Amy Forster Der Himmel über Berkeley Park

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 7 Rezensionen
(1)
(7)
(0)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Himmel über Berkeley Park“ von Amy Forster

Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, begegnen sich auf dem englischen Landsitz Berkeley Park: das englische Dienstmädchen Ella, die durch einen Unfall ihr Gedächtnis verlor, und die deutsche Adlige Auguste, die mit ihren Eskapaden das ganze altehrwürdige Haus auf den Kopf stellt. Beide Frauen kämpfen in einer Zeit, in der Europa auf den Ersten Weltkrieg zusteuert, auf unterschiedliche Arten um ihr Glück. Doch eine Gemeinsamkeit wird die zwei für immer verbinden: Die Liebe zu Augustes Ehemann Rhys.

Dieser Roman könnte den Fans von "Downton Abbey" gefallen, denn er spielt zur gleichen Zeit und in einem ähnlichen Umfeld.

— Klusi
Klusi

Leider ziemlich eindimensionale, stereotype Charaktere. Der Verlauf der Handlung ließ mich manchmal den Kopf schütteln. War nicht so meins.

— JustineAnna
JustineAnna

Fast wie Downton Abbey...

— nicigirl85
nicigirl85

Historischer Roman mit außergewöhnlichen Charaktere, der einen in die Zeit des British Empires versetzt. Einzigartig, definitiv lesenswert!

— Fia
Fia

Ein Buch zum Träumen und Hände über dem Kopf zusammenschlagen ☺ Eine tolle, bildliche Sprache die viel zu schnell gelesen ist.

— MelE
MelE

Stöbern in Historische Romane

Das Ohr des Kapitäns

Phenomenal!

KristinSchoellkopf

Die Legion des Raben

Eine geniale Fortsetzung von "Fortunas Rache" - fesselnd bietet das Buch einen Einblick in das Leben von Sklaven im Röm. Reich

Bellis-Perennis

Schwert und Krone - Meister der Täuschung

Rundherum gelungen würde ich zusammenfassend sagen, ich bin schon extrem neugierig, wie die Geschichte weitergeht.

HEIDIZ

Nachtblau

Ein etwas flacher Roman

Melli274

Belgravia

Ich finde das sollten Fans von Downton Abbey gelesen haben

Kerstin_Lohde

Die letzten Tage der Nacht

Hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Ein Werk, das ich nicht so schnell vergessen werde

HarIequin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der Himmel über Berkeley Park

    Der Himmel über Berkeley Park
    Klusi

    Klusi

    10. January 2016 um 23:59

    Die Handlung des Buches spielt größtenteils auf dem englischen Landsitz Berkeley Park. Rhys, einer der beiden Söhne des Hauses, verliebt sich während einer Reise in die Berlinerin Auguste von Schongau. Die lebenslustige junge Adlige fühlt sich in ihrem strengen Elternhaus eingeengt und versucht mit allen Mitteln, den starren Konventionen zu entkommen. Sie möchte etwas erleben, und damit trifft sie mit Rhys einen Gleichgesinnten, denn auch er ist auf der Suche nach Freiheit und Abenteuer. Als er Auguste als seine Verlobte mit nach Hause bringt, stößt seine Entscheidung bei der gestrengen Mama nicht auf Gegenliebe. Sie hasst alles Deutsche und steht der zukünftigen Schwiegertochter von Anfang an feindselig gegenüber. Dann ist da noch das Dienstmädchen Ella. Sie hat durch einen Unfall ihr Gedächtnis verloren, und so hat sie keinerlei Erinnerungen an die Zeit vor ihrer Verletzung, als sie sich in Rhys verliebt hatte. Ihre fehlende Vergangenheit hat aus dem fröhlichen und wissbegierigen Mädchen eine verschlossene und vernünftige junge Frau gemacht. Sie wird Augustes Kammerzofe und mit der Zeit sogar ihre Vertraute. Es ist eine aufregende Zeit. Die Technik schreitet immer mehr voran, die Pferdekutschen werden von Automobilen abgelöst, und die Menschen begeistern sich fürs Fliegen. Taucht ein Flugzeug am Himmel auf, sorgt dies für großes Aufsehen. Der erste Weltkrieg wirft bereits seine Schatten voraus und beunruhigt die Menschen. Für Auguste ist daher dieser Zeitpunkt, als Deutsche in eine Familie englischen Landadels einzuheiraten, recht unglücklich gewählt. Der Roman lässt erahnen, wie das Leben in den besseren Kreisen damals spielte. Die Söhne und Töchter aus gutem Hause begeisterten sich für den Fortschritt, denn sie konnten sich all die technischen Neuerungen leisten, und sie riskierten Kopf und Kragen für den Nervenkitzel, der ein wenig Abwechslung in das komfortable aber gleichförmige Leben brachte. Während Rhys sein Leben bei Autorennen riskiert, fühlt sich Auguste zur Künstlerin berufen. Eigentlich müsste man meinen, sie hat durch die Heirat mit Rhys alles, was sie sich erträumt hat. Sie hat eine gute Partie gemacht, ohne sich dafür den Wünschen ihres Vaters unterzuordnen, und Rhys liebt sie gerade für ihre Verwegenheit. Und doch scheint ihr etwas im Leben zu fehlen, denn sie stürzt sich in immer gewagtere und zerstörerische Eskapaden. Ella ist das genaue Gegenteil. Die sympathische Kammerzofe sieht alles von der vernünftigen, praktischen Seite, und sie ist die Einzige, auf die Auguste zeitweise hört. Ohne es zu wissen, sind die beiden Frauen Rivalinnen um die Liebe von Rhys. Die Geschichte ist sehr gefällig geschrieben und kann mit einer Vielzahl an interessanten Charakteren aufwarten. Sowohl die Zeit als auch das Umfeld erinnern ein wenig an „Downton Abbey“, und ich könnte mir vorstellen, dass Fans dieser beliebten Serie auch Gefallen am vorliegenden Roman finden. Ich habe anfangs ein wenig gebraucht, mich einzulesen, was nicht unbedingt am Roman liegt, sondern vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass der Zeitpunkt des Lesens von mir nicht so günstig gewählt war und ich mich aus Zeitgründen nicht sofort völlig auf die Geschichte einlassen konnte, die gerade zu Beginn alles sehr ausführlich darstellt. Das ist zwar notwendig, um die verschiedenen Personen richtig kennenzulernen, um sie einschätzen zu können, aber bei Auguste hat mir doch manchmal das Verständnis gefehlt. Nicht, dass sie sich gegen die starren Zwänge und Vorgaben aufgelehnt hat, sondern wie sie es tat, war mein Problem. Einerseits hatte ich den Eindruck, dass sie ständig auf der Suche nach Liebe und Anerkennung war, aber genau diese Gefühle hat sie bei den Menschen, die ihr wichtig waren, durch ihre meist spontanen Handlungen zerstört. Ich schwankte bei ihr ständig zwischen Mitleid und Unverständnis, denn zeitweise wirkte sie auf mich wie ein trotziges Kind. Spätestens ab der Hälfte hatte mich der Roman dann absolut gepackt, und ich war von der Handlung fasziniert. Die Entwicklungen, die mit viel Zeitkolorit und sehr lebendig dargestellt sind, halten den Leser in Atem, und man steuert zuletzt mit rasender Geschwindigkeit auf den Showdown zu. Zwischen diesem und dem Epilog gibt es einen Zeitsprung, wie das bei vielen Romanen der Fall ist. Grundsätzlich hat mir das Ende auch gefallen, nur hätte ich gerne noch so einiges gewusst, was leider nur noch kurz oder nur andeutungsweise erwähnt wurde. Insgesamt gesehen ist dieser Roman jedoch absolut lesenswert, denn neben der turbulenten Familiengeschichte zeichnet er ein detailreiches Bild des damaligen Lebens, des technischen Fortschritts und der politischen Entwicklungen bis zum 1. Weltkrieg. 

    Mehr
  • Schicksalsschläge

    Der Himmel über Berkeley Park
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    25. May 2015 um 11:11

    Kurz vor dem ersten Weltkrieg lebt auf dem britischen Landsitz Berkeley Park die Familie Whitmore. Ella Kilderry ist dort Hausmädchen und in den Sohn der Familie, Rhys, verliebt. Nach einem Aufenthalt in Berlin präsentiert Rhys die deutsche Adlige Auguste von Schongau der Familie als zukünftige Frau. Vom ersten Tag an bringt Auguste ihre Schwiegermutter gegen sich auf, da sie einerseits eine verhasste Deutsche ist, andererseits mit ihrem Verhalten die Familie und die englische Gesellschaft vor den Kopf stößt. Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm leicht und flüssig lesen. Anhand der Beschreibung der Handlungsorte hatte ich ein gutes Bild vor Augen. Auch die Personen sind sehr gut und authentisch dargestellt. Ella ist neugierig auf die Welt und auf das Leben und aufgeschlossen. Sie trifft sich heimlich mit Rhys, obwohl beide wissen, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat. Ella verändert sich nach einem Unfall, bei dem sie das Gedächtnis verliert. Sie ist verunsichert, zurückhaltend und mit ihrem Ordnungssinn versucht sie Struktur in ihr Leben zu bekommen. Sie ist sich ihrer Gefühle nicht mehr sicher und niemand erzählt ihr, was geschehen ist. Rhys versteckt seine Gefühle und lebt sein Leben weiter. Er kann seine Abenteuerlust ausleben, ohne in der Gesellschaft anzuecken. Als er Auguste in einer Bar in Berlin kennenlernt, wird er von ihrer Lebenslust mitgerissen. Nach einer leidenschaftlichen Nacht beschließen sie überstürzt, dass sie heiraten werden. Auguste fegt wie ein Orkan durch das ehrenwerte Haus Berkeley Park. Es ist als ob das Missfallen, das sie erregt, sie noch befeuert. Ihre Eskapaden werden schlimmer und sie bekommt von der Viscountess Olivia Ella als Zofe zugeteilt, damit diese ein Auge auf die kapriziöse Auguste hat. Doch die sieht sich als Künstlerin, die an ihre Grenzen gehen muss, um berühmt zu werden. Obwohl Ella einen gewissen Einfluss auf Auguste hat, kann auch sie Auguste nicht vom Kokain weghalten, eine Sucht, die alles natürlich nur noch schlimmer macht. Während Auguste immer mehr den Bezug zur Realität verliert, wird Ella stärker, selbstbewusster und lernt, dass man seine Ziele nicht aus dem Auge verlieren darf. Rhys entzieht sich den Problemen, indem er sich mehr und mehr zurückzieht und so tut, als sei alles in Ordnung. Er ordnet sich auch immer wieder der Mutter unter, die massiv das Geschehen beeinflusst. Das Schicksal hat in einer Zeit des Umbruchs Menschen zusammengebracht, die unterschiedlicher nicht sein könnten und hat ihnen Bewährungsproben abverlangt, die nicht jeder meistern kann. Auch wenn mir die Überdrehtheit von Auguste manches Mal zu viel wurde und das Ende so fast vorauszusehen war, habe ich mich doch gut unterhalten gefühlt. Wer gerne historische Romane aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts liest, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

    Mehr
  • Schicksalsschläge auf Berkeley Park...

    Der Himmel über Berkeley Park
    nicigirl85

    nicigirl85

    24. May 2015 um 13:54

    Amy Forster schreibt auch unter dem Namen Isabel Beto, daher ist dieser Roman nicht der Erste von ihr, den ich gelesen habe. Hier führt sie uns mal nicht in ein exotisches Land, sondern auf einen englischen Landsitz, der stark an die TV- Serie Downton Abbey erinnert und genau deswegen musste ich das Buch unbedingt lesen. In der Geschichte geht es um zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da haben wir auf der einen Seite das Dienstmädchen Ella, die bei einem Unfall ihr Gedächtnis verlor. Was verband sie einst mit dem Hausherren Rhys? Auf der anderen Seite haben wir die Adelige Auguste, deren Leben von Spaß und Abwechslung geprägt ist. Sie verliebt sich in Rhys und geht mit ihm nach Berkeley Park. Doch was bedeutet das für ihr Leben? Und vor allem wie geht es Ella damit? Mir hat hier gut gefallen, dass es mal ein Roman mit historischem Hintergrund ist, der nur auf einer Zeitebene spielt und nicht Gegenwart und Vergangenheit verbindet, denn das habe ich fast schon zu oft gelesen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wie gewohnt angenehm leicht und flüssig lesen. Ich konnte mir die Handlungsorte und die dargestellten Personen sehr gut vorstellen. Die Charaktere sind hier doch sehr besonders. Ella mochte ich total gern, denn sie ist ein liebenswerter Mensch mit dem Herz am rechten Fleck. Ihr Schicksal berührt und man möchte einfach, dass sie endlich mal Glück erfährt. Auguste hingegen war für mich nicht gerade eine Sympathieträgerin, denn sie erwartet zu viel vom Leben. Zudem kann man nicht immer nur Spaß haben und ihre selbstzerstörerischen Exzesse haben mich doch abgeschreckt. Da fragte ich mich lange was Rhys an ihr gefunden hat? Der Autorin gelang es für meinen Geschmack sehr gut die damalige Zeit bildhaft und nachvollziehbar wiederzugeben. Das Einzige, was mir persönlich nicht ganz so gut gefiel: Es passieren jede Menge Unglücksfälle. Das war mir einfach etwas zu viel, da hätte ich mir andere Wendungen in der Geschichte gewünscht. Fazit: Ein guter Unterhaltungsroman mit geschichtlichem Hintergrund, den ich gern weiterempfehle. Lesenswert!

    Mehr
  • Leben und Lieben auf Berkeley Park

    Der Himmel über Berkeley Park
    peggy

    peggy

    16. May 2015 um 15:11

    Das Dienstmädchen Ella und Rhys ,Erbe des britischen Landsitzes Berkeley Park haben eine besondere Beziehung, Bis zu dem Tag an dem Ella durch einen Unfall ihr Gedächtnis verliert. Als Rhys die deutsche Auguste heiratet, werden Auguste und Ella zu Freundinnen. Einige Dramen sollen die drei noch zu bewältigen haben.. Ein Herrenhaus, ein gut aussehender Erbe, große Gefühle, Dramen und Intrigen machen das Buch zum Leseerlebnis, allerdings hätte es für mich ein Stück weit Emotionaler sein können. Mehr Tiefgang und weniger über Autos und Rennen. Ich verliere mich gern in die Sehnsüchte der Protagonisten,  Das Ende war ganz nach meinem Geschmack, ein gutes Buch, dem es ein wenig an Gefühl fehlte.

    Mehr
  • Explore Berkley Park

    Der Himmel über Berkeley Park
    Fia

    Fia

    12. May 2015 um 20:39

    Meine Meinung: Historische Romane können mich immer wieder verzaubern und mit auf eine spannende Zeitreise nehmen. Deshalb freue ich mich immer wieder, wenn ich eines in die Hände bekomme. Dennoch muss ich zugeben, dass mich der Klappentext zu "Der Himmel über Berkley Park" nicht sofort überzeugt hat, da er für meinen Geschmack etwas zu kitschig ist. Weil ich aber von der Autorin und ihren exotischen, historischen Büchern, die sie unter dem Pseudonym Isabel Beto veröffentlicht hat, begeistert bin, wusste ich, dass sich der Blick ins Buch lohnen würde. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr angenehm und lässt einen mitten in die Geschichte abtauchen. Sie findet für mich die richtige Balance zwischen detailliert aber nicht zu ausführlichen seitenlangen Schilderungen. Zwar fehlen mir dieses Mal ein bisschen die grandiosen, exotischen Landschaftsbeschreibungen, dafür geht die Autorin toll auf die Gefühle und Emotionen der Charaktere ein. Die Charaktere in "Der Himmel über Berkley Park" sind überhaupt sehr spannend und abwechslungsreich. Ein Klischee erfüllen sie definitiv nicht. Da ist zum einen die deutsche Auguste, die mit ihrer exzentrischen und emanzipierten Art den traditionsbewussten Adel aufwirbelt. Dadurch bringt sie einen zu Beginn immer wieder zum Schmunzeln. Dies wandelt sich allerdings im Laufe des Buches. Man muss feststellen, dass Auguste vor allem auf ihr eigenes Wohl achtet und dabei keine Rücksicht auf andere nimmt. Dazu kommt, dass sie immer mehr in ihrer Kunst, ihrer Parallelwelt, versinkt und diese über alles stellt. Obwohl sie mir durch diese Eigenschaften nicht sympathisch ist, so finde ich ihre Entwicklung doch sehr interessant. Augustes Obsession mit der Kunst und ihre daraus resultierende Entwicklung macht sie zu einem außergewöhnlichen Charakter, der mir so noch nie in einem Buch untergekommen ist. Der Autorin gelingt es hierbei sehr gut, ihre Gefühle und Gedanken realistisch und nachvollziehbar darzustellen, auch wenn ich mich nicht mit ihr identifizieren kann. Ella ist im Gegensatz zu Auguste sehr zurückhaltend und lässt sich nicht so richtig auf das Leben ein. Ihre Amnesie macht ihr sehr zu schaffen und als Leser möchte man sie am liebsten anstupsen und ihr Mut machen ihr Leben wieder in Angriff zu nehmen. Auch ohne den konfliktreichen, spannenden Plot um ihre Amnesie ist sie ein facettenreicher Charakter. Rhys erscheint auf den ersten Blick nicht sehr außergewöhnlich, aber je mehr man ihn und seinen Lebenshunger kennenlernt, umso einzigartigere Seiten erkennt man in ihm. Im Roman hat er mit einigen dramatischen Ereignissen zu kämpfen und es ist spannend seinen Wandel zu beobachten. "Der Himmel über Berkley Park" ist zu einer konfliktreichen Zeit angesiedelt, kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Besonders zwischen Deutschland und Großbritannien gibt es große Spannungen, die sich auch in der Beziehung zwischen Auguste und ihrer britischen Schwiegermutter wiederspiegeln. Historisch ist der Roman auch in Hinsicht auf die Kolonien Großbritanniens interessant, da man durch die Vergangenheit von Rhys Vater in Indien viel über die damaligen Zustände erfährt. Insgesamt hat die Handlung ihre Höhen und Tiefen. Besonders der Anfang und das Ende sind sehr spannend, während es sich in der Mitte (vor allem auf Grund von Augustes Zustand) etwas zieht. Dennoch sind gerade Augustes Versinken in der Kunst und die Amnesie Ellas spannende und außergewöhnliche Handlungsstränge, die den Roman vorantreiben. Die Liebesgeschichte und das Ende können zwar nicht sehr überraschen, trotzdem fiebert man mit den Hauptcharakteren mit. Mein Fazit: "Der Himmel über Berkley Park" ist ein historischer Roman, der mich mit einzigartigen Charakteren gut unterhalten konnte. Die historische Lage und einige Wendungen lassen einen gespannt die Seiten umblättern. Trotz der etwas zähen Mitte und dem fehlenden Identifikationspotential mit Auguste überzeugt mich die Autorin mit "Der Himmel über Berkley Park" erneut. Für Liebhaber von historischen Romanen zum Ende des Kaiserreichs und zur Zeit des British Empire definitiv empfehlenswert! Die Aufmachung: "Der Himmel über Berkley Park" hat wirklich ein zauberhaftes Cover. Farblich ist es sehr freundlich und sommerhaft gestaltet, so dass man sofort Lust bekommt zum Buch zu greifen. Mit dem Anwesen im Hintergrund und der Frau im Auto passt es auch wunderbar zum Inhalt.

    Mehr
  • Eine Reise in die Vergangenheit

    Der Himmel über Berkeley Park
    Blacksally

    Blacksally

    04. April 2015 um 21:05

    Meine Meinung: Das Cover:In das Cover hab ich mich sofort verliebt, ich liebe diese Vintage-Cover und es macht sofort die richtige Stimmung für das Buch Die Protagonisten:Ella: Sie ist Dienstmagd im Hause Berkeley und ich mochte sie sehr gerne. Sie ist anfangs sehr sehr schüchtern, taut dann aber mehr auf. Sie versteht sich mit allen sehr gut und ich denke auch von den anderen Dienstboten wurde sie als Freundin angenommen.Auguste: Schrill und Hysterisch sind mir die ersten Worte die mir zu dieser Person einfallen. Anfangs mochte ich sie ebenfalls sehr gerne, aber irgendwann ist sie mir einfach nur noch auf die nerven gegangen. Ihre Art war doch schon sehr anstrengend.Rhys: Er ist ein netter Kerl, der seiner Mutter trotzen möchte und deswegen Auguste Heiratet. Ich denke nicht das er wirklich unter ihrem Pantoffel steht, aber manchmal kommt es so rüber. Ich denk er lässt Auguste einfach die Freiheit die sie braucht.  Der Schreibstil:Man ist sofort ab der ersten Seite im Buch dabei, ich hatte das Gefühl das ich in der Zeit zurück reiße und live dabei bin. Der Schreibstil ist bei mir sehr gut angekommen und auch das viele Hintergrundwissen fand ich sehr interessant, ich hatte einige Absätze die ich mir markiert habe, damit ich später nochmals mehr darüber in Erfahrung bringen kann.Außerdem gibt es einen kleinen Glossar am Ende des Buches, was ich wirklich super finde, so kann man manche Sachen nachlesen die man vorher vielleicht nicht wusste. Schön wäre es aber auch gewesen wenn man die Stellen zum Glossar im Buch irgendwie markiert hätte. Die Autorin:Amy Forster wurde 1965 geboren und lebt im Hunsrück. Sie liebt es, zu reisen, in der Wirklichkeit und in der Fantasie, und so ist sie schon in viele Rollen geschlüpft: Als Isabel Beto veröffentlicht sie erfolgreich historische Sagas, darüber hinaus schreibt sie aber auch Romantisches und Fantastisches. Nun hat sie sich ihrer neuen Liebe England zugewendet. Mein Fazit:Ein tolles Buch das einen in eine Welt führt, die längst vergangen ist. Mich hat das Buch außerordentlich berührt und zugleich war ich völlig überwältigt von den Eindrücken.Ich kann dieses Buch wärmstens weiterempfehlen und bin sicher das ich dieses Buch wohl nicht zum letzten mal gelesen habe

    Mehr
  • Freud und Leid

    Der Himmel über Berkeley Park
    MelE

    MelE

    23. February 2015 um 06:35

    "Der Himmel über Berkley Park" besticht durch seine bildliche und wortgewaltige Sprache. Mich hat es mitgenommen in eine Zeit, in der es verpönt war, das Frauen Auto fahren oder arbeiten gehen. Es sei denn, sie stammen aus ärmlichen Verhältnissen und müssen sich als Dienstmädchen oder Küchenkraft ihren Lebensunterhalt verdienen. Es wird anhand von Ella und Auguste sehr deutlich, wie es war in diesen Zeiten zu leben. Aber nicht nur dieses wird verdeutlicht, sondern auch die Tatsache, das man sich als Mann nicht unter Stand verheiraten sollte. Reicher Erbe und Dienstmädchen? Unmöglich! Im Epilog wird deutlich, wofür Ellas Herz schlägt, aber durch einen Unfall verliert sie ihr Gedächtnis und kann sich nicht erinnern, wen sie zuvor liebte und wer auch ihr zugetan war, Es wird verborgen und verschleiert. Eine Unehrlichkeit, die sich erst spät im Buch zu erkennen gibt.Auguste steckt voller Lebensfreude und lässt sich von ihrem Vater nicht gängeln. Sie setzt sich durch und fängt an zu arbeiten. Erst in einem Büro, später in einer Bar. In der Bar lernt sie Rhys kennen und lieben. Die Verlobung findet noch in Berlin statt und Auguste ist bereit gemeinsam mit Rhys nach England zu gehen, um dort mit ihm zu leben. Angezogen von Lust und Leidenschaft können die beiden ihre Hände nicht voneinander lassen. Was geschieht aber, wenn sich das erste Feuer zerstreut und der Alltag in eine Ehe einzieht? Was bleibt? Rhys und Auguste müssen schmerzlich erfahren, dass zur Liebe mehr gehört als sexuelle Lust. Treue, Beständigkeit und vielleicht auch der Verzicht auf seinen eigenen Egoismus. Auguste sieht sich als Künstlerin und will nichts anderes als berühmt werden. Mit ihrer Art eckt sie oft an und nur Ella gelingt es sie auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen. Ein oft auch schmerzlicher Roman, der uns aber auch vor Augen führt, wie oberflächlich Augustes Denken ist. Ein reiches Mädchen, welches immer ihren Kopf durchsetzen will, egal, wer dabei zu Schaden kommt. Irgendwann vernebeln Drogen ihr Gehirn und nichts funktioniert mehr so wie es sein sollte. Wir befinden uns zwar in einer anderen Zeit und dennoch wird deutlich, dass es sich gelohnt hätte die inneren Prioritäten zu verschieben und für seine Ehe zu kämpfen. Rhys ist ein toller Mann, der aber nie gelernt hat, sich gegen seine Mutter aufzulehnen. Vieles wird angerissen und wir halten auch Rückschau in eine grausame Zeit und Taten, durch die Rhys Vater sich nicht mehr erholen konnte. Männer brauchen definitiv Vorbilder, um sich zu gesunden Männern zu entwickeln. Dieses wird sehr verdeutlicht, denn Rhys Mutter hat zwar die Zügel in der Hand, zieht sich aber in dubiose Krankheiten zurück, wenn Situationen brenzlig werden.Klar wird auch, dass Geld nicht alles ist und das Leben, welches natürlich viele Abenteuer bereithält nicht planbar ist. Schicksalsschläge, die zum Umdenken zwingen und innere Nöte, die Menschen verändern können. Innerlich und Äußerlich. Liebe muss umkämpft werden und zwar Tag für Tag. Wer sich von seinem Partner zurückzieht und sich in Selbstmitleid suhlt, hat schon verloren. Auch wenn der Klang des Buches oft ernst ist, macht die wunderbare Umsetzung der Story zu einem echten Leseerlebnis. "Der Himmel über Berkley Park" vereint Drama, Liebesgeschichte, Weltgeschehen und Krimi miteinander. Gerne möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen und 5 volle Sterne vergeben, da ich mich rundum zufrieden fühlte mit dem Ausgang des Romans. Die Story war rund und sehr angenehm zu lesen. Im hinteren Teil des Buches ist ein Glossar angehängt, indem Fragen geklärt wurden, die eventuell während des Lesens entstanden sind, daher wirkt die Story zwar immer noch erdacht, aber dennoch so authentisch, da sich vieles im Buch erzählte, genauso zugetragen hat. 

    Mehr