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MagicAllyPrincess

vor 3 Monaten

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Die Menschen, die dich lieben, machen dich stark, Violet. Sie machen dich mutig und furchtlos. 
(Seite 191)

Nicht all unsere Entscheidungen haben die Folge, die wir uns wünschen, nicht mal die, mit der wir rechnen.  (Seiten 374)
 


Den Rebellen schließen sich immer mehr Verbündete an, sodass der Geheimbund des "Schwarzen Schlüssels" immer konkretere Pläne verfolgen kann, um den Adel ein für alle mal zu stürzen. Violet und die anderen Paladininnen rekrutieren weitere Surrogate, in dem sie ihnen die Wahrheit über ihre Kräfte und ihre Abstammung verraten und sie mit auf die "Klippe" nehmen.

Da ihre kleine Schwester Hazel von der Herzogin vom See gefangen gehalten wird und somit in Lebensgefahr schwebt, bleibt Violet nichts anderes übrig, als ihre Freunde vorübergehend zu verlassen, und noch einmal in das Juwel zurückzukehren. Ein alles entscheidender Kampf beginnt. 



Ich hatte sehr große Erwartungen an "Das Juwel - Der schwarze Schlüssel" und somit an das Finale von Amy Ewings Trilogie. Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.Violet und ihre Freunde bereiten sich auf den alles entscheidenden Kampf gegen den Adel vor. Immer mehr Verbündete schließen sich dem Geheimbund an, sodass dieser stetig wächst und stärker wird. Violet, Raven und die anderen Paladininnen suchen immer wieder die vier Verwahranstalten auf, bis alle Surrogate, die zur diesjährigen Auktion sollen, über ihre wahren Kräfte, ihre Herkunft und über ihre Bestimmung, Bescheid wissen. Da Hazel von der Herzogin entführt wurde, muss Violet noch einmal zurück in das Juwel und somit in das "Haus am See". Dank ihrer Kräfte verändert Violet ihr Aussehen und wird mit Hilfe von Garnet die Kammerzofe von Coral

Vom ersten Moment an konnte ich erneut vollkommen in die Geschichte eintauchen. Ich fühlte mich unglaublich wohl, und genoss gemeinsam mit Violet ihre Freiheit und ihre einmalige Verbindung zu den Elementen, und die daraus entstehende Magie. Das Buch beginnt sehr spannend, sodass ich am Liebsten ohne Pause weiter gelesen hätte. So ist auch bereits die kurze Zeit, in der sich Violet noch gemeinsam mit den anderen Paladininnen in der "weißen Rose" befindet sehr turbulent. Die Frauen vertiefen ihre Pläne und bereiten sich darauf vor, die große Mauer zum Einsturz zu bringen. Als Violet dann zurück ist im Juwel, überschlagen sich die Ereignisse beinahe.

Auch wenn die Herzogin vom See sehr grausam und hinterlistig ist, fand ich es extrem interessant, noch einmal gemeinsam mit Violet zurück in ihr Schloss zu kehren. Da Violet nun zu den Bediensteten gehört, lernt der Leser eine andere Seite kennen. So auch Räumlichkeiten, die Violet als Surrogate nie betreten hat, wie zum Beispiel die Küche und die Dienstbotenräume, die des Öfteren vorkommen. So selbstverständlich auch die anderen Angestellten, die nur zum Teil bereits eine Rolle in den Vorgängerbänden gespielt haben. Die Mischung aus Altbekanntem und Neuem hat mir richtig gut gefallen.

Amy Ewing legt auch sehr viel Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Weiterentwicklung all ihrer Charaktere. Natürlich steht Protagonistin Violet im Fokus, aber auch die anderen, liebgewonnenen Personen wie Raven, Garnet, Ash und Lucien bekamen viel Aufmerksamkeit und ausreichend Zeit, ihre eigene Geschichte in der Geschichte zu erzählen. So konnte ich mich gebührend von allen verabschieden. Auch Hazel steht mehr im Vordergrund, was ich sehr mochte. Die Liebe in all ihren Facetten nimmt ebenfalls genügend Raum ein, sie ist einmal zart und vorsichtig, dann wieder gewaltig und fordernd, wenn es angebracht ist. Die Autorin versteht es daher ganz wunderbar, das passende Gefühl in der jeweiligen Situation aufkommen zu lassen.

Auch die Magie gewinnt in diesem finalen Band immer mehr an Bedeutung, was ich faszinierend und genial zugleich fand. Die Paladininnen bilden einen Einheit, sie leben ihre Kräfte, weil diese sie vervollständigen und glücklich machen. Die Idee mit den unterschiedlich farbigen, blühenden Blumen, ist nach wie vor absolut wundervoll.

Dieses finale Battle fordert einige Opfer. Besonders ein Tod hat mich sehr berührt und extrem traurig gemacht. Dieser wiederum löst aber so einiges aus und facht den Kampfgeist der Paladininnen und vor allem auch Violets noch weiter an. Dieses letzte Buch ist allgemein sehr tiefgreifend, herzerwärmend und überwältigend. Es gibt Mut, zeigt die schönen Dinge des Lebens auf und vermittelt die großartige Botschaft, dass wenn man an sich glaubt, sehr vieles zu schaffen ist. Die unterschiedlichsten Gruppierungen, wie die Paladininnen, die Mitglieder des "Schwarzen Schlüssels", die Gefährten und alle anderen vom Adel unterdrückten, bilden eine Einheit, die  unfassbar stark ist.

Ich bin extrem zufrieden mit dem Schluss und definitiv traurig darüber, dass diese fantastische Reihe zu Ende ist.



Amy Ewing
  hat mit dem "Schwarzen Schlüssel" einen würdigen, mitreißenden und sehr emotionalen Abschluss ihrer Juwel-Trilogie geschrieben. Ich werde diese großartige Reihe vermissen und sie sicher nie vergessen!

Autor: Amy Ewing
Buch: Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel
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