Amy Brill

 4.1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Die Frau, die Sterne fing, Il sentiero delle stelle und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Amy Brill

Amy BrillDie Frau, die Sterne fing
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Die Frau, die Sterne fing
Die Frau, die Sterne fing
 (15)
Erschienen am 31.07.2015
Amy BrillThe Movement of Stars
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The Movement of Stars
The Movement of Stars
 (0)
Erschienen am 09.05.2013
Amy BrillDe stand van de sterren / druk 1
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De stand van de sterren / druk 1
De stand van de sterren / druk 1
 (0)
Erschienen am 17.10.2013
Amy BrillIl sentiero delle stelle
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Il sentiero delle stelle
Il sentiero delle stelle
 (0)
Erschienen am 01.07.2014

Neue Rezensionen zu Amy Brill

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Rezension zu "Die Frau, die Sterne fing" von Amy Brill

Die Frau, die Sterne fing
buchleserinvor 3 Jahren

„Die Frau, die Sterne fing“ ist ein Romandebüt von Amy Brill.
Die Autorin ließ sich hierbei von der wahren Geschichte der Astronomin Maria Mitchell inspirieren.
Das Cover ist wunderschön gestaltet und ist mir sofort aufgefallen: Die Frau mit der Laterne in der Hand und den Blick zu den Sternen. Das Cover passt einfach wunderbar zu dieser Geschichte.

In diesem Roman geht es um die 24-jährige Hannah, die auf Nantucket Island in einer Quäkergemeinde lebt. Die Menschen dort leben hauptsächlich vom Walfang. Hannah arbeitet tagsüber in einer Bücherei, doch sie liebt die Astronomie, die sie als Gehilfin bei ihrem Vater gelernt hat. Hannah hofft einen Kometen zu entdecken und als Wissenschaftlerin anerkannt zu werden. Ihr Zwillingsbruder Edward ist auf See und Hannah fühlt sich sehr einsam ohne ihn. Eines Tages steht der Seemann Isaac Martin vor ihrer Tür. Er kommt von den Azoren. Bis zu seiner Weiterfahrt bittet er sie, ihm alles über Navigation und Sternenkunde beizubringen. Hannah ist einverstanden, ihn zu unterrichten, was die Quäkergemeinde jedoch gar nicht gerne sieht.
Hannah stellt fest, dass sie und Isaac gar nicht so verschieden sind und sie es beide in der Gesellschaft ziemlich schwer haben.
Doch Hannah ist eine ziemlich starke Frau und gibt die Astronomie nicht auf, denn ihr größter Wunsch ist es, unbedingt als erste Frau einen Kometen zu entdecken und damit endlich als Wissenschaftlerin anerkannt zu werden.
Auch Isaac ist von ihrem Wunsch sehr begeistert. Hannah unterrichtet ihn weiterhin und Isaac ist der Meinung, wenn sie sich den Kometen ganz fest vorstellt, wird er eines Tages auch wirklich erscheinen. Und tatsächlich entdeckt sie eines Nachts einen Kometen.
Und Hannah und Isaac entdecken inzwischen ihre Liebe füreinander.
Diese Liebesgeschichte ist aber nicht der Hauptteil der Geschichte, ich hätte mir sogar noch ein wenig mehr Szenen mit Isaac gewünscht.
Hannah ist ganz gut beschrieben und auch ihr Bruder Edward, doch Isaac blieb für mich irgendwie etwas blass.
Die Handlung ist ganz interessant geschildert, zwischendurch jedoch etwas langatmig beschrieben und der Roman lies sich nicht ganz so flüssig lesen. Ich brauchte etwas Durchhaltevermögen und ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht.
Auch diese Liebe zwischen Hannah und Issac blieb etwas blass, sollte aber vielleicht auch so sein.
„Die Frau, die Sterne fing“ hat mir trotz kleiner Schwächen ganz gut gefallen und bekommt von mir eine Leseempfehlung.

Kommentare: 1
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Klusis avatar

Rezension zu "Die Frau, die Sterne fing" von Amy Brill

Glauben und Ungewissheit sind unzertrennlich
Klusivor 5 Jahren

Nantucket Island 1845: Die 24-jährige Hannah Price gehört der kleinen Quäker-Gemeinde von Nantucket an. Tagsüber arbeitet sie als Hilfsbibliothekarin im Atheneum, und nachts schaut sie in die Sterne. Die kluge junge Frau hat sich ganz der Astronomie verschrieben. Ihr großer Traum ist, eines Tages einen neuen Kometen zu entdecken. Ihr Zwillingsbruder ist zur See gegangen, hat auf einem Walfänger angeheuert, zum Unmut des Vaters, der viel geschäftlich unterwegs ist. So ist Hannah mit der Verwaltung von Haus und Hof auf sich gestellt. Auch kümmert sie sich, stellvertretend für ihren Vater, um die Einstellung und Wartung der Chronometer für die im Hafen anlegenden Walfangschiffe.
Eines Tages taucht der farbige Matrose Isaac Martin auf. Die Pearl, auf der er als zweiter Maat mitgefahren ist, liegt im Hafen zur Reparatur vor Anker. Die Zeit seines Aufenthalts möchte Isaac nutzen, um alles über Navigation und Sternenkunde zu lernen. Er ist von Hannahs Wissen beeindruckt und bittet sie darum, ihm Unterricht zu erteilen.
Bei der gemeinsamen Arbeit stellt Hannah sehr bald zu ihrer Bestürzung fest, dass sie mehr mit dem Mann von den Azoren verbindet als die Wissenschaft, ja, dass sie sich sogar in Isaac verliebt hat und er ihre Gefühle erwidert. Jedoch sieht sie keine Hoffnung für diese ungewöhnliche Verbindung. Weder ihre Familie noch die Gemeinde würde diese Beziehung gut heißen. Hannah sucht verzweifelt einen Ausweg für ihre Zukunft … und findet eines Nachts einen Kometen!

Zu diesem, ihrem ersten Buch wurde Amy Brill durch die Lebensgeschichte von Maria Mitchell inspiriert, die im 19. Jahrhundert auf Nantucket lebte. Die Lücken zwischen den historischen Daten der Astronomin hat die Autorin mit Leben gefüllt, und entstanden ist die eigenwillige Protagonistin dieses Romans. Hannah ist ein außergewöhnlicher Charakter und erscheint, besonders am Anfang der Geschichte, etwas schwierig und spröde. Der erste Eindruck von ihr ist barsch und abweisend. Ihr kühles Benehmen, besonders Isaac gegenüber, ist sicher hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass Hannah zur Quäkergemeinde gehört und ihr Leben deren strengen Regeln und Sitten unterworfen sieht.
Ich muss gestehen, dass es mir nicht leicht gefallen ist, einen Zugang zu diesem Roman und zu seiner Heldin zu erlangen. Das lag nicht nur an Hannahs unnahbarem Wesen, sondern auch daran, dass die Autorin gerne abschweift. Ich musste mich erst daran gewöhnen, den vielen Gedankensprüngen zu folgen und mich immer wieder auf neue Situationen und Rückblicke einzulassen, ohne den Handlungsfaden aus den Augen zu verlieren. Doch es hat sich gelohnt, dabei zu bleiben und sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Irgendwann kam dann der Punkt, wo ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte und auch Hannahs Denkweise und Gefühlschaos nachvollziehen konnte. Von da an war ich völlig gefesselt, denn die Autorin beschreibt nicht nur das Leben und die Menschen auf der Insel sehr bildhaft und authentisch, sondern sie hat hervorragend recherchiert und verfügt über ein enormes Wissen zur damaligen Astronomie und Seefahrt, das sie hier mit ihren Lesern teilt. Die Charaktere, die sie geschaffen hat, sind nicht einfach, man findet sie nicht auf Anhieb sympathisch, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wie beispielsweise Hannahs Zwillingsbruder und seine Frau Mary. Aber gerade Hannah hat es geschafft, sich in mein Herz zu schleichen, so dass ich sie verstehen und mit ihr fühlen konnte. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Isaac ist kompliziert, aber glaubwürdig, in der Art, wie sie hier dargestellt wird. Nicht zuletzt ist dieser Roman auch eine Würdigung all der bekannten und unbekannten Heldinnen, die dazu beigetragen haben, den Frauen für die Zukunft mehr Anerkennung und Rechte zu verschaffen.

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Lesegenusss avatar

Rezension zu "Die Frau, die Sterne fing" von Amy Brill

Sehr gut recherchiert, außergewöhnlich gut und glaubwürdig geschriebene Geschichte!
Lesegenussvor 5 Jahren

Inspiriert durch einen Besuch auf der Insel Nantucket Island, bei der die Touristen auf die berühmte Inselbewohnerin Maria Mitchell aufmerksam gemacht werden, beschließt die Autorin Amy Brill, mehr von dieser 1818 geborenen Frau zu erfahren. Daraus entstanden ist ihr Debütroman „Die Frau, die Sterne fing“. Zur damaligen Zeit lebten die Inselbewohner hauptsächlich vom Walfang. Hannah Gardner Price hatte das Glück, als Tochter von ihrem Vater sehr viel Wissen über die Sternenkunde zu lernen.
Am Tage arbeitete sie in einer Bücherei, und nachts fand man sie auf dem Dachboden, wo sie vielleicht eines Tages mal etwas Großes am Himmel entdecken würde, hoffte sie. Ihr Bruder Edward, den sie sehr vermisste, fuhr zur See. Die Mutter ist früh verstorben.
Schon von Anfang an fällt auf, wie detailliert die Autorin jedwede Handlung beschreibt. Sie erklärt Abläufe, Gegenstände, und den Stand der damaligen Wissenschaft.
Man sollte sich nicht von einem anfänglich scheinbar komplizierten Anfang abhalten lassen, das Leben rund um Hannah und ihrer Familie, der Gemeinde zu lesen. „Die Frau, die Sterne fing“, ist ein außergewöhnliches Buch, bei denen die Recherchen der Autorin auf beweisbares Material basieren, und so gut in die fiktive Geschichte einfließen. Hannahs Leben nimmt eine neue Richtung, als der Seemann Isaac Martin vor dem Haus der Price steht. Er bittet darum, dass der Vater den Chronometer des Schiffes, auf dem er fährt, zu reparieren. Einige Zeit später möchte er, dass Hannah ihn unterweist. Er möchte alles wissen über Navigation, ebenso wie es sich mit den Sternen und dessen Berechnung verhält.
Man bedenke die damalige Zeit und die Religionsgemeinschaft der Quäker, zu denen Hannahs Familie gehörte. Doch sie macht es, für sich selbst, froh darüber, ihr Wissen weitergeben zu können. Aber niemals verliert sie ihr Ziel aus den Augen, eines Tages selbst einen Kometen oder neuen Stern zu entdecken.
„Die Frau, die Sterne fing“, ein so ganz anderes Buch, in welches das Leben einer Persönlichkeit mit eingebunden wurde. Auch wenn es an vielen Stellen langatmig erscheint, es lohnt sich! Allein die Passagen, an denen Hannah ins Schwärmen gerät und ihre Faszination zum Himmel, den Sternen in Worte kleidet, wünscht man sich, an ihrer Seite auf dem kalten Dachboden zu stehen, eingehüllt von einer magischen Atmosphäre.
Dass sich zwischen Isaac und Hannah etwas anbahnt, sei am Rande erwähnt. Ebenso der Unmut der Quäkergemeinschaft über ihre Lebenseinstellung. Wohin dies letztendlich führt, lest selbst.
Es ist die Geschichte der Hannah Price, ihre Wünsche, der Thematik im Ganzen, die dieses Buch zu etwas Besonderem machen.
Ganz zum Schluss muss ich noch auf das Cover eingehen, von dem allein eine derartige Faszination ausgeht, dass es neugierig auf den Inhalt macht.
In ihrem Nachwort erfährt der Leser mehr von Marie Michell, ihren Recherchen, und einer Danksagung an die Frau, die sich lebenslang für Frauenbildung u.a. eingesetzt hat. Ohne solche Frauen wie Marie Mitchell und viele andere wären wir Frauen wahrschein nicht dort, wo wir jetzt stehen.

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