Amy Appleton

 3.5 Sterne bei 14 Bewertungen

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Die Brautjägerin

Die Brautjägerin

 (14)
Erschienen am 03.02.2010

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Rezension zu "Die Brautjägerin" von Amy Appleton

Rezension zu "Die Brautjägerin" von Amy Appleton
BuecherGoerevor 8 Jahren

Brautjagd mit ungenutztem Konfliktpotential

Inhalt:
Rebecca (Becca) Orchard, aufgewachsen auf dem Land und nun mit ganzem Herzen Londonerin, ist Brautjägerin. Vermögende Männer heuern sie an, damit sie ihnen hilft ihr Liebesglück zu finden. Dabei schlägt Becca durchaus auch unkonventionelle Wege ein. In den Augen ihrer Mutter jedoch ist diese Tätigkeit schon fast gleichbedeutend mit Zuhälterei. Als sie einen Auftrag einer Klientin erhält, zögert sie diesen anzunehmen, denn eigentlich hat sie strikte Regeln, die sich nicht nur darauf beziehen, dass sie nur wenige Klienten gleichzeitig annimmt um sich besser auf jeden einzelnen konzentrieren zu können, sondern auch darauf, dass diese eben Männer sind. Schon als sie letztlich zustimmt und den Auftrag annimmt hat sie kein gutes Gefühl dabei und das nicht ohne Grund.

Beurteilung:
Der Leser wird sofort auf den ersten Seiten mitten ins Geschehen geworfen und wird in den Bann des Buches gezogen. Amy Appleton hat sich für die Ich-Perspektive entschieden und so fällt es zumeist leicht, die Handlungen der Protagonistin sowie deren Gedankenwelt nachzuvollziehen. Gerade aber auch die Schwächen Beccas lassen diese umso sympathischer wirken. Die lockere Sprache macht dieses Buch zu einem kurzweiligen Vergnügen. Nichts desto Trotz hat dieses Buch auch Schwächen. Zum einen ist dem Leser schnell klar wohin die Reise geht und welches Ende wartet. Das wäre jedoch halb so schlimm, wenn nicht manche Charaktere leider doch recht blass blieben, denen es nicht geschadet hätte ein wenig näher beleuchtet zu werden. Gerade auch, wenn sich gegen Ende die Ereignisse zu überschlagen scheinen und Schauplätze eröffnet werden, deren Ausbau sich durchaus positiv auf die gesamte Handlung ausgewirkt hätten – dieser bleibt jedoch aus. Es wäre wünschenswert gewesen, dass auch die Konflikte Eingang in die Umsetzung gefunden hätten. Ohne ins Detail der Handlung zu gehen ist dies sicherlich schwierig zu erklären, daher soll hier nur angeführt werden, dass die Hinweise auf Beccas Vergangenheit als Headhunterin, die durchaus Potential im Rahmen der Handlung geboten hätten, leider trotz anfänglicher und wiederkehrender Betonung letztlich im Verhältnis zu wenig für weiteres genutzt wurde. Da dies kein Einzelfall ist und sicherlich mehr aus dem unbedingt vorhandenen Konfliktpotential hätte herausholen lassen hinterlässt es einen etwas schalen Nachgeschmack beim Zuklappen des Buches.

Fazit:
Eher leichte Lektüre die sprachlich und stilistisch durchaus Genuss bietet, aber leider nicht das gesamte Potential der Story ausgenutzt hat.

In Sternen ausgedrückt erhält dieses Buch von mir 3 von 5 Sternen!

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Rezension zu "Die Brautjägerin" von Amy Appleton

Rezension zu "Die Brautjägerin" von Amy Appleton
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Ich habe mit die Brautjägerin in der Bücherei ausgeliehen, da mir (wieder einmal) das Cover so gut gefallen hat und auch der Klappentext interessant klang.

Rebbecca (Bex genannt) ist quasi Armors rechte Hand und sucht für reiche Männer, die sich ihre Dienste leisten können, die "perfekte" Frau. Als sie für Sam (die sie Anfangs für einen Mann hielt) Adam raus sucht kommt sie sich selber in Verlegenheit, da sie sich entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten, verliebt hat. Von ihren Eltern (die 200 km von London entfernt einen Bauernhof haben) bekommt sie (vorallem von ihrer Mutter) zu hören, dass sie sich endlich einen ordentlichen Job suchen soll,vvorallem eine eigene Wohnung (denn noch lebst sie bei ihrer Tante Georgie - dem schwarzen Schaf der Familie- unter dem Dach) und einen ansändigen Mann (allerdings leidet sie immer noch unter der Trennung von ihrem Exfreund).

Fazit:

Alle die einen sommerleichten Roman lesen wollen (ohne dabei großartig nach denken wollen) werden an dem Buch ihre Freude habe. Obwohl ich bereits früh wusste, wie das Buch ausgehen könnte, hatte ein paar nette Lesestunden mit dem Buch und kann es daher nur weiterempfehlen.

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shaos avatar

Rezension zu "Die Brautjägerin" von Amy Appleton

Rezension zu "Die Brautjägerin" von Amy Appleton
shaovor 9 Jahren

Inhalt:
Rebecca „Becca“ Orchard ist Brautjägerin. Entgegen der Meinung ihrer Mutter ist das nicht mit Zuhälterei gleichzusetzen, nein, Becca sucht und findet die perfekte Ehefrau für reiche, heiratswillige Männer. Hierbei muss sie vor allem darauf achten, nicht an Frauen zu geraten, die nur auf das Geld der Männer aus sind, und gleichzeitig alle persönlichen Vorlieben und Ansprüche ihrer Klienten erfüllen – kein leichter Job.
Noch schwieriger wird es allerdings, als ein ehemaliger Kunde Becca überredet, seinen Mitarbeiter ohne dessen Wissen zu verkuppeln und als sie sich mit ihrer ersten und überaus anspruchsvollen und schwierigen weiblichen Klientin auseinandersetzen muss.
Um das Chaos zu komplettieren gerät auch noch Beccas Privatleben gleich an mehreren Fronten ins Wanken, so dass sie sich letztendlich entscheiden muss, was sie wirklich (erreichen) will.

Meinung:
Meine Meinung zu diesem Buch ist deutlich zweigeteilt und das beginnt schon beim Cover:
Es ist einerseits ein Blickfang, das knallrote Herz mit Amors Pfeil und den ineinander verschlungenen Eheringen.
Bei näherer Betrachtung allerdings passt auf dem Cover nichts so richtig zusammen. Das Herz sieht aus wie mit Tusche gemalt, die darauf befindliche weiße Schrift ist in Kreide-Optik gestaltet und der Pfeil ist nicht besonders gut eingefügt, so dass es einfach störend wirkt.

Das Buch selber ist leichte Kost. Spätestens ab Seite 50 ist klar, wie die Geschichte enden wird und die meiste Zeit stört das nicht einmal. Im Gegenteil, die Sprache ist so eingänglich, der Stil so offen und leicht, dass das Lesen Spaß macht und man in der Geschichte recht schnell voran kommt.

Schade ist es, dass auf den letzten 100 Seiten so viel Konfliktpotential aufgeworfen und dann wieder fallen gelassen wurde. Es passieren auf einmal Dinge, deren Hintergrund und Geschehen man viel mehr hätte ausbauen können. So, wie es letztendlich umgesetzt wurde, wirkt es eher aufgesetzt und danach, als hätten einige Handlungsstränge noch schnell zuende geführt werden müssen.

Und obwohl das Ende der Geschichte recht schnell klar ist, wirkt die Umsetzung dann doch etwas überstürzt und teilweise unrealistisch.

Ansonsten aber ist das Thema interessant und der Inhalt ansprechend umgesetzt.

Figuren:
Beccas Figur ist, ebenso wie Georgie, recht genau gezeichnet. Der Leser lernt sie mit Ecken und Kanten kennen, gleichzeitig wird aber so eindringlich von ihnen erzählt, dass man sie einfach mögen muss.
Auf der anderen Seite läuft Becca mit undurchsichtigen Scheuklappen durch die Welt, äußert in ihren Gedanken teilweise Dinge, die einen nur den Kopf schütteln lassen ob der Engstirnigkeit und Sturheit die hier an den Tag gelegt wird.
Die anderen Figuren bleiben farblos, es werden nur einzelne Aspekte ihres Charakters beleuchtet, insbesondere Sams Erklärungsversuche am Ende wirken dann auch wie an den Haaren herbeigezogen wirken, passen sie doch so gar nicht zu den vorher an den Tag gelegten Handlungsweisen.

Kritik:
Neben den nicht ausgereiften Figuren und gerade zum Ende hin sehr spontanen Geschehnissen, die weder begründet, noch vernünftig eingeleitet und ausgeführt werden, gab es noch weitere Punkte, die beim Lesen störend wirkten.
So macht Becca das ganze Buch hindurch immer wieder Anspielungen auf ihre Vergangenheit und zwar mit einer Penetranz, die impliziert, dass sie alles andere als darüber hinweg ist.
Dann widersprechen sich ihre Handlungen und ihre durch ihre Gedanken offen gelegten Motive im Verhalten gegenüber ihrem Exfreund an einigen Stellen des Buches (besonders stark wirken vs. Ehrlich sein...).
Und das zuckersüße „alles muss noch ganz schnell gut werden, bevor wir auf zu viele Seiten kommen“- Ende war dann auch reichlich unbefriedigend, da hätte man viel mehr daraus machen können.

Fazit:
Alles in allem ein leicht verdauliches Buch für kurzweilige Stunden, von dem man aber keinesfalls große Kunst erwarten darf.

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