Amos Oz Nenn die Nacht nicht Nacht

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Inhaltsangabe zu „Nenn die Nacht nicht Nacht“ von Amos Oz

Tel Kedar, eine glanzlose israelische Provinzstadt in der Negev-Wüste zwischen Mai und September 1989. Hier soll ein Entziehungsheim für jugendliche Drogensüchtige gebaut werden. Verantwortlich für das Projekt ist die Lehrerin Noa, die sich durch diese Aufgabe größere innere Selbständigkeit gegenüber ihrem Lebensgefährten Theo erhofft. Nicht gerechnet hat sie allerdings mit dem Widerstand der Bewohner von Tel Kedar, die ihre Stadt nicht zum "nationalen Abfalleimer" verkommen sehen wollen. Der israelische Schriftsteller Amos Oz erzählt die Geschichte einer kleinen städtischen Gemeinschaft mit ihren bizarren Charakteren und schildert gleichzeitig die komplexe Beziehung zwischen Mann und Frau.

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  • Rezension zu "Nenn die Nacht nicht Nacht" von Amos Oz

    Nenn die Nacht nicht Nacht
    schmoeker-rike

    schmoeker-rike

    06. November 2012 um 13:36

    „als sei sie versehentlich in ein fremdes Zimmer geraten und finde vor lauter Schreck das Fenster nicht. Das offen war und geblieben ist. Und nun schwirrt sie flügelschlagend von Wand zu Wand, bumst an die Lampe, an die Decke, streift an den Möbeln entlang, stößt sich. Und versuch bloß nicht, sie zum Ausgang zu lotsen: Du kannst ihr nicht helfen. Jeder Mucks von Dir kann ihre Angst steigern. Statt nach draußen in die Freiheit könntest Du sie, wenn sie nicht aufpasst, in die hinteren Räume scheuchen, und dort würde sie wieder und wieder mit ihren Flügeln an die Scheibe knallen.“ Wir erleben den Zustand einer Liebesbeziehung in Israel. Die Lehrerin Lea und der deutlich ältere Theo erzählen abwechselnd von ihrem gemeinsamen Leben. Theo und Lea hatten sich vor Jahren im Ausland kennengelernt, leidenschaftlich verliebt und sind auf Leas Wunsch in eine öde Kleinstadt am Rande der Wüste Negev gezogen. Nun leben sie nebeneinander her und finden oft nicht zueinander. Als Lea ein Projekt beginnt - sie will nach dem Tod eines Ihrer Schüler ein Entziehungsheim für jugendliche Drogenabhängige gründen- stößt sie auf viele Widerstände in der Kleinstadt, aber sie will sich nicht von Theo helfen lassen, obwohl das wahrscheinlich vernünftig und erfolgversprechend wäre. Mich hat das Buch fasziniert, weil der Autor sehr sprachgewaltig ist, er kann wirklich gut Situationen schildern und sich in Personen hineinversetzen. Die Schwierigkeit in dieser Beziehung wirkt sehr lebensecht, und beklemmend. Dies Buch ist empfehlenswert für alle, die keine Action erwarten, sondern die Beschreibung eines normalen Lebens in einer normalen Stadt durch einen sehr guten Schriftsteller. Und weil oben Theo zu Wort kam, lassen wir zum Schluss noch Lea über Theo sprechen:„Es ist schwierig, wenn er dann redet und immer genau weiß, was an unserem Projekt falsch ist und was ich wem auf keinen Fall hätte sagen sollen, und noch schwieriger wird es, wenn er stumm zuhört, eifrig bemüht, aufmerksam zu bleiben, wie ein geduldiger Onkel der beschlossen hat, kostbare Minuten zu opfern, um von der Kleinen zu erfahren, was ihre Puppe ängstigt"

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  • Rezension zu "Nenn die Nacht nicht Nacht" von Amos Oz

    Nenn die Nacht nicht Nacht
    Gert

    Gert

    21. April 2010 um 14:06

    Ein großartiges Buch über das Leben in einem Kibbutz und allgemein das Israel der heutigen Zeit. Sehr guter Schreibstil und wunderbare Charakterisierung der Protagonisten.