei sehr unterschiedliche Männer, die nur eine Gemeinsamkeit haben: die Liebe zu einer Frau. Eigene Meinung: Was mir zuerst aufgefallen ist, ist der wunderschöne, bildhafte und detaillierte Schreibstil der Autorin, der das Land, die Natur und die Menschen sehr gut beschreibt. Es ist ein anspruchsvoller Stil der sich flüssig lesen lässt, der aber auch die volle Aufmerksamkeit des Lesers fordert. Sie legt viel Gefühl in die Beschreibung von Landschaften und Stimmungen und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Zu Anfang ist noch nicht klar, wie die Schicksale der drei Männer verbunden sind. Je weiter ich kam, desto deutlicher wurde, was die drei verbindet. Im gleichen Tempo nimmt auch der Roman an Fahrt auf und steigert sich bis zum überraschenden Ende. Wenn man in der Geschichte einmal drin ist, kann man sich ihr nicht mehr entziehen. Der Roman spielt in zwei Handlungsebenen. Die Schilderung wechselt von der Gegenwart in die Vergangenheit, die überwiegend aus Sicht von Elias geschildert wird. Aber auch teilweise aus Sicht von Kai und anderen Patienten. Die Autorin beschreibt die schrecklichen Zustände des Bürgerkriegs nüchtern, ohne jegliche Effekthascherei. Doch gerade diese Nüchternheit macht die Gräueltaten umso realistischer und erschreckender. Fazit: Aminatta Forna ist mit "ein Lied aus der Vergangenheit" ein eindrucksvoller und fesselnder Roman gelungen, der mich begeistert hat. Authentische Charaktere wie aus dem Leben gegriffen lassen das Buch sehr realistisch erscheinen. Die Schicksale der Menschen in Sierra Leone und der drei Männer sind bewegend geschildert. Man taucht ein in eine fremde Welt, die vom Krieg gezeichnet ist. "Ein Lied aus der Vergangenheit" ist eine anspruchsvolle Lektüre, die sehr nachdenklich stimmt, keine leichte Kost. Der Roman hat einen eher tragisch traurigen Hintergrund, zeigt aber doch einen Hoffnungsschimmer. Ein Roman, der eindringlich ist und mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.

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