Amity Gaige Schroders Schweigen

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Inhaltsangabe zu „Schroders Schweigen“ von Amity Gaige

Als sie drei ist, bringt Eric seiner Tochter Meadow das Lesen bei. Die beiden haben einen Geheimcode und eine blühende Fantasie. Nun ist Meadow sechs und seit der Trennung von seiner Frau sieht Eric seine Tochter immer seltener. Krank vor Sehnsucht setzt Eric sich an einem Besuchstag mit ihr ins Auto und fährt einfach los, immer weiter, bis der kleine Ausfl ug mehr und mehr zur Flucht gerät der zweiten in seinem Leben. Denn niemand weiß, dass er zwei Identitäten hat: die Erik Schroders, des Immigranten aus der DDR, und die Eric Kennedys mit der frei erfundenen, amerikanischen Biografi e. Erst im Gefängnis bricht Eric sein Schweigen. Er schreibt seiner Exfrau und legt eine berührende Lebensbeichte ab.

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  • Wie kommt es das man einen Kindesentführer gut findet?

    Schroders Schweigen

    Nil

    17. May 2014 um 20:39

    Wie kommt es das man einen Kindesentführer gut findet? Wenn der Entführer der Vater ist und es aus seiner Sicht keinen anderen Weg gab ein paar Tage mit seiner Tochter zu verbringen. Der Roman Schroders Schweigen ist das Protokoll des angeklagten Schroder, der seine eigene Tochter entführt hat und mit ihr ein paar Tage verbrachte bevor sie geschnappt wurden. Er erklärt der Mutter wieso er es tat, wie es dazu kam und was detailiert in den Tagen geschah. Erst wundert man sich über diesen einsamen und etwas komischen Mann und dann fängt man an mit ihm zu sympatisieren. Dieser Teil, der offensichtliche, ist aber nicht die ganze Geschichte. Schroder, der als Teenager begann sich Kennedy zu nennen um seine deutsche Vergangenheit zu vertuschen, muss sich nun zu seiner eigentlichen Identität bekennen. Wobei als kleine Anmerkung zum Text gesagt werden muss, dass seine  Erinnerungen sehr "amerikanischen" Passagen sind und offensichtlich nicht von einem deutschen lektoriert wurden. Der Roman ist wunderbar geschrieben. Er hat viele toll erzählte Szenen mit viel Feingefühl. Mir hätte gut gefallen, wenn zu Beginn des Buches ein fiktiver Zeitungsartikel gestanden hätte der den Leser zunächst abschreckt, um dann die Sympathie zu gewinnen für diesen Schroder. Auch gibt es ab und an Fußnoten zum Thema Schweigen. Konzeptionell nicht überzeugend. Passte inhaltich gut um Schroders "Forschungsthema" aufzugreifen, aber gepasst hat es dann doch nur mäßig. Im Gesamturteil ist es ein solider und guter Roman. Empfehlenswert trotz kleiner Mängel!

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  • Ein beeindruckender, hierzulande leider wenig beachteter Roman

    Schroders Schweigen

    WinfriedStanzick

    30. January 2014 um 08:19

      Dieser beeindruckende Roman der 1972 geborenen Amerikanerin Amity Gaige ist ihr dritter. Er wurde in 14 Ländern gleichzeitig veröffentlicht, wobei er leider in Deutschland  nicht die ihm gebührende Beachtung erhielt.   „Was folgt ist ein Bericht darüber, wo Meadow und ich seit unserem Verschwinden gewesen sind. Mein Anwalt sagt, ich soll die ganze Geschichte erzählen. Wo wir waren, was wir gemacht haben, wem wir begegnet sind.“   So beginnt Eric Kennedy das Buch. Er sitzt in Untersuchungshaft und wird wegen Entführung seiner Tochter Meadow angeklagt werden. Dem Gericht und vor allem seiner Frau Laura will er erklären, wie alles gekommen ist.   Denn zunächst sah alles ganz gut aus. Eric ist für seine Tochter ein  durchaus liebenswerter Vater. Als er während der Finanzkrise seinen vorher sehr lukrativen Job als Immobilienmakler verliert, bleibt er ein Jahr lang zu Hause und kümmert sich als Hausmann um alles. Meadow, damals drei Jahre alt, lernt lesen und noch vieles mehr. Doch bald schon ist zwischen Laura und Eric nichts mehr wie vorher und sie fragt ihren Mann verzweifelt: “‘Ich will wissen, wie das passieren konnte. Warum wir so verschieden geworden sind. So gegensätzlich. Wie diese riesige Kluft zwischen uns entstanden ist.’ Mit bittendem Blick sahst du mich an. ‘Waren wir schon immer so? Ich glaube nicht. Ich vermisse den, für den ich dich gehalten hatte.” Das zieht sich noch einige Jahre hin, eine Trennung folgt, doch bald schon, Meadow ist zwischenzeitlich sechs geworden, droht Eric sogar sein Besuchsrecht für seine Tochter zu verlieren. Eric verliert die Nerven. Ein Ausflug von Vater und Tochter mündet in einer verzweifelten Flucht. Meadow landet im Krankenhaus und Eric im Gefängnis. Und dort schweigt er. Und er schreibt sich seine Geschichte von der Seele, die Geschichte einer Täuschung. Wie er als 14-jähriger seinen Nachnamen Schroder in Kennedy ändert, um nach der Ausreise aus der DDR in Amerika an einem Ferienlager teilnehmen zu können. Viele Geheimnisse, die seitdem sein Leben bestimmen, schreibt er sich von der Seele, immer in der leisen Hoffnung, seine Frau Laura, die Adressatin seiner Bekenntnisse ist, ähnlich einzunehmen wie den Leser. Denn das ist das Besondere an diesem Buch. Wie es Amity Gaige gelingt, diesen Lügner und Hochstapler, der sein eigenes Kind entführt und in große Gefahr bringt, in einem Licht erscheinen zu lassen, dass man ihm stellenweise sogar so etwas wie Mitgefühl entgegenbringt oder wenigstens Verständnis. Eric ist nicht nur ein Betrüger, sondern er bleibt ein Mensch in all seiner Schwachheit. Eigentlich verachtenswert mit seinem ganzen Lügengebäude, mit dem er sein Leben aufgebaut hat, kann man doch mit der Lektüre seiner Aufzeichnungen nicht aufhören und hat am Ende so eine kleine Hoffnung, dass auch aus diesem zerstörten und verfehlten Leben noch ein neues entstehen könnte. Das ist das Besondere an diesem bemerkenswerten Roman. Den Namen seiner Autorin werde ich mir merken.    

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