Amy Gentry Good as Gone

(101)

Lovelybooks Bewertung

  • 80 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 8 Leser
  • 62 Rezensionen
(13)
(29)
(41)
(14)
(4)

Inhaltsangabe zu „Good as Gone“ von Amy Gentry

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt … Good as Gone ist ein von Anfang an atemberaubend spannendes Buch darüber, wie wenig wir die kennen, die wir lieben. Amy Gentry spielt grandios mit verschiedenen Erzählperspektiven und führt die Leser auf zahlreiche falsche Fährten – bis zum fulminanten Finale.

Ein spannender Thriller mit überraschendem Ende!

— Elizzy
Elizzy

Spannend erzählt! Das macht einen guten Thriller aus. Eine klare Leseempfehlung! Ich persönlich hoffe auf weitere Bücher von Amy Gentrey.

— bookweb
bookweb

Eine vertrackte Familientragödie, die zeitweise spannend ist und auf jeden Fall unterhält. Als Romandebüt durchaus gelungen.

— Fascination
Fascination

Ich war zu Beginn etwas skeptisch, es wurde dann allerdings doch recht spannend. Kurzweilige Unterhaltung, habe es in 2 Tagen durchgelesen.

— eilatan123
eilatan123

Naja, hätte ein bisschen 'mehr' sein können!

— matrixaa
matrixaa

ich fand es teilweise sehr verwirrend durch diese ganzen namenskapitel.

— romanasylvia
romanasylvia

teilweise sehr wirr, ich kann manche Handlungen nicht nachvollziehen, Julie verstehe ich gar nicht ...schade,der Titel klang nach "mehr".

— meisterlampe
meisterlampe

Spannend war nur der Anfang. Unterm Strich bleibt lediglich ein mittelmäßiges Familiendrama, das mir nicht im Gedächtnis bleiben wird...

— Tini_S
Tini_S

Gut konstruierter, ungewöhnlicher Aufbau, bei dem mir die Charaktere zu emotionslos blieben

— SillyT
SillyT

Nicht wirklich ein Thriller.

— ilkamiilka
ilkamiilka

Stöbern in Krimi & Thriller

AMNESIA - Ich muss mich erinnern

Sehr guter Thriller mit einer spannenden Idee

AnnasbesondereWelt

Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild

Sommerlicher Provence-Krimi mit Humor und französischem Flair

takabayashi

Dem Kroisleitner sein Vater

Berliner Großstadtbulle löst einen Fall in einem steirischen Dorf, in dem es ganz schön rund geht!

takabayashi

Die Schuldigen

Hat mich sehr skeptisch gestimmt. War mir zu einseitig.So wie die Geschichten geschildert wurden, ist die Mutter immer schuld. Kann ...

Federzauber

Tiefe Schuld

Solider Krimi mit großem, spannenden und unerwartetem Ende.

Minchens_buecherwelt

Murder Park

Nicht ganz das, was ich mir darunter vorgestellt habe

Frau-Aragorn

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Good as Gone

    Good as Gone
    Elizzy

    Elizzy

    19. June 2017 um 15:55

    ZusammengefasstAls Julie entführt wird, wird das Leben der Familie auf den Kopf gestellt. Acht Jahre später; Jane, die jüngere Schwester, die den Vorfall mit beobachtet hat fühlt sich schuldig und studiert in einer anderen Stadt, um nicht ständig zu Hause sein zu müssen. Tom und Anna haben sich auseinander gelebt. Doch dies alles ändert sich wieder schlagartig, als plötzlich eine junge Frau vor ihrer Türe steht und sich als Julie, die verschwundene Tochter vorstellt.Anna kann ihr Glück kaum fassen und will Julie am liebsten nie mehr aus den Augen lassen. Doch einige Aussagen die Julie macht, stimmen nicht ganz überein und plötzlich fragt sich Anna doch; ist dies wirklich mein Kind? Sind die Augen die selben? Der Mund? Das Kinn?Ihre Zweifel werden noch einmal mehr verstärkt, als sie plötzlich ein Privat Detektiv kontaktiert, der behauptet mehr über Julie zu wissen, als ihr lieb ist.Darüber Gedanken gemachtDie Geschichte wird aus der Sicht von Anna erzählt und einige Kapitel werden von Julie erzählt. Diese sind so geschickt aufgebaut und ziehen einen so in den Bann, dass man unbedingt mehr über Julie erfahren möchte. Doch um nicht zu spoilern, gehe ich hier nicht weiter ins Detail.Auf jeden Fall ist es interessant zu lesen, wie sich Anna während dieser Geschichte entwickelt und noch besser fand ich das Ende; denn mir ist auf jeden Fall bewusst, das wahrscheinlich jede Mutter so gehandelt hätte – auf jeden Fall einen Realitäts-Pluspunkt! Doch diese Geschichte ist nicht nur eine „Die verlorene Tochter kehrt zurück“ Geschichte, sie ist viel mehr. Denn auch Jane wurde während all dieser Jahre vernachlässigt und musste immer um genügend Aufmerksamkeit kämpfen und bei ihr fand ich es besonders toll, dass auch Anna endlich richtig hinschaute.Auf jeden Fall ein toller Thriller mit überraschendem Ende!Gefiel mir sehrDie Charakteren und vor allem der Aufbau der Kapitel gefiel mir richtig gut. Ich mochte es sehr, wie die Spannung immer höher wurde und wie man bei jedem Kapitel immer mehr zusammensetzten konnte.Gefiel mir nichtEinzig gestört habe ich mich daran, dass ich mir den Schluss irgendwie bereits 7 Kapitel vor Ende zusammenreimen konnte und so irgendwie bereits im Gefühl hatte, wie das ganze Ausgehen würde.Schreibstil & CoverDer Schreibstil ist flüssig und spannend aufgebaut. Das Cover gefällt mir richtig gut und konnte auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit wecken.FazitEin solider Thriller mit spannenden Kapiteln und gut ausgearbeiteten Charakteren, auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir!BewertungBuchlänge ♥♥♥♥(4/5)Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)Hier geht es zur Leseprobe. Hier könnt ihr das Buch kaufen.

    Mehr
  • Ein Spannender Thriller über die menschliche Identität

    Good as Gone
    bookweb

    bookweb

    18. June 2017 um 10:26

    Klappentext: Mit dreizehn wurde sie entführ. Acht Jahre später taucht sie unversehrt wieder auf. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen, bis ihre Mutter von einem furchtbaren Verdacht gequält wird...Inhalt: Dem Ehepaar Anna Davolos und Tom Whitaker ist das wohl schlimmste passiert was einem Ehepaar nur passieren kann. Ihr Familienglück war von einem auf den nächsten Tag zerstört; Ihre dreizehnjährige Tochter Julie wurde in der Nacht von eine völlig Fremden aus dem Haus entführt. Geklaut aus  dem Kinderzimmer! Die einzige Zeugin ist Julies kleine Schwester Jane. Acht Jahre lang ist Anna von Albträumen geplagt und das Ehepaar sucht nach seiner verschwundenen Tochter. Alle ihre Suchaktionen haben zum selben, ernüchternden Ergebnis geführt: keine Julie. Die Polizei hat den Fall schon seit langem zu den Akten gelegt, doch plötzlich steht scheinbar die 21 jähriger Version von Julie vor der Haustür. Die Familie ist wieder vereint und alle sind glücklich. Doch schon bald kommt zu tage, dass die Geschichte der wiedergefundenen Tochter  nicht stimmen kann. Anna hat einen furchtbaren Verdacht und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.Meine Meinung: Die Geschichte beeindruckt mit ihrer Spannung und durch die perfekte Identifikationsmöglichkeit mit den Personen. Parallelen mit dem Fall Natascha Kamputsch (alle die nicht wissen wer das ist, können hier mal klicken) sind nicht von der Hand zu weisen. Es scheint stellenweise fast so als hätte der Fall der Autorin als Inspiration gedient. Die Gefühlswelt der Personen ist durch die einfühlsame und auf den Punkt gebrachte Sprache gut nachzuempfinden. Dennoch ist die Stimmung nicht allzu bedrückend, sondern man erfährt deutlich die Wechsel von "zum Tode betrübt" bis zu "himmelhoch jauchzend" und alles dazwischen. Parallel zur "Hauptgeschichte" wird die Lebensgeschichte der vermeintlichen Julie rückwärts, also von ihrem 21 jährigen ich bis in ihre Kindheit erzählt. Dabei werden ihre Lebensstationen, die sie unter falscher Identität durchlebt hat, aufgezeigt. Diese Einschübe über die Lebensgeschichte der neuen Julie stören die Handlung zwar nicht, sind aber, vor allem am Anfang des Buches eher verwirrend. Zu Beginn ist es nicht klar wer diese Person wirklich ist. Allerdings tragen diese Lebensabschnitte der "neuen" Tochter doch zur Aussage des Buches bei. Good As Gone beschäftigt sich mit der Fragestellung, was Persönlichkeit und menschliche Identität überhaupt ausmacht. Die neue Julie hat so oft ihre Identität gewechselt. Vom Pflegekind über das Zimmermädchen bis zur Stripperin. Und das alles als "andere Person". Wie gut kennen wir die Menschen wirklich die wir lieben? Das ist eine Interessante Frage die das Buch unter anderem behandelt. Good As Gone ist ein spannender, philosophischer Roman, der dennoch die Philosophie so unterbringt, dass es wirklich Spaß macht ihn zu lesen. Zugegeben, die Grundidee ist nicht neu, aber sehr gut ausgeführt und spannend erzählt. Das macht einen Thriller aus. Eine klare Leseempfehlung! Ich persönlich hoffe auf weitere Bücher von Amy Gentrey. 5 von 5 Sternen

    Mehr
  • Kennen wir die, die wir lieben?

    Good as Gone
    Fascination

    Fascination

    06. June 2017 um 10:41

    Vor nunmehr acht Jahren wird die damals dreizehnjährige Julie aus ihrem Kinderzimmer entführt. Die zehnjährige Jane sieht den Fremden und das Messer, mit dem er ihre Schwester bedroht. Sie versteckt sich im Wandschrank und gibt erst geschätzte drei Stunden später durch panische Schreie Alarm. Zu spät für die Eltern Anna Davalos und Tom Whitaker, um einzugreifen. Die polizeiliche Ermittlung kann nichts beschicken. Julie bleibt vermisst und das Leben geht weiter. Jane studiert inzwischen an der University of Washington in Seattle und kommt nur selten heim. Bei einem ersten gemeinsamen Familienessen seit Ewigkeiten, steht auch sie wieder vor der Tür: Julie, einundzwanzig Jahre, zur Frau gereift! Die Freude über ihre Rückkehr ist riesig, währt allerdings nicht lang … Der Klappentext von GOOD AS GONE erinnert zunächst einmal an FALSCHE SCHWESTERN von CAT CLARKE, welches mir ausnehmend gut gefallen hat. Umso gespannter war ich nun auf die Umsetzung des Themas durch AMY GENTRY. Entsprechend des Untertitels, EIN MÄDCHEN VERSCHWINDET. EINE FREMDE KEHRT ZURÜCK., taucht auch in ihrer Erzählung ein zuvor entführtes Mädchen nach Jahren wieder auf und auch hier begleiten Unstimmigkeiten das weitere Geschehen. Die Autorin startet ihr Romandebüt recht stark. Der Prolog spiegelt die Nacht des Verbrechens wider und sorgt für Spannung. Die folgenden sechzehn Kapitel aus der Perspektive der Mutter in erster Person Singular wechseln sich mit Einschüben, mit unterschiedlichen Namen versehen, in dritter Person Singular ab. Der Blickwinkel von Anna Davalos ist von Erinnerungen geprägt. Gedanken an das Leben ohne Julie, an Alkohol, Verdrängung und Einsamkeit belegen, wie diese Zeit aus ihrer Sicht war. Gleichzeitig schreitet die Geschichte in der Gegenwart voran und schwenkt von Freude über Zweifel zu Fakten, die sich nicht leugnen lassen. Parallel hierzu läuft die Zeit in besagten Einschüben rückwärts. Erlebnisse und Erfahrungen der jungen Frau zeichnen einen rauen Lebensweg, bestimmt von dem täglichen Kampf ums Überleben. Zwei Handlungsstränge, die den Leser auf weiten Strecken ebenfalls zweifeln lassen, schlussendlich aber ein gemeinsames Bild ergeben und zur Auflösung der alles bestimmenden Frage führen: Ist es wirklich Julie? Der Lösungsweg mit den verschiedenen Perspektiven hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung ist über die Seiten vielmehr einer Familientragödie gewichen, was mich allerdings nicht gestört hat. Lediglich die Emotionalität hätte etwas lebendiger und damit authentischer erfasst werden können. Die Charaktere wirken doch etwas zu distanziert, unaufgeregt, teils nahezu unbeteiligt. Die Entwicklung rund um den Bösewicht ist etwas kurz gekommen und hat zudem recht skurril geendet. Damit bin ich nicht ganz so glücklich. Dennoch hat mich Julie als fragwürdige Figur schlussendlich mit ihrer wahren Identität überrascht. GOOD AS GONE – EIN MÄDCHEN VERSCHWINDET. EINE FREMDE KEHRT ZURÜCK. erscheint als hochwertiges Paperback bei C. Bertelsmann. Das Covermotiv ist recht minimalistisch, setzt dafür umso wirkungsvoller auf Kontraste. Die Silhouette eines Mädchens im Schein des Lichts passt sogar zur Geschichte. Papier, Satz und Druck sind einwandfrei. Fazit: AMY GENTRY erzählt eine vertrackte Familientragödie, die zeitweise spannend ist und auf jeden Fall unterhält. An Emotionen und Auflösung ließe sich arbeiten, nichtsdestotrotz ist GOOD AS GONE als Romandebüt durchaus gelungen. Bleibt die Frage: Kennen wir die, die wir lieben?

    Mehr
  • Ein spannendes Rätsel um das Verschwinden eines Kindes

    Good as Gone
    buecherpanda

    buecherpanda

    31. May 2017 um 12:06

    Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten konnte mich "Good as Gone" zum Schluss für sich gewinnen. Anfangs fiel es mir schwer, mich in die Geschichte einzufinden - Anna ist leider einfach kein Sympathieträger. Ich schaffte es einfach nicht, mich in sie hineinzuversetzen. Mit ihr schafft die Autorin es nicht, mich am Ball zu halten. Da die Handlung erstmal aus ihrer Sicht erzählt wird, musste ich mich wirklich durchbeißen. Doch als dann immer mehr Kapitel aus den Sichtweisen anderer Figuren kamen, wurde es für mich immer spannender. Anfangs war es etwas verwirrend und ich habe stundenlang gerätselt, was denn jetzt eigentlich passiert. Ist die junge Frau Julie? Oder doch nicht? Was ist mit Julie passiert? Welche Rolle spielen die anderen Figuren, die scheinbar zufällig auftauchen? Und genau das hat mir sehr gefallen. Dieses rätseln und nicht wissen, was denn eigentlich wahr ist und was nicht. Man bekommt kleine Häppchen aus der Vergangenheit präsentiert und muss diese erstmal in Verbindung setzen. Mit ihrem Schreibstil lässt die Autorin viel Raum für Interpretationen zwischen den Zeilen. Auf eine Art und Weise wirken ihre Worte konkret und sachlich. Umso mehr Spielraum hatten meine eigenen Gedanken. Meiner Vorstellungskraft, wie viel Wut, Trauer, Angst aber auch Freude die Figuren hatten, waren keine Grenzen gesetzt. Zudem unterstreicht Amy Gentry damit die Emotionslosigkeit der Mutter, die diese im Laufe der Jahre angenommen hat. Um nicht in ihrer Trauer zu ertrinken, suchte Anna sich einen anderen Weg mit dem Verlust ihrer Tochter umzugehen. Erst ganz zum Schluss dämmerte mir so langsam, worauf es hinaus laufen würde. Das Finale war dann leider relativ kurz und einfach. Vorhersehbar. Die Spannung die sich im Laufe der Handlung aufgebaut hatte war für mich schon vor dem Showdown nicht mehr vorhanden. Es war, als wäre mit einem mal die Luft raus. Leider passierte in den letzten 50 Seiten nicht mehr wirklich viel, es fühlte sich ein bisschen danach an, als müsste man das Buch jetzt einfach zu Ende bringen.  Fazit Alles in allem konnte mich "Good as Gone" vor allem durch seinen soliden Mittelteil und anfangs sehr unvorhersehbare Entwicklung überzeugen. Auch wenn der Schlussteil meiner Meinung nach etwas zu kurz kommt, kann man "Good as Gone" auf jeden Fall empfehlen!

    Mehr
  • Sehr verwirrend

    Good as Gone
    romanasylvia

    romanasylvia

    24. May 2017 um 23:55

    ich fand es teilweise sehr verwirrend durch diese ganzen namenskapitel.

  • Ein mittelmäßiges Familiendrama, das mir nicht im Gedächtnis bleiben wird

    Good as Gone
    Tini_S

    Tini_S

    21. May 2017 um 13:30

    Meine Meinung: „Good as Gone“ fiel mir auf, weil es mit „Girl on the train“ verglichen wurde, was ich ja sehr mochte. Der Klappentext klang toll und die begeisterten Pressekritiken auf der Buchinfo-Seite taten ihr Übriges. Tja, was soll ich sagen, ich hätte nicht auf sie reinfallen sollen … Dabei war der Anfang, der Prolog noch richtig gut, hat eine schaurige nackenhaaraufstellende Atmosphäre versprüht und mich direkt ins Kinderzimmer bei Nacht katapultiert. *schauder* Die Szene hat mich beeindruckt und auch ein wenig rätseln lassen, was dahintersteckte, ein wirklich gelungener Start! Auch die nächsten Kapitel waren noch spannend, als die vermisste Tochter nach Hause zurückkehrt und man mitfiebert, was für Abgründe sich wohl auftun. Was hat Julie vor? Warum ist sie nach so langer Zeit auf einmal wieder da? Und ist es überhaupt Julie? Es war sooooooooooooo viel Potenzial vorhanden, man hätte so viele doppelte Böden, überraschende Wendungen, schockierende Szenen einbauen können und es ärgert mich so, dass dieses Potenzial einfach nicht genutzt wurde … *arghhh* Aber woran lag´s? Zunächst mal ist da die Mutter, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Der Schreibstil war ausgereift und zu Anfang konnte ich mich noch ganz gut in ihre schwierige emotionale Situation einfühlen. Doch dann habe ich gemerkt, dass sie mir zu kalt war, unnahbar, und abgestumpft. Was leider auch ihre Töchter zu spüren bekommen und daher war die Dynamik zwischen den Figuren nicht wirklich vorhanden. Die beiden Mädchen behalten ihre Gedanken lieber für sich und allgemein reden die Charaktere zu wenig miteinander oder aneinander vorbei und der Umgang ist total verkrampft. Das war anstrengend zu lesen. Eine Ausnahme war der Vater, ihn fand ich nahbar und sympathisch. Aber er nimmt leider eine recht kleine Rolle in der Geschichte ein. Dann wechselt die Erzählerrolle zu Julie – oder Nicht-Julie (man weiß es nicht so genau). Das ist zu Anfang etwas konfus, was aber wohl Absicht ist. Den Kniff mit den verschiedenen Sichtweisen, die eingeschoben wurden, fand ich gut. So viele verschiedene Namen, die man zu Anfang nicht zuordnen kann, aber sie ergeben einen Sinn, wenn man aufmerksam liest. Das war ein netter Aha-Effekt. Leider aber auch so ziemlich der einzige in der ganzen Story. Sobald der aufmerksame Leser gecheckt hat, wie der Hase läuft, wird es leider langweilig. Ziemlich langweilig. Die Story entwickelt sich kaum weiter, bietet keine richtigen Schockmomente. Das Spannungslevel ist gleichbleibend niedrig – würde ich es zeichnen, käme da ein gerader Strich heraus, ohne Ausreißer nach oben. Gut gefallen haben mir nur ein paar vereinzelte Rückblicke in Julies (?) Vergangenheit, die wirklich harter Tobak sind. Da muss man schon schlucken. Allerdings sind auch diese Teile distanziert und emotionslos erzählt und konnten mich deshalb nicht berühren. Die ganze Story war recht unausgereift und im Nachhinein betrachtet, sehr vorhersehbar und langweilig. Da hätte nochmal ordentlich überarbeitet werden und an der Geschichte gefeilt werden müssen. Überraschende Wendungen habe ich leider gänzlich vermisst. Der geübte Thrillerleser versteht schnell, was hier gespielt wird und wartet vergeblich auf Überraschungen … Das eigentliche Finale, die Konfrontation mit dem Täter kommt dann zu plötzlich, auf einmal ist die Szene da und komplett unspektakulär. Wirklich, das hätte soooooo spannend werden können und dann kommt da … GAR NICHTS! … Der Täter selbst ist im Finale einfach nur lahm und nicht präsent. Er zeigt keinerlei diabolische Züge, kein gar nichts, er ist Luft und steht nur passiv in der Gegend rum. Das Ende ist offen, es wird nichts in den Beziehungen der Personen geklärt und wirkt unrund. Da hätte ich mir in der Familie noch einen Umschwung erhofft, aber Pustekuchen … Fazit: Wieder mal eine Geschichte, die Potenzial hatte, das leider verschenkt wurde. Die Autorin hat das Handwerkszeug definitiv drauf und kann schreiben, aber die Erzählstimmen waren mir zu emotionsarm und nüchtern. So blieb ich immer auf Distanz zu den Charakteren und war nur unbeteiligter Beobachter. Spannend waren nur der Prolog und die ersten Kapitel aus Sicht der potenziellen Julie. Sobald der geübte Leser aber verstanden hat, wie der Hase läuft, bleibt gähnende Langeweile zurück. Wäre die Story in eine andere, thrillermäßigere Richtung gegangen, hätte sie mich mehr begeistern können. So bleibt unterm Strich lediglich ein mittelmäßiges Familiendrama, das mir nicht im Gedächtnis bleiben wird.

    Mehr
  • Spannend erzählt mit kleinen Schwächen

    Good as Gone
    SillyT

    SillyT

    11. May 2017 um 17:20

    In einer Nacht vor acht Jahren wird die damals dreizehnjährige Julie aus dem Haus ihrer Eltern entführt. Die einzige Zeugin ist die damals zehnjährige Schwester Jane, die sich in ihrer Panik in ihrem Wandschrank versteckt hat. Niemand hat mehr daran geglaubt, dass Julie zurückkehren könnte, doch eines Tages klingelt es an der Haustür. Davor steht eine junge Frau, die Julie zu sein scheint. Sie kehrt heim und das, was sie erlebt hat, scheint nur grausam zu sein. Doch Julies Mutter überkommen Zweifel und diese werden immer weiter geschürt. Ist das wirklich Julie? Stimmt die Geschichte, die sie ihnen und der Polizei erzählt?Meine Meinung:Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir recht leicht, denn es beginnt mit der Entführung des Mädchens, welche mich mit einer Gänsehaut zurückließ. Allein der Gedanken daran, dass man das Kind aus dem Haus entführt hat, während die Eltern schliefen, ist erschreckend. Amy Gentry erzählt ihre Geschichte recht spannend und man befindet sich ziemlich schnell mitten im Geschehen. Der Schreibstil ist schnörkellos, verständlich und flüssig.Die Geschichte ist ebenfalls sehr spannend erzählt und auch mit einer Besonderheit, denn die Autorin wechselt hier nicht nur die Perspektive. Abwechselnd lässt sie das Geschehen durch die Mutter und durch Julie erzählen. Während wir der Mutter in der Gegenwart bei ihren Handlungen zusehen, wird Julies Geschichte in Rückblicken wiedergegeben. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge, denn zunächst gibt es die Ereignisse aus der direkten Vergangenheit und diese führt in den wechselnden Kapiteln immer weiter zurück. Dabei sorgt genau diese Erzählform für viele Wendungen und Unvorhersehbares, verlangt aber durchaus von dem Leser aufmerksam zu bleiben. Geschickt werden dadurch auch beim Leser die Zweifel an Julies Geschichte gestreut und ich ertappte mich immer wieder dabei, wie ich mehr Verständnis für die Mutter aufbringen konnte, als für das Mädchen.Die unterschiedlichen Perspektiven werden auch in unterschiedlichen Erzählformen wiedergegeben. So verfolgen wir die Gegenwart in der Ich-Form durch die Mutter und die Vergangenheit durch einen Erzähler in der dritten Person. Das alles hat mir sehr gut gefallen und war auch sehr spannend zu lesen. Es bringt auf jeden Fall eine Abwechslung und Abhebung zu ähnlichen Romanen. Viele schrieben, dass es kein Thriller ist und es steht ja auch nirgendwo, dass es ein Thriller sein soll, ich würde es auch eher als Spannungsroman auslegen.Die Charaktere der Geschichte blieben für mich ein wenig zu farblos. Gerade als Mutter hätte ich mich eigentlich viel mehr in Julies Mutter versetzen müssen/können. Doch irgendwie hatte ich zwar durchaus Verständnis für das Verhalten der Frau, aber ich konnte nicht nachspüren, wie es ihr ergangen ist und wie sie sich nach dem Wiederauftauchen der Tochter fühlt. Das alles hätte einfach mehr Gefühl wiedergeben müssen, um wirklich bis ins Letzte auf mich glaubhaft zu wirken. Auch Julie ist nicht immer glaubwürdig, gerade nach ihrem Auftauchen habe ich mich immer wieder gewundert über ihr Verhalten. Zwar schürt dieses Verhalten das Misstrauen der Mutter und auch mein eigenes, brachten mir aber Julie als Charakter nur bedingt näher. Die weiteen Charaktere der Geschichte blieben hier eher Nebensache, so ist Julies Vater ein recht gutmütiger Mann, die Schwester die etwas verstörte junge Frau, die auf ihre Art versucht zu provozieren, doch ein richtiger Sympathieträger ist hier niemand.Mein Fazit:Eine von Grund auf sehr spannende Geschichte mit einer ungewöhnlichen Erzählform, die mich ein wenig zwiegespalten zurückläßt. Das Buch habe ich durchaus schnell verschlungen, da der Schreibstil sehr klar und fließend ist und viele Wendungen die Spannung hoch halten. Mein größeres Manko sind die Charaktere, für die ich leider nur wenig Sympathie aufbringen konnte und deren Verhalten nicht immer ganz schlüssig auf mich wirkte. Für ein Debüt aber sehr interessant und lässt mich durchaus mit Erwartungen an weitere Bücher der Autorin zurück. Wer hier keinen Psychothriller sondern einen Roman erwartet, bekommt durchaus spannende Lesestunden.

    Mehr
  • LeseMaus liest

    Good as Gone
    Zickemausi

    Zickemausi

    10. May 2017 um 19:00


    Amy Gentry
    Good as Gone
    321 Seiten


    Dieses Buch hat keine Sterne verdient!
    Es ist völlig abstrus und nicht nachvollziehbar. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, die Geschichte zu kennen und es kam mir vor, als hätte die Autorin aus mehreren Büchern abgeschrieben und dann eine "neue", völlig überzogene Story zusammen geflickt. 
    Vergebene Lesezeit.

  • Rezension zu Good as gone

    Good as Gone
    sarahs_buecher_universum

    sarahs_buecher_universum

    10. May 2017 um 16:03

    Inhalt:Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …Charaktere:Ich finde man kam den Charakteren in diesem Buch nicht wirklich nahe. Ich konnte keine "Beziehung" zu den Charakteren aufbauen und das fand ich wirklich sehr schade. Man erfuhr nur was von Julies und Annas Gefühlen und das war mir auch persönlich zu wenig. Aber durch Annas Gedanken hatte man auch immer wieder Zweifel und ich habe ihre Sichtweise auch übernommen. Man konnte ihre Denkweise durchaus nachvollziehen und ich war wirklich gespannt auf das Ende. Ich kam in der Geschichte von "Julie" irgendwie nicht ganz durch und wollte daher auch immer mehr wissen. Das Ende hätte ich in dieser Art und Weise nicht erwartet, aber ich fand es wirklich ein sehr gelungenes Ende.Meine Meinung:Mir hat in dem ganzen Buch irgendwie die Spannung gefehlt und das erwarte ich normalerweise bei einem Thriller. Trotzdem war die Geschichte sehr detailreich, wenn ich auch fand, dass es manchmal etwas zu übertrieben war. Ich hätte mir mehr Zugang zu den Charakteren gewünscht, denn dieser ist für mich leider zu sehr in den Hintergrund gerückt. Das Buch ließ sich sehr schnell lesen und der Schreibstil war sehr angenehm. Ich habe bisher noch nicht viele Thriller gelesen und ich kann mir denken, dass ein erfahrener Thriller-Leser dieses Buch schlechter bewertet als ich es tue. Auch wenn es nicht sonderlich spannend war, fand ich es an keiner Stelle langweilig. Ich würde dieses Buch empfehlen, wenn man gerade neu in das Genre Thriller einsteigt. Ich denke es wäre ein gutes Anfangs-Buch. Bewertung:4/5

    Mehr
  • Manipulation, Zweifel und eine Fremde

    Good as Gone
    Malibu

    Malibu

    10. May 2017 um 09:41

    Das Allerschlimmste ist wohl für Eltern wenn das eigene Kind verschwindet. Sei es abgehauen, entführt worden oder ermordet. Wie kommt man über so einen Verlust weg? Und wie vor allem geht man damit um, wenn das Kind doch wieder auftaucht nach über 8 Jahren? Die Autorin beschreibt dies in ihrem Roman "Good as Gone", greift Zweifel und Freude auf.Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was Eltern passieren kann. Julie, ihre 13-jährige Tochter wird aus dem Schlafzimmer entführt, aus dem eigenen Haus. Alle Suchaktionen verlaufen erfolglos und die Polizei legt den Fall ad acta. Doch 8 Jahre später taucht Julie unvermittelt vor ihrer Haustür auf, die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch irgendwas stimmt an deren Geschichte nicht, das merken alle. Vor allem Anna hegt so ihre Zweifel, sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit der jungen Frau, dabei bekommt sie Hilfe eines Detektivs.Natürlich habe ich die vielen schlechten Rezensionen über das Buch gelesen und hatte so meine Zweifel, ob das Buch wirklich was für mich ist. Dennoch kann ich das so nicht unterschreiben, mich hat das Buch mitgerissen, ich war gefangen in der Geschichte um Julie. Anfangs zweifelt man mit Anna, ob die junge Frau wirklich Julie ist. Auch die vielen Stränge um die Identität Julies sind etwas verwirrend, klären aber einiges auf. Gegen Ende klärt sich die Geschichte immer mehr auf. Die Charaktere sind in diesem Buch gut gezeichnet, man hat sie vor Augen und der Film läuft ab. Es ist eigentlich das normale Leben einer städtischen Kleinfamilie, welches aus dem Wanken gebracht wird, als die Tochter verschwindet. Somit nimmt der Alptraum seinen Lauf.Der Schreibstil und auch die vielen Wechsel der Sichten erleichtern einem das schnelle Vorankommen. Wenn man sich erst einmal der Geschichte hingibt, kommt man kaum davon los. Die Spannung wird gut gehalten, obwohl man schon einige Vorahnungen hat. Dennoch zweifelt man doch immer wieder selber, ob man richtig denkt. Meines Erachtens hat die Autorin hier geschickt Fäden gesponnen, welche zum Miträtseln anregen.Die Geschichte um Julie öffnet einem die Augen, wie leicht ein Mensch doch durch Gehirnwäsche zu manipulieren ist und wie man Dinge glauben kann, wenn man sich nur oft genug hineinsteigert. Wenn einem etwas im Leben fehlt, wird es meist in etwas hineinkompensiert und man verliert sich darin. Gefährlicher als gedacht, es kann ganze Bäume umreissen.Für mich war das Buch ein guter Griff, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und finde es gut zu lesen, stimme also nicht überein mit den vielen negativen Bewertungen. Aber so ist nun mal der Geschmack, zum Glück verschieden. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin!

    Mehr
  • Rezension zu 'Good as Gone'

    Good as Gone
    ilkamiilka

    ilkamiilka

    08. May 2017 um 11:43

    In ‚Good as gone‘ wird ein Thema behandelt, mit dem ich persönlich hoffentlich niemals in Kontakt komme: Kindesentführung. Allein die Vorstellung jagt mir einen Schauer über den Rücken. Diese jahrelange Ungewissheit, ob dein Kind noch lebt oder nicht, ob es leidet … das wünsche ich niemanden.Umso spannender darüber zu lesen. Die Geschichte handelt von Julie, die vor acht Jahren entführt wurde, plötzlich wieder auftaucht. Das, wovon alle Eltern entführter Kinder träumen dürften, ist passiert. Zunächst kann es die Familie, die übrigens noch eine zweite Tochter Jane hat, gar nicht glauben. Dass einem das eigene Kind nach so einer langen Trennung etwas fremd vorkommt ist doch normal, oder? Doch Anna, die Mutter von Julia, erkennt ihre Tochter einfach nicht wieder. Als die nagenden Zweifel an der Identifikation ihrer Tochter immer stärker werden und auch ein Detektiv die gleichen Schlüsse zieht wie sie, beschließt sie mehr über die junge Frau herauszufinden. Dabei weiht sie weder ihren Mann, noch Jane ein. Man erfährt also hauptsächlich, wie Anna denkt, fühlt und handelt.Zwischendurch wird diese Haupthandlung immer wieder von Vergangenheitsschnipseln unterbrochen, die mich am Anfang leider ziemlich verwirrt haben. Generell mag ich eine zeitlich oder personell aufgeteilte Erzählweise immer sehr gerne, doch es dauerte eine Weile, bis überhaupt klar wurde, in welchem Zusammenhang sie zur Haupthandlung stehen.Je mehr man über Julie erfährt, desto stärker rückt auch eine kirchliche Komponente in den Vordergrund.All diese Punkte könnten einen wirklich spannenden Thriller ergeben, doch leider plätschert das Geschehen eher so vor sich hin. In Büchern habe ich generell einen langen Atem, da ich häufig historische Romane mit über tausend Seiten lese, doch bei einem Thriller habe auch ich eigentlich andere Erwartungen. Schade, da die Idee eigentlich echt gut ist und viel Potenzial zum Aufbau von Spannung bietet. Das Cover finde ich ansich übrigens sehr schön. Schlicht, aber dennoch spannend. Im Gegensatz zu dem Originalcover in gelb und pink, ist das deutsche mehr nach meinem Geschmack. Die Verarbeitung des Buches ist ebenfalls von guter Qualität. Fazit: Kein schlechtes Buch, aber auch nicht das, was man sich unter Thriller vorstellt. Würden Klappentext und Cover eine andere, ruhigere Stimmung andeuten, wäre ich nicht so überrascht gewesen. Die Bewertung fällt mir sehr schwer, da das Buch einige gute Stellen hat und man die Gefühle von Anna wirklich greifen kann. Ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein – nur eben nicht in einem Thriller. Letztlich habe ich mich jetzt entschieden dennoch nur eine mittlere Bewertung zu geben, weil ich als Käufer, der einen spannenden Thriller sucht lieber ein anderes Buch lesen würde. Dann müsste man das Buch (Klappentext, Cover) anders vermarkten. 3 von 5 Pfoten

    Mehr
  • Langweilig und verwirrend

    Good as Gone
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    05. May 2017 um 12:09

    "Und damit wird das Schlimmste einfach so ungeschehen gemacht: Julie ist wieder zu Hause." (S. 25)Vor 8 Jahren wurde die damals 13jährige Julie entführt und gilt seitdem als vermisst. Ihre Familie hat die Hoffnung aber nie aufgegeben und dann passiert tatsächlich ein Wunder. Julie steht plötzlich vor der Tür. Doch schon bald kommen ihrer Mutter Anna Zweifel. Ist Julie wirklich ihre geliebte Tochter? "Good as Gone" ist das Debüt der amerikanischen Autorin Amy Gentry. Die Inhaltsangabe klang vielversprechend und meine Erwartungen waren recht hoch, doch die Umsetzung hat mir leider überhaupt nicht gefallen.Ist Julie wirklich Julie? - Um dieses Rätsel dreht sich die ganze Geschichte. Das könnte spannend sein, ist es aber nicht. Stattdessen herrscht meistens Langeweile und der Thriller gleicht eher einem Familiendrama. Ich selbst fand auch nur schwer in die Geschichte und wollte das Buch zwischendurch fast schon abbrechen, was vor allem an den gewöhnungsbedürftigen Perspektivwechseln lag. Denn neben Mutter Anna, die hier als Ich-Erzählerin im Präsens fungiert, gibt es noch weitere Sichtweisen in der 3. Person Präteritum, die zunächst nur für große Verwirrung sorgen. Erst später begriff ich die Zusammenhänge und ich konnte das Ganze einordnen. Eine durchaus originelle Idee der Autorin, aber einfach nicht meins. Zudem waren mir die meisten Figuren hier eher unsympathisch und es fehlte mir an Gefühlen. Richtige Freude und Erleichterung über Julies unverhoffte Rückkehr oder auch Wut über ihr tragisches Schicksal habe ich bei keinem der Familienmitglieder gespürt.Immerhin gibt es im Laufe der Handlung doch ein paar überraschende Entwicklungen, für die sich das Durchhalten zumindest etwas lohnt. Denn es kommt noch ein bedeutender religiöser Aspekt hinzu, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Doch viel anfangen konnte ich damit nicht und auch der Showdown ließ mich eher kalt.Insgesamt kann ich daher "Good as Gone" nicht empfehlen. Langweilig, verwirrend, emotionslos - für mich eine große Enttäuschung. Daher nur 2 Sterne.

    Mehr
  • Ein wirres durcheinander

    Good as Gone
    BloggingRenate

    BloggingRenate

    03. May 2017 um 08:47

    Der Fall Natascha Kamputsch ist sicherlich vielen von euch bekannt. Good as gone scheint genau von diesem Fall inspiriert zu sein. Ein junges Mädchen, dass vor Jahren auf merkwürdige Weise verschwindet, kehrt nach Jahren zurück. Nun sie ist zurück, aber sie ist nicht das Kind, dass verschwunden ist.Die Hauptidee des Buches finde ich, so brutalisch es klingen sollen mag, sehr interessant und spannend. Man kann viel daraus machen, leider war das nicht der Fall von Good as Gone.Ich habe mich richtig auf das Buch gefreut und als es bei mir angekommen ist, musste es nicht lange darauf warten gelesen zu werden.Ich kam ziemlich gut rein, aber ich konnte mich nicht in der Geschichte wirklich wiederfinden. Beim Lesen schien mir alles so kalt und distanziert. Bis zu den ersten 50 Seiten war das Buch noch klar und einigermaßen nachvollziehbar, doch dann kam ein Perspektivenwechseln, der bis Ende des Buches nie aufhörte. Einerseits spannend aber anderseits unglaublich verwirrend, irritierte mich der Perspektiven wechsel so, dass ich stark am Buch zweifelte. Ich kämpfte mich durch die Seiten auf das Ende hin, leider ohne den Erfolg aus den Buch schlauer zu werden. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich teilweise gar nicht verstanden habe worum es gerade im Buch ging, weil alles so verwirrend war. Vor allem frage ich mich was die Autorin mit diesem Buch bezwecken wollte. Amy Gentry schreibt völlig emotionslos und vor allem bringt sie kaum etwas Aussagekräftiges zum Papier. Die Zusammenhänge der Geschichte die dazu dienen sollten die Geschichte vertrauenswürdig und nachvollziehbar zu gestallte, fehlen hier komplett. Jede Seite die gelesen wird verwirrt einer nur noch mehr, so dass man am Ende nichts mehr aus der Geschichte anordnen kann und völlig konfus zurückbleibt.

    Mehr
  • Rezension zu ''Good As Gone'' von Amy Gentry, C.Bertelsmann Verlag

    Good as Gone
    LauraLovegood

    LauraLovegood

    01. May 2017 um 14:15

    Meine Meinung Als Julie Whitaker 8 Jahre nach ihrer Entführung plötzlich vor der Tür ihres Elternhauses steht, können die Eltern, Anna und Tom, ihren Augen kaum trauen. Niemand hätte gedacht, dass das Mädchen noch lebt, nachdem sie vor all den Jahren vor den Augen ihrer kleinen Schwester Jane von einem Mann aus ihrem Zimmer entführt wurde.Doch die Freude über die Widerkehr der Tochter schlägt bei Anna schon bald in Misstrauen um, denn die Geschichte, die Julie erzählt, lässt an ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln. Anna versucht alles um herauszufinden, was diesem Mädchen zugestoßen ist, und wer sie wirklich ist...Ich hatte mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen! Vorallem aufgrund des Klappentextes, der durch seine Kürze viel Interpretationsfreiraum lässt. Diese Euphorie ging dann allerdings ziemlich schnell verloren..Die Geschichte fängt wirklich spannend an, da man von Anfang an merkt, dass etwas nicht stimmt. Dieses Gefühl zieht sich auch bis ca. zum letzten Viertel des Buches.Leider finde ich, dass die Aufklärung darüber, was Julie zugestoßen ist, viel zu schnell offensichtlich war, dadurch verliert das Buch nach und nach immer mehr an Spannung. Erzählt wird in der Gegenwart hauptsächlich von Anna, der Mutter, und in der Vergangenheit, in Form von Rückblicken, von Julie. Dieser Wechsel der Erzählperspektiven hat mich zunächst ziemlich verwirrt. Als man dann aber einfach immer weiter gelesen hat, haben sich die einzelnen Erzählstränge nach und nach zu einem Ganzen zusammengefügt.Diese Erzählweise finde ich also ansich sehr gut gemacht, allerdings ließ sich dadurch relativ früh erahnen, was dem Mädchen widerfahren ist. Es wurde meiner Meinung nach zu früh, zu viel verraten.Das Ende war dann dementsprechend auch ziemlich vorrausschaubar.Gut fande ich allerdings, dass das Buch nur etwas mehr als 300 Seiten hat, da die Geschichte so nicht unnötig in die Länge gezogen wurde. Auch der Grund für Julies Entführung war, trotz wenig Spannung und früher Aufklärung, mal etwas anderes. Ich möchte da jetzt auch gar nicht weiter drauf eingehen, da ich möglichst wenig vom Inhalt verraten möchte. Aber das Thema, das damit angesprochen wird, finde ich sehr wichtig und vorallem aktuell. FazitTrotz alldem konnte mich das Buch leider nicht sehr begeistern. Mir hat einfach viel gefehlt, vorallem Spannung, eine unerwartete Wendung oder ein Schockmoment.Ansich war es aber gut geschrieben, und auch die Thematik war gut durchdacht. Ich habe nur mehr von dem Buch erwartet, und man hätte meiner Meinung nach auch mehr aus dieser spannenden Idee machen können.Insgesamt würde ich ''Good as Gone'' mit 3 von 5 Sternen bewerten.

    Mehr
  • Good as Gone

    Good as Gone
    lenisvea

    lenisvea

    22. April 2017 um 21:16

    € 12,99 [D] inkl. MwSt. € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis) Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-10323-4 Erschienen: 27.02.2017 Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt … Good as Gone ist ein von Anfang an atemberaubend spannendes Buch darüber, wie wenig wir die kennen, die wir lieben. Amy Gentry spielt grandios mit verschiedenen Erzählperspektiven und führt die Leser auf zahlreiche falsche Fährten – bis zum fulminanten Finale. Meine Meinung: Ich bin durch das Cover und den darin enthaltenen Satz, der mich sehr neugierig gemacht hat, auf das Buch aufmerksam geworden. Freundlicherweise ist mir dieses vom Verlag zur Verfügung gestellt worden. Der Einstieg in das Buch ist mir auch sehr gut gelungen, der Schreibstil war schön flüssig und ich fand es anfangs auch durchaus spannend. Ich muss aber sagen, je weiter das Buch vorangeschritten ist, umso weniger konnte es mich noch begeistern und ich fand es ab einer gewissen Zeit auch eher verwirrend als fesselnd. Auch würde ich das Buch eher als Familiendrama sehen und nicht als Psychothriller. Was mir an dem Buch gut gefallen hat, sind die Schilderungen, wie sich die Familie und das Familienleben durch die tragische Entführung verändert hat und auch, wie groß die Unsicherheit nach dem Auftauchen der verlorenen Tochter/Schwester ist. Alles in allem war dies ein Buch mit einer sehr interessanten Grundstory, bei der die Spannung für mich aber leider nicht gehalten werden konnte. Daher konnte mich das Buch nicht ganz so begeistern, wie ich es mir gewünscht hätte. Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

    Mehr
  • weitere