Amor Towles Ein Gentleman in Moskau

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Inhaltsangabe zu „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Mit seinen 30 Jahren ist Rostov ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert sein Leben von Grund auf. Für das Mädchen wächst er über sich hinaus. »Towles ist ein Meistererzähler« New York Times Book Review »Eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil« Washington Post »Elegant, dabei gleichzeitig filigran und üppig wie ein Schmuckei von Fabergé« O, the Oprah Magazine

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    Ein Gentleman in Moskau
    ferruccio

    ferruccio

    10. September 2017 um 14:36

    Die Machthaber wollen den Grafen brechen, ihn am Boden sehen. Doch jede Schikane und Ungerechtigkeit prallen an ihm ab. Der unverbesserliche Optimist Rostov sieht noch in dieser bitteren Situation noch Wege, menschlich zu bleiben und den Umständen mit einem Augenzwinkern zu begegnen. Egal wo, egal wann, das Leben ist immer lebenswert, wenn man es versteht, sich selbst treu und anderen gegenüber offen zu bleiben. Die Herangehensweise des Grafen macht nicht nur ihn sondern auch das (Hör)Buch zu etwas Bemerkenswertem. Eine gewalttätige Epoche russischer Geschichte wird anhand des bewegten Schicksals eines Aristokraten der Vergangenheit entrissen und zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Er fesselt und macht uns zu Augenzeugen ohne dabei den Blick auf die Hauptfigur zu verdecken. Es sind die kleinen Dinge, die in diesem beengten Terrain zu etwas Wichtigem und Besonderem werden. Ähnlich kleinen Sonnenstrahlen erhellen sie auch diese „Welt“. Action und Exzesse sind nicht nötig, um Aufmerksamkeit bei Leser / Hörer zu erregen. Im übertragenen Sinne sind es die leisen tiefen Töne und bezaubernden literarischen Melodien, die nachhallen. Das „Orchester“ sind dabei bei weitem nicht nur die Hotelgäste. Man wünscht sich die ganze Zeit, dass alles „gut“ ausgehen möge. Dieser besondere Mensch, dieser Freigeist, durch und durch anständig, wirkt in der Härte, Kälte und Willkür, die außerhalb des Hotels herrscht, wie ein Paradiesvogel im Käfig. Es geht unwahrscheinlich ans Herz, wenn man liest / hört, was Rostov alles auf sich nimmt, um dem Mädchen, das ihm anvertraut wurde, die Gitterstäbe vergessen zu machen und ihr eine Welt zu zeigen, die es trotz allem auch noch gibt. Oder ist es etwa die kleine Sofia, die ihrem väterlichen Freund ganz neue Impulse verleiht, ganz, wie es ihre Mutter einst tat? Der Hörbuchsprecher Hans Jürgen Stockerl scheint für den Gentleman in Moskau ideal besetzt worden zu sein. Die Stimme geht sofort ins Ohr. Intonation und Stimmlage passen sich perfekt an das Handlungsgeschehen an, als würde Stockerl selbst nur zu gut um die Güte des Romans wissen und dies ihn zu der herausragenden Interpretation zusätzlich beflügeln. Das Ergebnis ist somit auch weit mehr als betontes Vorlesen. Da viel geschieht, von dem entsprechend berichtet wird, ist stetiges aufmerksames Hören sehr zu empfehlen. Man wird nicht berieselt, man wird mit einbezogen. Den Umständen geschuldet, spielt sich ein nicht unerheblicher Teil der Handlung in den Köpfen der Hauptpersonen ab und führt dazu, dass man die Handelnden, insbesondere jedoch ihre Gedanken- und Gefühlswelt nach der Lektüre selbst lange nicht aus dem Kopf bekommt. 

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  • Gentlemanlike

    Ein Gentleman in Moskau
    Dominikus

    Dominikus

    09. September 2017 um 13:12

    Ein Gentleman in Moskau von Amor Towles ist ein besonderer Roman. Eine gute Idee, wie man das Weltgeschehen und die Lage in Russland durch Graf Alexander Rostow miterlebt.. Der Graf wird 1922 zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, da hat er noch Glück, viele Adlige wurden mit dem Tod bestraft. Er wohnt zu der Zeit gerade in dem renommierten Hotel Metropol. Er bekommt zwar ein kleineres Zimmer und wird im Laufe der Zeit Oberkellner, aber unter den Angestellten wird er geschätzt. Er betreut die Gäste mit Nonchalance und durch Gespräche und weil er ein guter Zuhörer ist, kann er uns viel erzählen. Als eine Freundin ihre Tochter Sophia bei ihm lsst, gibt es noch einige besonders eindrucksvolle Situationen. Ich hatte Angst das diese Geschichte vielleicht nicht über die ganze Zeit trägt, aber falsch gedacht, der Roman hat mich gefesselt. Der Autor gefällt mir, er konnte mich schon mit seinem Roman „Eine Frage der Höflichkeit“ begeistern. Ich habe das Hörbuch gehört. Der Sprecher Hans Jürgen Stockerl war die ideale Stimme für den perfekten Gentleman. Mit seiner sonoren angenehmer Stimme trägt er uns durch den Roman. Die Betonungen sind Gentlemanlike. Amor Towles und Hans Jürgen Stockerl passen gur zusammen. Der Roman war ein gutes Lese- und Hörvergnügen. Den Autor werde ich beobachten und auf seinen nächsten Roman warten.

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