Gated - Die letzten 12 Tage

von Amy Christine Parker 
3,9 Sterne bei182 Bewertungen
Gated - Die letzten 12 Tage
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Erschreckend und aufrüttelnd

Kritisch (14):

Mir hat das gewisse Etwas gefehlt Schade eigentlich, weil das Buch wirklich vielversprechend begonnen hat :I

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Inhaltsangabe zu "Gated - Die letzten 12 Tage"

Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf . . .

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423760980
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.09.2014
Teil 1 der Reihe "Gated"

Rezensionen und Bewertungen

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    Eggi1972s avatar
    Eggi1972vor 3 Monaten
    Regt zum Nachdenken an

    Gated die letzten 12 Tage, war für mich ein wenig bedrückend und auch nachdenklich. Frau Parker zeigt anhand des Beispiels der 17 Jährigen Lyla und ihren Eltern, wie man eigentlich recht schnell in die Fänge eines charismatischen Fanatikers geraten kann.

    Dieses Buch zeigt auf, wie man relativ unbemerkt, wenn man ein persönliches Schicksal hinter sich gebracht hat, von den falschen Personen beeinflusst werden kann, so dass man dann wirklich an das glaubt, was einem vorgegaukelt wird. Man hinterfragt nicht mehr, man nimmt es als Fakt hin. In dem Falle von Sekten nimmt man diese geistige Bevormundung einfach in Kauf und gibt alles Denken recht schnell auf.

    Man zieht um, fühlt sich in einer Gemeinschaft total wohl, und im Falle von Lyla, kann man von Glück reden, dass ihr die Liebe die Augen geöffnet hat. Es wurde immer klarer, dass ihre Eltern dem Pioneer total hörig waren. Welche Eltern würden zusehen, wenn ein anderer Mensch ihre eigene Tochter praktisch foltert?

    Es ist ein Jugendbuch, welches einfach gelesen werden sollte, auch von Eltern oder Erwachsenen allgemein, weil es einem doch vor Augen führt, dass man Dinge einfach einmal hinterfragen sollte. Warum bekommen Menschen es den sonst in der heutigen Zeit hin, Sekten zu gründen, oder warum gibt es in der heutigen Zeit den so viele verschiedene Strömungen, in unserer Gesellschaft, die sagen das einige Menschen nicht so viel wert sind wie andere? Es liegt wohl vieles daran, dass man Dinge einfach nicht hinterfragt, sondern einfach als solches hinnimmt.

    Es ist egal wie alt man ist, man sollte einfach bestimmte Dinge in unserer Gemeinschaft hinterfragen und vielleicht einfach einmal mit dem Anderen reden, anstatt einfach vor dem PC zu sitzen, oder dem Handy. Wenn wir es wieder lernen, mehr aufeinander zu achten und auf unsere innere Stimme, dann haben Sektenführer oder andere extreme Strömungen in unserer Gesellschaft weniger Chancen auf uns einzuwirken.

    Dies sind alles Dinge die wir von Lyla mit ihren 17 Jahren lernen können. Sie ist aufgestanden, hat sich gegen die Welt, die sie umgeben hat aufgelehnt, hat reflektiert. Sie war in diesem Buch ein Rebell. Lasst uns doch einfach auch Dinge, die unser Umfeld gut findet auch mal hinterfragen.

    Ich denke auch, dass dieses Buch Literatur für Schulen sein könnte. Es ist nicht kompliziert geschrieben, aber es regt schlicht zum Nachdenken an. Und dies sollten wir einfach wieder lernen.

    Literaturlounge

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    paperloves avatar
    paperlovevor 4 Monaten
    Gated - Die letzten 12 Tage

    Meine Rezension findet ihr auch auf:

    https://mrspaperlove.blogspot.com 

    Bei einigen Büchern weiss ich wirklich nicht mehr, wie sie auf meiner to-read Liste gelandet sind. Und Gated ist eines davon.
    Ich muss zugeben, dass ich anfangs doch ein wenig irritiert war, da das Buch hier auf goodreads dem Genre Science Fiction - Dystopia zugeordnet wird und das ist schlicht und ergreifend falsch. Die Geschichte spielt in der jetzigen Zeit und handelt von einem irren Sektenführer, der eine Gemeinde leichtgläubiger "Schäfchen" um sich gescharrt hat und ihnen weiss machen will, dass das Ende der Welt bevorsteht. Aus diesem Grund bereiten sich die Leute in dieser Sekte seit Monaten darauf vor, sich für die nächsten 5 Jahre in einem Silo zu verschanzen, während der Rest der Welt vor die Hunde gehen wird.

    Die Versprechung einer Dystopie und das in meinen Augen irreführende Cover haben bei mir leider Erwartungen geschürt, die letztendlich nicht zu erfüllt werden konnte. Dass die Story nicht die war, die ich erwartet hatte, war dabei gar nicht so schlimm. Mich hat viel mehr der Umstand enttäuscht, dass der Story zu jeder Sekunde total vorhersehbar war und auf mich sehr klischeehaft und konstruiert gewirkt hat. Ausserdem kratzt die Autorin nur an der Oberfläche der eigentlich spannenden Sektenthematik und schildert zwar deren Alltags-Abläufe, aber leider keine Hintergrundgeschichten der einzelnen Charaktere, die ihre Verhaltensweisen erklären würden. Für mich wirkten die ganzen Mitglieder der Sekte schlicht und ergreifend total dumm und leichtgläubig. Und weil ich keine zusätzliche Informationen hatte, warum sie Pioneer, dem irren Sektenführer, jedes Wort glauben, das ihm über die Lippen kommt, hat mich das einfach nur noch genervt.
    Ausserdem ist der Schreibstil sehr simpel gehalten und bedient sich einer einfachen Sprache, die mich nicht wirklich vom Hocker gehauen hat.
    Enttäuschend fand ich auch, dass ausgerechnet eine Insta-Love der Grund dafür war, dass Leila, als einzige Person dieser Sekte, allmählich Fragen gestellt und die Prophezeiungen des Anführers in Frage gestellt hat.

    Gated ist in meinen Augen ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss. Es ist mir auch schleierhaft, wieso ein zweiter Teil geschrieben wurde, da die Geschichte in Band 1 eigentlich in sich abgeschlossen ist. Ich werde mir den Folgeband deshalb auch sparen. Von mir gibt es für das Buch 2.5 Sterne.

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    wordworlds avatar
    wordworldvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein fesselnder Jugendroman über die gefährlichen Verstrickungen einer Sekte und die Selbstfindung eines jungen Mädchens.
    "Wir waren etwas Besonderes. Wir waren auserwählt. Wir würden die Überlebenden sein."

     Allgemeines:

    Titel: Gated - die letzten 12 Tage
    Autor: Amy Christine Parker
    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. September 2014)
    Genre: Thriller
    ISBN-10: 3423760982
    ISBN-13: 978-3423760980
    ASIN: B00K0NE2BK
    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
    Originaltitel: Gated
    Seitenzahl: 336 Seiten
    Preis: 14,99€ (Kindle-Edition)
    16,95€ (Gebundene Ausgabe)
    Weitere Bände: Gated - Sie sind überall
     

    Inhalt:

    "Wir waren etwas Besonderes. Wir waren auserwählt. Wir würden die Überlebenden sein."

    Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf.
    *Furchterregend, bedrohlich und erschreckend wahr*


    Bewertung:

    Erster Satz: „Diesmal schießt du, um zu töten, okay?“

    Mit diesem Satz beginnt "Gated", welches schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf meinem SuB liegt und von dem ich eigentlich dachte, einen düsteren Endzeit-Thriller vor mir zu haben. Gerade weil das wirkliche Thema ein wenig an meinen Apokalypsen-Erwartungen vorbeiging, konnte mich der Roman aber auf eine ganz hartnäckige Weise fesseln. Der Roman ist eine einzige klare Warnung und schildert das langsame Aufwachen eines jungen Mädchens in einer Sekte, das beginnt an den Worten ihres Anführers zu zweifeln, ihr Leben in der Gemeinschaft zu hinterfragen und versucht aus einem Leben zu entfliehen, dem sie sich nicht gewachsen fühlt.


    „Sie sind meine Leute. Meine Gemeinde. Meine Familie. Ich kann mir nicht länger um den Rest der Welt Gedanken machen. Ihr Schicksal wurde vor langer Zeit entschieden – genau wie meins.“

    Das Cover lässt mit der düsteren Grundstimmung und dem übernatürlich anmutenden Licht am Ende der Dunkelheit eher an ein Weltuntergangsszenario denken, als an einen Thriller um eine außer Kontrolle geratene Sekte, trotzdem finde ich, passt es ganz gut. Das dunkle Braun mit dem mysteriösen Vignetten-Effekt verbreitet eine packende, geheimnisvolle Stimmung und auch die Silhouette des Mädchens, das auf ein helles Licht zuhält stimmt den Betrachter auf die Geschichte ein. Trotz der mystischen Ausstrahlung und der interessanten Machart gefällt mir aber einfach der Farbton nicht und um ein wirklicher Eye-Catcher zu sein. Die englische Originalversion (links) hingegen ist in wahrhaftiger Horrormanier gehalten. Das Mädchen mit dem gelben Kleid und dem von Haaren verdeckten Gesicht ist in Zusammenhang mit dem weitläufigen braunen Feld und dem aufdringlichen Titel eine perfekte Kombination. Der Titel "Gated" ist ebenfalls eine perfekte Wahl, wobei ich den deutschen Untertitel, welcher ganz eindeutig einen doppelten Boden hat also gleichzeitig auf die Apokalypse hindeutet, aber in Zusammengang mit dem Haupttitel in eine ganz andere Richtung deutet, etwas zu verwirrend finde. Positiv erwähnen möchte ich noch das praktische braune Lesebändchen, das in der gebundenen Ausgabe zu finden ist.


    "Ich dachte, wir wären hierhergekommen, um dem Bösen auf der Welt zu entfliehen. Das hier sollte unsere Zuflucht werden. Hier sollte es besser sein. Wir wollten besser sein. Aber das hier ist das Schlimmste, was ich je im Leben gesehen habe."


    "Gated", also eingeschlossen, eingesperrt, so fühlt sich Lyla recht bald. Das 17 jährige Mädchen lebt in einer von der Außenwelt abgeschotteten Gemeinde in den USA, die von einem Mann geführt wird, der sich Pioneer nennt. 20 Familien bilden die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der weder so einfache Dinge wie Zeitschriften, Cola, oder Fernsehen erlaubt sind, noch Regelbruch oder etwas anderes als bedingungsloser Gehorsam dankbar wäre. Ihr Leben liegt schon wie in Stein gemeißelt vor ihr: dem gleichaltrigen Will versprochen wird sie ihn heiraten, sobald sie 18 Jahre alt geworden ist und sobald die Apokalypse startet wird die ganze Gemeinde in einen Bunker, dem Silo, unter der Erde ziehen. So hat es zumindest Pioneer in seinen Visionen hervorgesehen. Seine Eingebungen erhält dieser von den "Brüdern", welche er an seine Gemeinde weitergibt und ihnen klar macht, sie seien die wenigen Auserwählten, die das Armageddon überleben sollen. Auch wenn in Lyla ein wenig Unmut über der Entscheidungsmacht Pioneers und ihrer bevorstehenden Partnerschaft mit Will besteht, würde sie nicht im Traum darauf kommen, irgendwelche Grundsätze ihrer Gemeinde in Frage zu stellen. Doch dann lernt sie durch einen Zufall Cody kennen, einen gutaussehenden Jungen von außerhalb, bei dem ihre Gefühle Achterbahn fahren und alle klaren Gedanken verschwinden. Doch ist er wirklich so böse, wie es immer von den Menschen wie ihm behauptet wird, hat er es verdient, im Weltuntergang zu sterben? Mit seiner Hilfe kommt sie einigen Geheimnissen auf die Spur, und bald kommen ihr Zweifel an Pioneers Mission, doch wie soll sie es schaffen seinem wohlüberlegten Netz aus Lügen und vermeintlicher Sicherheit zu entkommen, bevor es zu spät ist...?


    "Ich bin gefangen und allein.
    Begraben. Das Silo war nie als Zuflucht gedacht. Das begreife ich jetzt. Es sollte von Anfang an ein Sarg werden."



    Das Thema Sekte ist für mich buchiges Neuland. Ich habe bis jetzt noch nie ein Roman gelesen, der sich mit dieser Thematik auseinandersetzt und habe bis jetzt immer zu der Gruppe Mensch gehört, die kopfschüttelnd abwinkt, wenn sie von solchen Gruppierungen hören und nicht verstehen, wie Leute in solch fantastische Gefilde rutschen können. Diese Geschichte wird es mir in Zukunft einfacher machen, die Gefühle von Leuten in solchen Gruppierung verständlicher zu machen. Die Geschichte beginnt relativ ruhig mit moderaten Beschreibungen Lylas Alltagslebens. Wir lernen die Gemeinde als nette, kleine Zusammenkunft an verschiedenen Familien kennen, die friedlich im hübsches, idyllisches Setting Mandrodage Meadows vor sich hin leben und abgeschottet vom Rest der Welt eine heile Welt leben. Positive Kindheitserinnerungen an Spiele im hohen Gras der Sierra, Reitausflüge auf Lylas geliebtem Pferd Indy und farbenfrohen Landschaftsbilder unterstreichen die scheinbar heile Welt der kleinen Kolonie und räumen dem Leser ein behagliches Gefühl ein.
    Da ich zu Beginn angesichts des wirklichen Themas des Buches noch ein wenig im Dunklen tappte, nahm ich sogar wirklich an, dass die Gruppe an Menschen, die wir in Mandrodage Meadows präsentiert bekommen, Auserwählte sind und die Welt bald am untergehen sein wird. Für ganze 20 Seiten habe ich jedes Wort über die Apokalypse für bahre Münze genommen, weshalb es für mich noch viel realistischer und erschreckender erschien, als Lyla langsam begann aufzuwachen.


    „Ich sollte mich hier nicht gefangen fühlen, aber jetzt, in diesem Augenblick – und wenn ich ehrlich bin, immer häufiger, empfinde ich es so, ich kann es nicht ändern.“



    Die erzählerische Herangehensweise, die Amy Christine Parker hier gewählt hat, passt wunderbar. Sie lässt Lyla selbst aus der Ich-Perspektive im Präsens erzählen, schiebt jedoch für die Hälfte des Buches jedes zweite Kapitel Rückblicke in die Vergangenheit zum Beispiel zu Karens Verschwinden oder ihre Ankunft in Mandrodage Meadows ein, was es leichter macht, den Hintergrund der Familie nachzuvollziehen. Dadurch dass Lyla selbst erzählt, sind wir näher am Geschehen und erleben ihre Gefühle aus erster Hand, wissen aber auf der anderen Seite nur was sie weiß, wodurch die Spannung weiter aufgebaut werden kann. Daneben ist Amy Parkers Schreibstil recht einfach, nüchtern und kühl ohne emotionale Ausuferungen, dafür umso rasanter und schonungsloser am Ende.


    "Es gibt nur noch die Stille. Einen ganzen Ozean davon. Und ich ertrinke darin. Ich weine, bis ich keine Tränen mehr habe. Jetzt ist alles aus. Das hier ist das Ende."


    Das Leben in der abgeschotteten Gemeinde wird sehr glaubwürdig und authentisch dargestellt.
    Immer wieder tauchen Details auf, die etwas aus dem logischen Rahmen fallen, harte Bestrafungen durch Pioneer, die schon fast an Folter grenzen, monotone Einheitskleidung, Redeverbote mit Außenstehenden, viele kleine Puzzleteile, die die Gemeinschaft schon bald als das outet, was sie wirklich ist: ein von Gewalt und Gehorsam geprägtes Regime, geführt von einem selbstherrlichen Wahnsinnigen. Als das auch langsam zum Rest der Außenwelt durchsickert und ein neugieriger Cherif zusammen mit seinem Sohn vorbeischneit und in Lyla langsam Zweifel zu keimen starten, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und es bildet sich eine äußerst beklemmende Sogwirkung aus. Gerade im letzten Drittel steigert sich die Spannung immer weiter und eine Actionszene jagt die nächste. Man leidet mit, hofft mit und fürchtet mit, als Lyla immer verzweifelter versucht, Pioneer und der Gemeinde zu entkommen, alles in allem wird aber gerade im letzten Drittel einiges an Potential zugunsten der Action verschenkt, was zwar unterhaltend ist, noch ein wenig mehr in Lylas Innere zu blicken und verfolgen zu können, was es mit ihr macht, dass ihr Weltbild auseinanderbricht wäre aber fast besser gewesen.


    "Ich mag es, wo und wie ich lebe. Weißt du, je kleiner die eigene Welt ist, desto sicherer ist sie auch. Ich kenne vielleicht nicht sämtliche Arten von Junkfood, nicht jeden Film oder jedes Buch, aber dafür muss ich mir auch keine Sorgen machen, dass jemand kommt und einen Menschen wegholt, den ich liebe, oder dass ich etwas esse, was mich irgendwann umbringt, oder mich jeden Morgen fragen, ob heute jemand mit einem Gewehr in meine Schule stürmt und mich oder meine Freunde erschießt oder ob ein Haufen Terroristen das Gebäude in die Luft jagt, in dem meine Eltern arbeiten."



    Denn gerade das macht dieses Buch so fesselnd: die junge Protagonistin hängt zwischen zwei Welten, immer knapp an der Grenze zum freien Fall. Ihr Zwiespalt und ihre Entwicklung sind das Kernstück der Geschichte. Auf der einen Seite ist sie naiv, unentschlossen und hat Angst davor, der Wahrheit ins Auge zu blicken, auf der anderen Seite kann man ihr das auf keinen Fall verübeln und muss sie vielmehr für ihre Stärke bewundern, gegen diese Gefühle in sich selbst anzukämpfen und sich gegen alles zu stellen, was sie jemals gekannt und an was sie jemals geglaubt hatte. Anders als ihren Eltern ist ihr keine Blindheit oder Verblendung vorzuwerfen, sie kennt es nicht anders und wächst in dem festen Glauben auf, dass die Welt endet und nur sie und ihre Gruppe überleben können weil sie gut sind; im Herzen rein, im Gegensatz zum Rest der Menschheit, der nur aus Mördern, Dieben und Lügnern besteht.


    "Ich bin so froh über euren Eifer. Haltet an ihm fest. Bewahrt ihn in eurem Herzen. Lasst euch von dieser Welt und ihren Menschen nicht in die Irre führen. Nicht jetzt und niemals wieder. Geht in euch. Meditiert weiter darüber, warum wir das alles tun. Wir müssen überleben. Wir sind beauftragt zu überleben. Und wenn das Überleben von uns verlangt, Opfer zu bringen, dann ist es eben so. Lasst den Countdown beginnen.“


    Ihr wird ein klares Weltbild vorgegeben, eins von schwarz und weiß, gut und böse und sie gehört zu den Guten in dieser Welt. Warum daran zweifeln, alles in Frage stellen, was man denkt und sich selbst vom moralisch hohen Ross herunterholen? Weil es falsch ist und das ganze Ross aus Lügen besteht, klar, doch das muss man sich erst einmal eingestehen. Und genau hier setzt die Geschichte an. Es ist faszinierend, berührend und erschreckend zu gleich, in welche Dilemmas Lyla hineinrutscht und welche Gräuel und Grausamkeiten sie erdulden muss, bis sie endlich versteht, dass das eigentliche Übel mitten unter ihnen sitzt und seinen Namen trägt: Pioneer.


    "Gib einem Kind das, was es sich am meisten wünscht, und es legt dir sein Herz in die Hände."
    -Pioneer, Gemeindeführer-



    Er ist die zweite Säule, auf dem dieser Roman gebaut ist, ein wahrlich genialer Antagonist, den ich -wäre er nicht so unfassbar abstoßend gewesen- aus tiefstem Herzen gemocht hätte. Er ist der Inbegriff eines religiösen Fanatikers mit Visionen, die zwar keiner vorhandenen Sekte der Welt gleicht, der jedoch ziemlich dieselben Methoden benutzt, um seine Leute gefügig zu machen. Er weiß ganz genau, welche Knöpfe er drücken muss, um die Menschen unter ihm gekonnt zu manipulieren. Mit profanen, teilweise sehr schlichten Mitteln schafft er es, sich auf charmante Art und Weise in das Herz von Menschen in Notsituationen oder Schwächeperioden zu schleichen und sich dann zu einer Art Erlöser aufzuspielen und sie in sein Netz aus Lügen und vermeintlicher Sicherheit einzuwickeln, dem keiner entfliehen kann. Es ist wirklich erschreckend, wie schnell er es geschafft hat, ganz normale, rational denkende Bürger dazu zu bringen, ihr ganzes bisheriges Leben einfach hinter sich zu lassen und sich einen hirnrissigen Glauben einreden zu lassen, nur um sie von ihren Problemen und Schicksalsschlägen abzulenken. Von den anderen Familien erfährt man leider nicht besonders viel, Lylas Familie floh aber vor der Trauer um Karen, die als Kind entführt und nie gefunden wurde. Wenn man einfach der Realität entfliehen kann, die Welt ausblenden will, dann haben Leute wie Pioneer leichtes Spiel.


    "Zwölf Tage ist nicht lange genug. Ich merke, wie ich insgeheim bete und hoffe, dass sie mich erhören. Ich flehe um mehr Zeit, um mehr Mut... um ein Wunder."


    Das ist es, wonach sich die Gemeindemitglieder sehnen: Sicherheit. In diesem Roman schwingt eine ganze Menge Kritik an allem mit, was in der Welt nicht optimal läuft: "Keine Welt kann weiter existieren, in der Kinder von der eigenen Türschwelle weggeholt werden, aus Familien, die sie lieben. Terrorosten jagen Flugzeuge in Gebäude; Männer schlagen Frauen; Kinder, Teenager erschießen ihre Klassenkameraden und Länder führen gegeneinander Krieg."
    Doch auch wenn die Welt voller "Bösem" ist, wie Lylas Mutter Pioneer nur zu gerne nachplappert nachdem ihre Tochter entführt wurde und seitdem nicht mehr auffindbar ist, zeigt dieser Roman auch auf, was man neben Junkfood und Promiklatsch noch alles vermissen würde, wenn man sich ganz der Sicherheit verschreibt: Freiheit. So wird wieder die altbekannte Diskussion ausgelöst, was denn nun wichtiger ist, frei zu sein oder sich sicher zu fühlen. Im besten Falle schließen sich diese zwei Optionen nicht aus, doch hier in der Geschichte würde Lyla wohl die Freiheit wählen während ihre Eltern die Sicherheit vorziehen. Und sie liefert auch die Antwort, wieso: "Weil es leichter ist aufzugeben, als wieder in diese Welt hinauszumüssen." Deshalb lässt sie sich nur zu gerne anlügen und einsperren, ganz in eine andere Realität entführen, was mich wirklich berührt und verstört hat.

    "Grenzen sind gut für Menschen; sie geben ihnen Sicherheit. Wenn ihnen die Welt zu offen steht, ziehen sie womöglich los und kommen auf dumme Ideen."
    -Pioneer, Gemeindeführer-



    Besonders beklemmend sind die Zitate Pioneers, die die Kapitelanfänge zieren, bis sie irgendwann schleichend, dann aber immer häufiger von realen Personen wie Jim Jones, dem ehemaligen Sektenführer des Peoples Temple, Charles Mansons oder David Koresh, dem Anführer der Branch Davidians, abgelöst werden. Wer die Geschichte der Peoples Temple kennt, wird sehen, dass hier klare Parallelen gezogen werden, die der Geschichte einen weiteren eindrücklichen Ernst verleihen. Denn so abgedreht und verrückt die Handlung manchmal auch wirken mag, sie ist nicht weit von der Realität vieler Menschen entfernt. Gerade in den USA gibt es etliche Sekten, es gibt also in der Tat einige Menschen für die der dargestellte Thriller bittere Realität ist.


    "Wenn man jemanden wirklich liebt muss man bereit sein, alles zu tun, was nötig ist, damit er lernt und wächst, selbst wenn es für beide schmerzhaft ist."
    -Pioneer, Gemeindeführer-


    Cody, der Love Interest dieser Geschichte bleibt sehr blass, was mir hier sehr gut gefallen hat. Seine Präsenz ist genau so dosiert, dass er zwar den Stein ins Rollen bringt, aber nicht die Geschichte ins Klischeehafte abstürzen lässt und Aufmerksamkeit von Lyla auf die Liebesgeschichte verschiebt. Im Gegenteil: er bleibt dezent im Hintergrund und vielmehr die Verwandlung von Lyla und die Vorbereitungen der Gemeinde auf den Untergang der Welt stehen im Fokus des Lesers.


    "Es ist Cody, den ich will, und egal wie sehr ich das wegzurationalisieren versuche, es wird nichts daran ändern. Was immer das hier sein mag, es ist alles andere als rational - es ist verrückt, dumm, rücksichtslos ... und irgendwie absolut richtig. (...) Er ist mein Cheeto - nicht gut für mich, aber jetzt, wo ich auf den Geschmack gekommen bin, kann ich nicht mehr von ihm lassen."



    Das Ende ist nach dem schonungslosen Showdown eigentlich recht abgeschlossen, ich werde aber auf jeden Fall in naher Zukunft zum zweiten Teil "Gated - Sie sind überall" greifen, welches die Geschichte um Lyla und Pioneer noch weiterführt.


    "In der Gemeinde erschien das Leben perfekt. Ich dachte, das Böse lebe außerhalb unserer Mauern - ich habe mich geirrt."
    -Lyla Hamilton, Mitglied der Gemeinde-




    Fazit:

    Ein fesselnder Jugendroman über die gefährlichen Verstrickungen einer Sekte und die Selbstfindung eines jungen Mädchens: aufkratzend, authentisch, hartnäckig und hochspannend.


    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

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    vivreavecdeslivress avatar
    vivreavecdeslivresvor 2 Jahren
    Gated, die letzten 12 Tage | Rezension

    Wenn man auf das Cover blickt, kriegt man ziemlich sicher einen völlig verfremdeten Sinn für den Inhalt. Nein, es ist weder Fantasy noch eine Dystopie, obwohl es genauso schrecklich ist. Aber aktuell. Und genau deswegen liebe ich das Buch. Ich mag Dystopien, weil sie gesellschaftskritisch sind, weil sie etwas hinterfragen und nicht auf reiner Fantasie beruht. Was ich aber unglaublich schade finde, ist, dass der Bezug zu all dem Grausamen, was tagtäglich auf unserer Welt, in unserer Zeit passiert, nie gezogen wird und die Bücher deswegen nur selten ein Bewusstsein vermitteln.

    Bei Gated war das anders. Gated spielt in Mandrodage Meadows, was in der Nähe von Culver Creek liegt, einem winzigen Städtchen. Mandrodage Meadows ist noch viel kleiner, es besteht aus ein paar Häusern, etwa dreissig. Die Familien, die darin leben, müssen keine Miete zahlen, sie haben gar kein eigenständiges Geld. Das alles wurde von Pioneer an sich gerissen, dem Gemeindeführer, der weiss, was für alle am besten ist, denn nur er erhält die Visionen der Brüder. Und deswegen glauben ihm alle,  wegen seiner ungeheuren Ausstrahlung, obwohl er nicht der Schönste seines Geschlechts ist. Sie folgen ihm, machen alles was er tut, es herrscht absoluter Gehorsam. Er hat die Sekte gegründet, derer sich vieler, die darin sind, gar nicht so richtig bewusst sind. Alles was sie wissen stammt aus dem Munde des Pioneers, der sie auserwählt hat. Nur sie sind die einzigen Wahren, die einzigen, die Rein sind, und deswegen sind sie nicht zum Tode verdammt, der unweigerlich auf das Ende der Welt folgt, welches schon in knapp drei Monaten heranbricht, da ist sich Pioneer sicher. Das Geld, dass er von allen Familien bezogen hat,  steckt er in den Bau eines riesigen Silos, einer unterirdischen Welt mit komfortablem Luxus, aber vor allem ohne frische Luft, ohne eine letzte Verbindung zur Aussenwelt, die dann ja gar nicht mehr existieren wird.
    Lyla, unserer Protagonistin, wird immer nach gesagt, sie sein ein schwaches Lamm. Sie folgt Pioneer, ohne ihm richtig zu folgen, denn seine Anweisungen zum Schiessen-Lernen führt sie nicht aus - sie hat Hemmungen, jemandem auch nur ein Haar zu krümmen. Aber das muss sie, vielleicht viel Schlimmeres als das, wenn die Aussenstehenden am Tag des Weltuntergangs kommen und sich mit Gewalt einen Platz in ihrem Silo holen möchte, wie Pioneer es voraussagt. Dann muss die Gemeinde zurückschlagen, denn nur sie sind ja rein und deswegen zum Überleben bestimmt. Natürlich könnte man meinen, das Lyla ein naives Lämmchen ist, aber mit der Zeit stellt sich natürlich genau heraus, dass sie das nicht ist - eine Bilderbuchheldin, sozusagen. Ausserdem versteht man mit der Zeit ihr Leben - nie hat sie etwas anderes gekannt, als dieses Leben in ihrer geschlossenen Gemeinde, mit Pioneers Regeln und seinem Lebensentwurf. Man versteht auf eine sehr mitnehmende Weise, dass ihr gar nicht in den Sinn kommen könnte, dass da etwas falsch ist, dass Pioneer nicht der ist, für den er sich ausgibt, dass vielleicht alles nicht stimmt. Und dass er alles dransetzt, um die Macht über sie alle zu bekommen. Lyla ist natürlich ein starker Charakter, der mir wirklich  gefallen hat und das Buch auch sehr unterstützt hat, da so vieles auf ihr beruht. Aber auch die Nebencharaktere kommen nicht zu kurz, sie sind schön ausgeführt und eigen, obwohl sie in ein solch bestimmtes Regime gepresst wurden. 
    Amy Christine Parker hat einen schönen, schlichten Schreibstil, der der Geschichte zu Gute kommt, sehr anpassungsfähig, manchmal schnell, aufregend und explosiv, dann fast schon schüchtern-zurückhaltend - eine schöne Mischung, die wunderbar zum Inhalt passt. Grob ist er natürlich eher in die Sparte 'normal' einzuordnen, aber es macht nicht wirklich viel aus, weil sich das Buch trotz der eher schwerlastigen Thematik sehr luftig und schnell zu lesen ist. So hatte ich während der gesamten Zeit Spass mit dem Buch, weil die Vielseitigkeit dieses einseitigen Lebens, dass unsere Hauptcharaktere führen müssen, so schön hervorgehoben wurde. Es wurde viel gekostet, auch sehr vorsichtig geschrieben, das merkt man, kleine Fehler sind nicht aufzufinden und der Lesespass hält sich gar nicht in Grenzen - im Gegenteil, man möchte ständig weiterlesen, und ich hab Seite um Seite umgeblättert, denn ich wusste auch, dass es einen weiteren Teil mit weiteren Strapazen für Lyla geben wird, auf den ich mich aber jetzt schon wahnsinnig freue, da es einfach unglaublich ist, was alles in diesem Buch vereint ist. Und so möchte ich es euch gerne so nah wie möglich ans Herz legen, es ist eine wundervolle Mischung, bei der niemand zu kurz kommt - Dystopienliebhaber, die, die lieber Contemporary lesen oder auch eingerostete High Fantasy Leser, Gated schafft den Mix, und das mit Bravour. Trotzdem lasse ich mit freudiger Erwartung auf die Fortsetzung einen halben Stern nach oben Luft - ich bin gespannt, ob dieser mit dem nächsten Band rund um Lyla erfüllt wird.


    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2015/04/gated-die-letzten-zwolf-tage-rezension.html

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    xreadings avatar
    xreadingvor 2 Jahren
    Gated- die letzten 12 Tage

    Inhalt:

    Furchterregend, bedrohlich und erschreckend wahr
    Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf .

    Quelle: Dtv Verlag, Gated, Amy Christine Parker



    Meine Meinung:


    Das Cover:
    Das Cover des Buches trifft genau meinen Geschmack. Die Farben passen richtig schön zueinander und machen irgendwie einen sanften, aber geheimnisvollen Eindruck. Man muss zwar auch sagen, dass man am Cover nicht wirklich einen Zusammenhang mit dem Buch erkennt, aber ich finde es persönlich trotzdem schön!


    Der Schreibstil:
    Ich fand den Schreibstil sehr schön, da er sehr flüssig und angenehm war. Man kam schnell durch und man stolperte beim Lesen nicht über irgendwelche Sätze. Die Beschreibungen waren ausführlich, aber nicht zu langatmig, was mir gut gefallen hat. Auch die Gefühlslagen der Charakter wurden gut beschrieben. Jedoch wurde durch den Schreibstil nicht wirklich viel Spannung aufgebaut, was mich aber nicht wirklich weiter gestört hat, da ich sehr schnell durch das Buch durch kam. 


    Die Charaktere:
    Ich wusste nicht wirklich was ich von Will, Lylas besten Freund und Zukünftigen, halten sollte. Es wurde irgendwie keine richtige Bindung zu ihm aufgebaut. Es wurde zwar dauernd betont, wie gut die Freundschaft zwischen Lyla und Will war, jedoch hat man davon nie wirklich was gesehen. Das fand ich persönlich sehr Schade, da ich fand, dass man aus Will als Charakter noch mehr herausholen könnte. Noch ein Charakter, der mir im Gedächtnis blieb, ist Pioneer. Ich habe mich während des Lesens mehrfach gefragt habe, ob er selbst an seine Prophezeiung glaubt oder allen etwas vorspielt. 


    Die Storyidee:
    Als ich den Klappentext las, dachte ich noch das Buch würde in Richtung Fantasy gehen (Weltuntergang etc.). Das Thema Weltuntergang fand ich auch sehr spannend, da mich die Prophezeiung irgendwie an diese Prophezeiungen erinnerte, die immer herum gingen. (Ich glaube das war wegen diesem einen Tag, an dem der Kalender von den Maya endete). Als ich schließlich während des Lesens herausfand, dass es sich in dem Buch um eine Art Sekte handelte, war ich selbst erstmal überrascht. So konnte ich gut nachvollziehen wie sich die Protagonistin gefühlt hatte und das sie dachte das ganze wäre Realität. 


    Die Umsetzung:
    Das Sektenthema hat mir sehr gut gefallen und ich fand es war gut umgesetzt. Es war überraschend und unerwartet für mich, was ich toll fand, den hätte ich von Anfang an gewusst, dass es ums Thema Sekten geht, wäre ich nicht so mitgerissen worden und hätte Lyla nicht so gut verstanden. Ich habe zuvor nicht wirklich Bücher über das Thema gelesen und nicht verstanden wie man an so etwas glauben konnte, obwohl es total falsch war. Jedoch hatte ich nach dem Buch Verständnis, würde man mir jetzt sagen mein ganzes Leben wäre eine Lüge gewesen würde ich es auch nicht glauben und auch nicht glauben wollen. Lyla ist mit dieser Vorstellung der Welt herangewachsen. Ich fand das Thema und die Umsetzung wirklich toll und ich habe nach dem Buch noch viel über das Thema nachgedacht. 




    Fazit:
    Ein sehr spannendes Thema mit dem ich mich vorher nie wirklich befasst habe. Einen halben Stern Abzug für die teilweise fehlende Spannung und dafür, dass man zu vielen Charaktern keine wirklich starke Bindung aufbaut.


    4,5 von 5 Sternen

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    Miias avatar
    Miiavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Macht einer Religion: Sehr einfach geschrieben, aber die Story ist so erschreckend realistisch und glaubwürdig. Muss man einfach lesen!
    Die Macht einer Religion

    Achtung! 1. Teil einer Reihe!


    Inhalt: 

    Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf . . 


    Meine Meinung: 

    Peoples Temple, die Manson Family - es gibt zahlreiche wahre Geschichten über religiöse Gemeinschaften, die in Massenselbstmord oder in Mord endeten. Diese Sekten predigen, dass sie selbst die Guten sind und alle anderen die Bösen - auch wenn das Böse sich eigentlich innerhalb der Gemeinde abspielt. Ähnliches erleben wir auch in dieser Geschichte. Lyla lebt in einer Gemeinschaft rund um den Anführer Pioneer, der seinen Leuten einredet, dass die Welt bald untergehen wird und sie auserwählt sind zu überleben. 

    Doch Lyla zweifelt, eigentlich schon immer und hält sich dadurch selbst für schwach. All ihre Freunde und ihre Familie leben in dieser Gemeinschaft, dann kann das doch alles nicht schlecht sein, oder? Dieser Zwiespalt, den Lyla durchlebt, ist wirklich sehr realistisch und glaubwürdig dargestellt. Die Sprache des Buches ist zwar sehr einfach und die Gedanken, Gefühle und Ereignisse sind nicht sehr detailreich beschrieben, dennoch konnte ich mich richtig gut in Lyla hineinversetzen. Sie möchte unbedingt ein Teil der Gemeinschaft sein, ahnt aber auch, dass irgendetwas nicht stimmt. Mit auf diese Reise von Lyla zu gehen, hat mir persönlich wirklich gefallen und ich bin insbesondere begeistert davon, dass die "Liebesgeschichte" sehr zart beschrieben wird. Endlich haben wir nicht das typische "rosarote Brille"-Gehabe und das "Ach er ist so heiß"-Geschmachte. Hier geht es eher um die Faszination der außerhalb Lebenden und es ist daher wirklich glaubwürdig und wirkt nicht so aufgesetzt. 

    Da es sich um ein Jugendbuch handelt, darf man nicht davon ausgehen, dass man sprachlich gefordert wird, dennoch hat mir die Geschichte absolut gut gefallen, weil die Grundidee einfach erschreckend realistisch ist und so eben auch schon wirklich vorgekommen ist. Es werden dazu auch noch unterschiedliche Charaktere gezeigt, die eben auf verschiedene Art und Weise mit ihrem Glauben umgehen. Lyla selbst, ihre Mutter, ihr Vater, ihre Freunde - es ist sehr interessant mitzuerleben, wie unterschiedlich alle dieses Leben leben. Ich kann die Geschichte daher nur empfehlen :) 


    Fazit:

    Für mich eine erschreckend glaubwürdige Geschichte rund um eine religiöse Gemeinde, die so in ihrem Glauben gefestigt ist, dass sie nicht mehr sieht, wer eigentlich das wirklich Böse verkörpert. Auch wenn die Sprache sehr einfach ist und man nicht sehr gefordert wird, hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Ich freu mich auf Band 2 und vergebe hier die vollen 5 Sterne :) 

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    Eleras avatar
    Eleravor 2 Jahren
    Gated: Spannende Entwicklung!

    Inhalt: nach dem verschwinden ihrer Schwester ist lylas Familie zutiefst erschüttert und hält die ganze Welt für böse. Als kurz darauf pioneer auftaucht und ihnen vom Weltuntergang und der vernichtung aller böser Menschen erzählt sind sie um so begeisterter als sei erfahren, dass sie auserwählt sind diesen zu überleben. Sie ziehen zusammen mit 20 anderen Familien in einer kleine Gemeinde wo sie sich auf den Weltuntergang vorbereiten. Nach 10 Jahren ohne Kontakt zur Außenwelt trifft Lyla cody und beginnt bald alles, was pioneer ihnen beigebracht und erzählt hat infrage zu stellen. Meinung: zu Beginn wusste ich nicht was ich bin diesem Buch halten soll. Die erste Hälfte ging es hauptsächlich um das Leben in dem kleine Dorf und welche Regeln und damit verbundenen Strafen es gibt. So richtig spannend wurde es, als lyla Mangrove marodes das erste mal verlässt und das Ende der Welt näher rückt. Aber ab da könnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Thema, dass fast schon an eine Sekte erinnert hat mich sehr gefesselt und zugleich beschäftigt. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

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    julezzz96s avatar
    julezzz96vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe lange gebraucht um in das Buch hinein zu finden, Aber das Ende war grandios.
    Gated - Die letzten 12 Tage

    “But even lambs have to be lions sometimes.” 


    Inhalt:
    Nachdem Lyla und ihrer Familie etwas Schreckliches zustößt hilft Pioneer ihnen wieder auf die Beine zu kommen und schenkt ihnen ein sicheres zu Hause in Mandrodage Meadows, einer kleinen Gemeinde aus 20 Familien.Total abgeschottet von der Außenwelt sind sie die Einzigen, die vom Ende der Welt wissen, sie sind auserwählt um zu überleben. Doch Lyla fällt es immer schwerer sich an die Regeln und Richtlinien zu halten die Pioneer seiner Gemeinde auferlegt hat.Als dann auch noch Besuch in Mandrodage Meadows auftaucht, was sonst nie vorkommt, wird Lylas Loyalität gegenüber Pioneer infrage gestellt.Immer mehr fängt sie an zu zweifeln. Wer ist Pioneer eigentlich wirklich?Und warum sollten die Menschen von außerhalb sterben und sie nicht?

    Meinung:

    Mir persönlich viel es schwer in das Buch hineinzukommen. 
    Es lag circa ein Jahr neben meinem Bett mir nur 21 gelesenen Seiten, bis ich es wieder aufschlug um ihm noch mal eine Chance zu geben. 
    Und Gott bin ich froh, dass ich es getan habe. Nach den ersten 70 Seiten wurde es immer spannender und am Ende konnte ich es garnicht mehr aus der Hand legen.
    Zu Beginn kam mir Lyla so naiv und schwach vor im Gegensatz zu ihren Freunden und ich mochte sie nicht wirklich. Dies hat sich jedoch im Laufe des Buches komplett geändert.
    Amy beschreibt das Leben in Mandrodage Meadows so erschreckend real, dass es einem nach dem Lesen immer noch im Kopf bleibt.
    Vor allem der Konflikt den Lyla mit sich selbst hat ist super beschrieben, so dass man nicht anders kann, als mit Lyla zu fühlen und zu zweifeln.

    Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch doch noch gelesen habe und rate jedem, der wie ich Schwierigkeiten hatte oder es seit Langem auf seinem SuB hat, es zu lesen, denn es lohnt sich definitiv.

    “If a sky this dark can still be peppered with so much light, maybe this world can be too.” 




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    Lupina1992s avatar
    Lupina1992vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Erschreckend und einfach brillant!!
    Erschreckend real!!!

    Wow! Ich habe gerade das Buch Gated gelesen (in nur 2 Tagen!!) und bin immer noch sprachlos...

     Um was geht es überhaupt?
    Die 17-jährige Lyla lebt mit ihren Freunden und ihrer Familie in einer kleinen Kommune die sich Mandrodage Meadows nennt. 
    Seit sie ein kleines Kind ist lebt sie nun schon dort. Der Gründer Pioneer lässt die Menschen glauben das der Weltuntergang kurz bevorsteht und sie als einzige "auserwählt" wären zu überleben.Die Einwohner und Lyla vertrauen Pioneer blind und stellen keiner seiner Entscheidungen infrage. Erst als Cody, ein Junge von außerhalb auf Lyla trifft, fängt sie an alles in Frage zu stellen.
    Das Buch war ein absolutes Highlight für mich. Das schlimmste war, das alles gar nicht so abwegig ist. Es wird sehr anschaulich und schonungslos erzählt wie das Leben in so einer fanatischen Sekte ist und wie leicht sich manche Menschen aus Verzweiflung manipulieren lassen.
    Leute kauft euch das Buch unbedingt!!! 

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    lizzie123s avatar
    lizzie123vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wahnsinnig spannend!
    Spannend und realistisch

    Im Roman „Gated – Die letzten 12 Tage“ von Amy Christine Parker geht es um die siebzehnjährige Lyla, die seit ihrer Kindheit mit ihren Eltern in einer Gemeinschaft (Sekte) in Mandrodage Meadows abgeschieden von der Außenwelt lebt. „Pioneer“, der Anführer der Sekte, prophezeit das Ende der Welt, lässt zum Zweck des Überlebens einen unterirdischen Bunker erbauen, verbietet den Mitgliedern seiner Gemeinschaft jeglichen Kontakt zur Außenwelt und erwartet absoluten Gehorsam von ihnen. Lyla erfüllt Pioneer's Erwartungen – zumindest bis zu dem Tag, an dem sie Cody trifft. Er kommt von außerhalb und bringt sie dazu, die strengen Regeln und Gesetze der Gemeinschaft zu hinterfragen. Sie begreift, dass sich das Böse nicht außerhalb, sondern innerhalb der Mauern befindet. Sie beginnt zu kämpfen – auch wenn Widerstand gegen Pioneer zwecklos scheint…

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es war sehr spannend und es gab keine unnötigen Längen. Alles wirkte sehr realistisch, weil die Autorin Katastrophen aus der Wirklichkeit verwendet hat, wie beispielsweise den 11. September am Anfang oder später den Hurrikan Katrina.
    Das Cover wirkt zuerst etwas düster, was auch gut zur Atmosphäre der Geschichte passt, regt aber auf jeden Fall zum Lesen des Klappentextes an.
    Alles Beschriebene wurde sehr gut erklärt und war leicht nachvollziehbar; auch wie Lyla sich in der Sekte fühlt und sich langsam von ihr abwendet, da das Buch aus ihrer Perspektive geschrieben ist und man sich so in Lyla hineinversetzen konnte. Den Schreibstil der Autorin fand ich generell gut.
    Das Thema hat mir auch sehr gut gefallen. Ich fand die Grundidee sehr interessant und dass das Buch nicht in der Zukunft spielt, sondern wenige Jahre in der Vergangenheit und den für 2012 prophezeiten Weltuntergang rückwirkend betrachtet.
    Der Schwerpunkt des Buches verschiebt sich im Laufe der Geschichte: zuerst geht hauptsächlich um das Leben in der Sekte und um den 2012 bevorstehenden Weltuntergang, doch dann beginnt Lylas Kampf gegen den gewalttätigen Anführer der Sekte und das Buch wird noch realistischer, weil klar wird, dass es keinen Weltuntergang geben wird.
    Genauso entwickelt und verändert sich aber auch Lyla im Laufe der Geschichte: aus dem Lamm wird eine Löwin; sie kämpft für diejenigen, die sie liebt. Pioneer verändert sich hingegen nicht wirklich; man erkennt nur nach und nach sein wahres Gesicht.

    Fazit: Sehr spannend, würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen und ich werde unbedingt den zweiten Band lesen :)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Jules1988s avatar

    "Ich dachte, das Böse lebe außerhalb unserer Mauern. Ich habe mich geirrt."


    Die amerikanische Autorin Amy Christine Parker hat mit "Gated - Die letzten 12 Tage" einen spannenden und erschreckend realistischen Jugendroman geschrieben. Er erzählt von dem gefährlichen Kampf einer Siebzehnjährigen gegen ein von Gewalt und Gehorsam geprägtes Regime.

    Mehr zum Buch:
    Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf!

    Hier geht's zur Leseprobe!

    Ihr möchtet wissen, wie Lylas Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit ausgeht? Dann bewerbt euch gleich für die Leserunde!
    Gemeinsam mit dtv vergeben wir 25 Leseexemplare von "Gated - Die letzten 12 Tage" von Amy Christine Parker für eine Leserunde*. Wenn ihr mitlesen möchtet, dann beantwortet uns einfach folgende Frage:

    Was bedeutet Freiheit für euch?

    Ich wünsche euch viel Glück für eure Bewerbung und viel Spaß bei der Leserunde!

    *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.
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    Normal-ist-langweiligs avatar
    Wieder Buchabgabe gegen Porto auf meinem Blog:
    http://books-and-cats.de/?p=1312


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