Amy Bloom

 3.4 Sterne bei 94 Bewertungen
Autorin von Meine Zeit mit Eleanor, Wir Glücklichen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Amy Bloom (©Deborah Feingold)

Lebenslauf von Amy Bloom

Gebildet, weitsichtig und unterhaltsam: Die amerikanische Schriftstellerin und Psychotherapeutin Amy Bloom wurde im Jahr 1953 in den USA geboren. Unter anderem wurde sie nominiert für den National Book Award und den National Book Critics Circle Award. Bloom war Dozentin für kreatives Schreiben an der englischen Yale University und unterrichtete dort fortgeschrittenes fiktionales Schreiben, Drehbuch-Schreiben, sowie das Schreiben von Kinderbüchern. Ihr erstes eigenes Kinderbuch erschien im Jahr 2012 unter dem Titel „Little Sweet Potato“. Die Autorin hat diverse Artikel in der New York Times veröffentlicht und schreibt im belletristischen Genre hauptsächlich Kurzgeschichten. Seit 1991 erscheinen ihre Sammlungen regelmäßig. Die erste erschien unter dem Titel „Silver Water“, danach folgten „Come to Me: Stories“ und das Buch „Love Invents Us“, ein Liebes- und Bildungsroman. Im Jahr 2007 startete die von Amy Bloom geschriebene Comedy-Drama-Serie „State of Mind“ im US-TV. Neben belletristischen Werken veröffentlichte die Psychotherapeutin ein Sachbuch im Bereich der Gender- und Sexual-Psychologie. Ein weiterer Roman trägt den Titel White Houses und stammt aus dem Jahr 2018. Aktuell lebt Amy Bloom in Connecticut.

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Cover des Buches Meine Zeit mit Eleanor (ISBN: 9783455008968)

Meine Zeit mit Eleanor

 (31)
Erschienen am 04.03.2020
Cover des Buches Wir Glücklichen (ISBN: 9783442714308)

Wir Glücklichen

 (24)
Erschienen am 13.02.2017
Cover des Buches Away (ISBN: 9783455003055)

Away

 (17)
Erschienen am 02.03.2020
Cover des Buches Das Mädchen im Pelzmantel (ISBN: 9783423139311)

Das Mädchen im Pelzmantel

 (6)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Wo der Gott der Liebe haust (ISBN: 9783423143028)

Wo der Gott der Liebe haust

 (3)
Erschienen am 01.04.2014
Cover des Buches Zwischen hier und hier (ISBN: 9783455600544)

Zwischen hier und hier

 (3)
Erschienen am 14.10.2016
Cover des Buches Wo der Gott der Liebe haust: Erzählungen (ISBN: 9783455811827)

Wo der Gott der Liebe haust: Erzählungen

 (0)
Erschienen am 22.07.2013

Neue Rezensionen zu Amy Bloom

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Rezension zu "Meine Zeit mit Eleanor" von Amy Bloom

Ungewöhnliche Liebesgeschichte, durchaus anspruchsvoll
brimarvor 10 Monaten

Unverblümte, ungewöhnliche, rührende Geschichte der engen Beziehung zwischen Eleanor Roosevelt und Lorena Alice Hickok, genannt Hick. Hicks Herkunft liegt quasi im Bodensatz der amerikanischen Gesellschaft. Mit Pfiff und Unverfrorenheit, aber durchaus auch Mut und Köpfchen, geht sie ihren Weg, der sie auch an die Seite Eleanor Roosevelts führt und in die engsten Kreise des Weißen Hauses. Szenen und Begebenheiten aus der Beziehungszeit zwischen Hick und Eleanor wechseln sich ab mit Vorkommnissen und Anekdoten aus Hicks Vergangenheit. Dem Leser/der Leserin wird hierbei die Verortung nicht immer leicht gemacht; aber eigentlich ist die Chronologie auch nicht so wichtig. Es geht nämlich um besondere Momente, um Gefühle im Alltagsgeschehen, um Liebe zwischen Frauen in einer Zeit als diese alles andere als selbstverständlich war, um leise Töne. Hick und Lorena gehen zwar auseinander, sind aber nie wirklich frei voneinander. Trotz gelegentlicher Längen und der leichten Verwirrung im episodischen Ablauf ein interessantes, auch unterhaltsames Buch, das stellenweise witzig und leichtfüßig daherkommt, dann wieder leicht melancholisch ist und nachdenklich stimmt. Ich empfehle es durchaus anspruchsvollen Lesern/Leserinnen, die bereit sind, sich auf diesen persönlichen Blick hinter die Kulissen und auf die Zeit der Roosevelts einzulassen.

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Rezension zu "Meine Zeit mit Eleanor" von Amy Bloom

Was hätte sein können!
ulrikerabevor einem Jahr

Washington 1932, Franklin D. Roosevelt ist am Weg zur Präsidentschaft der Vereinigten Staaten. Die junge Reporterin Lorena Hickock soll für ihre Zeitung aus dem Leben des Ehepaares Roosevelt berichten, von kleinen alltäglichen, eventuell sogar pikanten Details. Doch als „Hick“, wie die junge Frau genannt wird, Eleanor Roosevelt kennenlernt, zeigt sie mehr Interesse an der Gattin als am Kandidaten. Nach der Wahl Roosevelts gibt Lorena Hickock ihren Beruf auf, zieht mit den Roosevelts ins Weiße Haus, wird die Geliebte Eleanors. 


Amy Bloom hat viel Zeit mit Eleanor und Lorena verbracht. Die Autorin betont: „Ich habe mich bei der Arbeit an diesem Buch nach bestem Wissen und Gewissen an die bekannten Fakten hinsichtlich Geographie und Chronologie sowie der Sitten und Gebräuche jener Zeit gehalten und Bücher von Historikern herangezogen. Dessen ungeachtet ist der Roman von der ersten bis zur letzten Seite fiktiv.“

Alles was Bloom über Eleanor und Lorena, aber auch über Franklin Roosevelt schreibt könnte so passiert sein. Das Ehepaar Roosevelt hatte wohl ein Privatleben, aber nicht unbedingt ein gemeinsames. Über Affären des Präsidenten mit der Sekretärin oderanderen Frauen wurden schon immer gerne berichtet. Die (angebliche) Liebschaft Eleanors war ein untervorgehaltener Hand bestätigtes Gerücht. Amy Bloom trifft bei dieser außergewöhnlichen Lebens- und Liebesgeschichte immer den Ton. Es ist kein schlüpfriges Skandälchen, über das sie schreibt. Sie begegnet Eleanor und Lorena mit Respekt. Zwei besondere Frauen stehen im Mittelpunkt dieses Romans. Zwei Frauen, die sich zueinander hingezogen fühlen, die miteinander vertraut sind, die sich gegenseitig Zuneigung schenken, und dabei aber nicht unterschiedlicher sein könnten.

Lorena „Hick“ ist die Erzählstimme, ihr burschikoses Auftreten überspielt in vielerlei Hinsicht ihre Vergangenheit. Aus desolaten Verhältnissen, ohne großartige Bildung und ohne familiärer Unterstützung wurstelt sich Lorena aus einem Morast von Unterdrückung und Misshandlung. Eleanor hingegen kannte das Weiße Haus schon als Mädchen, kennt das Zentrum der Macht. Ihre Beziehung lebten sie nicht nach außen. Mit den Jahren gingen sie immer wieder auseinander und wieder zusammen. Berührend fand ich ihr Miteinander, als sich die beiden nach dem Tode Roosevelts wieder begegnen, nicht mehr jung, nicht mehr ganz so euphorisch und doch unendlich vertraut.

„Niemand schrieb je einen Artikel über Eleanor und mich.“ Amy Bloom, erzählt, was hätte sein können.

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Rezension zu "Meine Zeit mit Eleanor" von Amy Bloom

Eine andere Sicht auf Eleanor Roosevelt
Ascoravor einem Jahr

Der Klappentext: „Washington, 1932: Die junge Reporterin Lorena Hickok reist in die Hauptstadt, um in der heißen Phase des Wahlkampfs um das Präsidentenamt regelmäßig Einblicke ins Leben des Kandidaten Franklin D. Roosevelt und seiner Frau Eleanor zu liefern. Als Roosevelt wenige Monate später das Rennen für sich entscheidet, zieht „Hick“ ebenfalls ins Weiße Haus ein – und wird zur Geliebten der First Lady.“
Zum Inhalt: Eleanor Roosevelt definierte die Rolle der First Lady in den Jahren 1932 bis 1945 neu, obwohl sie kein offizielles Amt inne hatte, außer dass der Präsidentengattin war sie eine der einflussreichsten Politikerinnen. Sie wurde zu einer präsenten Botschafterin für soziale Gerechtigkeit und für Freiheit, sie hatte zahlreiche öffentliche Auftritte, hielt regelmäßig eigene Pressekonferenzen ab und veröffentlichte einige Werke. Dass sie mit der Journalistin Lorena Hickok über Jahrzehnte hinweg wohl mehr als eine Freundschaft verband, wurde lange Zeit ignoriert. Erstaunlicherweise konnten nämlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts Frauen an der Ostküste durchaus in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, insofern der keine sexuellen Züge erkennbar waren, war diese Form des Zusammenlebens von Frauen aus der gehobenen Mittelschicht durchaus im Rahmen des Möglichen. Ob so eine Beziehung zwischen Eleanor Roosevelt und Lorena Hickok bestand, ist umstritten. In diesem Roman wird eine solche Beziehung in einer fiktiven Biographie ersonnen – und nicht zum ersten Mal thematisiert.

Zum Stil: Erzählt wird diese Geschichte von Lorena Hickok in der Ich-Form und für eine Journalistin passend ist der Stil ist sehr flüssig und bildhaft. Außerdem wurde die Sprache und die Gesten der Zeit der 30/40er Jahre angepasst und die historischen Tatsachen wurden gut und überzeugend recherchiert. Ich gebe gerne zu, dass man sich erst ein wenig einlesen muss, um wirklich in den Sprachgebrauch einzutauchen, doch dann überzeugt die Darstellungen dieser bewegten Zeit.

Mein Fazit: Ein atmosphärischer Roman aus einer sehr brisanten und interessanten Zeit über eine (fiktive) lesbische Beziehung einer politischen Persönlichkeit.

Ich danke Atlantik aus dem Hoffman und Campe Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.

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Zusätzliche Informationen

Amy Bloom wurde am 18. Januar 1953 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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