Amos Oz Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

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Inhaltsangabe zu „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz

»Ein erhellenderes, klügeres, vielschichtigeres Buch über Israel, über Familien und das, was Menschen zusammenhält und was sie trennt, kann man niemandem empfehlen.« Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine ZeitungIn seinem Bestseller erzählt Amos Oz die Geschichte seiner Familie, voller Zärtlichkeit und Scharfblick. Alles beginnt im Jerusalem der 1940er Jahre, einem Refugium der Juden, die – wie Oz’ Großeltern – vor der antisemitischen Verfolgung fliehen konnten. In der Stadt ringen sie mit ihrer Verzweiflung, hier wächst aber auch ihre gemeinsame Hoffnung auf ein angstfreies Leben.

Kein Buch ist vergebens und dieses schon gar nicht.

— Jari

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  • Amos Oz - Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Jari

    13. June 2017 um 21:29

    Eigentlich hatte ich nie vor, dieses Buch zu lesen. Schlussendlich tat ich es trotzdem und zwar für die Weltreise-Challenge. Also liess ich mich von Amos Oz durch Jerusalem und seine Geschichte führen. Es war kein Flop, obwohl ich mich doch etwas durch das Buch quälen musste, und das ist schon mal nicht schlecht. Grundsätzlich bin ich nun froh, sagen zu können, dass ich ein Buch von Amos Oz gelesen habe. Dazu auch noch sein wohl bekanntestes. Am meisten gefielen mir die einzelnen Passagen, in denen es um die Literatur und Amos' intellektuelle Familie ging. Also vor allem der Anfang hat es mir doch sehr angetan. Doch schlussendlich hat sich das Buch für mich zu sehr verzweigt, aber damit hatte ich schon gerechnet. Vielleicht war meine Lektüre somit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, wobei ich wie schon gesagt, vom Anfang sehr begeistert war. Aber mit der Zeit liess meine Faszination merklich nach und ich blieb eigentlich nur wegen ein bisschen Faktenwissen und der Challenge dabei. Sprachlich bewegt sich Oz auf einem Niveau, das seinem Ruf gerecht wird. Ein präziser Schriftsteller, sehr begabt, ein Talent, welches aus seinem familiären Umfeld gewachsen ist. Wer in eine solch akademische Familie hineingeboren wird, dem liegt das Spielen mit den Worten wahrscheinlich im Blut. Dennoch war es ermutigend zu erfahren, dass auch jemand wie ein Amos Oz Mühe hatte. Deshalb war es auch wieder das Ende, das mich nach längerer Durststrecke wieder mitnahm. Ich bin froh, dass ich das Buch durch habe. Trotz meines Mühsals war die Lektüre nicht vergebens. Viele schöne Textzeilen warten darauf, niedergeschrieben zu werden. Ausserdem habe ich einiges über die Geschichte Jerusalems und Israels lernen können. Kein Buch ist vergebens und dieses schon gar nicht. Bücher wie "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" tun gut, auch wenn man sich durch sie durchkämpft. Auch dann, wenn man die Handlungen der Figuren nicht versteht. Nicht versteht, wie sie oft nicht zufrieden sein können, wenn sie doch ein Leben leben, das ich auch gerne hätte. Aber jeder kämpft mit seinen Geistern, auch das lehrt uns Oz. Manchmal sind sie auch zu stark, dies zeigt das prägende Erlebnis des Todes der Mutter, das an unterschiedlichen Stellen thematisiert wird. Ein eindrückliches Buch mit starkem Charakter. Ein Buch, das sich nicht so leicht unterkriegen lässt, trotz aller Unwirtlichkeiten. Deshalb prädestiniert wie kein zweites, um Israel zu repräsentieren.

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  • Liebe und Finsternis...

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Sheena

    14. May 2014 um 20:09

    Ein Buch, das zu Herzen geht...wundervoll geschrieben.

  • 400 Seiten zuviel

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    walli007

    27. February 2014 um 19:54

    Die Familie des Autors lebt in Osteuropa. Kurz bevor der zweite Weltkrieg beginnt, können sie nach Jerusalem auswandern, das damals noch britisches Protektorat ist.  Allerdings fühlen sie sich schuldig, weil sie entkommen sind. Etliche Verwandte, die zu spät versucht haben Europa zu verlassen, werden im Krieg von den Nazis getötet.  Der Autor beschreibt seine Jugend in Jerusalem hauptsächlich zwischen 1948 und 1952. Damit erfährt man einiges über die Gründung Israels und die Anfänge des Staates. Zugleich geht es aber auch um die private Geschichte der Familie Klauser. Der Junge wächst in einem Gelehrten- und Bücherumfeld auf. Und als Leser bekommt man den Eindruck, dass er damit Ansprüche verbindet, denen er nicht gerecht werden kann. Auch kommt er nur schwer damit klar, dass die Eltern sich entfremden. Das Buch endet als die Mutter sich 1952 umbringt. Es scheint, als habe sie schwere Depressionen gehabt.  Zu dick ist dieses Buch für mich deshalb, weil die ersten 400 Seiten zum großen Teil aus den Lebensgeschichten der Verwandten (Großeltern, Urgroßeltern, Onkeln, Tanten und noch mehreren) besteht. Ich habe mich gefragt, wozu das wichtig ist. Will der Autor beschreiben, warum seine Familie so ist wie sie ist? Gut, aber muss man deswegen von Höckschen auf Stöckschen kommen?  Erst ungefähr ab der Mitte hat das Buch mich wirklich interessiert, weil ab da die Geschichte des Jungen Amos und seiner Eltern erzählt wird. In meinen Augen hat der Junge es wirklich nicht leicht, weil ich den Eindruck hatte, das seine Eltern zu den Eltern gehören, die so viel in die Kinder hinein projizieren, dass die Kinder fast keine Chance haben dem gerecht zu werden. Bezeichnend dafür finde ich, dass Amos als Erwachsener kaum noch von seinen Eltern spricht.  Insgesamt ist mir der Autor in seinen Geschichten allerdings viel zu oft hin und her gesprungen, so dass ich fast die Lust verloren hätte ihm zu folgen. Außerdem musste ich mal wieder an den Spruch von Marcel Reich Ranicki denken, der sagte, Bücher über 250 Seiten könnten gar nicht gut sein. Ich bin zwar der Meinung, er hat nicht immer recht, aber bei diesem Buch wäre weniger mehr gewesen.

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  • Bewegend

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    JeanP

    11. November 2013 um 19:11

    Man braucht eine Weile, um hineinzukommen. Doch allmählich eröffnen sich die finsteren Tiefen.

  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Cam

    29. July 2012 um 16:10

    Eine sehr intensive und tiefsinnige Geschichte, die den Leser in die Kindheit von Amos Oz versetzt. Es ist auf keinen Fall ein Buch, welches man schnell zwischendurch liest. Ganz im Gegenteil, es ist ein Buch, von Liebe und Finsternis auf das man sich einlassen muss, eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, eine Geschichte mit der man sich auseinandersetzen muss. Eine Ode an das Leben, an die Liebe, an das Leid von Amos Oz. Ein ganz großer Erzähler, ein Lesegenuss!

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. July 2012 um 17:41

    Eine Familiengeschichte die in zur Zeit der Staatsgründung Israels erzählt wird. Auf eine bildhafte und atmosphärische Weise wird die Lebensgeschichte von Amos erzählt. Der junge Amos lebt im neu gegründeten Staat Israel zu einer Zeit zu der viele Menschen glauben und hoffen eine neue Heimat gefunden zu haben. Amos wächst auf in einem intellektuellen Umfeld, sein Onkel ist ein berühmter Schriftsteller und auch seine Eltern sind sehr gebildet und Kultur interessiert. So lernt Amos in dem Buch immer wieder spannende, witzige und vor allem charismatische Menschen kennen. Immer wieder sind in dem Buch Passagen eingebaut, welche der Autor diesen unterschiedlichen Charakteren widmet. Es werden Gelehrte, Künstler, Schriftsteller und natürlich Amos Eltern vorgestellt. All diese Personen werden auf packende Art und Weise beschrieben und es entsteht immer wieder eine Spannung zwischen dem Glück, der Liebe, dem Leid und der Finsternis die diese Menschen erfahren. Gerade in den Augenblicken in welchen die kleine Familie um Amos in den Vordergrund rückt, wird dies deutlich und findet mit der Depression und dem Selbstmord der Mutter einen Höhepunkt. Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen und ich konnte es seiner Zeit nicht aus der Hand legen und das in erster Linie wegen der raffinierten Erzählweise von Amos Oz, welche oft mit einem kleinen Augenzwinkern verbunden ist. Die Beschreibungen sind sehr lebhaft und an einigen Stellen wird deutlich, wie sehr es sich um ein Autobiografisches Werk handelt. Man erhält einen spannenden Einblick in die Geschichte Israels, aber vor allem liest man heitere, ironische und spannenden Geschichten, die einem oft beim lesen ein kleines Grinsen hervorlocken. Von vielen Leuten habe ich gehört, es wäre ein zähes Buch und man müsse sich richtig durchbeißen, aber ich glaube alle die sich begeistern können für clevere und facettenreiche Charaktere werden sich in dieses Buch verlieben. P.S. Warum habe ich meinen Blog nach diesem Buch benannt? Ich fand den Titel des Buches einfach großartig und ich hoffe ich kann euch genauso authentisch und spannend an meiner Lebensgeschichte teilhaben lassen. Gerne würde ich bei euch beim Lesen ein Grinsen hervorrufen und euch Einblick geben in meine Welt. Auch meine Leben ist wie jedes Leben geprägt von Liebe und Finsternis!

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    awogfli

    08. April 2012 um 11:12

    Der Mann kann wirklich erzählen! In bildhafter Sprache wird basierend auf der jüdisch-osteuropäischen Familiengeschichte des Autors mit für diese Romane so typischen Gschichtln und Anekdoten zusätzlich sowohl ein Bild von Jerusalem nach 1945 gezeichnet, als auch die Entstehung des jüdischen Staates beschrieben. Leider entgleist dem Herrn Oz manchmal die Fabulierkunst er kommt vom Hundersten ins Tausendste, die Tante von der Tante und ihre Geschichte muss auch noch erwähnt, die Familiengeschichte des Klempners, der den Wasserhahn in einem Haus installiert hat muss auch noch ausgebreitet werden und dann - wo war der Autor nochmals - wird man wieder aprupt quer durch die Zeiten zur eigentlichen Story geworfen. Dies ist etwas verworren, und mühsam. Hat man aber mal die große Kernfamilie, alle Namen, Verwandten und die Namen der Strassen, in denen sie leben, beisammen, so kommt die Story sehr gut in Schwung, man lernt wirklich viel neues über den Nahostkonflikt und jene Zeit, die der eigentliche Ursprung aller heutigen Probleme in der Region ist. Abgesehen von der politischen Facette des Romans beschreibt Oz auch sehr intim das Beziehungsgeflecht in der Familie und reflektiert sehr zögerlich sein eigenes großes Trauma wie er selbst sagt das erste Mal in seinem Leben. Fazit: Kein einfaches Buch, aber für alle mit einem Hang zu jüdischen Geschichteln, viel Sprachgewalt, Politik und Geschichte ein absoluter Lesegenuss.

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    KreaMaBuecherwelt

    06. February 2012 um 19:18

    Eine spannend erzählte Familiengeschichte, die in den 1940er Jahren spielt.
    Die Geschichte ist traurig, amüsant, bedrückend und einfach ergreifend.

  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. November 2010 um 15:46

    Dieses Buch handelt von dem jungen Amos, der im Jerusalem der vierziger Jahre aufwächst. Und von seiner Familie, die eine lange Reise auf sich nehmen musste, um endlich in einer Heimat anzukommen. Und von einem Volk, das lange darum kämpfen musste endlich eine Heimat zu erhalten und dies auch teuer mit Krieg bezahlen musste. Schwer zu sagen, was ich von diesem Buch halte... Teilweise las es sich sehr gut und auch interessant, aber genauso gab es viele Seite, die für mich zur Qual wurde. Es wurde zur echten Herausforderung das Buch bis zum Ende zu lesen. Nach meinem Empfinden enthielt das Buch genug Material für mindestens ein weiteres, denn neben den Erzählungen über seine Familie driftete der Autor auch immer wieder ins Politische und Geschichtliche ab und verlor sich nur all zu oft in Einzelheiten und seitenlangen Aufzählungen. Leider muss ich sagen, dass ich mir von dem Buch mehr erhofft habe. Daher gibt es von mir nur zwei Sterne.

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    paroles

    "In jenen Jahren hoffte ich, wie gesagt, wenn ich groß wäre, ein Buch zu werden. Kein Schriftsteller, sondern ein Buch. Und das - vor lauter Angst." (475) Es ist ein in vieler Hinsicht großartiges Buch. Man erlebt die Entstehung des Staates Israel mit allen Kämpfen und Widersprüchen, die noch heute auf Lösung und Befriedung warten, mit und versteht, warum dies so ist. Politik und Privates sind schmerzaft verwoben in einer exemplarischen Familiengeschichte im Kreis der europäischen Flüchtlinge, die über das schweigen, dem sie entronnen sind. Alle sind damit beschäftigt, sich und ihren Familien das Überleben zu sichern. Die Eltern von Amos Oz leben gebildet, aber arm in einer kleinen Jerusalemer Kellerwohnung. Beide finden bei Literatur und Büchern Zuflucht und Trost. Das Kind Amos übernimmt diese Leidenschaft, aber erfährt bei aller Liebe und Förderung, wie aus den enttäuschten Hoffnungen seiner Eltern Erwartungen an den Sohn werden, die auf ihm lasten. Vater und Mutter entfremden sich, die Mutter begeht Selbstmord. Der Sohn flüchtet als Heranwachsender in einen Kibbuz, seine Entwicklung zum Schriftsteller beginnt. Das Leben in der Familie, der bunten Verwandtschaft und Nachbarschaft, die Beziehung zu den Eltern sind ungeheuer detailreich und plastisch geschildert, einerseits aus der Perspektive des Kindes, aber auch aus einem langen schmerzhaften Verstehensprozess des Erwachsenen heraus klug, humorvoll und menschenfreundlich erzählt und erklärt. Wunderbar sind auch die Passagen, in denen Amos Oz sich zum Verhältnis des Lesers zu Buch und Autor äußert, und wie er zum Schriftsteller wurde. "Der Raum, den der gute Leser sich bei der Lektüre erschließt, ist nicht der zwischen Text und Autor, sondern der zwischen dem Text und sich selbst." (57) "Und du, frage bitte nicht: Was, sind das wirklich Tatsachen? Geht es bei diesem Autor so zu? Frage dich selbst. Über dich selbst. Und die Antwort kannst du für dich behalten." (59)

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. August 2009 um 13:05

    "Über meine Mutter habe ich mein Leben lang fast nie gesprochen, bis jetzt, bis zum Schreiben dieser Seiten. Nicht mit meinem Vater, nicht mit meiner Frau, nicht mit meinen Kindern und mit keinem anderen Menschen." Im letzten Kapitel seines bewegenden Romanes berichtet Amos Oz vom Selbstmord seiner Mutter im Januar des Jahres 1952. Er selbst ist damals 12 Jahre altre. Die Motive für diesen Akt der Verzweiflung sucht Amos Oz, der Erzähler, aufzuhellen durch eine Vergegenwärtigung der Geschichte seiner Familie in den letzten anderthalb Jahrhunderten, die sich zu einem Panorama des Lebens osteuropäischer Juden wie auch der Einwanderer in Palästina ausweitet. Der Roman setzt ein im Jerusalem der vierziger Jahre, dem Fluchtpunkt jener, denen es gelungen ist, den Verfolgungen und den Nazis zu entkommen, und die entschlossen sind, sich nie wieder demütigen zu lassen. Es sind die Jahre kurz vor und kurz nach der Gründung des Staates Israel. Die Kindheitswelt des Amos Oz ist bevölkert von Menschen wie seinen Eltern und Großeltern, die aus Polen, Litauen und der Ukraine kamen, wo alles anfing, wo man träumte von einem Ort, an dem man ohne Angst leben könnte, in Würde und Selbstbestimmung. Ihre Schicksale,, die alle menschlichen und politischen Triebkräfte zwischen Liebe und Finsternis geprägt haben, ihre HOffnungen und Enttäuschungen führt Amos Oz vor Augen, traurig und ironisch, heiter und bitter - und macht so auch eindringlich begreifbar, wie sehr Israel durch die Lebenswege der Menschen, die es begründeten, untrennbar mit der europäischen Geschichte verknüpft war und ist. Es war das Erste Buch, welches ich von Amos Oz gelesen habe, es wird mit Sicherheit nicht das einzige bleiben. Er schreibt sehr anschaulich, zieht Dich in seinen Bann, Du willst immer mehr wissen und kannst das Buch nicht aus der Hand legen. Seine erzählweise, ist oft mit einem Augenzwinkern und einem kleinen Grinsen in den Mundwinkeln verbunden. Eine Geschichte von Liebe und Finsternis - ein Archiv persönlicher und politischer Ambitionen, ein Buch der Enttäuschungen und Hoffnungen.

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Ay73

    06. July 2009 um 08:59

    Eine Familiengeschichte die in einer Zeit erzählt wird, als der Staat Israel gegründet wird. In dieser Geschichte erlebt man den kleinen jungen Amos wie er aufwächst in einem Kreis aus Gelehrten, Professoren, Dichtern und Autoren. Obwohl Oz' Vater ein sehr belesener Mann ist, der viele Sprachen spricht, fristet dieser ein ereignisloses Leben als Bibliothekar - auch das Leben der Mutter verläuft unglücklich. Ebenfalls hoch gebildet, verbringt sie ihr Leben als Hausfrau, die sich, sobald sie ihre hausfraulichen Pflichten erfüllt hat, in ihren Büchern vergräbt. Schließlich wird sie depressiv und nimmt sich das Leben, als ihr Sohn zwölf Jahre alt ist. Dem freudlosen Leben seiner Eltern kehrt der Autor endgültig den Rücken, als er wenige Jahre nach dem Tod seiner Mutter im Alter von 15 Jahren in einen Kibbuz zieht. Dieses Buch sollte man unbedingt lesen, zum einen weil die Entstehung des Landes Israel so schön beschrieben wird und zum anderen weil es sprachlich ein Glanzpunkt ist. Selten habe ich ein Buch gelesen, dass sprachlich so schön ist, wie dieses.

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. November 2008 um 08:08

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis ist die autobiographische Geschichte des Autors. Amos Oz erzählt seine Kindheit, das Leben mit seinen Eltern als deren einziges Kind..Alle Mitglieder der Familie sind begeisterte Leser und Amos Oz beginnt schon als Kind damit leidenschaftlich Bücher zu lesen, während sein Vater als Gelehrter vergeblich versucht, in intelektuellen Kreisen Anerkennung zu finden. Seine Mutter stirbt als er elf oder zwölf Jahre alt ist. Sie begeht Selbstmord. Ein wunderschönes Bild, als Sinnbild für die Liebe: die Mutter sitzt im Garten, lehnt sich an einen Baum. Mit dem Rücken an ihre Beine gelehnt, sitzt rechts der Sohn und links der Ehemann...und sie streichelt ihre "Männer"

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. November 2008 um 07:37

    Dies ist mein erstes Buch von Amos Oz, einem israelischen Schriftsteller, der u.a. dafür bekannt ist, daß er sich für die Aussöhnung zwischen Juden und Palästinensern einsetzt. Die Geschichte des Jungen Amoz trägt starke biographische Züge. Obwohl als Roman verfasst, hat man doch beim Lesen den Eindruck, dass hier detailliert aus dem Leben des Jungen in den vierziger Jahren in Jerusalem, aus einem ganz persönlichen Rückblick geschrieben wird. Im Vordergrund steht die weitverzweigte Familie, die aus Polen eingewandert ist. Die Geschichte seiner skurilen Großeltern, die traurige Beziehung seiner Eltern und sein eigenes Erleben des Erwachsenwerdens sind Thema diese groß angelegten Romans. Auch spielen die politischen Gegebenheiten und Entwicklungen des Staates Israel eine große Rolle. Man wird im Rahmen dieser Familiengeschichte in die Geschichte des Landes eingeführt und versteht mehr über die unterschiedlichen Ansichten der politischen Lager innerhalt Israels. Den ersten 150 Seiten konnte ich nur schleppend Folgen. Es wurden zahlreiche Personen und deren Zusammenhänge beschrieben, die für die Geschichte kaum Bedeutung haben, jüdische Gelehrte und Künstler, Schriftsteller . Flüssiger wird die Geschichte in dem Moment, in dem die kleine Familie, vor allem die Geschichte seiner Eltern wieder stärker in den Vordergrund rückt. Es ist ein ergreifendes Buch, aber keine leichte Kost und all denen ans Herz gelegt, die etwas mehr über Israel und das Leben in diesem zerrissenen Land erfahren möchte.

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  • Rezension zu "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

    literat

    21. July 2008 um 21:56

    Ich muss zugeben, ich habe einige Monate gebraucht, bis ich es tatsächlich durchgelesen habe. Aber es lohnt sich durchzuhalten; sich durch manch zähes Kapitel durchzubeißen. Das intelektuelle Unfeld, in dem Amos aufwächst hat mich beeindruckt. Und wie gefühlvoll der Autor den Einfluss des frühen Todes seiner Mutter auf sein späteres Leben beschrieben hat. Das ist beeindruckend.

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