Amir Hassan Cheheltan Der Kalligraph von Isfahan

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Inhaltsangabe zu „Der Kalligraph von Isfahan“ von Amir Hassan Cheheltan

In seinem Roman „Der Kalligraph von Isfahan“ erzählt Amir Hassan Cheheltan von Isfahan im Jahre 1722, von Überleben, verbotener Liebe und Flucht, von Krieg und Hunger und vom Zusammenprall verschiedener religiöser Kulturen, vom ewigen Kampf fundamentalistischer Asketen gegen Wein, Musik und Tanz, Poesie und deren Wahrheit.

Ein Manuskriptfund führt den Erzähler der Rahmenhandlung zurück in die Vergangenheit: Es sind die letzten Monate der Herrschaft der persischen Safawiden, die ihre Hauptstadt Isfahan zur prächtigsten Stadt der Welt ausgebaut haben und Handelsbeziehungen in die ganze Welt unterhalten. Aber vor den Toren der Stadt stehen afghanische Stammeskrieger und drohen sie zu erobern. Und es ist die Geschichte von Allahyâr, dem Enkel des berühmten Kalligraphen von Isfahan, eines alten Sufis und Wundertäters, der das einzige Exemplar von Rumis mystischem Hauptwerk besitzt. Für die strengen Mullahs, die bald allein herrschen werden, ebenso ketzerisch wie ein kleiner Teppich, in den das Bild einer nackten Europäerin eingeknüpft ist, der Französin Marie Petit. Sie ist Allahyârs Mutter…

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  • Die belagerte Stadt

    Der Kalligraph von Isfahan

    serendipity3012

    08. December 2015 um 18:15

    Die belagerte Stadt Im Jahr 722 wird das persische Isfahan, das unter der Herrschaft der Safawiden steht, von afghanischen Stammeskriegern belagert, die die Stadt irgendwann einnehmen werden, so viel scheint den Bewohnern sicher. Allahyar ist gerade erwachsen geworden, er ist der Enkel des berühmten Kalligraphen von Isfahan, der Schriften des Sufis Rumis besitzt und auch selbst zu Papier bringt. In den Augen der strengen Herrscher ist er ein Ketzer, der ihrer Meinung nach gegen die islamische Lehre und die Gebote verstößt. Als Allahyars Großeltern zu Beginn der Belagerung kurz nacheinander sterben, sieht er sich auf sich allein gestellt. Sein Vater ist tot, seine Mutter hat er nie kennen gelernt. Er muss nun sehen, wie er in der zunehmend schwieriger werdenden Situation zurechtkommt. Vor allem das Essen wird immer knapper und die Menschen hungern und sterben. Sein Großvater hat ihm außer einigen Kalligraphien einen Teppich hinterlassen, auf dem „die Fränkin“ abgebildet ist, eine Europäerin, so schön wie ungläubig in den Augen der strengen Führer. Allahyar erfährt, dass es sich dabei um seine Mutter handelt. Er möchte wissen, wer sie ist, aber zunächst gibt es einige Menschen, um die er sich kümmern muss: Die Christin Manusch, ganz offensichtlich in ihn verliebt, auf der anderen Seite Jasmin, die Allahyar liebt. Als es immer schwieriger wird, etwas zu essen bekommen, beginnt er, die Kalligraphien seines Großvaters zu fälschen, um sie gegen Essbares bei denen eintauschen zu können, die noch etwas besitzen, was sie hergeben können. „Der Kalligraph von Isfahan“ von Amir Hassan Cheheltan ist ohne Zweifel ein Roman, bei dem der deutsche Leser einiges lernen kann, befasst er sich doch mit einem sehr speziellen Kapitel iranischer Geschichte. Im lesenswerten Nachwort erfahren wir mehr darüber und außerdem über die Gegensätze der schiitischen und der sunnitischen Lehre im Islam, sowie über den Sufismus. Die Geschichte selbst konzentriert sich auf ihren Helden Allahyar und sein Leben zur Zeit der Belagerung der Stadt. Cheheltan erzählt in leichter, aber bildreicher Sprache davon, wie die Lage immer ernster wird, wie der Hunger alles beherrscht und die Menschen auch vor Gewalt und Brutalität nicht mehr zurückschrecken, um etwas essen zu können. Dazu kommt die ständige Angst davor, dass die Afghanen in die Stadt eindringen – es ist nur eine Frage der Zeit, wann das geschehen wird. Allahyar aber bleibt ruhig und versucht alles, um seine geliebte Jasmin zu beschützen und Nahrung für sie aufzutreiben. Er würde alles für sie tun, wie deutlich wird. Als Leser taucht man schnell ein in diese Welt, auch wenn der Roman einige kleinere Längen aufweist, in denen sich Geschehnisse recht ähnlich wiederholen und die Geschichte nicht vorangeht. Auch empfand ich als nicht ganz gelungen, dass bestimmte Handlungsfäden, zunächst offenbar sehr wichtig, dann fallengelassen wurden, wo bei mir als Leser die Erwartung geweckt wurde, dass es hier noch eine Art Auflösung geben wird. Auch die Rahmenhandlung, die Allahyars Geschichte vorangeht, ist im Grunde gar nicht zwingend und hätte ebenso gut weggelassen werden können. „Der Kalligraph von Isfahan“ ist dennoch ein empfehlenswerter Roman, der in eine andere Zeit und auch in eine andere Welt entführt, eine Welt, die der Autor gekonnt in Worte zu malen weiß. Eine Geschichte, wie man sie nicht oft liest. Trotz kleiner Schwächen lesenswert!

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  • 'Hier ist Isfahan, nur einen Schritt von der Hölle entfernt!'

    Der Kalligraph von Isfahan

    sabatayn76

    05. November 2015 um 16:40

    Inhalt: Der Erzähler der Rahmengeschichte entdeckt nach dem Tod seines Vaters einen Familienstammbaum, der ihm Rätsel aufgibt. Auf der Suche nach Erklärungen und Antworten reist er nach Delhi und findet dort in der Bibliothek eines Sammlers ein Büchlein. Dieses Büchlein enthält den 'Bericht des Enkels des großen Kalligraphen aus der Zeit der Belagerung von Isfahan', und im weiteren Verlauf des Romans wird die Geschichte um Allahyâr (den Enkel des Kalligrafen) erzählt, der im Jahre 1722 in Isfahan lebte und der vom Ende der persischen Safawiden-Dynastie und der Belagerung der Stadt durch die Afghanen berichtete. Mein Eindruck: Ich habe mich schon sehr viel mit der Geschichte Persiens bzw. des Irans sowie mit dem Islam und Kalligrafie beschäftigt. 'Der Kalligraph von Isfahan' hat mir sehr gut gefallen, denn hier wird nicht nur eine fesselnde Geschichte um Allahyâr und seine Liebe zu Jasmin erzählt, sondern der Leser bekommt zudem spannende Einblicke in die Geschichte des Islam, in die Kunst der Kalligrafie sowie in die historischen Begebenheiten am Ende der persischen Safawiden-Dynastie und in die monatelange Belagerung der Stadt Isfahan. Besonders gelungen fand ich in diesem Kontext auch das Nachwort des Autors, in dem er einen verständlichen Überblick über die Geschichte des Islams, Sufismus etc. bietet. Die Sprache Cheheltans ist gewählt und anspruchsvoll, mit blumigen Beschreibungen, die bisweilen etwas schwülstig erscheinen, meiner Meinung nach aber recht typisch für den Erzählstil der Region sind. Cheheltan ist ein sehr guter Erzähler, der den Leser fesseln und unterhalten kann, und so lässt sich der Roman trotz langer Sätze schnell und flüssig lesen. Cheheltan beschreibt die Personen und die Stadt Isfahan so anschaulich und lebendig, dass man sich ohne Weiteres in die Geschichte eindenken und einfühlen kann, wobei seine Schilderungen stets glaubwürdig sind und einen ebenso faszinierenden wie beklemmenden Einblick in die Belagerung der Stadt bieten. Die Art und Weise, wie der Autor von Hunger und Elend, Brutalität und Gewalt, Angst und Verzweiflung erzählt, ist sehr eindrücklich und vermittelt Einblicke in einen mir bislang unbekannten Teil der persischen Geschichte. Mein Resümee: Ein unterhaltsamer Roman, der zudem Einblicke in die Geschichte Persiens, in den Islam und in Kalligrafie vermittelt. Damit ist der Roman eines meiner Lesehighlights 2015.

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  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 9

    Euphoria

    Marina_Nordbreze

    25. August 2015 um 11:13

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die vorletzte Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 9. Woche hat der Verlag C.H.Beck auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Verlag C.H.Beck verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Euphoria" von Lily King "Rucksackkometen" von Stefan Ferdinand Etgeton "Sungs Laden" von Karin Kalisa "Der Himmel über Paris" von Bregje Hofstede "Der Kalligraph von Isfahan" von Amir Hassan Cheheltan Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Welche aufregende, großartige, besondere oder überraschende Entdeckung habt ihr während eures Sommers gemacht? Warum ist diese Entdeckung so für euch außergewöhnlich, besonders oder überraschend? Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen! Bewerben könnt ihr euch wie immer über den blauen "Jetzt bewerben"-Button. Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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