Amor Towles Eine Frage der Höflichkeit

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Inhaltsangabe zu „Eine Frage der Höflichkeit“ von Amor Towles

New York, Neujahr 1937: Die beiden Freundinnen Kate und Eve – zwei Provinzschönheiten, die die Welt erobern wollen – gabeln in einer Jazzkneipe den charmanten Tinker Grey auf. Er trägt Kaschmir und scheint Single zu sein – ein Sechser im Lotto. Eine turbulente Freundschaft à trois beginnt. Die beiden jungen Frauen weisen Tinker in die geheime Kunst des Schnorrens ein, und Tinker revanchiert sich, indem er sie in die feinsten Clubs der City ausführt. Erst als das beschwingte Dauerabenteuer jäh durch einen Unfall beendet wird, stellt sich für Kate die Frage, wer eigentlich in wen verliebt ist – und was das Leben wirklich ausmacht.

Besondere Charaktere. Wundervoll beschriebene Schauplätze. Schöne Atmosphäre mit einem Hauch Melancholie in der Luft.

— SamiraBubble

1938: Ein Jahr im Leben einer Frau. Sehr subtil, sehr atmosphärisch, voller Weisheiten und mit starken weiblichen Charakteren.

— Hamlets_Erbin

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  • Amor Towles - Ein Gentleman in Moskau

    Ein Gentleman in Moskau

    StSchWHV

    Ein Buch für das mir die Worte fehlen. Zumindest die, die diesem Buch gerecht werden können. Er ist voller lebensbejaenden Weisheiten, demütigen Einsichten, kleinen Zitaten aus großer Literatur, russischer Musik und Wein, viel Wein.Ah, und Freundschaften, die die Welt bedeuten! Rastlose Liebschaften! Untrennbare Familienbande. Die unabänderliche Weltgeschichte, die im Hintergrund vor sich hin spielt, wie ein leises Radio.Das alles klingt zu banal, um so gut zu sein, aber Amor Towles weiß, was er macht und schreibt ein Meisterwerk! Und zwischen all den russischen Anekdoten, den aberwitzigen inneren Monologen, überraschenden und gleichzeitig absolut unausweichlichen Wendungen, und den politischen Wirren, wartet auch noch eine Räuberpistole, wie sie sich für einen Gentleman geziemt.Kurz um: Ich bin verliebt in dieses Buch. Und es ist eines, das ich noch einmal lesen will, wenn ich alt bin und mir vom Grafen noch einmal zeigen lassen muss, wie man das Leben anpacken sollte! Der Graf übrigens, ein Mann, der sein Leben mit stoischer Eleganz lebt, und der ebenso hochgestochene Schreibstil (und das meine ich ganz und gar nicht als Kritik) tragen einen spielend leicht durch die knapp 550 Seiten und keine einzige Sekunde wird es langweilig. Keinen Augenblick will man verpassen und erst recht keinen noch so beiläufig beginnenden Absatz überspringen, denn es könnte einem eine Grafsche Einsicht entgehen. Und noch nie - NOCH NIE -  habe ich mich wie ein Schelm über jeden noch so kleinen Triumph unseres Protagonisten gefreut."[...] auf das Schicksal anzustoßen bedeutet, es herauszufordern." Auf Sie, Mr. Towles! Und darauf, dass Sie mir genau im rechten Moment begegnet sind.Ganz. Großes. Kino.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1785
  • Ein kluger Unterhaltungsroman nach Gatsby Art

    Eine Frage der Höflichkeit

    SamiraBubble

    05. June 2017 um 12:49

    Die beiden Freundinnen Kate und Eve haben erleichtert ihr beschauliches Leben in der Kleinstadt hinter sich gelassen, um in New York, der Stadt der Träume ihr Glück zu versuchen. Sie sind jung, wild, unabhängig und nahezu mittellos, weshalb ihnen die zufällige Begegnung mit Tinker Grey in einem Jazzclub am Silvesterabend des Jahres 1938 ganz gelegen kommt. Tinker ist ein charmanter Bankier, der aus scheinbar besten Verhältnissen stammt und die beiden Frauen für ihren ungezwungenen Lebensstil bewundert, die anders als er nicht an die strenge gesellschaftliche Etikette gebunden sind. Es stellt sich heraus, dass beide Seiten voneinander lernen können: Kate und Eve lüften für ihn ihre Geheimnisse, wie sie sich täglich mit allerlei Tricks durch die Großstadt schlagen. Tinker wiederrum revanchiert sich, indem er sie in seine glamouröse Welt der exklusiven Lokale und Partys einführt. Gemeinsam erleben sie eine intensive Zeit und genießen das Leben in vollen Zügen, bis ein schwerer Schicksalsschlag, in Form eines Autounfalls, für die Wendung in ihrer Freundschaft sorgt. Erst jetzt zeigen alle Beteiligten ihre wirklichen Farben und dass nicht alles so hell strahlt, wie es scheint. Fazit: Ein kluger Unterhaltungsroman, der atmosphärisch, poetisch und melancholisch ist. Vom Lebensgefühl und in den Schilderungen über die Welt der Schönen und Reichen erinnert es sehr an Fitzgeralds „Gatsby“. LIEBLINGSSATZ: "Sie haben aber viele Bücher", sagte er schließlich. "Es ist eine Krankheit." "Sind Sie deswegen in Behandlung?" "Leider ist es unheilbar". EMPFELUNG: Ja.

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  • Ausflug in die 30er Jahre

    Eine Frage der Höflichkeit

    Hamlets_Erbin

    27. October 2016 um 15:23

    "Es ist eine reizende Absonderlichkeit der menschlichen Natur, dass man eher zwei Menschen unterbricht, die miteinander sprechen, als eine Person, die allein ist und ein Buch liest..." (S.148) Inhalt: 1966 besucht Katherine Kontent mit ihrem Mann Val eine Fotoausstellung. Auf zwei der Bilder erkennt sie ihren alten Freund Tinker Grey wieder. Die Bilder machen deutlich, dass er 1938 noch reich, 1939 dann aber arm war. Katherine erinnert sich, wie sie und ihre Freundin  Evelyn Tinker am Silvesterabend des Jahres 1938 in einer New Yorker Spelunke kennenlernten und wie sich ihre Beziehung entwickelte.    Meinung: Ein in jeder Hinsicht unterhaltsamer Roman. Klug, subtil, charmant und atmosphärisch. Dem Autor gelingt es, Charaktere zu erschaffen, die vielschichtig und authentisch sind. Besonders seine Frauengestalten sind aufgrund ihres Selbstbewusstseins überaus beeindruckend.Die Handlung ist spannend, die Dialoge sind pointiert und über allem schwebt sowohl ein Hauch von Melancholie als auch eine schwarzhumorige Bissigkeit. Ein wenig so, als hätten F. Scott Fitzgerald und Dorothy Parker dem Autor als Vorbilder gedient. "Die meisten Menschen haben mehr Bedürfnisse als Wünsche. Deswegen führen sie das Leben, das sie führen. Aber die Welt wird von denen beherrscht, die mehr Wünsche haben als Bedürfnisse." (S.470)

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  • Die Geschichte einer nicht gelebten Liebe

    Eine Frage der Höflichkeit

    Isabell47

    02. June 2015 um 11:01

    Ein wundervolles poetisch geschriebenes Buch, was uns  einerseits in das NewYork im Jahr 1938 eintauchen läßt, andererseits an den 4. Oktober 1966. Kate, die Ich-Erzählerin der Geschichte, erzählt zunächst von ihrem Leben und ihrer Beziehung zu Eve und Tinker. Als es zu spät ist, erkennt sie ihre Liebe zu Tinker. Kate findet über viele Wege zu ihrem heutigen Mann, den sie auch liebt. Am Tag einer Kunstausstellung sieht sie Tinker auf einem Foto wieder und erinnert sich an ihr zurückliegendes Leben. Eine der Aussagen, die im Buch getroffen werden, daß das Leben jeden Tag eine neue Karte für einen bereit hält und man sich immer wieder neu entscheidet, aber das einmal getroffene Entscheidungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können und das Leben bestimmen, hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Kate ist zufrieden mit ihrem Leben, aber zurück bleibt ein Stück, was wäre gewesen, wenn ich mit Tinker zusammengekommen wäre. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zum ersten habe ich sehr viel über das gesellschaftliche Leben mit seinen Regeln und Konventionen der unterschiedlichen Schichten erfahren, über die Musik und zum zweiten war das Leben der Kate äußerst faszinierend.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Rezension zu "Eine Frage der Höflichkeit" von Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

    rallus

    Leichtfüßige Intimität Man muss seinen eigenen Polarstern finden und diesem unbeirrt folgen. Aber selbst wenn man die Disziplin hätte, an dem Kurs festzuhalten, liegt das eigentliche Problem doch darin, so scheint es mir, zu wissen, wo in welchem Himmelsabschnitt, der eigene Polarstern zu finden ist. Katey Kontent (mit der Betonung auf der zweiten Silbe) ist eine junge Frau, in New York aufgewachsen, die ihren Polarstern sucht. Auf ihrem Weg lernt sie Eve Ross und Tinker Grey kennen. Eve wohnt mit ihr zusammen in einem Wohnheim, Tinker ist ein reicher Bankier. Alle sind sie auch auf dem Weg ihrem Polarstern zu finden. Die so unterschiedlichen Charaktere erleben eine Amour fou à trois, die ungewöhnliche Wendungen nimmt. Katey ist eigentlich ein Bücherwurm, aber nicht naiv. Sie läßt sich vom Leben nicht verbiegen. Von Ihrem Großvater hat sie ein wichtiges Gut geerbt: Wenn ich mich morgens auf eine Tasse Kaffee freuen kann, weiß ich dass ich alles bewältigen kann. Das Freuen auf die kleinen Sachen ist ihre Disziplin fürs Leben. Tinker Grey hat die 110 höflichen Formen von George Washington verinnerlicht, er ist ein Gentleman - auch auf Kosten seiner Selbst. Amor Towles schildert diese unspektakuläre Geschichte so voller tiefen Emotionen und unscheinbarer Weisheit, dass man sanft während des Lesens ergriffen wird. Nicht dass viele sensationelle oder phänomenale Dinge in Kateys Leben passieren. Ruhig und mit einem feinen Blick für die Gesellschaftlichen Verhältnisse führt uns Amor Towles durch das New York Ende der 30er Jahre im 20.Jahrhundert. Es sind eben nicht die großen Dinge im Leben die wichtig sind. Ein besinnliches und sehr nahes aber nie aufdringliches Buch.

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  • Rezension zu "Eine Frage der Höflichkeit" von Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

    sonjastevens

    Hoffnung und Höflichkeit * Ein Roman über Liebe und Leidenschaft, Verlust und Hoffnung und das Fußfassen in einer der mächtigsten Städte der Welt: es ist eine Liebeserklärung an das Leben in New York. * Als Katey 1966 mit ihrem Mann Val eine Austellung über Menschen in der New Yorker U-Bahn in den 30er Jahren besucht fallen ihr zwei Fotos mit einem bestimmten Menschen auf - Tinker, ein Mann, der ihr Leben ins Schleudern geraten lies, ein Mann den sie einst liebte... Ein Mann dessen Geschichte sich vom Wohlstzand zu Armut entwickelt hat, wie man auf dieses Fotos erkennen kann, anders als die Stadt New York selbst, der es wirtschaftlich immer besser ging. * Katey beginnt sich an ihre Zeit als junge Frau in New York zu erinnern, wie hat sie Tinker kennengelernt, was war ihr beruflicher Werdegang und was ist überhaupt passiert, dass Tinker von einem Jahr zu nächsten, wie sie auf den Fotos in der U-Bahn erkennen konnte so einen rapiden Absturz erlebt hat? * Das Buch lässt jeden Leser mit Katey mitleiden, mitlieben, mithoffen und miterleben was ihr dieses Jahr wiederfahren ist. Es ist fasst, als ob man sich wie ein unsichtbarer Freund neben Katey herbewegt und New York mit ihren Augen sieht, es riecht, es fühlt. Ein New York, dass es schon lange nicht mehr so gibt, denn es ist viel geschehen, aber ein New York, dass man sehr gerne erlebt und daher ist dieses Buch perfekt... * Ich denke nur, dass "Eine Frage der Höflichkeit" vor allem ein Buch für Frauen ist, es ist schon ein Liebesroman - oder eher ein Lebensausschnittsroman, aber ich denke, dass dieses Buch Männer nicht ansprechen wird. Ich persönlich war jedoch postiv überrascht von dem Buch!

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    sonjastevens

    15. February 2013 um 11:53
  • Wanderbuch - Amor Towles - Eine Frage der Höflichkeit

    Eine Frage der Höflichkeit

    Eeyorele

    So, da ja einige "Eine Frage der Höflichkeit" lesen möchten, mache ich hier mal ein eigenes Thema auf. Ich warte noch, ob sich weitere Interessenten finden und dann schicke ich das Buch los. Hier nochmal alles zum Thema Wanderbuch: Also es funktioniert eigentlich wie bei den anderen Wanderbüchern auch (ich hab mir da mal aus den anderen Themen alles zusammengesucht): Erfragt bei eurem Nachfolger die Adresse, wenn das Buch bei euch angekommen ist und schreibt kurz eine Mitteilung in den Thread, wenn das Buch bei euch eingetroffen und weitergeschickt worden ist. Das das Buch gut behandelt wird, davon bin überzeugt ;) Ihr sagt einfach hier bescheid, wenn ihr gern mitlesen möchtet und ich trage euch in die Liste. Ich schicke es an den ersten los und jeder hat dann zwei Wochen Zeit um es zu lesen und weiterzuschicken. Geht es verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Na dann mal los und viel Spaß :) eeyorele schickt an: 1) steffchen3010 2) Nicki81 3) Arista 4) The iron butterfly 5) MelE 6) Bücherwurm 7) SharonBaker 8) Sissy84 9) Lesejulia zurück an eeyorele

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  • Rezension zu "Eine Frage der Höflichkeit" von Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

    SharonBaker

    New York 1937, zu dieser Zeit ist es noch nicht leicht eine unabhängige Frau zu sein und vor allen mit schlecht bezahlten Job in einer Welt mit zuhalten die so fern ist. Kate und Eva lernen in einen Jazzclub Tinker kennen und da er ein vermögender und charmanter Mann zu sein scheint, verbringen die Drei immer wieder Zeit zusammen. Die Frage ist nur wer mit wem? Aber dann passiert ein Unfall und Eva ist schwer verletzt. Tinker opfert sich für sie auf und Kate bleibt zurück. Sie versucht ihr Leben weiter zu leben, aber wird immer wieder in das Leben von den Zwein mit hinein gezogen. Sie merkt das sie sich immer noch zu Tinker hingezogen fühlt und er kämpft mit sich auch, aber was steckt hinter allen und wird Kate ihren Weg gehen? Was für ein toller und interessanter Roman. Zuerst sollte ich wohl mal gestehen, das mich diese Zeit sonst überhaupt nicht interessiert. Mit ihren Partys und den möchte gern Frauen, die sich an vermögende Männer hängen oder junge Mädchen aus der Provinz die meinen das große Glück in der Großstadt zu finden, aber dieser Autor hat es geschafft diese Zeit einem näher zu bringen, ohne es abstoßend wirken zu lassen. Die Figur der Kate wird hier in den Mittelpunkt gerückt und wir erleben alles aus ihrer Sicht, erleben wie sie sich in Tinker verliebt, ihn immer wieder trifft und ihre Zerrissenheit ihrer Freundin gegenüber. Sie versucht ein Leben ohne den Zwein sich aufzubauen, nimmt einen neuen Job an, trifft einen anderen Mann und sie fühlt sich abgelenkt und gehalten. Überhaupt ist Kate eine ruhige Person, die nicht immer für sich kämpft und oft allein zurück bleibt. Aber Tinker lässt sie nicht los... Die anderen Figuren haben mich auch überzeugt und die Wendung die diese Geschichte nimmt haben mich sprachlos zurück gelassen. Das Einzige was ich ein bisschen Schade fand, war das wir schon von Anfang an wussten, wie die Geschichte endet. Auch wenn uns nicht die Gründe bekannt waren, denn Kate erzählt sie in nach hinein. Das Zweite war im Mittelteil die Länge, die mich ein bisschen gestört hat, aber das hat der Autor mit seinen wundervollen Sätzen und Einblicke des 1938 New York wieder weg gemacht.

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  • Rezension zu "Eine Frage der Höflichkeit" von Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

    MickeyK

    21. October 2012 um 16:39

    Lieben und Leben im New York der 30er Jahre New York im Oktober 1966: Kate und ihr Ehemann Val besuchen eine Fotoausstellung im Museum of Modern Art. Dort erblickt Kate ihre alte Jugendliebe Tinker Grey und wird dadurch an die Geschehnisse im Jahre 1937/1938 erinnert: Kate und ihre Freundin Eve lernen am Silvesterabend des Jahre 1937 den überaus zuvorkommenden und gutsituierten Tinker Grey kennen. Die Freundschaft der drei Hauptpersonen wird schnell auf eine harte Probe gestellt, als Eve, Kate und Tinker einen Autounfall haben und Eve am schwersten verletzt wird. Sie behält eine Narbe und ein Hinken zurück. Trotzdem scheint die Freundschaft weiterhin zu bestehen, auch wenn sich Tinker (vll. nur aus Gewissensbissen?) nun für Eve entscheidet. Beide ziehen für eine längere Zeit zuerst nach Kalifornien und danach nach Europa, sodass der Kontakt zu Kate eher sporadisch weiterbesteht. Kate nimmt dies hin und arbeitet daran, die Karrierleiter hinaufzuklettern, was ihr letzten Endes auch gelingt. Hierbei lernt sie immer wieder neue interessante Personen kennen wie auch die Welt der High Society... Der Roman hat mich vor allem aufgrund der Ähnlichkeit zu Fitzgerald gereizt und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil bzw. die Übersetzung ist locker und leicht, einfach wunderschön. Kate wirkt sehr sympathisch. Sie arbeitet hart und riskiert auch vieles, an ihr wird der typische "American Dream" beschrieben: vom Tellerwäsche zum Millionär, in diesem Fall von der einfachen Sekretärin zur Chefredakteurin. Eve wirkt dagegen sehr berechnend. Tochter aus sehr gutem Hause, leicht egozentrisch und sehr willensstark. Schon am Anfang des Buches, als die beiden Frauen Tinker zum ersten Mal erblicken, macht Eve Kate mit nur einer einzigen Feststellung ("Meiner!" S. 24) klar, dass Tinker "ihr" gehört, was nach dem Autounfall auch tatsächlich der Fall ist. Nur scheint Eve nach nur wenigen Monaten die Lust an ihrem neuen "Spielzeug" zu verlieren und verlässt Tinker. Auch Kate lässt sie nach nur noch sehr wenigen Lebenszeichen ihrerseits fallen. Tinker wirkt auf mich ein wenig wie ein Dandy, stammt aber, wie Kate, aus armen Verhältnissen. Sein Geld verdankt er aber größtenteils nicht sich selbst, sondern seiner älteren Geliebten. Mit Kate verbindet ihn noch kurze Zeit eine lockere Freundschaft, aber beide verlieren sich (vll. sogar absichtlich?) aus den Augen. Der Roman spielt größtenteils im Jahre 1938, aber zeitweise hatte ich den Eindruck, dass sich die Geschehnisse in mehreren Jahren zutragen haben müssen, obwohl es eine Einteilung in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter gibt. Woran dies liegt, kann ich leider nicht sagen. Mein Fazit: Ein schöner Roman, der einem durch die wunderbaren Beschreibungen die passenden Bilder vor dem inneren Augen entstehen lassen und einen guten Einblick ins Manhattan der 30er Jahre gibt.

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  • Rezension zu "Eine Frage der Höflichkeit" von Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

    Bücherwurm

    26. September 2012 um 01:30

    "Im Grunde ist es ein Klischee, vom Leben als einer Reise zu sprechen bei der man jederzeit die Richtung ändern kann - mit der kleinsten Drehung des Steuers, so heisst es weise, beeinflussen wir die Reihe der Ereignisse und gestalten unser Schicksal immer wieder neu, in neuen Kreisen, mit neuen Umständen und Entdeckungen. Aber für die meisten von uns ist das Leben alles andere als das. Denn es gibt nur ein paar kurze Phasen, in denen sich uns eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Optionen bietet. Nehme ich diese Stelle oder jene? In Chicago oder New York? .... So gesehen ist das Leben weniger eine Reise als vielmehr eine Partie Flitterwochenbridge. Wenn wir als junge Erwachsene noch so viel Zeit vor uns haben - reichlich Zeit so scheint es, für hundertfaches Zaudern, für hundert Visionen und Revisionen-, ziehen wir eine Karte und müssen auf der Stelle entscheiden, ob wir diese Karte behalten und die nächste abwerfen wollen oder ob wir die erste abwerfen und die zweite behalten wollen. Und bevor wir es richtig bemerken, sind die Karten ausgespielt, und die Entscheidungen, die wir eben getroffen haben, bestimmen unser Leben auf Jahrzehnte hinaus." Wer hätte gedacht, dass Amor Towles in seinem wunderbar geschriebenen Roman seine eigene Rezension verfasst? Amor Towles lebt mit Familie in Manhatten und ist in der Finazbranche tätig. Mit dem vorliegenden Debüt, das auf den "101 Regeln der Höflichkeit und des angemessenen Benehmens in Gesellschaft und Konversation" des ersten amerikanischen Präsidenten George Washington (1732 - 1799) fusst (ebendiese entstammen dem jesuitischen Erziehungsbuch aus dem 16. Jahrhundert), entführt den Leser nach New York im Jahre 1938. Zwei junge Frauen wollen in New York ihr Glück finden, privat als auch auf beruflicher Ebene. Sympathisch, unerschrocken und selbstbewusst wollen sie ausbrechen. Beide wollen "dazu gehören" zur oberen Gesellschaft. Aber die Fruendschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als sie Tinker kennenlernen, einen jungen Mann, der sie in die bessere Gesellschaft einführen kann. Absolut ruhig und gelassen geschrieben, dennoch unendlich spannend, dramatisch und offen. Als Leser wird man völlig gefangen genommen, man ist buchstäblich im Jahr 1938, hört die Klänge des Jazz und Swing, das Gelächter, die Gerüche des damaligen New York, die Aufgeregtheit der jungen Generation und muss hilflos mitansehen, welche Dramen sich abspielen. Auf der Gefühlsebene, im beruflichen Part, im Zwischenmenschlichen Bereich und auf der Strasse. Wie oft vertun wir uns im Leben, wie oft wechseln wir die Richtung, WIE OFT gehen wir Beziehungen ein, nur weil wir nicht alleine sein wollen, weil es einfach mal an der Zeit ist, ohne Rücksicht darauf, wessen Gefühle wir verletzen, welches Herz wir brechen? Warum ist es so schwierig, den geraden Weg zu gehen, warum bevorzugen wir Umwege? Und warum können wir nicht ehrlich zu uns selbst sein? Warum müssen wir gegen die Vorgaben der älteren Generation ankämpfen in all den Entscheidungen, die wir treffen? Und warum können wir dem Menschen, den wir wirklich lieben, so viel weniger verzeihen als allen anderen Menschen mit denen wir zu tun haben? Und warum, warum können wir den ehrlichen und aufrichtigen Menschen so viel weniger abgewinnen als den schwierigen und komplizierten? Warum erkennen wir so selten, wer es wirklich verdient hat geliebt und geschätzt zu werden? Und werden wir tatsächlich am Ende alle glücklich? Finden wir unseren Weg? Oder ist es nur ein Älterwerden, im Sinne des Abstumpfens, des sich-mit-weniger-zufrieden- Gebens, des Erwartung-runterschraubens? Mich hat dieser Roman fasziniert, ich fühlte mich wie ein Teil des Buches. Zu Beginn des Lebensweges mit Anfang 20 hat man Mut, man denkt nicht lange nach, sondern handelt. Man ist in der grossen Hoffnung, dass man "den Richtigen" und "das Richtige" trifft, muss aber immer wieder feststellen, dass man doch oft mit "Nieten" nach Hause kommt, Nieten nicht abwertend gemeint, aber man ist so enttäuscht, wenn man merkt, dass man eigentlich nur Freundschaft empfindet, obwohl man einem wunderbaren Menschen gegenübersteht. Manchmal bemerkt man kleinste Nuancen, winzige Hinweise, und manchmal steht man dumpf und taub. Man muss mitansehen, wie andere scheinbar mühelos das bekommen, was man sich so ersehnt, während man selbst sich anfangs "aufsparen möchte", um irgendwann zu bemerken, dass man völlig im Aus steht. Und gewisse Erfahrungen, die man im Laufe der nächsten 20 Jahre macht, ist man auch Anfang 40 nicht fähig, das Glück zu fassen, wenn es die berühmte zweite Chance im Leben gibt. Ich bin inzwischen nochmals 10 Jahre lebenserfahrener und denke, für manche kommt das Glück nie, man arrangiert sich und macht das Beste daraus, denn abgeworfene Karten kann man nicht mehr zurücknehmen, das ist gegen die Regeln des Spiels des Lebens. Und für manche Menschen ist die "richtige Karte" gar nicht vorhanden. Regel Nr. 95: Schieben Sie sich nicht mit dem Messer in der Hand den Bissen in den Mund, spucken Sie keine Fruchtkerne auf den Teller, und schütten Sie nichts unter den Tisch.

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  • Rezension zu "Eine Frage der Höflichkeit" von Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

    Sara_1801

    07. August 2012 um 19:14

    Ein Buch, das einen in eine andere Zeit entführt. In das New York der späten 30er Jahre wo man Swing hörte, wilde Partys in den Hamptons feierte und der Krieg in Europa irgendwas weit Entferntes war. Ich wollte diese Welt nicht mehr verlassen. Aber letztendlich musste ich wie Katey aufwachen und erwachsen werden. Zurück bleibt der Wunsch eines Tages in eine Zeitmaschine zu steigen und in einem "klobigen und schwarzen Cadillac" von den Hamptons nach New York gefahren zu werden. Von dem Mann, den ich später einmal heirate...

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  • Rezension zu "Eine Frage der Höflichkeit" von Amor Towles

    Eine Frage der Höflichkeit

    The iron butterfly

    10. July 2012 um 01:21

    Die in den 30er Jahren aufstrebende Metropole New York ist zentraler Schauplatz in Amor Towles Roman "Eine Frage der Höflichkeit". Katey und ihre Zimmergenossin Eve schlagen sich mit Cleverness und ihrem Kapital "Jugend" durch den Alltag und ergaunern sich so manchen Vorteil, wenn es z.B. um den Besuch einer Lichtspielaufführung oder einen vergnüglichen Abend in einer Jazzbar geht. Beide kommen aus der Provinz und streben, wie so viele nach einem besseren Leben in der oberen Schicht der Gesellschaft. So lernen sie eines Abends den adretten Tinker Grey kennen, der mit seinem exorbitanten Hang zur Höflichkeit ein vollkommener Gentleman zu sein scheint. Und beide erliegen sie seinem Charme, jedoch steht Katey wieder einmal im Schatten der gewitzten Eve, bis das Trio auf einer gemeinsamen Tour einen Autounfall erleidet. Amor Towles erweist sich als wundervoller Erzähler. Nicht nur, dass er eine perfekte Atmosphäre für seine Geschichte erschafft, er schlüpft auch nahtlos in die weibliche Erzählerrolle der Katey, die mit ihren Erfahrungen wächst und ihren Weg geht, auch wenn dieser einige Unwegsamkeiten für sie bereit hält. Ihre Retrospektive auf eine bewegte Zeit, zwischen der Karriere von der Schreibkraft zur rechten Hand eines herrschsüchtigen Verlegers und den krassen Gegensätzen eines spärlich eingerichteten Appartements und dem dekadenten Lebensstil in ihrem Freundeskreis wurde von Towles in eine Kulisse verpackt, die mich regelrecht mit auf eine Zeitreise nahm. Auch die 110 „Regeln der Höflichkeit und des Anstandes in Gesellschaft und im Umgange“ von George Washington, welche Tinker Grey quasi als Handbuch dienten, lesen sich im Anhang sehr vergnüglich. Amor Towles - gerne wieder!

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  • Leserunde zu "In Frühlingsnächten" von Jetta Carleton

    In Frühlingsnächten

    DieBuchkolumnistin

    Viele kennen die Autorin Jetta Carleton von ihrem großen Bestseller "Wenn die Mondblumen blühen", welcher sowohl in den 70er Jahren als auch 2009 international sehr erfolgreich war. Nach ihrem Tod ist nun ihr lange verschollen geglaubtes Manuskript zum Roman "In Frühlingsnächten" wieder aufgetaucht und wir freuen uns sehr, dass wir ihn nun zusammen mit Euch lesen & diskutieren dürfen: Missouri, Anfang der Vierzigerjahre: Allen Liles, Mitte zwanzig, träumt von New York, vom Theater, von der Musik, vom Schreiben. Stattdessen beginnt sie an einem College in der tiefsten Provinz zu unterrichten, wie ihre Mutter und ihre Großmutter. Dort öffnet sie ihren Studenten ein Tor zur Welt, sie treffen sich in Bars und Cafés, diskutieren über Literatur, Philosophie, das Leben, bis spät in die Nacht. Als Allen sich in einen der Studenten verliebt, erkennt sie Grenzen, die sie lange ignoriert hat. Sie muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt – und was ihr die Freiheit wert ist. Wir suchen zusammen mit Kiepenheuer & Witsch 25 Testleser für diese wunderbare Geschichte über die Liebe und Freundschaft. Bewerbt Euch bis einschliesslich 12. März 2012 mit einem Kommentar, warum Ihr gerne mitlesen würdet! http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=978-3-462-04394-5

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