Amy Bloom Die unglaubliche Reise der Lillian Leyb

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Inhaltsangabe zu „Die unglaubliche Reise der Lillian Leyb“ von Amy Bloom

Schrecken und Glück einer langen Reise zu sich selbst.Als Lillian 1924 in New York ankommt, ist sie Mitte zwanzig und hat als Einzige aus ihrer Familie ein Pogrom in ihrer russischen Heimat überlebt. Bald beherrscht sie den Satz »Ich lerne Englisch« akzentfrei. Nur die Träume, die sie in den Armen ihrer reichen Liebhaber heimsuchen, und ihre rauen Hände erinnern an ihre Herkunft. Da erreicht sie die Nachricht, ihre kleine Tochter habe das Morden überlebt und sei von Nachbarn nach Sibirien gebracht worden. Eine abenteuerliche Reise beginnt ...Amy Bloom fängt die Gerüche der New Yorker Gassen ein, macht die Enge einer dunklen Abstellkammer, das Rumpeln des Zuges und die Wärme eines Handschlags in der sibirischen Einöde spürbar. Lebendig, spannend, herzzerreißend.

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  • Rezension zu "Die unglaubliche Reise der Lillian Leyb" von Amy Bloom

    Die unglaubliche Reise der Lillian Leyb

    Girasole

    14. October 2008 um 21:00

    Kurzbeschreibung (Verlagseite) Die Jüdin Lillian Leyb ist Mitte zwanzig, als sie ihren russischen Heimatort nach einem schrecklichen Massaker verlässt, um in Amerika Fuß zu fassen. Die Lower East Side in New York wird zu ihrem neuen Zuhause, und das Schicksal scheint es gut mit ihr zu meinen - bis sie erfährt, dass ihre totgeglaubte Tochter vielleicht noch am Leben ist. Als Lillian 1924 in New York ankommt, weiß sie eines ganz genau: Sie will es schaffen in diesem großen, neuen, verheißungsvollen Land. Schon bald hat sie nicht nur eine Arbeit als Näherin, sondern auch einen vermögenden Liebhaber. Ihr Aufstieg scheint unaufhaltsam, bis eines Tage eine Verwandte vor ihrer Tür steht und behauptet, Lillians Tochter habe das Massaker in Russland überlebt und sei möglicherweise nach Sibirien gebracht worden. Von da an gibt es für Lillian kein Halten mehr. Wider alle Vernunft verlässt sie New York und macht sich völlig mittellos auf eine abenteuerliche Reise. Quer durch Nordamerika, entlang dem legendären Yukon Telegraph Trail, reist sie unbeirrt ihrem Ziel, Sibirien, entgegen. Inhalt Lillian weiss dass sie jede Chance, die sich ihr bietet, ergreifen muss, um weiterzukommen, diese ergreift sie und sogar im doppelten Masse als Näherin am Goldfadn Theatre und als Geliebte sowohl des Sohnes und Vaters die Besitzer desselbigen. Die Menage à Trois funktioniert sehr gut, wenn auch etwas eigentümlich. Für Lillian spielt das keine Rolle sie will einfach weiterleben. Von einem Tag auf den andern ändert sich jedoch das Leben von Lillian, wie ihre Cousine Raisele bei ihr eintrifft und erklärt, dass ihre totgeglaubte Tochter Sophie lebt, und zwar in Sibirien. Nun gibt es keinen Halt mehr für sie und es beginnt eine gewagte Reise quer durch Nordamerika. Die Reise ist geprägt mit Begegnungen der verschiedensten Menschen, die schwarze Prostituierte in Seattle die ihr hilft sich nach einem Tiefschlag wieder aufzurappeln, der Polizeibeamte in Prince Rupert, der sie kurzerhand ins Gefängnis steckt, um den Winter zu übeleben. Lillian scheut sich vor gar nichts, es gilt einfach sich Geld zu beschaffen, ganz gleich, auf welche Art nur damit sie ihren Weg gehen kann, sie hat nur ein einziges Ziel vor Augen – Sophie. Meine Meinung Eine beachtliche Geschichte. Die Handlung ist sehr breit angelegt, den Personen um Lillian wird einen weiten Raum gewährt. Die Autorin verwendet eine ausdruckstarke Sprache zeigt Phantasie. Die Gesellschaft, in der sich Lillian bewegt, wird in atmosphärischen dichten Worten beschrieben. Für meinen Begriff ist nicht die Reise das Wichtigste in diesem Roman sondern das Drumherum die Einzelheiten, die sich zu einem Ganzen zusammenfügen. Einige Male ist man zwar etwas irritiert wegen der starken Leiblichkeit, die vordergründig ersichtlich ist, aber ihr Körper ist das einzige Kapital, dass Lillian besitzt und welches sie einsetzt, um ihr Vorhaben zu erreichen. Was man als Leser etwas vermisst, die Mutterliebe die Lillian drängt diese Reise auf sich zu nehmen ist nicht sehr spürbar; jedoch die Kraft, die in ihr steckt die fühlt man. Die „New York Times „ beschreibt dieses Buch als „Grossartige Literatur“. So weit würde ich nicht gehen, es bietet einfach gute Unterhaltung, ist lesenswert.

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  • Rezension zu "Die unglaubliche Reise der Lillian Leyb" von Amy Bloom

    Die unglaubliche Reise der Lillian Leyb

    dubh

    11. June 2008 um 22:19

    Zur Autorin (von www.hoffmann-und-campe.de): Amy Bloom, geboren 1953, hat bereits mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht. Ihr Erzählungsband 'Liebe ist ein seltsames Kind' wurde für den National Book Award nominiert. Bloom schreibt unter anderem für den New Yorker, The New York Times, The Atlantic Monthly und Vogue. Sie lehrt an der Yale University Creative Writing. Zum Buch (ebenfalls von der Verlagsseite): Die Jüdin Lillian Leyb ist Mitte zwanzig, als sie ihren russischen Heimatort nach einem schrecklichen Massaker verlässt, um in Amerika Fuß zu fassen. Die Lower East Side in New York wird zu ihrem neuen Zuhause, und das Schicksal scheint es gut mit ihr zu meinen – bis sie erfährt, dass ihre tot-geglaubte Tochter vielleicht noch am Leben ist. Als Lillian 1924 in New York ankommt, weiß sie eines ganz genau: Sie will es schaffen in diesem großen, neuen, verheißungsvollen Land. Schon bald hat sie nicht nur eine Arbeit als Näherin, sondern auch einen vermögenden Liebhaber. Ihr Aufstieg scheint unaufhaltsam, bis eines Tage eine Verwandte vor ihrer Tür steht und behauptet, Lillians Tochter habe das Massaker in Russland überlebt und sei möglicherweise nach Sibirien gebracht worden. Von da an gibt es für Lillian kein Halten mehr. Wider alle Vernunft verlässt sie New York und macht sich völlig mittellos auf eine abenteuerliche Reise. Quer durch Nordamerika, entlang dem legendären Yukon Telegraph Trail, reist sie unbeirrt ihrem Ziel, Sibirien, entgegen. Meine Meinung: Die (fiktive) Geschichte, die Amy Bloom hier erzählt, ist grandios: es ist die einer sehr mutigen, kämperischen Frau, die ihr Leben zu meistern weiß, trotz aller Widrigkeiten. Auch die Erzählweise ist sehr gelungen und hält so manche Überraschung in der Wahl der Mittel bereit: die Figuren, denen Lillian Leyb in New York oder unterwegs begegnet, werden häufig zuende erzählt. Das bedeutet, dass deren weiteres Leben kurz fortgeführt wird, ehe man wieder bei Lillian landet. Ein anderes Stilmittel hat mich anfangs gestört – und zwar werden häufig alternative Adjektive in Klammern aufgeführt. Dies hat mich bei den ersten Kapiteln etwas verwirrt und ich fragte mich zwischenzeitlich, ob ich vielleicht die Vorschläge des Lektors gerade mitlese... Aber irgendwann habe ich mich (unbemerkt) damit angefreundet, nein, sogar ziemlich Gefallen daran gefunden. Amy Bloom schreibt sehr eigen, aber eben auch sehr gekonnt - und, das Entscheidende, sie hat etwas zu erzählen. Fazit: Ein tolles Buch, literarisch und vom Inhalt sehr interessant.

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