Amir Al-Amin Der Imam auf der Parkgarage

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Inhaltsangabe zu „Der Imam auf der Parkgarage“ von Amir Al-Amin

In vielen witzigen Kurzgeschichten, die das wahre Leben geschrieben hat, berichtet Amir Al-Amin in diesem Sachbuch wie er lernte, ein guter Staatsbürger zu sein. Im Jahr 1990 reist Amir Al-Amin illegal aus Sudan nach Europa ein. Was den jungen Mann antreibt, ist Neugier, er will reisen und die Welt kennenlernen. Schließlich bleibt er in Österreich hängen. Er bekommt Jobs in Reinigungsfirmen und als Hilfskraft in Bäckereien, wird aber immer wieder hinausgemobbt. Er wohnt in Obdachlosen-Unterkünften, weil er als Ausländer sonst kein Zimmer bekommt. Amir Al-Amin paukt Tag und Nacht Deutsch, um sich zu "integrieren", wie so oft von ihm gefordert wird. Schließlich bekommt er eine Arbeit als Religionslehrer und Imam angeboten. Der Politiker Jörg Haider lädt ihn zu einem Vortrag ein. Die Staatsbürgerschaft bekommt er nicht. Mit vielen Prozessen erkämpft sich Amir Al-Amin sein Recht vor Gericht und bekommt zwanzig Jahre nach seiner Einreise die Staatsbürgerschaft verliehen.. Doch der Kampf gegen die Ausländerfeindlichkeit geht weiter.

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  • Rezension zu "Der Imam auf der Parkgarage" von Amir Al-Amin

    Der Imam auf der Parkgarage

    awogfli

    Unglaublich! Was für ein tendenziöses Machwerk - selten habe ich mich so gewundert und geärgert! Dabei beginnt das Buch wirklich ausgezeichnet. Amir al Amin versucht sich als Asylbewerber durchzuschlagen, dem täglichen Behördenwahnsinn und der permanenten Diskriminierung Herr zu werden, irgendwie zu überleben, sich zu integrieren und ein guter Österreicher zu werden. In teilweise amüsanten und gleichzeitig kafkaesk schrecklichen Geschichten wird dem Österreicher der xenophobe rechte Spiegel vorgehalten und mal hautnah gezeigt, wie schwierig die Integration in unserem Land trotz guten Willens ist. Auch der Umstand, dass die Story ausgerechnet in Kärnten spielt und ein spezieller Politiker auch noch eine Rolle im Buch verkörpert ist höchst amüsant. Ab der Mitte des Buches versteigt sich der Imam aber aufs religiöse philosophieren bzw. indoktrinieren und zitiert Geschichte. Dabei fiel es mir wie Schuppen von den Augen, wie blind Amir al Amin auf seinem eigenen rechten muslimischen Auge ist. Die österreichischen Intoleranz zu kritisieren ist extrem wichtig, aber die Intoleranz der eigenen Glaubensbrüder als kleine kulturelle Verirrung zu verharmlosen ist schon ein starkes Stück. Sobald er selbst Rede auf muslimische Frauendiskriminierung und gegenwärtige Intoleranz gegenüber anderen Religionen bringt, zieht er sich zurück auf die Position, dass dies im Koran gar nicht steht und somit im Islam so gut wie nicht existiert. Dass der Islam nicht als geschriebenes Wort sondern in der kulturellen Anwendung und religiösen Auslegung seit den 80er Jahren ständig mehr nach rechts gerückt und mittlerweile immer mehr von den fundamentalistischen Strömungen dominiert ist, ignoriert er völlig. Ständig wundert er sich, warum die Leute Angst vor Moslems haben, wenn doch im Koran nur von Frieden und Toleranz geschrieben steht. Zugegeben Der Imam ist ein fortschrittlicher Moslem, der nichts von Frauenunterdrückung hält, aber er tritt nicht offensiv dagegen auf, sondern schaut genauso weg, wie wir oft nicht auf unsere Rechten in der Vergangenheit geschaut haben. Das ist genau das, was wirklich Angst macht, dass die sicher zahlreichen toleranten Moslems viel zu oft schweigen, verharmlosen und sich auf Grund der Religion trotzdem mit Fanatikern solidarisieren. Kommt Euch das nicht bekannt vor? Wie tolerant ist man gegenüber Intoleranten? Fazit: Muss man nicht lesen. Für den ersten Teil würde ich sogar 4 Sterne geben ab der Mitte wird dieses Buch unterirdisch schlecht mit -2 Sternen.

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