Ein Gentleman in Moskau

von Amor Towles 
4,7 Sterne bei77 Bewertungen
Ein Gentleman in Moskau
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Nusseiss avatar

Wundervolle Sprache!

Viv29s avatar

Eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe - eleganter Schreibstil, ungewöhnliche Geschichte, lebendige Charaktere.

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Inhaltsangabe zu "Ein Gentleman in Moskau"

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus.

"Towles ist ein Meistererzähler" New York Times Book Review

"Eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil" Washington Post

"Elegant, dabei gleichzeitig filigran und üppig wie ein Schmuckei von Fabergé" O, the Oprah Magazine

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783471351468
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:List Verlag
Erscheinungsdatum:08.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.09.2017 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor einem Monat
    Der Glanz vergangener Epochen

    Graf Alexander Rostov wird Anfang des 20. Jahrhunderts in Moskau vor die Wahl gestellt: Entweder verbringt er sein Leben fortan unter Hausarrest im Hotel Metropol oder wird vor ein Erschießungskommando gestellt.

    Seine Zukunft verbringt er nun nicht mehr mit der Upper Class, sondern er findet Freunde unter dem Hotelpersonal und sieht aus dieser Blase heraus, wie sich die Welt langsam verändert, während die Zeit im Metropol scheinbar stillsteht.

    Auf einfühlsame Art und Weise hat Amor Towles ein Bildnis Russlands geschaffen, dass den Wandel vom prunkvollen Zarenreich zum kargen, kommunistischen Einheitsstaat nicht nur äußerlich sondern auch in den Köpfen seiner Bürger durchgemacht hat und dabei nicht vor Opfern zurückgeschreckt hat.

    Das Hotel Metropol, die erste Adresse am Platz in Moskau, veranschaulicht dabei sowohl durch die Auswahl seiner Gäste als auch im Umgang mit seinem Personal, diesen Wandel.

    Aber vor allem der Graf steht als Symbol dafür, wie sich dieser Wandel in den Menschen vollzieht: Als Sinnbild der vergangenen Glanzzeiten muss er sich schnell an einen gänzlich anderen Umgang mit menschlichen Werten gewöhnen und seinen Platz in einer scheinbar auf den Kopf gestellten Gesellschaft finden.

    Ich finde dieses Buch einfach wundervoll geschrieben: Die Personen, die man im Laufe des Buches kennenlernt, scheinen alle an ihrem Schicksal zu tragen, ohne daran zu zerbrechen und zeigen dabei eine Charakterstärke, von der man sich gerne ein Stück abschneidet.

    Und auch Moskau bzw Russland sieht man dank dieses Buches mit ganz anderen Augen.
    Es stimmt einen nachdenklich und verzaubert einen aber auch gleichzeitig.

    Auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights!

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    Literaturwerkstatt-kreativs avatar
    Literaturwerkstatt-kreativvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein feinsinniger, außergewöhnlicher, aber auch humorvoller Roman über einen liebenswerten Gentleman !!!
    "Ein Gentleman alter Schule"

    Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor:

    Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles


    1922 – 1954 Moskau


    Der wohlhabende und genussfreudige Lebemann Graf Alexander Rostov ist 30 Jahre alt und nach der Russischen Revolution nach Moskau zurückgekehrt. Er residiert im Luxushotel „Metropol“. Kaum wieder zurück wird er jedoch verhaftet und verurteilt, allerdings nicht zum Tode, wie es sonst vielen Adligen nach der Revolution erging. Er wird zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol verurteilt. Sollte er das Hotel verlassen, droht ihm die Todesstrafe. Graf Rostov muss nun aus seiner Luxussuite ausziehen und wird in ein kleines Mansardenzimmer umquartiert. Rostov nimmt die Herausforderung an und macht das Beste aus seiner misslichen Lage. Er führt weiterhin ein genussvolles Leben, speist im Restaurants des Hotels und lässt es sich gut gehen, denn er kann auf versteckte Goldmünzen zurückgreifen. Damit ihm die Decke nicht auf den Kopf fällt, fängt er eines Tages als Kellner im Hotel an zu arbeiten und auch diese Aufgabe erledigt er mit Hingabe und Bravour. So bekommt er viel Kontakt zu den unterschiedlichsten Leuten. Unter anderem zu Nina, einem Kind. Die beiden freunden sich an. Zusammen erforschen sie das Hotel vom Keller bis zum Dach und führen viele interessante, ja tiefgründige Gespräche. Jahre später steht Nina mit ihrer Tochter vor ihm und bittet den Grafen für eine kurze Zeit auf Sofia aufzupassen. Nina kommt jedoch nicht mehr zurück. Und auch diesmal nimmt der Graf diese Herausforderung an und zieht Sofia groß, als wäre sie seine eigene Tochter.


    Fazit:

    Amor Towles hat mit seinem Roman ein ganz hinreißendes und außergewöhnliches Werk vorgelegt. Er entführt uns in eine längst vergangene Welt und nimmt uns mit auf eine Zeitreise durch Mütterchen Russlands Geschichte und dessen Literatur. Immer wieder streut er Literaturzitate und russische Anekdoten mit hinein, die einen zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken bringen.


    „Du wolltest den Menschen nicht der Freiheit berauben und verschmähtest den Vorschlag. Denn was ist das für eine Freiheit, so urteiltest du, wenn der Gehorsam durch BROT erkauft wird ? “


    Fjodor Dostojewski: Der Großinquisitor in: Die Brüder Karamasow(1880)


    Und mit Graf Rostov hat er eine Figur kreiert, die einem sofort ans Herz wächst. Aufgewachsen als Adliger im Zarenreich, hat er viele dieser gesellschaftlichen Attribute – Höflichkeit, Pflichtbewusst, Weltoffenheit – verinnerlicht und bleibt so immer ein Gentleman alter Schule. Während draußen vor den Hoteltüren die Geschichte weiter ihren Gang geht, bemüht er sich um seine Gäste, kümmert sich rührend um die kleine Sofia. Ja und genau das macht ihn so sympathisch. In diesem kleinen Kosmos in dem er sich nur bewegen darf, bewirkte er mehr als manche, die die ganze Welt bereisen können.


    Towles Schreibstil ist flüssig und lebendig, geradezu auserlesen – genau der Zeit und dem Ort angemessen – in dem diese Handlung und Handelnden spielen. Auch Towles detaillierte Beschreibungen haben bei mir den Wunsch verstärkt, einmal nach Moskau zu reisen, um dem Metropol Hotel einen Besuch abzustatten.


    Die Seiten des Buches sind nur so dahingeflogen und für mich hätte die Reise noch weiter und weiter gehen können. Auch das Ende ist sehr stimmig und gut gelungen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das nächste Buch von ihm.


    Absolute Leseempfehlung von mir für einen Roman der Extraklasse !!



    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2018/02/06/ein-gentleman-in-moskau/



    Besten Dank an den List Verlag für das Rezensionsexemplar.



    Kommentare: 1
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    littleowls avatar
    littleowlvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein großartiges Panorama von Russland in der ersten Hälfte der 20. Jahrhunderts.
    Ein Gentleman in Moskau

    Meine Meinung

    Der Klappentext und das Cover von „Ein Gentleman in Moskau“ haben sofort mein Interesse geweckt, daher habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Der Roman handelt von Graf Alexander Rostov, der 1922 zu lebenslangem Hausarrest im Moskauer Hotel Metropol verurteilt wird. Der Schauplatz bleibt daher die Jahrzehnte umspannende Handlung über fast immer gleich, trotzdem bietet die Geschichte nichts weniger als ein Panorama der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Russland.

    Graf Rostov ist als belesener Mann immer auf dem neuesten Stand, was das Weltgeschehen angeht, zudem beherbergt das geschichtsträchtige Hotel Metropol zu jeder Zeit die Creme de la Creme der Gesellschaft. Facettenreich und anschaulich spannt Towles den Bogen von Graf Rostovs Erinnerungen an die Zarenzeit bis zum beginnenden kalten Krieg. Der Autor hat hervorragend zur Epoche recherchiert und scheint wie sein Protagonist über Kenntnisse zu praktisch jedem Themenbereich zu verfügen. Es ist diese Masse an kleinen Details, die das Setting in schillernden Farben lebendig werden lässt. Die Perspektive von Graf Rostov auf die historischen Ereignisse ist besonders interessant, weil er als junger Mann den Übergang vom alten Zarenreich zum Russland des Sozialismus miterlebt hat.

    Überhaupt ist der Protagonist ein großer Pluspunkt für den Roman. Ich habe immer sehr viel Spaß daran, über „graue“ Charaktere mit dunklen Seiten zu lesen, in diesem Fall habe ich es aber auch genossen, zur Abwechslung mal eine durch und durch gute Figur zu begleiten. Graf Rostov hat das Herz am rechten Fleck, ist optimistisch, liebenswürdig und gutmütig. Besonders am Anfang macht ihm der Hausarrest schwer zu schaffen, doch er blickt nie mit Groll oder Bitterkeit auf seine Mitmenschen. Nimmt man dann noch seinen Charme und seine Intelligenz hinzu, verwundert es nicht, dass er während seiner Zeit im Hotel eine ganze Reihe an Freundschaften schließt. Es sind nicht zuletzt diese illustren Nebencharaktere, die das Buch zu etwas Besonderem machen. Jeder von ihnen hat etwas einzigartiges, außerdem spiegeln die Gäste des Hotels immer auch ein Stück weit die aktuelle politische Situation wider.

    Die Geschichte ist darüber hinaus wunderbar geschrieben – ich hatte Freude am Lesen und musste bei vielen Passagen schmunzeln. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Schreibstil zu Graf Rostovs Persönlichkeit passt, auch wenn es nicht um einen Ich-Erzähler handelt.

    Fazit

    Wer auf der Suche nach einem spannenden Plot und rasanter Action ist, der ist mit diesem Buch eher weniger gut beraten. Ein Lesevergnügen ist es jedoch trotzdem, denn der Autor lässt virtuos eine Epoche wiederauferstehen, glänzt mit einem sehr angenehmen Schreibstil und erschafft einen durch und durch sympathischen Protagonisten.

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schönes Buch, das mir mit seiner besonderen Geschichte und der sympathischen Hauptfigur sehr gut gefallen hat. Wundervoll geschrieben!
    Eine besondere Geschichte - wundervoll geschrieben

    Der Gentleman und sein Leben im Hotel…

    Moskau, im Jahr 1922: Der junge Adlige Graf Alexander Iljitsch Rostov wird aus politischen Gründen zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol verurteilt, wo er auch die letzten Jahre gelebt hat. Für den lebensfreudigen Graf eine enorme Umstellung – muss er doch von nun an auf viele Privilegien verzichten. Schließlich findet er sich erstaunlich schnell mit der Situation zurecht und gestaltet seinen Tagesablauf neu. Auch in seinem kleinen Dachzimmer versucht er, sich behaglich einzurichten. Doch während Russland durch stürmische Zeiten geht, bleibt ihm nur der Blick aus dem Fenster – viele Gäste kommen und gehen. Eines Tages jedoch bittet eine langjährige Freundin ihn um Hilfe: Sie vertraut Graf Rostov ihre kleine Tochter an. Dieser schließt das kleine Mädchen sofort ins Herz und ahnt noch nicht, wie sehr diese sein Leben verändern wird…

    „Von Natur aus sind Menschen so launisch, so komplex, so herrlich widersprüchlich, dass sie nicht nur unsere ganze Aufmerksamkeit verdienen, sondern auch unsere wiederholte Betrachtung – und unsere feste Entschlossenheit, ein Werturteil zurückzuhalten, bis wir den Menschen in den verschiedensten Umständen und zu allen Tageszeiten erlebt haben.“ – Seite 129, eBook

    Dieses Buch besticht schon von der ersten Seite an mit einem einzigartigen und angenehmen Erzählstil. Schon ganz zu Anfang wird Graf Rostov zu lebenslangem Hausarrest verurteilt – der Roman beginnt mit dem Protokoll der Gerichtsverhandlung. Nach und nach lernt man dann die Hauptfigur besser kennen: Der sympathische Gentleman versucht aus allem das Beste zu machen und bietet immer wieder seine Hilfe an. Neben den aktuellen Geschehnissen erfährt man im Laufe der Geschichte auch immer mehr Einzelheiten aus Graf Rostovs Vergangenheit – und da gibt es einige traurige Momente. Sehr interessant zu verfolgen sind auch die Menschen, die der Graf im Laufe der vielen Jahre begegnet und welche davon sein Leben ziemlich auf den Kopf stellen. Zwischendurch gibt es auch immer wieder einen Einblick in die russische Geschichte der 20er und 30er Jahre.

    Sehr gelungen sind dem Autor auch die bildhaften Beschreibungen des Hotels mit seinen vielen Orten, Zimmern und Aufgängen. Diese detailreichen Schilderungen haben mir besonders gut gefallen. Genau so wie der spezielle Schreibstil – er ist locker und ausführlich, mal ernst und mal etwas humorvoll. Eine schöne Art und daher kein Buch für zwischendurch. Man sollte sich etwas Zeit nehmen zum Lesen, was sich aber wirklich lohnt.
    Auch das Cover ist stimmig mit dem Inhalt – auch das schwarz-weiße mit dem farbigen Titel ist sehr schön und ein Blickfang.

    „Dann beugte sie sich nach rechts, um an ihm vorbeisehen zu können. Der Graf war verdutzt und drehte sich um – gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie der lange Wächter der Minuten sich mit dem krummbeinigen Stundenzähler vereinte. Als die beiden sich umarmten, lösten sich die Federn, die Rädchen sirrten, und die Hämmer der Uhr mit dem Zweimalschlag schlugen Mitternacht.“ – Seite 272, eBook

    Mein Fazit: Ein besonderes Buch, das mir mit seinem wundervollen  Schreibstil und dem interessanten Handlungsverlauf unheimlich gut gefallen hat. Die Hauptfigur ist ein sympathischer Gentleman, den man nach und nach besser kennen lernt. Die Geschichte umfasst viele Jahre und blickt auch mal zurück in sie Vergangenheit. Auch die Nebencharaktere sind stark – zusammen mit tollen Schauplätzen und dem besonderem und schönen Schreibstil ein sehr gelungenes und lesenswertes Buch!

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    thelastpages avatar
    thelastpagevor 9 Monaten
    Unscheinbar anders

    „Ein Gentleman in Moskau“ macht uns glücklich als Leser. Es ist endlich mal wieder ein Roman, der nicht vergleichbar ist mit anderen auf dem Markt. Nicht der dritte Märchenabklatsch, nicht der fünfte Versuch die Geschichte der Vampire neu zu schreiben. Dieser Roman ist ehrlich, intelligent, und elegant.

    Ich habe mich zuvor nie mit der russischen Geschichte auseinandergesetzt, geschweige denn wirklich dafür interessiert. Graf Rostov sagte mir nur vom Namen her etwas, dank „Krieg und Frieden“, welches ich nie gelesen und beschnuppert habe. Nach 560 Seiten hat sich Rostov jedoch zu der liebsten Romanfigur diesen Herbsts entwickelt und nimmt auch den Platz in den Alltimfavorites ein.

    Towles schafft es uns die Geschichte Rostovs in seinem kleinen Mikrokosmos des Hotels als große bunte Welt voller Überraschungen zu erzählen. Die Geschichte um den Grafen mit lebenslagem Hausarrest macht Lust auf Leben, Genießen und Fühlen. Es motiviert uns, oder jedenfalls mich, über den Tellerrand zu schauen, nicht alles für gegeben zu erachten, und mal alte Dinge neu zu entdecken.

    Jede Romanfigur, sei es Rostov selbst, flüchtige Begegnungen, oder seine tote Schwester sind authentisch gestaltet. Man ist nicht nur in Moskau selbst, sondern im Leben des Grafen und erlebt mit.
    Ich möchte wirklich jedem diesen wunderbaren und tiefgründigen Roman empfehlen.



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    kingofmusics avatar
    kingofmusicvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Brilliantes Kaleidoskop der russischen Geschichte im 20. Jahrhundert!
    Brillantes Kaleidoskop der russischen Geschichte des 20. Jahrhunderts

    Oh Mann, was war das für ein verrücktes (literarisches) Jahr 2017…Mit insgesamt rund 70 Büchern und Kurzgeschichten war es für mich rekordverdächtig ha ha ha. In die lange Reihe von Highlights hat sich zum Ende des Jahres noch mühelos „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles eingereiht.


    Wir begleiten beim lesen Graf Alexander Rostov bei seinem 1922 verhängten lebenslangen Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau. Ein jeder von uns würde wahrscheinlich verzweifeln, wenn er nie wieder das Haus verlassen dürfte. Und auch Graf Rostov ist irgendwann verzweifelt, hat aber durch den Rückhalt seiner zahllosen Freunde im Hotel Metropol schnell den „Punkt“ überwunden und macht das einzig richtige in dieser Situation: er arrangiert sich mit seinem Hausarrest, übernimmt einen Job als Kellner in einem der Restaurants im Metropol und beobachtet dabei alles, was es zu beobachten gibt.


    So weit so fiktiv. Das Großartige an diesem Roman ist aber der gleichzeitige Blick auf die russische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wir (die Leser) werden Zeuge der Stalin-Ära in Russland, erleben die Einführung des Fünfjahresplans, erfahren von der Medienzensur der Regierung – all das vorgetragen in einer (be)ruhigen(den) Sprache, die ich schlichtweg großartig fand und die ich in Anlehnung an eine Passage im Buch „die Poetik des Schweigens“ nennen möchte.


    Das Buch bricht nicht wirklich aus, es wird nie laut. Trotzdem ist es zu keiner Sekunde langweilig. Im Gegenteil: die zahlreichen Hinweise auf (russische) Literatur, Musik und die schon bereits genannten politischen (Hintergrund)-Informationen sind fesselnd und werden mit einer großen Prise subtilem Humors vorgetragen.


    Und so sollte jeder Fan anspruchsvoller Literatur, der sich (nicht nur) für die russische Geschichte interessiert, dieses wunderbare Buch gelesen haben!

    Kommentare: 4
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    ELSHAs avatar
    ELSHAvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, interressant und schön zu lesen!
    Ein elegantes Leben

    Ein Graf opfert sich für einen Freund und erhält Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau. Dies ist der Beginn des Romans von Amor Towles, hier wird auch schon klar das unser Protagonist nicht nur Stil, sondern auch Humor hat. Towels erfreut uns mit witzigen Dialogen.
    Der Graf verbringt fortan sein Leben im Hotel Metropol, er lässt uns an den Geschehnissen in Russland, und im Hotel teilhaben. Die Geschichte zieht vorbei und hinterlässt Ihre Spuren auch im Internationalen Hotel Metropol.
    Lange hatte sich der Graf mit seiner Situation abgefunden, bis ein junges Mädchen seine Meinung ändert und er sich als fähiger Stratege entpuppt.

    Ein schönes Leseerlebnis, Gefühl, Witz, Spannung und Geschichte, alles was ein gutes Buch braucht.

    Stefanie Salmen
    C. RAUCH'sche Buchhandlung

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    E
    echidnavor 9 Monaten
    Ein Leben im Hotel

              Nach der russischen Revolution wird Graf Rostov aus politischen Gründen zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Sein damaliger Wohnsitz, das pompöse Hotel Metropol mitten in Moskau wird zu seinem Gefängnis. Er muss seine elegante Suite aufgeben und wird in ein winziges Zimmer unter dem Dach verbannt. Wenigstens sein Gold, gut versteckt in seinem Schreibtisch, und ein paar Habseligkeiten, konnte er retten. 
    Der Graf ist zu einem Leben im Hotel verdammt, das ihm sehr schnell sehr beengt vorkommt. Doch er wäre kein Gentleman, wenn er nicht auch mit dieser Situation zurechte kommen würde und das Beste daraus machen würde. Er lernt die guten Seiten dieses Lebens zu schätzen: gute Freundschaften, vor allem zum Personal des Hotels, die Gesellschaft des einäugigen Katers, und die vielen kleinen Geheimnisse, die hinter den verschlossenen Türen des Hotels darauf warten, entdeckt zu werden.
    Das Buch ist wundervoll geschrieben. Rostov ist ein besonderer Charakter, der durch seine ganz eigene Sichtweise auf die Welt außergewöhnlich wird. Sein unerschütterlicher Optimismus ist bewundernswert und so wird er mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
    Die Geschichte Russlands war mir bisher weitestgehend fremd. Durch den Einblick in die Welt der Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, nämlich der noblen Gäste des Hotels im Gegensatz zu den einfachen Angestellten, wird ein interessantes Bild gezeichnet, das vieles verständlicher erscheinen lässt.Manchmal wirkt die Geschichte ein wenig langatmig, da sie in diesem beschränkten Rahmen des Hotels stattfindet. Doch die interessanten Charaktere machen dies wieder wett. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, wird man belohnt werden.        

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    grashuepfer56vor 10 Monaten
    Umstände, die man beherrschen muss

              Zuerst eine Bemerkung zum Cover: wunderschön gestaltet, ja nahezu edel anmutend mit dem schwarz-weiß gehaltenen Einband, dessen Papier sich samtig und schmeichelnd in die Hand schmiegt, noch unterstrichen von dem silberfarbenen Lesebändchen. Ein guter Grund, dieses Buch näher kennenzulernen.
    Der junge Graf Alexander Rostov, wird wegen eines Gedichts vor Gericht gestellt. Sein Glück im Unglück, anstatt sofort erschossen zu werden wird er zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Er muss seine Suite im Luxushotel Metropol  räumen und wird mit nur wenigen Habseligkeiten in eine kleine Dachkammer verbannt. Doch der Graf wäre nicht Lebenskünstler, Gentleman und Philosoph, würde er sein Leben von den misslichen Umständen beherrschen lassen. Seine  Stärken, hervoragende Bildung, Höflichkeit in jeder Situation und absolute Integrität, sind ihm dabei eine große Hilfe. Und während die Geschichte die Welt draußen verändert, bleibt der Graf sich und seinen Prinzipien treu.
    Es ist kaum vorstellbar, dass es auch in diesem beengten Kosmos gelingen kann ein erfülltes und aufregendes Leben zu führen.
    Amor Towles ist ein brillianter Erzähler, der es beherrscht, den Leser durch einen dicken Wälzer zu führen, ohne ihn dabei zu verlieren. Er bringt ihm nicht nur die russische Geschichte und die Mentalität der Bevölkerung näher, er versteht es auch meisterhaft zu vermitteln, dass jeder seines Glückes Schmied ist und dem Schiksal eine lange Nase zu zeigen. Der Autor pflegt einen Schreibstil, der nicht immer einfach zu lesen ist. Zeitsprünge geben  dem Leser so manches Mal Rätsel auf, die erst später überraschend gelöst werden. Abschweifungen philosophischer und geschichtlicher Art sind zum Teil anstrengend, geben dem Ganzen aber auch eine gewisse Würze. Wenn man dazu bereit ist, sich auf diese Reise einzulassen und sich genügend Zeit zu nehmen, findet man in dem Hauptprotagonisten einen Freund der es wert ist, dass man ihn mit Geduld und Freude durch sein Leben begleitet.
           

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    DaddyCoolvor 10 Monaten
    Grandios

    Im Jahre 1922 wird Graf Rostov in Moskau verhaftet. Er wird zu lebenslangem Arrest verurteilt. Er darf zwar im Hotel Metropole wohnen bleiben, jedoch muß er seine Suite räumen und in ein Bedienstetenzimmer ziehen. Das bedeutet für ihn, sein Leben mit viel weniger Eigentum auf bedeutend engeren Wohnraum auszukommen. Doch auch daran verzweifelt er nicht. 

    Durch die Geschichte von Graf Rostov wird dem Leser hier ein Stück russischer Geschichte nahe gebracht. Durch den sehr normal wirkenden Stil des Autors kann man hier auch gut folgen und versteht wirklich, was zu der Zeit vor sich ging. Die Person Graf Rostov ist unendlich sympathisch und ihr Schicksal hat mich bewegt. Es ist faszinierend zu lesen, daß jemand in dieser Situation nicht zerbricht, sondern sein Leben weiterhin genießt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Es ist für uns schon eine liebgewonnene Tradition geworden und vielleicht für euch ja auch? Zum Ende des Jahres blicken wir auf unsere gelesenen Bücher zurück und jeder im LovelyBooks Team überlegt sich ein Buch, das ihn in diesem Jahr ganz besonders begeistern konnte. Die Lieblingsbücher des LB-Teams 2017 möchten wir euch hier verraten und ans Herz lesen. Es ist eine bunte Mischung verschiedener Genres und bestimmt für jeden was dabei.

    Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
    Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 17 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

    Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

    diewortklauberin empfiehlt "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky
    Ein Okapi ist ein abwegiges Tier. Ebenso abwegig erscheint es, dass ein Traum von einem ebensolchen einen Todesfall ankündigen soll. Doch das ist nur eine der Kuriositäten, die dem Leser in diesem kleinen Dorf im Westerwald begegnen.
    „Was man von hier aus sehen kann“ hat mich besonders durch seine Unaufgeregtheit begeistert. Es ist eine Geschichte, die leise und schlicht daher kommt und die großen Themen bespricht, ohne sie anzusprechen: den Tod, der uns immer plötzlich trifft, obwohl er unweigerlich Teil des Lebens ist, die Liebe, auf die das Gleiche zutrifft, und den Mut trotzdem (oder eben deswegen) das Leben zu wagen.


    PiaDis empfiehlt "Die Blutschule" von Max Rhode
    Dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist wirklich verstörend, spannend und gleichzeitig richtig gut. Es steht zwar Thriller drauf, aber da ist schon auch ein wenig Horror drin. Nichts für schwache Nerven ;-) Ein Buch das mich wirklich immer noch ein wenig beschäftigt. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen, weil es mich nicht los lassen wollte ...

    sarah_elise empfiehlt "Rendezvous mit einem Oktopus" von Sy Montgomery
    Er kann 16.000 Küsse auf einmal verteilen, Tricks lernen, Türen öffnen, miese Laune verbreiten und mit seinen Tiefseeaugen die Türen zu einer noch unbekannten Welt öffnen. Der Oktopus. Mein Buch des Jahres hat mich auf jeder Seite verzaubert und zugleich meinen Blick erweitert. Meinen Blick auf meine große Liebe, das Meer. Ein liebevolles und tiefgründiges Buch über die Seele der Ozeane für alle Tiefseetaucher, Hobbyaquanauten und jeden Literaturliebhaber.

    infinitejourney empfiehlt "Blade Runner" von Philip K. Dick
    Ein Klassiker, der hochaktuelle Fragen aufwirft: Was braucht ein Mensch um sich als Mensch zu fühlen, wie weit sollen Gefühle gesteuert werden, was ist künstliches Leben wert? Entworfen wird eine dystopische Zukunft, die theoretisch in erschreckend greifbarer Nähe liegt und zum Reflektieren anregt. In Verbindung mit dem filmischen Sequel mein persönliches Lesehighlight in diesem Jahr.

    Marina_Nordbreze empfielt "The Hate U Give" von Angie Thomas
    Selten hat mich beim Lesen ein Buch so wütend gemacht. Warum ist unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert noch immer so furchtbar rassistisch? Für mehr Wut auf die Missstände und mehr Kraft zur Veränderung empfehle ich ganz dringend die Lektüre von "The hate u give" von Angie Thomas, die ungeschont den Alltagsrassismus in den USA beschreibt. Vielleicht bewirkt das Buch auch hier in Deutschland ein Umdenken bei so manchem Leser. Wünschenswert wäre es.

    Malista empfielt "Warten auf Bojangles" von Olivier Bourdeaut
    Eine Liebeserklärung an das Leben in allen seinen Facetten! Voll Liebe, Hoffnung und Mut erzählt der Autor die Geschichte eines Familienlebens, das auf Grund der Krankheit der Mutter, eigentlich alles andere als leicht sein sollte. Dennoch erscheint das Leben dieser Familie beneidenswert liebevoll und leichtfüßig und es begleitet einem beim Lesen ein herrliches Gefühl, das alles möglich sein kann.

    SandraKath empfiehlt "Caraval" von Stephanie Garber
    Stephanie Garber hat mich beim Lesen komplett vergessen lassen, dass "Caraval" ihr Debüt ist. Man taucht ein in diese magische Welt und kann nicht mehr unterscheiden, was wahr und was nur eine Illusion ist, wem man vertrauen kann und wer lügt. Man folgt Scarlett in ein Spiel um Leben und Tod und sucht mit ihr gemeinsam nach den Antworten auf so viele Fragen. Und gerade, wenn man denkt, dass alle Rätsel gelöst sind, liest man die letzte Seite...

    markusros empfiehlt "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde
    Angestachelt und aufgerüttelt von meiner Tochter, die in der Schule das Thema Bienen und Bienensterben behandelt hat, habe ich mich im Urlaub auf den Roman gestürzt. Ein paar wenige laue Sommerabende am Campingplatz später hatte ich das Buch verschlungen. Neben viel Spannung und schöne Lesestunden hat mir das Buch auch beim aktuellen Thema „Insektensterben“ geholfen, einige aktuelle politische Diskussionen besser einordnen zu können, etwa rund um Glyphosat. Und um selber wenigstens im Kleinen was Gutes zu tun: Im eigenen Garten haben wir seit dem Herbst eine extra bienenfreundliche Wildblumenwiese gesät.

    kultfigur empfiehlt "1Q84" (Buch 1 & 2) von Haruki Murakami
    Ich habe in diesem Jahr für mich das erste Mal Hörbücher ausprobiert. Eigentlich war ich skeptisch, doch nachdem ich 1Q84 von Haruki Murakami (Buch 1 + 2) ungekürzt bei Spotify entdeckt und gehört habe, bin ich absolut fasziniert. Zur erzählerischen Qualität des Autors muss man, glaube ich, nichts sagen und die Geschichte hat, unaufgeregt gelesen von David Nathan, einen unglaublichen Sog. Noch nie waren Figuren für mich so real und zum Greifen nahe und als es zu Ende ging, war ich tieftraurig. Was für ein Glück, dass Buch 3 noch auf mich wartet :-)

    TanjaMaFi empfiehlt "Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles
    Einen klügeren, warmherzigeren und optimistischeren Charakter als Graf Rostov habe ich in einem Buch selten erlebt. 1922 wird er im Hotel Metropol in Moskau unter Hausarrest gestellt und durchlebt in diesem irgendwie sehr gemächlichen Mikrokosmos die nächsten 30 turbulenten Jahre im sich rapide ändernden Russland. Quasi durch das Fenster erlebt der Leser nicht nur einzigartige Figuren aber auch eine faszinierende Reise durch die Zeit. "Ein Gentleman in Moskau" ist definitiv das Buch, das mich dieses Jahr am meisten begeistert hat.

    Sharyssima empfiehlt "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff
    Ein Buch, das mich dieses Jahr vollkommen überrascht und überzeugt hat, ist "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff. Wer glaubt, ein ganz normales Science-Fiction-Buch vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Die spannende Story wird nämlich mit einem bunten Mix aus Chats, Protokollen, Berichten, Funksprüchen und Bauplänen erzählt, die die Geschichte so plastisch und realistisch machen, dass man sich selbst auf den Raumschiffen im Weltall wähnt. Ein Buch, das geradezu nach einer Verfilmung schreit!

    NaddlDaddl empfiehlt "Im Traum kannst du nicht lügen" von Malin Persson Giolito
    Endlich mal wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte! "Im Traum kannst du nicht lügen" fängt zwar eher ruhig an, zieht einen aber immer mehr in seinen Sog. Majas Gedanken rund um den Prozess sind absolut spannend, ich war wie gebannt von der Frage, was passiert ist, wer welche Rolle gespielt hat und wer die Schuld an den Geschehnissen trägt. Eine Geschichte, die nicht nur aus schwarz und weiß besteht – schon lange hat mich kein Buch mehr so nachdenklich hinterlassen.

    Daniliesing empfiehlt "Before they pass away" von Jimmy Nelson
    So wenige Romane, wie in diesem Jahr, habe ich wohl selten gelesen. Dafür durfte ich große Mengen an (Papp)bilderbüchern anschauen und ein paar interessante Sachbücher entdecken. Kurz vor knapp sind mir jedoch ein Buch und ein Fotograf begegnet, die mich nicht mehr losgelassen haben. Deshalb geht meine Empfehlung an den Bildband "Before they pass away" mit den atemberaubenden Fotos von Jimmy Nelson. Er hat es sich zur Aufgabe und Berufung gemacht, indigene Völker auf der ganzen Welt und in den entlegensten Winkeln der Erde zu entdecken, sie kennen zu lernen und natürlich zu fotografieren. Dieser kleine Einblick in ihren Alltag, der zugleich in starkem Kontrast zu unserer modernen, schnelllebigen Welt steht, macht dieses Buch für mich so eindrucksvoll!

    Cari_f empfiehlt "Nevernight - Die Prüfung" von Jay Kristoff
    Meine persönliche Entdeckung dieses Jahres sind die Bücher von Jay Kristoff. Sowohl "Illuminae", das er zusammen mit Amie Kaufman geschrieben hat, als auch "Nevernight - Die Prüfung" haben mich absolut in ihren Bann gezogen. Letzteres lässt die Leser in eine düstere Fantasywelt eintauchen und strotzt nur so vor Ironie, Schonungslosigkeit und Ideenreichtum. Dieses Buch ist zwar nichts für Zartbesaitete, lässt aber die Herzen all jener höher schlagen, die gerne anspruchsvolle Fantasy mit wunderbar unperfekten Protagonisten lesen. Eins meiner Highlights des Jahres 2017!

    aba empfiehlt "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo Agualusa
    Ein Buch, das mich zugleich berührt, unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht hat, ist "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von dem angolanischen Schriftsteller José Eduardo Agualusa. In seinem Roman erzählt er die Geschichte einer Frau, die 30 Jahre lang allein und isoliert in der angolanischen Hauptstadt gelebt hat. In ihrer eigenen Wohnung! In derselben Zeit erlebt das Land große politische und wirtschaftliche Umstellungen. Die Protagonistin dieses Romans schafft es, das Schicksal vieler Menschen zu beeinflussen, und das während ihrer Isolation und ohne es überhaupt zu ahnen. Glaubhaft und höchst spannend erzählt Agualusa diese unglaubliche Geschichte, an die ich noch sehr sehr lange denken werde!

    Gexi empfiehlt "Götterblut" von Stella A. Tack
    Für Fantasy mit griechischer Mythologie bin ich eigentlich immer zu haben und Stella A. Tacks Buch war ein Volltreffer. Warrior ist eine eigenwillige und etwas kratzbürstige Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt und die einen oft zum Lachen bringt. Sie nimmt uns mit auf eine Taxifahrt durch die Hölle und auf ein Golfspiel der Götter im Olymp und richtet dabei einiges an Chaos an. Für mich wurde durch dieses Buch klar, dass deutsche Fantasy viel kann! Mein Fazit: einfach göttlich.

    Daria87 empfiehlt "Der Junge auf dem Berg" von John Boyne
    Dieses war mein erstes Buch des Autors und ich war vollends begeistert. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Meisterhaft beschreibt John Boyne wie leicht vor allem Kinder beeinflussbar sind und wie wichtig es ist, dass sie gute Vorbilder haben. Eine absolute Leseempfehlung!

    Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch das ein oder andere - oder gleich alle ;-) - unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten.

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    Kathleen1974s avatar
    Letzter Beitrag von  Kathleen1974vor 8 Monaten
    Herzlichen Dank :-)
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    "Towles ist ein Meistererzähler" New York Times Book Review

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