Amor Towles Ein Gentleman in Moskau

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Inhaltsangabe zu „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.
"Towles ist ein Meistererzähler" New York Times Book Review
"Eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil" Washington Post
"Elegant, dabei gleichzeitig filigran und üppig wie ein Schmuckei von Fabergé" O, the Oprah Magazine

Ein Graf unter Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau - ein hinreißend sympathischer Protagonist!

— takabayashi

Intelligent und humorvoll

— Sigismund

Ein wunderbarer Roman.

— klaraelisa

Ein Einblick in eine große Menschenseele und in die russische Geschichte! Wunderbar!

— Edelstella

„Ein Gentleman in Moskau“ ist wirklich ein Buch mit Stil.

— Lealein1906

Die Geschichte eines mutigen, charakterstarken Mannes.

— Maria135

Herausragend geschrieben und eine charmante ganz besondere Hauptfigur. Must-Read.

— BluevanMeer

Ein sehr feinsinnig geschriebenes Buch. Für mich eines meiner Jahreshighlights!

— Curin

Nett, aber leider nicht überzeugend.

— ChattysBuecherblog

Elegant geschrieben aber sehr langatmig

— Cambridge

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  • INSIDER Top-3-Voting-Challenge 2018

    LovelyBooks Spezial

    Insider2199

    Willkommen bei der "INSIDER Top-3-Voting-Challenge, 2018"! Anmeldungen: bis Ende November 2017 (auch ganzjährig möglich!!)Beginn des Voting für 2018: 1. Dezember 2017Beginn der Challenge: 1. Jan. 2018 (endet 31. Dez. 2018)Einstieg: ist ganzjährig möglich! Es müssen lediglich 12 Lose im Jahr erworben werden, um die Challenge zu bestehen und in den Lostopf zu wandern, doch können diese Lose theoretisch auch in einem Monat erworben werden - dazu später mehr.Um was geht es bei dieser Challenge?Jeder Teilnehmer schlägt jeden Monat 3 Bücher (SuB oder Neuheit) vor, die er nächsten Monat lesen will (= Long List). Dann wird 3 Mal abgestimmt und die Bücher mit den meisten Punkten gewinnen (= Short List bzw. Top 10). Gelesen wird eines oder alle Top-3-Gewinner-Bücher und man tauscht sich darüber in kleinen Leserunden oder im Chat aus. Der Fun-Faktor dabei ist hier v.a. die geheime Abstimmung und die Spannung bis zum Monatsende, wenn die Top-3-Gewinner-Bücher bekannt gegeben werden.Was unterscheidet dieses Challenge von anderen?1. Neue Bücher entdecken: Da alle Teilnehmer Bücher vorschlagen und entscheiden, welche Bücher gelesen werden, entdeckt und liest man Bücher, die man sonst nie lesen würde!2. Gemeinsamkeit: Das Feedback der Gruppe und der Austausch untereinander erhöhen den Lesespaß und machen uns zu einer Community innerhalb der LB-Community.3. Neuheiten-Listen: Hier werden jeden Monat die Neuheiten für den Folgemonat veröffentlicht und das sogar nach Genres getrennt. Das gibt es bei LB zurzeit in keiner anderen Challenge!Wie funktioniert die Challenge? (kleiner Überblick)1. Genre-Gruppen: Es gibt 6 verschiedene Gruppen nach Genres sortiert und eine Sonder-Gruppe "Neuheiten" mit gesonderter Verlosung. Man kann in einer oder allen Gruppen teilnehmen, d.h. die 12 benötigten Lose für die Challenge können aus verschiedenen Gruppen stammen.2. Das Voting:Es wird jede Woche abgestimmt und es gibt entsprechende Deadlines, d.h. die Ergebnisse werden immer an den gleichen Tagen im Monat gepostet: am 7., 14., 21. und 28. eines Monats.Es gibt keine Voting-Pflicht, aber regelmäßiges Abstimmen wird mit grünen Zusatz-Losen belohnt.Die Abstimmung läuft in zwei Phasen ab: in der ersten Phase (1. Woche) werden in jeder Gruppe 3 Bücher vorgeschlagen, die nach Priorität sortiert werden (3 Punkte fürs 1., 2 Punkte fürs 2. und 1 Punkt fürs 3. Buch). Diese Liste wird (wie beim dt. Buchpreis) "Long List" genannt.In der zweiten Phase (Woche 2-4) wird nur noch aus der Long List ausgewählt; dabei schrumpft die Liste von Woche zu Woche, weil alle Bücher, die keine weiteren Punkte erhalten, rausfallen. Übrig bleibt die "Short List" bzw. die Top 10.Gelesen wird dann ein Buch (oder alle) der Top-3-Gewinner-Bücher.Außerdem muss ab der 2. Woche immer mind. 1 "fremdes" Buch dabei sein, also ein Buch, das man nicht selbst vorgeschlagen hatte. Sobald ein fremdes Buch in Woche 2 gewählt wurde, ist es in den nächsten Wochen nicht mehr fremd/neu, d.h. es müssen im Monat insg. mind. 3 Mal ein Buch vorgeschlagen werden, das nicht zur eigenen Auswahl der ersten Woche gehörte.3. Lose: Für jedes gelesene und v.a. auch rezensierte Buch gibt es ein Los. Für Bücher mit Überlänge (ab 700 Seiten) gibt es entsprechend mehr Lose. Außerdem gibt es grüne Zusatz-Lose als Anreiz für Vielleser (3 Lose/Monat) oder als Belohnung für regelmäßiges Voten.4. Joker: Er kann eingesetzt werden, wenn die Top 3 nicht zusagen sollte und man ein Buch aus der Top 10 (Short List) lesen möchte. Ein zweiter Joker wird ab 12 Losen erworben.5. Gewinne: Es gibt 3 Verlosungen: Gesamt-Gewinner (15 Euro), Gewinner "Zusatz-Lose" (10 Euro) und Gewinner der Gruppe S "Neuheiten" (5 Euro). Man kann immer nur einen Lostopf knacken.Noch nicht alles verstanden?Das ist nicht schlimm, also BITTE nicht in Panik ausbrechen: die Challenge ist in der Praxis leichter als sie auf den ersten Blick erscheint. Der obige Überblick sollte nur einen kurzen Eindruck vermitteln, um was es geht - wie ein Klappentext bei einem Buch.Wenn du die Idee der Challenge interessant findest und du Lust hast, mitzumachen (Ein- und Ausstieg ist ja jederzeit möglich!), dann melde dich einfach gleich an. Die Details kannst du dann später in Ruhe beim Untermenü "Regeln (im Detail)" als auch bei "Fragen & Antworten" nachschauen bzw. das "FAQ" lesen oder noch offene Fragen posten. Die Fragen werden umgehend beantwortet, entweder von mir oder einem der "alten Hasen" der Challenge. Wir freuen uns immer SEHR über Neuzugänge und werden alles tun, damit sich diese in unserer kleinen Community wohl fühlen!Du möchtest mitmachen? Super! Gehe zum Untermenü "Anmeldungen" oder klicke hier: "Anmeldung" und lies die 3 Schritte dazu! Dort gibt es auch ein Muster "Sammelbeitrag".Also nicht mehr lange überlegen, sondern gleich anmelden!2017 fand die Challenge zum ersten Mal statt. Ich freue mich SEHR, dass sie so viel Anklang fand und viele bisherige Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder dabei sein wollen. Gemeinsam haben wir die Challenge regelmäßig verbessert; dieser Testlauf hat somit alle "Kinderkrankheiten" beseitigt.Im neuen Jahr freue ich mich SEHR darauf, hoffentlich viele neue Leute begrüßen zu können und gemeinsam mit euch eine neue "Insider-Top-3-Voting-Challenge" einzuläuten.HIER GEHT ES LOS ...Seite aktualisiert: 16.12.2017 - 1:15 Uhr(✗) = Anzahl Abstimmungen pro aktuellem (!) Monat ★ = Anzahl Lose 2018;  ★ = Anzahl Zusatz-Lose 2018 ✔ = Anzahl Monatsabstimmungen (für grünes Zusatz-Los)¶  = Joker verwendetLR = Leserunden (Links bei Untermenü 17) TEILNEHMER (Sammelbeiträge):Gruppe A: Romaneban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...black_horse  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...BookfantasyXY  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Caro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...histeriker  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...jenvo82  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...marpije  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...papaverorosso  ✔0  ★0 (0✗✗)  => ...rainbowly  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...stebec  ✔0  ★0 (0✗✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...YvetteH  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Zalira  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe B: Krimi/Thrillerban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...black_horse  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...BookfantasyXY  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Caro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...ChattysBuecherblog  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...histeriker  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...jenvo82  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Luthien_Tinuviel  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...marpije  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...pinucchia  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Gruppe C: Fantasy, Jugendbücherban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Bandelo  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...BookfantasyXY  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (00)  => ...Ellethiel  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Luthien_Tinuviel  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...pinucchia  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...rainbowly  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...stebec  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Zalira  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe D: Historische Romane, Biografienban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...black_horse  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Caro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...ChattysBuecherblog  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...histeriker  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...marpije  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...papaverorosso  ✔0  ★0 (0✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...YvetteH  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe E: Liebe, Erotikban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Bandelo  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...BookfantasyXY  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Ellethiel  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...pinucchia  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...rainbowly  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...stebec  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...YvetteH  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Gruppe F: Klassiker, Sci-Fi, Sachbücherban-aislingeach  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...black_horse  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Caro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Finesty22  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...hannelore259  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...histeriker  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Luthien_Tinuviel  ✔0  ★0 (0✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (0✗)  => ...papaverorosso  ✔0  ★0 (0✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Wolly  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Gruppe S: NeuheitenCaro_Lesemaus  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Elke  ✔0  ★0 (00)  => ...Ellethiel  ✔0  ★0 (0✗)  => ...Insider2199  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...jenvo82  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...killerprincess  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...LadySamira091062  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Luthien_Tinuviel  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...mareike91  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...marpije  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Nelebooks  ✔0  ★0 (000)  => ...once-upon-a-time  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...pinucchia  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...rainbowly  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Ro_Ke  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...StefanieFreigericht  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Yolande  ✔0  ★0 (✗✗✗)  => ...Zalira  ✔0  ★0 (✗✗)  => ...Summary LOSE inkl. grüne Zusatz-Lose¶1 ✔00 ban-ais A★00 - 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    • 649
  • Ein Leben im Hotel

    Ein Gentleman in Moskau

    echidna

    07. December 2017 um 18:28

              Nach der russischen Revolution wird Graf Rostov aus politischen Gründen zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Sein damaliger Wohnsitz, das pompöse Hotel Metropol mitten in Moskau wird zu seinem Gefängnis. Er muss seine elegante Suite aufgeben und wird in ein winziges Zimmer unter dem Dach verbannt. Wenigstens sein Gold, gut versteckt in seinem Schreibtisch, und ein paar Habseligkeiten, konnte er retten. Der Graf ist zu einem Leben im Hotel verdammt, das ihm sehr schnell sehr beengt vorkommt. Doch er wäre kein Gentleman, wenn er nicht auch mit dieser Situation zurechte kommen würde und das Beste daraus machen würde. Er lernt die guten Seiten dieses Lebens zu schätzen: gute Freundschaften, vor allem zum Personal des Hotels, die Gesellschaft des einäugigen Katers, und die vielen kleinen Geheimnisse, die hinter den verschlossenen Türen des Hotels darauf warten, entdeckt zu werden.Das Buch ist wundervoll geschrieben. Rostov ist ein besonderer Charakter, der durch seine ganz eigene Sichtweise auf die Welt außergewöhnlich wird. Sein unerschütterlicher Optimismus ist bewundernswert und so wird er mir noch lange im Gedächtnis bleiben.Die Geschichte Russlands war mir bisher weitestgehend fremd. Durch den Einblick in die Welt der Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, nämlich der noblen Gäste des Hotels im Gegensatz zu den einfachen Angestellten, wird ein interessantes Bild gezeichnet, das vieles verständlicher erscheinen lässt.Manchmal wirkt die Geschichte ein wenig langatmig, da sie in diesem beschränkten Rahmen des Hotels stattfindet. Doch die interessanten Charaktere machen dies wieder wett. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, wird man belohnt werden.        

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  • Umstände, die man beherrschen muss

    Ein Gentleman in Moskau

    grashuepfer56

    29. November 2017 um 18:01

              Zuerst eine Bemerkung zum Cover: wunderschön gestaltet, ja nahezu edel anmutend mit dem schwarz-weiß gehaltenen Einband, dessen Papier sich samtig und schmeichelnd in die Hand schmiegt, noch unterstrichen von dem silberfarbenen Lesebändchen. Ein guter Grund, dieses Buch näher kennenzulernen.Der junge Graf Alexander Rostov, wird wegen eines Gedichts vor Gericht gestellt. Sein Glück im Unglück, anstatt sofort erschossen zu werden wird er zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Er muss seine Suite im Luxushotel Metropol  räumen und wird mit nur wenigen Habseligkeiten in eine kleine Dachkammer verbannt. Doch der Graf wäre nicht Lebenskünstler, Gentleman und Philosoph, würde er sein Leben von den misslichen Umständen beherrschen lassen. Seine  Stärken, hervoragende Bildung, Höflichkeit in jeder Situation und absolute Integrität, sind ihm dabei eine große Hilfe. Und während die Geschichte die Welt draußen verändert, bleibt der Graf sich und seinen Prinzipien treu.Es ist kaum vorstellbar, dass es auch in diesem beengten Kosmos gelingen kann ein erfülltes und aufregendes Leben zu führen.Amor Towles ist ein brillianter Erzähler, der es beherrscht, den Leser durch einen dicken Wälzer zu führen, ohne ihn dabei zu verlieren. Er bringt ihm nicht nur die russische Geschichte und die Mentalität der Bevölkerung näher, er versteht es auch meisterhaft zu vermitteln, dass jeder seines Glückes Schmied ist und dem Schiksal eine lange Nase zu zeigen. Der Autor pflegt einen Schreibstil, der nicht immer einfach zu lesen ist. Zeitsprünge geben  dem Leser so manches Mal Rätsel auf, die erst später überraschend gelöst werden. Abschweifungen philosophischer und geschichtlicher Art sind zum Teil anstrengend, geben dem Ganzen aber auch eine gewisse Würze. Wenn man dazu bereit ist, sich auf diese Reise einzulassen und sich genügend Zeit zu nehmen, findet man in dem Hauptprotagonisten einen Freund der es wert ist, dass man ihn mit Geduld und Freude durch sein Leben begleitet.       

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  • Grandios

    Ein Gentleman in Moskau

    DaddyCool

    24. November 2017 um 15:52

    Im Jahre 1922 wird Graf Rostov in Moskau verhaftet. Er wird zu lebenslangem Arrest verurteilt. Er darf zwar im Hotel Metropole wohnen bleiben, jedoch muß er seine Suite räumen und in ein Bedienstetenzimmer ziehen. Das bedeutet für ihn, sein Leben mit viel weniger Eigentum auf bedeutend engeren Wohnraum auszukommen. Doch auch daran verzweifelt er nicht. Durch die Geschichte von Graf Rostov wird dem Leser hier ein Stück russischer Geschichte nahe gebracht. Durch den sehr normal wirkenden Stil des Autors kann man hier auch gut folgen und versteht wirklich, was zu der Zeit vor sich ging. Die Person Graf Rostov ist unendlich sympathisch und ihr Schicksal hat mich bewegt. Es ist faszinierend zu lesen, daß jemand in dieser Situation nicht zerbricht, sondern sein Leben weiterhin genießt.

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  • Mühevoll zu lesen

    Ein Gentleman in Moskau

    uli123

    07. November 2017 um 21:48

    Im Jahre 1922 wird der russische Adlige Graf Rostov zum Hausarrest im Moskauer Nobel-Hotel Metropol verurteilt. Für einen freiheitsliebenden Menschen ist kaum vorstellbar, dass er dort sage und schreibe 32 Jahre zubringt. Getreu dem Motto „Wer nicht über die Umstände herrscht, wird von den Umständen beherrscht“ gelingt es dem Grafen, sich in einer kleinen Dachkammer sein Leben einzurichten. Er schließt neue animierende Bekanntschaften, während sich draußen die Welt rasant verändert. Ich fand es etwas beschwerlich, das Buch zu lesen. Die mir fremde russische Literatur spielt eine wichtige Rolle; oft wird auf die Politik und Geschichte Russlands nach der Oktoberrevolution eingegangen – beides Themen, für die man sich interessieren sollte.  Umso dankbarer war ich dann  für leichtere Passagen, in denen sich  der Protagonist mit Hilfe seiner Manieren und seines  Verhaltens  nach Art eines Gentleman durch kritische Situationen rettet.

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  • Wunderbar!

    Ein Gentleman in Moskau

    takabayashi

    06. November 2017 um 11:41

    Graf Alexander Iljitsch Rostov, der Verfasser des Gedichts "Wo ist es jetzt", wäre wohl als Angehöriger der adligen Klasse standrechtlich erschossen worden, wenn er nicht als Urheber jenes Gedichts von einigen hohen Funktionären als Held der vorrevolutionären Zeit geschätzt würde, so dass das Notstandskomitee des Volkskommissariats ihn stattdessen zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol verurteilt. Allerdings muss er seine bisher bewohnte Suite verlassen, in ein winziges Dachkämmerchen umsiedeln und muss sich aus Platzmangel von diversen Besitztümern verabschieden. Gleichwohl nimmt dieser russische Gentleman die Veränderungen seiner Situation gelassen hin und feiert sein Überleben mit einigen Hotelangestellten und seinen letzten zwei Flaschen Cognac in seinem schäbigen Kämmerchen. Immerhin hat er einen Attachékoffer mit 52 Gläsern retten können. Erst am nächsten Morgen wird ihm vollends bewusst, wie eingeschränkt sein Lebensraum in Zukunft sein wird. »Mein Roman erzählt von Gefangenschaft und Widerstand, von Bildung, Höflichkeit und Integrität. Und von der Bestimmung, die jeder für sich finden muss.« beschreibt der Autor Amor Towles sein Werk. Der Graf versteht es, ohne Murren sein Schicksal anzunehmen und mit einigem Erfindungsreichtum das beste daraus zu machen. Er darf das Hotel nicht mehr verlassen, doch die Welt kommt zu ihm. Späterhin beginnt er als Kellner im eleganten Hotelrestaurant zu arbeiten und bildet mit Emile dem Chefkoch und Andrei dem Maitre d'hotel ein einflussreiches Triumvirat, die Seele des Restaurants. Die beiden so wie auch Marina die Näherin werden ihm zu guten Freunden. Zu Beginn des Romans 1922 ist Alexander Anfang 30, am Ende 1954 ist er Mitte 60. Die Nutzung des Hotels und die Besucher des Restaurants spiegeln den Verlauf der jüngeren russischen Geschichte. Ein alter Freund sagt einmal zu Alexander, dass er wohl der glücklichste Mensch in ganz Russland sei. Und tatsächlich hat er trotz der Einschränkungen ein erfülltes Leben geführt. Zwei kleine Mädchen haben viel Raum in seinem Leben eingenommen: erst Nina, die mutterlos mit ihrem Vater im Hotel lebt und Alexander in die Welt hinter den Kulissen des Hotels einführt. Nina wächst heran und verschwindet wieder, kommt aber eines Tages zurück und vertraut ihm ihre Tochter an, die er dann wie seine eigene Tochter aufzieht. Towles erzählt diese Geschichte mit leiser Ironie und feinem Humor ohne durchgehenden Handlungsfaden, in vielen liebevoll geschilderten Episoden voller Atmosphäre. Der Graf ist mir ans Herz gewachsen, eine rundum sympathische Figur, dessen Jahre im Hotel Metropol ich mit großem Lesevergnügen verfolgt habe. Am Ende des Romans erwartet den Leser noch ein Paukenschlag, der ihn beglückt und zufrieden zurücklässt - und mit leichtem Bedauern darüber, dass das Buch schon zu Ende ist. Für mich einer der schönsten Romane seit langem!

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  • Intelligent und humorvoll

    Ein Gentleman in Moskau

    Sigismund

    28. October 2017 um 19:50

    Ein wirklich empfehlenswertes Buch ist der im September im List-Verlag erschienene Roman "Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles (53). Dieser erst zweite Roman des Amerikaners (40 Wochen unter den "New York Times"-Bestsellern, in über 20 Sprachen übersetzt) schildert auf ungewöhnliche, überaus intelligente und wunderbar ironisch-sarkastische Weise das Leben des Grafen Alexander Rostov, der 1922 zu lebenslangem Hausarrest im Moskauer Luxushotel Metropol verurteilt wird. Wir erfahren, wie der anfangs 32-jährige Adlige über drei Jahrzehnte bis 1954 sein Leben im Hotel meistert, wo er - statt wie früher als Gast dauerhaft in einer mehrräumigen Suite - jetzt als Oberkellner in einer winzigen Dachkammer leben muss. Als in Ungnade gefallene "Ehemalige Person" hadert der Graf nicht etwa mit seinem Schicksal, sondern bleibt jener gebildete Aristokrat und Gentleman, als der er erzogen und aufgewachsen ist. Anders als die jetzt herrschenden Bolschewiken meinen, ist er keineswegs aus dem Weltgeschehen verbannt, sondern ist - im Gegenteil - die Sonne, um die sich ihre Welt dreht: Der Graf steht im Roman für die zeitlosen, beständigen Werte und Tugenden und bleibt über die vielen Jahre derselbe, nur Russland und die Welt ändern sich ständig. Das Hotel Metropol mit seinen je nach Machtgefüge wechselnden Gästen ist ein Abbild der Welt draußen. Autor Amor Towles gelingt es, dem Leser im Zeitraffer die jüngere wechselhafte Geschichte Russlands (Revolution, Stalin, Chruschtschow) in einem ungewöhnlich vergnüglichen Stil zu vermitteln. Bolschewismus, Kommunismus und ihre politischen Führer werden dabei gehörig auf die Schippe genommen. Towles erzählt die Geschichte seines Gentleman, der - humanistisch gebildet - als "glücklichster Mensch Russlands" über den doch vergänglichen Niederungen des politischen Alltags steht, in einem angepasst eleganten Stil, so das einem das Lesen auf jeder Seite eine Freude ist. Sein feiner, hintergründiger Humor und seine spitzfindige Wortwahl (der Übersetzerin Susanne Höbel sei gedankt!) lässt einen unaufhörlich schmunzeln. Ich habe selten einen so intelligenten, dabei humorvollen Roman gelesen.

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  • Hotelverbannung

    Ein Gentleman in Moskau

    Lesemone

    18. October 2017 um 09:48

    Ich fand die Idee, ein ganzes Buch in einem Hotel spielen zu lassen, echt toll. Für den Graf muss das anfangs bestimmt sehr komisch gewesen sein. Die Schilderungen über seinen Tagesablauf und seine Gewohnheiten, die er anfing zu pflegen, fand ich sehr interessant. Was macht man so den ganzen Tag, wenn man in einem Hotel eingeschlossen ist? Durch Nina kam dann Leben in die Bude und sie machte Alexanders Leben abwechslungsreich. Doch dann wurde mir das Buch zu langatmig, denn es zog sich sehr, bis Sophie in sein Leben tritt. Für mich wurde es sehr mühsam bis zum Ende durchzuhalten, weil der Zeitraum der Erzählung doch sehr groß wurde und man aufpassen musste, den Zusammenhang nicht zu verlieren. Die Charaktere sind sehr detailliert und überzeugend dargestellt, die muss man einfach gern haben. Graf Alexander ist eine Figur, die liebenswert, charmant und niemals aufbrausend rüber kam, obwohl er nach dem Urteil, das über ihn gesprochen wurde, bestimmt Aggressionen hätte aufbauen können. Er war ein sehr sanfter Mensch, der nicht haderte, sondern aus seinem Schicksal das Beste machte und immer positiv blieb.Fazit: eine interessante Idee, die mich bis zur Hälfte gepackt hatte, jedoch dann in langatmige Erzählungen ausartete und dadurch mühsam zu lesen wurde. Jedoch konnten die Charaktere sehr überzeugen und waren liebevoll dargestellt und das macht das Buch durchaus lesenwert.

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  • Bis in die Kleinigkeiten hinein hervorragend gestaltet und erzählt

    Ein Gentleman in Moskau

    michael_lehmann-pape

    14. October 2017 um 12:48

    Bis in die Kleinigkeiten hinein hervorragend gestaltet und erzähltDass Graf Rostov nicht einfach ein „Stenz“ und einen leichtfertigen, reichen, aus altem Adel stammenden „Lebemann“ mit rein oberflächlicher Lebensführung ist, dafür spricht schon, dass er überhaupt vor Ort ist. Und dass in diesem Schreibtisch, den er in jeder Situation behält, von ihm vorgesorgt wurde für schwierige Eventualitäten.Nach der Revolution in Russland aus Paris nach Hause geeilt, um die eigenen Angelegenheiten zu ordnen, das Heim zu sortieren und in Ordnung zu bringen und die paar der Seinen, die noch in Russland weilen, in Sicherheit bringen zu lassen.Natürlich, Konversation betreiben ist sein Metier, natürlich, die Kleidung immer akkurat, die Umgangsformen perfekt. Aber auch mit einem anerzogenen, festen, klaren Wertesystem den Menschen gegenüber freundlich gesinnt und jeden höflich behandelnd, vom einfachen Angestellten des Hotels (das erste Haus am Platze, natürlich) bis hin zu einem seiner engsten Freunde, einem Mann von einfacher Geburt und nun einer derer, die dem neuen Sowjet- Regime aktiv angehört.Dass er „lebenslange Verbannung“ als Urteil erhält (aufgrund einer Nichtigkeit eines alten Dichter-Versuchs seinerseits), dass der Ort seiner Verbannung eben jenes Hotel ist, in dem er logiert und dass sich dort die Verhältnisse für ihn deutlich ändern werden (statt seiner Suite wird ihm eine Dachkammer zugeteilt), all dies nimmt Rostov mit der ihm eigenen positiven Gesinnung. Und so belgeitet der Leser ihn über Jahrzehnte hinweg in diesem Hotel, in dieser „alten und souveränen Haltung“ in unruhigen Zeiten.Und niemandem der Bediensteten des Hotels würde es auch nur entfernt einfallen, nur die „neue Macht des einfachen Mannes“ an Rostov zu demonstrieren.Eine Persönlichkeit, die Towles ebenso sorgfältig und bis in die kleinsten Regungen hinein zu portraitieren versteht und damit überaus lebendig werden lässt, wie er die Zusammenkünfte der nun herrschenden „Komitees“ atmosphärisch bestens beleuchtet (mit diesem so unsinnig wirkenden Ringen um Formulierungen, bis auch jeder zufrieden mit Worten ist, die mehr Schall und Rauch denn klare Realität ausdrücken) und die alte Pracht des Hotels und der „oberen Gesellschaft“ wie nebenbei wunderbar in den Raum stellt.Im Vordergrund aber steht, natürlich, die Entwicklung des Grafen. Der nicht umsonst die Essays Montaignes sich nun vornimmt (der ebenfalls, aber frei gewählt, ein „Exil von der Welt“ bezogen hat.Durchbrochen von Träumen, Sehnsüchten nach klarer, kalter Winterluft auf den Boulevards Moskaus, die ihm dauerhaft verwahrt bleiben. Mit solch kleinen, schönen Szenen, wie er am Wintermantel einer Dame in der Garderobe schnuppert, um einen Hauch dieser Luft, Symbol, für persönliche Freiheit, noch ergattern will.Und da ist dieses Kind Nina. Auf die er im Hotel trifft. Mit der er Konversation zunächst betreibt, wie gewohnt und feststellen muss, dass durch die Fragen und Antworten Ninas zum Leben an sich, er mehr und mehr selbst in der Tiefe gefordert wird.„Aber hätte der Geist der zukünftigen Weihnacht den Grafen plötzlich geweckt und ihm einen Blick in die Zukunft erlaubt, hätte der Graf erkannt, dass sein Behagen verfrüht war“.Denn die Härte der „neuen Welt“ zeigt sich, zunächst immer wieder erst am Rande des Blickfeldes. Was einen alten Bekannten, nun Geiger einer Tanzkapelle betrifft. Was eine am Horizont sich zusammenballende Gefahr für die kleine Nina beinhaltet. Was den Grafen dazu bringen wird, im Kleinen wie im Großen sich seiner selbst zu stellen und für andere einzutreten.Das Ganze verpackt Towles in eine differenzierte, elegante Sprache von großem Wortschatz, die traumwandlerisch sicher je gesetzt die Geschichte durchweg bestens befördert. Eine Geschichte, in der Leser nicht nur intensiv die Atmosphäre der Zeit nach der Oktoberrevolution sehr persönlich „schnuppern“ kann, sondern in der auch zeitlose Wahrheiten von Gut und Böse, Optimismus und Misanthropie, der Anspruch an persönliche Entwicklung und Entfaltung gegenüber einem, die Freiheit bedrückenden Rahmen, bestens thematisiert und sehr flüssig und unterhaltsam in Worte fasst.Eine klare Leseempfehlung.

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  • Dieses Buch sollte man lesen!

    Ein Gentleman in Moskau

    DreamingBooks

    09. October 2017 um 15:01

    Inhalt: Moskau 1922, während Russland die stürmischen Jahre, voller geschichtsträchtiger Ereignisse erlebt, bleibt dem Graf Alexander Rostov nur der Blick aus dem Fenster, auf die immer selben Gebäude. Der Gentleman alter Schule, wird mit 30 Jahren zu einem lebenslangen Hausarrest verurteilt, im Hotel Metropol. Jahrzehnt um Jahrzehnt vergeht, während Rostov an seine Überzeugungen, der kleinen Guten Taten festhält, erblickt er und beobachtet er, die Geschichte Russlands, aus einer Scheibe hinweg. Doch als plötzlich ein kleines Mädchen in sein Leben tritt, verändert dieses sein Leben. ... Meinung : Wow, ein großartiges Buch, welches mit literarischer Raffinesse und Feinfühligkeit komplett zu überzeugen weiß. Wie es der englisch sprachige Autor Amor Towles schafft, die russische Geschichte, durch die Augen seines Protagonisten authentisch zu schildern ist mehr als bemerkenswert. Doch neben den historischen Fakten, die spielerisch und mit größter Freunde, dem Leser erzählt werden, schafft es der Autor auf so menschliche und anrührende Weise, Charaktere zu erschaffen, die das Leserherz erwärmen und zu tiefst berühren. Eine großartige Geschichte, die lehrreich ist, faszinierend gut geschrieben ist und dem Leser so viel über das Leben mitgeben kann, dass dieses Buch einfach nur bereichernd ist. Fazit : Lesen Sie dieses Buch, denn es ist ein wahres Geschenk der Literatur! Großartig!!!!

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  • Hausarrest für einen Gentleman

    Ein Gentleman in Moskau

    klaraelisa

    02. October 2017 um 19:04

    Armor Towles Roman "Ein Gentleman in Moskau" spielt in der Zeit von 1922 bis 1954. Graf Alexander Iljitsch Rostov, Träger des Ordens des Heiligen Andreas, Mitglied des Jockey-Clubs, Meister der Jagd, geb. am 24. Oktober 1889 in St. Petersburg wird am 21. Juni 1922 für ein 1913 unter seinem Namen veröffentlichtes revolutionäres Gedicht zum Tode verurteilt; die Strafe in Hausarrest in dem luxuriösen Hotel Metropol umgewandelt. Sollte er das Hotel jemals verlassen, wird er erschossen. Nach der Urteilsverkündung kehrt der Graf jedoch nicht in seine herrschaftliche Suite zurück. Ihm wird eine Kammer mit einem Fenster, das nicht größer als eine Briefmarke war, auf dem Dachboden zugeteilt, ein Großteil seines Hab und Gutes geht in Volkseigentum über. Während der nächsten 30 Jahre passt sich der Graf seinem Mikrokosmos an, und vor der Hoteltür nimmt die Geschichte Russlands und der ganzen Welt ihren Lauf. Amor Towles hat einen wundervollen Roman geschrieben, der dem Leser viele Informationen über die Geschichte Russlands und das Leben des Aristokraten Rostov in seiner Jugend in der Provinz Nischni Nowgorod nahebringt. Der Graf ist ein Ästhet, ein Feingeist, ein sehr gebildeter und kultivierter, höflicher und sympathischer Mann, mit einer großen Leidenschaft für Musik und Literatur. Er hat nicht die Arroganz des Aristokraten, der sich auf seinen Status und seinen Reichtum verlässt. Die hat er ohnehin weitgehend verloren. Stattdessen entwickelt er viel menschliches Mitgefühl und ist zu tiefen Bindungen fähig. Er freundet sich nicht nur mit hochrangigen Persönlichkeiten und der wunderschönen Schauspielerin Anna, sondern auch mit dem Portier Wassili, der Schneiderin Marina, dem Barkeeper Andrei und Emile, dem Maître d’Hôtel an. Auch wenn der Graf sich seiner Gefangenschaft ungebeugt stellt und versucht sich anzupassen, ist er einmal so hoffnungslos, dass er bereit ist, sich das Leben zu nehmen. Er entscheidet sich jedoch dafür weiterzuleben. Er wird der neunjährigen Nina ein wunderbarer Freund und Spielkamerad. Sie zeigt ihm die geheimsten Orte des Metropols, und kehrt Jahre später als junge Frau zurück. Sie ist verzweifelt und bittet den Grafen, sich ihrer Tochter Sofia anzunehmen, der er ein liebevoller und aufopferungsvoller Ziehvater ist. Tief verbunden ist er mit seinem Freund Mischka aus Jugendzeiten, der ihn viele Jahre später als den glücklichsten Menschen Russlands bezeichnen wird, denn trotz seiner eingeschränkten Lebensumstände ist er immer noch fähig, Freude und Glück zu empfinden. Er ist auch nicht völlig von der Realität abgeschnitten. Informationen über das Weltgeschehen und die Lage in Russland erhält er von den Bediensteten und Hotelgästen. Ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, von dem aus er das Bolschoi-Theater und die Mauern des Kreml sieht. Der Graf ist nicht Ich-Erzähler einer eigenen Geschichte. Der Autor lässt sie von einem allwissenden Erzähler in der dritten Person erzählen.Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und empfehle ihn uneingeschränkt weiter.

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  • Genial

    Ein Gentleman in Moskau

    tigerbea

    28. September 2017 um 19:57

    Moskau, 1922. Graf Rostov wird aufgrund politischer Geschehnisse verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest in seinem Wohnort, dem berühmten Hotel Metropole verurteilt. Jedoch darf er seine Suite nicht weiter bewohnen, sondern er muß in ein Bedienstetenzimmer ziehen. Dafür muß er sich von liebgewonnenen Dingen trennen und sich an weniger Raum gewöhnen. Doch er wäre nicht er selbst, wenn er jetzt resignieren würde... Ein wirklich grandioses Buch vor der Kulisse des alten Russlands. Neben der interessanten Geschichte rund um den Grafen erfährt man als Leser hier eine Menge um die Geschichte Russlands und bekommt ein Bild davon, wie es damals zuging. Der Graf selbst genießt hier bei mir viel Sympathie. Er könnte sich aufgeben oder haßerfüllt durchs Leben gehen - stattdessen findet er sich mit seiner Situation ab und genießt das Leben trotzdem. Dies ist hervorragend beschrieben! Überhaupt ist der Schreibstil trotz des schweren Themas leicht zu lesen und die Handlung dadurch gut zu verstehen.

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  • Eine Offenbarung!!

    Ein Gentleman in Moskau

    JessSoul

    28. September 2017 um 19:57

    Lange habe ich auf ein neues Buch von Amor Towles warten müssen, schon sein Erstling "Eine Frage der Höflichkeit" klingt seit 6 Jahren in mir nach und ich konnte es nicht erwarten, erneut eins seiner Werke zu lesen. Das Wort "Werk" gebrauche ich hier absichtlich, denn mit einem einfachen "Buch" ist es nicht zu vergleichen. Mit "Ein Gentleman in Moskau" hat Amor Towles eine atmosphärische Welt geschaffen, die man trotz aller Unzulänglichkeiten und widrigen Umstände nicht verlassen möchte. Er erzählt aus dem Leben eines Mannes, der aus politischen Gründen in ein Moskauer Grand- Hotel verbannt wird und sich dort trotz des begrenzten Schaffensraumes seinem Leben stellt. Neben seiner neu gewonnenen Freundin Nina, die mit ihren 9-Jahren einen ganz besonderen Blick auf die Welt hat, ist es vorallem das Personal des Hotels, das ihm das Leben lebenswert macht. Mit einer Weisheit, die weder erdrückend noch belehrend ist, berichtet er aus seinem Leben und macht uns dabei deutlich, wie wertvoll die immateriellen Dinge in unserem Leben sind: Freundschaft, Zusammenhalt, Vernunft und ein bisschen Unvernunft, Wissen und Gelassenheit. Das sind die Pfeiler einer ungewöhnlichen und rührenden Geschichte, die man nie vergessen wird und deren Schreibstil einen ganz tief in ein berichtenswertes Leben eintauchen lässt.

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  • Erlebte russische Geschichte in einem Hotelkosmos!

    Ein Gentleman in Moskau

    Edelstella

    24. September 2017 um 15:39

     „Und deshalb steckte der Graf die Schere seiner Schwester in die Tasche, betrachtete ein letztes Mal das, was von seinem Erbe geblieben war, und löschte es endgültig aus seinem sehnsuchtsvollen Herzen.“Das sagt viel über Graf Rostov aus, einem jungen russischen Adeligen, dem allein seine privilegierte Geburt zum Verhängnis wird. Das wollen die Bolschewiken in den frühen 20igern in Moskau nicht mehr, sie wollen Allgemeingut für das russische Volk und ein „Weltenbürger“ wie Graf Rostov, der seit 4 Jahren im Hotel Metropol in einer großzügigen Suite lebt, ist ihnen ein Dorn im Auge. Er wird unter Hausarrest gestellt in einer Dachkammer des altehrwürdigen Hotels Metropol, dem ersten Haus in Moskau und es ist ihm nicht mehr gestattet, jemals wieder die berühmte Drehtür des Hauses nach draußen in die Freiheit zu öffnen. Mit Bravour, einer Noblesse, die ihm von der Großmutter vererbt wurde, einem großen Herzen, geistreicher Intelligenz und großer Phantasie wird für ihn das Hotel von nun an sein Universum, die Welt, die in ihm ist und die Welt, die durch die vielen Besucher aus allen Nationen, repräsentiert wird.Es ist wie ein buntes Kaleidoskop, jeden Tag hat es ein anderes Gesicht. Durch seinen liebenswerten Charme und seine gute Erziehung und Kenntnis der kulinarischen Genussvielfalten, wird es ihm möglich als Kellner zu arbeiten im besten Restaurant des Hauses und dort bekommt er Einblick in gesellschaftliche und politische Umwälzungen und Neuerungen.AEr findet wunderbare Freunde durch seine Menschenfreundlichkeit und genau da werden Kontraste sichtbar zu den eigentlichen Ideen, derer, die gar nicht mehr den eigenen Idealen treu sind. Als dem Grafen dann das Kind einer Freundin anvertraut wird, zeigt er nur mehr, was alles in ihm steckt....Der Autor ist ein Erzähler, wie man ihn nur ganz selten findet. Ich bin begeistert, berührt, ich genieße jede Seite, ein wunderbares Buch. „Um zehn Uhr begleitete der Graf seine Gäste zum Glockenturm, und mit demselben Zeremoniell wie an der Tür seines Familiensitzes in St. Petersburg wünschte er ihnen eine gute Nacht. Als er wieder in seine Kammer kam, öffnete er das Fenster (das nicht größer als eine Briefmarke war) goss sich den Rest Kognak ein und setzte sich an seinen Schreibtisch“.Eine Geschichte über einen vollendeten Gentleman äußerlich und im Herzen, gentlemanlike geschrieben, wie ich es noch nie lesen durfte. Fast behutsam führt uns Towles durch die Jahre nach in Russland nach der großen Revolution und der Abschaffung und Ausrottung des Adelstandes, der Übernahme durch die Bolschewiken und weitere große Umwälzungen. Sehr kenntnisreich wird der Leser in kleinen Dosen, aber immer auch schicksal lenkend für den Protagonisten über gesellschaftliche und politische Konventionen informiert und auch im Hotel machen Korruption und Spionage nicht halt. Der Autor benennt klug, wie auch die kleinen Rädchen der Menschlichkeit ineinandergreifen und trotz großer Ängste, die Hoffnung nicht verlieren lassen. Für mich ist diese Sicht der Dinge und die Darstellung im Mikrokosmos eines einzigen großen Hotels fast wie auf einer Theaterbühne repräsentiert. Dadurch wird vieles um so klarer und auf den Punkt gebracht.Amor Towles hat mich überzeugt. Ich werde noch mehr von ihm lesen und für dieses wunderbare Buch, eines der besten in 2017 für mich und allgemeingültig in seinen Aussagen, gibt es 5 Lesesterne!!! Danke, Amor Towles!       

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  • Nachdenklich, farbenprächtig, komplex

    Ein Gentleman in Moskau

    Thoronris

    22. September 2017 um 17:24

    Schon von der ersten Zeile an hat mich dieser Roman gefangen genommen. Es ist etwas zutiefst Russisches in Towles‘ Schreibstil, eine Eleganz, die ich aus den Romanen von Tolstoi und Dostojewski kenne und die dazu geführt hat, dass ich, ganz unabhängig vom Inhalt, die alten russischen Klassiker liebe und in ihrer Sprache schwelge, selbst wenn es sich bloß um Übersetzungen ins Englische oder ins Deutsche handelt. Nach wenigen Seiten schon ist klar, dass Towles sich auch eine andere Eigenart der alten Meister zueigen gemacht hat: das Abschweifen. Und das meine ich gänzlich positiv. >> Ein Reigen warmherziger CharaktereDie Hauptperson in diesem Roman, Graf Alexander Iljitsch Rostov, gehört einer alten russischen Familie von Aristokraten an, die gute Verbindungen haben und zu den Reichen des Landes gehören. Wir begegnen ihm zu Anfang, als er gerade seine Strafe für exakt diesen Umstand erhält, denn natürlich ist dem Russland der Sovjets jegliche Aristokratie verdächtig. Dass er einst ein politisches Gedicht mit Inhalten, welche den Sovjets gefallen, geschrieben hat, rettet ihn vor der direkten Exekution, so dass er stattdessen zu Hausarrest im Metropol, einem real existierenden Hotel in Moskau, verurteilt wird. Dort hat er schon zuvor gelebt, doch statt seiner luxuriösen Suite bleibt ihm nun nur ein winziger Raum.Während er versucht, sich mit der neuen Gefangenschaft abzufinden, freundet er sich mit dem jungen Mädchen Nina an. Sie weiß nichts von den alten russischen Sitten, die unter Adligen geherrscht haben, hört dem Grafen aber geduldig bei Erzählungen zu. Dafür führt sie ihn in die tieferen Geheimnisse des Hotels ein, die sich nur einem neugierigen Kind erschließen. Er macht Bekanntschaft mit einer Näherin, einem Barbier, dem Koch und Kellner eines der beiden Restaurants im Hotel und lernt einige Gäste näher kennen. All diese Personen sind auf ihre Art eigenartig, doch es sind mitfühlende Menschen, die dem Charme und der Höflichkeit des Grafen erliegen und für ihn durchs Feuer gehen würden.Meisterhaft erzählt uns Towles von den Lebensgeschichten dieser Menschen, packt manchmal ganze tragische Zukunftsereignisse in Fußnoten und entspinnt so ein riesiges Netz aus Persönlichkeiten rund um Rostov. Es erfordert Aufmerksamkeit, zwischen all den Lebensgeschichten nicht verloren zu gehen, doch wer die Konzentration aufbringt, wird mit einem schillernden Bild des Russlands zu Beginn der Sovjet-Zeit belohnt. Es ist ein Russland, dass neuerdings so sehr an die Gleichheit aller Menschen glaubt, dass jeder mit Genosse angesprochen wird, außer natürlich der alte Adel, der entweder exekutiert oder inhaftiert wird. Es ist ein Russland, in dem höhere Bildung als elitär betrachtet wird und deswegen ein beschämter Kellner, der aus Unwissenheit einen falschen Wein empfiehlt, die Macht besitzt, sämtliche Etiketten von Weinflaschen entfernen zu lassen, damit künftig auch der einfache Mann einen Rotwein oder einen Weißwein bestellen kann, ohne dass sein Selbstbewusstsein darunter leiden könnte, dass er nicht weiß, welche Sorte dem Mahl tatsächlich angemessen wäre. >> Gleichzeitig selbstironisch und kritischGraf Rostov ist ein Mann von alter Schule, er kennt jedes noch so lächerliche Zeichen, das sich die Aristokratie einst für den sozialen Umgang ausgedacht hat. Wie schräg legt man den Kopf? Was bedeutet es, wenn ein Gast mit Zeitung unter dem Arm das Restaurant betritt? Welche codierten Floskeln haben welche Bedeutung? All das weiß Alexander im Schlaf – und er ist sich dieser Tatsache bewusst. Er weiß, dass ihn das über andere Menschen erhebt, kann aber gleichzeitig darüber lachen, dass sein ganzes bisheriges Leben in codierten Umgangsformen abgelaufen ist. Er beobachtet melancholisch, wie unter den Sovjets Stück um Stück der Glanz Russlands durch Gleichheit und Gemeinschaft zerstört wird. Er besitzt einen ungebrochenen Patriotismus und würde jedem Ausländer gegenüber den Stolz der Nation verteidigen, doch er ist nicht blind für den Schrecken einer kommunistischen Diktatur.Während das Metropol ein Ort der Wärme bleibt, wird es im Rest von Russland kalt. Politische Reformen, Fünfjahrespläne, Machtkämpfe und Zwangsenteignungen beherrschen die Gegenwart. Obwohl dem Leser all dies bekannt ist und Towles die Geschehnisse auch immer wieder andeutet, ist dieses große Ganze doch nicht der zentrale Aspekt des Romans. Es ist Rostov, der sich dank Nina und später dank seiner Tochter Sofia verändert. Rostov, der einen riesigen Horizont besitzt und gerne andere aufklärt, ohne belehrend zu wirken. Wie in den alten russischen Klassikern präsentiert uns Towles ein drei Dekaden umspannendes Historienepos, in dem aber die Geschichte in den Hintergrund tritt, um den Figuren und ihren Charakteren Raum zu Glänzen zu geben. Rostov kennt sich selbst so gut, dass er sich gleichzeitig sehr ernst nehmen und herzlich über sich lachen kann. >> Nie eindeutig Das Buch erzählt nicht nur eine Geschichte, es erzählt viele Geschichten. Wir verfolgen das Leben von Rostov, ohne dass wir wissen, wo es hinführen wird. Erst sehr spät, auf den letzten 100 Seiten, kommt tatsächlich Spannung im klassischen Sinne auf, doch auch vorher schon kann Rostovs Lebensgeschichte fesseln.Genauso wird schnell deutlich, dass dieses Buch kein eindeutiges Anliegen hat. Es will uns ein Stück russischer Geschichte näher bringen, gewiss, aber das ist nicht das Wichtigste. Es will uns mit Rostov bekannt machen, doch gleichzeitig verlässt der Erzähler regelmäßig den Pfad, um das Leben anderer Personen nachzuverfolgen. Der Glanz der Aristokratie und die Nostalgie für vergangene Zeiten, in denen die Eliten geherrscht haben, wird farbenprächtig geschildert, doch wann immer das Nostalgiegefühl in Sehnsucht umzuschlagen droht, führt eine kleine spitze Bemerkung oder eine Anekdote dazu, dass man doch eher den Kopf schüttelt über den alten Adel.Für mich gehört dieses Buch wie kaum ein anderes zu jenen, die für jeden Leser eine andere Bedeutung haben wird. Vielleicht gehen einige darin verloren. Vielleicht lernen andere ganz neue Aspekte über Russland. Vielleicht inspiriert es einige, Tolstoi oder Dostojewski oder einen der anderen zahllosen, im Buch erwähnten russischen Autoren zu lesen. Vielleicht motiviert es andere dazu, Humphrey Bogart Filme zu sehen. Wer weiß?Mich persönlich hat es in meiner Liebe zu Russland gestärkt. Kaum ein anderes Land wird für mich je so sehr für Adel und höfische Kultur stehen wie das Russland vor der Revolution. Ich liebe das Russland vor 1900, aber ich bin ebenso fasziniert von dem Russland der Sovjetrepubliken und dem heutigen Russland, in dem ein Machtmensch die Geschicke leitet. FAZIT:Der Roman „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles ist ein prachtvolles Historiengemälde, in dem die Geschichte selbst jedoch nur die zweite Geige spielt. Im Zentrum steht Graf Rostov, der mit seinem althergebrachten Charme und seinem Wissen aus der Abgeschiedenheit des Hotels Metropol Russland beim Wandel zuschaut. Towles hat hier einen durch und durch russischen Protagonisten erschaffen, der selbstironisch aber auch kritisch sich, die Umwelt und seine Beziehung zu den Mitmenschen zu analysieren versteht. Das Buch ist so komplex und vielschichtig, dass wohl kaum zwei Leser zu einem gleichen Eindruck kommen werden. Daher kann ich es nur jedem ans Herz legen, es selbst zu lesen.

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