Amon Barth

 3.4 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Breit.

Lebenslauf von Amon Barth

Amon Barth, Jahrgang 1984, lebt in Hamburg.

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Amon BarthBreit
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Breit
Breit
 (30)
Erschienen am 01.10.2005

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Rezension zu "Breit" von Amon Barth

Ein Buch, das zeigt, wie es sein kann
Yoyomausvor 2 Jahren

Zum Inhalt:
Der 20-Jährige Abiturient Amon Barth hat die vergangenen 4 Jahre seines Lebens keinen Tag verbracht, ohne zu kiffen. In diesem Buch beschreibt er seinen allmählichen Absturz und den Verlust seiner Jugend. Ohne die Sucht zu verteufeln, ohne sie zu verherrlichen - er erzählt einfach, wie es ist. Das ist dramatisch genug. Und es ist die Geschichte eines jungen Menschen, wie sie sich massenhaft in unserer Gegenwart abspielt. "Ich bereue nicht die Erfahrungen, die ich gemacht habe, sondern dass ich meine Jugend versäumt und viele Erfahrungen nicht gemacht habe."

Als der Jugendliche Amon in der Tiefkühltruhe etwas findet, wovon er weiß, dass es da ja so eigentlich nicht sein dürfte, lernt er eine andere Seite seiner Familie kennen. Mit Erlaubnis das gefundene Gut zu rauchen, macht er sich mit einem Freund auf und probiert es. Damit beginnt für ihn eine Talfahrt seines Lebens. Was harmlos begann wird für ihn zur Sucht. Er muss sich immer mehr beschaffen, kann nicht genug bekommen, er verliert Freunde, meidet soziale Kontakte, bis es irgendwann gar nicht mehr geht und er im Krankenhaus endet.

Amon Barth beschreibt in seinem Buch, was ihm wirklich widerfahren ist. Er schönt nichts aus, er warnt aber auch nicht wirklich. Viele Dinge werden in dem Buch sehr langatmig beschrieben, sodass der eigentliche Kern der Geschichte in meinen Augen öfter verloren geht. Trotzdem ist seine Geschichte interessant zu lesen, auch wenn ich denke, dass er sich vielleicht ein bisschen hinter der Sucht versteckt hat, wenn es um soziale Dinge ging. Eine Sucht ist eine schwere Sache, das wissen wir alle, sei es nun eine Drogen- oder eine Alkoholsucht. Trotzdem denke ich, dass der junge Autor sich hat an einigen Punkten unnötig gehen lassen. Mit ein bisschen mehr Willensstärke wäre er vielleicht schon früher auf den rechten Weg gekommen. Aber hätte, hätte, hätte. Die Geschichte von Amon macht betroffen, sie rührt auch ein wenig, auch wenn ich vielleicht die ein oder andere Anekdote überzogen finde. Er sagt mit dem Buch weder, dass Cannabis schlecht ist, noch, dass er es befürwortet, zumindest, bis kurz vorm Ende nicht. Das Buch kann abschreckend wirken, jedoch braucht man viel Geduld und Spucke, um erst einmal zu den Kernpunkten zu kommen. Das Buch ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Mich persönlich hat es weder mitgerissen, noch hat es mich enttäuscht. Ich stehe dem Buch recht neutral gegenüber.

Fazit: Kann man gelesen haben, muss man aber nicht unbedingt. Da gibt es weitaus interessantere Romane, Sachbücher und Erfahrungsberichte.

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Maya39s avatar

Rezension zu "Breit" von Amon Barth

Prävention
Maya39vor 4 Jahren

Ein Buch über die Geschichte eines jahrelangen Kiffers.
Hier wird weder schöngeredet noch verteufelt -
Auch bei uns in der Schweiz wird wieder erneut über die Legalisierung von Cannabis diskutiert, vielleicht kommt es schon bald zu einer neuen Abstimmung.
Bei einer Droge, die aus der Sicht meiner Generation dem Alkohol gleichgestellt wird (sei es der Konsum oder die Beschaffung) und alles andere als ein Tabuthema ist, finde ich intensive Prävention einer der wichtigsten Schritte, die lieber heute als Morgen getan werden sollten.
Von  Repression, das sogennnate Augen-Verschliessen von gewissen politischen Lagern hierzulande, halte ich überhaupt nichts.
Kiffen ist gesellschaftsfähig geworden und hat nichts zu tun mit Schreckensgespenstern von Menschen, die durch einen regelmässigen Konsum automatisch an den Rand der Gesellschaft gelangen und zu Sozialfällen werden.
Die Gefahren einer Suchterkrankung durch Cannabis und deren Folgen sind jedoch keineswegs zu verharmlosen, gerade bei Jugendlichen, bei denen der regelmässige Konsum Auswirkungen auf die psychische und kognitive Entwicklung haben kann oder in einigen Fällen sogar Psychosen auslösen kann.
Dies ist bei Amon Barth in seiner Geschichte "Mein Leben als Kiffer" leider der Fall.
Ich habe das Buch als teilweise etwas langatmig in Erinnerung (ist schon länger her, als ich es gelesen habe) - paradoxerweisejedoch  könnte wohl über die langjährigen Erfahrungen eines Kiffers auch nicht anders geschrieben werden.
Ich sehe das Buch als eine sehr gute Prävention bei Jugendlichen und könnte mir gut vorstellen, wie es Sinn machen würde, in unterstützender Weise an Schulen gelesen zu werden.

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