Amy Bloom Wir Glücklichen

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Inhaltsangabe zu „Wir Glücklichen“ von Amy Bloom

Die eine hält große Reden und träumt von einer Karriere in Hollywood, die andere taucht am liebsten in Bücher ab und legt Frauen die Tarotkarten. Iris und Eva könnten nicht unterschiedlicher sein, und doch sind sie Schwestern, die alles teilen: das Glück, die zerbrochenen Träume, den nichtsnutzigen Vater – und den Glauben, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine berührende Geschichte – so groß und klein und wunderbar wie das Leben selbst.

Schöne Story über das normale Leben

— charlottesbuecherwelt

Ich kam in die Geschichte und die Erzählweise leider so gar nicht rein....

— hello_marlie

Irgendwie alles ohne Aussage - Buch bleibt einem nicht im Gedächtnis.

— lui_1907

Aufwachsen in den 40er Jahren - bei mir hat es nicht gefunkt...

— Callso

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  • Wir Glücklichen | Rezension

    Wir Glücklichen

    vivreavecdeslivres

    20. August 2017 um 23:42

    Amy Bloom hat mich als Leserin ihres Buches in eine andere Zeit entführt. Wir befinden uns in den 1940er Jahren in den USA. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, in Jahre eingeteilt. 1939 bis 1945. Die Jahre des zweiten Weltkrieges. Der Krieg spielt dabei überhaupt keine zentrale Rolle, aber als LeserIn ist man sich dem die ganze Zeit über bewusst und der Roman lässt auch einiges darauf hinweisen, dass wir uns in Zeiten des Krieges befinden. Die Hauptgeschichte die erzählt wird, ist diejenige von Eva. Sie wurde im jungen Teenager Alter von ihrer Mutter alleine gelassen und muss von da an bei ihrem Vater leben, der allerdings bereits eine neue Frau hat und die eine Tochter, Iris. Sie gründen also eine Art Patchworkfamily und es funktioniert erstaunlich gut. Eva ist sehr begeistert von Iris, alle sind das. Iris ist wunderschön, klug und weiss immer, was zu sagen ist. Gemeinsam freunden sich die neuen Schwestern an und erleben einige Dinge miteinander. Es ist schnell klar, wer in der Beziehung den Ton angibt - Iris. Aber nicht einmal aus Boshaftigkeit, im Gegenteil; Iris ist ein sehr liebevoller und kümmernder Charakter. Sie hat einfach die guten Ideen, ist selbstbewusst und hat  einen, wie man so schön sagt, starken Charakter. Das, was sie sagt, gilt einfach grundsätzlich. Eva ist ganz anders, sie wächst im Schatten ihrer Schwester auf, sie ist unglaublich schüchtern und ihr Selbstbewusstsein sehr klein. Sie bleibt stets im Hintergrund, ist aber trotzdem die Protagonistin des Buches. Sie hat nicht so viel Mut und das bleibt eigentlich während des ganzen Buches so, auch wenn sie mit gewissen Taten das Gegenteil beweist. Ihr wird nicht so viel zugetraut und sich selbst traut sie auch kaum etwas zu. Iris möchte Schauspielerin in Hollywood werden und Eva begleitet sie auf ihrer Reise. Iris ist hübsch, stark und talentiert. Sie bringt es durch einige Kontakte, die sie pflegt ziemlich weit und schafft den wirklichen Durchbruch nur ganz knapp nicht. Sie hat aufsteigende Jahre und Erfolg bis sie an einer Affäre zerbricht und von da an geht alles nur noch bergabwärts in der Schauspielkarriere. Dafür ist sie jetzt geoutet und verliebt sich in eine Frau namens Reenie. Sie hat allerdings schon einen Partner, für den sich Eva interessiert. Sie hält sich da aber wie gewöhnlich raus und nur Iris klammert an ihrem Willen fest, sie ist verliebt. Reenie und Iris gehen auch eine Art eine Beziehung ein, aber eben nicht ganz. Es werden einige Abenteuer erlebt, die vier sind ein gutes Team mit verschiedenen Liebschaften und Geheimnissen voreinander. Eifersucht ist ein zentrales Thema. Ende des zweiten Teils des Buches wird dann aber auch alles etwas aufgerissen und und die Wege der vier trennen sich. Durch die vielen Briefe im Buch, die  immer mal wieder abgedruckt werden, erfährt Eva, was die anderen so machen und als LeserIn erhält man so ein Paar Hintergrundinformationen. Hier merkt man auch, dass wir uns in den 40er Jahren, in Kriegsjahren, befinden. Eine harte Zeit. Hier passt aber auch der Titel gut zum Buch - so lange du in Amerika bleibst und dich von allem fernhältst, kannst du dich zu den Glücklichen zählen. Ein etwas trauriges Glücklichsein mit leicht ironischem Unterton; Dir geht es nicht wahnsinnig gut, aber im Vergleich mit den Anderen geht es Dir prächtig, du Glückliche. Von daher strahlt das Buch auch eine schöne Melancholie aus, ein Buch aus der zweiten Reihe. Über Menschen, die nicht an vorderster Front sind, denen es nicht prächtig geht, aber die sich eigentlich dennoch glücklich schätzen können, da es eben noch eine dritte und eine vierte Reihe gibt. Und es gibt Hoffnung. Das gefiel mir. Sehr. Das ganze Buch über passiert nicht sonderlich viel, das, was ich euch oben geschildert habe, ist der Hauptplot. Natürlich sind noch einige kleine Zwischenstorys eingebaut, aber die sind nicht unbedingt relevant. Wenn ich das Buch von Amy Bloom in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es ganz klar Trägheit. Irgendwie passt das auch ganz gut zum Buch, die Zeit des Krieges war wohl besonders für die Frauen in Amerika ein ewiges Warten und sehr träge, aber andererseits wäre mir ein etwas energischer Schreibstil mehr als entgegen gekommen. Ich habe das Buch über vier (!) Wochen lang gelesen, was nicht häufig vorkommt. Ich fand es nicht einmal wirklich schlecht, aber ich konnte mich einfach nie aufraffen es wieder in die Finger zu nehmen, weil ich irgendwie wusste, was mich erwarten wird, ein träger Schreibstil und wenig Handlung. Das alles hat sich allerdings etwas gebessert, als ich mich dann aufgerafft habe und die Hälfte des Buches an einem Tag durchgelesen habe. Ich habe dann auch nicht mehr jeden einzelnen Satz gelesen, was ich normalerweise tue, sondern etwas überflogen. Ansonsten wäre ich wirklich nicht mehr vom Fleck gekommen. Also wenn ich genau bin, habe ich also für etw 160 Seiten mehr als einen Monat gebraucht, was leider nicht so für das Buch spricht und mich leider davon abgehalten hat, etwas anderes zu lesen. Das ist mein einziger und gleichzeitig auch grösster Kritikpunkt. Ich würde das Buch sehr gerne mögen, wenn es etwas mehr Pep hätte. Auch so hat es mir eine Stimmung übermittelt, an der ich viel Gefallen gefunden habe, aber das Lesen war ein Krampf. Leider. http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/07/wir-glucklichen-buchbesprechung.html

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  • Wir Glücklichen

    Wir Glücklichen

    charlottesbuecherwelt

    19. April 2017 um 21:53

     Originaltitel: Lucky Us Autorin: Amy BloomGenre: RomanVerlag: btb VerlagSeiten: 336 SeitenKaufen? Taschenbuch: 9,95€ Klappentext:Die eine hält große Reden und träumt von einer Karriere in Hollywood, die andere taucht am liebsten in Bücher ab und legt Frauen die Tarotkarten. Iris und Eva könnten nicht unterschiedlicher sein, und doch sind sie Schwestern, die alles teilen: das Glück, die zerbrochenen Träume, den nichtsnutzigen Vater – und den Glauben, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine berührende Geschichte – so groß und klein und wunderbar wie das Leben selbst.Meine Meinung: Ein historischer Roman, der mich unglaublich neugierig gemacht hat! Vor allem Stories mit Schwestern lese ich immer wieder gerne.Das Cover ist schlicht und gibt einen kleinen Touch der damaligen Zeit zum Besten.Die 13-Jährige Eva wird von ihrer Mutter sitzen gelassen. Bei einem wildfremden Vater und Halbschwester. Doch das junge Mädchen und die ältere Iris spüren sofort eine Verbindung, die sie auf eine große Reise bringt. Nach Los Angeles, New York und darüber hinaus.Das Buch ist aus Evas Sicht geschrieben. Zwischendrin gespickt mit Briefen von vorkommenden Personen, die sich in Buchverlauf über die ganze Welt verteilen und über die dortige Lage im 2. Weltkrieg schreiben. Außerdem sind manchmal Kapitel aus ihrer Sicht.Beim Reinkommen hatte ich keine wirklichen Probleme. Es war eher die Tatsache, dass mich der Inhalt sehr überrascht hat. Das erste Treffen zwischen Evie und Iris und ihre Beziehung zueinander lässt zunächst genau das Gegenteil als im klappentext vermuten, aber Bloom schafft eine gute Überleitung. Es ist nicht das Buch über große schwesterliche Gefühle, sondern wie das Leben so mitspielt. Es gab keine spannungsgeladene Szenen oder mit aufbauschen Wendepunkt, deshalb sollte man einfach „nur“ ein Buch über das normale Leben erwarten. Der Anfang mit dem Abenteuer in Los Angeles, um einen Traum zur Schauspielerin zu verwirklichen. Eine Reise nach New York und die Fortsetzung auf dem Broadway. “Wir Glücklichen“ beschreibt die Geschichte von zwei unterschiedlichen Schwestern, sie ihren Weg und ihre Freiheit suchen.Mit ernsten Themen wie Homosexualität, 2. Weltkrieg und der eigenen Bestimmung. Eva ist die ruhigste und wahrscheinlich selbstloseste Persönlichkeit, die ich je in einem Buch antreffen durfte. Sie ist hochintelligent und trotzdem folgt sie ihrer Schwester nach LA um die Haushälterin zu verkörpern. Für das Wohlbefinden Iris' zu sorgen. Sie macht in Buchverlauf, über die Jahre, so viel durch und als Charakter hat sie mich vollkommen überzeugen können. Ihre eigener Charakter reift und scheint sich auch manchmal in eine Traumwelt zu flüchten um der eigentlichen Realität zu entgehen.Iris ist wirklich das komplette Gegenteil. Selbstbewusst und mit klaren Ziel vor Augen. Doch auch an sowas kann man ziemlich schnell zerbrechen, wie sie immer wieder zu spüren bekommt. Träume verlieren um woanders neu anzufangen. Sie wird weniger in den Vordergrund gestellt, weshalb mich einige ihrer Entscheidungen manchmal etwas überrascht haben, aber trotzdem hat mir Iris als Protagonistin sehr gut gefallen.Zuletzt möchte ich noch zu Gus kommen. Auf ihn treffen Iris und Eva in New York und vor allem Letztere spürt sofort eine enge Verbindung zu ihm. Seine Geschichte hat mich im Buchverlauf unglaublich beeindruckt und er hat einige der wenigen Szenen in meiner Leseära bekommen, bei der mir wirklich die Tränen kamen. Ich musste mich fragen wieviel ein Mensch eigentlich aushalten kann um nicht völlig zu zerbrechen.Amy Bloom hat ein großartiges Buch verfasst, bei dem ich jedes Wort förmlich ausgesaugt habe! Ihr toller Schreibstil komplettiert das Ganze.Fazit:Ein schönes Buch über das ganz normale Leben und es zu nehmen wie es kommt!Note: 1

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  • Zwei Halbschwestern schlagen sich alleine durch...

    Wir Glücklichen

    Callso

    02. November 2016 um 09:39

    Manchmal macht es bei Büchern einfach nicht klick. So geschehen bei meiner Lektüre  von "Wir Glücklichen".Die Halbschwestern Eva und Iris schlagen sich in den 40er Jahren alleine durch. Ohne Mutter und einem selten präsenten Vater, der zudem etwas dubios daherkommt. Beide versuchen es in Hollywood, doch einige Zeit später zieht es sie nach New York. Mit Reenie, Gus und Francisco tauchen statt der eigenen Familie neue Wegbegleiter auf.Iris ist lesbisch und versucht ihr Glück immer wieder als Schauspielerin. Eva ist introvertierter und wird später als Tarot-Kartenlegerin aktiv. Später wird ein Kind adoptiert und der leibliche Vater wird schwer krank.Die Geschichte hält fürwahr einen bunten Blumenstrauß bereit. Mir war es zuviel, für mich war vieles nicht nachvollziehbar und etwas unverständlich. Und mir hat beim Buch der rote Faden gefehlt. Da wird munter die Erzählperspektive gewechselt, es tauchen zwischendurch immer wieder Briefe auf, manchmal  kommen zwischendurch Längen auf, ehe wichtige Einzelheiten (das Feuer) nur kurz angerissen werden.Unterm Strich hat mich die Geschichte einfach nicht gepackt. Der Roman lässt sich sicherlich - dank seiner Vielfalt - ganz munter lesen; die großen Emotionen oder das ganz tiefe Eintauchen in die damalige Zeit ist mir indes weniger geglückt.

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  • Was glücklich sein ausmacht...

    Wir Glücklichen

    miro76

    01. June 2016 um 10:38

    Wir glücklichen erzählt die Geschichte von Eva und ihrer Halbschwester Iris. Sie lernen sich in den frühen 40er Jahren als Kinder kennen und bleiben sich treu, wie nur Schwestern das können. Auch wenn die Umstände Gegenteiliges vermuten lassen. Das Schicksal meint es nicht wirklich gut mit ihnen, aber sie arrangieren sich mit den Gegebenheiten. Früh auf eigene Beine gestellt, entwickelt sich Eva zu einer sehr sozialen, loyalen und intelligenten jungen Frau. Es sind sehr schwierige Zeiten – die Kriegs- und Nachkriegsjahre – und Eva wird von den wenigen Lieben die sie hat, verlassen. Iris hat das Schicksal nach England getrieben. Sie schreibt an Eva und wartet auf ein Zeichen von ihr, dass sie ihr vergibt. Ihr Vater stirbt an einem Gehirntumor, seine Freundin, eine schwarze Jazzsängerin, zieht weg mit einem anderen Mann und Eva bleibt mit Iris‘ Ziehsohn, den Waisenjungen Danny, zurück. Doch sie ist nicht ihre Mutter, sie verlässt Danny nicht. Sie schlagen sich durch und finden wieder eine Wahlfamilie. Der homosexuelle, farbige Francisco zieht als Opa ein und Gus, ein Kriegsheimkehrer kann bei Eva die Liebe wecken. Endlich ist Eva bereit, auch Iris wieder an ihrer Seite zu haben. Ganz unaufdringlich behandelt Amy Bloom in ihrem Roman eine Menge großer Themen. Es geht um Mutterliebe, Familienzusammenhalt, Homosexualität, Verrat, den Krieg und die Rückführung Deutscher, die längst keine mehr sind, und Vieles mehr. Es ist sehr schwierig, diesem Roman gerecht zu werden, denn er beinhaltet so Vieles, aber vor allem eine große Geschichte über zwei starke Frauen, die trotz einiger Widrigkeiten ihren Weg gehen, aufrecht und stolz! Und es ist kaum zu glauben – auch glücklich! Ich habe die Lektüre dieses großartigen Romans sehr genossen. Die Stücke Zeitgeschichte sind toll aufgelockert, durch eine Menge Briefe, die uns die Geschichten von Iris und Gus erzählen. Das Buch liest sich flüssig, trotz der wechselnden Schauplätze und bleibt dabei immer spannend. Evas Lebensgeschichte beeindruckt durch ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen, ihren Ideenreichtum und ihre schier unendliche Kraft zur Vergebung. "Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält." Ich glaube, dieses Zitat von Seneca hat noch nie so gut gepasst, wie für die Protagonisten dieses Romans.

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