Amy Chua

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Amy ChuaDie Mutter des Erfolgs
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Die Mutter des Erfolgs
Die Mutter des Erfolgs
 (41)
Erschienen am 01.05.2012
Amy ChuaAlle Menschen sind gleich - erfolgreiche nicht
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Alle Menschen sind gleich - erfolgreiche nicht
Amy ChuaDie Welt in Flammen
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Die Welt in Flammen
Die Welt in Flammen
 (0)
Erschienen am 17.11.2011
Amy ChuaDie Mutter des Erfolgs
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Die Mutter des Erfolgs
Die Mutter des Erfolgs
 (3)
Erschienen am 17.03.2011
Amy ChuaBattle Hymn of the Tiger Mother. Die Mutter des Erfolgs, englische Ausgabe
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Battle Hymn of the Tiger Mother. Die Mutter des Erfolgs, englische Ausgabe
Amy Chua(Battle Hymn of the Tiger Mother) By Amy Chua (Author) Hardcover on (Feb , 2011)
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(Battle Hymn of the Tiger Mother) By Amy Chua (Author) Hardcover on (Feb , 2011)
Amy ChuaWorld on Fire
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World on Fire
World on Fire
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Erschienen am 01.07.2004
Amy ChuaDe drieslag / druk 1
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De drieslag / druk 1
De drieslag / druk 1
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Erschienen am 10.10.2014

Neue Rezensionen zu Amy Chua

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Alle Menschen sind gleich - erfolgreiche nicht" von Amy Chua

Über die Aufwärtsmobilität von Einwanderergruppen in der US-Gesellschaft
R_Mantheyvor 10 Monaten

Zwar muss man am Ende der Einleitung zu diesem Buch das Gefühl bekommen, man würde gleich einen Ratgeber lesen, doch sollte man das Buch so nicht auffassen. Die Autoren betrachten verschiedene ungewöhnlich erfolgreiche Volksgruppen der US-Bevölkerung und versuchen, die kulturellen Ursachen dieses Erfolges zu ergründen. Für sie sind das Durchschnittseinkommen und die soziale Stellung von Mitgliedern einer Volksgruppe Kriterien für "Erfolg". Dabei vergleichen sie die prozentuale Zugehörigkeit zu bestimmten Einkommensgruppen mit dem entsprechenden Anteil dieser ethnischen Gruppe an der Gesamtbevölkerung. Unterscheiden sich diese Zahlen signifikant, gibt es also einen viel höheren Anteil in den hohen Einkommensgruppen, als das nach dem Anteil an der Bevölkerung zu erwarten wäre, dann gilt die entsprechende Gruppe als außergewöhnlich erfolgreich. Das sind in den USA: die Mormonen, die Juden, bestimmte Gruppen kubanischer Einwanderer, Iraner, Libanesen, Nigerianer, Chinesen und Inder.

Juristen wie die beiden Autoren sollten eigentlich keine Probleme mit der Logik besitzen. Allerdings kann man beim Lesen dieses Buches gelegentlich einen anderen Eindruck bekommen, wenngleich das nicht sofort ins Auge sticht. Als kulturelle Ursachen für den Erfolg der oben genannten Gruppen sehen Chua und Rubenfeld einen sogenannten Dreierpack aus gewissen gemeinsamen Eigenschaften von Mitgliedern dieser Gruppen an, auf den ich gleich zurückkomme. Da im Buchtitel und auch in der Einleitung der Eindruck entstehen könnte, dass diese Eigenschaften zwingend auch für den Erfolg von Einzelnen angesehen werden müssen, sollte man Folgendes beachten. Erstens kann man diese Ausrichtung des Buches im eigentlichen Text überhaupt nicht erkennen und zweitens handelt es sich bei diesem Dreierpack um eine notwendige, aber keinesfalls hinreichende Bedingung für einen von den Autoren definierten "Erfolg". Das bedeutet: So definierte Erfolgreiche besitzen zwar diese Eigenschaften, doch sie führen keineswegs zwingend zu diesem Erfolg.

Abgesehen von den Mormonen handelt es sich bei den oben aufgezählten ethnischen Gruppen in der US-Bevölkerung um Einwanderer. Die erste Generation verlor in der Regel in den USA erst einmal die gewohnte soziale Stellung und war meist Anfeindungen ausgesetzt. Sie mussten hart in niederen Positionen arbeiten, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Dadurch entfaltete sich ein erheblicher familiärer Druck auf die 2. Generation, die unter anderem auch dadurch zum Erfolg gelangte. Dies ist zum Beispiel ein Faktor, den man nicht einfach auf jeden beliebigen Menschen verallgemeinern kann, weil er so nicht überall gegeben ist, für die oben genannten Gruppen jedoch eine erhebliche Bedeutung besitzt.

Der sogenannte Dreierpack besteht (1) aus einem oft kulturell hergeleiteten Überlegenheitskomplex (z. B. einer besonders langen und aus eigener Sicht glorreichen Geschichte, wie sie die Chinesen oder Perser besitzen, oder dem Gefühl, einem auserwählten Volk oder einer besonderen Religion anzugehören, was die Juden und Mormonen für sich beanspruchen), (2) einem Gefühl der Unsicherheit (die eigene Stellung in der Gesellschaft ist unsicher, man wird ausgegrenzt) und (3) aus einer hohen Impulskontrolle (Rückschläge werden z. B. anders weggesteckt als bei anderen weniger erfolgreichen Gruppen).

Die Autoren beschreiben diesen "Dreierpack" sehr ausführlich, erst allgemein und später auf die einzelnen Volksgruppen bezogen. An diesen Ausführungen kann man übrigens auch ablesen, dass es sich bei diesem Buch eher um eine sehr gut begründete Meinung, jedoch weniger um eine wissenschaftliche Arbeit handelt. Vermutlich ist es auch sehr schwer, diese Zusammenhänge tatsächlich wissenschaftlich nachzuweisen, selbst wenn sie einleuchtend, nachvollziehbar und glaubhaft klingen.

Der erhebliche Druck, der insbesondere auf der zweiten Generation von Einwanderern lastet, hat selbstverständlich auch große Schattenseiten. Die schon länger in den USA lebenden Menschen besitzen weniger Druck, sich in alte Positionen zurückarbeiten zu müssen, was mit einem erheblichen Aufwand an Kraft und Zeit verbunden ist. Die Kindergeneration von Einwanderern leidet also nicht nur an den Folgen eines solchen Drucks, sondern auch daran, dass sie sich von selbst von der eigentlichen US-Mentalität stark abgrenzt, die darin besteht alles sofort haben zu wollen und nicht langfristig zu denken.

Diese völlig andere in den USA dominierende Mentalität, die ein Katalysator für einen künftigen Niedergang des Landes sein wird, ist der Inhalt des letzten Kapitels dieses Buches. Das Fehlen des Dreierpacks für ein ganzes Land zu beklagen, kann zwar aus der Sicht der Autoren von einer gewissen Berechtigung sein, er trägt jedoch auch den Kern einer gewissen Reduktion auf allein psychologische Gründe von gesellschaftlichen Entwicklungen in sich. Beispielsweise glauben die Autoren, dass die Finanzkrise von 2008 allein so zu erklären sei. Sie übersehen dabei völlig die ökonomischen und strukturellen Probleme der US-Gesellschaft und ihrer Wirtschaft.

Betrachtet man dieses Buch als eine Beschreibung der Aufwärtsmobilität von Einwanderern oder speziellen Gruppen (wie den Mormonen) in der US-Gesellschaft und nicht als Ratgeber für einen wie auch immer gearteten persönlichen Erfolg, dann kann man viel aus ihm lernen. Eine wie auch immer geartete Verallgemeinerung erscheint mir hingegen fragwürdig zu sein. Dass die Autoren dies an verschiedenen Stellen im Überschwang tun, kann man ihnen nachsehen und muss sie jedoch nicht besonders ernst nehmen.

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A

Rezension zu "Die Mutter des Erfolgs" von Amy Chua

Ist Erfolg das Wichtigste im Leben?
Andrea2810vor 5 Jahren

Diese Frage lässt sich aus Sicht von Amy Chua ganz leicht mit einem "JA" beantworten. In diesem Buch zeigt sie die auf uns fast gnadenlos wirkende Erziehung ihrer beiden Töchter. Beide lernen ein Instrument (Klavier und Geige) und müssen täglich mehrere Stunden üben,um auch große Auftritte zu absolvieren. Zusätzlich verlangt ihre Mutter von ihnen mehrere Stunden täglich für die Schule zu lernen und immer die Besten der Klasse, ja sogar des ganzen Jahrgangs, wenn nicht der ganzen Schule zu sein. Amy Chua ist der festen Überzeugung, dass diese Erziehung ihre Kinder später zu belastungsfähigen, kompetenten und erfolgreichen Frauen machen wird. Das ihre Kinder nicht bei Geburtstagen der Mitschülerinnen übernachten dürfen stößt nicht nur bei ihren eigenen Kindern auf Unmut und Widerstand, sondern auch bei den Mitschülerinnen und deren Eltern auf Unverständnis. Letztlich scheitert Amy Chua allerdings an ihrer jüngeren Tochter, die sich ständig widersetzt, nicht mehr übt und auch in der Schule mit den Leistungen absackt. Beim Lesen fragt man sich manchmal, warum das Verhältnis zwischen der Mutter und den Töchtern immer noch verhältnismäßig gut ist. Ihre - ja zum Teil brutalen - Erziehungsmethoden lassen uns zweifeln, ob sie wirkliche Muttergefühle für ihre Töchter empfindet und nicht etwa gefühlskalt ist. Auch fragt man sich, warum die ältere Tochter alles über sich ergehen lässt. In unserer Gesellschaft und mit unserer Erziehung erscheint dies fast unwirklich - ja sogar utopisch. Ein interessantes Buch über einen völlig anderen Blick auf Erziehung, das jedoch nicht zum Nachmachen geeignet ist. Auch zeigt uns dieses Buch, wie glücklich wir uns mit unserer Erziehung schätzen können, und dass die manchmal sooo strengen Eltern vielleicht doch gar nicht so streng sind.

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Ritjas avatar

Rezension zu "Die Mutter des Erfolgs" von Amy Chua

Erziehung mal anders
Ritjavor 5 Jahren

Nach diesem Buch war ich erstmal schockiert über die chinesische Erziehung.  Amy Chua erzählt hier ihre Geschichte. Wie sie und ihr Mann (aber im Vordergrund steht Amy) ihre Töchter Sophia und Louisa (Lulu) zu erfolgreichen Menschen erziehen will. Sie erklärt den Unterschied zwischen der westlichen (und aus ihrer Sicht verweichlichten) und der chinesischen (harten und strengen) Erziehung. Es ist teilweise so anders zum eigenen Denken, dass man vor lauter Staunen einfach weiterlesen muss. Immer wieder erwischte ich mich wie ich kopfschüttelnd weiterblätterte, aber das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich war entsetzt, wenn sie schrieb, dass sie ihre Kinder bis zur Erschöpfung anschrie und stundenlang zum Üben zwang, ihnen keine Freundinnen erlaubte oder Hobbies, die aus ihrer Sicht nichts bringen. 
Ich war erstaunt über den fanatischen Ehrgeiz der Mutter, was sie auf sich nahm, um ihre Töchter zu fördern, zu motivieren und zu den Besten zu erziehen. Amy Chua schreibt sehr direkt und deutlich, welche Kämpfe sie mit ihren Töchtern geführt hat. Teilweise werden ganze Dialoge widergegeben, was das Ganze noch verständlicher macht. Sie schreibt aber nicht nur sehr offen über ihre Erfolge, sondern auch wie sie scheitert und immer wieder an ihre eigenen Grenzen stößt. Trotz der Strenge, die sie gegenüber ihren Kindern walten lässt, kann man auch herauslesen, wie sie ihre Kinder liebt und nur das Beste für sie möchte. 
Das Buch lässt sich sehr gut lesen und fesselt auf seine ganz eigene Weise den Leser. Ich fand es sehr interessant, auch wenn es nicht meinen Vorstellungen von Erziehung entspricht (da bin ich wohl doch das westliche Weichei ;-)). 

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