Amy Hatvany Das Jahr der Wunder

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Inhaltsangabe zu „Das Jahr der Wunder“ von Amy Hatvany

Zwei Mütter. Zwei Töchter. Und ein geschenktes Leben. Hannah Scotts Welt zerbrach an dem Tag, als ihre Tochter Emily bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Nun, ein Jahr später, begegnet Hannah unerwartet der fünfzehnjährigen Maddie Bell, der Emilys Organspende das Leben rettete … Die Familie Bell jedoch hat ganz eigene Probleme. Maddies Mutter Olivia wird von ihrem Ehemann unterdrückt – doch wenn sie ihn verließe, würde sie ihre Tochter nie wiedersehen. Maddie wiederum sehnt sich nach Normalität. Gemeinsam erkennen die völlig unterschiedlichen Frauen, dass das Leben zwar voller Komplikationen steckt, manchmal aber auch voller Wunder …

Ein fesselndes Buch, dass die Verbindung zwischen Freud und Leid sehr gut darstellt. Lesenswert!

— Li93
Li93

wunderschön und traurig zu gleich.

— Pepples002
Pepples002

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  • Gefühlvoller Roman, der unter die Haut geht

    Das Jahr der Wunder
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    29. August 2015 um 16:37

    Kein Elternteil wünscht sich diese Situation, mit der das Buch "Das Jahr der Wunder" von Amy Hatvany beginnt. ... Kreischen von Bremsen, ein dumpfer Aufprall ... Nanosekunden, die eine Mutter nie vergisst - wenn das eigene Kind vor deiner Haustür verunglückt. Die zwölfjährige Emily kann auch durch eine Notoperation nicht gerettet werden. Der Arzt erklärt Hannah, Emilys Mutter, dass die Hirnfunktion ausgefallen ist. Emily wird nur noch durch Maschinen am Leben erhalten. Aufgrund ihrer sehr seltenen Blutgruppe wird die alleinerziehende Hannah mit der Frage konfrontiert, ob Emily als Organspenderin zur Verfügung stünde. Und genau durch solch eine Organspende wird das Leben der 15-jährigen Maddie gerettet, das Mädchen mit der kaputten Leber, wie sie selbst sagt. Ihr Vater war reich, nur mit Geld kann man nicht alles kaufen. Keine neue Leber, und auch keine Liebe. Und sein Umfeld hat zu funktionieren, so wie er das wünscht. Wenn man Menschen liebt, schenkt man ihnen Zeit. Die Autorin spricht besonders die Themen Organspende, Verlust, Trauer und häusliche Gewalt an. Erzählt wird die Geschichte von den drei Hauptprotagonisten Hannah, Maddie und ihrer Mutter Olivia. Wenn dein Leben innerhalb von Sekunden nicht mehr das gleiche ist, wenn eine Mutter ihr einziges Kind verliert, wie würde man selbst damit umgehen? Diese Frage stellt sich dem Leser sicher während des Lesens. Wieviel kann ein Mensch ertragen, um nicht an dem Leid zu zerbrechen? Durch die wechselnden Perspektiven ist die Handlung lebendig und gut nachvollziehbar. Der Zufall will es, dass Hannah Maddie als wahrscheinliche Organempfängerin von Emily erkennt. Wie sie sich Olivia und Maddie nähert, ohne diese durch den despotischen Ehemann und Vater in Gefahr zu bringen, zeigt sich deutlich. "Das Jahr der Wunder" ist sicher keine leicht-lockere Geschichte. Doch wer den Klappentext liest, kann das sicher erahnen. Amy Hatvany hat ihre Charaktere sehr gut beschrieben. Man konnte sie sich gut vorstellen. Die Grundidee der Geschichte wurde gut umgesetzt. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ihre Ausdrucksweise finde ich sehr ansprechend und außergewöhnlich. Besonders gut finde ich auch, wie sie es schafft, Emotionen und Gefühle zu vermitteln. Insgesamt überzeugte mich "Das Jahr der Wunder" durch die Themen, die die Autorin auf eine sehr bestimmte und eindringliche Art nahe bringt, aber nicht aufdringlich. Ebenso empfand ich, dass die Geschichte teilweise eine wirklich bedrückende Atmosphäre aufbauen konnte. Besonders zum Schluss des Buches wird es sehr dramatisch. Der Roman ist kein "normaler" Frauenroman, sondern ein Buch  mit Tiefgang Wie würde ich mich in so einer Situation verhalten? Mein Gesamteindruck war sehr gut. Ich kann es sehr empfehlen, einmal zu lesen! Zitat inside: Ein unsichtbarer roter Faden verbindet uns zu allen Zeiten und jeglichen Widrigkeiten zum Trotz mit jenen, denen zu begegnen uns vorherbestimmt ist. Der Faden kann sich spannen, sich verknoten und verwirren, doch reißen wird er nie. Chinesisches Sprichwort.

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  • Fesselnd von Beginn an

    Das Jahr der Wunder
    Natalie77

    Natalie77

    29. August 2015 um 10:51

    Inhalt: Hannah ist am Boden zerstört als ihre Tochter Emily bei einem Unfall ums Leben kommt. Die Frage ob sie Organspenderin werden soll überrumpelt sie zwar, aber sie weiß das Emily es so gewollt hätte und stimmt dem zu. Zum Glück von Maddie, dieses Mädchen wartet dringend auf eine Leber und kann nur so überleben. Ein Jahr später treffen beide aufeinander und Maddie, Hannah und Maddies Mutter Olivia verstehen sich auf Anhieb... Meine Meinung: Das Jahr der Wunder ist das zweite Buch der Autorin und auch wenn ich den Erstling nicht kenne, war ich ganz gespannt auf diese Geschichte, die unabhängig von ersten Buch ist. Es ist eine Geschichte über die Wichtigkeit von Organspende, über Trauerarbeit, über Freundschaft, aber auch über häusliche Gewalt. Die Autorin hat ziemlich viel untergebracht, ist aber doch auf jedes Thema gut und genügend eingegangen, das dem Leser die Dringlichkeit klar wird. Es ist von Beginn an ein fesselnder Roman. Zunächst durch den Unfall und weil nicht klar ist ob Emily, die Tochter von Hannah überleben wird, dann weil die Entscheidung zur Organspende ansteht und ein Jahr später einfach weil man so gespannt ist was mit den Dreien passiert. Gelangweilt war ich nie und dabei gibt es hier noch nicht Mal eine Liebesgeschichte. Ein Punkt den ich ganz angenehm finde. Mal was anderes als Frauenroman in denen ja fast immer eine Liebelei vor kommt. Die Figuren haben viel Tiefe und sind sehr charakterstark. Da ist Hannah, die erfolgreiche Geschäftsfrau, die privat lernen muss mit ihrer Trauer umzugehen. Keiner mag sich vorstellen das eigene Kind zu verlieren und doch bekommt man hier ein Gefühl davon wie das sein kann. Man merkt in der Geschichte deutlich wie Hannah wieder auflebt und langsam loslassen kann. Maddie, das sechszehnjährige Mädchen, dass durch ihre Krankheit viel verpasst hat im Leben und auch jetzt nicht hundertprozentig glücklich ist. Schließlich herrscht zu Hause oft dicke Luft und überhaupt muss sie mit der Tatsache klar kommen das dafür das sie lebt, ein anderes Mädchen gestorben ist. Man sieht mal die andere Seite der Medaille. Ich denke es ist auch für Organempfänger nicht immer leicht damit klar zu kommen. Maddie wirkt manchmal Erwachsener als ihre Mutter Olivia. Olivia ist recht unscheinbar und das ist beabsichtigt, denn ihr Mann unterdrückt sie wo er nur kann. Es ist ein Wechsel zwischen guten und schlechten Zeiten und nur ganz allmählich kommt sie dahinter, dass das nicht gut Enden kann und wird auch selbstbewusster. Dieses Buch hat mir von Anfang bis Ende gefallen. Es gab Situationen wo ich mir gewünscht hätte das Figuren anders gehandelt hätten, aber dann wäre es wohl eine kurze Geschichte geworden.

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  • Das Leben, das kostbarste Geschenk auf Erden?

    Das Jahr der Wunder
    nicigirl85

    nicigirl85

    21. August 2015 um 12:41

    Der überaus ansprechende Klappentext hat mich neugierig auf das Buch werden lassen und ich begann unvoreingenommen zu lesen, denn von der Autorin war dies mein erster Roman. In der Geschichte geht es um zwei Mütter- Töchter- Gespanne, die durch ein Unglück zusammenfinden. Hannah verliert ihre 12 Jahre alte Tochter Emily bei einem Autounfall. Sie trifft die schwere Entscheidung die Organe ihrer Tochter zu spenden und rettet damit unter anderem das Leben von Maddie Bell. Maddies Leben ist so zwar gerettet, doch hilft ihr das nicht bei den alltäglichen Familienproblemen. Und dann taucht plötzlich Hannah im Leben der Familie Bell auf. Wird sich dadurch etwas ändern? Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Geschehnisse und beleuchtet dabei die Ereignisse zum Einen aus der Sicht von Hannah und zum Anderen aus der Sicht von Olivia und ihrer Tochter Maddie. Die dargestellten Charaktere sind sehr realistisch gezeichnet. Jeder hat so seine Probleme zu bewältigen. Während Hannah den Tod ihrer Tochter verarbeiten muss, können Olivia und Maddie sich zwar über Maddies neu gewonnenes Leben freuen, leiden aber unter ihrem gewalttätigen Vater und haben zudem auch noch finanzielle Probleme. Die Autorin schreibt detailliert und vor allem emotional, was mir sehr gut gefallen hat, denn das Schicksal der drei Frauen lässt einen nicht mehr los. Die Gefühle jeder Einzelnen konnte ich mir gut vorstellen, weshalb das Buch nicht zur leichten Unterhaltungslektüre zählt. Auch wenn ich keine Mutter bin, so wusste ich doch sehr genau wie die beiden Mütter im Buch leiden müssen und konnte mich gut in sie einfühlen. Das angesprochene Thema „Organspende“ ist heute aktueller denn je. Mich haben die von der Autorin dargestellten Situationen ein ums andere Mal nachdenklich gestimmt. Was würde man selbst in so einer Situation tun? Fazit: Für mich ein bewegendes Buch, was mich gewiss nicht kalt gelassen hat. Ich empfehle es gern weiter. Wem Schicksalsschläge berühren, der wird dieses Buch mögen. Vor allem für Mütter und Töchter geeignet.

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  • Das Wunder von Seattle

    Das Jahr der Wunder
    SABO

    SABO

    20. August 2015 um 20:31

    Amy Hatvany - Das Jahr der Wunder - Blanvalet Seattle, Washington State Als Hannahs Tochter Emily verunglückt, steht die Zeit still und im Hospital ziehen sich hoffnungsvolle Stunden so dahin. Eine Not-Operation zeigt leider ein klares Ergebnis, der Aufprall, mit dem der Kopf auf die Strasse prallte, war zu hart für das Gehirn der kleinen Emily. Mit einem sogenannten Hirntod endet hier ein selbstständiges Leben. Der Körper des 12-jährigen Mädchens ist nur noch durch eine piepende Maschine funktionsfähig, für Emily selbst gibt es keine Rettung. Das Kind hat die Blutgruppe AB Negativ, was den Arzt sofort veranlasst zu fragen, ob sie Organspenderin sei. Hannah gibt unter Schluchzen das Mädchen, das einmal ihre Tochter war, frei, in der Hoffnung viele Leben damit zu retten. Trotzdem kämpft ein riesiges Unverständnis in ihrem Inneren, aber sie unterschreibt.. Die 15-jährige Maddie kennt seit ihrem 6.Lebensjahr jedes Krankenhaus in uns auswendig. Zöliaki..Typ-2 Autoimmunhepatitis..Fibrose..etc Die Immun-Supressiva wirken nicht mehr, es wird kritisch, Maddie braucht dringend eine Lebertransplantation. Sie ist 15Jahre und ob sie ihren 16. Geburtstag je erleben wird ist fraglich. Maddie weiß das gut durch Zynismus zu verdrängen: "Es sei denn irgendein armes Schwein mit meiner super-speziellen Blutgruppe stirbt demnächst und rettet mir mein Leben." Ungeküsst und ohne je wieder einen Schokopudding gegessen zu haben, möchte Mäddie nicht sterben. Da bekommt sie die Chance auf ein neues Leben, ein Transplantat steht zur Verfügung.. -- Ein kleines Juwel, warmherzig und philosophisch, für Erwachsene und Jugendliche. Ein Pageturner, der einem nicht schlafen lässt, eine fließende Sprache, wie Wasser. "Irgendwo blüht die Blume des Abschieds und streut immerfort Blütenstaub, den wir atmen, herüber; auch noch im kommenden Winter atmen wir Abschied." Rilke

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  • Gefühle zum Anfassen

    Das Jahr der Wunder
    Ninni89

    Ninni89

    18. August 2015 um 21:48

    Und dann muss Hannah lächeln, denn plötzlich erkennt sie, dass Trauer ein Leben zwar im Nu zerstören kann, dass manchmal aber schon ein einziger Augenblick der Güte, ein kleiner, aufrichtiger Akt des Vergebens, es ebenso schnell wieder zu retten vermag. Hannah Scotts Welt zerbrach an dem Tag, als ihre Tochter Emily bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Nun, ein Jahr später, begegnet Hannah unerwartet der fünfzehnjährigen Maddie Bell, der Emilys Organspende das Leben rettete. Zumindest vermutet sie es ab dem ersten Moment, doch wie soll sie sich dem Mädchen und seiner Mutter gegenüber verhalten? Werden sie nicht am Ende denken, dass sie eine verrückte Stalkerin ist, die ihre Tochter einfach nicht loslassen kann, wenn sie ihnen die Wahrheit sagt? Die Familie Bell jedoch hat ganz eigene Probleme. Maddies Mutter Olivia wird von ihrem Ehemann unterdrückt – doch wenn sie ihn verließe, würde sie ihre Tochter nie wiedersehen. Sie kann ihre Tochter unmöglich bei ihrem Vater zurücklassen, doch wie lange erträgt die die Pein noch? Maddie wiederum sehnt sich nach Normalität und Anerkennung in der ihr vollkommen unbekannten Welt außerhalb des Krankenhauses, das so lange ihr ganzer Lebensinhalt war. Gemeinsam erkennen die völlig unterschiedlichen Frauen, dass das Leben zwar voller Komplikationen steckt, manchmal aber auch voller Wunder, Freundschaft und vor allem der Erkenntnis, dass man auch vergeben muss, um Güte zu erfahren. Angesprochen hat mich das Buch zuerst wegen seines auffallend blauen Covers. Das sticht schon recht schnell ins Auge, vor allem auf der Seite der Neuerscheinungen bei Blanvalet. Danach fand ich den Titel recht interessant und habe mir letztlich den Klappentext durchgelesen. Die Geschichte sprach mich sofort an und nach meinen ganzen Thrillerreinfällen der letzten Zeit, dachte ich mir, dass was fürs Herz doch auch ganz nett sein kann. An dieser Stelle möchte ich mich dann auch beim Randomhouse Bloggerportal, bei Blanvalet und beim Zuständigen Pressereferenten Stebastian Rothfuss bedanken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Die drei Hauptcharaktere des Buches, Hannah, Olivia und Maddie erzählen abwechselnd aus ihrer Sicht ein Stück der Geschichte. Zu Beginn geht es in den drei Kapiteln noch darum, dass Hannahs Tochter angefahren wird und Olivia und Maddie hoffen, dass eine passende Leber gefunden wird, damit Maddie nicht in den nächsten Wochen an ihrer Krankheit stirbt. Es folgt danach ein Zeitsprung von einem Jahr. Zu Beginn wird immer noch viel aus der Vergangenheit nachgeliefert. Hannahs ganzes Kapitel besteht fast ausschließlich aus Rückblenden. Das fand ich am Anfang etwas seltsam, weil die Geschichte dann auch einfach ohne den Zeitsprung hätte erzählt werden können, doch nach und nach wurden diese Rückblenden weniger. Die Kapitel waren schön kurz gehalten, aber auch so lang, dass man als Leser die Zeit hatte sich in den jeweiligen Charakter hineinzuversetzen. Gerade gegen Ende hatte ich aber das Gefühl, dass sich die Autorin nicht mehr ganz einig war wer nun gerade erzählen soll und es wirkte, als müsse sie sich an diese stete Abfolge der Kapitel halten. Was mich außerdem etwas zum Stolpern gebracht hat, waren die Zeitformen, in denen geschrieben wurde. Es verwirrte doch etwas, wenn teilweise plötzlich Sätze im Präsens sind. Doch man gewöhnt sich recht schnell an diese etwas seltsame Art zu schreiben. Dafür schafft es Amy Hatvany auch die Gefühle ihrer drei Protagonistinnen besonders schön hervor zu heben. Beim Tod von Emily ganz am Anfang habe ich das erste Mal geweint und gegen Ende hatte ich wirklich eine Gänsehaut, weil das Buch tatsächlich noch ein wenig Spannung aufgebaut hat. Allgemein ging es bei der Geschichte aber nicht um einen großen Spannungsbogen, sondern um das Erwecken von Gefühlen und das Nachdenken über das Leben und das eigene Handeln. Es ging um Trauer und wie man damit umgehen kann und wie Freunde dabei helfen können. Deshalb störte die fehlende Spannung nicht. Es gab trotzdem bestimmte Ereignisse, bei denen man das Buch einfach nicht weglegen will, so wie es aber auch seichte Stellen gab, die eher etwas plätschern. Deshalb habe ich auch so meine Zeit für das Buch gebraucht, das sich recht flüssig lesen lässt. Insgesamt ist Das Jahr der Wunder eine berührende Geschichte, die von mir die vier Blumen vor allem für liebevolle Charaktere und ein packendes Ende bekommt, bei dem ich eine Gänsehaut hatte und mir erneut die Tränen in die Augen stiegen. Absolut zu empfehlen, für jeden der sich mit Verlust und einem Weg, diesem entgegen zu treten, beschäftigen möchte und der beim Lesen auch mal ein paar Tränchen verdrücken möchte. Aussehen: ♥♥♥♥  Charaktere: ♥♥♥  Spannung: ♥♥♥  Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥  Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥  Schreibstil: ♥♥♥♥

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  • Eine ebenso dramatische wie anrührende Geschichte

    Das Jahr der Wunder
    TochterAlice

    TochterAlice

    18. August 2015 um 19:41

    Eine ebenso dramatische wie anrührende Geschichte, in der es hauptsächlich um Mütter und Töchter geht, erzählt die Autorin Amy Hatvany: Hannah verliert ihre 12jährige Tochter Emily plötzlich bei einem Verkehrsunfall. Zunächst wird sie künstlich am Leben gehalten und nachdem feststeht, dass das Kind nicht zu retten ist, erklärt sich Hannah bereit, alle Organe zu Spenden. Durch Zufall lernt Hannah, die Friseurin ist, Olivia und deren 15jährige Tochter Maddie kennen, deren Leben durch eine Organspende Emilys gerettet werden konnte. Das jedoch ahnt sie zunächst nur und als diese Ahnung zum Wissen wird, trifft Hannah eine folgenschwere Entscheidung. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven  - und zwar denen von Hannah, Olivia und Maddie erzählt. Auch die beiden letzteren haben ein ganz schönes Päckchen zu tragen: finanziell mehr als auf Rosen gebettet, leiden sie unter einem despotischen Ehemann bzw. Vater. Ein Buch, in dem es um harte, ja dramatische Schicksale geht. Die Autorin schreibt sehr eindringlich und ich kann mich besonders in ihre Darstellung aus der Perspektive der beiden erwachsenen Frauen/Mütter hineinfühlen - mit Maddies Perspektive tut sie sich manchmal ein bisschen schwer, finde ich. Sie konnte mich nicht ganz vom Denken und Handeln des jungen Mädchens in bestimmten Situationen überzeugen. Aber am wenigsten glaubwürdig erschien mir persönlich die Reaktion der beiden anderen auf Hannahs Entscheidung - ein Thema, das ich Ihnen vorenthalten muss, damit ich Sie nicht des Höhepunktes im Buch beraube. Wenn Sie sich für dramatische Geschichten mit Herz interessieren, könnte dies durchaus ein Buch für Sie sein, vielleicht bewerten Sie bestimmte Aktionen der Protagonistinnen ja anders als ich.

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